Ignorante Hausärztin

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    • Ignorante Hausärztin

      Hallo Ihr,

      ich war heute bei meiner Hausärztin, weil ich eine Risikolebensversicherung abschließen möchte und dafür ein paar Angaben für die Versicherungsgesellschaft brauchte.

      Da ich pumperl gesund bin - alle Laborwerte im normalen Bereich liegen und auch der Blutdruck absolut normal ist (120/70) war der Fragebogen schnell ausgefüllt...

      Als meine Ärztin das Gewicht und die größe eingetragen hat, fragte sie beiläufig, ob ich denn schon mal versucht hätte abzunehmen?

      "Klar, sonst wäre ich heute nicht so dick", habe ich geantwortet und ihr erklären zu versucht wie dieses Gewicht enstanden ist. Daraufhin meinte Sie, dass sie eine Patientin hätte, die mit 50 gesundheitliche Probleme bekommmen hätte und der die Krankenkasse einen Magenband bezahlt hätte. Man hätte halt nur nachweisen müssen, dass man alles versucht hat.
      Daraufhin ich: " Eine solche Operation kommt für mich überhaupt nicht in Frage!". Die Ärztin: " Die Patientin wiegt jetzt 90kg - ist ja auch nicht gerade wenig aber doch viel besser als 140" Ich: "Schön für die Frau, für mich kommt das nicht in Frage!" Die Ärztin: "Wenn Sie vielleicht Nachweise haben über Teilnahme bei WW, Ernährungsberatung usw. könnten wir versuchen einen Antrag durchzusetzen!" :wand:


      HALLO??????

      Ich gehe selten zum Arzt, weil ich ja gesund bin, bis jetzt fand ich meine Ärztin ganz angenehm, weil sie mich nicht auf mein Übergewicht angesprochen hat... Im Moment denke ich darüber nach, mir einen neuen Hausarzt zu suchen...

      LG
      Hummelchen
    • Ich glaube, dann wirst du noch oft wechseln müssen, denn die Ärzte haben halt gelernt: Dick sein -> krank werden. :mad:
      Und das trichtern sie dir mit aller Gewalt ein, ob du willst oder nicht. Die nehmen jede Krankheit als Aufhänger!
      Hast du Blasenentzündung: Bekommen, weil zu dick, konntest nicht schnell genug vom kalten Boden aufstehen
      Hast du Verspannungen: Bekommen, weil zu dick und zu unbeweglich
      Hast du kein Kind: Weil zu dick, kein geregelter Hormonhaushalt, keine Schwangerschaft (ich war übrigens nach 2 Zyklen schwanger....)
      Bist du umgeknickt: zu dick, sonst wäre das Band nicht gerissen

      usw usw usw das könnte man endlos fortführen.
    • adrietty schrieb:

      Ich glaube, dann wirst du noch oft wechseln müssen, denn die Ärzte haben halt gelernt: Dick sein -> krank werden. :mad:


      Ja, viele sind so - aber zum Glück nicht alle. Ich hatte einen ganz tollen Arzt, der aber leider selbst schwer erkrankt ist und deswegen nicht mehr praktizieren kann...

      Ich habe übrigens auch vier Kinder und hatte nie Probleme in der Schwangerschaft...

      Und bis jetzt habe ich mich von meiner Ärztin gut behandelt (im Sinne von Krankheit und als Mensch) gefühlt - sicherlich hat sie es nur gut gemeint - aber gut gemeint ist nicht unbedingt gut...
    • Ich finde es echt erstaunlich, dass Ärzte Nachweise über die ergebnislose Teilnahme an Diäten wollen, zu denen sie vorher oft raten. Erstaunlich deshalb, weil sie sich doch im Grunde damit ein Eigentor schießen und indirekt zugeben, dass Diäten in den meisten Fällen nichts bringen.


      @ Hummelchen

      Wenn Du Dich bisher von dieser Ärztin gut behandelt gefühlt hast, würde ich ganz offen mit ihr über dieses Thema sprechen. Wahrscheinlich weiß sie es einfach nicht besser und es wäre für sie vielleicht gut, wenn eine erfahrene Person ihr einmal auseinandersetzt, was sie von einem solchen "Angebot" hält und warum sie das so sieht.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:




      @ Hummelchen

      Wenn Du Dich bisher von dieser Ärztin gut behandelt gefühlt hast, würde ich ganz offen mit ihr über dieses Thema sprechen. Wahrscheinlich weiß sie es einfach nicht besser und es wäre für sie vielleicht gut, wenn eine erfahrene Person ihr einmal auseinandersetzt, was sie von einem solchen "Angebot" hält und warum sie das so sieht.


      Das habe ich ja auch versucht - was mich so wahnsinnig aufgeregt hat, ist die tatsache, dass ich eindeutig "Nein" gesagt habe und sie einfach nicht aufgehört hat. Zumal ich völlig gesund bin!!!!

      Ich habe neulich mal in einer medizinischen Fachzeitschrift gelesen, dass die Patienten mit Magenband im Schnitt 16% ihres Gewichts abnehmen - das wären in meinem Fall ca. 20 kg.

      D.h. dass ich mich jetzt völlig gesund dieser Tortur unterziehen soll um dann vielleicht statt 140kg 120 kg zu wiegen - da müsste ich ja einen an der Waffel haben - sorry...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hummelchen () aus folgendem Grund: Tippfehler

    • Hummelchen schrieb:

      Das habe ich ja auch versucht - was mich so wahnsinnig aufgeregt hat, ist die tatsache, dass ich eindeutig "Nein" gesagt habe und sie einfach nicht aufgehört hat. Zumal ich völlig gesund bin!!!!

      Ich habe neulich mal in einer medizinischen Fachzeitschrift gelesen, dass die Patienten mit Magenband im Schnitt 16% ihres Gewichts abnehmen - das wären in meinem Fall ca. 20 kg.

      D.h. dass ich mich jetzt völlig gesund dieser Tortur unterziehen soll um dann vielleicht statt 140kg 120 kg zu wiegen - da müsste ich ja einen an der Waffel haben - sorry...


      Klar bist Du stinksauer, wer kann das nicht verstehen!
      Das Fatale wird jedoch sein, dass es diese Ärztin wahrscheinlich aus ihrer Sicht wirklich gut gemeint hat. Traurig, dass der Wissenstand in diesem Bereich bei vielen Ärzten nicht höher ist, als bei Otto-Normalverbraucher.

      Das Schlimmste ist, wenn auch noch jemandem (Dir) der total gesund ist, zu einer OP geraten wird.
      Gerade deshalb würde ich das wahrscheinlich nicht so stehen lassen und noch einmal mit der Ärztin reden. Wenn sie wirklich weiß, was sie tut, - umso schlimmer. Wenn sie im Grunde keine Ahnung hat, kann sie von Dir dazu lernen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Hi Hummelchen,

      also ich würde die Ärztin vorerst nicht noch mal darauf ansprechen.

      Ihre Art und Weise mit dem Thema umzugehen finde ich auch ärgerlich :mad:, aber wenn man die Situation mal aus Perspektive der Ärztin betrachtet muss man auch sagen, dass ihr vielleicht einfach ein bisschen aneinander vorbei geredet habt.
      Sie wollte Dir von einer Methode berichten, das hast Du sofort abgeblockt, weil Du nichts davon hören wolltest. Du wolltest ihr von Deinen Bedenken berichten, die sie ignoriert hat, weil sie erst mal nichts davon hören wollte ... denn zunächst wollte sie Dir von der Methode berichten. ;) Weißt Du wie ich das meine ... ? Letzenendes steht Dir ja nicht auf der Stirn geschrieben, dass Du Dich schon so intensiv mit Magenband und Co. beschäftigt hast ... das konnte die Ärztin nicht wissen. Auf jeden Fall hätte sie Dir besser zuhören müssen, das ist klar ... möglicherweise hatte sie aber auch einfach nur einen schlechten, unaufmerksamen Tag.
      Hätte sich ein Arzt so verhalten, bei dem ich zum ersten Mal bin hätte er mich auch das letzte Mal gesehen ... aber bisher warst Du ja mit ihr ganz zufrieden - so hatte ich das verstanden. So jemand ist schon relativ schwer zu finden. Deshalb würde ich ihr schon eine zweite Chance geben. Von mir aus würde ich das Thema nicht mehr erwähnen - für DICH ist es ja auch kein Thema.

      Möglicherweise kommt auch Deine Ärztin nicht mehr darauf zurück, weil sie (vielleicht auch erst im Nachhinein) verstanden hat, dass Du das nicht möchtest. Sollte sie darauf zurückkommen, würde ich versuchen zunächst ruhig zu bleiben und sie ausreden lassen, dann ihr kurz Deine Argumente (die Du auch hier gebracht hast und die sehr einleuchtend sind) nennen. Geht sie wieder nicht darauf ein, dann solltest Du wirklich einen neuen Arzt suchen, aber das muss ja nicht passieren. :)

      Wahrscheinlich weiß sie es einfach nicht besser und es wäre für sie vielleicht gut, wenn eine erfahrene Person ihr einmal auseinandersetzt, was sie von einem solchen "Angebot" hält und warum sie das so sieht. 01.09.2008 13:34
      Na ja ... also rein objektiv gesehen ist ja die Ärztin die Expertin und nicht das Hummelchen ;), auch wenn sich das Hummelchen sicher intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und die Ärztin sich gerne noch etwas schlauer machen könnte ... Trotzdem:

      Auf keinen Fall würde ich die Ärztin darauf ansprechen und sie quasi belehren wollen ... keiner bekommt gerne gesagt wie er seinen Job zu tun hat (und Ärzte noch weniger ;) ). Bringen würde das eh nichts, ausser vielleicht einen Streit mit einer Ärztin die möglicherweise ansonsten völlig OK ist.
      In den Augen der Ärztin wäre eine "erfahrene Person" wohl eher jemand, der sich beruflich mit dem Thema beschäftigt ganz sicher nicht eine Patientin.

      Wenn überhaupt würde ich etwas in der Richtung erst anbringen wenn ich mir in Ruhe einen neuen Arzt gesucht hätte. Denn möglicherweise will man nach einem Streit nicht mehr zu der Ärztin und wo soll man dann so schnell eine gute Alternative auftreiben - es kommt selten etwas Besseres nach. ;)
    • Man muss bedenken, dass exakt die gleiche Diskussion in den AC-Foren geführt wird. Dort sind allerdings die Ärzte, die Bedenken gegen adipositaschirurgische Maßnahmen haben, diejenigen, die keine Ahnung haben, ignorant sind und dringend gewechselt werden sollten. Die hier im Thread erwähnte Ärztin würde dort gefeiert.

      An dieser Stelle zeigt sich wieder das große Problem rund um die AC: es ist vorwiegend ein Glaubenskrieg. Und es kann auch kaum etwas anderes sein, denn greifbare Fakten gibt es nicht.

      Zwar gibt es jede Menge Studien, aus denen der Schluss gezogen wird, dass man Diabetes mit AC "heilen" kann (was ja an sich schon unseriös ist, da Diabetes nicht heilbar ist; man kann ihn allenfalls "schlafen schicken"). Bei einer AC-Operation zur "Heilung" des Diabetes zahlen neuerdings sogar die Kassen. Diese Studien werden auch gerne herangezogen, wenn es darum geht, Patienten von der AC zu überzeugen. (Ist mir gerade wieder in der Klinik im Saarland passiert, obwohl ich zum allgemeinen Entsetzen keinen Diabetes habe; allerdings wurde mir gesagt, dass ich den 100%ig bekomme, ebenso wie einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall; daran gäbe es NICHTS zu deuteln ... und verhindern könne ich das nur durch eine AC-Maßnahme - wie gut, dass ich auf Durchzug schalten kann).

      Mir fehlt aber bei alledem die Studie, in der die Erkrankungen herausgearbeitet werden, die Folge von AC-Maßnahmen sind. Es wird praktisch nirgendwo und wenn, dann nur zwischen den Zeilen, darauf aufmerksam gemacht, dass AC nicht gesund macht, sondern anders krank.

      Wie sehr dieses Thema Glaubenssache ist, ist mir erst vor kurzem wieder klar geworden. Es ist wohl so, dass in Kliniken die Adipositaschirurgie häufig von einzelnen Ärzten durchgeführt und vertreten wird. Verlassen diese Ärzte die Klinik, so kommt es vor, dass die zuständigen Chefärzte, da sie der AC kritisch gegenüber stehen, die AC nicht weiter anbieten, unlängst geschehen in Bonn und in Frankenthal. Bisher hatte ich immer den Eindruck, die AC verbreitet sich im Schneeballsystem über das Land. Ärzte werden in den etablierten Kliniken ausgebildet, gehen dort weg und bauen anderswo AC-Abteilungen auf. Dass es auch umgekehrt geht, macht mir Hoffnung. Und auf diese Weise zu erfahren, dass es durchaus Ärzte gibt, die die AC nicht für alleinseligmachend halten, tut gut.

      Ich habe mir vorgenommen, dieses Thema mit Ärzten nicht mehr zu diskutieren. Sollte ich noch einmal darauf angesprochen werden, werde ich sagen, dass ich mich sehr intensiv damit beschäftigt habe und zu dem Ergebnis gekommen bin, dass es sich dabei um Maßnahmen handelt, die nicht zu mir passen. Wenn dann rumgebohrt werden sollte, werde ich sagen, dass ich eine weitere Diskussion des Themas nicht wünsche, um das vertrauensvolle Verhältnis zwischen mir und meinem ärztlichen Gegenüber nicht zu gefährden.

      Martina
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • die episode erinnert mich an meine reha damals, wo wir von nem pfleger blut abgenommen gekriegt haben und der auch meinte, meine blutwerte können ja nur schlecht sein etc pp :rolleyes:
      naja, jedenfalls waren wir am nächsten montag da und der meinte nur: fr. s. ich kann es kaum glauben, aber ihre blutwerte sind sowas von spitzenmässig, die sind 10x besser als meine!! :eek:
      man muß dazu sagen, er is vegetarier (isst nur fisch) wegen zu schlechter blutwerte, macht sport, is rank und schlank und durchtrainiert, hat aber bluthochdruck und muß sich ständig um seine ernährung sorgen, weil sich sondt alles sofort im blutbild bemerkbar macht :-p:rolleyes:
      na, ich habs trotzdem geschafft, bis zum schluß der reha zu überzeugen, das dick nicht gleich krank bedeutet, ich glaub, ich hab sein weltbild zum einsturz gebracht :baeh:
      achja, das war keine reha zum abnehmen oder sowas, sondern ne psychische im allgemeinen ;)
      lg
    • Da muß ich mal was positives zum Thema beitragen: ich war kürzlich das erste Mal bei einem neuen Orthopäden und schon sehr bange, was dessen Sprüche angeht, da habe ich nämlich die übelsten Erfahrungen gemacht. Und dann war ich sehr angenehm überrascht: er hat nicht ein Wort über mein Gewicht verloren, obwohl ich wegen meiner Hüftarthrose im Anfangsstadium da war, im Gegenteil! Er lobte mich für meine Sportlichkeit, die er sofort festgestellt hat - schließlich bekommt man eine solche Muskulatur (unterm Fett) nicht durch Hallen-Halma:-D - und meinte, ich solle genauso weitermachen, was meine Aktivitäten angeht.

      Er scheint aber wirklich eine Ausnahme zu sein, besonders bei Orthopäden sind mir miese Bemerkungen à la "Nehmen Sie ab, sonst wird das nie besser" in den unfreundlichsten Varianten begenet. Aber bei solchen Ärzen bin ich dann genau zwei Mal: zum ersten und letzen Mal!
    • der chirurg, wo ich jetzt in behandlung bin, hat mein gewicht auch kaum wahrgenommen. so wenig, dass er mich wie schon berichtet zum mrt überwiesen hat, ohne darüber nachzudenken, dass ich dafür zu dick sein könnte. aber vielleicht, weil ich einen sportunfall hatte.;)
      außerdem bin ich auch in der notaufnahme des kkh und beim röntgen sehr zuvorkommend behandelt worden und das gewicht war nebensache. ich sagte schon zu meinem mann, sehen die mich nicht so dick, wie ich mich selbst oder was. er sagte nur ganz charmant, so schlimm ist es ja auch nicht. ach der liebe.:)

      wenn meine hausärztin mir aber plötzlich mit ac kommen würde, müsste ich auch erstmal schlucken.
    • Fräulein Wunder schrieb:


      Sie wollte Dir von einer Methode berichten, das hast Du sofort abgeblockt, weil Du nichts davon hören wolltest. Du wolltest ihr von Deinen Bedenken berichten, die sie ignoriert hat, weil sie erst mal nichts davon hören wollte ... denn zunächst wollte sie Dir von der Methode berichten.


      Stimmt, ich habe abgeblockt - nicht weil Sie mich auf mein Übergewicht angesprochen hat - ich hätte ihr gerne mal mehr darüber erzählt...sondern weil ich es einfach unverantwortlich finde, dass sie einer völlig gesunden Patientin zu solche einem Eingriff rät - ohne genauer zu wissen, wie mein Übergewicht enstanden ist - ohne zu erfragen, ob ich überhaupt geeignet bin - bin ich nämlich aus verschiedenen Gründen nicht...

      Sie hat mir auch nicht über die Methode berichtet, sondern mir das ganze aufs Auge drücken wollen...


      Meine Hausärztin konnte übrigens davon ausgehen, dass ich wahrscheinlich recht gut informiert bin, da ich beruflich mit Klinischen Studien zu tun habe und auf medizinischem Gebiet ziemlich bewandert bin - das weiß sie, weil wir schon öfter über verschiedene Sachverhalte gesprochen haben...

      LG
      Hummelchen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hummelchen () aus folgendem Grund: darum :-D

    • Hummelchen schrieb:

      Stimmt, ich habe abgeblockt - nicht weil Sie mich auf mein Übergewicht angesprochen hat - ich hätte ihr gerne mal mehr darüber erzählt...sondern weil ich es einfach unverantwortlich finde, dass sie einer völlig gesunden Patientin zu solche einem Eingriff rät - ohne genauer zu wissen, wie mein Übergewicht enstanden ist


      Ja natürlich da sind wir doch einer Meinung,:) ... eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich es grundsätzlich geschickter (und auch höflicher) finde Leute erst mal ausreden zu lassen (außer man wird beleidigt o.Ä). Zum einen fühlt sich das Gegenüber ernst genommen und ist dann eher bereit einem ebenso zuzuhören ... zum anderen ist er für die Dinge die man ihm sagen möchte aufnahmebereiter, wenn er das loswerden konnte was er sagen wollte. Du ärgerst Dich (nicht nur, aber auch) darüber, dass sie Dir nicht zuhörte, deine Einwände ignorierte ... hast aber eigentlich selbst nichts anderes gemacht. Dabei gehts ja nicht darum ihr Recht zu geben, sondern einfach die Zeit und den Respekt zu investieren jemandem zuzuhören dessen Rat man bisher zu schätzen wusste und der jetzt einen Punkt anspricht in dem man nicht mit ihm übereinstimmt.

      Hummelchen schrieb:


      Sie hat mir auch nicht über die Methode berichtet, sondern mir das ganze aufs Auge drücken wollen...


      Auch "aufs Auge drücken" sieht meiner Ansicht nach noch mal ganz anders aus ... klar wenn Du ihr nicht mehr vertraust dann solltest Du sie wechseln.
      Ich kenne die Situation, mich haben Ärzte auch schon auf Magenband und Co angesprochen ... toll ist das nicht (da auch ich völlig gesund bin) und Ruhe zu bewahren ist da nicht einfach. Wenn der Arzt ansonsten gut ist und solange er meinen Gegenargumenten zuhört und akzeptierten kann dass das für mich kein Thema ist geht das für mich aber in Ordnung. Wenn sie das Gefühl haben sie sind verpflichtet mich davon zu informieren, dann ist es eben so. Ich kann dabei nur hoffen, dass sie meinen Argumenten zuhören, diese auf fruchtbaren Boden fallen und den Arzt vielleicht ins grübeln bringen ... aber unsere Aufgabe kann m.E. nicht sein irgendwelche Ärzte zu belehren oder zu erziehen, das kann nicht funktionieren.

      Hummelchen schrieb:



      Meine Hausärztin konnte übrigens davon ausgehen, dass ich wahrscheinlich recht gut informiert bin, da ich beruflich mit Klinischen Studien zu tun habe und auf medizinischem Gebiet ziemlich bewandert bin - das weiß sie, weil wir schon öfter über verschiedene Sachverhalte gesprochen haben...


      Mit Verlaub, aber Deine Ärztin kann nur mit Sicherheit davon ausgehen dass Du über das Thema Magenband gut informiert bist, wenn Du ihr das genau so sagst. Das was wir glauben, das der andere eigentlich ganz genau wissen müsste und das was er tatsächlich weiß liegt oft erstaunlich weit voneinander entfernt.
    • habe ich ein Glück

      Hallo!

      Nachdem, was ich hier gelesen habe, kann ich nur dem Herrn auf Knien für meine Hausärztin danken. Sie ist nett, nimmt sich Zeit, hört zu. Sie sucht nach anderen Gründen für Beschwerden als das Übergewicht. Wenn man sie nach Tipps zur Ernährung fragt, hat sie welche parat. Sie warnt davor, wie bekloppt joggen zu gehen oder sowas und freut sich, wenn ich mich "auf meine Art bewege". Und zu alldem ist sie noch kompetent in Sachen Allgemeinmedizin und weiß, wo "Fachärzte" ranmüssen. Zudem nimmt sie auf "psychische Umstände" wie Krebstote in der Familie Rücksicht. Ich bin dankbar, dass diese Ärztin in meiner Stadt praktiziert. Das wollte ich einfach nur mal loswerden.

      Viele Grüße

      Nici
    • @ Fräulein Wunder:

      ich verstehe schon was Du meinst und Du hast sicher in einigem Recht...

      Ich hätte auch gesprächsbereiter sein können...

      Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie in meinen Augen total unseriös gehandelt hat und einer gesunden Frau, die sich gut mit ihrem Übergewicht arrangiert hat und ein glückliches, erfülltes Leben lebt eine risikoreiche Magenband-Op, die durchaus evtl. negative Auswirkungen auf die Lebensqualität haben kann anbietet - am liebsten hätte sie gleich den Antrag fertig gemacht! Und jemand der nicht so gut informiert ist, hätte sich vielleicht darauf eingelassen...

      Nee, das ist nicht das, was ich von einem verantwortungsbewusstem Arzt erwarte...
    • Ich will hier die Ärzteschaft auf keinen Fall verteidigen. Aber bedenke bitte, daß gerade ein Hausarzt zeitlich ziemlich eingespannt ist. Woher bekommt er also die Informationen über neue Verfahren usw.? Aus Fachzeitschriften und von anderen Ärzten.

      Die Schwägerin meines Freundes ist Ärztin. Sie hat auch ein Jahr in einer niedergelassenen Hausarztpraxis Anerekennungspraktikum für den Facharzt gemacht. Fünfzig-Stunden-Wochen waren da gar nicht, zusätzlich noch Bereitschaftsdienste und Einsätze als Notarzt im Krankenwagen.

      Wie gesagt, ich will das nicht verteidigen, mir fällt es ja oft selbst schwer, Verständnis zu zeigen.

      Wenn es dir auf den Nägeln brennt, sprech sie nochmals drauf an.

      Andernfalls würde ich abwarten, ob überhaupt noch was kommt.

      Ich habe das auch mit meinem Hausarzt durch, inzwischen haben wir eine gute Vereinbarung getroffen.
      ]
    • Meine Neurologin meinte irgendwann mal, ich solle mal über ein Magenband nachdenken. Ich fragte sie wie sie darauf kommt und sie meinte eine andere Patientin hätte damit gut abgenommen. Ich hab dann gesagt, daß ich daß eher nicht in Betracht ziehe und sie hat sich dann auch entschuldigt.
      Zu dem Zeitpunkt dachte ich aber auch noch, ich könnte vielleicht mit WW abnehmen, aber das ging ja vollkommen nach hinten los.
    • Lisa32 schrieb:

      Meine Neurologin meinte irgendwann mal, ich solle mal über ein Magenband nachdenken.
      Das ist ein Beispiel dafür, dass es anscheinend viele Ärzte gibt, die gern in fremden Gewässern fischen, will sagen, dass sie in gewissen Situationen etwas von sich geben, von dem sie aufgrund ihres Fachstudiums nicht die leiseste Ahnung haben. Eine solche Ärztin (Allgemeinmedizin) kenne ich auch. Sie meinte mal, Leistenbruch kommt vom dicken Bauch!

      Soll´n sich die Weißkittel uns gegenüber bitte nur auf die Themengebiete beschränken, von denen sie wirklich etwas verstehen. Sonst machen sie sich irgendwann überflüssig, und wir gehen stattdessen zum Frisör (da kann man auch abnehmen!). :grins:
    • diese Ärzte ...

      Ha,
      ein Arzt ist nun mal auch nur ein Mensch, im schlimmsten Fall normalgewichtig und ohne Einfühlungsvermögen-ich habe Glück gehabt!
      Als ich nach meinem ersten Kind einen Morbus Basedow (? - wir wissen es heute noch nicht genau, ob nicht vielleicht doch Hashimoto) entwickelt habe, nicht abnehmen durfte, weil ich voll gestillt habe, aber trotz mindestens 20000 Kalorien tgl. (kein Witz, es kostete ein kleines Vermögen) 15 KG in drei Wochen abgenommen habe, hat er mich bemitleidet. weil ich so furchtbar "dürr" ausgesehen habe (immerhin noch weit über meinem Ursprungsgewicht- Gr. 40/42).
      Lach - ein toller Arzt, der mich auch in dieser heiklen Situation unterstützt hat - ich wollte einfach keine Medikamente nehmen: das war gefährlich, im Nachhinein aber genau das Richtige zu diesem Zeitpunkt.
      Eigentlich wissen Patienten meist rein intuititiv, was Ihnen gut tut und das wissen nur die wenigsten Ärzte.
      Wenn ich jetzt mal witzel, ob wir nicht eine kleine, feine Überfunktion ohne Nebenwirkungen hinbekommen könnten (aktuell Kleidergröße ca. 52), meint er, so häßlich (Gr. 44 damals) wolle er mich nie wieder sehen.
      So was gibts auch
      :)pple