WICHTIG 100 Gründe fürs Übergewicht - mögliche Diagnosen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    Bitte beachtet unsere überarbeitete Datenschutzerklärung sowie unsere ebenfalls überarbeiteten Forenregeln.

    • 100 Gründe fürs Übergewicht - mögliche Diagnosen

      Mir sind die Gründe fürs Übergewicht ein ernstes Anliegen. So an die 20 bis 25 Urachen haben wir ja gemeinsam, zieht man die Überschneidungen ab, gemeinsam zusammengetragen.

      Nun stellt sich mir die Frage, welche wissenschafltich anerkannten Methoden der Diagnose gibt es? Gibt es Stoffwechseluntersuchungen, Laborbefunde oder ähnliches. Bisher lese ich überall nur oder bekomme von Ärzten zu hören/lesen, man möge weniger Essen und sich mehr bewegen. Das ist sehr unbefriedigend.
      Könnt ihr etwas dazu sagen?
    • Cassandra schrieb:

      Mir sind die Gründe fürs Übergewicht ein ernstes Anliegen. So an die 20 bis 25 Urachen haben wir ja gemeinsam, zieht man die Überschneidungen ab, gemeinsam zusammengetragen.

      Nun stellt sich mir die Frage, welche wissenschafltich anerkannten Methoden der Diagnose gibt es? Gibt es Stoffwechseluntersuchungen, Laborbefunde oder ähnliches. Bisher lese ich überall nur oder bekomme von Ärzten zu hören/lesen, man möge weniger Essen und sich mehr bewegen. Das ist sehr unbefriedigend.
      Könnt ihr etwas dazu sagen?
      Gr, zweimal gemeinsam in einem Satz. Das straft der liebe Gott sofort. Habe mir eben beim Zwiebel schneiden tief in den Finger geschnitten und es hört nicht auf zu bluten.
    • hyperinsulinismus, insulinresistenz, diabetes: glukosetoleranztest, insulinmessung (am besten tagesprofil), insulinmessung kombiniert mit glukosebelastung, HbA1c

      schilddrüse: TSH, TRH-Test, fT4, fT3, div. Antikörper

      PCO: hormonstatus der sexualhormone + ultraschall der eierstöcke
      Lieben Gruß

      Rita
    • mögliche Diagnosen
      - Insulinresistenz (beim Diabetologen oder Endokrinologen abzuklären) durch Bluttests und Glucosetrinken (ekliges zeug) sowie BZ-Messungen
      - PCO (betrifft Frauen) - beim Endokrinologen und Frauenarzt Blutuntersuchung und Ultraschall der Eierstöcke, dazu noch optisch (Behaarung z.B.)
      - Diabetes Typ II (Insulinpflichtig) beim Diabetologen durch Bluttests sowie regelmässigen BZ-Messungen

      Feierabend
    • Laktose- Fruktose- und Histaminintoleranz beim Gastroenterologen oder in der entsprechenden Fachabteilung in Kliniken:

      - bei Laktose:[FONT=Verdana, Sans-Serif][FONT=Verdana, Sans-Serif] Am häufigsten kommt der primäre Lactasemangel vor. Er ist erblich bedingt. [/FONT][/FONT][FONT=Verdana, Sans-Serif][FONT=Verdana, Sans-Serif]Die sekundären Formen der Laktoseintoleranz entstehen, wenn die Oberfläche des Dünndarmepithels durch eine andere Krankheit geschädigt wird ([/FONT][/FONT][FONT=Verdana, Sans-Serif][FONT=Verdana, Sans-Serif]Schädigung der Darmschleimhaut , z. B. durch virulente Hefen, Clostridien; Bakterielle Fehlbesiedelung des Dünndarms; Zöliakie; Strahleninduzierte Darmentzündung [Bestrahlung im Rahmen einer Tumortherapie]; Infektiöse Darmentzündung und Infektionskrankheiten; Zu geringe Kontaktzeit bei beschleunigter Darmpassage, bei Durchfall)[/FONT][/FONT]
      [FONT=Verdana, Sans-Serif][FONT=Verdana, Sans-Serif]
      [/FONT][/FONT]Bei einem Atemtest (Wasserstoff-Ausatmungs-Test oder H2-Atemtest) wird die Atemluft nach der Einnahme von in Wasser gelöstem Milchzucker untersucht.

      Seltener wird ein Laktose-Toleranz-Test durchgeführt. Dabei muss man morgens nüchtern Laktose gelöst in Wasser trinken. Durch eine Blutzuckermessung vor und nach dem Trinken lässt sich die Diagnose stellen.
      In Schleimhautproben wird der Laktase-Gehalt gemessen. Die Probe wird mit Hilfe einer endoskopischen Untersuchung aus dem Dünndarm entnommen.

      [FONT=Verdana, Sans-Serif][FONT=Verdana, Sans-Serif]Ein neues Nachweisverfahren ist der LCT-Gentest. Der Gentest wird aus einem einfachen Wangenabstrich durchgeführt. An dem Watteträger haften dann Epithelzellen, aus deren Zellkernen die Untersuchung durchführt wird.
      Die Untersuchung kostet 69,95 € (GOÄ 1-facher Satz). (Labor : www hauss de)[/FONT][/FONT]

      ca. 13-14% der Bevölkerung sind laktoseintolerant

      - bei Fruktose: Nur die Unverträglichkeiten gegen Disaccheride (Zweifachzucker) >Disaccheridasektivität< kann man über eine Biopsie mit untersuchen lassen. >> Fruktose (Einfachzucker) gibt es also nur als H2-Atemtest.
      [FONT=Verdana, Sans-Serif][FONT=Verdana, Sans-Serif]Bei etwa 64% der Laktoseintoleranten tritt auch eine Fruktoseintoleranz auf. ca. 25-35% der Bevölkerung sind fruktose-/sorbitintolerant

      [/FONT][/FONT][FONT=Verdana, Sans-Serif][FONT=Verdana, Sans-Serif]Auch die Fruktoseintoleranz hat ihren Ursprung im Dünndarmepithel. Sie ist gekennzeichnet durch einen genetischen Defekt eines Dünndarmtransportsystems, so dass Fruchtzucker nicht oder nur unzureichend resorbiert werden kann. Zuckeralkohole wie Sorbit und Xylit blockieren ebenfalls dieses System. Da in vielen Arzneimitteln, auch in Lactosepräparaten Sorbit oder Xylit vorkommen, ist sowohl bei der Laktose- als auch bei der Fruktoseintoleranz eine sorgfältige Überprüfung der stofflichen Zusammensetzung eines Arzneimittels dringend erforderlich.[/FONT][/FONT]

      - bei Histamin: Die Diagnose einer Histaminunverträglichkeit ist ausgesprochen schwierig, denn im Blut der Betroffenen gibt es - wie auch bei Laktose- und Fruktoseintoleranz - keine Antikörper wie bei einer Allergie. Bei Histaminose hilft meist nur eine Ausschlussdiät: Nach einigen Tagen nur Wasser wird pro Tag jeweils ein Nahrungsmittel verzehrt und die Unverträglichkeitsreaktionen gemessen. Beim Provokationstest werden Substanzen, die bei empfindlichen Menschen häufig zu Stoffwechselproblemen führen, gezielt in Tablettenform gereicht, wozu auch Histamin gehört. Oft vertragen PatientInnen gleich mehrere Stoffe nicht.

      [FONT=Verdana, Sans-Serif]Seit kurzem gibt es die Möglichkeit, die Aktivität von DAO (=[/FONT][FONT=Verdana, Sans-Serif] Diaminooxidase > [/FONT][FONT=Verdana, Sans-Serif]Enzym, das Histamin abbauen kann) [/FONT][FONT=Verdana, Sans-Serif]im Blut zu messen. Liegt der Wert unter 3 U/ml ist von einer Histaminintoleranz auszugehen. Bis 10 U/ml ist eine Histaminintoleranz wahrscheinlich. Die Untersuchung kostet 27,98 € (Labor: www hauss de)

      mindestens 1% der Bevölkerung sind histaminintolerant (80% davon Frauen, viele davon über 40 Jahre alt)


      So, ich hoffe, das passt vom Informationsgehalt her...

      liebe Grüße
      Dani


      [/FONT]
    • Hallo,

      blöde Frage: habt Ihr die 20-25 Ursachen irgendwo mal zusammengetragen oder soll dieser Thread dazu dienen?

      Meiner Erfahrung nach können Erkrankungen auch subklinisch verlaufen, d.h. die Symptome sind da, eine Behandlung mit entsprechender Medikation bringt auch Erfolg, aber die Blutwerte sehen "normal" aus. Die Normwerte, die den Ärzten von den Labors vorgelegt werden, sind statistische Werte, Stichwort Normverteilung und Gauß'sche Glockenkurve. Es kann also durchaus passieren, dass man mit seinen "Wohlfühlwerten" außerhalb dieser Norm liegt. Eine nicht ganz einfache Situation, da meiner Erfahrung nach Ärzte nur daran interessiert sind, "fehlgeleitete Werte" wieder in den Normbereich zu bringen (ich nenne das gerne Laborkosmetik).

      Bei der Schilddrüse macht man neben einem Bluttest (fT3, fT4, TSH, TPO-AK oder MAK) sinnvollerweise einen Ultraschall der Schilddrüse, welcher Größe und Beschaffenheit, Schwellungen, Knoten oder "echoarme Bezirke" aufzeigt. Allerdings sollte man wissen, dass nicht jeder Arzt das gleiche dort sieht... Finden sich weitere Auffälligkeiten (Knoten), schaut man über ein Szintigramm nach, ob die Knoten kalt oder heiss sind.

      Bei der Insulinresistenz muss auch nicht jeder Test ein brauchbares Ergebnis liefern. Bei mir waren die Zuckertests immer negativ, obwohl ich einige Sympotome einer latenten Diabetes/Insulinresistenz aufwies. Die Auffälligsten waren mein unstillbarer Durst und ein ständiger Hunger auf Süßes. Ich habe das mit hochdosiertem Chrom in den Griff bekommen. Nachdem die Dreimonatspackung aufgebraucht war, ist bei mir sogar Schokolade schlecht geworden - ein absolutes Novum.

      Nahrungsallergien bzw. -unverträglichkeiten können auch dick machen. Ich weiß leider noch nicht genug darüber, kann aber mit Sicherheit sagen, dass sich in diesem Zusammenhang Gewichtszunahme und Verdauungsbeschwerden nicht gegenseitig ausschließen müssen. Hier hat mir eine "Kartoffel-Reis-Diät" geholfen. Nix zum Abnehmen, sondern vom Allergologen als Klinikaufenthalt vorgeschlagen (habs dann zu Hause gemacht, mag keine KKH). Wenn man nicht genau weiß, auf welche Nahrungsmittel man allergisch ist, kann man das auch in dem Zusammenhang herausfinden. Ach ja, auch da waren alle Tests negativ bei mir.

      Wäre ich doch bloß ein Hypochonder, dann hätte ich wenigstens Spaß daran...


      Ich bitte darum, zu beachten, dass ich kein Mediziner bin und nur meine Rechercheergebnisse mit den dazugehörigen Erfahrungen weitergeben kann.
    • Niradey schrieb:

      Bei der Insulinresistenz muss auch nicht jeder Test ein brauchbares Ergebnis liefern. Bei mir waren die Zuckertests immer negativ, obwohl ich einige Sympotome einer latenten Diabetes/Insulinresistenz aufwies. Die Auffälligsten waren mein unstillbarer Durst und ein ständiger Hunger auf Süßes. Ich habe das mit hochdosiertem Chrom in den Griff bekommen. Nachdem die Dreimonatspackung aufgebraucht war, ist bei mir sogar Schokolade schlecht geworden - ein absolutes Novum.


      Hallo Niradey,

      hast du dich da vielleicht verschrieben oder meinst du wirklich Chrom???

      Viele Grüsse

      Maxima
    • Niradey schrieb:

      Hallo,

      blöde Frage: habt Ihr die 20-25 Ursachen irgendwo mal zusammengetragen oder soll dieser Thread dazu dienen?

      Meiner Erfahrung nach können Erkrankungen auch subklinisch verlaufen, d.h. die Symptome sind da, eine Behandlung mit entsprechender Medikation bringt auch Erfolg, aber die Blutwerte sehen "normal" aus. Die Normwerte, die den Ärzten von den Labors vorgelegt werden, sind statistische Werte, Stichwort Normverteilung und Gauß'sche Glockenkurve. Es kann also durchaus passieren, dass man mit seinen "Wohlfühlwerten" außerhalb dieser Norm liegt. Eine nicht ganz einfache Situation, da meiner Erfahrung nach Ärzte nur daran interessiert sind, "fehlgeleitete Werte" wieder in den Normbereich zu bringen (ich nenne das gerne Laborkosmetik).

      Bei der Schilddrüse macht man neben einem Bluttest (fT3, fT4, TSH, TPO-AK oder MAK) sinnvollerweise einen Ultraschall der Schilddrüse, welcher Größe und Beschaffenheit, Schwellungen, Knoten oder "echoarme Bezirke" aufzeigt. Allerdings sollte man wissen, dass nicht jeder Arzt das gleiche dort sieht... Finden sich weitere Auffälligkeiten (Knoten), schaut man über ein Szintigramm nach, ob die Knoten kalt oder heiss sind.



      Zustimmung!
      Nach zwei Schüben einer heftigen Schilddrüsen-Autoimmunerkrankung (bis heute unklar, ob Basedow oder ... vielleicht doch Hashimoto), die bewußt und ärztlich kontrolliert nicht behandelt wurde, habe ich heiße und kalte Knoten und sonst keine Symptome mehr.
      Es ist ein sooo komplexes Thema und es gibt auch ärztlicherseits sooo viele Theorien dazu, daß manchmal das eigene Gefühl am besten weiterhilft.
      Mein Endokrinologe ist im Dreieck gesprungen als ich die Medikamente nicht nehmen konnte (ich konnte einfach nicht ...), mein Hausarzt, der mich seit Ewigkeiten kennt, hat mich in meinem Gefühl unterstützt und das war im Nachhinein genau das Richtige in DIESEM Fall!
      Das Gewicht ist erst Jahre nach den Schüben gestiegen und hängt definitiv damit nicht zusammen.
    • Moderne Lebensmittelerzeugung - ein Grund für ÜG?

      Übergewicht und weitere Gewichtszunahme bekommt man nicht unter Kontrolle, indem man weniger isst und sich mehr bewegt.


      beginnt dieser Text über die Risiken der modernen Lebensmittelerzeugung.

      Folgende "kollektiven Denksätze" sind danach nicht schlüssig:

      Adipositas ist die Folge von überessen, des Essens zu vieler Kalorien.
      Adipositas ist die Folge der übermäßigen Aufnahme gesättigten Fettes. Fett essen - besonders das Fett aus tierischen Produkten - macht fett.
      Adipositas ist die Folge mangelnder Willenskraft und eine Charakterschwäche.
      Adipositas ist eine genetische Veranlagung, wie braune Augen, und man kann nichts dagegen tun.
      Adipositas wird verursacht durch übermäßigen Genuss, Gefräßigkeit, alle Bedenken in den Wind schlagen und dem Mangel an moralischer Standhaftigkeit.
      Adipositas wird allein durch den Mangel an körperlicher Bewegung verursacht.


      ich war nicht mit allem einverstanden, was beschrieben wird, aber vielleicht gibt es ja einen Denkanstoß in eine andere Richtung:

      Es sieht beinahe so aus, als befinde sich der Körper in einer Art Überlebensmodus und kreiere den übergewichtigen Typus als allerletzten Versuch, das Leben unter ungewöhnlich rauen Bedingungen, sowohl innerlichen als auch äußerlichen, zu erhalten.


      Der ganze Bericht hier nachzulesen:

      Lesen Sie mehr unter: [Bei 'Zentrum der Gesundheit' bitte das Thema 'Adipositas googlen]

      (habe ich jetzt extra nicht verlinkt, weil es auch teil einer komerziellen website ist. ) [dafür, dass nichts verlinkt wurde, war der Link aber deutlich zu sehen]

      liebe Grüße Lisa

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: kommerziellen Link gelöscht

    • HPU - eine Stoffwechselerkrankung, bei der einige Enzyme fehlen und die für einen permanenten Vitamin B6, Mangan - und Zinkmangel im Körper sorgt.
      Diese Krankheit zählt aber noch zur Alternativmedizin,
      Die Symptome sind vielfältig - Verdauung, Muskeln, Psyche etc.
      warum hier an dieser Stelle?

      Typisch für HPU : als Kind und junger Mensch Untergewicht, später Übergewicht.

      Wer darüber nachlesen will:
      csn-deutschland.de/hpu.htm
      kritisch:
      de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4mopyrrollaktamurie

      Sehr ausführlich, aber leider komerziell: KEAC . de suchen.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Meine persönlichen Dickmacher:

      Hashimoto mit Schilddrüsenunterfunktion
      Einnahme von Psychopharmaka
      mangelnde Bewegung aufgrund von Schmerzen wegen Arthrose
      Depression mit teils geringem ANtrieb

      und nicht medizinisch: Ich nasche gern,,,,:cool2:

      LG tweety007
    • tweety007,

      dann bist du ja genauso beschissen (sorry) dran wie ich.

      Ich habe die chronische, endogene Depression, die verlangt, dass ich viele und hoch dosierte, sedierende Psychopharmaka nehmen muss. Dazu Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion, Bluthochdruck und die Refluxkrankheit.

      Für diese Krankheiten muss ich natürlich auch Medis einnehmen.

      Arthrose im Knie hab' ich auch, aber ich könnte auch ohne Arthrose nicht laufen, weil ich zu schlapp bin und wenn ich das nicht wäre, könnte ich's nicht, wegen den Angstzuständen.

      Außerhalb dieses Forums erzähle ich das niemandem, weil ich dann meistens höre: "Jaja, zähl mal auf was du nicht hast, dann bist du schneller fertig."

      Komisch ist, dass jemand, der mehrfach chronisch krank ist, häufig als "Wichtigtuer" angesehen wird. Dabei halte ich mich selbst und meine Krankheits-"Karriere" unter Verschluss ... nachdem ich diese Erfahrung machen musste.
    • Was auch Übergewicht begünstigt:

      Schlafapnoe
      Etwa 2 bis 4% der Erwachsenen leiden unter einer obstruktiven Schlafapnoe. Damit gehört die obstruktive Schlafapnoe zu den häufigsten Volkskrankheiten, wie etwa Asthma, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes. Im mittleren bis höheren Lebensalter liegt die Häufigkeit bei Männern zwischen 15 und 19%, bei Frauen zwischen 9 und 15%.
      Weiterhin gibt es die leichteren Formen der nicht obstruktiven Schlafapnoe (zentrale Schlafapnoe, Hypoventilationssyndrom, Cheyne-Stokes-Atmung)

      Symptome:
      Tagesmüdigkeit, Einnicken, Sekundenschlaf v. a. bei monotonen Tätigkeiten
      Konzentrationsmangel
      depressive Verstimmung bis hin zu Depressionen
      Abgeschlagenheit
      Leistungsmangel
      Kopfschmerzen morgens
      Nykturie
      Schnarchen
      Schwierigkeiten beim Ein. und Durchschlafen
      Atemaussetzer beim Schlafen
      nächtliches Schwitzen
      Bluthochdruck
      steigendes Gewicht
      Restless-Legs-Syndrom
      schwindende Libido

      Diagnose (durch Pneumologen) wird gestellt anhand:
      Blutabnahme (Sauerstoffgehalt messen): niedriger Sauerstoffgehalt
      Lungenfunktionstest: Lungenvolumen messen
      ampulante Polygraphie/Schlafmonitoring (das Gerät zeichnet Puls, Schlaflage, Atmung auf):
      -Atemaussetzer
      -hoher Puls
      -Schnarchen
      -in der Regel in Rückenlage ausgeprägter
      Anamnese im Patientengespräch

      Risikofaktoren:
      Alkoholkonsum
      Rauchen
      hohes Gewicht (Prinzip: je mehr, desto wahrscheinlicher)
      Herzinsuffizienz
      Niereninsuffizienz
      Durchblutungsstörungen im Gehirn (aufgrund Vergiftung, Schlaganfall, Gefäßsklerose)
      längerfristig: Einnahme von Opioiden
      Aufenthalt in großer Höhe

      ggf. erfolgt eine Überweisung ans nächstgelegene Schlaflabor, um die geeignetste Therapieform festzulegen; hier kann eine stationäre Polysomnographie durchgeführt werden (Achtung: Wird nicht von allen Krankenkassen übernommen)

      Therapie:
      mechanisch: Unterkieferprotrusionsschiene, Anpassung durch Kieferorthopäden
      mechanisch: Beatmung mit Atemmaske (CPAP oder BiPAP)
      chirurgisch: operativ werden "störende Teile" entfernt (eher veraltet) oder Vorverlagerung des Kiefers
      medikamentös: Behandlung der Ursache Herzinsuffienz etc.
      Selbsthilfe: Stärkung der Halsmuskulatur
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Nordlicht schrieb:

      mechanisch: Beatmung mit Atemmaske (CPAP oder BiPAP)
      Einspruch! ;)

      Ein C- oder BiPAP-Gerät ist kein Beatmungsgerät. Das wird immer wieder gern so gesagt und geschrieben, stimmt aber nicht. Der Betroffene atmet selber. Das Gerät erzeugt dabei lediglich einen Unterdruck, der das Gaumensegel daran hindert, die Atemwege zu verlegen. Eingeatmet wird zudem Raumluft.

      Zu den Ursachen ist zudem eine genetische Veranlagung zu ergänzen.

      Ich habe das mal in einem anderen Thread sehr ausführlich erklärt:

      Martina schrieb:

      charly3341 schrieb:

      Da ich wegen Schlafapnoe immer müde war und im Büro immer eingeschlafen bin, ließ ich mich ins Krankenhaus einweisen und lebte ein halbes Jahr von ...kcal täglich. ... Ohne die Abnahme hätte ich mein derzeitiges Alter von 70 Jahren kaum erlebt. :hopps:

      Lunix schrieb:

      Wegen der Schlafapnoe? Da gibt es heutzutage Beatmungsmasken. Die helfen bei dicken und bei schlanken Apnoikern. Sagt man. :)
      Da muss ich Charly beispringen.

      Mein Vater war massiver Schlafapnoiker. Es war bekannt, dass er zum Teil schlimme Atemaussetzer hatte. Nicht bekannt war allerdings, was das bedeutete, jedenfalls nicht dem normalen medizinischen Laien. Schlafapnoe, das wissen wir heute, ist eine der häufigsten Ursachen für Herz-/Kreislauf-/Gefäßerkrankungen (Schlaganfall, Herzinfarkt) und auch für Diabetes Typ II.

      Wir schrieben das Jahr 1977, als mein Vater einen Schlaganfall erlitt, der aus heutiger Sicht zusammen mit anderen Risikofaktoren (Kriegsteilnahme, Rauchen, exzessives Arbeiten) seine Ursache in der Schlafapnoe hatte. Ich habe den Vergleich, da es in unserer Familie Patienten gibt, die in jüngerer Zeit einen Schlaganfall hatten. Während diese Menschen heute gefordert und gefördert werden, wurde mit meinem Vater praktisch nichts gemacht, so dass er wesentlich behinderter aus alledem hervorging als die meisten Betroffenen heute. Heute würde mein Vater zudem umgehend ein C-PAP-Gerät bekommen. Er hat noch bis 1985 weitergelebt, ohne C-PAP-Gerät und mit Schlafapnoe. Dann ist er mit 63 Jahren gestorben.

      Wahrscheinlich hat Charly als jemand, der schon älter ist, Recht damit, dass er nicht mehr leben würde, wenn er nicht abgenommen hätte, denn damals gab es noch kein anderes Mittel dagegen. Die C-PAP-Behandlung wurde erst in der zweiten Hälfte der 90er Jahre bekannt. Faktisch hat er sogar Glück gehabt. Es hätte ihm auch passieren können, dass die Abnahme das Problem nicht gelöst hätte, denn ...

      Maky schrieb:

      Dass der böse, böse Bub sich nicht vorher erkundigt hat...... statt sich eine Beatmungsmaske zu besorgen, hat er sich erlaubt, abzunehmen :eek:
      ..., und damit wäre ich dann bei dieser unqualifizierten Bemerkung, Schlafapnoe ist ein Anomalie (eine Bindegewebsschwäche), die nicht durch Übergewicht verursacht wird. Sie wird allenfalls dadurch begünstigt. Allerdings gibt es eine Wechselwirkung. Schlafapnoe begünstigt auch Übergewicht, da schlechter Schlaf eine mögliche Ursache für Übergewicht ist.

      Deshalb ist es so, dass es schlanke und dicke Schlafapnoiker gibt. Es gibt Schlafapnoiker, die durch die C-PAP-Behandlung dramatisch abnehmen, es gibt Schlafapnoiker, die auch nach einer dramatischen Abnahme noch massive Schlafapnoe haben. Es gibt praktisch jede denkbare Kombination aus diesen verschiedenen Fakten.

      Fest steht aber, dass die C-PAP-Maske Gesundheit bewahrt und Leben rettet. Selbst wenn man sich entschließt abzunehmen, sollte man als Schlafapnoiker keine Sekunde zögern, sich behandeln zu lassen, denn es gibt keine Garantie, dass man mit der Abnahme die Schlafapnoe los wird. Und jeder Tag ohne Maske ist multipler Stress für den Körper.

      [...]

      Eine gut behandelte Schlafapnoe versetzt den Körper nämlich faktisch in Normalität, was ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt der Gesundheit ist. Daher gibt es heutzutage für einen verantwortungsvollen Patienten keine Entscheidung, abnehmen oder C-PAP-Maske.

      Übrigens noch eine kleine Anmerkung für die Nichtwissenden, damit sie dann vielleicht in Zukunft ein bisschen qualifizierter mitreden können: Eine C-PAP-Maske ist keine Beatmungsmaske. Man atmet selber und man atmet ganz normale Raumluft. Nur in besonderen Fällen wird der Raumluft noch Sauerstoff zugeführt. Das ist aber meines Wissens nur bei Schwerstkranken der Fall. Der normale Schlafapnoiker atmet, wie gesagt, die ganz normale Raumluft. Das C-PAP-Gerät, durch das diese Luft aber geführt wird, verstärkt lediglich den Druck, mit dem die Luft am Gaumensegel vorbei geführt wird. Dies führt dazu, dass das Gaumensegel nicht einfällt (<-- Bindegewebsschwäche) und somit die Luftwege versperrt, was wiederum zum Aufwachen führt, um einer Erstickung vorzubeugen. Mit einem durch Druck offen gehaltenen Gaumensegel hingegen lässt es sich prima schlafen und alles ist gut.
    • Martina schrieb:

      Einspruch! ;)

      Ein C- oder BiPAP-Gerät ist kein Beatmungsgerät. Das wird immer wieder gern so gesagt und geschrieben, stimmt aber nicht. Der Betroffene atmet selber. Das Gerät erzeugt dabei lediglich einen Unterdruck, der das Gaumensegel daran hindert, die Atemwege zu verlegen. Eingeatmet wird zudem Raumluft.


      Ebenfalls Einspruch. ;) Das Gerät erzeugt keinen Unter- sondern einen Überdruck. Ansonsten vollste Zustimmung zum von dir gesagten.
    • Ja, natürlich atmet man selbst... das ist mir offenbar durchgegangen, als ich das aufgeschrieben habe. Es wird tatsächlich öfter als "Beatmung" beschrieben. Gemeint war es so, wie ihr es beschreibt. mea culpa. :-o

      PS: Hab ich tatsächlich "ampulant" gteschrieben? Nee, nee, wo war ich da gedanklich?
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Ursachen für Übergewicht

      Hallo zusammen,

      Natürlich gibt es etliche Gründe für Übergewicht und es gibt auch etliche Behandlungsmethoden.
      Ich glaube, dass ein großes Problem darin liegt, dass Übergewicht immer noch nicht als Erkrankung anerkannt wird. So fühlen sich Krankenkassen nicht dafür zuständig. Da es oftmals einem selbst nicht möglich ist, teure Kosten zu bezahlen, bleibt eben auch die Behandlung aus.
    • Bianca04 schrieb:




      Ich glaube, dass ein großes Problem darin liegt, dass Übergewicht immer noch nicht als Erkrankung anerkannt wird. So fühlen sich Krankenkassen nicht dafür zuständig. Da es oftmals einem selbst nicht möglich ist, teure Kosten zu bezahlen, bleibt eben auch die Behandlung aus.



      stimmt, aber das ist nur eine Frage der Zeit, bis das kommt....
      onmeda.de/g-medizin/adipositas…kheit-anerkannt-3100.html
      ich weiß allerdings nicht, ob das besser wid.
      Bei psychischen Erkrankungen beispielsweise sind der "Goldstandard" in der Behandlung Psychopharmaka. Es ist schwierig bis unmöglich, eine alternative Behandlung zu bekommen.
      Ich fürchte, dass bei Adipositas der Standard dann die Operationen sind. :(

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • @Lisa Cortez. Ja, ob Übergewicht als Krankheit angesehen werden sollte
      könnte man vom Ausmaß abhängig machen. Es kommt also darauf an.
      Natürlich sollte man auf die Ernährung achten wenn man abnehmen will, also auf Kohlenhydrate weitestgehend verzichten. Und auch Bewegung ist wichtig, weil man dadurch Fett verbrennt und auch Muskeln aufbauen kann, die Energie verbrauchen, auch wenn man gerade nichts tut. Ich habe übrigens diese Probleme behandelt, auf meiner Seite in meinem E-Book, das man kostenlos herunterladen kann. [I]entfernt

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Boewi () aus folgendem Grund: Auch nachts ist plumpe Eigenwerbung hier fehl am Platz!

    • Antisept3 schrieb:


      Natürlich sollte man auf die Ernährung achten wenn man abnehmen will, also auf Kohlenhydrate weitestgehend verzichten.


      Das ist NICHT natürlich. In einer neueren Studie wurde kein Vorteil von low carb gegenüber low fat gesehen. Ist wohl buchstäblich Geschmackssache.
      spiegel.de/gesundheit/ernaehru…ist-besser-a-1047505.html

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken