Radiojodtherapie, hat jemand Erfahrungen gemacht??

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    • Radiojodtherapie, hat jemand Erfahrungen gemacht??

      Hallo zusammen!

      Ich hab dam mal ne Frage:-D

      Bei mir wurde mit 16 eine Schilddrüsenfehlfunktion festgesellt. Ich bin ja der Meinung es war mal eine Unterfunktion. Wurde mir damals gesagt. Inzwischen ist es eine Überfunktion geworden. Ich hab mal Medis genommen mal nicht, je nach Arzt.
      Und als einer die Schildrüse operieren wollte, bin ich zum nächsten geflüchtet. Naja nu isses wieder mal soweit das was getan werden muss und ich hab mich zu dieser Radiojodtherapie entschlossen. Mit nicht ganz 100% Begeisterung, aber aufschnippeln lasse ich mich nur unter Lebensgefahr.

      Wie die Therapie von statten geht weiß ich und wie lange das dauert. Mich würde nur interessieren ob hier jemand auch schon mal so eine Behandlung bekommen hat und wie das lief.
      Darf man da duschen?? Muss ich meine Brille dann auch zurücklassen bis sie "entstrahlt" ist. Dann nehme ich nämlich meine Ersatzbrille mit. Solche Fragen beschäftigen mich...

      Achja by the way...als ich den Doc fragte wieso ich bei einer Überfunktion dann so dick bin, meinte er das 15 % der Betroffenen auch zu Übergewicht neigen. Das hatte ich bis dahin noch nie gehört. Hmmm. Frau lernt immer noch dazu.


      LG
      vom feuerkind

      Edit: Tippfehler
    • feuerkind schrieb:

      Achja by the way...als ich den Doc fragte wieso ich bei einer Überfunktion dann so dick bin, meinte er das 15 % der Betroffenen auch zu Übergewicht neigen.
      Das liegt daran, dass man mit einer latenten Überfunktion mehr Hunger hat. Ist an sich ein bekanntes Phänomen. Außerdem können alle als typisch für UF und ÜF eingestuften Symptome auch paradox auftreten. Ich hatte z.B. während der UF Dauerdurchfall. Ist an sich ein ÜF-Symptom.

      Zur Radiojodtherapie kann Nette Dir bestimmt etwas sagen. Ich drücke mich auch schon seit Jahren drumrum. Bei meinem letzten SD-Screening im Februar wurde festgestellt, dass mein neuer Knoten wächst. Eigentlich müsste er operiert werden, was aber nach zwei Vor-OPs nicht mehr möglich ist. Daher wird das Thema Radiojodtherapie demnächst wohl auch für mich wieder anstehen.

      Gib auch mal Radiojodtherapie in die Forensuche ein. Da kommen einige Ergebnisse.
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    • Hallo Martina,

      danke erstmal für die Infos. Gegoogelt hab ich schon wie verrückt aber noch nicht ALLE meine Fragen beantwortet damit:rolleyes:
      Hier auch noch nicht alles durchsucht, nur ansatzweise. Da werd ich mich dieses WE mal dran machen.

      Das blöde bei ir ist das ich ziemlich unter zugzwang stehe. Ich habe keine Zeit mehr mir das in Ruhe zu überlegen. Aber das ist dann nochmal ein ganz anderes Thema. Ich werd das wohl machen. Ist mir lieber als aufschnippeln wie gesagt, zumal ich auf Narkosen besch.....reagiere. Naja wer macht das nicht *denk*

      Ich werd später nochmal ein bissl suchen hier. Zuerst muss ich aber noch ein bissl den Haushalt hier in Schwung bringen. Heute abend kommt mein ehemaliger Vermieter zum Essen:cool:

      Bis dahin denn!

      das feuerkind
    • Ich habe 1994 eine Radiojodtherapie bekommen, im Alter von 25 Jahren.
      Damals hatte ich mich dafür entschieden, da ein Knoten zum "autonomen Adenom" mutiert war und ich zwischen meinen eigentlichen Unterfunktionsproblemen auch immer wieder Überfunktionsschübe hatte (je nach Hormonlage, am meisten spürte ich das Herzrasen und oft hohen Puls)
      Daher war ich im Zugzwang, denn ohne eine Form der Therapie - egal ob Radiojod oder Operation - schädigt das den Körper langfristig.

      Die Radiojodtherapie war problemlos, ich durfte alles mit in die Station reinnehmen und wieder mit rausnehmen. Das Jod was man einnimmt - davon habe ich nichts gespürt. Man muß dann ca. 8 Tage auf der Station bleiben, darf nicht rausgehen, dann wird gemessen und wenn die Strahlendosis auf einem gewissen Wert ist (glaube Halbwert) darf man wieder nach Hause. Duschen etc. ist ganz normal möglich, warum auch nicht? Das Abwasser wird speziell aufgefangen und die Halbwertzeit abgewartet. Uns wurde halt gesagt wir sollten nicht aus Langeweile duschen oder baden; aber sonst keine Einschränkung außer dem nicht Verlassen der Station.

      Da ich nicht weiß aus welchem Grunde Du diese Radiojodtherapie machen sollst, kann ich Dir nur empfehlen dich über die Operationsmöglichkeiten zu informieren. Nach der Radiojodtherapie kann es sein, dass Du trotzdem Schilddrüsenhormone nehmen mußt, also falls Du damit Probleme hast.

      Denn letztendlich hatte ich nach vielen Jahren mit wechselnden Schilddrüsenproblemen (leider immer wieder Ärzte die meine schlecht eingestellte Hormonlage verkannten, wußte ich erst im Nachhinein) irgendwann doch wieder neue Knoten, ein neues autonomes Adenom mit ähnlichen Problemen sowie auch kalte Knoten und mußte dann 2005 doch operiert werden (Totalentfernung der Schilddrüse, da vernarbt durch Radiojodtherapie - ausgebrannter Knoten - und insgesamt dann noch neu völlig verknotet). Dabei hatte ich vor so einer Operation große Angst.

      Es verlief alles gut, wenn auch nicht ganz problemlos, und weh tuts auch - aber die Entscheidung war völlig richtig. Ich hätte ehrlich gesagt im Jahre 1994 besser die Option Operation gewählt (mit dem Wissen, was ich jetzt habe; insbesondere wußte ich nicht dass sich neue Knoten wieder bilden können und das ganze Thema dann immer wieder kommen kann, und ich wußte auch nicht, dass vernarbtes Gewebe schwerer zu operieren ist und dadurch Komplikationen entstehen können)

      Wenn möglich, dann informiere dich nochmal!

      LG

      Ulrike
    • Ulrike schrieb:

      Ich hätte ehrlich gesagt im Jahre 1994 besser die Option Operation gewählt (mit dem Wissen, was ich jetzt habe; insbesondere wußte ich nicht dass sich neue Knoten wieder bilden können und das ganze Thema dann immer wieder kommen kann, und ich wußte auch nicht, dass vernarbtes Gewebe schwerer zu operieren ist und dadurch Komplikationen entstehen können)
      Das Problem hast Du aber auch nach einer Operation. Mit jeder Operation wird es schwieriger, weil nichts mehr da ist, wo es ursprünglich mal gelegen hat, z.B. der Stimmbandnerv.
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    • Was Ulrike schreibt, kann ich nicht ganz so unterschreiben.

      Es kommt alles in allem sehr darauf an, wo du die Radiojodtherapie machst.

      Meine ersten Therapien bekam ich in der Uniklinik Münster, dort konnte man alles an Klamotten und Langeweilebekämpfern mit ins Zimmer nehmen. Und natürlich auch wieder mit nach Hause. Man empfahl nur, die Klamotten einmal zu waschen.

      In der Würzburger Uniklinik dann ganz anders. Ich sollte nur die notwendigsten Klamotten mitbringen, ansonsten möglichst nur Sachen, die ich wegschmeißen könne (also keine Bücher, sondern Zeitschriften).

      Die gesamte Kleidung hätten dann dazu noch in einem extra Zimmer in einem absperrbaren Spind untergebracht werden sollen.

      Habe ich alles einfach ignoriert, ich wußte ja von Münster, daß die a bisserl übertreiben. Sie kamen z. B. auch nur mit Gummihandschuhen das Essen bringen, starrten einen mit tödlichen Blicken an, wenn man zufällig in der Nähe der Tür stand, wenn sie reinkamen. Ich war froh, dort nur 3 Tage bleiben zu müssen, denn da hätte ich sonst echt nen Koller bekommen.

      In Münster hatten die nicht halb so viel Getue gemacht. Die Pflegekräfte hielten halt einen Abstand beim Quatschen von so ca. 2 Metern, anfangs, als ich noch so richtig strahlte, blieben sie einfach noch ein wenig weiter weg. Aber es wurde sich mit mir unterhalten!

      Ich hatte da auch mal eine Schwester auf die Strahlenbelastung angesprochen. Die Schwestern müssen nach der Arbeit auch immer ans Meßgerät. Würde ein bestimmter Wert überschritten, müßten sie einige Tage zuhause bleiben. Dies sei aber in den letzten 10 Jahren (ich war 2000 dort) auf der Station noch nie passiert. In der Röntgenabteilung sei das aber regelmäßig der Fall, die Strahlenbelastung ist dort für die Angestellten viel höher.

      Duschen ist so eine Sache. Man wird schon angehalten möglichst wenig bis gar nicht zu duschen. In einer der beiden Kliniken gab es sogar Duschmarken, damit niemand heimlich duschen konnte. Hat schon einen nachvollziehbaren Grund. Das gesamte Abwasser, egal ob von Dusche, Toilette oder Waschbecken, muß aufgefangen und gelagert werden, bis es die erlaubten Strahlengrenzwerte unterschreitet. Und wenn die Tanks voll wären, könnten die die ganze Station schließen. Und es gibt halt auch immer mehr Patienten. So muß Wasser gespart werden. Aber das geht echt.

      Mein Tipp: Erkundige dich vorher genau über die Station. Es scheint sogar innerhalb der Bundesländer unterschiedliche Vorgehensweisen zu geben.

      Übrigens: In einigen Ländern werden diese Radiojodtherapien zu einem großen Teil teil-/ambulant durchgeführt. Auch das war ein Grund, warum ich mich weigerte, meine Kleidung/Bücher/was auch immer zu vernichten.
      Ich habe neulich sogar von einer Klinik gehört, da bekommen die Patienten Einmalslips. Ob es die auch in XXXXXXXXL gibt? :grins:
      ]
    • Was mich jetzt aber mal interessieren würde, liebe Nette, wie geht es Dir heute damit. Haben sich Rezidive gebildet? Gehst Du zur Kontrolle und wie regelmäßig?
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    • Es gibt keine Rezidive, ich gehe einmal jährlich zur Kontrolle. (Anfangs halbjährlich, inzwischen dürfte ich alle zwei Jahre kommen, aber ich halt mich da lieber an die damaligen Empfehlungen der Münsteraner. Die meinten ja schon, daß ich nicht den Wald-und-Wiesen Krebs hatte, also etwas engmaschiger kontrolliert werden sollte.)

      Trotzdem ich eigentlich Blutwerte habe wie bei einer Überfunktion (damit sich ja keine Schilddrüsenzellchen, welches vielleicht einzeln noch vorhanden ist, vermehrt) habe ich viele Anzeichen einer Unterfunktion. Trockene Haut und Haare, dauernde Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten etc. Aber da kann man nix machen, sagen die Würzburger.

      Als nächstes probier ich vielleicht doch die Erlanger Uniklinik mal aus.
      ]
    • Aaalso…ich muss Radiojodtherapie machen wegen der Schilddrüsenüberfunktion und den Knoten darin. Ich könnte auch Medis nehmen oder eine OP machen lassen. Aber beides will ich nicht. Ich hab das schon lange mit der Schilddrüse aber nie solche krassen Symptome wie ich sie jetzt hier teilweise im Forum beschrieben gefunden habe. Ich schwitze mal mehr, mal weniger und mir schlafen nachts die Arme ein. Set einiger Zeit verschlucke ich mich wenn ich beim Essen den Kopf zur Seite drehe. Das sind solche Kleinigkeiten mit denen ich leben kann. Aber auf Dauer sagt mein Doc, kann ich so wie es ist nicht rumlaufen. Hab jetzt gelesen da seien Überfunktion zur Schä digung des Herzens führen kann.

      Ich wäre zu Zeit nicht mal draufgekommen das mit meiner Schilddrüse was nicht stimmt, also mehr als ich es kenne.

      Das kam durch den bis jetzt unerfüllten Kinderwunsch. Mein Frauenarzt sucht jetzt erstmal so richtig nach der Ursache. Tja und das scheint die Schilddrüse zu sein. Laut der Ärzte kann ich wegen der Überfunktion nicht schwanger werden und auch nicht bleiben. Nehme ich Medis, schädige ich das heranwachsende Kind in mir. Eine OP wäre das einfachste, aber davor habe ich den totalen Horror. Also bleibt nur die Radiojodtherapie. Die hat den Nachteil das ich erstmal (erstmal ist gut….6 Monate) nicht schwanger werden darf. Tjoa. Ich bin 41 noch Fragen???

      Aber laut Kinderwunschzentrum bzw. der Ärztin dort werde ich eh nicht schwanger weil ich
      - zu dick bin
      - Bluthochdruck habe
      - Ich der Meinung der Ärztin nach Diabetes habe (kreisch…..das ist nicht die erste die mir das anschwatzen will, nur weil ich zu dick bin – ich habe KEINE DIABETES und lasse mein Blut regelmäßige checken – soviel dazu)
      - Zu alt bin
      - Wegen einer Gebärmutter-OP die ich mal hatte

      Tjoa was soll ich sagen????

      Wir wünschen uns ein Kind aber nicht auf Teufel komm raus.

      Nächste Woche hab ich noch mal einen Termin bei einer Humangenetikerin die mir eine Einschätzung geben wird, wie lange ich im Anschluss an die Therapie mit dem Kinderkriegen warten sollte. Wobei der Professor der Nuklearabteilung meinte ich müsse nicht lange warten es habe bisher nach so einer Therapie noch keine Schädigungen gegeben.

      Puh…alles ne ganz schön schwierige Entscheidung für mich. Aber ob mit oder ohne Kind, ich gehe mir da selbst doch vor und mit einer lebenslangen Schädigung durch eine OP möchte ich nicht leben. Dann bleiben wir lieber lebenslang kinderlos, darin sind wir und einig. Und wenn es sein soll dann klappt es trotzdem noch allen Unkenrufen zum Spott.

      Ich werde die Therapie in Oldenburg machen. Was google und die Schilddrüsenforen so ausspucken, scheine ich mich da in sehr gute Hände zu begeben. Und was die Einzelheiten angeht muss ich dann doch dort noch mal anrufen und fragen. Man sagte mir das die Unterwäsche weggeworfen wird oder eben für einige Zeit dort aufbewahrt wird und ich sie dann wieder abholen kann.

      Der Professor dort erzählte mir ich könne die Therapie auch im benachbarten Ausland machen lassen aber wenn ich dann hier in Deutschland das erste mal aufs Klo gehe, hinterlasse ich mehr radioaktiven Abfall, als er mit seiner Klinik im ganzen Jahr. Heftig oder??

      Sorry das ist jetzt ne Menge Text geworden!
      Naja bissl unsicher bin ich schon noch wegen der Radioaktiven Sache, aber nix tun geht auch nicht, seufz.

      LG
      feuerkind
    • Ups, das weiß ich leider nicht. Ich bin seit enigen Jahren ohne Mediamente unterwegs. Und ein Medi käme nicht in Frage, weil nicht klar ist wie hoch die Dosis letztendlichsein wird und die Medis für eine Überfunktion können Fehlgeburten hervorrufen.
      Ist irgendwie eins so beschissen wie das andere. Deshalb habe ich nicht gefragt welches Medikament das sein wird, weil ich es eh nicht nehmen wollte:confused:
    • feuerkind schrieb:

      Ich bin seit enigen Jahren ohne Mediamente unterwegs. Und ein Medi käme nicht in Frage, weil nicht klar ist wie hoch die Dosis letztendlichsein wird und die Medis für eine Überfunktion können Fehlgeburten hervorrufen.
      Ich bin keine Medizinerin, aber das halte ich für Unfug. Soweit ich weiß, wird auch eine Überfunktion mit Schilddrüsenhormonen behandelt. Die Einnahme von Schilddrüsenhormonen unterdrückt die Tätigkeit der Schilddrüse, so dass sie sich wieder beruhigt. Die Schilddrüsen-"Medikamente" sind keine Medikamente im üblichen Sinne, sondern eine Substitution, vergleichbar mit dem Insulin, das ein Diabetiker erhält.

      Bei einer Schilddrüsenerkrankung bedarf es in einer Schwangerschaft grundsätzlich einer engmaschigeren Überwachung.

      Außerdem würde ich nicht darauf spekulieren, dass die Radiojodtherapie oder eine Operation Deine Probleme löst. Danach werden sie wahrscheinlich erst mal so richtig anfangen, denn dann beginnt die langwierige Suche nach der richtigen Dosis an Schilddrüsenhormonen, die Du dann auf jeden Fall nehmen musst, da Deine Schilddrüse sie ja nicht mehr oder nur noch reduziert produzieren kann.
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    • Die gleichen Gedanken hatte ich auch.

      Hast du das ganze Mal mit einem Nuklearmediziner abgesprochen?

      Mir wurde damals nach der Schilddrüsen-OP und Radiojodtherapie gesagt, daß ich sehr wohl schwanger werden dürfe, dann aber meine Blutwerte engmaschig überwacht werden würden.

      Nach der Radiojodtherapie allerdings sollte man erstmal 6-9 Monate warten mit dem schwanger werden.

      Und ich kann mir fast nicht vorstellen, daß du nach der Radiojodtherapie ohne Medikamente auskommst.

      Aber ich denke, daß wir da viel hin und her spekulieren können, mach am besten einen Termin in der Schilddrüsenambulanz in der Nuklearmedizin aus und bespreche das mit den Experten.
      ]
    • feuerkind schrieb:

      Ich hab mal Medis genommen mal nicht, je nach Arzt.


      :rolleyes:Geht mir genauso. Vom Endokrinologen, der meinte, ich würde mir meine Schilddrüsenerkrankung einbilden, bis zum Radiologen, der mir gleich die erste Packung L-Thyroxin mitgab, habe ich schon alles erlebt. Auch habe ich schon statt Hormonen Jod bekommen, dann wieder die Aussage gehört, Jod dürfe ich gerade überhaupt nicht nehmen etc.

      Inszwischen bin ich bei einer Ärztin, die auch nicht wirklich Ahnung davon hat. Dort lasse ich meine Werte regelmäßig kontrollieren und dosiere die Schilddrüsenhormone so, dass der TSH möglichst unter 2 liegt (ohne Hormone liegt er zwischen 3,5 und 4).

      Eigentlich erschreckend, dass es bei einer derart verbreiteten chronischen Erkrankung so schwierig ist, kompetente Hilfe zu finden.

      Dir alles Gute für die Entscheidung. Ich persönlich hätte vor einer solchen Strahlentherapie mehr Angst als vor einer OP. Aber es gibt sicher Situationen, wo das die beste Alternative ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kimmie ()

    • Vielleicht habe ich mich mißverständlich ausgedrückt, sorry. Zum jetzigen Zeitpunkt nehme ich kein Medikament und werde es auch nicht tun weil ich die RJT machen will.

      In den letzten 20 Jahren waren mal Medis nötig und mal nicht laut der betreuenden Ärzte. Ich habe meine Schilddrüse immer kontrollieren lassen bis auf die Jahre zwischen 2003 und 2006. Da ist mein Leben kurzzeitig entgleist.:eek:
      Danach hab ich die Kontrolle wieder aufgenommen und zu dem Zeitpunkt war keine Medikation nötig aber eine regelmäßige Kontrolle.

      Mir ist der Name des Medikaments wieder eingefallen (dank google) Propycil müsste ich nehmen und das wäre eine Gefährdung für das Ungeborene. In Anbetracht des Kinderwunsches ist ein Medikament nicht ratsam.

      Eine OP will ich nicht und da hat der Nukleamediziner, ich habe mit 2 gesprochen, mir die RJT empfohlen. Ich werde im Krankenhaus betreut in der darauf spezialisierten Station eben.

      Morgen habe ich noch einen Termin bei einer Humangenetikerin die mir die Auswirkungen der RJT in Anbetracht des Kinderwunsches erklären will.

      Wie ich schon sagte es ist eins so beschissen wie das andere. Ich habe also die Möglichkeit ein Medikament einzunehmen, um schwanger zu werden. Diese Schwangerschaft würde dann durch das Medikament unterbrochen, sprich die Gefahr einer Fehlgeburt ist sehr hoch, oder das Kind würde mit Schäden zur Welt kommen.

      Oder ich mach ein OP, wobei ich Risiken eingehen würde die ich lebenslänglich trage und das will ich nicht.

      Oder ich mache die RJT, wobei ich dann hoffentlich am Besten bei wegkomme. Die Schilddrüsenproblematik habe ich so oder so und muss damit leben und umgehen. Aber ich muss bei der letzten Variante mit dem Kinderwunsch warten, was in Anbetracht meines Alters eh Mist ist.


      Wer weiß vielleicht wird es eh nie klappen mit dem Kind oder doch????

      Ich habe mich zu der RJT entschieden weil ich das ohne den Kinderwunsch auch tun würde und hoffe auf den Rest, auf das Leben. Und wenn es nicht sein soll, dann leben wir trotzdem glücklich weiter.

      Bissl vertrackt das alles. Ich weiß gar nicht wie ich das hier in wenigen Worten schildern soll. Ich hoffe ich konnte es ein bißchen erklären.

      Achja und die Medikamente die ich ohne OP oder RJT nehmen würde sind schädlicher als die danach bzw. mit einer Unterfunktion, laut der nuklearmedizinischen Abteilung.

      Also ich habe die Wahl zwischen Scheiße und totaler Scheiße sozusagen:confused:

      LG vom bisher unverstrahlten feuerkind
    • So langsam drehe ich echt am Rad, hab heute meinen Befund vom Nuklearmedizin geholt. Propylthiouracil heißt das Medi das empfohlen wurde im Falle einer Schwangerschaft, was ich zum Untersuchungszeitpunkt nicht ausschließen konnte, inzwischen aber doch. Die Ärztin die mich dort zuerst untersuchte, riet mir total von der RJT ab weil ich anschließend zu lange warten muss bis ich wieder einen Versuch starten können und ja eh keine Zeit mehr verlieren sollte.
      Sie meinte Doc Nr. 2 wollte nur seine Betten belegen und wieso ich nicht auf sie gehört hätte usw. usw…..ich weiß langsam echt nicht mehr wem ich was glauben soll. Doch eine OP machen?? Aufs Kind verzichten und auf alles Pfeifen????

      Ich weiß nicht mehr wo mir der Kopf steht muss dauernd heulen, ich weiß nicht wozu ich mich entscheiden soll.

      Morgen hab ich dann den Termin mit der Humangenetikerin, von ihr erhoffe ich mir etwas mehr Klarheit zu dem ganzen Thema. Und ich werde wohl noch mal einen Radiologen aufsuchen, der nicht im Sinn hat seine Klinikbetten zu füllen.

      Für die Cracks unter euch, hier noch mal meine Diagnose, für mich sind das leider böhmische Dörfer, Ärztelatein:

      V.a. multifokale Autonomie (Das müssen die heißen Knoten sein)
      V.a. alte (DD supprimierte) Knoten
      Latent hyperthyreote Stoffwechsellage( ich glaube das steht für die Überfunktion)
      Keine autoimmunthyreopathie

      Laborwerte:

      FT 4 ist 1,34 ng/dl
      FT 3 ist 3,62
      TSH 0,005

      Soviel erstmal dazu. Bin völlig durch den Wind und schlafe zur Zeit schleckt. Sonst fühle ich mich wohl, hatte nie Beschwerden und jetzt hab ich Angst mit irgendeiner Therapie irgendwas zu verschlimmern. Noch mehr Zunehmen zum Bsp. Wäre tausendmal schlimmer als eine OP für mich.

      verwirrte Grüße
      vom feuerkind
    • Warst Du eigentlich schon mal bei einem Endokrinologen und hast mal Deine ganze Hormonsituation beurteilen lassen? Ich würde mich an Deiner Stelle nicht so sehr auf die SD-Problematik fixieren, sondern mal die gesamte Palette der möglichen Ursachen Deiner Kinderlosigkeit im Zusammenhang von einem Experten betrachten lassen.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
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    • Martina schrieb:

      Ich würde mich an Deiner Stelle nicht so sehr auf die SD-Problematik fixieren, sondern mal die gesamte Palette der möglichen Ursachen Deiner Kinderlosigkeit im Zusammenhang von einem Experten betrachten lassen.


      Dem kann ich mich nur anschließen. Ist PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) bei Dir schon ausgeschlossen worden? Das ist eine der häufigsten Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit, und könnte außerdem der Grund sein, warum Du trotz Schilddrüsenüberfunktion dick bist.
    • Also ich denke das ich dieses PCOS nicht habe weil mein Zyklus ziemlich geregelt läuft. Der Nuklearmediziner sagte das 15% aller Menschen mit Überfunktion Übergewicht haben.

      Warum ich keine Kinder kriege?? Ich war beim Spezialsten und im Kinderwunschentrum und heute bei der Humangenetikerin. Schlicht und ergreifend weil ich einfach schon ziemlich alt bin für so ein Vorhaben. Weil ich es noch nicht sooo lange probiere bzw. wir, weil es noch 3-5 andere gesundheitliche Faktoren gibt die dagegen sprechen und ich glaube vor allem weil ich mich halb wahnsinnig gemacht habe damit.

      Aber jetzt ist Schluß damit. Ich habe die Füße wieder auf dem Boden und ich hoffe da bleiben sie auch.

      Ich lasse nach gründlicher Prüfung und Überlegung die RJT machen, weil ich mich von Anang an am wohlsten mit dem Gedanken gefühlt habe, weil mit der Schilddrüse was passieren muss und weil ich nicht schwanger werden bzw. bleiben kann solange die SD nicht in Ordnung ist. Und weil ich keine Lust mehr habe mich so verrückt zu machen damit. Die letzten Wochen und Monate waren echt anstrengend und ich will mir meine Beziehung damit nicht kaputt machen.

      Jetzt bringe ich erstmal meine Schilddrüse in Ordnung dann heirate ich wie geplant meinen Schatzi:grins:

      In der Zwischenzeit kriegt sich meine Schilddrüse wieder ein und dann sehen wir mal weiter.

      Wenn der Himmel will das wir ein Baby kriegen dann kommt es und wenn nicht, dann nicht. Dann fange ich endlich an noch ein bisschen abzunehmen (wobei ich das gerade wieder versuche)...damit ich in die neuen Mottorradklamotten passe, die ich mir dann kaufen werde und fange an für ein Moped zu sparen, jawoll.

      Ich glaube es klappt einfach nicht weil ich an nix anderes mehr denken konnte , weil ich wie eine Wahnsinnige dahinter her war. Und wer weiß vielleicht soll es nicht sein.

      Weiß der Geier....jedenfalls weiß ich jetzt das ich genauso hysterisch wie meine Schwester sien kann, und dass es sich bei mir nur anders äußert, joa:boah::stirn::roll: :grins:
    • Da bin ich wieder. Ich hab die Radiojodtherapie gemacht und bin gerade frisch aus dem KH zurück. Es war total einfach, naja weil ich davon ja nix mitbekommen habe. Und ich hatte echt Glück nach 3 Tagen wieder zu Hause zu sein. Also alles bestens.

      Einziger Wermutstropfen zum Abschluß: Die beknackte Ärztin die mich unbedingt zur OP überreden wollte, hat mir nochmal einen Vortrag über mein Gewicht gehalten, die dumme Kuh. Ich hab dazu nix mehr gesagt, habs übe rmich ergehen lassen und gedacht: Leck mich....mir fehlt leider bisher der Schneid angemessen auf sowas zu reagieren. Aber ärgern tuts mich schon die dumme Kuh....

      Wie auch immer. Jetzt heißt es abwarten, 3 Monate und dann mal schauen was meine Schilddrüse so tut.

      LG
    • Guten Tag,

      ich habe gute Neuigkeiten für diejenigen, die eine Schilddrüsenüberfunktion (autoimmunbedingt) haben.

      Endokrinologe hat meine Frau zur Radiojod-Therapie geschickt, weil sie seit über 2 Jahren starke Schilddrüsenüberfunktion ohne jegliche Besserung hat.

      Wir haben aber über das aktive Wasserstoffwasser (starker Antioxidant) gelesen und haben es probiert.

      Nach den so unglaublich starken Verbesserungen habe ich mich entschieden möglichst vielen das mitzuteilen.

      Auf meiner rein informativer Webseite habe ich alles detailliert mit allen Blutwerten beschrieben.

      [URL durch die Administration entfernt]

      Ich hoffe ihr werdet auch bald gesund.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Martina () aus folgendem Grund: Unbewiesener Hokuspokus ... siehe übernächstes Posting

    • leo78 schrieb:


      Wir haben aber über das aktive Wasserstoffwasser (starker Antioxidant) gelesen ...
      Man findet faktisch nichts dazu im Internet. Unabhängig davon ist eine Einzelfallbetrachtung kein Beweis für gar nichts.

      Auch wenn Du selbst vielleicht keine Kohle damit verdienen willst, so kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es mal wieder eine neue Spinnerei ist, mit der den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen wird.

      Es ist unbestritten, dass insbesondere Feld-Wald-und-Wiesen-Ärzte nicht gerade gut über SD-Erkrankungen Bescheid wissen, aber wenn man sich die Mühe macht, wirkliche Experten aufzusuchen (Endokrinologen, Nuklearmediziner ... am besten in einer Uniklinik) hat man gute Chancen, dass es einem bald besser geht, jedenfalls den meisten. Ausnahmen gibt es leider immer.
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