"Böse" Dicke?

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    • "Böse" Dicke?

      Es gibt da etwas, das mich schon seit längerer Zeit beschäftigt.


      Bin ich eine böse Dicke? Ich schaffe es nicht, mich gesund zu ernähren, mich regelmäßig zu bewegen. Zurzeit schmecken mir nur mehr ganz wenige Dinge (fast nichts mehr), trotzdem esse ich weiter, auch wenn es mir nicht schmeckt. Ich dachte, dieses Stadium hätte ich schon weit hinter mich gebracht. ABER, da mir so wenig schmeckt, muss ich auch doch auch andere Sachen essen, sonst verhungere ich. Oder zumindest fürchte ich, zu verhungern (so blöd es auch klingt bei meinem nicht unbeträchtlichen Übergewicht – um die 120 kg). Bin ich einfach nur diese klischeehafte unbeherrschte faule Dicke?


      Nach Jahren der psychiatrischen Behandlung, mach ich mir nicht nur vor, noch immer eine ES zu haben (oder jemals eine gehabt zu haben)? Oder esse ich einfach nur viel zu viel? Brächte ich Disziplin auf, könnte ich dann abnehmen? Oder reicht es (so wie ich es momentan praktiziere), dass ich es schaffe, nichts mehr zuzunehmen. Na gut, habe ganz wenig sogar abgenommen, aber nicht durch gesundes Essen. Und jetzt stehe ich schon wieder. Muss mir das reichen?


      Gesunde Ernährungsumstellung (was immer das ist) müsste doch machbar sein? Klingt doch nicht allzu schwer? Und dazu moderate Bewegung (siehe auch Tipps zur Motivation in der Abteilung „Sport“). Wieso schaffe ich das nicht? Weil ich doch nur einfach eine böse Dicke bin?


      *Kopfkratz* - *Tränenwegwisch*


      weiß nicht, ob hier oder Abteilung ES, da ich mir nicht sicher bin, ob ich überhaupt eine ES habe - falls es nicht hierher gehört, bitte verschieben
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Nun, liebe Renate, diagnostizieren kann ich natürlich nicht...

      Aber auch ganz unabhängig davon, ob Du nun eine Esstörung hast, finde ich, dass es keine Frage von Gut und Böse ist, wieviel man wovon isst. Soll heißen: Du bist nicht böse, Du bist kein schlechter Mensch - egal, was Du isst. Und Du solltest Dein Essverhalten nicht zu einer Frage der Moral machen.

      Liebe Grüße, Sopho (die sich in ihrem Nebenfach-Studium auch sehr ausführlich mit Moralphilosophie befasst hat. Soweit sie sich erinnert, ging es dabei nie um Fragen der Ernährung.)
    • Guten Morgen, meine Liebe! Wieder mal hat jemand aufs Papier ... ääh ... auf den Bildschirm gebracht, was mir oft im Kopf herumgeht. Da können wir uns die Hand geben, zumindest in weiten Bereichen.

      Ich bemühe mich, halbwegs vernünftig zu essen. Aber eben nur sehr halbwegs. Wer meine Küchenschränke und meinen Kühlschrank öffnet, findet mindestens genau so viele "ungesunde" wie gesunde Dinge. Und weiißt du, womit das in allererster Linie zu tun hat? Mit Faulheit. Ich *hasse* jegliche Form von Hausarbeit - nicht nur Putzen, Bügeln etc., sondern auch Kochen, aufwendiges Essen zubereiten etc. Und ich drücke mich davor, wo ich nur kann. Ich esse in der Kantine und gern auch Dinge, die sehr schnell gehen - und eben dementsprechend nicht besonders gesund sind. Manchmal davon auch zuviel - die ES-bedingten Anfälle mal nicht eingerechnet, die haben sich zwar sehr reduziert, sind aber immer noch da.

      Ähnlich ist es mit dem Sport. Wenn es danach ginge, was ich plane oder mir vornehme, wäre ich eine Supersportlerin. So aber bleibt es in 99 Prozent der Fälle beim Willen.

      So lebe ich auch ständig in dem Bewusstsein, eine "böse" oder "schlechte" Dicke zu sein. Denn dick sein an sich ist ja keine Schande, wie ich hier gelernt habe, aber ungesund und ohne Bewegung zu leben schon.

      Nach langer, langer Therapie, nach langem Nachdenken und vielen Gesprächen weiß ich, woran es liegt: Ich habe einen Kopf, der immer beschäftigt sein will. Vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Ich kann und will nichts tun, wobei mein Grips nicht gefordert ist. Ich langweile mich sofort zu Tode.

      Das ist eine schlichte Erkenntnis, aber leider hilft sie nicht weiter.

      Und so wünsche ich mir weiter jeden Tag, eine "gute" Dicke zu sein ... wenigstens ein guter Mensch, der zu seinem Körper gut sein will ... aber an seinem Geist immer wieder scheitert.

      Und so verstehe ich dich von Herzen gut.
      Eine Lösung aber habe ich nicht.
    • Sally schrieb:

      Denn dick sein an sich ist ja keine Schande, wie ich hier gelernt habe, aber ungesund und ohne Bewegung zu leben schon.



      Du sprichst mir aus der Seele - genau das meinte ich, Du hast meine Gedanken wunderbar in Worte gefaßt :bigja:

      Auch bei mir muß alles schnell gehen (Ungeduld), Langeweile darf ja nicht aufkommen (langweilig - Auslöser, in mich hineinzustopfen). Und auch, daß mein Geist ja nicht unbeschäftig sein darf. Ungeduld und Kontrollzwang haben mich fest "im Griff".

      Lösung? Das wird sicher weder einfach noch schnell sein. Aber es freut mich schon mal, damit nicht ganz alleine zu stehen.
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Sophonisbe schrieb:

      Du bist nicht böse, Du bist kein schlechter Mensch - egal, was Du isst.


      Ich meinte eher das, was auch Sally angesprochen hatte. Wenn ich denn schon dick, bin "darf" ich mich nur dann akzeptieren, wenn ich mich gesund ernähre und bewege?
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Ob man ein böser oder ein guter Mensch ist, kann man man doch nicht daran festmachen ob man sich gesund und vollwertig ernährt, oder ob man zwei- bis dreimal die Woche Sport macht.
      Für mich zeigen Taten und Worte ob man böse oder gut ist. Böse ist in meinen Augen u.a. jemand, der den Respekt vor anderen Menschen verloren hat.

      Und nach meiner Meinung liebe Silver bist du meilenweit davon entfernt böse zu sein. Wenn du böse wärst würde ich dich nicht so mögen und schätzen:knuddel2:
    • MissSilver schrieb:

      Wenn ich denn schon dick, bin "darf" ich mich nur dann akzeptieren, wenn ich mich gesund ernähre und bewege?


      Mit einem Wort: Nein.

      In elaborierter Fassung: Du darfst Dich akzeptieren. Als der Mensch, der Du bist. Und mehr noch: diesen Menschen darfst Du sogar lieben und gut behandeln.

      Ebenso ist es erlaubt, die eine oder andere Sache an sich selbst nicht besonders gut zu finden. Absolut verboten hingegen ist, dadurch die grundsätzliche Akzeptanz Deiner selbst in Frage zu stellen (etwa, indem Du Dich als "böse" klassifizierst). So war es übrigens auch oben schon gemeint. :)

      Liebe Grüße, Sopho (die es gar nicht mag, mit Vokabeln wie "erlaubt" und "verboten" zu operieren, weil sie sich dann immer fühlt wie eine Diät einer drittklassigen Frauenzeitschrift.)
    • @ hestia:

      Na ja, das "Gut" und "Böse" macht sich glaube ich hier weniger an charakterlichen Eigenschaften und dem Verhalten gegenüber anderen fest, sondern vielmehr am Verhalten gegenüber uns selbst und dem eigenen Körper. Und daran, wie man persönlich abschneidet gegenüber der Philosophie, die schlussendlich ja auch dieses Forum vertritt. Sprich - wenn du dick bist, liebe und akzeptiere dich so wie du bist, quäle deinen Körper nicht mit Diäten, sondern führe ihm gutes, (möglichst - im Rahmen der gegebenen äußeren Bedingungen) gesundes Essen zu und bewege ihn so, wie es ihm bekömmlich ist.

      Wenn man das nicht schafft - zum Beispiel aus den Gründen, die Miss Silver und ich hier beschrieben haben -, dann sucht einen schon schwer das schlechte Gewissen heim. Das ist dann weniger ein Gefühl von "böse" als vielmehr ein Gefühl des Fehlverhaltens, des Nicht-Genügens, des Versagens - eher gegenüber sich selbst als gegenüber anderen Menschen.

      Nur eines ist ganz sicher richtig: Es tut gut, damit nicht allein zu sein.:)
    • Ich meinte eher das, was auch Sally angesprochen hatte. Wenn ich denn schon dick, bin "darf" ich mich nur dann akzeptieren, wenn ich mich gesund ernähre und bewege?
      Nein, ganz eindeutig nein. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Ihr Euch/Du Dich/ich mich auch akzeptieren darf, wenn wir keine aktiv sportelnden, hypergesund kochenden Superdicken sind.
      Ich bin nämlich auch eine von Euch :cool2: .
      Ich bin dick, essgestört, habe Diabetes, (manchmal) Bluthochdruck, laboriere mit meiner Schilddrüse rum (Unterfunktion+Hashimoto) - und trotzdem (oder grad deshalb?) schaffe ich es nicht immer, mich gesund zu ernähren oder gar sportlich zu betätigen.
      Immerhin hab ich, was das Kochen betrifft, doch meist was "Gesundes" im Topf und mir sogar eine gesunde Kochweise angeeignet, die trotzdem schnell geht, aber komplett auf Fertigzeugs verzichtet.
      Allerdings hilft mir das nicht, im Freßanfall dann doch Zeugs in mich reinzustopfen, was ich weder vertrage noch gut für mich ist.
      Und Sport - haha, schön wär's und Schwimmen würd ich z.B. sehr gern mal wieder gehen, aber ich hab allein einfach keine Lust. Laufen/Walken ist so'ne Sache, da mir nach getaner Arbeit (wo ich die ganze Zeit auf den Beinen bin) die Füße furchtbar wehtun.

      Was ich aber unbedingt anstrebe ist, mich trotzdem zu akzeptieren - so wie ich eben bin. Nicht nur als Dicke (also dieses äußerliche Merkmal), sondern auch als manchmal unbeherrscht, unkontrolliert, träge, meinen Gelüsten unterworfen und meinen Freßanfällen ohnmächtig gegenüber.
      Ich denke, auch diese inneren "Fehler" dürfen akzeptiert werden - nicht nur das Äußere.

      Darcy
    • Sally schrieb:

      Na ja, das "Gut" und "Böse" macht sich glaube ich hier weniger an charakterlichen Eigenschaften und dem Verhalten gegenüber anderen fest, sondern vielmehr am Verhalten gegenüber uns selbst und dem eigenen Körper. Und daran, wie man persönlich abschneidet gegenüber der Philosophie, die schlussendlich ja auch dieses Forum vertritt. Sprich - wenn du dick bist, liebe und akzeptiere dich so wie du bist, quäle deinen Körper nicht mit Diäten, sondern führe ihm gutes, (möglichst - im Rahmen der gegebenen äußeren Bedingungen) gesundes Essen zu und bewege ihn so, wie es ihm bekömmlich ist.


      Aber Sally... gehört es nicht mit zu dieser Philosophie, sich nicht lähmen zu lassen von Schuldgefühlen? Sich nicht dem
      Gefühl des Fehlverhaltens, des Nicht-Genügens, des Versagens - eher gegenüber sich selbst als gegenüber anderen Menschen.
      hinzugeben?

      Ich will die Existenz dieser Gefühle ja gar nicht bestreiten, sind sie da, dann müssen sie natürlich ernst genommen werden. Ich finde nur, dass sie etwas zu Überwindendes sind.
    • Darcy schrieb:

      Was ich aber unbedingt anstrebe ist, mich trotzdem zu akzeptieren - so wie ich eben bin. Nicht nur als Dicke (also dieses äußerliche Merkmal), sondern auch als manchmal unbeherrscht, unkontrolliert, träge, meinen Gelüsten unterworfen und meinen Freßanfällen ohnmächtig gegenüber.
      Ich denke, auch diese inneren "Fehler" dürfen akzeptiert werden - nicht nur das Äußere.
      Danke, Darcy. Das waren die Worte, nach denen ich suchte. :daumen:
    • Sophonisbe schrieb:


      Ich will die Existenz dieser Gefühle ja gar nicht bestreiten, sind sie da, dann müssen sie natürlich ernst genommen werden. Ich finde nur, dass sie etwas zu Überwindendes sind.


      Tja, und da denke ich wieder, was ist wenn ich das nicht kann? Es ist so schwer! Schuldgefühle sind mein "zweiter Vorname".

      Und wie kann ich ohne diese leben? Ist das überhaupt möglich? Ich habe Angst davor.
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Na ja ... klar ist das ein anzustrebendes Ideal, sich mit allen Fehlern und Abgründen zu akzeptieren. Allerdings stelle ich schon fest, dass mir das schwer fällt. Denn ein bisschen was "gut machen" möchte ich ja schon - auch gegenüber mir selbst.

      Dazu kommt: Wäre ein Zugeben dessen, dass ich ...

      manchmal unbeherrscht, unkontrolliert, träge, meinen Gelüsten unterworfen und meinen Freßanfällen ohnmächtig gegenüber


      ... bin, nicht Wasser auf die Mühlen derjenigen, die sagen: Siehst du, Dicksein oder nicht - das ist eben doch nur eine Frage von Beherrschung, Disziplin und Selbstkontrolle.

      Provokative Frage vielleicht ... die sich mir im Leben auch nicht wirklich so stellt, aber manchmal stelle ich fest, dass ich sozusagen schon in vorauseilendem Gehorsam schonmal ein bisschen schwindele ... und ein Schuldgefühl entwickle, wenn wieder eine Woche vorbeigegangen ist, in der ich nur die paar Meter vom Haus ins Auto und zurück gegangen bin, weil der innere Schweinehund wieder mal stärker war.
    • Dass "Schuldgefühle" auch für mich sowas wie ein zweiter Vorname ist, fiel mir gerade gestern mal wieder in aller Heftigkeit auf.

      Sally schrieb:

      Denn dick sein an sich ist ja keine Schande, wie ich hier gelernt habe, aber ungesund und ohne Bewegung zu leben schon.

      Besser kann man es fast nicht sagen. Leider belade ich mich zu häufig mit der Schande, mit viel zu wenig Bewegung zu leben. Womit ich gleich wieder bei "Schuldgefühle" wäre...
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
      [/SIZE]
    • Na ja ... klar ist das ein anzustrebendes Ideal, sich mit allen Fehlern und Abgründen zu akzeptieren. Allerdings stelle ich schon fest, dass mir das schwer fällt. Denn ein bisschen was "gut machen" möchte ich ja schon - auch gegenüber mir selbst.

      Dazu kommt: Wäre ein Zugeben dessen, dass ich ...

      Zitat:
      manchmal unbeherrscht, unkontrolliert, träge, meinen Gelüsten unterworfen und meinen Freßanfällen ohnmächtig gegenüber


      ... bin, nicht Wasser auf die Mühlen derjenigen, die sagen: Siehst du, Dicksein oder nicht - das ist eben doch nur eine Frage von Beherrschung, Disziplin und Selbstkontrolle.



      Ja sicher ist es ein Ideal - und ich sag auch gar nicht, dass ich da schon angekommen bin, bei weitem noch nicht. Aber ich versuche, dort hinzukommen.
      Was mir dabei (manchmal) hilft ist, dass ich mir bewußt mache, dass ich auch in schlanken Zeiten manchmal träge, unbeherrscht, unkontrolliert usw. war und durchaus nicht perfekt. Manchmal ist es allerdings auch vor mir absolut keine "Entschuldigung" und schon türmen sie sich wieder auf, die Schuldgefühle.

      Dieses "ein bisschen was gut machen" mir selbst gegenüber ist übrigens mein schwärzester Punkt - denn ich verfalle dann geradezu in einen Perfektionismus. Problem daran ist, dass ich, wenn ich das Gefühl habe es nicht perfekt machen zu können, oft gar nicht erst damit anfange.
      Sei es beim Essen - wenn ich schon von Anfang an weiß, dass ich "gesundes Essen" nicht durchhalte, dann fange ich erst gar nicht damit an - sei es beim Putzen - wenn ich nicht Stunden lang Zeit und Lust habe, wirklich richtig "porentief rein" zu putzen, dann fällt es mir sehr schwer, auch nur den Tisch abzuwischen - ich setze mich dabei zu sehr unter Druck. Immer mit dem inneren Zwang, ich müßte es perfekt machen, ansonsten wäre es eh nix wert.
      Und da ich durchaus weiß, dass ich nicht perfekt bin, fange ich gar nicht erst damit an - und schwupps sind die Schuldgefühle wieder da, weil ich es gar nicht erst versucht habe.

      Das Ganze ist ein übler Kreislauf, den zu stoppen ich nur selten in der Lage bin - aber wenn es mir mal gelingt, bin ich immer sehr stolz auf mich.

      Trotzdem arbeite ich daran, diese Seiten an mir annehmen zu können - immerhin bin ich schon soweit, dass ich sie zulassen und mit Euch hier drüber schreiben kann.

      Darcy
    • Sally schrieb:


      Nach langer, langer Therapie, nach langem Nachdenken und vielen Gesprächen weiß ich, woran es liegt: Ich habe einen Kopf, der immer beschäftigt sein will. Vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Ich kann und will nichts tun, wobei mein Grips nicht gefordert ist. Ich langweile mich sofort zu Tode.



      Uuups, Sally, da bringst du bei mir was ins rollen... diesen Gedanken hatte ich noch nie, aber mein kleines Herzchen sagt, dass das ein Volltreffer sein könnte...
      Nachdenkliche Grüße
      Jesse
    • darcy schrieb:

      Problem daran ist, dass ich, wenn ich das Gefühl habe es nicht perfekt machen zu können, oft gar nicht erst damit anfange.
      Sei es beim Essen - wenn ich schon von Anfang an weiß, dass ich "gesundes Essen" nicht durchhalte, dann fange ich erst gar nicht damit an - sei es beim Putzen - wenn ich nicht Stunden lang Zeit und Lust habe, wirklich richtig "porentief rein" zu putzen, dann fällt es mir sehr schwer, auch nur den Tisch abzuwischen - ich setze mich dabei zu sehr unter Druck. Immer mit dem inneren Zwang, ich müßte es perfekt machen, ansonsten wäre es eh nix wert.
      Und da ich durchaus weiß, dass ich nicht perfekt bin, fange ich gar nicht erst damit an - und schwupps sind die Schuldgefühle wieder da, weil ich es gar nicht erst versucht habe.


      beschreibst du da mich? *smile*
      kenn ich nur zu gut. das ist wirklich verflixt.
      und mit dem baden gehen....jo, das kenn ich auch. aber da könnten wir uns ja mal treffen...unsere gruppe *smile*....und gemeinsam hingehen.
      ab sept. möchte ich jedenfalls gerne ins hallenbad....und anfangen zu schwimmen....ich will einfach was machen....und schwimmen ist da wohl noch das beste.

      lg.
      pezi
    • Ab September erst? :cool:

      Es gibt da ein wunderschönes kleines Freibad in Bergen (günstig gelegen fast an der Autobahn *gg*), da kann man auch schöne Runden drehen - könnten wir durchaus vielleicht schon früher angehen. Da ist das eine Becken sogar beheizt :D

      Aber gerne dann auch im Herbst/Winter dann in der Halle weiter. Ist halt nur immer problematisch wegen Schichtdienst einen gemeinsamen Termin zu finden.

      Liebe Grüße,
      Darcy - die schon wieder am PC hängt statt was sinnvolles zu tun :cool2:
    • jo, da reden wir uns noch zusammen......gibt in freilassing auch eines *ggg*. wir können ja abwechseln. benzin is ja leider ned grad billisch in zeiten wie diesen :-/.
      wir finden schon termine *g*....hach wie das wischtisch klingen tut :D
    • Sally schrieb:


      Dazu kommt: Wäre ein Zugeben dessen, dass ich ...



      ... bin, nicht Wasser auf die Mühlen derjenigen, die sagen: Siehst du, Dicksein oder nicht - das ist eben doch nur eine Frage von Beherrschung, Disziplin und Selbstkontrolle.


      Das ist Nicht-Trinken oder Nicht-Rauchen aber doch für einen Normalgewichtigen auch! Um nur mal zwei Beispiele zu nennen. Das blöde daran ist doch nur das wir optisch direkt auffallen.
    • Stimmt. Guter Gedanke. Da kann ich ja nächstes Mal gleich anbringen, dass ich weder rauche noch trinke ... was ich früher reichlich und jahrelang getan habe ... und daher ein Ausbund an Selbstdisziplin bin :cool2:.

      Dankeschön.
    • Steffi, diesen Eindruck habe ich auch.

      Es wurde schon oft berichtet, dass man, wenn man z B auswärts isst und man als Dicke(r) "nur" einen Salat isst, dann wird man schief angeschaut und eine Rückmeldung ist oftmals: "Na ja, dann haut sie (er) eben zu Hause wieder richtig zu.".

      Dass Übergewicht nun mal nicht nur von zu viel Essen und zu wenig Bewegung kommt, ist inzwischen bewiesen. Aber die Leute, die so weit denken können, sagen zumeist, es ist eine Ausrede.
      Und sprechen aber im gleichen Zuge von Toleranz, Akzeptanz. Nur- was konkret akzeptieren und tolerieren sie dann?

      Grübelnde Grüsse,
      Steph(chen)