Hunger und Lust

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    • Hunger und Lust

      Hallo, evtl. interessiert es ja hier: Es gibt ein neues Buch mit dem Titel "Hunger & Lust - Das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz". Es geht darum, wie die üblichen Medizinmeldungen in die Presse gelangen und warum man diese ignorieren sollte. Ich habe ein Rezensionsexemplar hier, bin aber erst in Kapitel 3.. Mit ein wenig Glück komme ich aber morgen deutlich weiter, während der Wartezeit als Chauffeur meines Sohnes. 8-) Viele Grüße Horst
    • Hat das Buch denn schon jemand von Euch gelesen und kann etwas dazu sagen?
      Hört sich eigentlich interessant an, aber die Rezensionen bei Amazon sind ja sehr gemischt... Oder ist für Pollmer-Leser nichts Neues dabei?
    • Also Horst ohne Diät kam, schrieb und verschwand wieder. Scheint mir fast wie billige Schleichwerbung, da er nie wieder hier auftauchte und nur mal kurz auf den Titel hinwies...
      Ich lese kaum Ernährungsratgeber, egal aus welcher gedanklichen Ecke sie kommen. Wenn jemand aus dem Forum das Buch gelesen hat, wäre es interessant, einen Kommentar dazu zu lesen.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
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      — Sam Levenson
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    • Hallo,

      sorry, dass ich hier groß die Ankündigung mache und dann nichts mehr schreibe. Ich habe in meinem Blog eine Buchbesprechung und ein Interview mit dem Autor [Links gelöscht].

      Viele Grüße
      Horst

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: Bitte Forenregeln beachten. Verstoß gegen Regel 6 (gewerbliche Links)

    • @kampfzwerg: Ich habe mit dem Autor nichts zu tun. Von daher muss ich den Vorwurf der Schleichwerbung zurückweisen. Ich fand die Grundaussage nur gut, weil es die gleiche ist, die ich in meinem Buch mache. Aber für das will ich ja hier keine Werbung machen. 8-)

      Wie Du siehst, kommt das Buch in meinem Blog auch nicht so gut weg.

      Aber tatsächlich bin ich wohl viel zu wenig hier im Forum aktiv. Sehe ich ein und schäme mich dafür.

      Grüße
      Horst
    • Ich lese zu viele Ratgeber :-)

      Und jetzt gerade lese ich tatsächlich Hunger&Lust. Ich finde es bis jetzt (bin bei der Hälfte) nicht sooo eingängig geschrieben wie Lizenz zum Essen oder die Pollmer-Sachen, finde es aber auch nicht schlecht. Ich sage nochmal was dazu, wenn ich durch bin :)
    • Nicht so gut...

      franziw schrieb:

      Und jetzt gerade lese ich tatsächlich Hunger&Lust. Ich finde es bis jetzt (bin bei der Hälfte) nicht sooo eingängig geschrieben wie Lizenz zum Essen oder die Pollmer-Sachen, finde es aber auch nicht schlecht. Ich sage nochmal was dazu, wenn ich durch bin :)


      Nun ja, bei ca. drei Vierteln bin ich nicht mehr so angetan. Viele Studienergebnisse, unübersichtlich aneinandergereiht, und man fragt sich häufig, was er denn nun sagen will. Außerdem bezieht er sich viel auf die negative Energiebilanz, und das wär die einzige Möglichkeit um etwas beim Gewicht zu schaffen. Nach den anderen Lektüren glaube ich daran nicht mehr so Recht daran.

      Ich lese noch zu Ende...
    • Gestern war der Autor Uwe Knop bei Maischberger. Im Wesentlichen decken sich seine Aussagen mit denen von Udo Pollmer und Dr. Frank. Aber schön, dass sich auch mal ein Ernährungswissenschaftler ensprechend äußert. Bei Youtube gibt es zwei Leseproben aus diesem Buch (ein begnadeter Vorleser ist er allerdings nicht :-D), darin geht er im 2. Teil auch auf die Sache mit der negativen Energiebilanz ein. Sinngemäß sagt er, dass es schon möglich ist, mit lebenslanger Unterversorgung schlank zu bleiben, aber dass man sich schon genau überlegen sollte, ob es das auch wert ist.

      Teil 1

      Teil 2

      Man muss es wohl nicht unbedingt lesen, wenn man die Bücher von Pollmer und Frank kennt, aber es scheint von der Grundaussage her ganz vernünftig zu sein.

      Franzi, bist du mittlerweile weiter gekommen?
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    • Danke fuer die Leseproben.

      Mir ist hier leider sehr negativ aufgefallen, dass der Autor "zu schwer sein" mit "zu viel essen" gleich setzt. Er geht ueberhaupt nicht auf Krankheiten, hormonelle Veraenderungen und Vererbung ein. Zumindest nicht in den Leseproben. Das Buch habe ich nicht gelesen.
    • Ich habe das Buch nun von Anfang und bis zum Ende gelesen. Die eigentliche Hauptaussage des Buches ist:

      Man soll nur das essen, was einem schmeckt, und zwar nur dann, wenn man Hunger hat. Nur so erreicht man eine optimale Versorgnung des Koerpers mit allen Naehrstoffen usw. Und zwar dadurch, dass alle gesunde (!) Menschen eine sogenannte Kulinarische Koerperintelligenz besitzen. Diese sagt uns ueber die Gefuehle Hunger und Lust (Lust auf ein bestimmtes Essen), was wir essen sollen.

      Untermauert ist diese These dadurch, dass unser Darm ueber eine Unmenge an Gehirnzellen verfuegt (sogenanntes Darmhirn), die damit beschaeftigt sind, unsere Nahrung zu analysieren und diese Erkenntnisse zu speichern ("ist gut fuer mich" vs. "ist nicht gut"). Diese Erkenntnisse werden "nach oben" zum Kopfhirn geschickt. Interessant ist, dass die meisten Impulse vom Darm zum Kopf gehen (90%). Das erklaert auch, warum es so schwierig ist, sein Essverhalten mit Verstand zu kontorllieren: Es wird naemlich von einem (fast) autonomen System im Bauch geregelt.

      Der Autor betont mehrmals, dass es nicht sein Ziel ist, wissenschaftlich zu zeigen, dass eine bestimmte Ernaehrungsweise die einzig richtige ist. Im Gegenteil, Ernaehrung ist so individuell wie Gesichtszuege und Geist eines Menschen. Seine These ist: Es gibt keine gesunde oder ungesunde Nahrung. Unser Koerper weiss am Besten, was gut fuer uns ist. Um zu zeigen, wie wenig man auf "wissenschaftliche Studien" zur gesunden und ungesunden Ernaehrung vertrauen kann, zitiert er eine Unmenge von Studien, die sich tatsaechlich (manchmal auf eine ganz lustige Weise) widersprechen: Sind nun Fleisch, Milch, Gemuese, Obst, Kaffee, Schokolade, Wein, Bier gesund oder ungesund? Zu jeder Meinung findet sich eine entsprechende Studie!

      Ausserdem geht der Autor auf die Frage ein, ob und wie man nun abnehmen sollte. Auch hier zitiert er Studien, die sich hingegen der Einschaetzung von gesundheitlichen Wirkungen von Uebergewicht widersprechen. ;)

      Er sagt, dass es seiner Meinung nach fuer jeden moeglich ist abzunehmen, wenn man sich sein ganzes Leben lang kasteit, sich also nicht satt isst und sich mehr bewegt, als einem lieb ist. Er sagt allerdings, dass solche Heldentaten mit negativen psychischen Folgen verbunden sind, und man sich deswegen gut ueberlegen sollte, ob man mit sich sowas macht. Man soll also hinter so einem Entschluss zu 100% stehen.

      Alles in allem finde ich das Buch gut und nuetzlich. Es ist leider etwas wirr geschrieben, so dass man manchmal etwas Geduld mit dem Autor braucht. ;)

      Wichtigste Erkenntnis fuer mich: Alle Studien zum Zusammenhang von Essen und Gesundheit sind Muell! (Er geht uebrigens auch auf Vitamine ein, und auch Functional Food.)

      Bei seinen Ausfuehrungen zum Uebergewicht geht er viel darauf ein, wie unser Gewicht durch die Gene festgelegt ist. Etwas ironisch merkt er an, dass die genetische Erklaerung vielen Forschern wohl zu einfach sei, und deswegen gibt es unzaehlige Versuche, Uebergewicht anders zu erklaeren.

      Die These "zu viel Essen, zu wenig Bewegung" findet er zwar stimmig, weist aber darauf hin, dass die Menge an Essen und die Menge an Bewegung auch in den Genen festgelegt sind. Wer "Speichergene" hat, wird von seinem ganzen Koerper, von allen seinen Funktionen dazu angeregt, die Energie fuer "schlechte Zeiten" zu spreichern.

      Was mir in deisem Buch fehlt, ist eine klare Aussage (oder Stellungnahme) dazu, dass die dicken Menschen nicht an ihrem Gewicht schuld sind. Man kann zwar einiges herauslesen, und der Grundton des Buches ist respektvoll den dicken Menschen gegenueber, aber die Aussagen wie die folgende (und auch noch ganz am Ende des Buches! Seite 214) haben mir das Lesevegnuegen etwas verdorben:


      Wir haben es immer selbst in der Hand, wie duenn oder dick, wie rubensfoermig oder austrainiert wir aussehen.


      Da schrillen bei mir schon alle Alarmglocken! Dann fuehrt der Autor allerdings fort:

      Je mehr Willenskraft dabei eingesetzt werden muss, um sich ueber seine natuerlichen Beduerfnisse [...] hinwegzusetzen, desto hoeher ist der "Preis", den wir dafuer zahlen -- beispielsweise in Form von Essstoerungen und Unzifriedenheit, bedingt durch unbefriedigte Beduerfnisse.
    • Ich wollte mal nachfragen: Mein Bericht ueber "Hunger&Lust" hat ja gar keine Kommentare ausgeloest, dabei wollten einige hier wissen, wie das Buch so ist. Habe ich zu wirr geschrieben, oder interessiert es niemanden mehr?

      Ich fand es z.B. sehr interessant, und wusste es vorher nicht, dass unser Darmhirn praktisch autonom arbeitet und sich nur schwer durch den Kopfhirn leiten laesst. Und das ist auch ueberlebenswichtig, damit auch diejenigen, die auf "dumme Gedanken" kommen (z.B. eine Diaet zu machen ;)) sich nicht durch kontrolliertes Essen uebermaessig schaden koennen.

      Ist das nicht eine befreiende Theorie? (Wenn sie denn stimmt... ;)) Man ist bei Essattacken nach einer Diaet nicht "willenlos" gewesen, sondern es gibt fuer einen normalen Menschen einfach keine gute Moeglichkeit, sein Essverhalten ueber laengere Zeit rigide mit Verstand zu kontorllieren. Das gelingt wohl nur den Magersuechtigen, die sich dafuer allerdings von ihrem Koerper ganz abspalten muessen und dann wirklich lebensbedrohlich erkranken.
    • Wahrscheinlich ist Dein Beitrag neulich einfach ein wenig übersehen worden. Wenn gerade viel geschrieben wird im Forum, fallen andere Themen hinten rüber. Ist mir auch schon so gegangen, dass ich was geschrieben habe, von dem ich dachte, das müsste einige interessieren, aber es kam nie eine Reaktion.

      Gut fand ich, dass Du herausgefiltert hast, welche Aussagen getroffen werden, wo etwas mit der Philosophie des Forums zusammenpasst und wo nicht. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man nun schon vorher weiß, dass der Autor ein paar Antworten schuldig bleibt, wie Du schon erwähnst:

      Muminfrau schrieb:

      Was mir in deisem Buch fehlt, ist eine klare Aussage (oder Stellungnahme) dazu, dass die dicken Menschen nicht an ihrem Gewicht schuld sind.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
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      — Mary Flannery O'Connor

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      — Sam Levenson
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    • Er ist offensichtlich kein Verbaltalent. Das wird auch hier im Video deutlich. Leider hat niemand den Knops Thesen zerpflückenden Ernährungpsychologen gefragt, wie er sich dann individuelle Vorlieben und Abneigungen sowie unterschiedliche Verträglichkeiten erklärt, wenn es kein biologisches individuell unterschiedliches Steuerprogramm gibt. Ganz überzeugend kommt Knop für mich auch nicht rüber, aber den Grundgedanke scheint mir schon vernünftig.

      Jedenfalls besser als vieles Andere in der Sendung.
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    • Meinst du dieses Video?

      Kulinarische Körperintelligenz

      Ich bin schon hier gestolpert:

      "Dicke sind nur deshalb dick, weil sie verlernt haben, auf ihren Körper zu hören."

      Das sagt Knop nicht. In keiner Weise. Er sagt, dass sehr viele Menschen verlernt haben, auf ihren Koerper zu hoeren. Das hat aber insbesondere auf Menschen mit Speichergenen (Begriff aus dem Buch) eine Auswirkung, die zum Dickwerden fuehrt. Menschen, die keine Speichergene haben, also von Natur aus zum Schlanksein neigen, werden auch durch fehlende kulinarische Koerperintelligenz nicht dick.

      Weiterhin sagt Knop, dass es fuer alle, ob dick oder duenn, gut waere, die kulinarische Koerperintelligenz einzusetzen. Bei dicken Menschen kann allerdings dadurch passieren, dass sie etwas abnehmen.

      So verstehe ich Knopsche Thesen. ;) Dass ihm ueberall die Worte im Mund verdreht werden, ist zwar traurig, aber nicht verwunderlich. Daran ist er zum Teil leider auch selber schuld, denn er schreibt ziemlich wirr. Wenn seine Aussagen klarer waeren und die Struktur des Buches besser durchdacht, haetten die Wortvedreher es nicht so leicht gehabt.

      Nachtrag 1: Knop spricht dabei ueber gesunde Menschen. Das betont er am Anfang des Buches mehrmals. Ich interpretiere es so, dass seine These nicht z.B. auf Menschen mit Essstoerungen angewendet werden kann. Er selber sagt allerdings nicht, was fuer ihn "gesund" bedeutet.

      Nachtrag 2: Prof. Ellrotth im Video sagt dasselbe, was auch im Buch von Knop steht: Aufrund uunserer "Steinzeit-gene", die uns dazu verleiten (auch die Duennen!!!!), auf Vorrat zu essen, ist es nicht immer einfach, nur aus Hunger zu essen. Es ist aber ien Ideal, den man anstreben soll.

      Nachtrag 3: Herr Prof. sagt sehr verallgemeinernd, dass in "uns" diese Steinzeitgene stecken. Das ist schlicht und einfach gelogen. Menschen unterscheiden sich sehr, was ihren genetische Bewegungs- und Essensdrang angeht. Das steht zumindest im Buch, komplett mit Studien dazu. Ein Zitat von einem Wissenschaftler, der solche Untersuchungen gemacht hat, lautet (im Buch): "Schlanke Menschen sind ein Gluecksfall der Genetik" (so ungefaehr, finde das Zitat gerade nicht).

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Muminfrau ()

    • Schlanke Menschen sind insofern ein Glücksfall der Genetik, als es diesen Genen gelungen ist, sich trotz aller Kriege, Seuchen, Hungersnöte der letzten Jahrtausende weiter fortzupflanzen.
      Meine persönliche Theorie dazu ist folgende:

      • Auffällig viele Upperclass-Personen sind schlank, wogegen Dicksein schon eine Art Unterschichten-Stereotyp geworden ist.


      • Trotz der gesellschaftlichen Freizügigkeit (aber auch erst seit knapp 100 Jahren) mischen sich die verschiedenen Schichten (Milieus) fast gar nicht. Man bleibt unter sich.


      • "Unterschicht" hat meistens einen historischen Hintergrund von Armut, harter Arbeit, Hunger (Bauern, Leibeigene). Nur Menschen mit Speichergenen überlebten.


      • "Oberschicht" hatte seit Generationen immer genug zu essen, konnte sich also Schlankheitsgene leisten.

      Insofern ist genetisch bedingtes Schlanksein wirklich Glück.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • "Oberschicht" hatte seit Generationen immer genug zu essen, konnte sich also Schlankheitsgene leisten.
      Die Oberschicht war aber nicht immer schlank. Im Barock war dick angesagt und nur die entsprechend wohlhabenden konnten i. d. R. dieses Ideal erreichen. Ähnliches gilt für den Teint. Galt früher die vornehme Blässe als Merkmal von nicht arbeiten - also sich nicht der Sonne aussetzen - müssen, wurde im Industriezeitalter nach und nach gebräunte Haut zu einem erstrebenswerten Ziel. Bauern waren braun - Fabrikarbeiter blass.

      Ich denke es spricht viel für die These, dass zum Schönheitsideal immer das erhoben wird, was ohne entsprechend finanzielle Mittel und den Luxus relativ wenig arbeiten zu müssen, bzw. sich die Zeit frei einteilen zu können, schwerer zu erreichen ist.
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    • Lunix schrieb:

      Die Oberschicht war aber nicht immer schlank. Im Barock war dick angesagt und nur die entsprechend wohlhabenden konnten i. d. R. dieses Ideal erreichen.

      So ganz stimmt das nicht. Die Frauen trugen Korsetts und schnürten sich die Taille auf 50 Zentimeter. Obenrum durfte dann dafür um so mehr da sein. Von einer kurzen Phase nach dem 30jährigen Krieg, als halb Europa verhungert war, abgesehen (übrigens war in den Nachkriegsjahren auch etwas mehr Fleisch gefragt, siehe Marilyn Monroe)
      Aber absolut richtig ist, dass immer das am schwersten zu Erreichende begehrenswert ist: wäre der Nordseestrand aus Goldstaub, wäre Gold nichts wert....
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)