Führt das Dicksein uns zur Bewußtseinserweiterung?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    Bitte beachtet unsere überarbeitete Datenschutzerklärung sowie unsere ebenfalls überarbeiteten Forenregeln.

    • Führt das Dicksein uns zur Bewußtseinserweiterung?

      Hallo ihr lieben alle zusammen,

      gerne stelle ich mich euch vor. ich bin 48 jahre alt, bin dick, fühle mich mal dick mal nicht so dick, bin selbstbewußt, gehe schwimmen, fahre fahrrad, fahre motorrad, gehe wandern, campen, mache bauchtanz..... und .... fühle ich mich dabei wohl?
      Ja, manchmal ja und oft nein. mir kommt immer wieder der gedanke, wie tief wir dicken lernen zu fühlen, wie sehr wir in andere minderheiten lernen hineinzuspüren und wie wir im leben durch unsere figur dahin geführt werden, wo wir nicht wären, wenn wir dünn wären. wir lernen menschen kennen, die wir sonst nicht kennengelernt hätten, wir machen dinge, die wir sonst nicht gemacht hätten, wir verzichten darauf dinge zu tun, die wir sonst vielleicht - wären wir schlank - getan hätten. also denke ich, wir leben ein ganz besonderes leben. wir haben einen partner, wenn wir dann einen haben, der entwederr unseren körper sexuell total gut findet sich aber nicht so recht mit uns zeigen möchte, oder wir haben einen partner, der uns von herzen liebt und dem die figur egal ist. letzeres sind perlen, die es zu finden gilt.
      diese und viele andere erfahrungen macht ein schlanker mensch nicht. was meint ihr, verhilft uns unser dicksein zur bewußtseinserweiterung? gehen wir nicht viel tiefer in unser ich, als es vielleicht ein schlanker mensch tut?

      ich freue mich hier zu sein :five:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schmetterling ()

    • Nein, ich glaube nicht, dass "wir" durch "unser" Dicksein ganz besondere Menschen sind im Sinne von erweitertem Bewusstsein oder auch nur mehr Empathie.
      Sicher sind wir anders, weil wir einfach anders aussehen - ansonsten seh ich mich aber als ganz normalen Menschen.
      Unter den Dicken gibts genauso viele Spießer und A****löcher wie unter den Dünnen, da seh ich absolut keinen Unterschied.
    • Ich fühle mich auch nicht als ein besonderer Mensch, schon gar nicht, weil ich dick bin. Natürlich sind wir Menschen mit mehr Gewicht sehr sensibel und reagieren bei anderen auch anders, freundlicher, weil wir wissen, wie es ist, im Abseits zu stehen.
      Ich habe übrigens so eine "Perle" zuhause, schon seit 25 Jahren. Mein Mann hat meinen Körper wachsen sehen und es ist ihm völlig schnuppe.
      Er liebt mich so, wie ich bin, dafür nehme ich ihn ja auch mit seinen Macken und Halbglatze *g*
    • Natürlich sind wir Menschen mit mehr Gewicht sehr sensibel und reagieren bei anderen auch anders, freundlicher, weil wir wissen, wie es ist, im Abseits zu stehen.


      Das denke ich eben nicht. Egal in welchem Bereich Menschen "anders" sind als der Durchschnitt, sind sie trotzdem nicht per se sensibler, freundlicher oder auch nur toleranter als andere.
    • Ich betrachte mich als ganz normalen Mensch. Die meiste Zeit denke ich noch nicht mal drüber nach, daß ich dick bin. Und ich gehe mit anderen Menschen auch nicht anders um, als früher als ich noch dünner war.

      Ich habe auch nicht das Gefühl im Abseits zu stehen, lerne keine anderen Menschen kennen, nur weil ich dick bin und bis auf 1 von 1000 Dingen tue ich nichts anderes als früher auch - ich fühle mich nur alle Schaltjahre überhaupt mal eingeschränkt aufgrund meiner Figur.

      Ich bin noch genauso sensibel/tolerant/etc. wie in dünneren Jahren und als Randgruppe sehe ich mich auch nicht. Da könnte ich ja gleich noch etliche weitere Randgruppen für mich aufmachen - immer dann, wenn ich nicht der Masse entspreche ;)
      Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat,
      der wäre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben möchte. (Berthold Auerbach)
    • Als mir ein sehr dünner Mann einiges aus seinem Leben erzählte, wozu gehörte, dass er sich schon als Kind und in seiner Jugend mehr behaupten musste, als er erzählte, wie schwierig es ist, die passende Kleidung zu bekommen, als er erzählte, wie nervend es ist, weil man bei ihm nicht selten vermutet, er wäre Magersüchtig, fühlte ich mich ihm sehr verbunden und hatte schon das Gefühl, ihn besser zu verstehen, als ein Mensch, der sich im Figurbereich im Durchschnitt bewegt.
      Ansonsten glaube ich, dass ich genauso meine Macken, meine positven und meine negativen Seiten habe, wie alle anderen Menschen auch.
      Vielleicht bin ich in manchen Dingen stärker, weil ich mehr Stärke zeigen muss. Vielleicht bin ich manchen Dingen empfindlicher, weil ich verletzlicher bin. Manches mag auf Erfahrenswerte als dicker Mensch zurück zu führen sein. Aber im Prinzip glaube ich, dass es diese Unterschiede aus den vielfältigsten Gründen geben kann. Jeder Mensch ist die Summe seiner Lebens-Erfahrungen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Och schade!
      Beim Lesen der Überschrift dachte ich zuerst es gäbe neue Forschungsergebnisse, nach denen dick sein high macht. :holy:

      Aber zum Thema muss ich sagen, dass ich leider mit einer dicken Mutter und Großmutter geschlagen bin/war, die beide einen Preis für die unsensibelsten Menschen im Großraum gewinnen könnten. Empathie ist für sie ein Fremdwort und fette Sau sozusagen eine normale Ansprache. Daher, nein Dicke sind nicht per se tiefsinnige, mitfühlende Geister.
    • Schmetterling schrieb:

      wir haben einen partner, wenn wir dann einen haben, der entwederr unseren körper sexuell total gut findet sich aber nicht so recht mit uns zeigen möchte, oder wir haben einen partner, der uns von herzen liebt und dem die figur egal ist.


      Oder wir haben einen Partner der unseren Körper und unsere Persönlichkeit schön findet und sich sogar gerne mit uns in der Öffentlichkeit zeigt. :cool2:

      Dass Dicke per se sensibler, toleranter oder mitfühlender sind ist mir noch nicht aufgefallen. Ich krieg eher die Motten wenn dicken Menschen irgendwelchen Eigenschaften agedichtet werden. Egal ob (vermeintlich) positive oder negative.
    • Hummelchen schrieb:

      Oder wir haben einen Partner der unseren Körper und unsere Persönlichkeit schön findet und sich sogar gerne mit uns in der Öffentlichkeit zeigt. :cool2:

      Dass Dicke per se sensibler, toleranter oder mitfühlender sind ist mir noch nicht aufgefallen. Ich krieg eher die Motten wenn dicken Menschen irgendwelchen Eigenschaften agedichtet werden. Egal ob (vermeintlich) positive oder negative.
      Oder "wir" haben einen Partner, der uns zwar liebt, aber lieber dünner oder dicker haben möchte oder, oder, oder...

      "Die Dicken" existiert nicht. Man kann immer nur von sich selbst ausgehen. Das Leben drückt jedem von uns einen Stempel auf, aber nicht jedes "dicke" Leben verläuft in gleichen Bahnen und wir machen doch trotz dieser körperlichen Gemeinsamkeit alle grundverschiedene Erfahrungen und bewerten diese auch unterschiedlich.
      [CENTER]Bunt ist das Dasein und granatenstark![/CENTER]
      [CENTER][SIZE=1](Bill und Teds verrückte [/SIZE][/CENTER]
      [CENTER][SIZE=1]Reise durch die Zeit)[/SIZE][/CENTER]
    • Schmetterling schrieb:

      ich bin 48 jahre alt, bin dick, fühle mich mal dick mal nicht so dick, bin selbstbewußt, gehe schwimmen, fahre fahrrad, fahre motorrad, gehe wandern, campen, mache bauchtanz..... und .... fühle ich mich dabei wohl?
      Ja, manchmal ja und oft nein.


      Hier hast du dich und deine Interessen ein bisschen beschrieben. Denkst du, dass du diese Dinge machst, weil du dick bist? Das Zitat oben kann genauso gut von jemandem kommen, der schlank ist und wuerde sich fuer mich kein bisschen anders lesen.


      Schmetterling schrieb:

      mir kommt immer wieder der gedanke, wie tief wir dicken lernen zu fühlen, wie sehr wir in andere minderheiten lernen hineinzuspüren


      Wenn man selbst mit einer Lebenssituation, egal welche, Erfahrungen macht, hat man bestimmt groesseres Potential, anderen Einfuehlungsvermoegen zu zeigen. Ob man das anwendet, ist eine andere Sache.

      Allerdings besteht hier meiner Meinung nach die Gefahr, von sich auf andere zu schliessen und auf andere die eigenen Aengste oder Probleme zu projizieren, die der andere gar nicht so empfindet.

      Schmetterling schrieb:

      und wie wir im leben durch unsere figur dahin geführt werden, wo wir nicht wären, wenn wir dünn wären. wir lernen menschen kennen, die wir sonst nicht kennengelernt hätten, wir machen dinge, die wir sonst nicht gemacht hätten, wir verzichten darauf dinge zu tun, die wir sonst vielleicht - wären wir schlank - getan hätten.


      Zugegeben, es gibt die eine oder andere Aktivitaet, die ich pesoenlich aufgrund meines Gewichts nicht durchfuehre. Dazu muss ich sagen, dass die meisten dieser Aktivitaeten nicht unmoeglich waeren fuer mich, sondern dass es einfach mein innerer Schweinehund ist, der mich zurueckhaelt und daran arbeite ich. :)

      Ansonsten kann ich nicht sagen, dass mich mein Dicksein an besondere Orte gefuehrt hat (vielleicht mit der Ausnahme dieses Forums :holy:).

      Ich habe mich an besondere Orte gefuehrt, ich habe besondere Menschen in meinem Leben. Dick oder nicht dick.

      Schmetterling schrieb:

      also denke ich, wir leben ein ganz besonderes leben.


      Hmmm. Besonders an meinem Leben sind die Dinge, die ich bewusst so gemacht habe. Zum Beispiel habe ich mir den Wunsch erfuellt, ins Ausland zu ziehen, dafuer hab ich mir saemtliche Hacken abgearbeitet und erinnere mich selbst manchmal mit einer Prise Stolz daran, dass ich einiges auf die Beine gestellt habe. Dick oder nicht dick.

      Ich hab auch etliche Schwaechen und Macken (unter anderem ein hoellisches Temperament), mit denen ich im Alltag klarkommen muss. Das schiebe ich wiederum aber nicht auf mein Dicksein.

      Ich guck aber nicht andere dicke Menschen auf der Strasse an und denke, was fuer besondere Menschen das sind. Das grenzt fuer mich schon fast an Kategorisierung und genauso wenig, wie ich moechte, dass Schlanke mich fuer lebens-unerfahren halten, weil ich nicht weiss, wie es ist, normalgewichtig zu sein, genauso wenig wuerde ich sagen, dass Schlanke weniger bewusst ihr Leben leben oder schaetzen, weil sie weniger auf die Waage bringen als ich.

      Schmetterling schrieb:

      wir haben einen partner, wenn wir dann einen haben, der entwederr unseren körper sexuell total gut findet sich aber nicht so recht mit uns zeigen möchte, oder wir haben einen partner, der uns von herzen liebt und dem die figur egal ist. letzeres sind perlen, die es zu finden gilt.


      (Oder wir haben einen Partner, der unsere Figur toll findet, uns von Herzen liebt und sich gern mit uns zeigt. Das soll es auch geben. ;))

      Das ist wieder so eine verallgemeinernde Aussage, als ob es nur das eine oder das andere gibt, aber der Partner, dem es egal ist, wie ich aussehe, ist das geringere Uebel. So klingt es fuer mich. Und es ist mir persoenlich wichtig, dass meinem Partner nicht egal ist, wie ich aussehe. Sondern, dass er mag, wie ich aussehe. Denn ich bin ein huebsches Maedchen. :girl:
      Mein Ex-Freund stand total auf meine Figur, hat sich gern mit mir gezeigt, konnts kaum erwarten, mich seiner Familie vorzustellen. Es hat nicht gehalten, aber das lag nicht an meinem Aussehen (oder seinem, denn das Aussehen meines Partners ist mir auch nicht egal).

      Nach meinen Ausschweifungen hier wollte ich eigentlich nur sagen: Ich bin, was ich bin, weil ich es sein will. Mein Dicksein hat damit nichts zu tun. (Bin ich damit jetzt komplett vom Thema hier abgekommen?)

      Was du hier geschrieben hast

      Schmetterling schrieb:

      ...bin selbstbewußt, gehe schwimmen, fahre fahrrad, fahre motorrad, gehe wandern, campen, mache bauchtanz
      zeigt mir, dass das auch auf dich zutrifft. Du machst, was dir Spass macht. Das find ich toll.

      Und vielleicht bist du ein sensiblerer Mensch, der sich bemueht, auf andere einzugehen. Das bist dann du ganz persoenlich.

      Schmetterling schrieb:

      ich freue mich hier zu sein :five:
      Herzlich Willkommen! :wink1:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Melosine () aus folgendem Grund: Seh vor lauter Buchstaben die Schreibfehler nicht

    • Vielen lieben Dank für eure Antworten. Sie haben mich mal mehr, mal weniger erstaunt.
      Leider ist schon direkt am Anfang ein Missverständnis aufgetreten. Ich schrieb nicht, dass ein Dicker ein "besonderer Mensch" ist. Sondern, dass ein Dicker ein besonderes Leben führt. Hat man 20 Kilo Übergewicht, fällt es natürlich nicht so sehr auf. Hat man 50 Kilo Übergewicht, gibts ja wohl doch schon in mehreren Dingen Herausforderungen, psychisch wie auch physisch.

      Na, ich bin auf jeden Fall gerne ehrlich zu mir selbst. Anscheinend hat hier niemand Probleme einen Partner zu finden, das Tischchen im Flugzeug runterzuklappen und im Tretboot die Knie ans Kinn zu kriegen. Ich würde z. B. gerne Kanu fahren, aber da brauche ich wohl eher einen Katamaran.

      Eigentlich ist es auch schade, dass es Menschen gibt, die - wie ihr erzählt - noch gar nichts aus dem Dicksein für sich mitnehmen konnten - ich meine, immer noch oberflächlich dahinschwimmen.

      Danke Euch nochmal für Eure lieben Antworten.

      Schmetterling:kaffeebad:
    • Schmetterling schrieb:

      Ich schrieb nicht, dass ein Dicker ein "besonderer Mensch" ist. Sondern, dass ein Dicker ein besonderes Leben führt.

      Ist das denn wirklich so? Warum?

      Schmetterling schrieb:

      Anscheinend hat hier niemand Probleme einen Partner zu finden, das Tischchen im Flugzeug runterzuklappen und im Tretboot die Knie ans Kinn zu kriegen.

      Warum sollte hier niemand solche Probleme haben? Aber das sind alles keine spezifischen Dickenprobleme, die du schilderst. Auch Schlanke haben oft Probleme einen Partner zu finden - wenn das nicht so wäre, gäbe es keine Filmindustrie, keine Partnerbörsen und kein Ruf-mich-an-Generve im nächtlichen Fernsehprogramm.
      Frag mal einen über 2m großen Menschen, wie es ihm im Tretboot geht - oder im täglichen Leben.Egal ob er dick oder dünn ist, die langen Beine können ungeahnte Probleme verursachen...

      Ein wichtiger Schritt ist es, alle Probleme des täglichen Lebens als solche wahrzunehmen und sich von der Vorstellung zu verabschieden, dass diese Probleme nur mit dem Gewicht zu tun haben.
      Natürlich gibt es solche Probleme auch, aber die sind deutlich in der Minderzahl.

      Schmetterling schrieb:

      Eigentlich ist es auch schade, dass es Menschen gibt, die - wie ihr erzählt - noch gar nichts aus dem Dicksein für sich mitnehmen konnten - ich meine, immer noch oberflächlich dahinschwimmen.

      Was willst du denn aus dem Dicksein mitnehmen? Was genau kannst du denn jetzt nicht machen? Oder nur deshalb machen, weil du dick bist?
      Wir haben nur das eine Leben und wir können alles machen, was wir wollen, solange wir anderen damit nicht schaden! Deshalb verstehe ich deinen Punkt nicht. Was genau meinst du mit dem "aus dem Dicksein mitnehmen"?

      Hast du das mit dem Kanu eigentlich mal ausprobiert? Wenn nein, warum denn nicht? Trau dich! :wanne1::see:
    • Schmetterling schrieb:



      Na, ich bin auf jeden Fall gerne ehrlich zu mir selbst. Anscheinend hat hier niemand Probleme einen Partner zu finden, das Tischchen im Flugzeug runterzuklappen und im Tretboot die Knie ans Kinn zu kriegen. Ich würde z. B. gerne Kanu fahren, aber da brauche ich wohl eher einen Katamaran.


      Wie hast Du dies aud den States heraus gelesen? Ich habe nichts so verstanden, als ob wir alle überhaupt keine Probleme hätten. Sicher haben wir die, wie alle anderen Menschen auch. Den richtigen Partner, oder überhaupt einen Partner zu finden, der einem passt, ist für viele Menschen ein Problem, egal, welche Figur sie haben.
      Und das mit dem Tisch im Flugzeug... Natürlich ist das ein Problem. Oder wenn manch ein Stuhl arg schmal ist. Dafür hat eine Bekannte mit jedem nicht gepolsterten Stuhl ein Problem, weil sie so dünn ist. Probleme, egal welcher Art existieren. Aber nicht nur für dicke Menschen. Ich habe hier nicht gelesen, dass das Gegenteil behauptet wird. Irgendwie scheinen wir die States unterschiedlich zu lesen.


      Eigentlich ist es auch schade, dass es Menschen gibt, die - wie ihr erzählt - noch gar nichts aus dem Dicksein für sich mitnehmen konnten - ich meine, immer noch oberflächlich dahinschwimmen.


      Das verstehe ich jetzt erst recht nicht. Jeder nimmt aus seinen Lebenserfahrungen etwas mit. Nicht nur jeder dicke Mensch.
      Wer schwimmt denn "oberflächlich dahin"? Wen meinst Du damit und aufgrund welcher Äußerung nimmst Du das an?
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ach, ihr habt ja schon geantwortet. Da kann ich ja wieder beruhigt schlafen gehen. (Das machen Dicke doch so oder? :D )

      schlafende Grüße,
      Teichrose

      PS: in einem möchte ich widersprechen. Ich führe in der Tat ein ganz besonderes Leben. Da hast du recht mein lieber Schmetterling. Es ist so besonders und atemberaubend, dass ich manchmal selber staunend mit offenem Mund neben mir stehe.

      Und was noch toller ist: jeder von uns führt ein ganz besonderes Leben und zwar einfach nur, weil jeder Mensch individuell ist. Jeder ist einzigartig und etwas besonderes. Und genau deshalb können wir alle so wundervoll voneinander lernen, wenn wir dies denn wollen.

      In diesem Sinne: ich will!
    • Schmetterling schrieb:



      Na, ich bin auf jeden Fall gerne ehrlich zu mir selbst. Anscheinend hat hier niemand Probleme einen Partner zu finden, das Tischchen im Flugzeug runterzuklappen und im Tretboot die Knie ans Kinn zu kriegen. Ich würde z. B. gerne Kanu fahren, aber da brauche ich wohl eher einen Katamaran.

      Eigentlich ist es auch schade, dass es Menschen gibt, die - wie ihr erzählt - noch gar nichts aus dem Dicksein für sich mitnehmen konnten - ich meine, immer noch oberflächlich dahinschwimmen.

      Danke Euch nochmal für Eure lieben Antworten.

      Schmetterling:kaffeebad:


      Also ich habe etwa 50kg zuviel. Ich hatte keine Probleme den Partner fürs Leben zu finden. Geflogen bin ich noch nicht. Tretboot fahre ich öfter ohne die Knie ins Gesicht zu bekommen.

      Übrigens bin ich auch ehrlich zu mir selbst. Zumindest so ehrlich, dass ich mich nicht für besonders tiefgründig halte und alle anderen Menschen für seicht.

      Ach so, die einzigen Situationen in denen ich oberflächlich dahintreibe, ist dann, wenn ich im offenen Kanadier paddele. Klappt übrigens sehr gut.

      Solltest du auch mal probieren, vielleicht vergeht dir dann die Arroganz. Nötig wärs.
    • Ich komme mir vor, als wäre ich hier im Forum in eine eingeschworene gesellschaft eingedrungen. Es wird aber auch alles - egal wie und was ich schreibe - negativ kommentiert. Gott sei dank nicht von allen! Und denen möchte ich ganz herzlich danken.
      Da ich jahrelang schlank war, dann jahrelang dick und dann wieder schlank und wieder dick habe ich den Unterschied schon recht intensiv erleben können, ob partner oder kanufahren.

      Traurig in einem solchen Forum hauptsächlich auf Menschen zu treffen, die das leugnen. Warum seid ihr denn dann in einem Dickenforum? Es ist doch "ganz normal" dick zu sein.

      Tschüss
      Schmetterling
    • Schmetterling schrieb:


      Da ich jahrelang schlank war, dann jahrelang dick und dann wieder schlank und wieder dick habe ich den Unterschied schon recht intensiv erleben können, ob partner oder kanufahren.

      Traurig in einem solchen Forum hauptsächlich auf Menschen zu treffen, die das leugnen. Warum seid ihr denn dann in einem Dickenforum? Es ist doch "ganz normal" dick zu sein.

      Tschüss
      Schmetterling


      Nun vielleicht kommst bloß du nicht mit dem dick sein klar. Ich jedenfalls muss nichts leugnen, ich habe schlichtweg andere Dinge erlebt als du. Ich habe einen tollen Mann, schon sehr lange Zeit. Ich kann auch Tretboot fahren und Paddeln, ganz ohne Probleme.

      Wenn du das nicht kannst, vielleicht liegt es ja nicht daran, dass ich etwas leugne (und in Wirklichkeit Probleme hätte), sondern dass Du aus irgendwelchen Gründen, z.B. Bequemlichkeit, Falschinformationen, komische Typenwahl, o.ä. Arroganz? nicht klar kommst.

      Vielleicht hättest Du die Probleme auch mit 70kg weniger und machst dir bloß vor, dass alles am Gewicht liegt.

      Ach übrigens bin ich u.a. deshalb in einem Dickenforum, weil ich immer wieder und wieder und wieder von allen möglichen Menschen erzählt bekommen habe, dass dick sein Scheiße ist. Das man als Dicke bei Partnerwahl, Beruf, Kinderkriegen, gesundheit und sozialen Kontakten benachteiligt sei. Da bei mir 4 von5 nie ein Problem darstellten stimmte die Fremd-und Eigenwahrnehmung nicht überein. Hier stimmt sie.

      Bis solche emotionalen Trampel kommen, die sich für besonders tiefgründig halten und nicht mal über den Rand eines Kindertellers gucken können.
    • Schmetterling schrieb:

      Ich komme mir vor, als wäre ich hier im Forum in eine eingeschworene gesellschaft eingedrungen. Es wird aber auch alles - egal wie und was ich schreibe - negativ kommentiert.


      Ich sehe nur, dass hier unterschiedliche Meinungen kund getan werden.
      Wie/was würdest Du antworten, wenn Du etwas anders siehst als Dein Gesprächspartner?


      Da ich jahrelang schlank war, dann jahrelang dick und dann wieder schlank und wieder dick habe ich den Unterschied schon recht intensiv erleben können, ob partner oder kanufahren.


      Das sind Deine Erfahrungen. Jeder macht aber doch seine eigenen Erfahrungen, Schmetterling.

      Hattest Du überhaupt keine Probleme, als Du schlank warst?

      Traurig in einem solchen Forum hauptsächlich auf Menschen zu treffen, die das leugnen.


      Wenn Du Dich hier ein wenig gründlicher umgesehen hättest, wären Dir manche Themen begegnet, in denen jemand eines seiner Probleme anspricht.
      Wenn ich aber mit den von Dir angegebenen Dingen kein Problem habe, oder aber dieses Problem für mich nur eines von den vielen Problemen ist, die man im Leben eben haben kann, dann leugne ich doch nicht.

      Warum seid ihr denn dann in einem Dickenforum? Es ist doch "ganz normal" dick zu sein.


      Weil es Menschen gibt, die damit nicht normal umgehen.
      Und weil es Menschen gibt, die meinen, ein dicker Mensch kann nur einen Wunsch im Leben haben, nämlich abzunehmen.
      Und weil es Menschen gibt, die glauben, dicke Menschen können keine zufriedenen Menschen sein,
      oder finden keinen Partner,
      oder haben keinen Erfolg im Beruf,
      werden nicht geliebt,
      oder lieben sich selber nicht
      oder weil sie glauben, alle dicken Menschen sind entweder so oder so, aber vor allem sind sie alle gleich.
      Unter anderem, um mit diesen Vorurteilen aufzuräumen, gibt es dieses Forum.


      Schmetterling, ich finde schade, dass Du obigen meine Fragen nicht beantwortet hast. Ich bin ehrlich an Deiner Antwort interessiert.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Hallo Schmetterling,

      nach dem Lesen deiner Beiträge war ich auf der einen Seite verwirrt, auf der anderen Seite fand ich deine Gedankengänge ein wenig merkwürdig. Und das lag für mich in erster Linie an deiner Wortwahl.
      Ich bin jemand besonderes, keine Frage. Ich für mich. Aber ich bin es meiner Meinung nach nicht, weil ich dick bin. Mein Gewicht ist ein Detail von vielen Dingen, die mich als besondere Person ausmachen.
      Dass mein Leben heute wahrscheinlich anders aussehen würde, wenn ich nicht dick geworden wäre - davon gehe ich mal aus. Es ist deswegen jetzt aber aus meiner Sicht weder besser noch schlechter, weil ich nicht weiß, was wäre, wenn ich schlank geblieben wäre. Und ehrlich gesagt interessiert mich das nicht besonders, da ich mein Leben nicht zurückdrehen kann.
      Soweit zu mir persönlich. Der Ausdruck, der in deinem Text immer wieder in Variationen auftaucht, ist "wir Dicken". Dieser Ausdruck ist in meinen Augen etwas daneben. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass gerade hier im Forum zufällig besonders viele dicke Menschen mitschreiben, allerdings nehme ich sie nicht als Menge der "wir-Dicken" wahr, vielmehr als Einzelpersonen, die sich voneinander sehr unterscheiden. Das liegt daran, dass ich die anderen Teinehmer hier nicht in erster Linie als Dicke wahrnehme, sondern als normale Menschen, die zufällig mehr oder weniger dick sind. Dass sie mehr oder weniger dick sind, spielt dabei aber nicht die große Geige für mich. Dieses "wir Dicke" macht dann aus diesen vielen Einzelpersonen eine anonyme homogene Menge, die sich in erster Linie über das Dick-Sein definiert. Das ist das, was mir daran nicht paßt. Es gibt für mich keine "wir Dicken", weil jeder hier seinen eigenen Mix aus Problemen und Wünschen und Eigenschaften hat. Dieser Mix unterscheidet sich zum Teil sehr stark.
      Dadurch, dass ich dick geworden bin, habe ich angefangen, mich mit Dick-Sein auseinanderzusetzen und habe für mich persönlich Lösungen gefunden, habe mich bzw. meine Meinung entsprechend angepaßt oder verändert. Und ich habe für mich festgestellt, dass mein Dick-Sein für mich nicht das allumfassende Problem darstellt wie für manch anderen. Ich habe weder Partnerfindungsprobleme noch Kanuprobleme noch werde ich gemobbt oder so. Abstriche bei Sitzgelegenheiten machen zu müssen bleibt bei mir nicht aus (das müssen ja alle mehr oder weniger, sobald sie nicht dem Norm-Menschen entsprechen), aber sonst wüßte ich nicht, dass mein Leben "an sich" besonders verläuft, weil ich dick bin. Das wäre für mich genauso, als ob mein Leben besonders verlaufen müßte, weil ich braune Haare habe oder verschieden große Füße... ;) Dick-Sein ist eins meiner vielen Attribute und einfach nur Alltag.
      Gleichzeitig bin ich weit davon entfernt, anderen mein "Glück" aufzwingen zu wollen, wie es andere Personen (ganz allgemein, nicht aufs Forum bezogen) zum Teil machen, ob sie nun dick oder nicht dick sind.
      Aus deinen Beiträgen habe ich nun den Eindruck gewonnen, wie wenn das Dick-Sein bei dir eine ziemlich große Rolle spielt. Mir scheint auch, dass du davon ausgegangen bist, dass es für alle anderen Dicken ("uns Dicke") einen ebenso großen bzw. einen ähnlichen Unterschied macht. Dass die Antworten nun ganz anders ausgefallen sind - nunja. Damit sollte man eigentlich rechnen, dass andere die angesprochene Sache ganz anders sehen. Das kann einen sonst ganz schön verwirren/frustrieren. Allerdings finde ich es nicht in Ordnung, wenn du dann "aus der Not heraus" behauptest, andere hier würden sich in die Tasche lügen oder ähnliches. Es wäre viel besser, wenn du akzeptierst, dass es so einige gibt, die deine Meinung nicht teilen, die keine Probleme deiner Art haben oder die deine Ausdrucksweise bemängeln. Ich würde sagen, dass das mit zur Kritikfähigkeit dazugehört. Ich finde es nciht schlimm, wenn man mal einen Fehler macht - solang man dafür Kritik annehmen kann und es hinterher besser macht. Mir persönlich geht es so, dass das Kritk-annehmen umso schwieriger ist, je mehr Personen kritisieren und je überzeugter ich meiner Sache gewesen bin. Üben hilft mir da aber.
      "So wie sie das verstanden hat habe ich das doch gar nicht gemeint..." wäre ein oft gedachter/gesagter Satz. Gerade hier im Forum kann man sich nur auf das geschriebene Wort verlassen. Mimik und Gestik, die über 90% unserer Kommunikation ausmachen, fehlen hier fast ganz. Mein Tipp daher: Schreib es genau so wie du es meinst. Wenn du von deinen Erfahrungen redest oder die von deiner Freundin, dann beschränke dich darauf. Sobald du das "ich" verläßt und zu "wir Dicken" oder "die Dicken" übergehst, beziehst du jede Menge Leute mit ein. Das also nur für Sätze benutzen, die wirklich so gut wie alle so unterschreiben können.

      "Wir Dicke sind alle etwas sensibler" ist dabei genauso verallgemeinernd wie "Wir Dicken tragen nachts alle grüne Unterhosen" ;)

      Schau dir ruhig deine Beiträge nochmal an und zähle die "wir"s...
      [text ende]

      Gruß
      Dani
    • Ich habe früher oft den Satz benutzt "Außenseitertum stärkt den Charakter". Ich glaube auch immer noch, dass da etwas dran ist.

      Aber heute mit 50 denke ich, dass ich nicht Außenseiter bin, weil ich dick bin, sondern weil ich besondere Voraussetzungen hatte, mit denen ich in dieses Leben geschickt wurde. Diese Voraussetzungen haben es mir allenfalls leichter gemacht, mit meinem Dicksein zurecht zu kommen.

      Ich kann über mein Leben das Gleiche sagen, was teichrose schreibt:
      Ich führe in der Tat ein ganz besonderes Leben. Da hast du recht mein lieber Schmetterling. Es ist so besonders und atemberaubend, dass ich manchmal selber staunend mit offenem Mund neben mir stehe.
      Ich habe meinen Partner, der sehr stolz auf mich ist, erst spät getroffen, aber dafür habe ich eine so besondere Beziehung geschenkt bekommen, dass sie das jahrelange Alleinsein vollkommen aufwiegt.

      Obwohl ich eine Außenseiterin bin - oder deswegen :gruebel: -, lerne ich immer wieder unglaublich interessante und tolle Leute kennen (teichrose ist übrigens eine davon :grins: ). Eins der ersten tollen Komplimente, die mir mein Mann anfangs unserer Beziehung gemacht hat, war: "An Deiner Seite lernt man tolle Menschen kennen." Dieses Kompliment habe ich danach noch öfter gehört, zuletzt vor einigen Wochen, als wir einen ganzen Nachmittag mit einem Bischof verbracht haben und unglaublich lehrreiche Gespräche geführt haben. Heute, 7 1/2 Jahre später, hört es sich so an: "Das Leben an Deiner Seite ist immer spannend, weil Du so wahnsinnig interessante Leute kennst."

      Ich muss auch selbstkritisch anmerken, dass ich weniger Tiefgang habe, als ich von mir selbst geglaubt habe. Gerade in letzter Zeit habe ich festgestellt und auch hier im Forum thematisiert, dass wir Dicken bei weitem nicht die Einzigen sind, denen diese Gesellschaft das Leben schwer macht. Es gibt zum Beispiel eine massive Diabetes-Diskriminierung. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Als mir das bewusst wurde, habe ich mich auch ein bisschen geschämt, weil ich eigentlich nie weit genug über den Tellerrand geschaut habe.

      Fazit: Sicher hat mein Dicksein mich geprägt. Vielleicht wäre ich heute wirklich komplett anders drauf, wenn ich nicht dick geworden wäre. Aber wer weiß das schon? Dieses Leben war für mich als ein dickes Leben vorgesehen. Ich muss damit zurecht kommen, ob es mir passt oder nicht.

      Martina
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Also ich bin ein besonderer Mensch, wer mich kennt kann das bestätigen.
      Und ein besserer Mensch wäre ich manchmal gerne... und arbeit hart daran! :-o

      Wobei wenn ich so nachdenke (was ich aber bei Menschen eigentlich nicht tue, sonder da eher intuitiv handle), hat für mich jeder Mensch etwas Besonderes, -und wenn es nur ist, dass er völlig unwichtig für mich ist.
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Ich muss Schmetterling in einigen Dingen zustimmen. Ich habe auch oft solche Gedanken, bin ich so weil ich dick bin und ich denke, ja. Wenn ich ein schlanker Mensch wäre, wäre ich vielleicht anders. Sie wollte doch nur schildern,wie sie sich fühlt und hat diese "wirs" und "uns" doch nur benutzt, weil es sich hier nun mal um ein Forum für Dicke handelt, so habe ich es jedenfalls verstanden.

      Außerdem denke ich, dass, und ich schreibe jetzt nicht wir, sonders ich, weil ich dick bin, wirklich anders bin und andere Menschen kennen lerne, als ein Dünner, nämlich solche, die weniger oberflächlich sind und nicht Jeden nach dem Äußeren beurteilen. Und vielleicht sind Diese ja auch eben interessanter als andere, wie Martina schreibt. Vielleicht ist es eben doch so, dass Martina diese Leute gerade wegen ihrer Figur kennenlernt. Ich denke zumindest das es so ist. Ich muss sagen, dass ich mich auch ab und zu als Außenseiter fühle, wenn nur Dünne um mich sind, bin ich nun mal, die auf die alle schauen, weil ich nun mal auffalle. Aber ich bin heute soweit, jedenfalls meistens, dass ich das nicht mehr als etwas Negatives werte.
    • dicke Mama schrieb:

      Ich habe auch oft solche Gedanken, bin ich so weil ich dick bin und ich denke, ja.Wenn ich ein schlanker Mensch wäre, wäre ich vielleicht anders.
      ...
      Außerdem denke ich, dass, und ich schreibe jetzt nicht wir, sonders ich, weil ich dick bin, wirklich anders bin und andere Menschen kennen lerne, als ein Dünner, nämlich solche, die weniger oberflächlich sind und nicht Jeden nach dem Äußeren beurteilen.


      Ich denke, dass sehr viele diese Gedanken haben und das kann und will ich auch gar niemandem verwehren, solange er im Hier und Jetzt lebt und nicht in der Vergangenheit.

      Wäre ich Bundeskanzlerin von Deutschland würde ich mit Sicherheit andere Leute kennen.
      Hätte ich nicht Mongolisch studiert, sondern BWL, dann hätte ich auch andere Leute kennengelernt.
      Würde ich statt zu tauchen in meiner Freizeit Dampfmaschinen bauen, würde ich auch andere Leute kennengelernt haben.
      Wäre ich statt extremst extrovertiert, eher ein schüchterner Mensch würde ich auch andere Menschen kennen.

      Aber egal, was meine Hobbys wären, welche Adjektive mich beschreiben oder welchen Beruf ich habe: es wäre immer ein gutes Leben, weil nämlich ICH es in der Hand habe und ICH bestimme was ich mache und was nicht, abhängig davon, was MIR gut tut und was nicht.
      Ich würde meinen Beruf lieben, mich an meinem Hobby erfreuen und würde meine Freunde und Familie lieben.

      Und insofern wäre dann mein Leben auch wieder genauso wie heute! Selbstbestimmt!

      Aber ich bin ich und du bist du und Schmetterling ist Schmetterling und ich möchte ohne euch zu kennen nicht, dass daraus ein pauschales WIR gemacht wird.
      Deshalb mag ich auch deinen Satz nicht, der unterstellt, dass dicke Menschen nicht nach dem Äußeren urteilen und eher die inneren Werte sehen.

      Sorry, aber ich sehe keinen inneren Werte, sondern zuerst das Äußere und urteile in dem Moment. Der sogenannte erste Eindruck kommt nie wieder und basiert in der Mehrheit auf Äußerem.

      Es gibt dumme Dicke, unsensible Dicke, oberflächliche Dicke. Und sehr oft gehöre ich auch in eine der Kategorien. Aber nicht weil ich dick bin, sondern weil ich in dem Moment eben dumm oder unsensibel oder oberflächlich bin. Ich bin kein Gutmensch, weil ich dick bin. Auch Schlanke sind mal dumm, Einarmige sind mal dumm, Aidsinfizierte sind mal dumm und Modellflugzeugbauer sind auch mal dumm und auch die Bundeskanzlerin ist mal dumm.

      Und ich mag Dicke auch nicht, weil sie dick sind.
      Ich habe auch Martina nicht getroffen, weil wir beide dick sind.
      Wir haben uns getroffen, weil wir uns kennenlernen wollten, weil wir uns sympathisch waren.
      Der Grund des Kennenlernens im Internet vorher war das Dick sein.

      Wären wir beide schlank, hätten wir uns vielleicht kennengelernt, weil wir beide gerne Blumen häkeln und uns im Forum der Blumenhäkler kennengelernt :)

      individuelle Grüße,
      Teichrose
    • dicke Mama schrieb:


      Außerdem denke ich, dass, und ich schreibe jetzt nicht wir, sonders ich, weil ich dick bin, wirklich anders bin und andere Menschen kennen lerne, als ein Dünner, nämlich solche, die weniger oberflächlich sind und nicht Jeden nach dem Äußeren beurteilen.


      Das ist toll, dass du nur Leute kennenlernst, die weniger oberflächlich sind und nicht Jeden nach dem Äußeren beurteilen. :)
      Aber dein Statement heißt im Umkehrschluss, dass Dünne nur Leute kennenlernen die oberflächlich sind und Jeden nach dem Äußeren beurteilen. Und das glaube ich nicht!

      Egal wie man es dreht, die Verallgemeinerungen passen einfach nicht. Nicht jeder Dünne ist oberflächlich und nicht jede/r Dicke hat automatisch Tiefgang.

      Ich teile übrigens auch deine und Martinas Definition von Außenseiter nicht. Nicht jeder, der anders ist, ist für mich schon ein Außenseiter. Schon gar nicht, wenn er mit beiden Füßen so im Leben steht wie ihr.