Wieder ein AC-Opfer

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    • Wieder ein AC-Opfer

      Ja ich weiß, der EXPRESS ist nicht unbedingt _die_ gute Quelle, aber der Artikel hat mich mal wieder entsetzt. Bin relativ sprachlos.
      Seit wann werden eigentlich OPs im Stehen gemacht?
      Wenn der Patient zu schwer ist, sollte man doch wohl eine Alternative finden können, wenn es vorausgeplant ist.
      Mal ganz abgesehen davon, dass ich, wie die meisten hier, nichts von diesen OPs halte, außer vielleicht Abstand.
      Expressartikel vom 19.02.10
      Viele Grüße

      Andrea - Seepferdchen-Admin


      ###############
      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Das Gejammer von der Mutter, dass die Risiken nicht bekannt gewesen wären, ist doch Schwachsinn. Kein Mensch wird in Deutschland operiert, bevor nicht ein Aufklärungsgespräch stattgefunden hat und der Zettel mit allen Risiken unterschrieben wurde.
      Und niemand kann heute mehr sagen bei den vielfältigen Informationsmöglichkeiten, dass er von nix gewusst hat.
      Da muss man schon BILD- oder eben Expressleser sein und sich ganz bewusst doof stellen ...
    • "Und wie kann es sein, dass meine Tochter im Krankenhaus mit Bakterien angesteckt wurde?“

      Na sowas! Das Risiko von nosokomialen oder iatrogenen Infektionen sollte sich doch mitlerweile herumgesprochen haben, nee:confused:?
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Knalle schrieb:

      "Und wie kann es sein, dass meine Tochter im Krankenhaus mit Bakterien angesteckt wurde?“

      Na sowas! Das Risiko von nosokomialen oder iatrogenen Infektionen sollte sich doch mitlerweile herumgesprochen haben, nee:confused:?


      Das ist m. E. etwas ganz anderes als in dem o. g. Fall. Bei deiner Tochter hat es sich ja sicherlich um einen notwendigen Eingriff gehandelt.

      Das ist bei eine AC- Eingriff eben fraglich. Leider werden hier die Risiken und möglichen Folgeschäden von den Patienten (bzw. den Angehörigen) gerne ignoriert...
    • Knalle schrieb:

      "Und wie kann es sein, dass meine Tochter im Krankenhaus mit Bakterien angesteckt wurde?“

      Na sowas! Das Risiko von nosokomialen oder iatrogenen Infektionen sollte sich doch mitlerweile herumgesprochen haben, nee:confused:?


      so etwas kommt leider sehr häufig vor. Meine Tante wurde im Krankenhaus mit Pilze angesteckt und ist daran gestorben.
      Und das mit Bakterien hört man immer wieder, weil es in Krankenhäuser nicht sehr reinlich zugeht.

      das ist jetzt am thema vorbei
      zu obengenannten Them: finde ich sehr tragisch. man weiß nicht ob man Mitleid haben soll oder nicht. Jeder weiß, daß diese OP ein Risiko ist. Ich denke, da wird es bestimmt noch mehr Todesfälle davon geben. Uneinsichtige Menschen gibt es immer wieder.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von gabriele ()

    • Darcy schrieb:

      Das Gejammer von der Mutter, dass die Risiken nicht bekannt gewesen wären, ist doch Schwachsinn. Kein Mensch wird in Deutschland operiert, bevor nicht ein Aufklärungsgespräch stattgefunden hat und der Zettel mit allen Risiken unterschrieben wurde.
      Und niemand kann heute mehr sagen bei den vielfältigen Informationsmöglichkeiten, dass er von nix gewusst hat.
      Da muss man schon BILD- oder eben Expressleser sein und sich ganz bewusst doof stellen ...


      Da muß ich dir ausnahmsweise mal widersprechen. Natürlich sollte über Risiken aufgeklärt werden, aber praktisch sieht das oft ganz anders aus.

      Meine Mutter hatte vor zwei Jahren eine Augen-OP. Sie hat also nicht wirklich viel gesehen und mußte sich auf das verlassen, was der Arzt ihr erklärt hat.

      Meine Mama ist nicht die Hellste, also wollte sie manche Dinge länger und genauer erklärt haben (z.B. ihr Risiko zu erblinden oder ihr Übergewicht und Anästhetika).

      Der Arzt hat sich dazu aber nicht herablassen können, sondern sie angemotzt, dass er keine Zeit hätte jeden Furz zu erklären, wenn er sage die OP sei ungefährlich, dann sei das so.
      Ausgesprochen zickig wurde er, als meine Mutter erst unterschreiben wollte wenn mein Vater ihr alles nochmal erklärt und vorgelesen habe.
      Glücklicherweise ist meine Mutter ein starker Charakter und hat nicht klein beigegeben.

      Ich kann mir schon vorstellen, dass im Beratungsgespräch vor Adipositaschirurgien Risiken als gering und Vorteile überhöht dargestellt werden. So nach dem Motto:
      "Aber sie haben doch gar keine Wahl bei Ihrem Gewicht! "
    • Darcy schrieb:


      Da muss man schon BILD- oder eben Expressleser sein und sich ganz bewusst doof stellen ...

      Der Zusammenhang ist dann aber mal wieder leicht an den Haaren herbeigezogen, meinst Du nicht auch?:grins:
      Viele Grüße

      Andrea - Seepferdchen-Admin


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      Naguib Mahfouz
    • Da muß ich dir ausnahmsweise mal widersprechen. Natürlich sollte über Risiken aufgeklärt werden, aber praktisch sieht das oft ganz anders aus.


      Praktisch kann einen aber niemand zwingen zu unterschreiben, bevor man nicht alles verstanden hat!
      Das ist dann der kleine Punkt Eigenverantwortung, wo eben jeder wirklich genau hinhören sollte - aber ich befürchte, das ist bei den AC-Opfern eben nicht der Fall. Die hören die Heilsversprechen und verdrängen die Risiken, sicher auch, weil der Leidensdruck riesig ist. Aber man kann und darf sich eben danach nicht hinstellen und so tun als hätte man von nix gewusst, zumal solche OP's ja auch nicht von jetzt auf gleich gemacht werden. Meist steht doch vorher ein Kampf mit der Krankenkasse um Übernahme der Kosten an etc. - Zeit genug, sich auch unabhängig vom dran verdienenden Arzt zu informieren. Aber das muss man auch wollen, dazu muss man sich eben auch mit den unangenehmen Seiten konfrontieren und nicht nur die strahlende Bikinifigur vor sich sehen, die es eh nicht wird, wenn ich mir so Vorher-Nachher-Reportagen ansehe.
    • Weil Du mal wieder recht plakativ eine Behauptung aufstellst, die ich so nicht sehe.
      Die geistige Aufnahmefähigkeit einer Person steht nicht zwingend mit der Art der konsumierten Medien in Zusammenhang. Jedenfalls meiner Meinung nach.
      Schon klar, Du hast eine andere. Insofern: Schwamm drüber.

      Ganz unabhängig davon kann es ja auch sein, dass wie bei vielen, über das medizinische Fachchinesisch des erläuternden Arztes hinweggehört wurde. Passiert sicherlich auch oft genug.
      Viele Grüße

      Andrea - Seepferdchen-Admin


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      Naguib Mahfouz
    • Und wie schon weiter oben geschrieben: NIEMAND ist heute mehr gezwungen, sich rein auf die Äußerungen des dran verdienenden Chirurgen zu verlassen.
      Wer das tut, ist selber schuld ... MEINE ureigene Meinung.
    • Darcy schrieb:

      Und wie schon weiter oben geschrieben: NIEMAND ist heute mehr gezwungen, sich rein auf die Äußerungen des dran verdienenden Chirurgen zu verlassen.


      Eben. Und wenn ich mir schon bei jeder Kleinigkeit auch das Internet zunutze mache, dann erst recht vor so einer OP. Jeder der wissen will, wird da auch jede Menge erfahren. Pro und Contra - und sich dann entscheiden.

      Viele Grüße
      pamina
      [FONT="Comic Sans MS"][SIZE="2"][COLOR="Blue"]Viele Grüße
      Pamina
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      [FONT="Comic Sans MS"]Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exypery)[/FONT]
    • Dieser Fall wurde vor einiger Zeit auch schon in einem einschlägigen AC-Forum diskutiert, in dem die Mutter sich zu Wort gemeldet hatte.

      Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine, Barbara war nicht dort aktiv, wohl aber in der Selbsthilfegruppe dieses Krankenhauses. Inwiefern sie dort neutrale Informationen erhalten hat, weiß ich nicht. Nach allem, was ich so mitgekriegt habe, wurden Selbsthilfegruppen gerade in diesem Segment als Marketinginstrument gezielt aufgebaut.

      Barbaras Mutter wurde jedenfalls in diesem Forum von einigen Leuten massiv niedergemacht, weil sie die ganze Sache hinterfragt hat. Auch die AC-Anhängerschaft argumentiert damit, dass man genau weiß, auf welches Risiko man sich einlässt. Und die Hinterbliebenen haben das gefälligst hinzunehmen. Die Mutter hat dort auch juristische Schritte angekündigt, weshalb das Ganze dann entfernt wurde, weil man Angst hatte, das könnte in irgendeiner Form auf das Forum zurückfallen (das kann ich durchaus nachvollziehen). Ich fand es dennoch wirklich pietätslos, wie man mit ihr als trauernder Mutter umging. Allerdings bin ich da sicher kein Maßstab, denn ich könnte mich auch stundenlang darüber aufregen, dass ich in diesen Foren bei Todesfällen immer wieder lese, wie traurig die User es finden, dass es jemand auf dem Weg in ein gesundes Leben nicht geschafft hat. Die finden einen solch perversen Satz völlig normal.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Martina schrieb:

      (...) dass ich in diesen Foren bei Todesfällen immer wieder lese, wie traurig die User es finden, dass es jemand auf dem Weg in ein gesundes Leben nicht geschafft hat. Die finden einen solch perversen Satz völlig normal.


      Da läuft es einem wirklich eiskalt den Rücken runter.
    • Ich war heute Nachmittag noch mal in dem Forum und habe festgestellt, dass die Diskussion offenbar wieder hochkocht. Macht Euch selbst ein Bild. Die Mutter postet unter dem Nick der Tochter (telepeters). Sie war also wohl doch dort angemeldet.

      Hier ist noch ein weiterer Artikel zu dem Thema. Offenbar liegt die Sterberate bei den Operationen bei 7,5 %.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • pamina schrieb:

      Eben. Und wenn ich mir schon bei jeder Kleinigkeit auch das Internet zunutze mache, dann erst recht vor so einer OP. Jeder der wissen will, wird da auch jede Menge erfahren. Pro und Contra - und sich dann entscheiden.

      Viele Grüße
      pamina


      Wie arrogant. Auch heutzutage hat nicht jeder Zugang zum Internet und wie gesagt, der Einschätzung des Arztes trauen die meisten Menschen eben mehr als der Statistik. Im Übrigen nicht nur die Bildzeitungsleser.

      Mal abgesehen davon, dass auch Menschen mit wenig Bildung und wenig Möglichkeiten zur Information umfassend beraten werden müssen.

      Wenn hier eine Mutter darüber klagt, dass ihre noch junge und vermutlich wenig lebenserfahrene Tochter sich zu einer OP entschließt, die sie das Leben kostete, dann finde ich es mehr als zynisch ihr "Gejammer" zu unterstellen. Vor allem weil die Mutter gegen die OP war.
    • Die Tochter hatte aber den Zugang zum Internet! Sie war sogar in einem entsprechenden Forum angemeldet.
      Fakt ist also, wenn sie gewollt hätte, hätte sie sich über die entsprechenden Risiken informieren können - und auf die OP verzichten müssen, wenn ihr die Risiken zu groß gewesen wären.
      Fakt ist aber auch, dass sie es nicht getan hat und entweder die Risiken verdrängt oder eben ganz bewusst in Kauf genommen hat. Wie sicher die meisten Operierten hat sie wohl darauf gehofft, dass es bei ihr schon gutgehen wird. Ist es aber nicht - hätte auch jeden anderen treffen können.

      Das Problem ist doch, dass niemand mehr sagen kann, er hätte von nix gewusst, wenn er sich operieren lässt - und deswegen hab ich auch kein Mitleid, wenn jemand sehenden Auges ins Verderben rennt. Ich mein, wenn jemand vom Dach springen will, obwohl er weiß, dass er sich dabei schwer verletzen kann, das Risiko aber verdrängt, weil es ja manchmal auch zufälligerweise glimpflich ausgeht, hab ich auch kein Mitleid, wenn der sich dann das Bein bricht.
    • Darcy schrieb:

      Und wie schon weiter oben geschrieben: NIEMAND ist heute mehr gezwungen, sich rein auf die Äußerungen des dran verdienenden Chirurgen zu verlassen.
      Wer das tut, ist selber schuld ... MEINE ureigene Meinung.


      Hab ich ja auch nix gegen gesagt, bin sogar Deiner Meinung. Mir missfiel lediglich der herbeigezerrte Zusammenhang zwischen oben genanntem und der Tatsache, ob jemand Boulevardblätter liest oder nicht.

      Darcy schrieb:

      ...entweder die Risiken verdrängt oder eben ganz bewusst in Kauf genommen hat. Wie sicher die meisten Operierten hat sie wohl darauf gehofft, dass es bei ihr schon gutgehen wird. Ist es aber nicht - hätte auch jeden anderen treffen können....

      Ich seh das ähnlich. Vermutlich war die Arme aber total im "Begeisterungswahn ihrer Heilung" begriffen, dass sie die Argumente weggewischt hat. Wir kennen das doch alle von den gehirngewaschenen braven Dicken, die endlich _ihr_ Allheilmittel fürs Dicksein gefunden zu haben glauben. Vielleicht lag hier der Fall ähnlich?


      Ich habe mir den Thread im AC-Forum noch nicht angetan -danke für den Hinweis, Martina-, werde das aber vielleicht am Wochenende noch tun.
      Viele Grüße

      Andrea - Seepferdchen-Admin


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      Naguib Mahfouz
    • Darcy schrieb:

      Die Tochter hatte aber den Zugang zum Internet! Sie war sogar in einem entsprechenden Forum angemeldet.


      Das ist mir auch klar. Lesen kann ich. Hier ging es mir aber darum aufzuzeigen, dass längst nicht jeder Internet hat oder mit den Informationen umgehen kann. Manchmal braucht man dafür schon eine gewisse medizinische Vorbildung und bloß weil du sie vielleicht hast mußt du nicht arrogant werden.


      Darcy schrieb:

      deswegen hab ich auch kein Mitleid, wenn jemand sehenden Auges ins Verderben rennt.


      Das unterscheidet uns. Ich empfinde Mitleid mit Menschen die sich zu einem Schritt entschließen der falsch war. Und mein Mitleid gilt hier vor allem den Eltern, die mitansehen mußten wie ihr Kind sehenden Auges ins Unglück rennt, womit wir wieder beim Thema "Gejammer" wären. Im übrigen finde ich den Spruch immer noch voll daneben und weißt du was, ich hoffe es passiert nie in deinem Leben irgendetwas über das du in dieser Weise "jammern" mußt.
    • babelfish schrieb:

      Wie arrogant..


      Merkwürdige Ansicht. Wenn du das so meinst, bin ich halt arrogant. Aber wir alle leben auch mit den Medien. Und sich zu informieren, ehe man was auch immer machen möchte, halte ich allerdings für selbstverständlich.
      [FONT="Comic Sans MS"][SIZE="2"][COLOR="Blue"]Viele Grüße
      Pamina
      [/COLOR][/SIZE][/FONT]

      [FONT="Comic Sans MS"]Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exypery)[/FONT]
    • Martina schrieb:

      Ich war heute Nachmittag noch mal in dem Forum und habe festgestellt, dass die Diskussion offenbar wieder hochkocht. Macht Euch selbst ein Bild. Die Mutter postet unter dem Nick der Tochter (telepeters).
      Die Diskussion nimmt in einem anderen Thread, der nur zu lesen ist, wenn man dort angemeldet ist, wieder denselben Verlauf, den sie schon einmal nahm. Den Eltern wird geraten, anstatt die Medien ins Spiel zu bringen, doch lieber mal darüber nachzudenken, welche Schuld sie an dem Übergewicht ihrer Tochter haben.

      Außerdem verstehen die Leute überhaupt nicht, warum die Eltern das überhaupt in die Medien zerren. Sie meinen, sie würden das zur Trauerbewältigung machen und um nicht vorhandene Schuldige an den Pranger zu stellen. Mir stellt sich das aber eher so dar, dass sie einen Gegenpol zu der durchgängig enthusiastischen Berichterstattung über die AC setzen wollen.

      Eine Hammeraussage ist, Barbara habe es nun gut und, was das Wichtigste sei, sie habe kein Übergewicht mehr. Das sei ja schließlich das gewesen, was sie gewollt hätte. :schrei1:

      Auch wird die Reaktion und das Vorgehen der Eltern als Hass gegen diejenigen ausgelegt, die erfolgreich operiert wurden und nun glücklich sind.

      Ich halte mich ja prinzipiell für jemanden, der weder einfach noch wirklich normal ist. Darauf bin auch stolz. Aber ich frage mich ernsthaft, wie die Gehirnwindungen von Leuten gestrickt sein müssen, die solche Argumente ersinnen. Das sind dann wirklich die Momente, wo ich mich frage, ob ich völlig aus dieser menschlichen Gesellschaft rauskippe oder was los ist. Oder mit anderen Worten: Wie krank muss man eigentlich sein ...?
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    • pamina schrieb:

      Merkwürdige Ansicht. Wenn du das so meinst, bin ich halt arrogant. Aber wir alle leben auch mit den Medien. Und sich zu informieren, ehe man was auch immer machen möchte, halte ich allerdings für selbstverständlich.

      Wichtig war der Satz nach dem arrogant, der der erklärt warum Menschen trotz pro und contra Informationen manchmal einfach nicht logisch handeln.
      Es gibt ganze Wissenschaften, die menschliche Handlungen erklären wollen, die nun mal nicht nur nach logischen Gesichtspunkten ablaufen. Deshalb bist du ein mensch und kein PC. Trotz Internet.
    • Noch ein Nachtrag zu meinem letzten Posting:

      Man regt sich auch auf, dass das Thema von den Eltern in die "billige" Presse gezerrt wurde, auch weil die Redakteure keine Ahnung von Adipositas haben. Erstaunlich, in meinen Augen. Denn wenn es darum geht, Werbung für die Adipositaschirurgie zu machen, können die involvierten Medien nicht billig genug sein.
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    • Martina schrieb:

      Ich halte mich ja prinzipiell für jemanden, der weder einfach noch wirklich normal ist. Darauf bin auch stolz. Aber ich frage mich ernsthaft, wie die Gehirnwindungen von Leuten gestrickt sein müssen, die solche Argumente ersinnen. Das sind dann wirklich die Momente, wo ich mich frage, ob ich völlig aus dieser menschlichen Gesellschaft rauskippe oder was los ist. Oder mit anderen Worten: Wie krank muss man eigentlich sein ...?

      :five:

      Ich denke im übrigen auch nicht, dass jede/r selbst schuld ist, der sich operieren lässt. Die Postings der Mutter lassen erkennen, dass sie kein Mensch ist, der hochkomplex denkt und großartig reflektiert durchs Leben geht. Wir haben doch schon oft gesehen, wie leicht Menschen zu verführen sind.

      Für mich ist es beispielsweise auch schwer zu verstehen, wie viele Menschen offenbar tagtäglich auf Spams und Hoaxes reinfallen und sich sonstwas erhoffen, sich stattdessen aber das Konto leerräumen oder ihren PC in den Orkus schießen lassen. Es ist eben nicht jeder so klug, um alle Informationen, die die (virtuelle) Welt so bietet, aufzunehmen und seine Schlüsse draus zu ziehen.

      Wie massiv ist an allen Ecken des Versprechen "werde dein Übergewicht mit einer OP los und endlich schlank und glücklich"?

      Menschen sind verführbar. Und sie dann nach einem solchen Todesfall anzuprangern, weil sie nicht klug genug waren zu reflektieren und sich zu distanzieren, finde ich zynisch. Es ist eine sehr, sehr bittere Art, lernen zu müssen. Ich finde, man darf diese Mutter nicht verurteilen. Meine Mutter hat auch mal gedacht, sie tut mir - mit Unterstützung des Arztes - etwas Gutes, indem sie mich als Grundschulkind auf eine strenge Diät setzte. Glücklicherweise waren die Folgen nicht ganz so dramatisch, aber mir hat's auch gereicht. Heute weiß sie, dass es falsch war. Aber damals hat sie es einfach nicht besser gewusst.