Der "Schönheits"-Wahn geht weiter...

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    • Der "Schönheits"-Wahn geht weiter...

      Anscheinend ist noch lange kein Ende in Sicht. Selbst noch halbe Kinder, eifern sie den Erwachsenen nach:

      Auch Corinna (16) findet sich zu dick und würde sofort eine Operation in Kauf nehmen für einen glatten Bauch: "Ich hätte das wirklich nötig. Das machen ja sogar die, die sowieso schon schlank und hübsch sind....
      ..... "In der sechsten Klasse hat schon jede zweite eine Diät hinter sich."



      general-anzeiger-bonn.de/index…emid=9999&detailid=459754


      Und wenn sich das Rad dann zu weit dreht, der Mensch die Kurve nicht mehr bekommt und magersüchtig wird, wird mit leicht hämischem Ton über solche Menschen gesprochen. Wie kürzlich über eine "dürre" Naddel, die mit "Stöckerbeinen durch die Gegend stakst".

      Es geht mir hier nicht um eine Naddel, sondern um das Thema an sich. Mit Gewalt in Richtung "Superschlank, sonst gehörst Du nicht dazu" gedrängt, - zum Schluss belächelt, weil der Schuss nach hinten los geht.

      Einfach nur traurig das Ganze.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dralle Deern () aus folgendem Grund: quote korrigiert

    • Ich stelle mal die Vermutung in den Raum, daß Konkurrenzdenken und labile Psyche die Hauptursachen für den Superschlank-Wahn solcher armen Geschöpfe sind.
      Schon sehr früh fangen Mädchen an, sich ernsthaft um ihre Figur zu sorgen, weiß die Bonner Psychologin Ingeborg Smigielski. "In der sechsten Klasse hat schon jede zweite eine Diät hinter sich." Überall werde den Kindern als Wert vermittelt: "Die Schlanksten sind immer die Schönsten."
      Klar, in einer hektischen und oberflächlichen Welt zählt als erstes die Optik. Und dann streut auch noch die Regierung ihr Salz in die Suppe: Fit statt fett. Und dann werden manche dieser Mädels vom eigenen Elternhaus in diese Sch... getrieben.

      Ich könnte k.tzen.:eek:
    • Ich finde auch hier ist es an den Eltern einem solchen Schönheitswahn entgegenzuwirken - in den meisten Fällen bemerkt man doch zuhause Veränderungen im Sinneswandel. Zumindest meine Mutter (auch wenn wir damals kein gutes Verhältniss hatten) hatte immer sofort bemerkt wenn ich mit etwas nicht zufrieden war.

      VG
    • Ich frage mich immer, ob man das wirklich so verallgemeinern kann .... irgendwie ... wenn ich so mein Umfeld anschaue, dann sind da ganz normale Menschen ... egal, welcher optischen Gestalt. Klar - Dicke und Dünne mit Problemen jeder Art, auch jenseits der Kilos ..... aber ob man da wirklich - jeder für sich persönlich - so ein "Opfer" wird von "Regierung" und Berichterstattung ... !?

      Klar - es ist schon so, dass a) die Medien immer irgendwas suchen, was nun besonders gepusht wird .... und dass das b) gerade hier immer so gierig aufgesogen und an den Pranger gestellt wird. Das mag ja vielleicht gerechtfertigt sein ... trotzdem sollte man eben nicht vergessen, dass Dicksein-Dünnsein eben nur ein Thema unter vielen ist!
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • @ Andra1963

      Hier soll nichts verallgemeinert werden:
      Es geht nur um die negativen Seiten des Schön-&-Schlankheitswahns, dem ein Teil der heranwachsenden Mädchen verfallen.

      Andra1963 schrieb:

      trotzdem sollte man eben nicht vergessen, dass Dicksein-Dünnsein eben nur ein Thema unter vielen ist!
      Für viele scheint dies das Lebensthema Nr. 1 zu sein.
    • Andra1963 schrieb:


      Klar - es ist schon so, dass a) die Medien immer irgendwas suchen, was nun besonders gepusht wird .... und dass das b) gerade hier immer so gierig aufgesogen und an den Pranger gestellt wird. Das mag ja vielleicht gerechtfertigt sein ... trotzdem sollte man eben nicht vergessen, dass Dicksein-Dünnsein eben nur ein Thema unter vielen ist!


      ich verstehe dieses kramphafte Suchen nach Themen wie dieses hier nicht.
      Dieser Schlankheitswahn ist ein Problem,das aber inzwischen von Medien und auch der Politik aufgegriffen worden ist. Es wird inzwischen angeprangert und man versucht hier einen Weg zu finden.

      Dieses ständige "sorgenvoll" darauf hinweisen, hinterlässt bei mir das Gefühl, dass man von den eigenen Problemen ablenken will.

      Warum mache ich, die täglich mit so vielen unterschiedlichen Menschen zusammenkomme, nie diese fast täglichen Erfahrungen mit Diskriminierungen, Beobachtungen absonderlichen Verhaltens die es wert wären hier zu schildern? Leb ich in einer anderen Welt?

      Selbstverständlich habe ich wegen meines Gewichts negative Erfahrungen gemacht, allerdings belastet es mich nicht so sehr, dass ich einen heroischen Kampf aufnehmen müsste.
      Ich bin für eine Sensibilisierung der Umwelt für dieses Thema, Martinas Interview zeigt ja, dass nicht alle Medien zu verdammen sind.

      toni
    • toni
      Ich bin für eine Sensibilisierung der Umwelt für dieses Thema, Martinas Interview zeigt ja, dass nicht alle Medien zu verdammen sind.


      Ja, zum Glück gibt es auch solche Möglichkeiten! Trotzdem zeigt ja gerade hier dieses Forum, wie es ansonsten meistens in der Medienwelt aussieht. Ausgewogene Berichte sind leider in der Minderzahl. Wie, wenn nicht auf die Art, genau dieses Mißverhältnis ins Licht zu rücken, soll man dagegen angehen können?

      toni
      Dieser Schlankheitswahn ist ein Problem,das aber inzwischen von Medien und auch der Politik aufgegriffen worden ist. Es wird inzwischen angeprangert und man versucht hier einen Weg zu finden.


      ...und im gleichen Atemzug heißt es "Fit statt fett"...
      das kann ich irgendwie nicht als ehrlich gemeintes "anprangern" ansehen. Sieht für mich eher wie eine Art von Selbstschutzprogramm aus: "Wir sagen zwar, die Dicken müssen alle schlank werden, aber wir wollen nicht, dass sie in die Magerssucht abdriften. Davor warnen wir dann mal lieber vorsichtshalber..."
      Das jedoch beides oft unmittelbar miteinander verbunden ist, wird lieber gern verschwiegen.

      toni
      Selbstverständlich habe ich wegen meines Gewichts negative Erfahrungen gemacht, allerdings belastet es mich nicht so sehr, dass ich einen heroischen Kampf aufnehmen müsste.


      Das es etliche dicke Menschen gibt, die negative Erfrahrungen aufgrund ihres Gewichtes machen und sehr darunter leiden, ist jedoch leider die Wahrheit.
      Jeder geht anders damit um. Es ist wunderbar, wenn man es schafft, damit so umzugehen, dass es das Leben nicht zu sehr, oder sogar gar nicht tangiert. Noch besser ist es jedoch, wenn es solche negativen Erfahrungen gar nicht gäbe und man gar nicht lernen müsste, damit umzugehen.
      Aber auch, wenn man solche Erfahrungen macht und selber gut damit leben kann, oder solche Erfahrungen nicht macht, kann man sich, (wenn man das möchte) dafür einsetzen, dass sich die Dinge ändern, beziehungsweise, dass sich die Blickweise Vieler in Bezug auf dicke Menschen ändert. Mit Heroismus (Heldentum) hat das allerdings in meinen Augen nichts zu tun, sondern einfach mit dem Wunsch, etwas zu tun.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • toni schrieb:


      Selbstverständlich habe ich wegen meines Gewichts negative Erfahrungen gemacht, allerdings belastet es mich nicht so sehr, dass ich einen heroischen Kampf aufnehmen müsste.
      toni

      Toni, dazu möchte ich dann doch etwas sagen. Es ist nämlich schon ein Unterschied, ob man bereits als Kind/Teenager dick war oder erst in - sorry - "gesetzterem" Alter zugenommen hat, wie es bei Dir der Fall war (sollte mich meine Erinnerung da täuschen, korrigier mich bitte). Außerdem hast Du ja nun wirklich kein massives Übergewicht. Daß da die Umwelt auf Dich nicht so reagiert wie auf jüngere/dickere Menschen, ist schon klar. Außerdem neigt man, wenn man älter wird, auch dazu, die Dinge etwas lockerer zu sehen.

      Ob jemand nun gegen die Diskriminierung Dicker - die zweifellos stattfindet! - kämpft oder nicht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Nur sollte denen, die das tun wollen, vielleicht etwas mehr Unterstützung zuteil werden und deren Engagement nicht ins Lächerliche gezogen werden.
    • Pandora schrieb:


      Ob jemand nun gegen die Diskriminierung Dicker - die zweifellos stattfindet! - kämpft oder nicht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Nur sollte denen, die das tun wollen, vielleicht etwas mehr Unterstützung zuteil werden und deren Engagement nicht ins Lächerliche gezogen werden.


      ich kann nur jemanden unterstützen, dessen Identität mir bekannt ist. Eine fassbare Person deren Aktivitäten mir weitgehends bekannt sind.
      Eine Person die keinerlei Identität aufweisst, von der man nicht das geringste weiss, weder was sie tut noch wo sie herkommt, welchen Hintergrund sie hat, die kann ich nicht unterstützen. Das ist für mich eine künstliche Figur.

      toni
    • Jeder sollte sich doch für etwas einsetzen dürfen oder auch nicht. Das ist alles okay, finde ich.

      Jeder soll auch für sich entscheiden, wen oder was er unterstützt, das ist auch vollkommen okay.

      Wenn jemand meint, er muss die Person, die sich für eine Sache einsetzt zunächst kennen, ehe er bereit ist sie zu unterstützen, ist das auch vollkommen okay.

      Bei mir ist das ein bisschen anders. Ich könnte mich auch für eine Sache einsetzen, ohne alle handelnden Personen zu kennen. Das tut man oft bei großen Organisationen, wie zum Beipsiel dem Tier- oder Umweltschutz.

      Was ich nicht ganz so okay finde ist, die Bemühungen eines Menschen abzuwerten, nur weil man den Menschen nicht persönlich kennt.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Noch besser ist es jedoch, wenn es solche negativen Erfahrungen gar nicht gäbe und man gar nicht lernen müsste, damit umzugehen.


      Nein, das wäre eben NICHT besser.
      Das Leben ist nun mal kein rosa Wolkenkuckucksheim, sondern besteht neben den vielen schönen Dingen wie singenden Vögeln im Garten und selbstgezogenen Tomätchen aufm Balkon auch aus Kummer, Schmerz und Leid.
      Es ist auch und gerade für Kinder und Heranwachsende wichtig, dass sie mit Negativem konfrontiert werden und lernen damit umzugehen.
      Kindern, die nur Zucker in den Arsch geblasen kriegen und denen jeder noch so kleine Kieselstein aus dem Weg geräumt wird, haben eine dermaßen niedrige Frustrationstoleranz, dass das Scheitern im späteren Leben schon fast vorprogrammiert ist.

      Was das Engagement für gegen auch immer geartete Diskriminierung von Dicken angeht, so sehe ich im immer wieder Posten zu Links von Artikeln in diesem Forum hier nicht wirklich einen Sinn.
      Nur weil ich die Artikel hier bekanntmache und mich echauffiere, dass irgendwelche dummen Journalisten mal wieder was Böses geschrieben haben, werden diese Artikel nicht weniger.
      Wenn man sich wirklich engagieren will, kann man das ja in Form von Leserbriefen o.ä. tun oder auch mal seinen Mund aufmachen, wenn man Diskriminierung live mitbekommt.
      Das erfordert dann allerdings Zivilcourage.
    • Trotzdem darf man aber doch darüber diskutieren oder nicht?

      Ich stimme Darcy dahingehend zu, dass der Mensch an Leid wachsen kann. Andererseits kann das aber nicht jeder und für viele führen Hänseleien, ständiger Druck und dergleichen in eine ganz falsche Richtung und das ist leider immer noch viel zu häufig der Fall. Trotzdem fände ich es ebenfalls schön, wenn man bestimmte Dinge einfach nicht erfahren müsste, vieles müsste einfach nicht sein. Auch wenn ich es nicht ändern kann, auf bestimmte Erfahrungen hätte ich sehr gern verzichtet. Aber wie Du schon sagtest, das Leben ist nunmal so. Ich bin allerdings froh, dass ich auch den Background habe, der mich in allen Dingen unterstützt, egal wie schwer sie sind. Mit Zucker in den Hintern blasen hat das nicht wirklich was zu tun.
    • Darcy schrieb:


      Das Leben ist nun mal kein rosa Wolkenkuckucksheim, sondern besteht neben den vielen schönen Dingen wie singenden Vögeln im Garten und selbstgezogenen Tomätchen aufm Balkon auch aus Kummer, Schmerz und Leid.


      Ja, das ist so und jeder von uns hat sicher mehr oder weniger viel davon erfahren.


      Es ist auch und gerade für Kinder und Heranwachsende wichtig, dass sie mit Negativem konfrontiert werden und lernen damit umzugehen.


      Das müssen wir alle, wohl oder übel.

      Kindern, die nur Zucker in den Arsch geblasen kriegen und denen jeder noch so kleine Kieselstein aus dem Weg geräumt wird, haben eine dermaßen niedrige Frustrationstoleranz, dass das Scheitern im späteren Leben schon fast vorprogrammiert ist.


      Ich sehe da schon einen Unterschied, ob man versucht negative Erfahrungen, die zu vermeiden wären, zu verringern oder verhindern, oder ob man sich (oder wie in Deinem Beispiel, dem Kind) alle Steine aus dem Weg zu räumen versucht.

      Was das Engagement für gegen auch immer geartete Diskriminierung von Dicken angeht, so sehe ich im immer wieder Posten zu Links von Artikeln in diesem Forum hier nicht wirklich einen Sinn.
      Nur weil ich die Artikel hier bekanntmache und mich echauffiere, dass irgendwelche dummen Journalisten mal wieder was Böses geschrieben haben, werden diese Artikel nicht weniger.
      Wenn man sich wirklich engagieren will, kann man das ja in Form von Leserbriefen o.ä. tun oder auch mal seinen Mund aufmachen, wenn man Diskriminierung live mitbekommt.
      Das erfordert dann allerdings Zivilcourage.


      Jeder engagiert sich in der Form, in der er es kann. Wenn es "nur" das Aufmerksam machen auf bestimmte Artikel ist, ist das in meinen Augen auch eine Art etwas zu tun.

      Und ja, es ist nicht ganz so einfach in Form von Leserbriefen oder sonstwie an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Befürchtung durch die Mangel gedreht zu werden, kenne ich sehr gut.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • toni schrieb:

      ich verstehe dieses kramphafte Suchen nach Themen wie dieses hier nicht.
      Dieser Schlankheitswahn ist ein Problem,das aber inzwischen von Medien und auch der Politik aufgegriffen worden ist. Es wird inzwischen angeprangert und man versucht hier einen Weg zu finden.



      Letztendlich ist es Geschmackssache ... mir ist ein Forum mit vielen Links zum eigentlichen Thema des Boards lieber als ein Forum, das sich im Gequassel rund ums Wetter / Haushalt / was auch immer verliert.

      Zudem: nur weil bestimmte Dinge angeprangert werden, muss sich noch lange nichts ändern.
      Ein Beispiel: Erinnert ihr Euch noch an die Zeit als Modedesigner, Stars und Models sich "lieber nackt als im Pelz" präsentierten, zum Teil die gleichen Designer, Stars und Models die sich heute wieder fröhlich im edlen Pelz zeigen, kräftig daran verdienen und sich irgendwie gar nicht mehr an ihr Geschwätz von gestern erinnern (wollen). Nur weil ein magersüchtiges Model nicht auf den Laufsteg darf und bei einer anderen Show ein molliges Model eingesetzt wird, nur weil ein paar kritische Stimmen laut werden, heißt das doch nicht, dass ein Thema damit abgehakt ist. :confused:
      Am Schönheitsideal der heutigen Zeit verdienen Konzerne und ganze Branchen sehr,sehr viel Geld, alleine deshalb glaube ich dass uns dieses "Ideal" noch recht lang erhalten bleiben und beschäftigen wird, daran ändern auch ein paar Zeitungsartikel nichts.

      toni schrieb:



      Selbstverständlich habe ich wegen meines Gewichts negative Erfahrungen gemacht, allerdings belastet es mich nicht so sehr, dass ich einen heroischen Kampf aufnehmen müsste.
      Ich bin für eine Sensibilisierung der Umwelt für dieses Thema, Martinas Interview zeigt ja, dass nicht alle Medien zu verdammen sind.



      Bei dieser Kritik sollte man allerdings nicht vergessen, dass jede Menge Arbeit und persönlicher Einsatz (nicht "heroisch", sondern ganz real) erst möglich gemacht haben, dass Menschen wie Martina von den Medien überhaupt wahrgenommen und in die Diskussion mit einbezogen werden. ;)
    • Darcy schrieb:


      Es ist auch und gerade für Kinder und Heranwachsende wichtig, dass sie mit Negativem konfrontiert werden und lernen damit umzugehen.
      Kindern, die nur Zucker in den Arsch geblasen kriegen und denen jeder noch so kleine Kieselstein aus dem Weg geräumt wird, haben eine dermaßen niedrige Frustrationstoleranz, dass das Scheitern im späteren Leben schon fast vorprogrammiert ist.


      Das stimmt 100%ig, aber man darf nicht vergessen, dass es auch die andere Seite gibt: Kinder, die alles andere als "Zucker in den Arsch geblasen kriegen", sondern denen von Anfang an vermittelt wird: Du bist nicht gut genug, nicht schön genug, nicht schlank genug - kurz: nichts wert. Wenn sich diese Erfahrungen im Erwachsenenalter fortsetzen, tut man sich schon höllisch schwer damit, Hänseleien u. Diskriminierung einfach an sich abprallen zu lassen... und das "Daran-Wachsen" ist auch schwierig, wenn man immer wieder eins drauf bekommt, kaum dass man sich wieder aufgerappelt hat. Ich z. B. hätte gerne auf gewisse Erfahrungen verzichtet - und ich glaube, es wären immer noch genügend andere negative Erfahrungen übrig geblieben, die auch so verhindert hätten, dass ich ein verhätscheltes Zuckerkind werde. ;)
    • Ich finde, man sollte ein gutes Mittelmaß erzielen.

      Ich bin Einzelkind und dennoch nicht verwöhnt, ich musste Kostgeld zuhause abgeben sobald ich eigenes Geld verdiente - während meine Freundinnen mit ein oder mehreren Geschwistern ihr Geld komplett selbst ausgeben konnten.

      Meine Eltern haben beide voll gearbeitet und ich hatte eine Nachmittagsbetreuung. Als ich 18 geworden aber immer noch zuhause wohnte musste ich dennoch zum Mittag zuhause antreten und solange ich zuhause wohnt musste ich auch immer um Erlaubniss fragen ob ich das WE woanders pennen darf. Mit 20 bin ich ausgezogen, aus naheliegenden Gründen.

      Jetzt versteh ich mich super mit meinen Eltern, auch weil sie mir NIE das Gefühl gegeben haben nichts wert zu sein, sondern ich fühlte mich immer als ein Teil vom ganzen - mußte aber natürlich auch meinen Teil beisteuern.

      Viele denken nur weil ich Einzelkind bin habe ich alles in den Arsch geblasen bekommen. Ich kann nur das Gegenteil bestätigen.

      VG
    • Fräulein Wunder schrieb:


      Bei dieser Kritik sollte man allerdings nicht vergessen, dass jede Menge Arbeit und persönlicher Einsatz (nicht "heroisch", sondern ganz real) erst möglich gemacht haben, dass Menschen wie Martina von den Medien überhaupt wahrgenommen und in die Diskussion mit einbezogen werden. ;)


      Du sagst es, bei Martina steckt eine reale Person dahinter.

      toni
    • Dieses habe ich gelesen, als ich mich vor ca. 1,5 Jahren hier angemeldet habe:

      Philosophie dieses Forums:



      Hier bist Du richtig …
      • wenn Du Dir wünschst, einfach mal nur Mensch zu sein und nicht in erster Linie dick …
        wenn Du Dich auf das Abenteuer einlassen möchtest, auch als dicker Mensch ein weitgehend normales Leben zu führen …wenn Du bereit bist, unbequeme Informationen zum Thema Übergewicht zu erhalten …
      • wenn Du nach Menschen suchst, die Dich bei alledem mit ihren eigenen Erfahrungen begleiten.
      Hier bist Du falsch …
      • wenn Du Deine Diäterfolge öffentlich zur Schau stellen möchtest …
        wenn Du Pülverchen, Tabletten oder andere unfehlbare Abnehm-Methoden anpreisen, bewerben oder vertreiben willst ...
      • wenn Du das Dicksein glorifizieren möchtest.
      -----------------------------------

      Ich habe nirgends gelesen, dass man seine Identität preisgeben und über seine bruflichen oder privaten Aktivitäten Rechenschaft ablegen, oder sie veröffentlichen muss.

      Ich denke, jeder darf so viel oder so wenig über sich erzählen, wie es möchte.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      Ich habe nirgends gelesen, dass man seine Identität preisgeben und über seine bruflichen oder privaten Aktivitäten Rechenschaft ablegen, oder sie veröffentlichen muss...
      Also hier im Forum ganz bestimmt nicht. Wie kommst Du darauf?

      Das hier ist doch kein staatliches Überwachungsforum!
    • Ja, genauso wie wohl ca. 95 % aller, die sich in einem Forum aufhalten, lieber anonym bleiben. Das I-net ist eben nicht die gute Stube zu Hause, wie wir wissen. Davor ist leider auch dieses wunderbare Forum mit seinen wirklich tollen Zielen nicht geschützt.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]