Hallo,
zwischen Urlaub und Umzug komme ich mal dazu, etwas zu schreiben.;)
Im Urlaub war es sehr angenehm, sehr gut, meine Mutter hat sich so massiv geändert, daß ich wirklich nur hochachtungsvoll meinen Hut vor ihr ziehen konnte, was ich ihr auch zu Tränen gerührt gesagt habe!
Als jemand hinter meinem Rücken blöde daher redete, drehte sich meine Mutter um und kanzelte ihn ab! Mein Mutter, die sich früher immer dafür schämte, wie ich aussehe, als ich noch schlank war! Kein blöder Kommentar, kein schiefer Blick, völlig normaler Umgang mit Essen, ich war nur am staunen!
Meine Mutter hat mit 60 wirklich noch begriffen, daß ich nicht willensschwach, verfressen oder sonstwas negativ belegtes bin, sondern einfach krank, ob nun an Körper oder Seele.
Ich hoffe, ich kann mit 60 auch noch in Bezug auf meine Kinder lernen. Ich bin ihr so nahe gekommen wie ich ihr nie in meinem Leben war. Sie wird für mich zu einer Freundin.
Und erstaunlich dabei war für mich besonders folgendes: Nach 2 Wochen sagten meine Mutter und mein Onkel, daß ich viel zu dick bin für die Menge, die ich esse. Ich hatte mir vorher vorgenommen, einfach zu essen, bis ich satt bin, und das habe ich auch getan. Keinerlei Bremse außer meinem Sättigungsgefühl, und das funktioniert sehr gut. Abends war ich oft noch so satt und befreidigt vom leckeren Mittagessen, daß die Mahlzeit klitzeklein ausfiel, eine Tomate z.B..
Mein Onkel arbeitet im medizinischen BEreich und empfahl mir dringendst, einen Internisten aufzusuchen, um Stoffwechselerkrankungen zu untersuchen.
Das ganze gibt mir tierisch zu denken und deckt sich größtenteils mit meinem Empfinden, zwar nicht gerade wenig, aber auch nicht so viel zu essen, daß es mein extremes Übergewicht erklären könnte...
Ich bin nachträglich so froh, diesen Urlaub mitgemacht zu haben, da es einfach ein Riesenschritt nach vorn für mich war.
Liebe Grüße
Angua, verliebt in die Westküste Dänemarks
Seit dem 12.12.2020 ist das Forum dauerhaft geschlossen.
Zum Lesen der Beiträge wird es jedoch weiterhin bereitgehalten.
Details zu dieser Mitteilung findet Ihr hier.
Zum Lesen der Beiträge wird es jedoch weiterhin bereitgehalten.
Details zu dieser Mitteilung findet Ihr hier.
Technische Probleme
Leider ergaben sich vor einiger Zeit technische Probleme, die eine Abschaltung der Website und ein Update der Foren-Software erforderlich machten. Ich werde mich bemühen, das Forum in nächster Zeit wieder der gewohnten Optik anzupassen.
Leider ergaben sich vor einiger Zeit technische Probleme, die eine Abschaltung der Website und ein Update der Foren-Software erforderlich machten. Ich werde mich bemühen, das Forum in nächster Zeit wieder der gewohnten Optik anzupassen.
Die Beiträge in diesem Forum wurden von engagierten Laien geschrieben. Soweit in den Beiträgen gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.
-
-
[size=8]Nachdem Firefox sich gerade dreist selbst geschlossen hat, versuche ich es hier noch einmal mit einer Antwort...[/size] Es freut mich sehr, zu lesen, dass der Urlaub Dir so viel Auftrieb geben konnte, da er gute Erlebnisse mit sich gebracht hat. Der anstehende Stress wegen des Umzugs geht Dir derart gestärkt sicher einfacher von der Hand. Deine Mutter hat dazugelernt und Dich verteidigt, dass ist fast mehr, als ich einer Person in dem Alter an Wandlungsfähigkeit zutrauen würde. Dass die einzigen Bemerkungen über Deine Nahrungsmenge auch derart positiv ausfielen, ist ein weiterer toller Punkt für Dein Ego. Du hast so lange gewartet und gehofft, dass solche Ereignisse eintreten und viele Befürchtungen gehegt, die sich nun als überflüssig erwiesen haben. Vielleicht reicht die daraus gewonnene Energie, den Schritt aus dem Heckenrosental und der Macht Tengils zu machen - sei es zumindest ins Kirschblütental, wenn nicht sogar zurück in die Welt der Lebenden. :daumen:
-
Hallo Angua! Schön, daß Dein Urlaub so erfolgreich und harmonisch war. Du bist ja schon mit einer anderen Einstellung als "normal" gefahren, vielleicht hat das geholfen. Aber eigentlich sind die Gründe ja wurscht, Hauptsache, es hat genutzt. Kann Dir Dein Onkel dann auch einen Arzt bzw. mehrere Ärzte empfehlen, wenn er in dem Bereich tätig ist? Jedenfalls wünsche ich Dir, daß die Ursachen geklärt werden können und Du ganz von alleine abnehmen kannst. Einen erfolgreichen Umzug noch! Liebe Grüße, simsalabine
-
Hallo Angua, es freut mich ungemein, dass der Urlaub mit Deiner Mutter und mit Deinem Onkel so toll war. Das zeigt, dass Deine Mutter Dich wirklich beginnt, so zu akzeptieren. Schließlich konnte sie in der kurzen Zeit erleben, was und wie Du isst. Es ist eher selten, dass Eltern sich auch gerne mal etwas neues im Grunde erzählen lassen und von ihren Meinungen abweichen. Erschlagt mich nun nicht, wenn Ihr da andere Erfahrungen gemacht habt. Das freut mich für Euch ;). Bei der Internisten- Suche wünsche ich Dir viel Glück, Steph(chen)
-
Als Erstes möchte ich Dir sagen, liebe Angua, dass ich mich mit Dir freue, dass Dein Urlaub mit deiner Mutter, den Du ja doch mit einigen Bedenken angetreten hast, so harmonisch verlaufen ist und dass es zu einer Annäherung zwischen Dir und Deiner Mutter gekommen ist. Zum Anderen habe ich mich über einige der Aussagen in diesem thread doch etwas geärgert, und zwar darüber, dass doch relativ pauschal unterstellt wird, dass Menschen mit 60 nur noch bedingt in der Lage sind, dazu zu lernen und sich zu verändern, bzw. dass Eltern nur wenig zu Veränderungsprozessen bereit sind. Vermutlich weil ich mich da doch als 54jährige Mutter angesprochen fühle.....(so weit ist 54 von 60 schließlich nicht ab!). Die Fähigkeit zur Akzeptanz neuer Inhalte und in Konsequenz die Fähigkeit zur Veränderung von Werthaltungen ist meiner Überzeugung nach weder vom Lebensalter noch von der sozialen Rolle abhängig. Ich kenne 80jährige, die noch voll im Leben stehen (und lern- und veränderungsfähig sind) und ich kenne 20jährige, die in ihrem Denken schon so erstarrt sind, dass sie genauso gut tot sein könnten. Schließlich unterscheidet der Mensch sich vom Tier dadurch, dass sein Verhalten nicht von der Natur vorgegeben und er sich deshalb mit verändertem Verhalten auf neue Situationen einstellen kann. Und warum sollte ein Mensch, der grundsätzlich über die Fähigkeit zur Anpassung an veränderte Umstände verfügt, nicht in der Lage sein, Fehler zu erkennen und zu korrigieren? stübbken
-
[QUOTE=stübbken]Zum Anderen habe ich mich über einige der Aussagen in diesem thread doch etwas geärgert, und zwar darüber, dass doch relativ pauschal unterstellt wird, dass Menschen mit 60 nur noch bedingt in der Lage sind, dazu zu lernen und sich zu verändern, bzw. dass Eltern nur wenig zu Veränderungsprozessen bereit sind. Vermutlich weil ich mich da doch als 54jährige Mutter angesprochen fühle.....(so weit ist 54 von 60 schließlich nicht ab!).[/QUOTE] Hallo Stübbken, der Absatz ging ja wohl an mich... Zugegeben, ich habe meinen Beitrag etwas krass formuliert, aber das enspringt teilweise meinem eigenen Frust über die Abgestumpftheit, mit der mir innerhalb der Familie begegnet wird. Also ich erlebe es innerhalb meiner Familie gerade seit ich genauer darauf achte und meine Therapie mache, wie schwerfällig sich die Leute damit tun, etwas zu ändern. Natürlich kenne ich aufgeschlossene Menschen ab 50 aufwärts, kann mich aber aufgrund meiner Erfahrungen gut in Angua hineinversetzen, die endlich positive Reaktionen aus ihrem engsten Familienumkreis erhalten hat. Meine Eltern sind 67 und 62. Denkprozesse, die eine Änderung ihrer Einstellung und ihres Verhaltens erfordern würden, lehnen sie oft ab. Angesichts meiner Entscheidung, eine Therapie zu machen, sind die einfach nur in hilflose Panik ausgebrochen und meinen anscheinend, ich würde gegen sie aufgehetzt oder so. Jedenfalls wollen sie (wie immer) nicht über inhaltliches reden, sind aber andererseits unfähig, überhaupt auf ihre sich verändernde Tochter zu reagieren. Von einigen weiteren Leuten meiner näheren Verwandtschaft mal zu schweigen, die bis heute mit mir nicht richtig umgehen können und weiterhin meinen, ich müsse die Schüsseln leeressen, da ich doch sicher noch hungrig sei etc.. Dass Du Dir als offen reagierende Frau von 54 durch meinen ersten Beitrag auf den Schlips getreten fühlst, kann ich verstehen und entschuldige mich dafür.
-
Danke Stübbken, Dein Beitrag lässt mich hoffen, dass hier im Forum einmal darüber nachgedacht wird, warum so wenige ältere User hier angemeldet sind. Am Medium Internet kann es nicht liegen, denn mein 80jähriger Vater benutzt es täglich und beherrscht es bravorös. Er ist ehrenamtlicher Seniorenbeauftragter unserer Stadt und setzt sich dafür ein, dass Kurse für Senioren eingerichtet werden und regt zur Teilnahme bei seinen Vorträgen an. Die Konflikte mit Eltern haben doch nicht das geringste mit dem Alter zu tun. Eine 17jährige hat sie mit mit ihrer 37jährigen Mutter und eine 30jährige mit ihrer 60jährigen Mutter. dass sich hier eine 60jährige Mutter endlich zu ihrer Tochter bekannt hat liegt meiner Meinung nach daran, dass ein charakterlicher Reifeprozess, der bei manchen eben etwas länger braucht, endlich abgeschlossen wurde. Ich werde nächsten April 60Jahre und stehe noch voll im Berufsleben. Ich muss meine Arbeit genauso gut bewältigen wie meine 30jährige Kollegin. Mir wird nichts geschenkt. Man erwartet, dass ich an Fortbildungsmassnahmen teilnehme und mich auf Neuerungen einstelle. Und ich arbeite noch gerne. Mein Privatleben ist unkonventionell, wenn mein Rückenleiden es zulässt, renn ich noch auf Rockkonzerte, ärgere mich dass ich nicht die Zeit habe alle interessanten Bücher zu lesen bin neugierig auf alles und habe so eine unbandige Lust zu leben. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, dass diese leichtfertigen pauschalen Urteile über Ältere gut vergleichbar mit den Vorurteilen gegen Dicke ist. Der Unterschied ist doch nur der, dass ihr -wenn alles gut geht - älter werdet und wir es schon sind. toni
-
[font=Comic Sans MS][color=DarkGreen]Dazu möchte ich auch noch kurz etwas sagen. Meine Mutter ist 61 Jahre alt, hat mit 54 noch einen Job gefunden, den sie als 625 DM-Kraft (oder wieviel auch immer das war) begann und heute als Vollzeitfestangestellte erledigt. Zudem hat sie mit 57 Jahren noch eine Therapie begonnen, sich von meinem Vater getrennt und ein komplett neues Leben aufgebaut. Mein Vater ist 65 Jahre alt und bringt älteren und alten Menschen den Umgang mit Computern bei. Zudem hat er sich zum Senior-Trainer ausbilden lassen und ist in vielen anderen Bereichen ehrenamtlich aktiv. Er konnte lange Zeit nichts mit meiner Therapie (und der meiner Mutter) anfangen, mittlerweile ändert sich seine Einstellung jedoch. Mein Freund arbeitet in einem Altenheim und was ich von ihm so über die alten Leute höre, finde ich teilweise absolut beeindruckend. Letztendlich komme ich zu dem Schluss, dass die Älteren von heute überhaupt nicht vergleichbar sind mit den Älteren von vor - sagen wir mal als Beispiel - 30 Jahren. Und das gibt mir die Hoffnung, dass auch ich nicht eingefahren werde, sondern mein Geist - auch im Alter - noch flexibel und offen für alles ist. Aber das ist eine Entscheidung, die jeder selbst treffen muss und hoffentlich sehenden Auges kann. Ich bewundere meine Mutter für ihren Lebensumbruch und für den Mut, den sie dafür aufgebracht hat. So möchte ich auch sein, wenn ich um die 60 bin. Babs P.S. Sorry, Angua, wenn dein Thread jetzt auf ein ganz anderes Thema hinaus läuft, aber egal wie: Ich freue mich für dich, dass der Urlaub so gut gelaufen ist und hoffe, dass das Verhältnis zu deiner Mutter/Familie immer besser werden wird :daumen: [/color][/font]
-
Ich habe mich ebenfalls dazu geäussert, dass ältere Menschen "stumpf" und "intolerant" sind. Vielleicht nur anders ausgedrückt. Aber ich muss dazu schreiben, dass es sicher nicht an Euch ging. Sondern eher an meinen Vater, so zum Beispiel. Auch bei meiner Mutter war es so, dass sie ihre festgefahrene Meinung hatte. Natürlich kann man so etwas nicht verallgemeinern, um Gottes Willen. Bei mir ging es lediglich um meine eigene Erfahrung in meiner Familie. Und ich wüsste nicht, dass ich mit Toni, oder gar mit Stübken (was ich eigentlich sehr schön fände :grins:) verwandt bin. Ich kenne durch meinen letzten Familienjob ein älteres Ehepaar, beide über 60. Sehr nette Leute und die dazu auch sehr offen sind. Es ist wunderbar mit ihnen zu diskutieren, zu reden, sich mit ihnen auszutauschen. Weil sie eben nicht dieses "Sture" von meinem Vater habe. Er ist einer, der sich von mir nichts sagen lässt und wenn ich zum Beispiel mal etwas vorschlug, oder mein Unfrieden über Ungerechtigkeit seinerseits äusserte, hiess es nur, ich soll nicht so frech sein... Liebe Grüsse, Steph
-
Es freut mich riesig für Dich, daß der Urlaub so gut verlaufen ist. Der "neue" Rückhalt bei der Mutter ist für Dich sicherlich noch vollkommen ungewohnt und läßt dich aus dem Staunen nicht herauskommen. Schön, daß es so ist und hoffentlich bleibt das auch so. Streß, Druck, Intoleranz können einem das Leben ganz schön schwer machen, doch mit dieser Veränderung dürfte die Basis für einen Neuanfang geschaffen sein. By the way: sag mal, hat sich eigentlich die Gelegenheit zum Schwimmen ergeben?
-
Wow, ich hätte nicht mit so viel Resonanz gerechnet, als ich heute morgen meinen Beitrag verfaßte.... Fakt ist, dass es mich irgendwie schon ziemlich anwidert, wenn pauschal auf der älteren Generation herumgehackt wird - wie zum Beispiel in Bezug auf die Finanzierung der Renten...weil ich ja irgendwann den Jüngeren auf der Tasche liegen werde....dabei wird nicht berücksichtigt, dass ich seit nunmehr 32 Jahren treu und brav jeden Monat sogar relativ hohe Beiträge an die Rentenkasse abführe - abgesehen von den Beiträgen zu den anderen Sozialkassen und von der von mir gezahlten Lohnsteuer! - so dass ich in 11 Jahren, wenn ich in Rente gehe (wenn ich dann überhaupt schon in Rente gehen kann!!!), weißgott mein Scherflein zu den Finanzen unseres Gemeinwesens beigetragen habe, so dass sich die Investition unseres Gemeinwesens in meine Ausbildung doch gelohnt hat. Ich betrachte mich durchaus als positiven Faktor in der Bilanz (LOL)! Mein Alter hindert mich auch nicht daran, noch voll am Leben teilzunehmen. Wie gesagt, bin ich zeitlebens vollschichtig arbeiten gegangen - mit viel Freude an meiner geliebten Arbeit! - und ich bin immer noch sensibel genug zu erkennen, dass und wie ich mich neuen Herausforderungen stelle, und bei mir Veränderungen in meinen Werthaltungen zu registrieren. Mein Alter - ich bin immerhin 37 Jahre älter als mein Sohn! - hindert mich auch nicht daran, über mich und mein Verhalten nachzudenken, wenn er mich dazu auffordert, und entsprechende Konsequenzen aus meinem Nachdenken zu ergreifen - wenn ich denn feststellen muss, dass er Recht hat (hat er leider häufiger!). Im Übrigen finde ich es einfach schön, dass es noch so viel Neues für mich zu erleben, zu lernen und zu erkennen gibt! (dazu muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich an meinem 17.Geburtstag den Beschluß gefaßt hatte, mich an meinem 25.Geburtstag umzubringen, weil ich davon überzeugt war, dass bis dahin sowieso Alles gelaufen war! - und siehe da: ich lebe noch und versuche sogar mit der Neuen Deutschen Rechtschreibung klarzukommen!). stübbken