Müllstrudel - Plastikmüll-Problematik

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    • Müllstrudel - Plastikmüll-Problematik

      Ich krame mal diesen etwas älteren Thread wieder hervor. Nachdem ich das Buch "Die Welt ohne uns" gelesen habe, ist mir eine Sache bekannt geworden, von der ich vorher noch nichts gehört hatte.

      Müllstrudel

      Ein Ort, wo unsere tollen Plastikverpackungen bleiben. Den Menschen, die gerne Fisch essen, empfehle ich den Unter-Artikel Giftakkumulation mal zu lesen. Der Plastikmülll zerfällt nach und nach in immer kleinere Teile und kommt so in die Nahrungskette. Das Plastik wirkt zudem wie ein Schwamm und reichert sich immer mehr mit Schadstoffen an.

      Gestern lief dann auf Arte zufällig dazu auch eine Sendung - war Interessant.

      Wenn man sieht, was die Menschen mit diesem Planeten machen, wird einem nur noch schlecht. Aber selbst wenn man wollte, man kann sich dem Plastik so gut wie nicht entziehen.
    • Kubalibre schrieb:


      Gestern lief dann auf Arte zufällig dazu auch eine Sendung - war Interessant.

      Wenn man sieht, was die Menschen mit diesem Planeten machen, wird einem nur noch schlecht. Aber selbst wenn man wollte, man kann sich dem Plastik so gut wie nicht entziehen.


      Hallooo...

      ja ich habe diese Sendung auf Arte auch ganz bewusst angeschaut, und fand sie sehr interessant und erschreckend zugleich...erschreckend auch darum, weil z.B. viele Plastikteilchen achtlos in den Meeren schwimmen, die Fische sie zu sich nehmen, weil sie glauben, es sei Futter, und dieses Plastik somit, mit seinen Giften und Weichmachern, in die Nahrungskette gelangt...und letztendlich in unseren Organismus...Stoffwechsel.

      Wenn ich dann auch noch die gelben Säckeberge , wöchentlich an den Strassen sehe, ....wird mir ganz flau in der Magengegend.

      Ich fühle mich den Müllbergen gegenüber irgendwie machtlos/hilflos....obwohl wir wirklich schon lange, sehr drauf achten, keinen unnützen Plastikmüll zu kaufen.
      Heute morgen erst, habe ich mich gerade wieder vinnerlich sehr aufgeregt, da mein wasserfester Stift den ich kaufen musste, wieder in unnützem Plastik verschweißt war...es würde auch anders gehen....ging früher doch auch umweltschonender.... !!!

      Meine Familie und ich,haben uns zur Gewohnheit gemacht, keine
      -PET-Flachen
      -keine Plastiktragetaschen zu benutzen,
      -Obst ohne Tüten
      -Getreide fürs Müsli o. Brot, direkt in unserer Mühle, die es in Papiertüten abpackt
      -u.a.
      zu kaufen.
      Ach es gäbe bestimmt noch viel mehr, was wir im "Kleinen" jeder bei sich beginnend, verbessern könnten...damit unsere Kinder und Enkelkinder, überhaupt eine Zukunft haben.
      [SIZE="2"][FONT="Lucida Console"][COLOR="Blue"][/COLOR]
      [COLOR="DarkOrchid"]Herzlichen Gruß

      Debbymo[/COLOR][/FONT][/SIZE]

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    • Kubalibre schrieb:

      Davon hatte ich schon mal gehört ... im Zusammenhang mit den verlorenen Plastikenten.

      Ich wollte immer schon mal zum Thema Plastikmüll einen Thread anfangen. Denn das ist mein ganz persönlicher Aufreger.

      Ich bin immer so hin- und hergerissen. Leider ist es so, dass Ware, die man an der Theke unverpackt kauft, häufig viel leichter verderblich ist. Mir ist schon öfter aufgefallen, dass Supermärkte Käsetheken etc. nicht wirklich im Griff haben. Daher kaufe ich an sich lieber verpackte Lebensmittel, die unter Schutzatmosphäre verpackt wurden.

      Andererseits regt mich der anfallende Müll jede Woche auf. Und natürlich bin ich mir der Bisphenol-A-Problematik bewusst, die ja auch in dem Wikipedia-Artikel zum Tragen kommt. Aber so wie es aussieht, kann man sich dem ja kaum entziehen, ob man nun verpackte Lebensmittel kauft oder nicht.

      Eigentlich müsste man täglich oder wenigstens alle 2-3 Tage frisch einkaufen, um den Plastikmüll zu vermeiden.

      Wie handhabt Ihr das?
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
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    • Martina schrieb:

      Leider ist es so, dass Ware, die man an der Theke unverpackt kauft, häufig viel leichter verderblich ist. Mir ist schon öfter aufgefallen, dass Supermärkte Käsetheken etc. nicht wirklich im Griff haben. Daher kaufe ich an sich lieber verpackte Lebensmittel, die unter Schutzatmosphäre verpackt wurden.
      Ein Supermarkt hier hat an der Fleischtheke ganz wunderbare frisch vorbereitete Gerichte, die man nur noch aufwärmen muss. Mein Vater liebt z. B. die Sauerkrautpfanne und den Grünkohl. Neulich sollte ich Grünkohl besorgen, aber mich nervt die mehrschichtige Verpackung. Also hatte ich extra eine frisch mit heißem Wasser gereinigte Tupperdose mit, die auch von der Füllmenge her gepasst hätte. Ich dacht: Super, einmal Tara drücken und dann rein mit dem Zeug. Die Verkäuferin wehrte aber ab, weil sie die aus hygienischen Gründen nicht berühren durfte. Nicht einmal die von mir vorgeschlagene weniger verpackungsaufwändige Version (Grünkohl in einen Beutel, abwiegen, Beutel in die Tupperdose ohne die sonstige Alu-Schale + Umverpackung, Klebeschild drauf) wurde akzeptiert.
      Das hat man nun davon, wenn man Müll sparen möchte.
      Schlechte Erfahrungen mit Lebensmitteln, die nicht unter Schutzatmosphäre verpackt wurden, habe ich auch schon gemacht. Da sah der Käse in der schwarzen Plastikschale oben noch gut aus, als ich ihn zuhause anhob, war er aber von unten grünlich.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
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    • Martina schrieb:

      Eigentlich müsste man täglich oder wenigstens alle 2-3 Tage frisch einkaufen, um den Plastikmüll zu vermeiden.
      Ich kaufe z.B. selten abgepackte Wurst, sondern gehe zu einer Metzgerei, bei der es mir eben sehr gut schmeckt. Aber selbst wenn ich da frisch kaufe, komme ich um den Plastikmüll nicht herum. Die packen die Wurst in Papier und was glaubst du, was auf der Innenseite ist - genau, Plastikfolie.

      Natürlich ist das immer noch weniger als komplett abgepackt aber ganz vermeiden geht da auch nicht.
    • Ich habe mir jetzt auch noch mal den Wiki-Artikel zu Bisphenol-A durchgelesen und in den Sicherheitshinweisen diesen Satz gefunden, ...
      Aktuellen amerikanischen Untersuchungen zufolge könnte auch die zivilisatorische Fettleibigkeit darin eine der Ursachen haben.
      ... der sich auf einen auch hier schon öfter verlinkten Artikel in der Süddeutschen bezieht.
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    • Eigentlich müsste man täglich oder wenigstens alle 2-3 Tage frisch einkaufen, um den Plastikmüll zu vermeiden.

      Wie handhabt Ihr das?


      Würd ich ja gerne machen, aber zum Einen sind meine Arbeitszeiten leider nicht mit den Öffnungszeiten der Läden hier kompatibel (und die kleinen Läden wie Metzger haben ja noch kürzer geöffnet als die Supermärkte) und zum Anderen ist es halt fraglich, ob die Umwelt so viel Nutzen von hat, wenn ich zwar Plastikmüll spare, dafür aber mehr Benzin verfahre um dauernd einzukaufen.
      Ich bin also aus rein logistischen Gründen schon sehr froh, dass es verschweißte Lebensmittel gibt, die auch mal eine Woche und länger halten, sodass ich auch dann noch was zu essen hab, wenn ich länger als eine Woche keine Möglichkeit zum Einkaufen habe (und nicht bereit bin auf Tankstellenfertigfutter auszuweichen).
    • Sally schrieb:

      Der Film startet am 25. Februar in den deutschen Kinos.

      Das heißt, in den nächsten Tagen werden viele Medien Interview mit dem Regisseur führen. Wen's interessiert - achtet mal drauf.
      Heute in ZDF Umwelt (mit Video und Interview mit Werner Boote)
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    • Darcy schrieb:

      Würd ich ja gerne machen, aber zum Einen sind meine Arbeitszeiten leider nicht mit den Öffnungszeiten der Läden hier kompatibel (und die kleinen Läden wie Metzger haben ja noch kürzer geöffnet als die Supermärkte) und zum Anderen ist es halt fraglich, ob die Umwelt so viel Nutzen von hat, wenn ich zwar Plastikmüll spare, dafür aber mehr Benzin verfahre um dauernd einzukaufen.
      Ich bin also aus rein logistischen Gründen schon sehr froh, dass es verschweißte Lebensmittel gibt, die auch mal eine Woche und länger halten, sodass ich auch dann noch was zu essen hab, wenn ich länger als eine Woche keine Möglichkeit zum Einkaufen habe (und nicht bereit bin auf Tankstellenfertigfutter auszuweichen).
      An dieser Stelle kann man sich aber schon fragen, ob es nicht Wege geben würde, sein Leben anders zu gestalten (ohne gleich Urköstler zu werden :D ). Und bevor Du das wieder persönlich nimmst, diese Frage stelle ich mir auch selbst.

      Ich sprach das Plastikproblem kürzlich gegenüber einem noch recht jungen, aber sehr interessierten und informierten Menschen an. Ich nannte es als einer der Gründe, warum ich manchmal - bei aller Neugierde - doch froh bin, dass ich die Zukunft nicht erleben werde. Er sah das völlig anders. Zu Recht argumentierte er, dass das Plastikproblem sich ohnehin bald erledigt hat, denn wenn es kein Erdöl mehr gibt, gibt es auch kein Plastik mehr. Die Menschheit muss sich ohnehin anderer Mittel bedienen. Z.B. lässt sich heute schon ein Stoff mit allen guten Eigenschaften des Plastiks aus Maisstärke herstellen.
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    • Das ist aber auch nur zum Teil richtig. Klar ist, dass es irgendwann kein Erdöl mehr zur Herstellung von Plastik geben wird. Fakt ist aber auch, dass bis dahin noch gewaltige Mengen im Meer landen werden. Diese zerfallen zu immer kleinere Stücken, bis sie von den Meeresbewohnern bei der Nahrungsaufnahme aufgenommen werden.

      In dem Buch "Die Welt ohne uns" weist der Autor darauf hin, dass es in der Natur momentan nichts gibt, das die langen Molekül ketten von Plastik abbauen kann. Die Problematik wird uns also noch lange nach der Zeit der Plastikherstellung begleiten. Es gibt momentan nichts, mit dem man das Plastik wieder aus den Meeren bekäme.

      Und das ist ja nur ein kleiner Teil davon, was wir dem Planeten und den Geschöpfen darauf antun.
    • An dieser Stelle kann man sich aber schon fragen, ob es nicht Wege geben würde, sein Leben anders zu gestalten (ohne gleich Urköstler zu werden :D ). Und bevor Du das wieder persönlich nimmst, diese Frage stelle ich mir auch selbst.


      Dazu sehe ich zumindest mittelfristig (also für die nächsten ca. 5 Jahre) keine Alternative. Es sei denn, ich lasse mich finanzieren - vom Staat oder einem reichen alten Knacker (der allerdings erst noch gefunden werden müsste).
    • Hm, sehr informativ das Ganze und etwas, über das ich mir bisher nur mäßig viele Gedanken gemacht habe, zugegebenermaßen. Natürlich gehe ich mit Stoffbeuten einkaufen und da ich fast 98% meines Einkaufs bei einem Bio-Gut erledige, habe ich kaum Plastikmüll.
      Außer, bei Haferflocken und Hülsenfrüchten. Die gibt es da nur in Plastik abgepackt. Weiß jemand, wo man die lose kaufen kann?

      Und noch ein Problem: Was wird eigentlich aus Konservendosen???

      In den umweltschutzmäßig ansonsten zum Teil ziemlich unterbelichteten USA gibt es in jedem Supermarkt eine 'Bulk-Section', wo man sich Nüsse, Hülsenfrüchte und Getreide in eigene Behältnisse abfüllen kann. Darauf warte ich hier auch.

      Aber was machen Menschen, die es sich nicht leisten können, in einem Bio-Hofladen einzukaufen??? Ich hatte dafür auch nicht immer genug Geld und bei Aldi, Penny etc. Kommt man um den Plastikscheiß gar nicht drumherum.

      Was unternimmt man dagegen??
    • Viel interessanter ist es, darüber nachzudenken, welchen Stellenwert Plastik sonst noch so in unserem Leben hat: Elektrogeräte, Clobrillen, Synthetikfasern, Autos, nicht nur Lebensmittelverpackungen sind betroffen, sondern auch Putzmittel, Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage, Kosmetika ... die Liste ist schier unerschöpflich.
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    • Noch ein Mal die Frage, auch wenn sie speziell ist, was machen Menschen, die darauf angewiesen sind, im Discounter zu kaufen? Ich hatte früher gehofft, dass es weniger Verpackungen und Plastik geben würde, wenn die Supermärkte den Müll selbst entsorgen müssen, weil man ihn gleich dort lassen kann.

      Ich sehe bedauerlicherweise aber nicht im Geringsten, dass sich dadurch etwas geändert hätte.
    • Alexandra, ich habe Dich auf diesen Thread aufmerksam gemacht, weil ich der Ernährungsproblematik, die in dem anderen Thread diskutiert wird, (und noch einigen anderen Problematiken), ähnlich ratlos gegenüber stehe wie diesem Problem hier. Gestern habe ich irgendwo die Ankündigung einer Reportage gesehen, wonach nahezu der gesamte (z.T. hochgiftige) Computerschrott dieser Welt in den ärmsten Ländern derselbigen landet. Dort wurden Bilder von Slums gezeigt, in denen Computerschrott am Straßenrand angehäuft war. Wir können über Altkleider und Lebensmittelkonzerne diskutieren, die den Einheimischen in diesen Ländern die lokalen Märkte kaputt machen. Und wir können auch darüber diskutieren, ob ich mir vor diesem Hintergrund wirklich ein schlechtes Gewissen machen muss im Angesicht der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland kein Kind in die Welt gesetzt zu haben (was ich eigentlich bedaure) oder ob es nicht sogar letztlich gut ist, wenn weniger Menschen auf dieser Welt leben. All das sind Dinge, über die ich mir seit Jahrzehnten Gedanken mache, aber die Lösung kenne ich nicht. Und ich bin mir bewusst, dass ich sie nicht mehr erleben werde.

      Und glaube mir, das treibt mich alles ganz schön um.
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    • Hey Martina,

      das war eine ganz arglose und ehrlich gemeinte Frage, weil es mir genauso geht wie Dir. Ich stehe vor vielen Fragen völlig hilf- und ratlos.

      Aber es hätte sein können, dass Du mehr darüber weißt als ich, weil Du Dich mit diesem Thema ganz offensichtlich schon länger und viel intensiver beschäftigt hast als ich - und ich wollte einfach nur was dazu lernen.

      Liebe Grüße
      Alexandra