Übergrößen mit Hartz IV ...?

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    • Übergrößen mit Hartz IV ...?

      Folgende Anfrage erhielten wir in den letzten Tagen:
      Hallo, liebes Team der "dicke-Mensch"-Seite,

      ich arbeite für eine TV-Produktionsfirma (jetzt bitte nicht gleich erschrecken - wir wollen uns in keiner Weise über übergewichtige Menschen lustig machen oder Ähnliches! :) ) - wir planen derzeit einen Beitrag über übergewichtige Menschen, die von Hartz IV leben müssen und für die es schwer ist, von dem Geld auch noch Kleidung in Übergröße zu kaufen, die ja für gewöhnlich teurer ist als Kleidung in Standardgrößen.

      Meinen Sie, bei Ihnen im Forum gibt es Menschen, die vor genau dem Problem stehen und sich dazu äußern würden?

      Ich wollte das jetzt nicht ohne Einverständnis im Forum fragen (finde das wirkt gleich unhöflich oder als ob man etwas "schlechtes" wolle, darum der direkte Weg mit einer direkten Frage in der Hoffnung, richtig verstanden zu werden :)

      Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen und bin gespannt.

      Herzliche Grüße
      [...]
      Und das ist unsere Antwort darauf:
      Sehr geehrte Frau [...],

      da unsere Forenregeln ohnehin vorsehen, dass Anfragen dieser Art von uns genehmigt werden müssen, sind Sie den genau richtigen Weg gegangen.

      Wir haben Ihre Anfrage im Team diskutiert und sind zu dem Ergebnis gelangt, dass wir sie nicht unterstützen möchten.

      Wenngleich es sicher einige Menschen in unserem Forum gibt, die Arbeitslosengeld II beziehen, halten wir das damit in Zusammenhang stehende Kleidungsproblem nicht für ein dickenspezifisches Problem, sondern sind der Meinung, dass dies jeden AlgII-Empfänger betrifft.

      Daher halten wir es für absolut unnötig, das Thema - mal wieder - aus Sicht der Dicken durch die Medien zu ziehen. Es mag sein, dass Sie damit nichts "Schlechtes" wollen, aber Fakt ist, dass Dicksein nichts weiter als eins von vielen möglichen Körpermerkmalen ist. Daher bedarf es in diesem Themenkreis unseres Erachtens keiner besonderen Behandlung.

      Mit dicken Grüßen
      [...]
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Wie wäre es denn mit dem Thema:

      "Jung und Hartz IV"

      oder "Alt und ...."

      oder

      "Blind und..."

      oder

      "Studiert und..."

      oder

      "Schlank und..."

      oder

      "Groß und..."

      oder

      "Klein und..."

      Nicht?

      Ach....!
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Mal ehrlich, es gibt zwar nicht diese ganzen Billig-Läden für Dicke, aber ansonsten ist die KLeidung nicht unbedingt teurer! H&M hat große Größen (ok, nur bis Größe 54), C&A hat große Größen, sogar Takko hat Kleidung bis Größe 52, Happy Size ist auch nicht gerade teuer!! Das einzige Problem ist, dass bei einigen Dicken die Hosen sich schneller durchscheuern und man deswegen ständig neue braucht, wenn man keine geflickten Hosen haben möchte. Aber aus so was gleich ne Fernsehsendung zu machen. Nee. Da sind Leute die 2,14 m groß sind schlechter dran: die brauchen nämlich von der Bettdecke bi zum Schuh alles in Sonderanfertigung und haben auch PRobleme beim Autofahren, weil ihre Beine zu lang sind und sie eigentlich vom Rücksitz aus fahren müssten.
      Interessanter wären Leute wie z.B. chronisch Kranke, die z.B. Allergiemedikamente, die nicht verschreibungspflichtig sind, von Hartz IV bezahlen müssen, weil die Krankenkasse das nicht übernimmt.
    • Eben. Und wenn man ein bisschen guckt und nicht gerade seinen kompletten Kleiderschrank neu einrichten muss, ist das schon irgendwie machbar.

      Man müsste ansonsten eine imaginäre Grenze ziehen bei Konfektionsgrößen ziehen, denn natürlich gibt es Dicke, die es da schwerer haben - so wie eben auch die Menschen, die 2,14m groß sind.
      Dick ist man aber nicht erst ab Größe 62 (was so ungefähr die Grenze ist, bei der man -Geld hin oder her- weniger Auswahl hat, oder?) - so, wie man auch nicht erst groß ist, wenn man über 2,10 m ist- also seh ich kein dickenspezifisches Problem.
      [Body] Shaming doesn’t make people thin, or healthy. It just makes them hurt.
      [SIZE=1](Miss Rosie, Blogger)[/SIZE]
    • Ich finde es auch nicht gut, eine Sendung zu der Thematik zu drehen. Einfach aufgrund der Tatsache, dass Dicke dann wieder durch den Kakao gezogen und in die Außerseiterecke gedrängt werden.

      Die letzten Jahre musste ich auch sehr sparen. Klar, es ist irgendwie machbar. Allerdings hatte ich während meinem Studium, immer den Eindruck, dass die schlankeren Mädels sich schon für relativ wenig Geld einen größeren Grundstock von z.B. billigen Shirts für den Sommer zulegen konnten. Oder Thema Badeanzug: Bei mir war's Glücksache einen für 30 Euro zu erstehen, während man zu Beginn des Sommers Teile für 15 Euro in den kleineren Größen hinterhergeschmissen bekommt.

      Ich hab auch den Eindruck, dass die billigen Teile, an schlanken Figuren besser sitzen und noch einigermaßen aussehen, während ich mich eigentlich nur in guter Qualität richtig wohl fühle.

      Letztendlich gibt es aber diverse Probleme wegen derer irgendetwas teuerer gekauft werden muss.
    • Mit der obigen Antwort bin ich völlig einverstanden.

      Allerdings stimmt es nicht, dass ich mich zum Preis
      eines "Normalgewichtigen" einkleiden kann.
      Meine Hemden kosten beispielsweise locker das Doppelte
      von den Hemden, die von mir als "Kindergrösse" tituliert
      werden. Ausser Schuhen...nein, auch die müssen leider
      relativ hochwertig sein. Also gut, ausser bei Handschuhen
      (evtl. noch bei Krawatten) muss ich immer drauflegen.
    • Und es gab ja schon Klagen/Urteile zu dem Thema. Also wo Hartz IV-Empfänger auf Zuzahlung/Sonderzahlung klagen, weil der Satz für Kleidung für den Kauf von Übergrößen nicht reicht.

      Ganz sooo aus der Luft gegriffen ist es ja nicht.

      Aber auch ich bin mit der Antwort sehr einverstanden ;)
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • Rapunzel schrieb:

      Mal ehrlich, es gibt zwar nicht diese ganzen Billig-Läden für Dicke, aber ansonsten ist die KLeidung nicht unbedingt teurer! H&M hat große Größen (ok, nur bis Größe 54), C&A hat große Größen, sogar Takko hat Kleidung bis Größe 52, Happy Size ist auch nicht gerade teuer!! Das einzige Problem ist, dass bei einigen Dicken die Hosen sich schneller durchscheuern und man deswegen ständig neue braucht, wenn man keine geflickten Hosen haben möchte. Aber aus so was gleich ne Fernsehsendung zu machen. Nee. Da sind Leute die 2,14 m groß sind schlechter dran: die brauchen nämlich von der Bettdecke bi zum Schuh alles in Sonderanfertigung und haben auch PRobleme beim Autofahren, weil ihre Beine zu lang sind und sie eigentlich vom Rücksitz aus fahren müssten.
      Interessanter wären Leute wie z.B. chronisch Kranke, die z.B. Allergiemedikamente, die nicht verschreibungspflichtig sind, von Hartz IV bezahlen müssen, weil die Krankenkasse das nicht übernimmt.


      also ich finde schon, dass ich als Dicke tiefer in die Tasche greifen muss. Selbst bei den Billigläden, kosten die wirklich guten Sachen ordentlich. Mittlerweile bezahlt man für eine ordentliche Jeans um die 40 € und mehr!!! Ich finde das frech:mad:
    • Naja, die ordentlichen Sachen kosten meist etwas mehr - was aber auch nicht verwundern sollte, ich will für ordentliche Arbeit schließlich auch fair entlohnt werden. Was dass Thema als solches angeht, auch wenn es bereits etwas älter ist, ich sehe da auch durchaus die Gefahr dass man als Dicker am Ende wieder in die Schiene "Schaut mal der Dicke, frisst sich auf Staatskosten rund und will dann noch XYZ haben!" geschoben wird...

      Muss ja nicht einmal Tenor der Sendung an sich sein, aber bei den ganzen Vorurteilen die bereits in den Medien gestreut wurden, liegt es doch eigentlich nahe dass so etwas aufkommen würde. :(
    • Ganz ehrlich Leute? Ich ahne schon, worauf diese "Dokumentation" hinzielen wird. So nach dem Motto: "Kein Geld für Klamotten weil fett und weil gesamter Hartz-IV-Satz für Chips, Süßigkeiten und Fast-Food ausgegeben wird".

      Sorry, das klingt vllt sehr hart, aber so ist doch die Meinung der "Nicht-Hartzler". Mir knallte mal eine Kollegin an den Kopf, dass da doch was nicht stimmen kann, wenn ich sage, Hartz-IV ist zu wenig zum Leben (ich habs 5 Jahre lang mitgemacht), aber trotzdem bin ich dick. Was will man dazu denn sagen?

      Jedenfalls bin ich froh darum, dass dieses Forum bei der "Dick-und-arm-Hatz" nicht mitmacht.

      LG
      Tanja