Alternative zu Metformin?

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    • Alternative zu Metformin?

      Hallo,

      ich muss seit einigen Monaten wegen Diabetes Typ II Metformin nehmen und habe große Probleme mit der Verträglichkeit. Bei mir ist keine wirkliche Gewöhnung an das Mittel festzustellen und ich leide noch immer urplötzlich an Durchfall. Das einzige, was dabei etwas hilft, ist Loperamid, allerdings muss ich davon mind. die Höchstdosis nehmen, um danach für zwei bis drei Tage eine halbwegs normale Verdauung zu haben. Nehme ich kein Loperamid, gehen die Verdauungsprobleme wieder los, was für mich als Freiberuflerin mit Kundenkontakt ein echtes Problem ist, da ich nicht so einfach mal öfters zur Toilette kann. Das Problem ist auch weniger die Häufigkeit der Beschwerden als vielmehr ihre Plötzlichkeit. Ich kann mich jetzt noch wohlfühlen, fünf Minuten später muss ich evtl. schon zur Toilette rennen, damit es kein Malheur gibt.

      Mein Arzt meint immer nur, ich dürfe das Medikament nicht einfach reduzieren (ich soll wegen sich verschlechternder Werte sogar noch die Dosis steigern), aber ich kann deshalb doch nicht riskieren, nicht mehr arbeiten zu können, weil ich das Haus nicht mehr verlassen kann. Dann hätten wir nämlich quasi kein Einkommen mehr!

      Ebenso am Wochenende: Wie oft musste ich jetzt schon zu Hause bleiben, weil mein Bauch wieder Probleme gemacht hat - von wegen Bewegung an der frischen Luft!

      Ich schließe nicht aus, dass ich zusätzlich noch irgendwelche Unverträglichkeiten habe, aber seit ich Metformin nehme, ist definitiv alles schlimmer geworden. Ich hatte vor einigen Jahren schon einmal wegen PCOS eine Metformin-Therapie, die aber nach ca. einem Jahr wegen der Durchfälle abgebrochen wurde.

      Langer Rede kurzer Sinn: Ich scheine Metformin nicht zu vertragen und habe aufgrund der Tatsache, dass ich nur eine minimale Dosis einnehmen kann, zurzeit keine adäquate Diabetestherapie, was ich ziemlich schlecht finde.

      Habt ihr Erfahrungen mit Alternativmedikamenten? Mein Arzt meint nämlich nur, alles andere sei nicht so gut.

      Im Voraus vielen Dank!

      Liebe Grüße
      Grazia
    • Alternative...

      Hallo.

      Ich hatte das Problem mit Metformin auch. Ich habe es das erste Mal über drei Monate genommen bevor ich zwischen meinen Problemen und dem Medikament einen Zusammenhang sah. Ich hatte schon immer Magen- und Darmprobleme und dachte daher zuerst an eine Verschlimmerung davon...

      Irgenwie bin ich dann auf die Nebenwirkungen gekommen und zwei Tage nach Absetzten von Metformin war ich beschwerdefrei...
      Ich habe noch ein paar Anläufe versucht (O-Ton Doc: Sie müssen klein anfangen, dann klappt das schon!) und es war jedesmal gleich. Ich hatte Krämpfe und Schmerzen wie nie zuvor, ich nehme diese Zeug nie wieder!

      Ich habe mit meinem Doc über Alternativen gesprochen, und er hat mir noch zwei Medikamente verschrieben. Frag nicht, wie das eine heißt, ist geistig weg... Davon habe ich jeden Tag 12 Tabletten schlucken müssen, gab es nicht mit höherer Dosierung. Das andere war Xelevia (wenn ich das nicht schreiben darf, bitte löschen, ich schicke auf Anfrage dann eine PN). Ist ein Kombi-präparat, kann nur zusammen mit einem anderen Medikament genommen haben. Die Wirkung war am Anfang leicht verbessernd (beide zusammen) und dann gar nicht mehr...
      Für mich gab es nur noch zwei Alternativen:
      Ich ignoriere meinen Zucker mit all seinen Nebenwirkungen (was ich schon sehr lange getan habe - 11,1 wem es was sagt).
      Oder ich spritze...
      Ich habe mich als Kind verprügeln lassen, weil ich keine Spritzen wollte oder Blut abzapfen... Jetzt spritze ich jeden Tag mindestens fünf mal und mein Wert ist nach drei Monaten spritzen auf 8,1 . Ist nicht toll das spritzen, ist immer etwas gewesen was ich vermeiden wollte. Aber ich schaffe nicht mein Essen dauerhaft zu kontrollieren, keine Diät kann ich dauerhaft durchhalten. Und außerdem werde ich nach der nächsten Diät sowieso so fett sein, das ich platze -also lasse ich das lieber!
      Ich versuche mich gesünder zu ernähren, viel Obst und Gemüse, kaum Fleisch. Aber immer Süsses, da variiert nur die Menge - gehts mir gut nur wenig, gehts mir schlecht... na ja.

      Wenn Du Metformin nicht vertragen kannst, versuche noch andere Sachen.
      Nichts ist wohl so gut, aber es gibt Alternativen. Auf das Xelevia bin ich zum Beispiel beim stöbern in Wikipedia gekommen.

      Versuch macht klug.
      Nur nicht aufgeben. Nicht ignorieren - weder den Zucker noch die Nebenwirkungen.

      Viele Grüße,
      Ich drücke Dir die Daumen!
    • So, ich muß da mal gerade nachhaken - weshalb ist es denn bei solchen Zuckerwerten gesund, Obst, Kohlenhydrate und Zuckerhaltiges mehr zu essen als Gemüse und Fleisch? Ich mein, Fleisch ist doch etwas, was den Zuckerspiegel so gut wie gar nicht in die Höhe treibt, es liefert Energie, ohne dass es Insulinschwankungen gibt. Da bin ich etwas verwirrt. Vielleicht klärt mich jemand auf, der mehr davon versteht als ich Nicht-Diabetiker. :-o
      Meine Theorie wäre nämlich, dass man weniger spritzen müßte wenn man nahc Möglichkeit auf Zucker/Kohlenhydrate verzichten würde... hat da jemand Erfahrungswerte?

      Interessierte Grüße
      Dani
    • Du hast da schon recht, Dani, mit Deinen Überlegungen.
      Leider widerspricht das der gängigen Lehrmeinung von "gesunder Ernährung" - da werden ja auch Diabetiker und Insulinresistenzler dazu angehalten, sich fettarm und kohlenhydratreich zu ernähren - ergibt ja eigentlich gar keinen Sinn, wenn man mal das Hirn einschaltet. Ich vermute aber, dass da evtl. die Pharmalobby ihre Hände im Spiel hat - an Fleisch verdienen die nix, an Metformin, Insulin etc. dagegen schon.
    • Davon mal abgesehen, dass auch für die Verdauung von Einweiß und Fett Insulin nötig ist, nur in geringerem Umfang als für die Verdauung von KH, wird in der modernen Diabetestherapie längst nicht mehr der Focus aus KH-reiche Ernährung gelegt. Dass wiederum längst nicht alle Ärzte usw. hierüber informiert sind, steht leider auf einem anderen Blatt.

      Grazia, ich würde dir folgende Website empfehlen.

      forum.diabetesinfo.de/forum/in…0fb460bc8ef997309cb6aaf1&

      Ein Forum für und von Diabetikern aller Typen (jaaaaa, es gibt viel mehr als nur I und II) und Therapiekombinationen, die immer mit Rat und Tat zur Stelle sind. Ich hoffe, dass dieser Link erlaubt ist. Wenn nein, dann bitte löschen und PN an mich für nähere Infos.

      Viel Erfolg bei der Suche nach der für dich richtigen Medikation. Dauert manchmal etwas, klappt aber mit ein wenig Geduld und Hilfe.

      Gruß
      Lucia
    • Lucia schrieb:

      Davon mal abgesehen, dass auch für die Verdauung von Einweiß und Fett Insulin nötig ist, nur in geringerem Umfang als für die Verdauung von KH, wird in der modernen Diabetestherapie längst nicht mehr der Focus aus KH-reiche Ernährung gelegt. Dass wiederum längst nicht alle Ärzte usw. hierüber informiert sind, steht leider auf einem anderen Blatt.

      Grazia, ich würde dir folgende Website empfehlen.

      forum.diabetesinfo.de/forum/in…0fb460bc8ef997309cb6aaf1&

      Ein Forum für und von Diabetikern aller Typen (jaaaaa, es gibt viel mehr als nur I und II) und Therapiekombinationen, die immer mit Rat und Tat zur Stelle sind. Ich hoffe, dass dieser Link erlaubt ist. Wenn nein, dann bitte löschen und PN an mich für nähere Infos.

      Viel Erfolg bei der Suche nach der für dich richtigen Medikation. Dauert manchmal etwas, klappt aber mit ein wenig Geduld und Hilfe.

      Gruß
      Lucia

      Dem kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen! :)

      Es gibt ganz bestimmt auch für dich eine Alternative mit der du besser klarkommst als mit dem Metformin. Inzwischen gibt es ja auch einige andere Medikamente zur Behandlung des Diabetes Typ II.
      Bist du denn bei einem richtigen Diabetologen in Behandlung oder beim normalen Hausarzt/Internisten?
      Denn dann würde ich dir auch den Wechsel in eine auf Diabetes spezialisierte Praxis empfehlen.

      Ärzte die heute noch behaupten, es gäbe keine Alternative zu Meformin sind genauso wenig auf dem aktuellen Wissensstand wie alle "Fachleute", die Diabetikern heute noch eine andere Form der Ernährung empfehlen, als anderen Menschen.
      Diabetiker sollten sich genauso ausgewogen ernähren wie alle anderen Menschen auch. Und wie das für jeden einzelnen aussieht, muss man dann im Feintunig selbst rausfinden. ;)
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    • wird in der modernen Diabetestherapie längst nicht mehr der Focus aus KH-reiche Ernährung gelegt


      Zum Einen hat sich diese Erkenntnis leider noch längst nicht breitenwirksam durchgesetzt, zum Anderen wird man aber ja VORHER durch diese dämlichen Empfehlungen von wegen "wenig Fleisch (max. 1-2mal pro Woche), wenig Fett, Kohlenhydrate satt" direkt dahin getrieben.

      Hinzu kommt ein erschreckendes Unwissen in der Ärzteschaft, was die Diagnostik angeht.
      Wenn ich alleine bei mir (und ich bin medizinisch vorgebildet und habe als KS auch keine Angst mit Ärzten zu diskutieren, mich fachlich korrekt auszudrücken und weiß, welche Symptome zu welchen Krankheiten gehören können) mehrere JAHRE nötig waren, einen Arzt zu finden, der bereit war mehr zu messen als den Nüchtern-Blutzucker (der natürlich IMMER ok war, aber wohl nur deshalb, weil mein Insulinspiegel viel zu hoch war - aber der wurde ja nie gemessen) und somit die (von mir schon lange vermutete und auch angesprochene) Insulinresistenz zu diagnostizieren ...
      Mit Pech haben diese Jahre ausgereicht, dass ich nun 'nen handfesten Diabetes hab - das werden wir nun morgen testen ...
    • Ich vertrage Metformin auch nicht wirklich gut. Hatte vorher schon ne Reizdarm und das hat sich eher noch verschlechtert. Letzte Woche war ich in Urlaub und habs unterwegs weggelassen, weil ich wusste, dass ich keine Toilette in der Nähe für Stunden haben werde.

      Das mit den KH scheint sich langsam bei den Ärzten rumzusprechen. Ich hab sowohl von der Gyn als auch von der Hausärztin den Rat bekommen, möglichst eiweißreich/KH arm zu essen (vor allem abends). Ich tue mich damit sehr schwer, weil ich nicht so der Fleischfan bin. Aber ich will nicht in die Diabetes rutschen!

      Liebe Grüße, alegria
    • Was nur keiner sagt (oder zu sagen wagt): Wenn Du KH reduzierst, MUSST Du Fett aufstocken!
      Aber wo kämen wir da hin, wenn wir plötzlich Fett zulassen? Die ganze Fettarm-Industrie, die auf einer gigantischen Lüge aufgebaut ist, würde ja zusammenbrechen ...

      Und nur mal so zum Nachdenken: Schaut Euch mal die Nährwerte von fettreduzierten und "normalfetten" Produkten an - fällt da was auf?
      Ja genau - wenn Fett reduziert wurde, ist IMMER der Gehalt an KH höher als im vergleichbaren "normalfetten" Produkt.
    • Hallo,

      vielen herzlichen Dank für eure Antworten und Tipps!

      Ich bin bei einem Internisten in Behandlung und da auch im Disease Management Programm, allerdings habe ich mir jetzt (noch ohne sein Wissen) einen Termin bei einer Diabetologenpraxis geben lassen. Leider muss ich da eine Überweisung und Laborwerte von meinem Arzt mitbringen, so dass ich fürchte, dass ich da noch Probleme mit meinem Hausarzt bekommen werde. Andererseits: Eine Zweitmeinung darf er mir doch nicht verweigern, oder?

      Bzgl. Kohlenhydraten wurde mir z.B. in der Diabetikerschulung gesagt, dass ich möglichst wenige Kohlenhydrate, dafür aber möglichst viel Gemüse essen soll. Fleisch u.ä. sollte man auch nur in Maßen essen. Leider vertrage ich größere Mengen Gemüse nicht, weil ich davon ebenfalls Durchfall bekomme. Ebenso vertrage ich Vollkornprodukte nicht besonders gut und vor allem nicht längerfristig. Ich weiß, das klingt blöd und wirkt, als wolle ich mich vor allem Gesunden drücken, aber ich habe schon mehrere Versuche damit gestartet, die langfristig nicht funktioniert haben.

      Ach so, ich habe ganz vergessen zu erzählen, dass ich PCOS und Insulinresistenz habe und damit schon lange vor dem Diabetesausbruch immer wieder Unterzuckerungen bekommen habe und jetzt auch trotz Diabetes noch bekomme, weswegen mir auch keine Gewichtsreduktion gelingt. Erst hielten mich die Ärzte für eine Simulantin, bis beim OGTT dann irgendwann ein Wert von 35 herauskam - erst ab da glaubte man mir.

      Hat von euch schon mal jemand Actos probiert? Das soll ja auch heftige Nebenwirkungen haben, wenn man Pech hat, wäre von der Wirkungsweise aber bestimmt gut für mich geeignet. Ich gehe nämlich davon aus, dass ich mit meiner Neigung zu Unterzuckerungen die Finger von allen Mitteln lassen sollte, die so etwas hervorrufen können.

      Liebe Grüße
      Grazia
    • Warum muss man Fett aufstocken? Also klar, dass fettarme Ernährung nicht der Hit ist, und da ne Riesenindustrie hintersteht, aber warum muss man Fett aufstocken, sprich mehr Fett essen als "normal"? Was passiert da im Körper?

      Das mit den fettarmen Produkten ist mir völlig klar, aber wie ist der Zusammenhang (mal vom Geschmack abgesehen ;) )? Mich würde einfach interessieren, was da im Körper vorgeht. Das hab ich bisher noch nicht gelesen/gehört.
      Bisher hab ich nur gelesen, dass die Fettmenge mehr oder weniger egal sei.

      Danke fürs Aufklären schon mal :)
      Liebe Grüße, alegria
    • Grazia schrieb:


      Ich weiß, das klingt blöd und wirkt, als wolle ich mich vor allem Gesunden drücken, aber ich habe schon mehrere Versuche damit gestartet, die langfristig nicht funktioniert haben.

      Ich finde, das klingt überhaupt nicht blöd sondern zeigt nur, daß wir alle unterschiedlich auf Nahrungsmittel reagieren. :)
    • alegria schrieb:

      Warum muss man Fett aufstocken? Also klar, dass fettarme Ernährung nicht der Hit ist, und da ne Riesenindustrie hintersteht, aber warum muss man Fett aufstocken, sprich mehr Fett essen als "normal"? Was passiert da im Körper?

      Das mit den fettarmen Produkten ist mir völlig klar, aber wie ist der Zusammenhang (mal vom Geschmack abgesehen ;) )? Mich würde einfach interessieren, was da im Körper vorgeht. Das hab ich bisher noch nicht gelesen/gehört.
      Bisher hab ich nur gelesen, dass die Fettmenge mehr oder weniger egal sei.

      Danke fürs Aufklären schon mal :)
      Liebe Grüße, alegria


      Es geht doch nicht um "mehr als normal" - was uns die ganzen letzten Jahre vorgebetet wird, ist ja ein "weniger als normal" an Fett, dafür aber mehr (bis unbegrenzt) Kohlenhydrate. Und das ist eben falsch.
      Es gibt inzwischen mehrere Studien, die zeigen, dass eine höhere Fettzufuhr im Austausch gegen Kohlenhydrate nicht nur eine Sicherung der Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen und lebenswichtigen essentiellen und hochungesättigten Fettsäuren bewirkt, sondern auch eine Verbesserung der Fettstoffwechsel- und Zuckerstoffwechselsituation vor allem, wenn überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren und vermehrt Omega-3-Fettsäuren zugeführt werden. Je insulinresistenter der Patient ist, desto ungünstiger wirkt eine kohlenhydratreiche Kost.
    • Grazia schrieb:



      Langer Rede kurzer Sinn: Ich scheine Metformin nicht zu vertragen und habe aufgrund der Tatsache, dass ich nur eine minimale Dosis einnehmen kann, zurzeit keine adäquate Diabetestherapie, was ich ziemlich schlecht finde.


      Bei uns gibt es eine Bewohnerin die hat genauso auf Metformin reagiert. Der Arzt sagte, das könne auch an einer zu hohen Kohlehydratzufuhr liegen. Vielleicht magst du das noch ausprobieren?
    • Grazia schrieb:

      Ich bin bei einem Internisten in Behandlung und da auch im Disease Management Programm, allerdings habe ich mir jetzt (noch ohne sein Wissen) einen Termin bei einer Diabetologenpraxis geben lassen. Leider muss ich da eine Überweisung und Laborwerte von meinem Arzt mitbringen, so dass ich fürchte, dass ich da noch Probleme mit meinem Hausarzt bekommen werde. Andererseits: Eine Zweitmeinung darf er mir doch nicht verweigern, oder?

      Find ich super, dass du dich zum Diabetologen überweisen lassen willst!
      Natürlich steht dir eine Zweitmeinung zu und wenn du deinem Internisten sagst, dass du mit deiner Erkrankung und der Medikamentenproblematik zu einem Spezialisten gehen möchtest, sollte er das nun wirklich unterstützen.
      Verweigern darf er dir das meines Wissens nach jedenfalls nicht und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass oder warum ein Arzt so etwas tun würde (und das obwohl ich denen schon so einiges zutraue inzwischen... ;)).

      Bzgl. Kohlenhydraten wurde mir z.B. in der Diabetikerschulung gesagt, dass ich möglichst wenige Kohlenhydrate, dafür aber möglichst viel Gemüse essen soll. Fleisch u.ä. sollte man auch nur in Maßen essen. Leider vertrage ich größere Mengen Gemüse nicht, weil ich davon ebenfalls Durchfall bekomme. Ebenso vertrage ich Vollkornprodukte nicht besonders gut und vor allem nicht längerfristig. Ich weiß, das klingt blöd und wirkt, als wolle ich mich vor allem Gesunden drücken, aber ich habe schon mehrere Versuche damit gestartet, die langfristig nicht funktioniert haben.
      Für mich klingt das überhaupt nicht blöd und wenn du dich hier im Forum mal umsiehst wirst du so einige Leute finden, denen es ähnlich geht.
      Ich würde an deiner Stelle wirklich versuchen rauszufinden, welche Lebensmittel du gut verträgst und mich dann davon eben so gut es gut ausgewogen ernähren.
      Udo Pollmer predigt ja schon seit einigen Jahren, dass es das gesunde Essen für alle nicht gibt und die Menschen eben unterschiedliche Dinge unterschiedlich gut vertragen. Wenn Vollkorn für dich nicht gut ist, dann lass es doch einfach mal weg. :holy:

      Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg! :daumen:
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    • Darcy schrieb:

      mehrere JAHRE nötig waren, einen Arzt zu finden, der bereit war mehr zu messen als den Nüchtern-Blutzucker


      Daran bin ich gerade vor ein paar Tagen wieder gescheitert. "Wie kommen Sie denn *darauf*?", fragte die Ärztin sichtlich genervt, als ich meine Vermutung, eine Insulinresistenz zu haben, ansprach. Auch ein großes Blutbild wurde mir wieder mal verweigert - als sie nachbohrte, warum ich das wollte, hatte ich zugegeben, unter anderem wegen der ständigen Gewichtszunahme zu vermuten, dass etwas nicht in Ordnung sei. Dabei sprach sie selbst mich auf meine trockenen Haare an - aber "natürlich" mit dem Hinweis auf offensichtlich unausgewogene Ernährung.:-D

      Vollkornprodukte vertrage ich übrigens auch nicht gut - ich bekomme davon Darmbeschwerden und fühle mich gestopft und "abgefüllt".
    • Alternative zu Metformin

      Hallo Grazia,

      ich hatte das gleiche Problem wie Du. Habe dann sogar ein Jahr lang Insulin gespritzt, aber meine Werte blieben schlecht.

      Dann habe ich beim Stöbern im Internet das damals noch neue Medikament Sitagliptin entdeckt. Das durfte aber auch nur mit Metformin oder anderen Blutzuckersenkern zusammen genommen werden.

      Da hat mir meine Diabetologin Siofor empfohlen . Und diesmal klappte es
      tatsächlich, obwohl ich vorher alle möglichen Sorten Metformin probiert hatte.

      In Kombination mit Sitagliptin (Xelevia z.B.) habe ich inzwischen sogar ganz gute Werte erreicht.
      Vieleicht ist es ja auch bei Dir noch einen Versuch damit wert.

      Liebe Grüße

      sweety49
    • @Kimmie:
      Bei den trockenen Haaren muss ich gleich an die Schilddrüse denken.
      Warst du schonmal beim Endokrinologen? Dort ist die Chance wohl noch am größten, dass eine umfassende Blutuntersuchung erfolgt und auch wegen der Insulinresistenz könntest du den ansprechen.
      Ich selber gehe wegen solcher "Spezial-Sachen" inzwischen wirklich immer zum Facharzt, da die Hausärzte die ich bisher kennen gleernt habe alle nicht ausreichend informiert waren und schon gar nicht auf einem aktuellen Wissensstand.
      Vielleicht gibt es in deiner Nähe ein Endokrinologikum? Dann würde ich gleich dorthin gehen und eben genau mit der Fragestellung nach der Gewichtszunahme und den trockenen Haaren. Die sind spezialisiert auf all diese Dinge:

      • Hormonstörungen in allen Lebensabschnitten
      • Schilddrüsenerkrankungen
      • Wechseljahre/Menopause
      • Syndrom polyzystischer Ovarien (PCO-Syndrom)
      • Diabetes (Schwerpunktpraxis DDG)
      • Nebennierenfunktionsstörungen
      • Hypophysenfunktionsstörungen
      • Hormonabhängige Gesundheit des Mannes
      • Osteoporose / Osteologie
      • Kinderwunsch

      Für solche Ärzte nehme ich dann auch gerne mal eine längere Anreise in Kauf, wenn ich dann wenigstens kompetente Behandlung bekomme. :)
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    • @dramaqueen:

      Vielen Dank für Dein Posting.:)

      Schilddrüsenprobleme habe ich tatsächlich. Ohne Hormone liegt mein TSH immer so um 3,5, mit L-Thyroxin liegt er unter 2, und in meiner Schilddrüse sind etliche kleine Zysten. Leider hat der Arzt, bei dem ich damit bisher in Behandlung war, aufgehört, und ich bin nun wieder auf der Suche.

      Vor Jahren habe ich in einer endokrinologischen Praxis eher negative Erfahrungen gemacht. Unter anderem wollte der Arzt mir Xenical andrehen (glücklicherweise habe ich mich schon damals nicht auf sowas eingelassen). Aber ich werde mich auf die Suche nach einem kompetenteren Endokrinologen machen. Auf den Gedanken mit der Insulinresistenz kam ich übrigens, weil ich im Nacken, an den Oberschenkelinnenseiten etc. dunklere Haut habe, was, glaube ich, ein Symptom dafür sein kann.


      dramaqueen schrieb:


      Ich selber gehe wegen solcher "Spezial-Sachen" inzwischen wirklich immer zum Facharzt, da die Hausärzte die ich bisher kennen gleernt habe alle nicht ausreichend informiert waren und schon gar nicht auf einem aktuellen Wissensstand.


      Die Erfahrung habe ich auch gemacht - gerade was die Schilddrüsenproblematik angeht. Beispielsweise halten viele Ärzte einen TSH zwischen 3 und 4 nach wie vor für vollkommen normal, und auch viele Labore haben noch entsprechende Referenzwerte.
    • Das mit dem TSH und den Referenzwerten kann ich nur bestätigen... :cool: Ich hab nen TSH von 3,0 und mein Hausarzt sagte, das ist ok, weil der Referenzbereich bis 4,5 (oder so) geht... Da ich mich da nicht drauf eingelassen habe und gesagt habe, dass der Referenzbereich veraltet ist hat er immerhin zugestimmt, dass bei der nächsten Blutabnahme mehr Werte geprüft werden... Montag ist es nun soweit. Ich denke ich werde extra nen Zettel schreiben für ihn nach dem Motto "ft3 und ft4 bitte mit prüfen lassen" ;)
      Ansonsten isser ja ganz ok. Er hat nur weder von Schilddrüse noch von Nahrungsmittelunverträglichkeiten eine Ahnung. Immerhin will er mir kein Schlankheitsprogramm aufdrängen :D

      Gruß
      Dani
    • Bitte UNBEDINGT bei solchen Dingen einen FACHARZT aufsuchen, bei Verdacht auf Insulinresistenz auch nicht nur einen Endokrinologen, sondern einen, der zusätzlich noch Diabetologe ist!

      Ich war ja erst Anfang des Jahres bei einem Endokrinologen, aber der ging nur auf die Schilddrüse ein (die ist aber gut eingestellt) und erkannte nicht mal PCO (obwohl er die entsprechenden Hormone bestimmt hatte).
      Auf die Insulinresistenz ist er gar nicht eingegangen, er hat bei mehreren Besuchen/Blutentnahmen IMMER wieder "vergessen", das Insulin zu bestimmen und meinte dann, das wär nicht so schlimm, da wär sicher nix, weil mein Nüchtern-BZ ok ist.

      Heute nun hatte ich meinen zweiten Termin bei einem Endokrinologen, der gleichzeitig auch Diabetologe ist - es wurde ein 5stündiger OGTT (oraler Glukosetoleranztest) gemacht. Beim Hausarzt könnte man den auch machen, aber der geht dann nur 2 Stunden und es wird nur der BZ-Wert bestimmt. Bei mir heute wurde dagegen nicht nur der BZ bestimmt, sondern auch das Insulin im Blut - ist also deutlich aussagekräftiger was die Insulinresistenz angeht.

      Zudem fühlte ich mich auch sehr ernstgenommen - nachdem er ja wusste, was ich beruflich mache, hat er jeden Wert einzeln mit mir besprochen und auch nicht einfach etwas verschrieben, sondern verschiedene Therapieansätze besprochen. Entscheiden kann ich mich nun, wie wir mit der Behandlung weiter vorgehen.

      @Kimmie: Schreib doch mal, aus welcher Gegend Du kommst, vielleicht können wir Dir dann einen guten Endokrinologen empfehlen?
    • @Darcy: ich bin aus Bremen, würde für einen guten Endokrinologen/Diabetologen aber auch weiter fahren. Wäre wirklich schön, wenn das alles mal abgeklärt wird. Übrigens habe ich den Verdacht, dass Insulinresistenz (ähnlich wie Schilddrüsenerkrankungen) wesentlich häufiger vorkommt als allgemein angenommen. Sie wird nur meistens nicht diagnostiziert.


      Nordlicht schrieb:

      Er hat nur weder von Schilddrüse noch von Nahrungsmittelunverträglichkeiten eine Ahnung. Immerhin will er mir kein Schlankheitsprogramm aufdrängen :D


      War bei meinem "alten" Arzt genauso. Glücklicherweise nahm er aber meine Meinung ernst. :)
    • Hallo Kimmie,

      ich wohne leider am anderen Ende von Deutschland, kann Dir meinen Endokrinologen also nicht empfehlen.
      An Deiner Stelle würde ich mich aber um einen Termin im Endokrinologikum einer Uniklinik bemühen - da kannst Du eigentlich davon ausgehen, dass die Ärzte auf dem neuesten Stand sind und das Budget ist in der Regel auch nicht so beschränkt wie bei niedergelassenen Ärzten.

      Insulinresistenz wird wie Hashimoto fast immer zu spät diagnostiziert, weil danach (wenn überhaupt) erst "gesucht" wird, wenn schon massive Symptome auftreten. Dabei könnte man viel mehr "retten", wenn es schon VOR dem Auftreten von Symptomen behandelt werden würde. Hinzu kommt, dass die Symptome nicht immer eindeutig sind und oft mit einem "na ja, Sie sind vielleicht überarbeitet, deshalb fühlen Sie sich müde" oder ähnlichem abgewertet werden.
      Normale Hausärzte messen dann auch nur den Nüchtern-BZ und solange der passt, findest Du so leicht keinen, der weiter untersuchen bzw. überweisen wird.
      Ich hatte schon seit Jahren immer wieder Unterzuckerungserscheinungen, aber der Nüchtern-BZ war immer bestens. Also war für meinen Doc alles ok, kein Grund zum Handeln.
      Mit der Schilddrüse ist es ähnlich, Hashimoto ist ja schon längst da, da sind aber die normalen Schilddrüsenwerte noch ok bzw. man kann noch keine Unterfunktion feststellen. Wenn man grad einen Entzündungsschub durchmacht, ist man womöglich sogar in der Überfunktion ...
      Da bräuchte man halt Experten, aber wie kommt man da ran, wenn die Laborwerte alle im "Normalbereich" sind???

      Wenn Du fühlst, dass mit Dir etwas nicht passt, dann kämpfe um Überweisungen zu Spezialisten, mach Dich vorher schlau im Internet, schreibe Dir auf, was Du fragen willst, notiere Dir Deinen Krankheitsverlauf etc.
      Nur dann wirst Du auch ernstgenommen - verschreckte "Kaninchen" werden gern wieder weggeschickt.