Mein Körper und ich passen einfach nicht zusammen :o(

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    • Mein Körper und ich passen einfach nicht zusammen :o(

      Ich wiege 98 Kilo, habe Kleidergröße 46 und fühle mich einfach nur wie ein dickes Schwein, welches sich in dieser Welt nicht wohl fühlt und so nicht akzeptiert wird. Da mich nachts keine fettabsaugende gute Fee besucht und die ganze Geschichte mit dem Abnehmen ein längerer Prozess ist, meine Frage an euch Leidensgenossen: Wie geht ihr mit euch um? Wie kann ich mich über mein Aussehen hinweg trösten, wenn es schon die Schokolade nicht sein darf?
    • Charly,

      ich sag Dir ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob Du provozieren willst, oder Deine Fragen ernst gemeint sind.
      Ich schreibe deshalb jetzt mal nur einige Sätze zu Deinem State.

      Ich fühle mich nicht wie ein Schwein, obwohl ich Schweine als niedliche Tiere bezeichne. Ich fühle mich wie ein Mensch. Ich werde akzeptiert, weil ich ein Mensch bin, der sich selber akzeptiert.
      Der "lange Prozess" des Abnehmens hat mir viele Jahre Frust - vor allem aber etliche Kilos plus eingebracht. Insofern werde ich einen solchen Prozess nie wieder anstreben.
      Ich muss mich trotzdem nicht über mein Aussehen hinweg trösten, denn ich bin zwar rund, aber ich finde mich nicht hässlich. Abgesehen davon ist es reine Geschmackssache, (Gott sei Dank!) ob man einen runden Menschen, oder einen schlanken Menschen schön findet. Außerdem - und vor allem, macht einen Menschen vieles aus, nicht nur, wie viele Kilos er wiegt. Vieles kann ihn schön oder hässlich sein lassen und das hat nichts mit Äußerlichkeiten zu tun.

      Ich bin also insofern kein "Leidensgenosse", sondern lebe gern und zufrieden, zeitweise auch glücklich.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Mir geht's da ähnlich wie Itsme. Der Gedanke, dass Du vielleicht provozieren möchtest, beschlich mich auch.

      Ich wiege deutlich mehr als Du und bin ebenfalls ganz gewiss keine LEIDENSgenossin.

      Ich liebe das Leben, habe mich selbst lieb und werde geliebt. Mein Übergewicht und damit mein Körper sind ein Teil meiner Lebensgeschichte, die ich in voller Gänze akzeptiere. Schließlich habe ich nur dieses eine Leben. Deshalb mache ich aus dem, was ist, das Beste.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Ich bitte vielmals um Entschuldigung, falls ich mit meinem Beitrag jemandem auf die Füße getreten bin. Es ist nur so, dass ich mich einfach so fühle und mit meinem rundlichen Aussehen sehr unzufrieden bin. Auch wenn ich nicht über 1oo Kilo wiege, bin ich doch sichtbar übergewichtig.
      Mit meiner wohl eher unglücklichen Formulierung, wollte ich, und das Anliegen besteht noch immer, einfach nur erfragen, wie andere Personen mit einem solchen Problem umgehen.
      Leider ist es so, dass ich mich so wie ich bin nicht akzeptieren kann. Mir fällt es durchaus schwer mich mit meinem Körper "abzufinden". Ich suche einen Weg das zu ändern und weiß eben nicht wie :(

      Nochmals großes Sorry
    • Liebe Charly. Schrecklich, dass Du Dich so fühlst. Vor Jahren als ich mal an einem persönlichen Tiefpunkt angekommen war, habe ich versucht ein Bild dafür zu finden wie ich mich in meinem Körper fühle. Man sagt ja, der Körper soll der Tempel der Seele sein. Plötzlich sah ich es ganz deutlich vor mir: ich erkannte plötzlich, dass ich mich in meinem Körper wie in einer öffentlichen Toilette fühle. Das war so das Bild das vor meinem inneren Auge erschien. So eklig war mir mein eigener Körper. :eek: Das hat mich sehr erschreckt und damals sah ich nur den Ausweg eine Diät zu machen.
      Ich muss Dir aber ehrlich sagen. An meinem Körpergefühl hat das nichts geändert, obwohl ich tatsächlich so viel abnahm, dass ich praktisch schlank war. Ich fühlte mich wie zuvor.

      Wenn man sich so unwohl fühlt, dass man sich selbst mit einem Schwein vergleicht, dann glaube ich dass viel, viel mehr dahinter steckt als nur der schwere Körper allein. :(
      Heute bin ich dicker denn je, aber ich fühle mich rundum wohl. Ich hab leider den Umweg einer riesigen Abnahme machen müssen um zu erkennen, dass ein gutes Körpergefühl nicht zwingend von den Kilos abhängt, die man mit sich herumträgt.
      Ich würde Dir wirklich sehr wünschen, dass Dir dieser Umweg erspart bleibt. Aber vielleicht hast Du ja hier einen Anfang gefunden. :)
    • Ich kann Fräulen Wunder nur beipflichten. Ob man sich in seinem Körper wohlfühlt, hat weniger mit dem tatsächlichen Gewicht zu tun, als mit dem inneren Bild, das man von sich als Person im Ganzen hat.

      Mit Kleidergröße 36 war ich wesentlich gehemmter und unglücklicher als mit Größe 46. Es kommt viel auf die innere Einstellung an. Ein zufriedener Mensch, der das nach außen abstrahlt und offen und liebevoll auf andere Menschen zugeht, wird auch wieder zurückgemocht und akzeptiert.
      Ein mürrischer Trauerkloß, der Depression und Selbsthass nach außen abstrahlt, wird entweder gemieden oder fertiggemacht, da ist sozusagen das Wort "geeignetes Mobbingopfer" auf die Stirn tätowiert. Niemand möchte sich von so einer trübseligen Stimmung runterziehen lassen, das hat rein gar nichts mit der Figur zu tun. Bloß können viele das Unbehagen nicht klar formulieren, da ist es leicht, deiner Figur die Schuld zuzuweisen.

      Mit Größe 46 bist du zwar etwas übergewichtig, aber in der Größe bist du noch im gängigen Klamotten-von-der-Stange-Bereich. Auch mit Größe 46 kann man sich chic machen. Sicher hast du auch schöne Seiten, die du herausstellen kannst. Schöne Augen, volle Lippen, tolles Dekollete, schöne Hände, irgendwas Nettes wirst du doch an dir finden?

      Ich war als Studentin furchtbar verknallt in einen dicken Mann, der doppelt so schwer war wie ich damals. Er war so lebensfroh, so strahlend, fast wie ein Barockfürst. Er musste einfach dick sein, sonst hätte das irgendwie nicht gepasst. Wenn er als Oh-bin-ich-dick-Miesepeter rumgelaufen wäre, hätte ich ihn auch nicht angeschaut...
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Charly
      Wie kann ich mich über mein Aussehen hinweg trösten,...


      Das ist ein Punkt in Deinem State, über den ich sehr stolpere. "Hinweg trösten" hört sich so an, als solle man sich übersehen, nicht sehen, wie man ist. Da kann ich mich nur Sophies Worten anschließen:

      Sicher hast du auch schöne Seiten, die du herausstellen kannst. Schöne Augen, volle Lippen, tolles Dekollete, schöne Hände, irgendwas Nettes wirst du doch an dir finden?

      Jeder Mensch hat wahrscheinlich irgend etwas an seinem Äußeren, dass er nicht so toll findet. Dafür muss man nicht mehr Kilos haben. Ich kenne praktisch* keine Frau, die sich vollkommen schön findet. Das Sternchen habe ich bei "praktisch" gesetzt, weil ich tatsächlich zwei-drei Frauen kenne, die sich unübertroffen schön finden. Muss ich erwähnen, dass dies Frauen sind, die nicht nur von mir nicht sehr gemocht werden?

      Statt also wie durch eine Lupe dauernd abfällig die Stellen des Körpers zu betrachten, die man an sich nicht so mag, öffne doch einmal ganz bewusst Deine Augen für einen anderen Blickwinkel und sehe Dich als ganzen Menschen:
      Wie würdest Du Dich betrachten, wärst Du der Mensch, den Du am meisten liebst?
      Würdest mit ihm auch so kritisch sein?
      Würdest Du alles Schöne an ihm übersehen und Dein Augenmerk nur auf die (vermeintlich) unvollkommenden Körperstellen richten?
      Findest Du den Menschen, den Du sehr liebst nicht einfach schön?
      Hat er nicht warme Augen, ein tolles Lächeln, eine berührende, liebevolle Art?
      Ist er nicht einfach liebenswert, auch wenn er nicht ausschaut wie all die (unnatürlichen, retouschierten, wohlmöglich zum Einheitsbrei operierten) Schönheiten, die Dir aus Journalen bekannt sind?

      Versuche einmal Dich so zu sehen und Du wirst ein ganz anderes Bild als das jetzige harte abwertende Bild von Dir, wahr nehmen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ich finde es so schwer Dir etwas Konkretes zu raten, Charly, weil wir so wenig von Dir wissen.

      Vielleicht traust Du Dich doch nochmal ein bisschen zu erzählen wie es überhaupt zu dieser Situation kam, in der Du heute steckst? :)
    • Hmmm... irgendwie gar nicht so einfach darüber zu schreiben...
      Die Aussage meines Partners hat mich wohl sehr erschüttert. Im Verlaufe unserer Beziehung habe ich 15 Kilo zugenommen, weil ich viel am Schreibtisch arbeite und die Bewegung einfach zu kurz kommt… und ich auch sehr gern nasche :o)
      Er meinte vor kurzem zu mir, er würde eigentlich viel mehr auf schlankere Frauen stehen, aber wegen meiner Persönlichkeit, rücke meine Figur in den Hintergrund, diese sei nicht so wichtig. Das sehe ich aber anders, denn bis dato ging ich noch davon aus, dass er mich als Gesamtpaket liebt. Ich weiß auch, dass er sich heimlich mit einer anderen Frau verabredet hat und das quält mich sehr. Im Grunde hat er immer dazu beigetragen, mein Selbstbewusstsein zu stärken. Dieses ist nun wie weggewaschen. Wenn ich mein Spiegelbild betrachte, sehe ich derzeit leider nur noch, dass Unliebenswerte an mir. Die aufmunternden Worte… lese ich, verstehe ich, nur umsetzen… das ist schwer.
      Meinen Konflikt möchte ich auch nicht auf meinen Partner abschieben. Es spricht für sich, dass die fehlende Bestätigung mich so aus der Bahn wirft.
      Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wenn ja, wie geht ihr denn damit um?
    • Wenn ich das, was Du schreibst, ganz plump auf einen Satz reduziere, sieht das so aus:

      Weil Du 15 Kilo zugenommen hast, hat Dein Partner sich heimlich mit einer anderen Frau verabredet.

      Wie stark und intakt kann so eine Beziehung wohl sein?


      Ich bin seit weit über 20 Jahren verheiratet. Es gab heftige Aufs und Abs, aber ganz bestimmt nicht wegen äußerlicher Veränderungen.
      Wäre eine optische Veränderung ein Grund dafür, dass eine Beziehung in die Brüche geht, würde dies jeder Beziehung nach einer gewissen Zeit bestimmt sein, denn kein Mensch bleibt äußerlich bei einer bestimmten Jahreszahl stehen.

      Mir wäre eine Liebe, die zur Bedingung macht, dass ich weder zu - noch abnehme, oder mich sonstwie verändere, zu wenig, viel zu unsicher und ungewiss.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • ich kann dein Problem sehr gut verstehen. Aber wie ich damit umgehe? Weiß ich selber nicht so genau. Dafür gibt es eigentlich auch gar kein Patentrezept. Entweder man akzeptiert sich so wie man ist, oder man ändert was daran. Aber jammern das geht gar nicht. Und wegen einem Mann sich schämen, das geht zweimal nicht.
    • Das ist schon heftig.
      Auch wenn Du sicher Recht hast, dass Deine Selbstzweifel wahrscheinlich nicht nur in der fehlenden Bestätigung deines Partners gründen, finde ich es schon einen sehr großen Vertrauensbruch, wenn sich Dein Partner heimlich mit einer anderen Frau trifft. Das würde wohl die meisten aus der Bahn werfen.
      Da gibt einem die Bemerkung, die Figur wäre nicht so wichtig grad noch den Rest.

      Ich weiß nicht wie ich reagieren würde ... so etwas habe ich noch nicht erlebt, aber ich finde nicht, dass DU etwas falsch gemacht hast, sondern dass sich Dein Partner ziemlich schäbig verhält.
    • Itsme schrieb:


      Mir wäre eine Liebe, die zur Bedingung macht, dass ich weder zu - noch abnehme, oder mich sonstwie verändere, zu wenig, viel zu unsicher und ungewiss.


      Das sehe ich im Grunde auch so - allerdings glaube ich schon das extreme Veränderungen ( dazu zähle ich allerdings keine Zunahme von läppischen :D 15 kg) dazu führen können, dass man den anderen sexuell nicht mehr so attraktiv findet - ihn aber trotzdem liebt. Da muss dann aber jede(r) für sich entscheiden, ob das genug ist.

      Ich könnte das nicht - in einer Beziehung möchte ich mich auch als Frau attraktiv und begehrt fühlen...

      Charly, in welchem Zusammenhang hat dein Partner dir gesagt, dass er schlankere Frauen attraktiver findet - einfach so oder hast du ihn evtl. dazu "genötigt".

      Ich kenne das nämlich von mir früher, dass ich - weil ich mich selbst nicht leiden konnte - lange gebohrt und gedrängelt habe um meinen Partner zu Aussagen zu provozieren die mich dann fertig gemacht haben und mir bestätigt haben wie sch.... ich bin.

      Heute mache ich so etwas nicht mehr weil ich gelernt habe mich selbst zu mögen und zu achten - mit allem drum und dran. Das ging aber nicht von heute auf morgen, dass war ein langjähriger Prozeß - unterstützt von einer Psychotherapie.

      Ich denke der Schlüssel zur Lösung deiner Probleme ist nicht die Abnahme sondern dein negatives Selbstbild zu überwinden und Dich selbst zu akzeptieren...
    • Fräulein Wunder schrieb:



      Ich weiß nicht wie ich reagieren würde ... so etwas habe ich noch nicht erlebt, aber ich finde nicht, dass DU etwas falsch gemacht hast, sondern dass sich Dein Partner ziemlich schäbig verhält.


      Wobei wir nicht wissen, was "treffen" alles beinhaltet?

      Ich habe auch männliche Bekannte und Freunde mit denen ich mich treffe - allerdings nicht heimlich! Heimlich geht gar nicht...
    • Itsme schrieb:

      Wenn ich das, was Du schreibst, ganz plump auf einen Satz reduziere, sieht das so aus:

      Weil Du 15 Kilo zugenommen hast, hat Dein Partner sich heimlich mit einer anderen Frau verabredet.



      So habe ich das eigentlich nicht gelesen. :confused: Und so hat das Charly meiner Ansicht auch nicht formuliert.
      Warum er sich überhaupt heimlich verabredet ist wohl unklar, denke ich mal. Der Verdacht, dass es mit ihrer veränderten Figur zusammen hängt mag in Charlies Kopf entstanden sein, der Grund kann aber auch ein völlig anderer sein. :confused:

      Tatsache ist: Charly hat im Laufe der Zeit zugenommen.
      und: Ihr Partner hat sich mit einer anderen Frau verabredet.

      Ob die zwei Dinge überhaupt irgendetwas miteinander zu tun haben sollte man vielleicht erst nachprüfen, das glaube ich nämlich eher nicht. Und das würde ich Dir, Charly auch empfehlen.
    • Hummelchen schrieb:

      Das sehe ich im Grunde auch so - allerdings glaube ich schon das extreme Veränderungen ( dazu zähle ich allerdings keine Zunahme von läppischen :D 15 kg) dazu führen können, dass man den anderen sexuell nicht mehr so attraktiv findet - ihn aber trotzdem liebt. Da muss dann aber jede(r) für sich entscheiden, ob das genug ist.

      Ich könnte das nicht - in einer Beziehung möchte ich mich auch als Frau attraktiv und begehrt fühlen...

      Charly, in welchem Zusammenhang hat dein Partner dir gesagt, dass er schlankere Frauen attraktiver findet - einfach so oder hast du ihn evtl. dazu "genötigt".

      Ich kenne das nämlich von mir früher, dass ich - weil ich mich selbst nicht leiden konnte - lange gebohrt und gedrängelt habe um meinen Partner zu Aussagen zu provozieren die mich dann fertig gemacht haben und mir bestätigt haben wie sch.... ich bin.

      Heute mache ich so etwas nicht mehr weil ich gelernt habe mich selbst zu mögen und zu achten - mit allem drum und dran. Das ging aber nicht von heute auf morgen, dass war ein langjähriger Prozeß - unterstützt von einer Psychotherapie.

      Ich denke der Schlüssel zur Lösung deiner Probleme ist nicht die Abnahme sondern dein negatives Selbstbild zu überwinden und Dich selbst zu akzeptieren...



      :daumen: Super auf den Punkt gebracht.
    • Fräulein Wunder schrieb:

      So habe ich das eigentlich nicht gelesen. :confused: Und so hat das Charly meiner Ansicht auch nicht formuliert.
      Warum er sich überhaupt heimlich verabredet ist wohl unklar, denke ich mal. Der Verdacht, dass es mit ihrer veränderten Figur zusammen hängt mag in Charlies Kopf entstanden sein, der Grund kann aber auch ein völlig anderer sein. :confused:


      Genau diesen Gedanken hatte ich auch - da sollte Charly noch mal genauer hingucken
    • Charly
      Wenn ich mein Spiegelbild betrachte, sehe ich derzeit leider nur noch, dass Unliebenswerte an mir.


      Es kann natürlich auch sein, dass Du Dich im Laufe der Gewichtszunahme so sehr verändert hast, dass das dazu beiträgt, dass Dein Mann sich Dir gegenüber anders verhält. So wäre es Grunde nicht Deine äußerliche Veränderung, sondern die Veränderung in Deiner Verhaltensweise, die Probleme macht. Es ist ja nun mal so, dass man das, was man von sich selber hält, auch unweigerlich ausstrahlt. Ich fände es am wichtigsten, dass Du wieder zu Dir findest.
      Unsere Körper sind unglaubliche Wunderwerke, die jeden Tag für uns funktionieren. Schon wenn man mal nur eine kleine Verletzung an einem Finger hat, merkt man, wie viel allein dieses kleine Teil des Körpers für einen leistet. Das Gesamte - der ganze Körper mit all seinen Funktionen ist einfach im Grunde gar nicht wirklich zu begreifen, so unglaublich großartig und komplex ist er. Wie verrückt, wenn wir mit ihm hadern, oder ihn als hässlich bezeichnen, nur weil sich ein paar Kilos mehr an ihm versammelt haben.
      Manchmal braucht es vielleicht auch einen richtigen heftigen Stups - vielleicht in Form einer Reportage über echte körperliche Behinderungen, die uns im Denken wieder an den richtiegn Platz bringen. Anstatt den eigenen Körper abzulehnen, weil er dicker geworden ist, sollten wir, die wir im großen und ganzen doch gesund sind und uns bewegen können, dankbar für ihn sein.
      Wer das ist, soll sich bitte nicht angesprochen fühlen. Ich vergesse dies schon ab und zu, wenn die defekte Schilddrüse mir wieder einmal "dunkle Tage" oder sehr wenig Energie einbrockt.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Sorry, itsme bei aller angebrachten Demut, aber ich spüre bei Charly echte Verzweiflung und finde diese Abfertigung mit "sei mal froh, dass Dein Körper gesund ist" nicht so schön. :(

      So gesehen könnte man sich bei allen persönlichen Problemen einen Schubs geben, eine Reportage über den Holocaust anschauen und merken wie albern und klein die eigenen Sorgen dagegen sind.
      Eine Dozentin von mir, deren Familie im dritten Reich ermordet wurde, pflegte immer zu sagen: "Remember it could have been Auschwitz"

      Es gibt immer jemanden dem es schlimmer geht und das Wissen darum kann natürlich das eigene Leben in eine angemessene Perspektive rücken, dennoch haben wir alle unsere kleinen und grossen Sorgen, die erhalten bleiben und gelöst werden müssen.

      Auch wenn die Probleme anderen klein erscheinen ist man, wenn man sich mit ihnen auseinandersetzt nicht undankbar gegenüber dem Schicksal oder den Problemen anderer Leute - sondern man macht damit den ersten Schritt den eigenen Weg zu gehen.

      Wenn eine Beziehung auf dem Spiel steht ist das doch ein drängendes und quälendenes Problem, das einen Tag und Nacht beschäftigt... dass man da auch noch nach dem letzen Strohhalm greift und z.B. abnehmen will ist nachvollziebar und verständlich, wenn es auch sicher für kaum jemanden der beste und gesündeste Weg ist.

      Aber dass der wenig geliebte eigene Körper nicht das eigentliche oder grösste Problem dabei ist, sondern eher Nebenkampfschauplatz dürfte doch eigentlich klar sein. :confused:

      Sorry wenn das jetzt gerade wieder itsme trifft, aber ich finde die Antwort echt unpassend.
    • Gut gemeint ist eben noch lange nicht gut.

      Ich glaube nicht, dass Itsme es so meint, aber ein bisschen kommt das so rüber wie: Stell dich mal nicht so an bzw. man muss immer positiv denken. Das wird Charly aber nicht weiterhelfen.
    • Viele User möchten hier helfen - jeder auf seine Art, aufgrund seiner eigenen Erfahrungen, mit den Worten, die er dafür findet.
      Weniger hilfreich finde ich es, wenn ein User das Hilfeangebot eines anderen Users herab setzt und/oder glaubt, er selber habe das absolute richte Hilfsangebot anzubieten. Das meine ich jetzt nicht explizit innerhalb dieses Themas, sondern ganz allgemein.

      Der Hilfesuchende soll und kann sich aus allen Gedanken und Hilfsangeboten das heraus suchen, das ihm seiner Meinung nach helfen kann. Je mehr Denkanstösse, desto mehr Auswahl.

      Ich hoffe, dass bei all den Gedanken etwas für Charly dabei ist, was ihr weiter helfen wird.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:


      Es kann natürlich auch sein, dass Du Dich im Laufe der Gewichtszunahme so sehr verändert hast, dass das dazu beiträgt, dass Dein Mann sich Dir gegenüber anders verhält.


      Den Kommentar finde ich allerdings auch reichlich seltsam.

      Solche "Ratschläge" sind eher geeignet, vorhandene Probleme und Schuldzuweisungen zu verstärken, als wirkliche Hilfe zu bieten. Keine Ahnung, ob wir Charly hier wirklich helfen können. Aber wenn wir schon Denkanstöße geben, dann bitte auch in eine sinnvolle Richtung ...
    • Der Gedanke von Itsme ist mir beim Lesen aber auch gekommen und er ist alles andere als eine Schuldzuweisung.

      Wer ständig gegen sich und seinen Körper angeht, weil er sich selbst "hasst", unzufrieden in der eigenen Haut und mit dem Aussehen als gesamtes ist, keine guten Seiten beim Blick in den Spiegel entdecken kann und auf Anhieb auch keine guten Eigenschaften von sich aufzählen kann, der strahlt dieses Hassgefühl auch aus und das kann auch dazu führen, dass sich für sich selbst unmerklich die Persönlichkeit negativ verändert. Das wiederum kann dazu führen, dass sich Freunde oder Partner langsam abwenden. Und dann wird das Gewicht als Grund für Einsamkeit genommen. Natürlich fing es irgendwann mit dem Gewicht an, aber das, was man selbst daraus gemacht hat, die Einstellung zur eigenen Person ist schließlich das, was für die Auswirkungen verantwortlich ist, nicht das Gewicht selbst.

      Um es mal ganz allgemein zu halten: man ist mit Menschen befreundet, deren Gegenwart man als angenehm empfindet, die auf der selben Denk- und Humorwelle schwimmen, mit denen Zeit zu verbringen gut tut. Dabei ist doch völlig egal, ob man diese Personen als äußerlich attraktiv empfindet, sondern wichtig ist die Persönlichkeit und der Charakter dieser Person.

      Oder um es anders auszudrücken: Wie kann ich von anderen erwarten, mich zu lieben, wenn ich mich selbst hasse?
      [CENTER]Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
      [SIZE=1](Søren Aabye Kierkegaard)[/SIZE]
      [/CENTER]