etwas mutlos

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    • Wenn ich das richtig erinnere, ist Deine Tochter mit 1,34m aber auch nicht grad klein für ihr Alter, oder?
      Kann es sein, dass sie generell ein stabileres Mädel ist und nur gegen die zarten deutlich kleineren Klassenkameraden eben dick wirkt?
      Ich finde das Gewicht jetzt nicht so extrem - schon mollig, aber eben nicht so, dass man nun ständig das Essen thematisieren und damit den Einstieg in eine Essstörung schaffen sollte.

      Es ist doch schon mal super, dass sie beim Essen so aufgeschlossen ist und nicht (wie das übliche Klischee leider immer sagt) nur Pommes und Süßkram in sich reinstopft. Erhalte ihr diese Freude am Essen unbedingt.
      Nur das ständige Naschen zwischendurch würde ich mal analysieren (vielleicht ist ihr dann langweilig oder ähnliches?) und versuchen, da Veränderungen zu erzielen.

      Was trinkt sie eigentlich?
    • Sie ist immer noch ein hübsches Mädchen, aber das Bäuchlein, Popo und Schenkelchen sind zu kräftig.


      Diesen Satz solltest Du übrigens NIE NIE NIE so aussprechen! Alles, was nach dem Komma ist, ist nur verletzend und dumm. Am besten denkst Du sowas nicht mal!
      Deine Tochter ist ein hübsches Mädchen - PUNKT!
    • Was Evi über ihr Kind im Vergleich zu den Freundinnen sagt ist ein wichtiger Punkt, finde ich.
      Kinder und allgemein Menschen sind da sehr verschieden.
      Ich hatte zB einen guten Freund, der sich nichts aus Essen gemacht hat. Essen war für ihn da um satt zu werden. Er hat sehr selten etwas nur wegen des Geschmacks gegessen. Es war ihm einfach nicht wichtig.
      Und manche sind wiederum sehr heikel oder verlieren bei Stress oder Kummer schnell den Appetit.
      Manche dagegen essen sehr gerne.
      Wenn man gerne isst, dazu zu den Menschen gehört bei denen es schnell ansetzt und auch nicht viel Sport macht wird man wohl pummelig.
      Das muss ja aber nicht schlimm sein, wenn man sich damit abfinden kann. Und muss sich nicht zu einer Essstörung entwickeln.

      Ich habe keine Kinder, kann es nur von meiner eigenen Kindheit beurteilen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es für Eltern sehr schwierig sein kann sich richtig zu verhalten. Denn ein Patent gibt es wohl nicht.

      Ich kann mir vorstellen, wenn mir niemand Vorschriften gemacht hätte, hätte sich mein Gewicht von alleine irgendwann reguliert.
      Denn anfangs war ich wirklich nur etwas übergewichtig.
      Möglich dass ich in der Pubertät von alleine weniger gegessen hätte, aber dazu war mein Verhältnis zum Essen dann schon zu gestört.

      Für meine Mutter war es aber sicher schwer.
      Man gerät sicher unter Druck wenn andere sich fragen, warum man denn nichts dagegen tut, dass das Kind mollig ist.
      Und sogar Ärzte auf einen einreden.

      Die Ärztin kann ich heute nicht verstehen. :confused:
      Als sie schon von Diät anfing war ich nur leicht mollig. Es muss doch klar sein, dass man einem Kind nicht alle Süßigkeiten verbieten kann.
      Das hat meine Mutter zum Glück auch nicht getan, aber wenn es nach der Ärztin gegangen wäre, hätte sie es tun sollen.

      Ich denke auch, das leichte Übergewicht fiel bei mir besonders aus, weil ich sowieso schon nicht grade zart gebaut war.
      In der Familie haben alle Frauen breite Oberschenkel, usw


      Lyssi, ich wollte noch mal auf dich zurückkommen.

      Du schreibst, dass es da nix Großes/Schlimmes in deiner Vergangenheit/Kindheit gibt.

      Du warst also Kind bereits dick.
      Warum?
      Hast du übermäßig gegessen? Hast du schlecht gegessen? Haben dir andere Essen gegeben und dich überfüttert? Hast du dich einfach als Kind gar nicht bewegt?


      Leider weiß ich es selbst nicht so genau.
      Ich erinnere mich nicht wie es anfing.
      Meine Mutter meint ich hätte immer gut gegessen. Sie hatte aber den Eindruck ich wollte oft zusätzlich etwas haben. Auch in Situationen wo sie einfach nicht wusste wieso, weil ich weder traurig war noch Langeweile haben konnte, weil wir zB einen Ausflug gemacht haben.
      Ich wurde nie gezwungen etwas zu essen.
      Allerdings schon manchmal mit Essen belohnt, aber in einem normalen Maß, denke ich.
      Zum Beispiel bekam ich als kleineres Kind Gummibärchen wenn ich brav spazieren gegangen war ohne zu jammern.

      Soweit ich weiß konnte ich anfangs beim Essen nehmen soviel ich wollte. Nur später als andere dann meinten ich wäre zu dick, fragte man mich immer ob ich denn wirklich noch etwas haben möchte.
      Das habe ich als unangenehm in Erinnerung.
      Auch heute reagiere ich sehr empfindlich wenn mich das jemand fragt.

      Ganz schlimm war es dann wenn wir zu Besuch bei einem Onkel waren.
      Der machte dann oft spitze Bemerkungen.
      Ich kann mich noch genau erinnern, dass zB seine eigenen zwei Kindern, die schlank waren, ein viel größeres Stück Kuchen bekamen.
      Auch das kann ich heute nicht verstehen. So oft waren wir nicht bei diesem Onkel, dass er irgendwas an meinem Essverhalten hätte ändern können.
      Warum also das Kind mit so einer Aktion verletzen?

      Mir gaben teilweise sogar die anderen Kinder in der Schule Abnehmtipps, sodass ich dann mein Essen lieber irgendwo in der Ecke ungesehen gegessen habe.
      Eigentlich fast logisch dass ich dann irgendwann umso mehr essen wollte.
      Aber wie es ursprünglich dazu kam weiß ich nicht mehr.

      Irgendwie empfinde ich es so, dass mir Essen Geborgenheit und Halt gibt.
      Zu einem schönen Tag gehört ein gutes Essen in Ruhe.
      (ist nicht was ich denke, sondern das was ich fühle)
    • Darcy schrieb:

      Diesen Satz solltest Du übrigens NIE NIE NIE so aussprechen! Alles, was nach dem Komma ist, ist nur verletzend und dumm. Am besten denkst Du sowas nicht mal!
      Deine Tochter ist ein hübsches Mädchen - PUNKT!


      Hm. Das ist genau das, was meine Mutter auch immer gesagt hat und noch heute sagt.
      "Du hast ein hübsches Gesicht, aber bist eben rundlich."
    • Evi schrieb:


      Sie ist immer noch ein hübsches Mädchen, aber das Bäuchlein, Popo und Schenkelchen sind zu kräftig.
      LG
      Evi


      Im Vergleich zu den Freundinnen, die, wie Du selber schreibst:

      Ihre schlanken Freundinen sind eine einzige Katastrophe, was das Essen anbelangt. Essen nur einen bestimmten Joghurt einer Marke, nur trocken Nudeln, Gemüse sehr spärlich.

      ?

      Auch wenn Du es mit Deinen Gedanken liebevoll und gut meinst, ich habe das Gefühl, dass genau dies schon in die Richtung geht, die viele Menschen, die als Erwachsene dick sind, in ihrer Kindheit erlebt haben.

      Ich lese hier nur, dass Deine Tochter gern isst, dass es ihr schmeckt und dass sie anders aussieht als ihre Freundinnen, die sich ungesund ernähren.
      Ich würde das eher als ein Zeichen dafür ansehen, dass Du es besser machst, als die anderen Mütter.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • @Evi:
      Was machst du dir für Gedanken über Ernährung? Ich glaube da projezierst du ungemein, deine Unsicherheit und dein schlechtes Gewissen und dein "gedachtes Versagen" in das Kind.

      Deine Tochter ist völlig normal. In der Entwicklung gibt es immer mal Phasen, wo der Körper mehr braucht und sich Reserven schaffen muss, der nächste Schuss kommt bestimmt! Und wenn halt nicht physisch, dann eben seelisch und psychisch, denn auch dazu ist Energie nötig.

      Ausserdem muss ich wieder nachhaken, warum ist es dir soooooo wichtig, dass sie gewichtsmäßig der Norm entspricht?
      Mir ist es bei meinem Kind viel wichtiger, was für ein Mensch sie ist. Ob sie sich nun dabei groß oder klein, dick oder dünn, blond oder brünett entwickelt ist für mich sekundär... ach was, eigentlich völlig schnuppe. Und wenn ihr die Beine fehlen würden, dann wäre das halt so und ich würde sie trotzdem lieben und versuchen ihr alle Wege offen zu halten.

      Ogottogottogott, sie isst eine Erwachsenenportion und du musst XL-Klamotten kaufen! Tschulligung, aber wenn du sonst keine Probleme hast. Versuch dein komisches Essverhalten wenigstens nicht auf dein Kind zu übertragen und unterlass die Vergleiche mit den Geschwistern, jeder Mensch ist/isst anders. Vielleicht ist deine Tochter vom Herrgott einfach "dick" geplant und da kannst du dagegen ankämpfen wie du willst, das wird nur Kraft und Nerven kosten. Denk mal dran wieviele hier genau so eine Geschichte mit ihren Müttern durchhaben. Und hat es was genutzt, dass sie beschränkt und begrenzt wurden? Nein.

      Die Threadstarterin erzählt uns genau das mit ihrer Geschichte. Furchtbar.
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Oh ja, ich muss mich nun anschließen, genau so startete meine Dickenkarriere. 70 kg bei 1,65 (und 2 dünne Brüder) - Heute sind es fast doppelt so viel (kg nicht Brüder).

      Terror beim Essen, Kleidung kaufen etc.

      Es macht mich traurig/verzweifelt, solche Worte zu lesen.

      @Lyssi, wir sollten uns bald mal treffen, PNe mich bitte an, wann Du Zeit hast
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Sonnenkuss schrieb:

      @Evi:
      Deine Tochter ist völlig normal. In der Entwicklung gibt es immer mal Phasen, wo der Körper mehr braucht und sich Reserven schaffen muss, der nächste Schuss kommt bestimmt! Und wenn halt nicht physisch, dann eben seelisch und psychisch, denn auch dazu ist Energie nötig.

      Ausserdem muss ich wieder nachhaken, warum ist es dir soooooo wichtig, dass sie gewichtsmäßig der Norm entspricht?

      Denk mal dran wieviele hier genau so eine Geschichte mit ihren Müttern durchhaben. Und hat es was genutzt, dass sie beschränkt und begrenzt wurden? Nein.

      Die Threadstarterin erzählt uns genau das mit ihrer Geschichte. Furchtbar.


      Das ist genau das, was ich meinte.

      Lyssi
      Ich kann mir vorstellen, wenn mir niemand Vorschriften gemacht hätte, hätte sich mein Gewicht von alleine irgendwann reguliert.


      Da bin ich auch ziemlich sicher.
      Wenn die Natur Dir einen zarten Körper geben wollte, hätte er sich ohne Reglements weiterhin so entwickelt. Wenn er stabiler geplant war, dann wäre er lediglich stabil geworden.

      Mittlerweile habe ich hier so viele Geschichten aus der Kindheit, in der Essen eingeteilt wurde und in denen die Menschen dann später dick wurden, gelesen, dass ich überhaupt nichts mehr von Verboten in punkto Essen halte. Und wenn ein Kind zeitweilig sehr viel Nahrung braucht, dann glaube ich, wie Suko oben schreibt, dass dies Wachtumsphasen sind, in denen der Körper einfach mehr Energie braucht. Man überlege sich einmal abgesehen davon, dass gerade die essens-reglementierten Kinder oft dicke Erwachsene werden, was man da tut. Der Körper schreit nach viel Energie, die Mutter sieht rot, und reduziert die Nahrung, die der Körper gerade jetzt dringend braucht. Und das alles, weil das eigene Kind im Moment nicht so dünn wie die Freundinnen ist. So sehr hat sich das vorgebene Bild, wie ein kleiner oder großer Mensch gefälligst auszusehen hat, in den Köprfen festgesetzt. Diese Macht darf einfach niemand über eine Mutter haben.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • MissSilver schrieb:

      Oh ja, ich muss mich nun anschließen, genau so startete meine Dickenkarriere. 70 kg bei 1,65 (und 2 dünne Brüder) - Heute sind es fast doppelt so viel (kg nicht Brüder).

      Terror beim Essen, Kleidung kaufen etc.



      same here.

      1,37, 37kg (kurz vor einem wachstumschub von 10cm).

      wenn ich meine ahnen anschaue waren die alle eher pyknisch gebaut. ich war "dick (für heutige begriffe) geplant" .
      Lieben Gruß

      Rita
    • Evi schrieb:

      Ich muss aus der XL Kollektion die Kleider kaufen, sie wiegt bei 134 cm 36 Kg und ist 7 Jahre alt.
      Sie ist immer noch ein hübsches Mädchen, aber das Bäuchlein, Popo und Schenkelchen sind zu kräftig.

      LG
      Evi


      Meine Tochter ist ungefähr die gleiche Gewichtsklasse - sie ist hübsch - sie ist pummelig und Punkt!!!!!!

      Ich finde weniger die Tatsache Besorgnis erregend, dass deine Tochter etwas übergewichtig sondern den Hype den Du darum veranstaltest - tut mir leid, aber so empfinde ich das. Wenn Du ihr auch keine Diäten auferlegst so bist du doch ständig mit Ihrem Übergewicht beschäftigt und kontrollierst ihre Essenaufnahme (siehe Beispiel Salat...).

      Wir versuchen uns auch so gesund und ausgewogen wie möglich zu ernähren. Drei Kinder sind schlank - meine jüngste Tochter ist übergewichtig. Sie ist trotzdem ein fröhliches, aufgeschlossenes Kind - weil sie so sein darf wie sie ist und vermittelt bekommt, dass sie genau so wie sie ist hübsch und liebenswert ist!
    • Hummelchen schrieb:

      Meine Tochter ist ungefähr die gleiche Gewichtsklasse - sie ist hübsch - sie ist pummelig und Punkt!!!!!!


      Drei Kinder sind schlank - meine jüngste Tochter ist übergewichtig. Sie ist trotzdem ein fröhliches, aufgeschlossenes Kind - weil sie so sein darf wie sie ist und vermittelt bekommt, dass sie genau so wie sie ist hübsch und liebenswert ist!


      Dazu muss ich einfach diesen hier --> :applaus: loslassen!

      Ich bin überzeugt davon, dass diese hübsche pummelige Tochter eine Erwachsene werden wird, die niemals aufgrund ihrer Figur irgendwelche Minderwertigkeitskomplexe haben wird. Sie wird sich annehmen, weil sie angenommen wurde und sie wird sich lieben, weil sie geliebt wurde. So wie sie ist.
      Bravo Hummelchen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      Dazu muss ich einfach diesen hier --> :applaus: loslassen!

      Ich bin überzeugt davon, dass diese hübsche pummelige Tochter eine Erwachsene werden wird, die niemals aufgrund ihrer Figur irgendwelche Minderwertigkeitskomplexe haben wird. Sie wird sich annehmen, weil sie angenommen wurde und sie wird sich lieben, weil sie geliebt wurde. So wie sie ist.
      Bravo Hummelchen.


      Das ist mir fast schon ein bisschen unangenehm...

      Ich habe einfach aus meiner Geschichte gelernt und möchte dies meiner Tochter ersparen.

      Ich bin sicher, dass ich heute nicht halb so viel Übergewicht hätte, wenn man mich einfach mal gelassen hätte. Ich wurde mit 14 auf Diät gesetzt weil ich mit 68 Kg bei 1,70 m so "unglaublich fett" (O-Zon meine Mutter) war. So begann, die sicher hier vielen ähnlich bekannte "Diätenkarriere" mit Ab- und noch mehr Zunahmen.
    • Leider konnte ich gestern die Diskussion nicht weiter verfolgen, so wollte ich wenigstens euch antworten und mich bei Lyssi entschuldigen, dass ich in deinem Thread von meiner Tochter schreibe. Was ich hier schreibe,sage ich meiner Tochter nicht. Für uns ist sie , so wie sie ist liebenswert und richtig hübsch. Sie hat ihre Stärken im musischen und künstlerischen Bereich, eine Sportskanone wird sie nie werden. Das brauch sie auch nicht. Ich habe aber Angst, wie sich ihr Gewicht weiter entwickelt, habe Angst, dass sie gesundheitliche Probleme bekommt.
      Am Freitag sind die Kinder in der Schule einen Minimarathon gelaufen, das bedeutet 30 Minuten Laufen durch den Wald.
      Mein Kind hat sich richtig gequält, sie hätte so gerne mehr Runden geschafft.
      Mir ist es dort richtig bewusst geworden, dass sie ein Handycap hat.
      Wir haben uns über ihren Erfolg gefreut und sie war sehr stolz, dass sie den Marathon durchgezogen hat.
      Wie geht es weiter? Ich werde eure Ratschläge beherzigen und das Thema Essen und Gewicht nicht so sehr in den Vordergrund stellen. Lyssis Geschichte macht mich schon betroffen.
      Allerdings werde ich sie beim Arzt vorstellen und einen Hormonstatus erstellen lassen. Ich und die zwei großen Kinder haben alle eine Schilddrüsenunterfunktion und werden substituiert.
      Ich werde es ausprobieren, wie sich ihr Essverhalten entwickelt, wenn sie selber das Essen auf den Teller legen darf.
      Ich werde euch berichten.
      Und Hummelchen, ich liebe mein Kind über alles, sonst würde ich mir gar keine Gedanken machen.

      LG
      Evi
    • @evi

      der schilddrüsencheck ist überfällig, auf jeden fall.

      schön, dass du dir die geschichten hier zu herzen nimmst. niemand denkt, dass du dein kind nicht liebst. meine mutter hat mich auch geliebt und wollte mir ihr eigenes dickes schicksal ersparen. der schuss ist nur deutlich nach hinten los gegangen.
      Lieben Gruß

      Rita
    • Evi schrieb:

      Sie hat ihre Stärken im musischen und künstlerischen Bereich, eine Sportskanone wird sie nie werden. Das brauch sie auch nicht. Ich habe aber Angst, wie sich ihr Gewicht weiter entwickelt, habe Angst, dass sie gesundheitliche Probleme bekommt.
      Am Freitag sind die Kinder in der Schule einen Minimarathon gelaufen, das bedeutet 30 Minuten Laufen durch den Wald.
      Mein Kind hat sich richtig gequält, sie hätte so gerne mehr Runden geschafft.
      Mir ist es dort richtig bewusst geworden, dass sie ein Handycap hat.

      Sie hat sich aber nicht in erster Linie aufgrund ihres Gewichts gequält, sondern weil sie nicht ausreichend trainiert war. Du schreibst, dass sie keine Sportskanone ist, und mehr musisch orientiert ist. Dann wird sie sicher nicht dreimal die Woche Sport treiben. Fährt sie mit dem Fahrrad oder kutschierst du sie überall hin? Man muss kein Sportfan sein, um sich ein wenig zu bewegen und etwas Kondition aufzubauen. Vielleicht unternimmst du mit ihr zusammen etwas: schwimmen, radfahren, Yoga usw. Das würde euch beiden möglicherweise gut tun.
      Wenn sie wirklich ein echtes Interesse daran hat, besser in Sport zu werden, muss sie auch was dafür an Training investieren. Vielleicht würde ihr auch Tanzen besser gefallen als Leichtathletik. Nicht Ballett, sondern Jazz Dance, Hip Hop oder so in der Art. Das macht gelenkig und verbessert auch die Kondition.

      Himmel, gesundheitliche Schäden wird sie schon nicht so schnell davontragen. Es ist immer noch nicht schlüssig nachgewiesen, dass Übergewicht krank macht. Und übergewichtig ist deine Tochter ehrlich gesagt noch nicht. Für mich ist ihr Gewicht noch im Bereich des Normalen. Wie alt ist sie? Vielleicht wird sie langsam zur Frau. Ich habe mit 10 meine Periode bekommen. Da hieß es auch immer, mein Arsch wäre zu fett, dabei bekam ich nur weibliche Formen.

      Hat sie ein Mitspracherecht, was es zu essen gibt? Wenn sie eine Süßschnute ist, kann es ja auch mal Milchreis oder Kaiserschmarrn geben. Immer nur "gesund" essen ist langweilig und macht Lust auf Verbotenes.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Evi, ich finde es völlig ok, dass du über deine Tochter hier schreibst. Es passt ja zum Thema.

      Ich denke beim Sport ist es eine Art Teufelskreis.
      Ich konnte bei manchen Dingen auch nicht so mithalten als Kind. Wenn man dann aber meint es würde nur am Gewicht liegen, wird es immer schlimmer, weil man sich nichts mehr zutraut.
      Und die Lust am Sport ganz verliert.
      Es gibt bestimmt auch Kinder, die schlank sind und trotzdem nicht so schnell laufen können oder bei anderen Dingen ungeschickt sind.
      Ich würde auch sagen, probiert zusammen Sportarten aus. Vielleicht findet sich etwas, das sie gerne macht und sie merkt dass sie immer besser wird.
      Das ist dann bestimmt ein tolles Gefühl.


      Wenn es vielen ähnlich ging wie mir, frage ich mich warum dieses Wissen noch zu so wenigen Ärzten durchgedrungen zu sein scheint. :confused:

      Ich kann Eltern verstehen, wenn sie besorgt sind - wenn ihnen doch von Ärzten gesagt wird, sie müssten unbedingt etwas am Gewicht des Kindes machen.
      Ok, wenn ein Kind mit 10 Jahren 100 Kio wiegt, ist es das eine... aber warum bei einer Größe zB von 1,35 cm und 35 kg schon Panik schieben?
    • Evi schrieb:

      Minimarathon gelaufen, das bedeutet 30 Minuten Laufen durch den Wald.
      Mein Kind hat sich richtig gequält, sie hätte so gerne mehr Runden geschafft.
      Mir ist es dort richtig bewusst geworden, dass sie ein Handycap hat.
      Wir haben uns über ihren Erfolg gefreut und sie war sehr stolz, dass sie den Marathon durchgezogen hat.

      LG
      Evi


      Das ist das erste Statement von dir, dass mich entsetzt. Jetzt ohne dich kritisieren zu wollen, denn ich kann deine Sorge nachvollziehen. Aber, dein Kind hat ein Handycap? :confused:

      Sie ist doch nicht behindert. Sie kann nur nicht lange und schnell laufen. Natürlich sind da trainierte Kinder mit 10kg weniger im Vorteil, aber das heißt gar nichts.

      Vielleicht ist sie muskulöser und könnte Ringen, Schwimmen, Volleyball spielen, Tanzen oder Judo mit links machen. Sport ist eine Frage das Wollens und des Trainings, möglicherweise auch des Körperbaus und der Frage wie man mit dem schnellen Wachstum und seinen Maßen zurechtkommt, aber man hat doch mit dem bißchen mehr an Gewicht kein Handycap.
    • Evi schrieb:



      Und Hummelchen, ich liebe mein Kind über alles, sonst würde ich mir gar keine Gedanken machen.

      LG
      Evi


      Ach Evi, dass wollte ich auf keinen Fall anzweifeln - tut mir leid, wenn das so rüber kam.

      Ich wollte nur deutlich machen, dass gut gemeint eben nicht automatisch gut ist.

      Man kann nicht immer verhindern, dass ein Kind übergewichtig ist - aber man kann viel dafür tun, dass es nicht darunter leidet. Man kann es stärken und ihm vermitteln, dass es in Ordnung und liebenswert ist.
    • So, heute ist der zweite Tag, seit wir beschlossen haben, dass meine Tochter die Essportionen am Mittagstisch selbst bestimmt und ich bin überrascht, dass das eigentlich sehr gut funktioniert. Die Portionen sind auch nicht so groß ausgefallen. Ich war überrascht, dass sie vom Nachschlag eigentlich fast alles hat stehen lassen, weil sie festgestellt hat, dass sie eigentlich satt ist. Genascht hat sie nichts, ich hatte auch keinen Süßkram im Haus.
      Zum Thema Sport, seit dem Kindergarten ist sie im Kinderturnen. Vor zwei Wochen hat sie mit Handball begonnen, da das Turnen, jetzt wo richtig die Geräte geturnt werden, nichts mehr für sie war. Und in der Freizeit fährt sie wie die anderen Kinder Fahrrad und Inliner.
      Ich hoffe, dass das eine Lösung ist, die Situation hat sich jetzt schon etwas entspannt.
      Hummelchen, zur Zeit bin ich etwas dünnhäutig, wenn es um mein Kind geht. Ich danke dir für deine Worte.

      LG
      Evi
    • Nicht jedes Kind muss ein Sportskanone sein, ganz egal, ob es nun sehr schlank oder ein bissel pummelig ist. Ist ja auch nicht jeder Mensch mathematisch, sprachlich, oder musisch begabt. Jeder Mensch hat seine Stärken und seine Schwächen und wenn Deine Tochter nun mal nicht die super Läuferin ist, finde ich das gar nicht schlimm.
      Mache Dir nicht so viele Gedanken, Evi.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ganz genau! Beim Sport kommt der Spaßfaktor meiner Meinung nach einfach immer zu kurz. Es gibt nur Wettkampf und Aussondern der Schwächeren, aber dadurch verliert die breite Masse der Kinder den Lust an Sport, oft für den Rest des Lebens. Sie muss ja nicht Leichtatlethik-Star werden, solange sie überhaupt Spaß an der Bewegung hat. Höchstleistungen sind nämlich nicht gesund, sondern nur die mäßige, aber regelmäßige Bewegung.
      Ich finde es absolut richtig, dass du sie aus dem Geräteturnen genommen hast. Die Spitzen-Turnerinnen sind in meinen Augen misshandelte Kinder, körperlich deformiert, zur Magersucht gezwungen. Wer da nicht mitzieht, wird dann als Versager abgestempelt, völliger Wahnwitz!
      Für Handball muss man schon mehr Muskelmasse und Standfestigkeit mitbringen, und wenn ihr der Sport gefällt, warum nicht? Dann macht auch das Training zu etwas mehr Schnelligkeit oder Kraft mehr Spaß.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)