* Mich seit gestern tierisch aufreg*

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    • * Mich seit gestern tierisch aufreg*

      Folgendes hat sich zugetragen :


      Ich bin mit Hunden aufgewachsen und schon viel erlebt mit anderen Hunden und Besitzern , aber gestern, blieb mir gleich mehrfach das Herz stehen..

      Zur Zeit ist Spike wieder bei uns zu Gast. Spike ist ein kleiner Mischling der meiner zukünftigen Schwiegermammi gehöhrt.
      Er ist ein absolut lieber, verschmußter und gehorsamer Hund, hat nur ein Problem : Als Welpe wurde er von einem anderen, wohl sozial gestöhrten Hund fast tot gebissen, bekam jedoch erst sehr spät ( Nachdem mein Freund ihn aus den Händen eines Obdachlosen, der ihn zu allem überfluss dann auch noch getreten hat, mit einer Schachtel Zigaretten "frei" gekauft hat.) tierärztliche Hilfe. Das gute, er scheint kapiert zu haben das nicht alle Menschen schlecht sind und ist vertrauensvoll und freundlich zu allen Menschen. Das schlechte, bis auf wenige Ausnahmen mag er keine andern Hunde...

      So, ich gestern mit Spike Gassi gewesen, da seh ich ein ca 4 Jähriges!!! Mädchen mit einem Hund schnurstracks auf uns zu kommen. Ich ruf : Bleib bitte stehen und warte bis wir abgebogen sind, das Mädchen : nein nein, der will spielen, und löst die verriegelung der Auszugsleine. Hund rennt zu Spike, Spike wird stok sauer dreht und windet sich, rutscht aus dem Halband, eisst sich dabei fast die Ohren ab, und geht auf den anderen Hund los.

      Ich ruf dem Mädchen zu lass die leine los, das dein Hund weglaufen und sich wehren kann, Kind hält aber natürlich die leine fest und schreit nur.

      So ich mit meiner Leine zwischen die kämpfenden Hunde geschlagen ( reinfassen soll man da ja auf keinen Fall ) und die beiden haben sich so erschreckt das sie auseinander gegangen sind.

      In dem Moment kam den Göttern sei dank (und nur die Götter wissen woher) ein Polizist der Spike am Nackenfell festgehalten hat so das ich ihn wieder anleinen konnte.
      Dnn tauchte die Mutter des Kindes auf mit der dähmlichen frage " is was passiert"
      Nachdem sie sich dann eine Standpauke des Polizisten anhöhren musste von wegen Verantwortungslos ein so kleines Kind mit einem Hund alleine zu lassen,
      Sagte sie trocken : Hund musste lernen das nicht alle Hunde lieb sind, und kind musste das auch lernen.... fertig...

      Den Polizisten der die Frau nur fassungslos anschaute bat ich spike kurz zu halten, was er gerne tat.
      Ich schaute mir den anderen Hund an und kümmerte mich um das Kind das immer noch zitternd und weinen unbeachtet von der Mutter dastand.
      Nach einem kurzen Gespräch wollte das kind dann , den Göttern sei dank ,Spike streicheln, was er auch freudig zulies. Das Kind konnte somit lernen das Hunde nicht böse sind, sondern sich manchmal einfach nicht leiden können.
      Nachdem ich mich so vergewissert hatte das sowohl dem anderen Hund wie auch dem Kind nichts passiert ist, bedankt ich mich bei dem Polizisten, der nur Kopfschütteld der Frau hinterher schaute die an einer Hand das Kind hinter sich her zog, und an der anderen den Hund... (schrecklich)

      Er sagte nur , manche Menschen sollten weder Kinder bekommen noch sich Hunde anschaffen.

      Ich bedankte mich nochmals und Spike und ich ( mit weichen Knien) gingen weiter.

      Warum sind manche Menschen so verantwortungslos ? Im nachhinein weiss ich nämlich, selbst wenn das Mädchen versucht hätte ihren Hund bei sich zu halten, sie hätte es nicht geschafft, der Hund hätte sie mitgeschleift..

      Als Hundehalter weiss ich doch das es zwischen Hunden immer mal wieder Streitereien geben Kann, und das dann selbst ein erwachsener Schwierigkeiten hat der Lage Herr zu werden, was soll da ein vierjähriges Mädchen ausrichten ??
    • Nichts kann ein vierjähriges Kind ausrichten. Je nach Hundegröße selbst ein älteres nicht.

      Selbst Erwachsene tun sich doch oft hart. Das sind dann die Leute, mit denen der Hund spazieren geht. Ich denke oft, es sieht nicht nur so aus, es ist so. Die Nachbarn meiner Eltern haben sich z. B. einen Bobtail und noch so ein anderes Riesenvieh angeschafft. Die 12jährige Tochter wollte (neben den Eltern) auch gerne einen Hund. Und nun kann sie nicht mit den beiden anfangen, geschweige denn Gassi gehen. Sehr schlau.
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    • Da hast du aber trotz des Schreckens noch wirklich Glück gehabt, dass nichts Ernstes passiert ist. Und klasse finde ich auch, dass der Polizist so viel Verständnis und Hundekenntnis hatte. Wenn Kinder im Spiel sind, ist es nämlich oft so, dass der fremde Hundehalter erst mal die Ausgeburt des Bösen ist, der Hund ist "aggressiv" und gehört eingeschläfert und dergleichen mehr.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Die verantwortungslose hier ist die Mutter und ich bin froh, das der Polizist es genauso sah.

      Denn was wäre passiert, hätte Spike den andren Hund gefährlich oder tödlich verletzt? Oder gar das Kind?

      Dann wärst du die Böse gewesen die einem gemeingefährlichen Hund keinen Maulkorb anzieht und darum gabs nun Verletzte/Tote.

      Einer Frau wie dieser "Mutter" gehört nicht nur die Erlaubnis für die Hundehaltung entzogen. Die sollte erstmal selber erzogen werden!

      Du hast dich korrekt verhalten und ich finds super das du trotz deinen eigenen Schocks das Kind auch beruhigt hast. Etwas was die Mutter ja wohl net für nötig gehalten hat.

      Nicht nur das eine 4jährige (oder auch ältere/erwachsene) nicht in der Lage sind einen wildgewordenen Hund zu halten (egal ob wild=bissig oder wild=spielen). Sie hat in ihrem Alter keinesfalls das Urteilsvermögen zu verstehen, das der andere Hund eben nicht spielen will und kann Warnungen -in diesem Fall deine- einfach nicht verstehen. Dafür ist sie zu jung.

      Drück dir die Daumen, das sowas nie wieder passiert und Spike (und natürlich auch du) euch wieder erholt von dem Vorfall. Und Spike kein neues Angsttraume dazubekommt.
    • Zu dieser Mutter fehlen mir die Worte.:batsch: Allerdings hätte ich dazu

      Molly78 schrieb:


      So ich mit meiner Leine zwischen die kämpfenden Hunde geschlagen ( reinfassen soll man da ja auf keinen Fall )...
      doch eine Anmerkung zu machen. Reinfassen mit den Händen wäre dämlich, aber statt die Hunde mit der Leine zu schlagen könntest Du in einer solchen Situation mit Deinem ganzen Körper dazwischengehen. Funktioniert bei Hunden jeder Größe. ;)
    • @Pandora : Gut das werde ich ich probieren, falls es, was ich nicht hoffe, nochmal in so eine Situation komme. Das mit der Leine habe ich immer wieder von Hundetrainern und Tierpsychologen gehört, da die Hunde in dem Moment weder zuorden was oder wer dazwischen schläg, und auch keinen Schmerz empfinden durch das hohe Adrenalin, geht es ja nur darum sie zu erschrecken und abzulenken...

      Ich finde es nur sau schade das allen beteiligten das wiederfahren ist...

      Spike is es so ziehmlich wurst wenn ein anderer Hund drei vier Meter weit weg ist, der kann dann auch kläffen und knurren, das tangiert spike kein bischen... nur wenn er halt näher kommt dann ist ausrasten vorprogrammiert....
    • Pandora schrieb:

      ...aber statt die Hunde mit der Leine zu schlagen könntest Du in einer solchen Situation mit Deinem ganzen Körper dazwischengehen. Funktioniert bei Hunden jeder Größe.


      Nicht zwangsläufig - meinen früheren Chef hat bei dieser Gelegenheit sein eigener (ziemlich giftiger) Schäferhund kräftig ins Bein gebissen!
    • Molly schrieb:

      Das mit der Leine habe ich immer wieder von Hundetrainern und Tierpsychologen gehört
      :eek:

      Also ich beschäftige mich mit dem Thema Hund nun auch schon einige Jahre, aber das habe ich noch nie gehört. Kannst Du da welche nennen? Würde mich wirklich interessieren, wer noch mit diesen Steinzeitmethoden arbeitet...
      Wenn meinen Hund jemand mit der Leine schlagen wollen würde, der bekäme mit mir Ärger, aber richtig. :mad: Was nicht heißt, daß ich kein Verständnis für eine solche Kurzschlußreaktion hätte, in so einer Situation gehts manchmal schneller als man/frau denken kann. Wenn Du aber glaubst, das Richtige getan zu haben, denke ich, Du hattest schlechte Ratgeber.
    • Wenn ich irgendwo hinzukommen würde, wo der angeleinte Hund eines kleinen Mädels von einem komplett ohne Leine und Halsband angegriffen wird würde ich aber auch erstmal was ganz anderes denken.

      Rausrutschen kann zwar passieren, sollte aber nicht. Wenn das Halsband nicht enger geht (mit gehen meine ich freilich auch "nicht enger gemacht werden sollte") ist ein Geschirr wohl eher die Wahl.
      Also gerade wenn man weiß, dass der eigene Hund so aggressiv und aufgebracht auf andere Hunde reagiert.

      Du regst dich hier total über die Verantwortungslosigkeit der Mutter auf, was ich auch nachvollziehen kann - aber so ganz unschuldig unbeteiligt warst du an dem Punkt an der Sache anscheinen halt auch nicht.
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • Ich würde keinen Hund schlagen, ich werfe eine Wurfkette, und wenn ich nichts habe, die Leine einfach zwischen die Hunde und nutze dann das Überraschungsmoment und pack meinen eigenen Hund. Dazischengehen mit meinem Körper mach ich nicht, da hab ich vor der Beisskraft einiger Hunderassen Respekt. Gerade in der Aufregung kann es schon passieren, dass der Hund Herrchens Bein nicht vom hündischen Gegner unterscheiden kann.
      Ich hab jetzt meinen dritten Hund und bin Gott sei Dank noch nie selber gebissen worden. Brenzlige Situationen gibt es immer mal, auch wenn der eigene Hund ganz brav und gut erzogen ist. Deshalb finde ich es nicht gut kleine Kinder mit einem Hund Gassi zu schicken.
      Meine größeren Kinder haben auch die Anweisung im Notfall nicht dazwischen zu gehen, so leid es mir um meinen Hund tut, aber die Gesundheit der Kinder geht vor.
      Diese Situation hatten wir einmal, meinHhund war schneller als der andere und hat sich nach Hause gerettet. Meine Tochter war fix und fertig, aber unversehrt.
    • Der Hund meiner Mutter wurde mal von einer unangeleinten Hündin fast auf der Straße totgebissen - ging alles sehr schnell mir ist es aber dennoch gelungen die Hünding wegzutreten, dann kam der besitzer angedackelt und meinte "Versteh ich gar nicht O: das hat sie seid sieben jahren NIE gemacht" (Sie kam von der anderen Straßenseite auf unseren Schnubi zugerannt und biss sofort in seine Kehle) Er hat zwar die Tierarztkosten übernommen rennt aber weiterhin ohne leine mit seiner Hündin durch die Gegend. (in der Stadt)

      Dumm

      Mehr fällt mir dazu nicht ein.
    • Wenn ich es richtig verstanden habe gehört der Hund nicht Molly sondern war nur zur "Gast".

      Viellicht wusste sie nicht das der Hund aus dem Halsband schlüpfen kann.

      Aber ansonsten ist das sicher eine gute Maßnahme, auch für den Straßenverkehr. Weil wenn der Hund sich vor Schreck mal befreit und in ein Auto läuft ist auch nicht so gut.

      Aber es es ist immer wieder so das Eltern Hunde unterschätzen und viel zu kleine Kinder mit viel zu großen Hunde loslassen.
      Oft sind es auch Erwachsen Besitzer, die die Kraft ihrer Hund unterschätzen, oder halt nicht erkennen das nicht alle Situationen eindeutig sind.

      Wenn ich mach mal so eine älter, womöglich noch geh schwache Oma, mit einem Hund sehe, erinnere ich mich oft an unseren Pudel/Spitzmischling der hatte ganz schön Kraft (ca.50cm Kopfhöhe), da wies ich wenn der wirklich mal los rennt fliegt die Oma hinterher (zumindest aber gewaltig auf die Nase).