WDR Markt fragt "Sollen Übergewichtige mehr zahlen?"

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    • Ich finde diesen Aufruf nach höheren Bezahlung lächerlich. Das ist aber - leider - heute überall "in". Wir werden individualisiert, entsolidarisiert und zum Egoismus erzogen. Dadurch verlieren wir die Empathie und werden immer mehr zu - sorry - Arschlöcher erzogen. Teile und herrsche - das ist scheinbar das Ziel....

      Wir haben das Solidaritätsprinzip in der Krankenversicherung. Da hat jemand, der nach höheren Zahlungen schreit, das Prinzip wohl nicht verstanden. Schade eigentlich, denn das ist das Beste, was es gibt - menschlich, vorsorglich...
      Andere Methode haben wir ja schon - bei der Privatversicherung. Da bezahlen jungen und gesunden sehr kleine Beiträge - und älteren und kranken sehr viel höhere. In manchen Fällen wird es so gemacht, dass man dann als junger Mensch mehr bezahlt, um sich einen Polster fürs Alter zu schaffen und dort dann nicht so viel bezahlen zu müssen. Und trotzdem fühlen sich viele im Stich gelassen, wenn sie dann älter werden und ihre früher sehr günstige private Versicherung auf einmal sehr hohe Summen verlangt. Wissen wir alle. Auch WDR weiß das. Warum dann immer wieder nach individuellen Zahlungen und Entsolidarisierung geschrien wird, verstehe ich nicht.
      Und dann ist noch das Problem, was denn mehr bedeutet. Mehr als was? Mehr, als der Durchschnitt? Mehr Prozente vom Einkommen? Mehr als der Durchschnitt bezahlen viele sowieso schon - wenn man freiwillig in der gesetzlichen Versicherung ist.
      Wenn wir schon entsolidarisieren wollen - dann richtig. Nicht pauschal alle Dicken. Sondern jedes Jahr verspflichtend ein kompletten Gesundheitscheck - und auf Grund diesen dann die Beiträge festlegen. Oder gar die Versicherung komplett abschaffen und die Rechnungen selbst zahlen. Da würden sich manche Schlanken aber sehr schnell wieder dazu bekehren lassen, wieder solidarisch das Gleiche bezahlen zu dürfen.
      Ich bin keine Frau, ich sehe nur so aus.
      (von mir)
    • stierfrau schrieb:

      Ich finde diesen Aufruf nach höheren Bezahlung lächerlich. Das ist aber - leider - heute überall "in". Wir werden individualisiert, entsolidarisiert und zum Egoismus erzogen. Dadurch verlieren wir die Empathie und werden immer mehr zu - sorry - Arschlöcher erzogen. Teile und herrsche - das ist scheinbar das Ziel..
      Tja so ist es heutzutage, es wird immer klarer DIVIDE ET IMPERA
      Die Medien versuchen die Leute auf die Palme zu bringen den sie glauben damit würde ihr Geschäft besser laufen. Da war doch gerade in Artikel in dem die Sozialen Medien nach den gleichem Schema agieren.
    • stierfrau schrieb:


      Wenn wir schon entsolidarisieren wollen - dann richtig. Nicht pauschal alle Dicken. Sondern jedes Jahr verspflichtend ein kompletten Gesundheitscheck - und auf Grund diesen dann die Beiträge festlegen. Oder gar die Versicherung komplett abschaffen und die Rechnungen selbst zahlen. Da würden sich manche Schlanken aber sehr schnell wieder dazu bekehren lassen, wieder solidarisch das Gleiche bezahlen zu dürfen.


      Super formuliert, würde ich mitunterschreiben.
    • Goldkeks schrieb:

      stierfrau schrieb:

      Wenn wir schon entsolidarisieren wollen - dann richtig. Nicht pauschal alle Dicken. Sondern jedes Jahr verspflichtend ein kompletten Gesundheitscheck - und auf Grund diesen dann die Beiträge festlegen. Oder gar die Versicherung komplett abschaffen und die Rechnungen selbst zahlen. Da würden sich manche Schlanken aber sehr schnell wieder dazu bekehren lassen, wieder solidarisch das Gleiche bezahlen zu dürfen.
      Super formuliert, würde ich mitunterschreiben.

      Zu dem Thema gibt es einen dystopischen Roman von Julie Zeh: Corpus Delicti von 2009. Es geht dabei um eine Gesundheitsdiktatur. Man ist zur Selbstoptimierung verpflichtet und jeder Verstoß wird bestraft.
      de.wikipedia.org/wiki/Corpus_Delicti_(Roman)
      Ich fühlte mich bei der Diskussion an dieses Buch erinnert, daher hier zum Thema und nicht bei "Dick und Lesen".

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Hm, war immer noch nicht der richtige Link. Dann versuch ich mich auch mal dran:

      Corpus Delicti (Roman)

      LG
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)