Die ungebildete Masse

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    • littlelady schrieb:

      @ Ryana: eine krankenschwester kämpft ganz sicher nicht um das Leben von Patienten. das macht wenn dann der arzt.
      achso, mit deiner aussage implizierst du, dass menschen mit hoher bildung immer blöd und unmenschlich sind und vom leben keine ahnung.

      jemand, der abi hat verfügt mit sicherheit über eine mindestmenge an intelligenz und fleiß. was nicht heißt, dass jemand, der auf der hauptschule ist, grundsätzlich dumm ist. er ist halt fauler und weniger daran interessiert, später großartig geld zu verdienen.
      dass willst du doch wohl nicht bestreiten, oder?????
      du kannst dich drüber aufregen so viel du willst. ohne ein med.studium wirst man nie arzt sein können, ohne jurastudium nie jurist. was die achso "herzlosen" menschen angeht, als führungskraft kann man es sich nicht erlauben, sich weich klopfen zu lassen.
      die diskussion macht diesbezüglich relativ wenig sinn. die harten und konsequenten werden immer nach oben kann. daran wird sich so schnell eh nichts ändern.



      Also :

      1.) Natürlich kämpfen Krankenschwestern um das Leben ihrer Schutzbefohlenen - Du hast sowas wahrscheinlich noch nie erlebt! Hm - nennt man auch Lebenserfahrung, eine Bildungsform, die nicht unwesentlich ist.

      Ich war in einigen Krankenhäusern und habe diese engagierten Menschen erlebt, die wußten, wie man einen Dekubitus behandelt - der Arzt stand ratlos rum - die setzten sich für den Patienten ein und stellten sich gegen den arroganten Arzt, der die Belange des Patienten ignorierte - sie saßen an meinem Bett, weinten mit mir und machten wieder Mut!!!

      Dies um u.A.nur einiges zu nennen.
      Natürlich gibt es da auch ein paar andere - aber weil hier so abgehoben wird : nur wer was studiert ist auch was, ist gebildet!
      Selbstverständlich ist auch der Arzt nötig, seine Aufgabe ist es, sein Wissen in den Dienst der Kranken zu stellen - nicht mehr und nicht weniger! Aber viele werden zu sehr aus der Theorie losgelassen, stehen dumm rum und sind froh, wenn die Schwester vor Ort praktisch bescheid weiß! Hey : und das sind dann noch die besseren Ärzte, die sich wenigstens was sagen lassen.
      Meine Güte, was hab ich schon für abgefahrene, arrogante Sprüche von Jungmedizinern gehört.
      Das ist nicht gut!
      Und dann diese Einbildung!
      Sie wissen was, wollen einem alles mögliche einreden, was man habe - und dabei stimmts hinten und vorne nicht.

      Erst ein Arzt mit Lebenserfahrung, Herzensbildung und einem offenen Wesen wird zu einem guten Arzt. Der einem als Partner zur Seite steht!
      "Meine" Ärzte habe ich erst durch viele Mißerfolge gefunden - und die hören auf ihre Schwestern, auf ihre Patienten - einer sagte zu mir : Sie haben für ihre Erkrankung eine bessere Detailkenntniss erworben als ich, gut, das sie so mitmachen, so kommen wir gemeinsam weiter!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ryana ()

    • littlelady schrieb:

      @ Ryana: eine krankenschwester kämpft ganz sicher nicht um das Leben von Patienten. das macht wenn dann der arzt.


      Wo Du Recht hast, hast Du Recht!
      Hab oft erlebt, wie sehr der Arzt in den 3-5 Minuten der Visite kämpft!!!

      Übrigens:
      Hab mich als Raucher gefreut, endlich mal erklärt zu bekommen, dass
      meine "Masse" nicht vom Dicksein kommt, sondern aus mangelnder Bildung
      resultiert - da ergeben sich ja ganz neue Perspektiven für mich...
      Vielleicht ist dann ein zweites Studium der Weg ins dünne Leben...

      Mariechen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: kaputtes Zitat repariert ; )

    • littlelady schrieb:

      @babelfish: mir ist das ziemlich egal, inwiefern du meine kompetenz anzweifelst.. was zählt, ist die qualifikation , die auf dem papier steht. deiner meinung nach bin ich arrogant, bitte...wenn du meinst. gut, dasss "kleine leute" wie du, auf dieser ebene keine entscheidungen treffen :D
      inwiefern ich mich verkaufen kann , trotz meiner "arroganz", wie du sagst, kannst du nicht beurteilen. die reaktionen und erfolge auf meine leistungen bisher sagen aber ihr übriges. daran kannst auch du, trotz deinen parolen nichts dran ändern.
      beantworte mir doch dann die frage: woran misst du bildung?
      klar kann sich einer ohne hauptschulabschluss hinsetzten , um sich um eine stelle als z.b. jurist bewerben und sagen: naja, also eigentlich bin ich genauso klug und gebildet wie einer mit jurabschluss.
      schön, jeder kann meinen, dass er was kann, aber was zählt ist das, was du draus machst bzw. auf dem papier NACHWEISEN kannst. was anderes zählt nicht.du bist, was du aus dir machst.:-D

      Äh... Wenn ich auf meinem Schreibtisch eine Bewerbung finde, die so von Rechtschreib- und Grammatikfehlern strotzt wie deine Postings, fliegt die sofort in Ablage P, und zwar unabhängig vom angegebenen (Hoch)Schulabschluss, weil ich gar nicht so weit lese.
      Soviel zu Elite.... Ich bepiss mich gleich vor Lachen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • littlelady schrieb:

      du kannst dich drüber aufregen so viel du willst. ohne ein med.studium wirst man nie arzt sein können, ohne jurastudium nie jurist. was die achso "herzlosen" menschen angeht, als führungskraft kann man es sich nicht erlauben, sich weich klopfen zu lassen.
      die diskussion macht diesbezüglich relativ wenig sinn. die harten und konsequenten werden immer nach oben kann. daran wird sich so schnell eh nichts ändern.


      ALso :

      Sophie hat insoweit recht, manchmal sollte man nicht drauf eingehen - besonders wenn man auf solch ein Genie stößt.
      Aber trotzdem - es herrscht ein Gedankentum unter manch aufstrebenden jungen Menschen, das nur noch wieder die Ellenbogengesellschaft der einzige Weg zu Glück, Anerkennung, Macht und viiiiel Geld führt.:rolleyes:

      Und ich mußte beobachten, das dies durch gewisse Kreise gefördert wird.

      Der "Hyperintelligente" kommt da nicht hoch, dieser "knausert" in seiner Spezialecke.
      Und vielgefächertes Fachwissen gepaart mit Erfahrung, Bodenhaftung und praktischer Kenntniss wird nicht mehr gerne gesehen.

      Besonders bei den sogenannten "Big Playern".

      Gerade aktuell sehen wir das, hinter den Kulissen herrscht ein heftiger Machtkampf - die Globalisierung und Finanzkräfte wollen eine neue Herrschaft erreichen. Mit weniger Demokratie vor Ort, lieber mit einer abhängigen, auszusaugenden Masse.

      Ich kann verstehen, wenn viele nicht mehr Vertrauen in die heutigen verantwortlichen Politiker haben.
      Da sind auch zu viele bei dieser Politikergarde ohne praktische Lebenserfahrung, zu viele hochstudierte Eliten.

      Und in den Großkonzernen sah ich auch hinter die Kulissen - nach oben kommen da diese "Harten und Konsequenten", gnadenlose Verdränger.
      Es wurde hinter der verschlossenen Türe gesagt, das gerade die Person, die gerade noch süffisant gelobt wurde und nun das Zimmer verlassen hatte, mit allen Methoden aus ihrem Arbeitsplatz rausgedrängt werden sollte.
      Und bei einem älteren langjährigen Mitarbeiter sollten mal die Leichen im Keller gesucht werden - zumindest solle dieser Anschein herausgestellt werden. Und dann besucht man mal seine über 80jährigen Eltern, sagt denen was schändliches über ihn, mal sehen ob er nicht doch endlich einknickt!
      Und im Verkauf sollten nur noch solche jungen "Jäger" gesucht werden, wie oben zitiert - die seien noch wild und heiß!
      Die müssen gar nicht soviel Detailwissen haben, besser keine praktische Erfahrung - aber den Leuten alles verkaufen, auch wenn sie es nicht brauchen oder das alte Teil noch zu reparieren sei - Quatsch!
      Nein, nur solche seien gut!
      Nutzbares Material.
      Wie nannten sie es : "Human Kapital"!!
      Und das wurde von sogenannten gebildeten Eliten und Entscheidungsträgern gesagt.
      Eben total herzlos, nein, die haben ein steinernes Herz!

      Ich bin selber da drüber mehrfach und dann auch schlußendlich gestolpert, da ich meinen Mund nicht halten konnte!
      Aber sowas geht nicht!
      Ich habe immer gegen diese Ungerechtigkeiten gekämpft!
      Auch wenn es gegen mich dann ging - egal! Aber ich bin dankbar für mein Herz und mein reines Gewissen.
      Boah - ich könnte Stories erzählen:mad:- aber tut mir nicht gut.
      Muß jetzt Schluß machen, um mich nicht weiter in Rage zu fahren!

      Aber ich kann sowas nicht ausstehen!:cool:
      Liebe Grüße, Ryana

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sally () aus folgendem Grund: Zitat formatiert. :-)

    • Es verwundert mich, mit wie viel Mühe hier alle versuchen, littlelady etwas mehr Vernunft und Respekt vor dem Wissen und den Kenntnissen anderer beizubringen. Ich befürchte, das ist vergebene Liebesmüh!

      Ryana schrieb:

      Nutzbares Material. Wie nannten sie es : "Human Kapital"!!
      "Humankapital" ist übrigens ein wunderbarer Song von Funny van Dannen.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
      [/SIZE]
    • Ryana,

      so wie littlelady nach "unten" pauschalisiert, machst du es aber nach "oben"! "Menschen mit Herz findet man kaum in der Oberschicht" usw. finde ich fast genauso heftig.
    • Kanarienvogel schrieb:

      Ryana,

      so wie littlelady nach "unten" pauschalisiert, machst du es aber nach "oben"! "Menschen mit Herz findet man kaum in der Oberschicht" usw. finde ich fast genauso heftig.



      Das stimmt. Ich habe Menschen mit Herz sowohl unter Kommilitonen, als auch im örtlichen Assiviertel gefunden. Übrigens fand ich auch in beiden Umgebungen sehr gebildete, genauso wie erschreckend ungebildete Menschen und natürlich auch welche mit schlechtem Benehmen, aber davon haben wir ja jetzt genug gelesen.
    • Ja, ganz so schwarzweiß, wie es uns zuweilen scheint (scheinen soll?), ist die Welt dann eben doch nicht. Wir sollten uns ebenso vor Pauschalisierungen hüten wie wir auch von anderen erwarten, dass sie uns nicht alle in einen Sack stecken.
    • @littlelady

      Es ist mir vollkommen egal, was für ein Aus/Bildung Du hast, bei dem, was ich Dir hier einmal sagen möchte:
      Du kommst mir extrem überheblich vor. Nicht nur das, Du kommst mir auch extrem menschenverachtend vor.
      Es scheint mir so, dass für Dich der Wert eines Menschen anhand von Ausbildungspapieren ablesbar ist.
      Für mich macht einen Menschen seine Herzenswärme, sein Mitgefühl, sein Humor - dazu gehört auch, über sich selbst lachen zu können - und vieles mehr in dieser Richtung, aus.
      littlelady,
      was nutzen Dir all Deine tollen Ausbildungen/Bescheinigungen, wenn Du menschlich so kalt und überheblich herüber kommst?
      Ich würde Dir raten, von Menschen, die die oben beschriebenen Eigenschaften besitzen, zu lernen. Eine Ausbildung, für die es keine Papiere und Bescheinigungen gibt, die jedoch trotzdem die wichtigste Ausbildung ist, die es gibt - nämlich Herzenbildung.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ich habe Abi und Studiendinge.
      Ich bin so kluk. K-L-U-K :D

      Dazu wurde ich erst letzte Woche von bekannten Wirtschafsleuten als "zukünftige Führungselite" begrüßt (und musste nur ganz bißchen kotzen :rolleyes: ) Also abgesehen, dass sie explizit mich damit nun sicher nicht meinten. Ich war da ja nu mehr so aus Interesse reingerutscht und nicht zwangsweise Zielpublikum ;)


      Ein Großteil meiner Freunde, gerade meine besten und auch meine Partnerin, haben alle Haupt-/Realschulabschluss und was anständiges gelernt. Ich halte keinen von ihnen für ungebildet und bis ich mal das verdiene, was sie jetzt bekommen, ist es für mich noch ein weiter Weg. Und sie verdienen jetzt schon seit 12 Jahren. Da hab ich gut was aufzuholen. ;)

      Ja, gesamt und auf längere Zeit gesehen sind weniger Leute mit Studienabschluss arbeitslos als solche ohne.
      Aber ein Zuckerschlecken ist es nicht. Gerade in den frühen Jahren. Und das mit dem Verdienst ist so eine Sache.

      Oder wenn man sich mal den Traum Ausland anguckt. Meine Freundin mit ihrer Fachausbildung nehmen sie überall mit Handkuss.
      Geisteswissenschaftler sind nicht so gefragt :pfeiff:



      Wobei man einfach unterscheiden muss:
      Privat kann man es ja so sehen, dass es nicht aufs Papier ankommt.

      Aber gerade in Deutschland hängt da halt doch sehr viel dran und es stimmt so gesehen, dass in den meisten "höheren" Führungs- und Entscheidungsebenen fast nur Leute mit Studium sitzen.

      Das geht ja selbst runter bis zu Ausbildungen, die früher klassischerweise von Leuten mit Hauptschulabschluss begonnen wurden und auch absolut nichts weiter nötig wäre, aber auf einmal sollen sich bitte nur solche mit mind. Realschulabschluss bewerben.


      Klar gibt es immer wieder Fälle, wo das anders ist. Im gesamten dürften das aber die Ausnahmen sein.


      Gut finde ich es nicht und falls ich jemals in so einer Entscheidungsposition sitze, möchte ich es anders handhaben (wie ich es im Privatleben ohnehin mache). Aber ich spiel das Spiel ja auch nur mit, dass ich mich durch die Studieninstanzen gequält habe/noch quäle, weil es für viele Sachen, die ich machen will, erwartet wird.
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • Hmmmm - echt - ich hab nicht pauschaliert:flirt:!

      Mein etwas angriffslustiger Ton tut mir auch leid, aber m.E. muß man auch mal was rauslassen, wenn so gegen die gesprochen wird, die sich am wenigstens wehren können.
      Ächz- ich hab das nun praktisch erlebt! Viel zu viel.
      Ich bin früher sehr viel rumgekommen, habe hinter manche Kulissen blicken können, da sieht man diese "Machtspiele" - was aber keine Spiele sind , sondern bitterer ernst!
      Zu bitter, als man da lapidar schweigen sollte.
      Ich war früher auch nicht so, total unbedarft.:holy:

      Und natürlich gibt es bei "Gebildeten" auch Menschen mit Herz!
      Schon wahr - aber die haben das woanders erworben, aber nicht in der Theorie und den Machtgebilden.
      Auch unter den Studierenden traf ich sehr liebe und nette!

      Aber es ist schon komisch, diese kamen meist nicht in diesen Elitengipfel - nur das muß ich anprangern. Diese " Härte und Konsequenz".
      Also - die, die über Leichen gehen können. Eben keine sogenannten "Weicheier", nur die Hartgesottenen.
      Nur die, die Aussteiger waren, die zweite Bildungswege gingen, die an der "Front" arbeiten müssen, darunter sind vermehrt die "Gebildeten" mit zusätzlicher Herzensbildung zu finden.

      Und ich selber merkte, wie sehr einen ein Studium fordert und, wenn man Erfolg haben will, sich ganz in das theoretische Gedankentum begeben muß und tatsächlich eine große Gefahr besteht, abzuheben.

      Weg von dem praktischen Leben.
      Und man sah das auch an vielen Kommolitonen, wie sie sich im Lauf der Zeit veränderten, je mehr sie sich der Sache des Studiums und des Erfolges verschrieben.

      Sie stiegen in den Olymp des Erfoges - ein ehemaliger Freund von mir wurde später "Dr." - ging zu einem Großunternehmen, auf einmal war unser Dörfchen "Hinterwäldlerisch" und er hatte nur noch Kontakt mit seinesgleichen.
      Ich war abgemeldet.
      Er hat heute einen Chauffeur - oh, toll.:confused:

      Ich ging mal bei einer Anstellung durch den Betrieb, sah da eine Frau, sehr heruntergekommen, die mußte hergestellte Gummischläuche waschen.
      Ich kam mit ihr ins Gespräch und sah ihre schrundigen,blutig-aufgerissenen Hände !
      Ich war entsetzt!
      Sie mußte mit so einer Lösung das waschen.
      Ich las- ich vergeß es bis heute nicht : Trichlorätylen!

      Sie sprach mit mir von ihrem traurigen Leben, sie war so dankbar, das mal jemand sie beachtete.

      Ich erkundigte mich- es gab auch Geräte, wo sie nicht mehr das selber anfassen muß, und sie ihren Arbeitsplatz gesund behalten konnte .

      Es ließ mich nicht los.

      Ich ging damit zu ihrem ( elitär gebildeten) Ober-Vorgesetzten , legte alles vor - da lachte dieser nur, er habe selber "knietief" in diesem Zeug gestanden, es hätte ihn nur abgehärtet, er sei gesund und dann fuhr er mich an, ich solle mich nicht in sowas einmischen, das sei nicht meine Sache.:(
      Und seitdem war ich in Ungnade gefallen!:mad::mad:

      Achje, ich kann`s nicht lassen, hab zuviel erlebt.

      Zum Schluß stimme ich auch Orien zu- so ist es richtig, wie du es beschreibst!

      Und wir dürfen nicht die Hoffnung nicht aufgeben.

      Es ist eben nicht das letzte Wort gesprochen.

      Ich glaube auch, das es weiter geht und die Menschen weiter dazu lernen.

      Ich hab nur die negative Seite mal beleuchtet - natürlich gibt es auch tausendfache supertolle Beispiele von beispielos tollen Menschen - aus allen Schichten.

      Nur : es läuft m.E. da ein heftiger Machtkampf statt, wo eben bestimmte "Eliten" alles bestimmen wollen.

      Wir brauchen mehr engagierte Menschen mit Herzensbildung und viel weniger Bürokratie und Machtentzerrung!
      Und eine total verbesserte Ausbildung, viel mehr breitgefächert und mit hohem Wert auch auf Werte, nicht nur "Theorie"!!

      Und da bin ich in Sorge, wenn eben gesagt wird : es soll an Bildung gespart werden.:mad::mad::mad::mad:

      Mit lieben Gruß an alle und - so sorry- das es wieder so lang wurde -

      Ryana
    • Ryana schrieb:


      habe hinter manche Kulissen blicken können, da sieht man diese "Machtspiele" - was aber keine Spiele sind , sondern bitterer ernst!
      Zu bitter, als man da lapidar schweigen sollte.
      Ich war früher auch nicht so, total unbedarft.:holy:

      Und natürlich gibt es bei "Gebildeten" auch Menschen mit Herz!
      Schon wahr - aber die haben das woanders erworben, aber nicht in der Theorie und den Machtgebilden.
      Auch unter den Studierenden traf ich sehr liebe und nette!

      Aber es ist schon komisch, diese kamen meist nicht in diesen Elitengipfel - nur das muß ich anprangern. Diese " Härte und Konsequenz".
      Also - die, die über Leichen gehen können. Eben keine sogenannten "Weicheier", nur die Hartgesottenen.
      Nur die, die Aussteiger waren, die zweite Bildungswege gingen, die an der "Front" arbeiten müssen, darunter sind vermehrt die "Gebildeten" mit zusätzlicher Herzensbildung zu finden.

      Und ich selber merkte, wie sehr einen ein Studium fordert und, wenn man Erfolg haben will, sich ganz in das theoretische Gedankentum begeben muß und tatsächlich eine große Gefahr besteht, abzuheben.

      Weg von dem praktischen Leben.
      Und man sah das auch an vielen Kommolitonen, wie sie sich im Lauf der Zeit veränderten, je mehr sie sich der Sache des Studiums und des Erfolges verschrieben.

      Nur : es läuft m.E. da ein heftiger Machtkampf statt, wo eben bestimmte "Eliten" alles bestimmen wollen.

      Ryana



      Tut mir leid, aber ich muss Dir auch hier widersprechen. Ich finde das was du sagst zu einfach, zu stark polarisierend.

      Zum einen ist etwa die Hälfte aller Studiengänge mit einer stark praktischen Ausrichtung und nicht nur theoretisch.

      Man kann sein Studium ernstnehmen und Erfolg haben wollen, man muss auch nicht über Quereinstiege oder aus einfachen Verhältnissen kommen um im Studium nicht abzuheben.

      Aber selbst die Leute, die in der Oberstufe oder im Studium oder nach der Gesellenprüfung oder dem Bund oder dem ersten Kind oder nach der Hochzeit abheben, sind oft nur jung und bleiben nicht arrogant ihr Leben lang.

      Und Machtkämpfe am Fließband unter Fabrikarbeiter(innen) oder die Überheblichkeit einer/s Marktleiter(in) gegenüber der/dem Verkäufer(in) oder die Außeinandersetzungen auf dem Bau sind mitnichten weniger stark ausgeprägte Machtkämpfe als in den höheren Etagen.

      Langer Rede kurzer Sinn, man kann nicht (Aus-)Bildung mit, wie es hier genannt wurde, Herzensbildung vergleichen, das ist wie ein Vergleich zwischen Apfel und Orange.
    • Ich pflichte Dir in allem bei.

      babelfish schrieb:

      Langer Rede kurzer Sinn, man kann nicht (Aus-)Bildung mit, wie es hier genannt wurde, Herzensbildung vergleichen, das ist wie ein Vergleich zwischen Apfel und Orange.
      Ich habe den Begriff, glaube ich, erstmals eingebracht. Ich habe ihn aber nicht vergleichend erwähnt, sondern als ein Merkmal, das eine gute Führungskraft auszeichnet, zusätzlich zu der jeweiligen Ausbildung.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Martina schrieb:

      Ich pflichte Dir in allem bei.Ich habe den Begriff, glaube ich, erstmals eingebracht. Ich habe ihn aber nicht vergleichend erwähnt, sondern als ein Merkmal, das eine gute Führungskraft auszeichnet, zusätzlich zu der jeweiligen Ausbildung.


      Wenn man allerdings eine "gute" Führungskraft nur dann als gut bezeichnen darf, wenn es nur darum geht, den Provit zu steigern, dann braucht es keine Herzensbildung.
      Wenn aber ein Mensch eine gute Arbeit so leisten möchte, dass er dabei auch immer noch in den Spiegel schauen kann, er also nicht auf der Karriereleiter um des reinen Provites Willen über Leichen geht, dann braucht er ebenso wie eine gute schulische Ausbildung auch Herzensbildung.

      Da heutzutage der Wert eines Menschen jedoch nicht selten einfach nur nach dem bemessen wird, was für eine berufliche Stellung er hat / wieviel Kohle er "macht", (nicht aber unbedingt "verdient") ist es sicherlich so, dass für so denkende Leute Menschen mit hoher Bildung und dem entsprechenden Job mehr wert sind.

      Meiner Meinung nach hat Bildung jedoch nicht nur mit dem, was man mal gelernt/studiert hat zu tun, sondern vor allem mit dem, wie man sein Leben gelebt hat.
      Ich kenne studierte Leute, die vollkommen weltfremd und auf vielen Gebieten total ungebildet - ja regelrecht doof sind, weil sie nur das einmal vor X Jahren erlernte Wissen im Kopf haben und sonst nichts.
      Wer jedoch sein Leben lang offen, neugierig und lernbereit ist, der kann, obwohl vielleicht nur eine einfache Ausbildung absolviert, sehr wohl eine viel höhere Intelligenz besitzen als jemand, der irgendwann einmal studiert hat, dann jedoch stagniert.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Also - ich habe nur eine Seite der "Karriereleiter" beleuchtet:flirt:!

      Aber eine sehr gefährliche.
      Es hört sich sehr polarisierend an, aber es ging mir auch nur um einen Gegenpunkt zu der "Ellenbogengesellschaft" zu setzen.

      Und wie gesagt, es ist schon von mir nicht "erfunden".:(:mad:

      Nun, es kann hier auch nicht eine total ausgewogene mit "political Korrektness" Erklärung sein.


      Was wurde uns nach dem Studium gesagt ?
      " Hallo ihr Abschlusskanditaten, wenn ihr gut klar kommen wollt, dann vergeßt erstmal schleunigst das theoretisch angesammelte Wissen! Macht euch davon frei, damit ihr Aufnahmebereit für euren Weg mit klarem Verstand und Herzen seid!"

      Dies sagte ein bundesweit sehr einflußreicher Professor uns in`s Gewissen!

      Er forderte regelrecht dazu auf nun mit dem "verlorenen Gefühl" weiterzukommen, dies aufzuwecken und nicht den harten Machthabern ausgeliefert zu sein und selber darin verstrickt zu werden.

      Denn bei allem "Hochkommen" indem man sich selbst aber verliert und nun nur noch dem "Gott der Elitären" zu dienen ist auch ein fürchterlicher Absturz inbegriffen.

      Er sagte auch, das dies leider in sämtlichen Studiengängen absolut fehlt, Menschen wirklich frei vorzubereiten.

      Hey:flirt: - man kann auch ohne diese Kälte und Härte sehr gut vorankommen - und je mehr es davon gibt, die immer wachsamen Auges und mit dem Herzen am rechten Fleck vorankommen und um mit ihrem Wissen zu dienen, dem Menschen und mit dem Gewissen der Dankbarkeit sowie mit dem Bewußtsein,sich niemals damit über andere zu stellen - dann besteht große Hoffnung gegen die andere Strömung, die eben zur Zeit besteht.

      Und da habe ich auch meine große Hoffnung.

      Liebe Grüße, Ryana
    • Was hast du denn studiert? In unserem Studiengang war von Anfang an ein Hauptaugenmerk auf das Miteinander kommunizieren und Arbeiten gerichtet.

      Der Grundtenor in jedem einzlnen Fach war das Forschung ohne Teamwork nicht funktioniert.

      Das fängt schon im ersten Semester an, wenn man als Gruppe Antestate und Abtestate bestehen muss. Wenn einer nix rafft, fällt auch der Rest durch. Wenn man sich über seine Kollegen beschwert heißt es dann eher, dass man später im Labor auch mit allen Menschen zusammen arbeiten muss. Also nix da mit allein bis zum Gipfel!
    • Heutzutage wird in der Wirtschaft eigentlcih schon mehr auf ein mitmenschliches Miteinander geachtet. Ein rücksichtsloser Karrierist hat vielleicht kurzfristig Erfolg, aber wenn die Mannschaft nicht hinter ihm steht, ihn vielleicht sogar auflaufen lässt, ist es bald vorbei mit dem Profit und der Karriere.
      Gerade in der letzten Zeit habe ich durch meinen neuen Job verstärkt Menschen aus den sogenannten "Eliten" kennen gelernt, und war zum Teil positiv überrascht. Neulich auf einem Kongress diskutierte ich mit einem sehr netten mittelalten Herrn, und ich war wegen seiner Äußerungen felsenfest überzeugt, dass er ein Gewerkschafter sein musste und hab ihn einfach geduzt, wie in der Gewerkschaft üblich. Später wurde er als Herr Soundso von diesem und jenem Arbeitgeberverband vorgestellt :-o - mir blieb die Spucke weg. Damit will ich jetzt nicht indirekt andeuten, dass Gewerkschafter die besseren Menschen sind, da kenne ich auch ein paar A***öcher, aber bei den Bossen rechnet man eher mit der knallharten Methode. Aber das ist wirklich ein feiner anständiger Mensch. Wenn die Bosse alle so wären, hätten wir glaub ich ein paar Probleme weniger.

      Ich kenne aber auch genug von den Ellenbogentypen. Interessant ist aber, dass die nicht weit kommen. Irgendwann trifft man sich wieder: gib acht, in wessen Hintern du trittst, du musst vielleicht mal dort reinkriechen...
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Apropos: mit dem besagten Arbeitgeberfuzzi habe ich lange über Wertschätzung der Mitarbeiter gesprochen. Meine Meinung ist, dass Prämien oder :auslach:ein Abendessen mit der Geschäftsleitung (wäre für mich ein Grund, die Leistung zu verweigern...) gar nicht gut ankommen. Klar, die Kohle nimmt man mit, bevor man sich schlagen lässt. Aber es geht doch darum, als Mensch wahrgenommen zu werden. Die Frau mit den Gummischläuchen aus Ryanas Beispiel hat sich gefreut, weil sie jemand registrierte.

      So etwas kann jeder im Kleinen machen. Allein schon, wenn man im Supermarkt mal der Kassiererin in die Augen schaut und lächelt statt irgendwo ins Leere zu gucken, dann erinnert die sich das Nächstemal an einen und freut sich.
      Ich komme jeden Morgen auf dem Weg ins Büro in der Firma an enem Müllwerker vorbei, der immer zur gleichen Zeit den Kartonagemüll aus der Produktion abholt. Nach ein paar Malen hab ich ihn einfach gegrüßt, dann auch mal Smalltalk gemacht so in der Art "Wahnsinn, sind die Container jeden Tag so voll? Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Pappe bei uns anfällt." Er lacht immer, wenn er mich sieht, und neulich habe ich gehört, wie er zu einem Kollegen sagte "Klasse Frau." *freu*
      Oder unser ehemaliger Marketingmanager: er hatte im Kalender den Geburtstag von allen Mitarbeitern im Bereich gespeichert, und dann ging er immer hin und gab dem Geburttstagskind die Hand, nicht nur den Großen, auch den kleinsten Lageristen. Das gibt gleich eine andere Stimmung, und das pflanzt sich fort.

      Ein Kollege - übrigens ein ungebildeter Arbeiter, aber sehr weise - sagt immer: Der Einzelne kann nicht viel Licht in die Dunkelheit bringen, nur einen Funken wie von einem leeren Feuerzeug. Aber wenn alle bei jeder Gelegenheit so einen Funken machen, sind es so viele, dann wird es auch hell.
      Also Leute: Funken machen und nett zueienander sein!
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sowas steht ja mittlerweile auch überall quasi mit auf den Lehrplänen.
      Ich weiß nicht, wie es früher war.

      Aber ich kann mir vorstellen, dass in Zeiten, in denen CSR (Corporate Social Responsibility - also Soziale Verantwortung der Firmen) / Wirtschaftsethik so boomt, einfach auch, weil die Kunden es nachfragen und verstärkt drauf achten, das auch mehr an den Unis ankommt.
      Nur so als Theorie.


      In wie weit sich das alles tatsächlich auch umsetzen lässt oder von jedem einzelnen umgesetzt wird...mhh..keine Ahnung. Ebenfall steht in den Sternen, wie lange das mit dem CSR noch so weitergeht. Ich halte es ja für ein recht schnell verpuffendes Phänomen. Auch wenn es für mich persönlich wünschenswert wäre, wenn nicht (Jobs...ich brauche Jobs :lach: )

      Ich bin aber klar der Meinung, dass es doch wesentlich mehr nette Menschen als Arschlöcher gibt. In ALLEN Bereichen.

      Aber je höher es geht, desto eher ist man auch genötigt, unpopuläre Entscheidungen zu treffen (oder überhaupt Entscheidungen zu treffen).
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel