sitcom ,OA und der endlose Kampf

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    • sitcom ,OA und der endlose Kampf

      Hi,

      ich oute mich als TV süchtig. Ich schau gerne Sitcoms.
      Kennt jemand Mike und Molly.
      Da geht es immer auch um das Gewicht der Beiden und ihren ständigen Kampf abzunehmen.
      Überspitzt alles...aber letztlich der Kampf den auch ich ausfechte-
      Sie lernen sich bei OA kennen.
      Da bin ich vor einem Vierteljahrhundert auch hin.Erfrischend an SHG ist ja immer, es gibt andere mit ähnlichen Problemen .Ich bin nicht alleine.
      Das Programm ist bewährt, aber ich habe mich nicht wieder gefunden. Ich hatte nicht das Gefühl, daß mir das Thema Essen völlig entglitten war.
      Damals wog ich so 85 Kilo und war sehr unglücklich damit.Letztlich war ich unglücklicher als heute, wo ich viel mehr wiege.
      Die Menschen die ich bei OA traf, hatten fast alle ein viel gravierenderes Problem mit Gewicht etcetera.

      Was mir dann auch eine Therapeutin sie auf diese Themen spezialisiert war bestätigte.

      Irgendwann war ich zufrieden mit mir und mein Gewicht war egal.Es kamen die ersten Dickenakzeptanz-Gruppen auf und endlich konnte man Jeans auch in Größe 50 kaufen.
      Alles gut.

      Leider nahm ich dann doch sehr zu und hab mittlerweile ein Gewicht erricht, daß mich schlicht körperlich behindert.


      Also ein lebenslanger Kampf-Krampf :keule1: Ob er je endet.Kennt "ihr" jemanden, der sein Gewicht langfristig nachhaltig verändert hat.
      Die Frauen damals aus OA...die ich noch kenne- ( einige starben an ihrer Sucht ) ..sind entweder wie ich üpiger geworden im Lauf der Jahre oder sie sind noch genauso kachektisch ( wobei die dann zumindest einen Punkt ihrer Sucht erricht haben, wo sie nicht noch mehr abnahmen).
      Also ist man ausgeliefert?
      Der Sucht? Dem Bestreben des Körpers so bleiben zu wollen, wie er es Ende der Pubertät mal angelegt hatte?

      Wie ich schon schrieb...was mach ich nun auf den Rolli sparen oder gleich aufgeben :eingrab:
      Klar alles tun um die Beweglichkeit zu erhalten.

      Also kämpfen .Jeden Tag Dinge tun die ich nicht mag und für die ich keine Zeit habe.
      Ich würde einfach nur gerne EINFACH leben.Ohne diesen Krampf :stirn: im Hirn.

      Wie gesagt, ich war da schon mal drüber hinweg.Aber nun habe ich immer Schmerzen......

      :girlzeit: aber wie gesagt...ich bin ständig online...also ich habe immer die neusten Nachrichten parat....höre, lese, gucke sie...

      Monserat Cablier ist gestorben.Das ist traurig, aber das Erste was mein krankes Hirn dachte.Wow..die war ja nun alles andere als schlank und wurde 85.

      Vielleicht habe ich noch eine Chance..

      So wanke ich zwischen Botschaften...neulich meinte eine Bekannte, daß sie es geschafft hat von 120 kg auf 98 abzunehmen..ihr Arzt hatte gesagt, wenn sie nicht das Ruder rumreißt, dann lebt sie keine 2 Jahre mehr bei dem Gewicht ( sie hatte sonst keine Krankheiten

      So ein Ar.....Ärzte die so Aussagen treffen, machen einen echt kaputt.

      Und was ist nun das Fazit?

      Ich bin ich und ich habe meine :idee: Geschichte und andere eine andere...oder so
    • mrsmarmelade schrieb:

      Also ist man ausgeliefert?
      Der Sucht? Dem Bestreben des Körpers so bleiben zu wollen, wie er es Ende der Pubertät mal angelegt hatte?
      ich weiß nicht , wo das angelegt ist. Ich habe Gewichtsschwankungen - und nur um es zu verdeutlichen, es geht um 50, 60 Kilo, und
      das geht ins Geld.
      Meine Verwandten mokieren sich gerne , wenn ich mal wieder neue Klamotten an habe, und ich schäme mich, weil ich fünf Kleidergrößen brauche und ständig am aus- und umsortieren bin.
      Ich würde gerne immer das gleiche wiegen, gerne auch dick.

      So unterschiedlich ist das.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      ich weiß nicht , wo das angelegt ist. Ich habe Gewichtsschwankungen - und nur um es zu verdeutlichen, es geht um 50, 60 Kilo, und
      Ja, das ist sicher erstens anstrengend und zweitens teuer.
      Ich wog eigentlich immer lange das Gleiche.
      Dann hatte ich einiges abgenommen und nahm das plus mehr wieder zu.
      Nun nimmt es kein Ende.
      Komischerweise paßte ich noch in die alten Klamotten.
      Weil ich eh immer zu groß kaufe und weil ich "komisch" zunehme...ich bilde da so eine Art Sack vor dem Bauch aus..alles andere bleibt - fast - beim Alten.

      Aber was Du beschreibst scheint mir schon eher ungewöhnlich.
      Ich habe über die SHG mal eine Frau kennen gelernt..bei der war das auch so....die hatte Klamotten zwischen 38 und 56 im Schrank.
      Aber sie nahm wohl auch Psychopharmaka und hatte eine spezielle Störung, die sich leider über Essen zeigte.
      Entweder hungerte sie , aß zuviel und wenn es ihr dann wieder zuviel Gewicht war , regulierte sie das mit Bulimie.
      Also kein erstrebenswertes Modell.


      Lisa Cortez schrieb:

      So unterschiedlich ist das.
      Sicher wir sind unterschiedlich.Jottseidank.
      Aber wenn ich nur mal meine eigene große Familie nehme..da ist das auch so..die Leute haben so bis 20 ein Gewicht "ausgebildet" und das bleibt dann.
      Es schwankt mal , sie basteln daran herum, aber eigentlich verändern sie sich nicht mehr groß.
      Das kann ich auf viele Gruppen übertragen, die ich im Leben über einen langen Zeitraum "sah".
      Sicher ist das nur mein subjektiver Eindruck, aber das ist, was ich wahrnehme.

      Ich glaube schon, daß das was Du beschreibst eher ungewöhnlich ist.
    • @Lisa: deine Gewichtsschwankungen sind wirklich bemerkenswert und ich kann mir gut vorstellen, dass du gern bei einer Größe bleiben würdest....
      Bei mir schwankt es um 1-2 Kleidergrößen. Jetzt habe ich mir ein Herz gefasst und all die schönen Sachen von früher, teilweise maßgeschneidertes, weggeschmissen.... 2 Teile habe ich aufgehoben.....der Rest ist weg. Das war alles in Kleidergröße 36 -48. Jetzt habe ich 50 - 54. Auch da werde ich noch mal großzügig ausmisten.... Es tut einem schon das Herz weh, wenn die viel schöneren Sachen in die Altkleidersammlung kommen und man viel "häßlichere" Sachen anziehen "muss".... Natürlich sind sie nicht wirklich häßlich, sind eben so Ulla Popken Sachen, sehen passabel aus, aber eben nicht raffiniert.
      @mrsmarmelade: dein bericht ging mir nah, besonders, dass so einige aus deiner früheren gruppe inzwischen gestorben sind.

      ich selber kann nur sagen: wenn ich tun kann, was ich will, nehme ich ruckzuck von selbst ab... aber in den stressigen sachzwängen klappt das nicht.

      vielleicht gibt es bei dir auch noch baustellen, die du loswerden kannst und damit auch das gewicht. ich glaube, das gewicht ist nur ein nebenschauplatz, auch wenn es meist wie der hauptschauplatz aussieht.....

      lg goldi
    • Goldkeks schrieb:

      Bei mir schwankt es um 1-2 Kleidergrößen. Jetzt habe ich mir ein Herz gefasst und all die schönen Sachen von früher, teilweise maßgeschneidertes, weggeschmissen.
      Das habe ich auch gerade.Davor habe ich versucht- es sind wirklich gute Klamotten, teils ungetragen- sie unterzubringen. Aber das stellte sich als gar nicht einfach heraus.
      Lange habe ich sie aufgehoben, weil ich dachte...dann näh ich wenigstens was draus..aber ich kam nicht dazu.
      Erfahrung - auch neue Klamotten, ungetragen, sobald sie ausgepackt sind , sind sie nichts mehr wert.Nicht mal geschenkt.
      Du kennst Navabi?

      Goldkeks schrieb:

      @mrsmarmelade: dein bericht ging mir nah, besonders, dass so einige aus deiner früheren gruppe inzwischen gestorben sind.
      Anorexie ist die psychische Erkrankung mit der höchsten Letalitätsrate und Bulimie kann auch zu schweren Herzschäden führen.
      Und Eine, die hatte lebenslang starkes Ü-Gewicht starb letztlich an Nierenschaden, weil sie Ärzte hatte, die zu ließen, daß sie das Lymphödem, daß sie deshalb bekam mit Diuretika behandelte.

      Goldkeks schrieb:

      ich selber kann nur sagen: wenn ich tun kann, was ich will, nehme ich ruckzuck von selbst ab... aber in den stressigen sachzwängen klappt das nicht.
      Das kann ich gut nach vollziehen, wenn man in der Tretmühle steckt, dann kann man sich nicht auch noch um die "natürlichsten" Dinge kümmern.Dann will man einfach essen .
      Und bei mir ist Essen dann auch DAS Entspannungs-Runterkomm-Mittel.

      Aber ich habe nun ein Leben, das ich selbst bestimme.Klappt trotzdem nicht.

      Am meisten habe ich übringens zugenommen, in einem Haus, da gab es nur gesundes, gutes,frisches, vollwertiges Essen und so gut wie keine Süßigkeiten.
      Aber es wurde regelmäßig gegessen.Auch gefrühstückt.Das habe ich früher nie .Ich aß irgendwann gegen mittag und dann die Hauptmahlzeit am Abend.
      Damit kam ich bestens zurecht.
      Dann wurde mir von außen ein anderer Rythmus aufgezwungen und immer zu erklärt.."man MUSS frühstücken...allerwichtigste Mahlzeit am Tag".


      Goldkeks schrieb:

      vielleicht gibt es bei dir auch noch baustellen, die du loswerden kannst und damit auch das gewicht. ich glaube, das gewicht ist nur ein nebenschauplatz, auch wenn es meist wie der hauptschauplatz aussieht....
      Da hast Du sicher Recht, es sit nur ein Nebenschauplatz .Eigentlich.Aber Essen und Gewicht alles darum herum hat leider unglaubliche Macht.
      Und man kann ihm nicht, wie andere Süchtige , durch Verzicht ausweichen.Bzw.Man kann, aber die Folgen sind gravierend.

      Wenn ich nicht gerade darüber schreibe oder in der ganzen Stadt keine passende Unterwäsche finde...wenn ich also direkt damit konfrontiert bin, dann ist es das auch..ein Nebenschauplatz.
    • Hallo mrsmarmelade,


      mrsmarmelade schrieb:

      Ich habe über die SHG mal eine Frau kennen gelernt..bei der war das auch so....die hatte Klamotten zwischen 38 und 56 im Schrank.
      Aber sie nahm wohl auch Psychopharmaka und hatte eine spezielle Störung, die sich leider über Essen zeigte.
      Entweder hungerte sie , aß zuviel und wenn es ihr dann wieder zuviel Gewicht war , regulierte sie das mit Bulimie.
      Also kein erstrebenswertes Modell.

      Bei mir ist das so, seit ich Psychopharmaka genommen habe. Ich nehme jetzt keine mehr, schon seit drei Jahren nicht, aber den Stoffwechsel hats irgendwie verändert. :(
      Interessant , was du über die Bekannte schreibst.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • mrsmarmelade schrieb:

      Das kann ich gut nach vollziehen, wenn man in der Tretmühle steckt, dann kann man sich nicht auch noch um die "natürlichsten" Dinge kümmern.Dann will man einfach essen
      .... das ist bei mir komplett essensunabhängig.... wenn ich mit meinen eigenen dingen vorwärtskomme, so wie ich es möchte, nehme ich ab, selbst wenn ich mal eine ganze tafel schokolade essen sollte (was ich nicht mache). bei mir helfen diäten überhaupt nicht.... es hat rein mit dem stresspegel zu tun. mit zu wenig schlafen, zu wenig frische luft etc. ich geh gern spazieren, das hilft dann auch nur bedingt....

      Navabi: kannte ich nicht. Danke für den Tipp. :) Einige Kleider finde ich schön, weil zeitlos und klassisch vom Design, z.B. "Mat". Vielleicht werde ich mir dort mal was bestellen..... Ein bisschen schade, finde ich, dass die meisten Kleidungsstücke so wenig Ausschnitt haben.... Wenn man wie ich sehr viel Oberweite hat, sieht es mit tieferem Dekollete oft etwas besser aus.