Alternative zu Metformin?

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    • Hallo Darcy,

      das mit der Uniklinik ist eine gute Idee. Ich werde meine momentane Hausärztin mal darauf ansprechen, ob es da eine Möglichkeit gibt. Du hast recht, es ist enorm wichtig, gründlich vorbereitet in ein solches Gespräch zu gehen und sich nicht abwimmeln zu lassen.

      Darcy schrieb:



      Insulinresistenz wird wie Hashimoto fast immer zu spät diagnostiziert, weil danach (wenn überhaupt) erst "gesucht" wird, wenn schon massive Symptome auftreten. Dabei könnte man viel mehr "retten", wenn es schon VOR dem Auftreten von Symptomen behandelt werden würde.


      In einer Bremer Veranstaltungszeitschrift war kürzlich ein Artikel über einen Heilpraktiker, der gründliche Blutuntersuchungen und, was ausdrücklich erwähnt wurde, Tests auf Insulinresistenz anbietet. Dort hieß es, die Aufgabe der Medizin "sei halt anders gelagert, sie soll heilen", während Heilpraktiker, weil sie privat bezahlt werden, auch präventiv Dinge abklären können. Dabei frage ich mich, ob die Krankenkassen mit frühzeitiger Abklärung nicht langfristig auch viel Geld sparen würden ...
    • Hi Kimmie,

      grundsätzlich ist eine Überweisung auch an eine Uniklinik zur ambulanten Untersuchung möglich. Lass Dir bitte von Deiner Hausärztin nix anderes erzählen. Wenn Du in ein Endokrinologikum an einer Uniklinik gehst, muss auf dem Überweisungsschein auch nur "Endokrinologe" draufstehen, mehr nicht.
      Günstig wärs halt, wenn sie schon "V.a. Insulinresistenz" oder ähnliches draufschreiben würde, dann untersuchen die das auch.

      Zu dem Heilpraktiker:
      Ich halte ja von einigen recht viel, aber Du hast ein Recht auf Untersuchungen, die von der Kasse bezahlt werden. Und die Untersuchung auf Insulinresistenz ist definitiv eine Kassenleistung, natürlich nicht routinemäßig, aber bei Verdacht eben schon.
      Dafür würde ich nun kein Geld zum Heilpraktiker tragen, zumal ich nicht weiß, was für Tests der durchführt.
    • Darcy schrieb:



      Zu dem Heilpraktiker:
      Ich halte ja von einigen recht viel, aber Du hast ein Recht auf Untersuchungen, die von der Kasse bezahlt werden.


      Sehe ich genauso. Anders als der Artikel, den ich zitiert hatte, halte ich präventive Abklärung sehr wohl für eine Aufgabe der Medizin, sofern es Anzeichen dafür gibt, dass etwas aus dem Ruder läuft. Udo Pollmer meinte irgendwo sogar mal, dass Ärzte Menschen mit starkem Übergewicht routinemäßig eine endokrinologische Untersuchung anbieten sollten. Ich denke, da ist durchaus was dran.

      Übrigens habe ich den Eindruck, dass zunehmend weniger Ärzte eine kohlenhydratreiche Ernährung empfehlen. Bei meinen letzten Arztbesuchen hieß es, ich solle sparsam mit Fett, Fleisch *und* Kohlenhydraten umgehen und mich vor allem an Gemüse satt essen.
    • Bei meinen letzten Arztbesuchen hieß es, ich solle sparsam mit Fett, Fleisch *und* Kohlenhydraten umgehen und mich vor allem an Gemüse satt essen.


      Das halte ich eben für falsch. Mal ehrlich, wirst Du dauerhaft satt von Gemüse, wenn Du nur ein kleines bissel mageres Fleisch dazu isst?
      Für mich klingt das eher nach starker Kalorienreduktion - und wie ich weiter oben schon aufführte: wenn man den Energielieferanten KH reduziert, MUSS man den Energielieferanten Fett erhöhen, da der Körper dann daraus seine Energie gewinnt.
    • Darcy schrieb:

      Das halte ich eben für falsch. Mal ehrlich, wirst Du dauerhaft satt von Gemüse, wenn Du nur ein kleines bissel mageres Fleisch dazu isst?


      Nein. Ich habe es nicht einmal ernsthaft versucht, weil ich wusste, dass ich scheitern würde. Ehrlich gesagt, neuerdings raten die meisten Ärzte zwar dringend von einer 'Diät' ab und empfehlen eine 'Ernährungsumstellung'. Meistens verbirgt sich dahinter aber auch nur wieder ein Ernährungssystem, dass man nicht dauerhaft durchhalten kann.

      Darcy schrieb:

      Für mich klingt das eher nach starker Kalorienreduktion - und wie ich weiter oben schon aufführte: wenn man den Energielieferanten KH reduziert, MUSS man den Energielieferanten Fett erhöhen, da der Körper dann daraus seine Energie gewinnt.


      Ja - das würde aber kaum ein Arzt zugeben ...:grins:
    • Wie ich sehe, gibt es hier sehr viele erfahrene User zu dem Problem, das sich bei mir inzwischen herausgestellt hat. Vielleicht könnt ihr mir noch den ein oder anderen Hinweis geben.

      Ich hatte seit Beginn meiner Regel einen sehr unregemäßigen Zyklus und aufgrund ungewöhnlicher Behaarungsmuster haben einige Gyn´s mal nebenbei bemerkt, ich hätte zuviele männliche Hormone. Ich bekam dann bald die Pille und dann hat sich das alles gut eingeregelt. Erklärt hat mir das damals nur leider niemand, denn sonst hätte ich vermutlich nicht nichtsahnend vor 8 oder 9 Jahren die Entscheidung getroffen auf eine Spirale umzusteigen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Ahnung, daß ich PCOS bzw. Hormonstörungen habe.

      Zunächst habe ich dann eine Schildrüsenunterfunktion bekommen (ob das damit zusammenhängt weiß ich aber nicht) die mit L-Thyroxin behandelt wurde. Nachdem ich dann aber nach 1 oder 2 Jahren in eine Überfunktion gerutscht bin, habe ich die ganz abgesetzt. Der Endrokrinologe war zwar entsetzt, allerdings hat es sich herausgestellt, das es so in Ordnung war. Seit dem weiß ich, das ich viele Knoten in der Schildrüse habe, die auch regelmäßig überwacht werden. Nachdem bei meiner Mutter vor 3 Jahren ein Hashimoto festgestellt wurde, werde ich auch dahingehend regelmäßig überwacht.

      Vor 3-4 Jahren setzte dann eine stetige Gewichtszunahme ein, die immer schneller voranschritt. Gleichzeitig wurde auch mein Zyklus immer unregelmäßiger (40-55 Tage) und die Blutung immer schwächer. Die Gyn. sprach von Follikelreifungsstörungen die, was auch sonst, gewichtsbedingt sind.

      Mein Hausarzt hat mich nach anfänglichem Zögern dann doch ernst genommen und hat mich von Pontius zu Pilatus geschickt, bis wir gescheite Fachärzte gefunden hatten und relativ eindeutige Diagnosen gestellt wurden.

      Danach habe ich jetzt eine Schildrüse die derzeit nicht behandelt werden muss, aber regelmäßig überwacht wegen der Knoten und eines evtl. irgendwann anstehenden Hashimotos. Desweiteren habe ich PCOS und eine Insulinresistenz. Dafür nehme ich jetzt Metformin, aufgrund der befürchteten Nebenwirkungen habe ich klein angefangen und nur sehr langsam gesteigert. Ich bin jetzt gerade bei 2 x 750 mg und soll noch weiter steigern bis 2 x 1000 mg.

      Die Wirkung ist bis jetzt:
      Letzen Monat hatte ich eine Zyklus von 31 Tagen mit einer normalen Blutung. Deutlich weniger Zyklusbeschwerden wie Stimmungsschwankungen, Unterleibs- u. Rückenschmerzen. Ich bin spürbar weniger müde und komme gleichzeitig mit weniger Schlaf aus (vorher 8-9 Std. jetzt 7-8 Std.) Ich bin auch insgesamt psychisch derzeit stabiler. Und die Gewichtszunahme hat gestoppt.

      Sollte ich noch auf irgendwas bei der nächsten Untersuchung achten, oder ist die Therapie mit Metformin so erstmal ausreichend.
    • Metformin wurde mir vor einem Jahr während eines Krankenhausaufenthaltes verordnet, als dort - zum ersten Male in meinem Leben - Diabetes Typ II festgestellt wurde. Direkt in der höchsten Dosierung, direkt mit den hier genannten Nebenwirkungen. Nachdem ich mit meinem Hausarzt darüber gesprochen hatte, verschrieb dieser mir Glimepirid...

      Dieses Medikament habe ich jetzt neun Monate eingenommen und bin vor kurzem, auf Anraten einer neuen Ärztin, wieder auf Metformin umgestiegen, da Glimepirid laut ihrer Aussage zu Gewichtszunahme führt, was ich an mir allerdings nicht bestätigen kann. Diesmal wurde ich auch langsam auf den Wirkstoff eingestellt; begonnen mit 250 Mg, mittlweile - nach drei Wochen - auf 1500 mg, ohne Beschwerden.

      Also wenn es mit dem Metformin partout nicht klappt, den Arzt einmal auf Glimepirid ansprechen. Aber nachhaken welche Nebenwirkungen damit verbunden sein können!