BMI auf dem Zeugnis???

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    • BMI auf dem Zeugnis???

      Hallo Ihr Lieben!
      Morgens beim fertigmachen und anziehen höre ich zum wachwerden immer Radio. Bevorzugterweise 1live. Als ich heute morgen aus der Dusche kam gings gerade mal wieder um die Debatte, wir deutschen wären zu dick. das ist Themenwoche bei 1live. Soweit nix schlimmes. Doch heute gings im Zusammenhang mit der Diskusion, Ernährung als Schulfach einzuführen, um dicke Kinder in den USA, um das dort sehr fettige Schulessen usw...Ich habe leider nicht genau mitbekommen, um welchen Bundesstaat und welche Schule es dort ging, aber dort werden die Kinder ernsthaft am Ende jedes Schuljahres gewogen und der BMI wird auf dem Zeugnis vermerkt. Ich bin schockiert! hat das außer mir jemand gehört? Wie verachtend ist das denn???:eek:
      Fassungslose Grüße
      Miriam
    • Hallo, dass habe ich heute morgen auch auf EinsLive gehört!

      Die Schulleiterin einer Schule, in der der BMI mit auf´s Zeugnis kommt erzählte dann, was es in der Schulkantine immer zu essen gibt...
      und es gibt "sometimes Pizza", "sometimes Burgers" "a hot Sandwich" "or Pizza Corners with Dip".
      Auf die Frage, ob sie denn dieses Essen als nahrhaft empfindet, sagte sie...JA.
      Bigotte Welt in USA!!
    • vollmond schrieb:

      Ich habe leider nicht genau mitbekommen, um welchen Bundesstaat und welche Schule es dort ging


      Unter anderem wäre das in Arkansas und Wyoming der Fall
    • Jamona_dea schrieb:

      Unter anderem wäre das in Arkansas und Wyoming der Fall


      unsere regierung hat vorgestern beschlossen, daß wir einen fit statt fett-plan brauchen. bis 2020 sollen zunächst 20 prozent weniger übergewichtige menschen in deutschland sein. anlass ist die neue volkskrankheit, die 70 milliarden euro kosten verursacht.

      der plan:
      ernährung soll pflichtfach in der schule werden.

      fettgehalt soll auf packungen klar ausgewiesen sein. (ist das jetzt nicht schon so?)

      gesündere verpflegung in kitas, schulen, restaurants, kantinen, zügen und flugzeugen(mehr salat und obst sind genannt)

      ein trimm-dich-programm soll mehr spielplätze, mehr fahrradwege, attraktivere parks bringen.

      hat mir grad eine freundin geschickt. war wohl gestern in der zeitung.

      lieben gruß
      ellen
    • ellen67 schrieb:

      unsere regierung hat vorgestern beschlossen, daß wir einen fit statt fett-plan brauchen. bis 2020 sollen zunächst 20 prozent weniger übergewichtige menschen in deutschland sein. anlass ist die neue volkskrankheit, die 70 milliarden euro kosten verursacht.



      Den Aktionsplan kann man auch auf der Homepage des Bundesminsteriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, kurz BMELV,einsehen.
    • Dass der BMI in den Staaten auf den Zeugnissen vermerkt wird, ist nicht wirklich unbekannt. Das gibt es dort schon länger. Dieses zur-Show-stellen ist sicherlich der falsche Weg.

      Ich habe letztens auf BR den Film "Super Size Me" rein zufällig gesehen. Morgan Spurlock ist dort auch in die Schulen gegangen und hat das Mittagessen analysiert. Ich dachte bis dato, dass die amerikanischen Kids doch nicht nur Chips, Pizza etc konsumieren. Aber der Film hat diese Meinung leider revidiert. Spurlock hat Stichproben bei den Kids gemacht, 2 kleine Tüten Chips, einen Schokoriegel und dazu Gatorade. So oder so ähnlich sah das Mittagessen bei vielen Kids aus.

      Gesundes oder besser gesünderes Essen haben die Kinder sozusagen verschmäht. Mehrere Versuche wurden gemacht, abwechslungsreiches Essen auf die Teller zu geben. Das hat alles nichts gebracht.

      Da denke ich schon, dass vieles von der Fehlernährung kommt.
    • ellen67 schrieb:

      unsere regierung hat vorgestern beschlossen, daß wir einen fit statt fett-plan brauchen. bis 2020 sollen zunächst 20 prozent weniger übergewichtige menschen in deutschland sein.


      das kann klappen :daumen:.

      aus übergewichtigen (bmi 25,1-29,9) werden durch fit statt fett pläne ganz schnell und leicht adipöse (bmi > 30) :baeh2:.

      und zum drüberstreuen ein paar mehr magersüchtige kinder (von denen dann 30% bald ganz weg sind, nämlich tot).
      Lieben Gruß

      Rita
    • Während meiner Schulzeit (5.-10. Klasse, 1981-1986) hat die Frau des Hausmeisters zu den Pausen auch Snacks verkauft:
      kleine Tüten Chips, Schokokekse, Knoppers, Waldmeistersaft oder Orangenlimonade...und Milch und Kakao gab es auch, wovon eher der Kakao weg ging. Milch war nicht so angesagt bei dieser Auswahl.
      KEIN Lehrer hat was gesagt oder Anregungen für ein besseres Schulfrühstück gemacht. Selbst dem Schulleiter war es egal!
    • ellen67 schrieb:

      der plan:
      ernährung soll pflichtfach in der schule werden.
      Nur ist Schulpolitik dummerweise Ländersache. Einige Länder (z.B. Hessen) haben superschnell reagiert und ein entsprechendes Unterrichtsfach bereits gestern abgelehnt.

      Ich finde den Vorschlag toll, den Tim Mälzer kürzlich bei Christiansen gemacht hat: Die Kinder ihr Essen selbst kochen lassen (muss ja nicht täglich sein bzw. die Klassenstufen könnten sich abwechseln). Da schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.
      Aber wohl auch nur ein Wunschtraum.
    • also bei uns gabs ca. 10-15 jahre früher weder essen noch trinken in der schule zu kaufen, was ich auch richtig finde.

      aber. rund um die schule gabs ein halbes dutzend geschäfte, die mit süßzeug, wurstsemmeln und softdrinks ein gutes geschäft gemacht haben. die wurden vor und nach der schule und in den pausen eifrig frequentiert.

      soviel zur guten alten zeit, wo die kinder noch schlank waren ;).

      ich denke nicht, dass es lehrer oder schuldirektoren interessieren sollte, was die kinder essen. ich habe solche tendenzen bei einer meiner lehrerinnen als absolute grenzüberschreitung erlebt.
      Lieben Gruß

      Rita
    • tja, wir hatten in der 7. und 8. klasse sowohl kochen, als auch ernährungslehre als pflichtfach (für mädchen). auf mein gewicht hat sich das in keiner weise ausgewirkt, aber ich kann eine wunderbare maionaise selber rühren, wenn not an der frau ist :-D.
      Lieben Gruß

      Rita
    • Also, das Rezept für die Mayo hätte ich gern :D.

      Bei uns gabs auch einen Kiosk an der Schule. Der bestand dann aus Milchschnitte, Trinkpäckchen, Schokoriegeln etc.

      Erst in den beruflichen Schulen gans dann doch mehr Auswahl an Brötchen etc. Allerdings wer wollte konnte sich da auch an Schokoladen satt essen.
    • Rita schrieb:

      also bei uns gabs ca. 10-15 jahre früher weder essen noch trinken in der schule zu kaufen, was ich auch richtig finde.

      aber. rund um die schule gabs ein halbes dutzend geschäfte, die mit süßzeug, wurstsemmeln und softdrinks ein gutes geschäft gemacht haben. die wurden vor und nach der schule und in den pausen eifrig frequentiert.

      Ja, das war bei uns auch so (siebziger Jahre). Besonders beliebt: Der kleine Edeka-Laden an der Ecke - da gab es die höchst beliebten "Mohrenkopf-Brötchen" (ich weiß, heute nicht mehr politisch korrekt, aber damals hießen die halt so).

      Allerdings hat in der ersten großen Pause auch der Hausmeister seinen kleinen Fensterladen aufgemacht: Dort gab es neben Milch und Kakao auch Süßkram, Schokoprinz und ähnliche Riegeleien.

      Rita schrieb:

      ich denke nicht, dass es lehrer oder schuldirektoren interessieren sollte, was die kinder essen. ich habe solche tendenzen bei einer meiner lehrerinnen als absolute grzüberschreitung erlebt.

      Ich glaube, das sind zwei verschiedene Paar Schuh. Eine Einmischung oder Kritik an dem, was ich z.B. an Essen dabeihabe, eine Art "Taschenkontrolle", analog zu der Kühlschrankkontrolle in manchen Fernsehsendungen, fände ich auch absolut unpassend und kontraproduktiv.

      Ich hätte es allerdings toll gefunden, wenn ich in der Schule die Grundzüge des Kochens gelernt hätte. Als ich mit knapp 19 ausgezogen bin, war ich ganz schön verratzt. Zu Hause, als ich ein Kind/Teenager war, war das Essen immer schon fertig, wenn ich aus der Schule kam. Wir sind auch viel Essen gegangen. Außerdem hat meine Mutter nie gern gekocht (und mein Vater wäre in der Speisekammer verhungert, wenn ihm keiner was gekocht hätte :rolleyes: ), also habe ich von zu Hause nichts mitbekommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals zusammen gekocht hätten. Da wäre ich für Schulkochen dankbar gewesen. Außerdem macht es gemeinsam viel mehr Spaß.
    • Bei uns hat auch die Frau vom Hausmeister einen kleinen kiosk betrieben. Schokoriegel und Cola waren allerdings tabu! Es gab Milch und Kakao, Joghurts, Brötchen und Würstchen und Obst!
      Mir war das mit dem BMI echt neu! Ich überlege gerade wie ich mich dabei gefühlt hätte...*schauder*
    • ellen67 schrieb:

      bis 2020 sollen zunächst 20 prozent weniger übergewichtige menschen in deutschland sein.


      Das ist doch ganz ganz einfach!!!

      Das schaffe ich in 5 Minuten, dazu braucht man doch keine 13 Jahre!

      Wollt ihr wissen wie?











      Man setze den BMI der Grenze zum Übergewicht etwas höher und schon haben wir wesentlich weniger Übergewichtige!

      Das ist kein Witz, denn das Gegenteil (also das runtersetzen von BMI bzw. Änderung der früheren Gewichtsformel nach Broca) hat doch auch funktioniert - also Übergewichtige per Definition erschaffen.

      Aber halt, ich bin unverschämt wenn ich sowas fordere, denn damit würde ich u.a. den Profit für Industrie, Pharma und Ärzte vermindern.

      Gruß

      Ulrike
    • Dass in Schulen, Kitas usw. mehr Obst und Gemüse gegessen werden soll, würde ich schon einerseits unterstützen. Andererseits sind wir hier wieder bei dem Punkt: was für den einen gesund ist, kann den anderen krank machen.

      Ich denke da an den großen Sohn meiner Freundin. Er wird jetzt 8 und ist gegen jeden Mist allergisch. Ob auf derartige Sonderfälle dann eingegangen werden kann, ist eben ein Punkt von vielen, der mich skeptisch sein lässt.

      Ich kanns eigentlich nicht genug schreiben, von Vollkorn gehts mir schlecht, von rohen Äpfeln gehts mir schlecht, Apfelmus geht, da darf dann aber bestimmtes anderes Zeugs nicht gleichzeitig mit den Magen, Milch ist auch so eine Sache bei mir.

      Mich nervt an dieser ganzen Diskussion eigentlich genau DIESER Punkt. Es gibt keine gesunde Ernährung. Die gibt es nur individuell angepasst auf jeden einzelnen. Aber keine allgemeingültige.

      @Ulrike: Wie kannst Du nur die BMI-Grenze erhöhen wollen, also wirkilch. Und überhaupt...gilt der BMI nur für Übergewichtige mit Fettanteil oder auch diejenigen, die viel Muskelmasse haben?