Ein Brief an Minister Horst Seehofer:[QUOTE]Sehr geehrter Herr Seehofer,
unter Betrachtung der Artikel 1 (1) sowie 3 (3) des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland frage ich mich als selbst vom Übergewicht Betroffene, warum Ihr neu vorgestellter Aktionsplan, der richtungweisend meiner Ansicht nach grundsätzlich richtig ist, diesen extrem unseriösen, völlig polarisierenden und zugleich diskriminierenden Titel "Fit statt fett" trägt.
Dicke Menschen als "fett" zu bezeichnen ist eine Diffamierung, die ihresgleichen sucht. Auch wenn ein heutiger Jugendlicher mit dem Gebrauch des Wortes "fett" meint, etwas sei besonders gut, kann ich mir kaum vorstellen, dass sich unsere Regierung des Sprachschatzes eines Pubertierenden bedient. Weiterhin wird durch die Gegenüberstellung von "fit" und "fett" grundsätzlich die Meinung in den Köpfen der Menschen verankert, dass nur schlanke Menschen sportlich und gesund sind. Meine Erfahrung mit dicken Menschen zeigt jedoch genau das Gegenteil.
Vor kurzer Zeit habe ich an einem Selbstlernmodul "Gegen Diskriminierung" teilgenommen. Auf die Umsetzung des Antidiskriminierungsgesetzes wird sehr großer Wert gelegt. Zu Recht, wie ich meine. Warum jedoch wird in den Artikel 3 (3) GG nicht auch der Passus übernommen, dass niemand aufgrund seiner Körperform benachteiligt werden darf? Sind Dicke und andere, die über keine "normale" Körperform verfügen, plötzlich Freiwild, weil sie nicht namentlich erwähnt werden? Denn - das darf ich als Übergewichtige durchaus sagen - als "behindert" in der Bedeutung dieses Wortes fühle ich mich nicht. Ich kann mein Leben gänzlich ohne Beeinträchtigungen meistern, wie jeder Schlanke auch. Das einzige, was mich zu einer "Behinderten" macht, ist der Druck, der seitens der Medien, der Arbeitskollegen, generell der Bevölkerung und nunmehr auch seitens der Regierung auf mich ausgeübt wird.
Dass etwas gegen das Übergewicht, insbesondere bei heutigen Kindern und Jugendlichen getan werden muss, steht nicht zur Frage. Jedoch wird hier offensichtlich über die Köpfe der Menschen entschieden, statt sich mit ihnen auseinander zu setzen und sie zu fragen, wie sie sich die Unterstützung seitens der Regierung vorstellen.
Es reicht nicht anzuprangern, dass sich heutige Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, zu wenig bewegen. Da muss es ganz konkrete Vorschläge geben. Bewegung macht Kindern grundsätzlich Spaß. Und dieser innere Drang zur Bewegung muss gefördert werden. Mehr Schulsport halte ich da für den falschen Weg, denn aus Erfahrung weiß ich, dass die sportlichen Pflichtveranstaltungen bei meinen Mitschülern und mir verhasst waren. Allerdings machte es uns Spaß, wenn wir Zeit zur freien Verfügung in der Turnhalle hatten. In aller Regel stehen Schulsporthallen nachmittags leer. Warum diese freien Räume nicht öffnen, um Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, sich dort im wahrsten Sinne des Wortes auszutoben? Das hätte noch den angenehmen Nebeneffekt, dass einige derzeit Arbeitslose sich dort auf eine Tätigkeit als Aufsicht bewerben könnten, die Kosten für die Familien der Kinder sich aber überschaubar halten.
Auch würde ich gern die Schulärzte in der Pflicht wissen, dass sie nicht nur "Übergewicht" bei Kindern diagnostizieren, denn Übergewicht ist keine Diagnose. Es ist eine Auswirkung. Hier gilt es, die Ursache zu finden, sei es in falscher Ernährung, sei es aber auch in Erkrankungen, denen unbedingt auf den Grund gegangen werden muss, um eine Verschlimmerung aufzuhalten und bestenfalls zu verhindern, dass sich dieser kleine Mensch später als stigmatisierter übergewichtiger Erwachsener durchs Leben schlagen muss. Übergewichtige Kinder dürfen nicht als "Täter" abgekanzelt werden.
Des Weiteren fehlen mir persönlich hier ganz konkret in Berlin Schwimmhallen, in denen man sich als dicker Erwachsener bewegen mag. Die nächste Schwimmhalle ist etwa 10km entfernt, die Öffnungszeiten sind für mich als Berufstätige kaum zu realisieren. Statt immer mehr Schwimmhallen zu schließen und stattdessen Spaßbäder zu eröffnen, wünsche ich mir, dass engmaschiger reine Schwimmhallen eröffnet werden, in denen Personen, die wirklich Sport treiben wollen, dies dort tun können. Ich will nicht saunieren, mich nicht unter die Sonnenbank legen und auch nicht in einem Sprudelbad entspannen oder eine Rutsche herunterrutschen, sondern schlicht und einfach schwimmen. Ganz davon abgesehen sind die Eintrittspreise kaum mit einem heutigen Durchschnittseinkommen, das oftmals nur unwesentlich über den Sozialbezügen liegt, zu vereinbaren.
Auch die Kennzeichnung der Lebensmittel mittels eines "Ampelsystem" halte ich für falsch. Wo will man anfangen, wo aufhören? Soll die reine gute Butter ein rotes Symbol bekommen, weil sie zu mehr als 80% aus Fett besteht und der fettärmste Magerjoghurt mit künstlichen Aromen und Süßstoffen einen grünen Punkt? Stattdessen halte ich eine Volldeklarierungspflicht in angemessener Schriftgröße für sinnvoller, damit der Verbraucher sich sofort einen Überblick über die Inhaltsstoffe der gewünschten Ware machen kann. Außerdem wird durch ein solches Ampelsystem dem Verbraucher, einem mündigen Bürger, der schließlich auch das Recht hatte und weiterhin hat, die Regierung zu wählen, die Kompetenz abgesprochen, selbst für sich entscheiden zu können, was für ihn gut und was schlecht ist, sofern er sich nicht unter den neugierigen Blicken anderer Kunden in einer Art Spießrutenlauf zur Kasse bewegen möchte.
Statt ein generelles Werbeverbot für Süßigkeiten und andere "ungesunde" Lebensmittel zu erwirken wäre es sinnvoller, dass ganz gezielte Werbung mit eindeutig falscher Suggestion unterbunden wird. Neuerdings werben Hersteller von Weingummis damit, ihre Süßigkeit enthalte 0% Fett. Das ist so betrachtet zwar richtig, allerdings wird so unterbewusst die Botschaft vermittelt, dass der Genuss dieser Süßigkeit keine negative Auswirkung auf das Gewicht hat. Auch wenn jedem klar denkenden Menschen bewusst sein sollte, dass der Körper ein Zuviel an Zucker als Körperfett einlagert, halte ich eine Botschaft wie diejenige dieser Werbung für gefährlich. Ebenso gefährlich betrachte ich die Werbung, die Müttern das Gewissen streicheln soll, in dem sie ihren Kindern Bonbons anbieten, die Vitamine enthalten sollen.
Ich würde mir sehr wünschen, dass bei Umsetzung Ihres Aktionsplanes nicht nur über die Betroffenen, sondern mit ihnen gesprochen wird. Wir wünschen uns von der Regierung Unterstützung, keine Ge- und Verbote.
Mit freundlichen Grüßen
[…]"Dralle Deern"
abgeschickt am 14.05.2007[/QUOTE]
Fit statt fett - Ein Brief an Minister Horst Seehofer
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Liebe Daralle Dern, gerne unterschreibe ich diesen Brief mit. Bis auf die Bäder in Berlin kann ich alles unterschreiben. In Berlin kenne ich mich nicht aus. Ich bin nicht schuld an meinem Gewicht, unschuldig. Ich habe nicht mehr Fehler als ein schlanker Mensch gemacht und bin trotzdem dick. Ich habe mehr abgenommen als ich heute wiege. Ich habe mehr gehungert als die meisten schlanken. Ich musste mit ca. 18 Monaten meine erste Diät machen da ich angeblich zu viel Wasser getrunken habe. Ich möchte selbstbestimmt leben. Ich möchte als Mensch anerkannt sein der ich bin, als gestandene Frau mit Mann, 3 Kindern, einer Ausbildung und nun mit meinem hoffentlich bald fertigem Studium. Gruß Mechtild
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Hallo Dralle Deern, als Jugendliche habe ich eine Diät nach der anderen gemacht nur damit ich von den anderen akzeptiert werde und nicht mehr als fette Sau etc betitelt werde.Habe als Jugendliches-Mädchen gerne mit begeisterung Füßball gespielt als Mittelfeldstürmerin. Also mangelnde Bewegung gab es nicht denn nach der Schule war zu Hause Putzen und danach Hausaufgaben angesagt bevor es endlich nach draußen ging und ich mich austoben durfte. Es gab immer viel Salat und Gemüse und es wurde geachtet das es frisch war. also daher für mich: für mein Gewicht kann ich nichts muß nur mal meine Medikamente nehmen. habe gehungert um schlank zu werden: für AKZEPTANZ andere Leute. [B]Finger im Hals[/B] war nahe drann an der [I]Magersucht.[/I] Ich kann daher den Brief nur mit Unterschreiben. Und mann sollte im klaren sein das es verschiedene Gründe für Übergewicht gibt. [B]Habe kein Verbrechen/Straftat begangen,[/B] WOMIT HABEN DICKE MENSCHEN DISKRIMMINIERUNG VERDIENT ??? Gruß Christine
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Hallo Dralle Deern, deinen Brief an "Uns Gesundheitsminister Seehofer" find ich Oberklasse. Eigentlich sollte man den zum Ausdrucken nehmen und eine Unterschriftenliste mit rantackern. Denn wenn im Ministerium des Herrn Seehofer ein und derselbe Brief mit jeweils hundert oder mehr Unterschriften mehrmals eintrudelt - dann wird er sich hoffentlich Gedanken darüber machen. Gruß Feierabend
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Liebe Dralle Deern, ich gratuliere zu diesem tollen Brief. In mir löst er die Frage aus, warum nicht tatsächlich auch sonst rechtliche Möglichkeiten gegen Diskriminierung von Dicken genutzt werden können und genutzt werden. Darüber denke ich schon länger nach, habe ich doch etwa in Brasilien direkt miterlebt, wie ein unbedarfter weißer Mann eine heftige Strafe zahlen musste, weil er über die neben ihm im Schwimmbad liegende Schwarze (und PT-Abgeordnete - was er nicht wußte) laut Witze riss, als diese sich und ihr Kind mit Sonnenschutz einrieb. Derlei Dinge (Diskriminierung einer Minderheit) tut man dort nicht mehr ungestraft - zum Glück ! Wenn aber mein Bruder (ein diesbezüglich durchgeknallter Fanatiker) laut und sehr taktlos zu schimpfen anfängt, wenn ein seines Erachtens "dickes Kind" in einer Eisdiele ein Eis bekommt - tut kein Mensch was gegen ihn. Warum ist das eigentlich so ? Käme man mit so einer Klage auf Diskriminierung und Beleidigung überhaupt durch ? Was sagen die Teilnehmer hier dazu, die vom Fach sind ? Ich würde das für sehr wichtig und einen großen Fortschritt halten, der jetzige Zustand (jeder wehrt sich verbal wie er eben kann oder auch nicht ) erscheint mir nämlich schon lange massiv ungesetzlich. Deshalb nochmal - Gratulation zu deinem Brief und zu der Spalte hier. Stefanie
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Ich bin zwar keine Juristin, sondern nur Medienschaffende mit gesunder Halbbildung, aber ich sehe da eher schlechte Chancen. Im Grundgesetz heißt es, dass niemand wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Und dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf. [COLOR=black]Im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (auch Antidiskrimierungsgesetz genannt, seit August 2006 in Kraft) ist auch nur die Rede von ungerechtfertigten Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, der ethnischen [/COLOR][COLOR=black]Herkunft, des Geschlechts[/COLOR][COLOR=black], der Religion[/COLOR][COLOR=black], der Weltanschauung[/COLOR][COLOR=black], einer Behinderung[/COLOR][COLOR=black], des Alters oder der sexuellen Identität.[/COLOR] [COLOR=#000000]Von Körperformen ist da nirgendwo die Rede.[/COLOR] [COLOR=#000000]Und als Behinderung würde ich mein Dicksein nicht angesehen haben wollen.[/COLOR]
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Ich denke da auch schon ein Weilchen drüber nach. Ich hätte keine Hemmungen, ein juristisches Exempel zu statuieren gegen Sprüche wie "Fit statt fett", aber ich habe keine Idee, woher man die Asche dafür bekommen könnte. Ich habe sie (LEIDER) nicht.
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Liebe Leute, ich weiß es ja auch nicht. Interessanterweise hatte mein inzwischen verstorbener Großonkel (Jurist wie fast alle bei uns, außer mir selbst - habe es mir dummer Weise zu Studienbeginn ausreden lassen) die heimtückische Schein-Harmlosigkeit des Wortes "fett" schon vor Urzeiten mit der Sensibilität, die ihn auch als Richter auszeichnete, erkannt und daraus klare Folgerungen gezogen. Wenn auch nur individualrechtlich. Wer dieses Wort in seinem von vielen heiß geliebten Hause auch nur einmal gebrauchte, flog raus und wurde lebenslänglich nie mehr eingeladen. (Daher bis heute mein Bestreben nach einem Haus, das nur mir gehört (-:.) Diese Vorgehensweise löst natürlich keine Probleme. Das wäre sozusagen die brasilianische Lösung - jedem Bürger einen Revolver und den Gangstern auch, dann schauen wir mal, wer Recht hat....Ist aber momentan unsere rechtliche Wirklichkeit - es regiert bezüglich des Themas Dicksein hierzulande eindeutig das Gesetz des Dschungels. Wenn man schon NIggern und Juden nix mehr tun kann, kann man wenigestens gegenüber den Übergewichtigen so richtig hart und klar markieren was Sache ist und wie ein guter Deutscher/eine gute Deutsche auszusehen hat. Ich hasse es. Meinem Gefühl nach rangiert das Wort "fett" tatsächlich auf dem gleichen ethischen Niveau wie das Wort Nigger oder Jud. Sorry, wenn ihr das dumm oder unhöflich findet, aber es gibt Leute die aus dem Grunde sterben und nicht Wenige. Ich verstehe sofort, warum das Wort Behinderung für uns nicht nur rechtlich nicht zutrifft, habe selbst kürzlich (zugegebenrmaßen unter extremem Einsatz von Leidensbereitschaft und Kraft) bei so einer Gruppenbergwanderung Scharen viel dünnerer Leute gnadenlos abgehängt... ist Unfug, logisch. Ich habe mehr zu transportieren, aber das "behindert" mich nicht. Ich muss mich nur mehr ins Zeug legen. Rasse würde es aus meiner Sicht schon eher treffen, in dem Sinn, dass es sich bei der Entstehung von Übergewicht schon oft um Unterschiede in der genetischen Disposition verschiedener Individuen handelt. Abgesehen von Krankheiten, gesellschaftlichen Ursachen, 100 Gründen - wie an anderer Stelle ja schon diskutiert. Und es folgt daraus - krasse Diskriminierung bis hin zu Fast-Folter... entsprechende Erlebnisse, Kurzgeschichten usw.. kennt fast jeder/jede hier. (Sehr bemerkenswert die eines französischen Mädchens das sich lieber zu Tode schwamm, als noch einmal an den Strand zu kommen und sich dort ach so harmlos als fette S... verspotten zu lassen.) Wer einmal LehrerIn an einer Hauptschule war kennt solech ultrabrutalen Diskriminierungen vielleicht noch mehr, wobei die Art wie eine meiner Freundinnen am Gymnasium von SchülerInnen wie Lehrern aus selbigem Grunde wie eine Aussätzige behandelt wurde auch keine Spur besser war. Würde Herr Seehofer aber eine Kampagne starten - Nice statt Nigger... Juice statt juish wäre er sofort im Knast. Meine Frage heißt - warum eigentlich ? Warum haben wir hier keinen cleveren Juristen der den de fakto neuen "Fall" so in Worte/Definitionen zu fassen weiß, dass es teuer würde Menschen für etwas zu diskriminieren, das sie nicht verursachen und auch nicht verändern können. Oder: Warum haben wir hier nicht eine etwas menschlichere, höflichere, tolerantere und sonnigere Kultur des Umgangs miteinander und mit Diferenzen aber das hilft natürlich nicht weiter. Wir haben sie nicht und daher helfen wohl nur Gesetze. Ratlos aber froh dass wir das hier mal so klar diskutieren Stefanie
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Fragen wir uns doch, was passiert, wenn jemand zu einem unser Ritter-Sport-Politiker* sagt, er/sie sei fett. Anzeige wegen Beleidigung oder wegen Diskriminierung? :cool: Passend dazu fand ich heute die Gründungsmitteilung des [URL='http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,15017/ticket,g_a_s_t']Antidiskriminierungsverbandes Deutschland.[/URL] Ich fände es schon sehr sinnvoll, wenn wir europäisch einheitliche, auch einklagbare Anti-Dis.-Richtlinien hätten. Nur zweifle ich irgendwie, ob es auch für die missbräuchliche Nutzung des Wortes fett gelten wird. Michaela *Ritter-Sport-Format: Praktisch, quadratisch, gut :)
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[quote=Stefanie]Meinem Gefühl nach rangiert das Wort "fett" tatsächlich auf dem gleichen ethischen Niveau wie das Wort Nigger oder Jud. Sorry, wenn ihr das dumm oder unhöflich findet, aber es gibt Leute die aus dem Grunde sterben und nicht Wenige. [/quote] Ich finde das weder dumm noch unhöflich - im Gegenteil, du sprichst mir aus der Seele, und ich freue mich wahnsinnig, dass hier ein Mensch ist, der genauso empfindet wie ich, insbesondere nach der Diskussion der letzten Tage hier an anderer Stelle. Danke! Im Zusammenhang mit Seehofers Kampagne taucht das Wort auch in meinem Kollegenkreis immer wieder auf, und ich merke, wie es mich bis ins Mark trifft. So sehr, dass ich noch nicht einmal in der Lage bin, etwas Schlaues dagegen zu sagen. Meist denke ich sogar noch, dass ich zu empfindlich bin. Aber es gibt tatsächlich keinen Grund, einen Menschen derart zu beschimpfen. Martina hat in einem der Interviews im Gefolge der Maischberger-Sendung etwas gesagt, was mich sehr nachdenklich gemacht hat. Es ging um die Frage, was noch passieren könnte in Sachen Diskriminierung und Mobbing von Dicken. Sie sagte, viel schlimmer könne es nicht mehr kommen. Vielleicht stimmt das. Vielleicht sind aber auch noch Sachen drin, die wir uns heute noch nicht vorstellen können. [quote=Stefanie]Warum haben wir hier nicht eine etwas menschlichere, höflichere, tolerantere und sonnigere Kultur des Umgangs miteinander[/quote] Das ist eine Frage, die ich mir schon tausendmal gestellt habe. Anderswo ist weiß Gott nicht alles besser, aber gerade in der Beziehung kann man anderswo auch schonmal andere Erfahrungen machen. Kubalibre hat hier vor kurzem den Gedanken aufgeschrieben, seinem Gefühl nach sei die Frage nach der Ernährung(sweise) sowas wie die neue Religion. Meine medialen und kollegialen Erfahrungen bestätigen das. Wann immer die Ernährungsdiskussion aufkommt, fliegen innerhalb kürzester Zeit die Fetzen. Über nichts, gar nichts ereifern sich die Menschen derzeit derartig wie über "Fit statt Fett", die "richtige" Ernährung und die Frage, was mit "den Dicken" geschehen muss. Nicht über tote Soldaten in Afghanistan, nicht über einen gesamten Kontinent, der im Elend versinkt, nicht über Kriege, nicht über Atommüll ... Es stimmt: Essen ist die neue Religion. Im Namen des Seehofer, der Schmidt und des heiligen BMI. Amen.
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Liebe Leute, tolle Gedanken. Ich wollte hier aber keineswegs versuchen Leid und reale Gefahr gegeneinander aufzuwiegen oder zu vergleichen. Nur hat die Kälte und Radikalität mit der die f u f - Kampagne geführt wird für mich tatsächlich manchmal etwas Nazihaftes, Normierendes, und Menschenverachtendes. Das wäre anderswo tatsächlich anders, solchen Ernst für so ein Thema würde man etwa in Brasilien schon gar nicht aufbringen, auch wenn der Körperkult an sich dort eher noch schlimmer ist als hier. Da dort seit Jahrhunderten eh fast die ganze Welt lebt und sich mischt, wäre eine Normierung der Bevölkerung sowieso zum Scheitern verurteilt. Da bliebe kaum mehr einer übrig. Man ist dort einfach seit Jahrhunderten daran gewöhnt, mit ganz verschiedenen Phänotypen recht friedlich zusammen zu leben. Natürlich gibt es dann wieder andere massive Probleme, aber darum geht es ja hier nicht. Sehr zutreffend finde ich die Beobachtung mit dem religiösen Charakter des Ganzen, es ist ja schon fast eine Banalität festzustellen, dass etwa das Wort "Sünde" ganz eindeutig nur noch im Bereich der Ernährung alltäglichen Gebrauch findet. Auch der Ablasshandel lebt in genau dem Bereich schon lange munter wieder auf. Es erschreckt mich auch manchmal zutiefst, schon früher, etwa als eine komplett normalgewichtige Freundin von mir aufgrund einer Art Ruhr-Infektion sehr abgemagert und mehr tot als lebendig von einer Klassenfahrt in den Süden heimkehrte und ihre "liebende" Mutter folgenden Kommentar dazu anbrachte: "endlich bist du schlank mein Schatz". Dazu passen für mich auch Dinge, die ich aktueller gelesen habe - 75 Prozent aller Eltern würden ihre Kinder abtreiben, wenn sie wüßten dass diese eine Anlage zu starkem Übergewicht hätten... Auch sehr "liebend", nicht wahr ? Gruß Stefanie
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[quote=Stefanie]Dazu passen für mich auch Dinge, die ich aktueller gelesen habe - 75 Prozent aller Eltern würden ihre Kinder abtreiben, wenn sie wüßten dass diese eine Anlage zu starkem Übergewicht hätten...[/quote] Ja, diese Umfrage ist schon ein paar Jahre alt, aber immer wieder erschreckend. Uns hat sie auch schon öfter hier beschäftigt. Aber so ist das in einer Zeit, in der alles "machbar" erscheint (oder zumindest so verkauft wird) und in der Mütter mit Down-Kindern sich anhören müssen, "so ein Kind muss doch heute niemand mehr kriegen".
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[quote=Sally]Ja, diese Umfrage ist schon ein paar Jahre alt, aber immer wieder erschreckend. [/quote] Erschreckend, ja, aber auch verlogen: Erzählen uns nicht dieselben Leute, Veranlagung sei nur eine Ausrede, das gebe es gar nicht, und jeder habe sein Gewicht selbst im Griff, wenn er nur will? Warum fällt denen so ein Widerspruch nicht auf?
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Nach der regierungseigenen Definition gehört ja auch die dicke (weil absolute = mehr als 50%) Mehrheit des Stimmviehs zur angegriffenen Gruppe. In meinen Augen handelt es sich um den nicht ungeschickten Versuch, von den eigentlichen Problemen in unserer Gesellschaft abzulenken und Unfähigkeit mit dem Deckmäntelchen der Gesundheitsfürsorge zu kaschieren. stübbken
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[quote=stübbken]In meinen Augen handelt es sich um den nicht ungeschickten Versuch, von den eigentlichen Problemen in unserer Gesellschaft abzulenken und Unfähigkeit mit dem Deckmäntelchen der Gesundheitsfürsorge zu kaschieren.[/quote] Das ist genau so der Fall. Aber was dagegen tun? Es heisst zwar: "Wehret den Anfängen!" - Aber wie? Gegen unsere eigene Regierung. :mad:
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[quote=Sonnenkuss]Ich bin ja auch der Ansicht, das is ne Kampagne um von unseren tatsächlichen Problemen abzulenken... zum Beispiel den Rauchern *zustübbkenschiel* :baeh2: , die haben halt die größere Lobby...[/quote] Tja - die Raucher haben es doch schon fast hinter sich; ab 1.6.07 darf man doch fast nirgends mehr ungestraft qualmen...!
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fit statt fett - den Slogan könnte ich evt. akzeptieren, wenn fett als Hauptwort verwendet würde. fit statt Fett, oder fit statt Fett und Zucker ?? Das Wort fett ist für mich deshalb in Verbindung mit Übergewicht ein Schimpfwort, weil ich mich in meine frühe Jugend zurückversetzt fühle, in der mir solche Beschimpfungen schwer zu schaffen machten. Es viel mir schwer, mich dagegen zu wehren. Die einzige Möglichkeit, damit fertig zu werden war -runterschlucken- so wie das Essen halt auch. Nun fällt es mir nicht schwer mich in die Gefühlswelt vieler Kinder zu versetzen. Ob Pisa, Perspektivlosigkeit der Jugend, oder Dicke Kinder, sie bekommen andauernd zu hören, dass sie einfach nicht gut genug sind, Und die Antwort auf das -warum?- werden viele bei sich selbst suchen. Ich fände wichtig, die Psyche der Kinder zu unterstützen, ordentliche mediz. Untersuchungen zu machen, und in Elternhaus und Schule [COLOR=black]Toleranz und Hifsbereitschaft statt Ausgrenzung und Resignation[/COLOR] zu lehren. Gesundes Essen in der Schule finde ich eine gute Sache. Aber auch das Bewusstsein der Eltern muss unbedingt wachgerüttelt werden. Es sollte ja nicht so laufen, wie bei Jamie Olivers (wie ich finde) vorbildlichen Aktion in England. Er hat der Regierung dafür immerhin 400 Mio. Euro aus den Rippen geleiert. Der Diskussionspunkt: Warum jemand dick ist, oder warum jemand viel isst, rückt mir zu sehr in den Hintergrund. Einsamkeit, fehlende Zuwendung durch Resignation oder mangelnder Zeit der Eltern werden die ersten Gründe sein. Unsere Politiker sollten sich nur mal die Zahl der Kinder vor Augen halten, die momentan aus finanziellen Gründen der Eltern, den Nachmittag alleine zu Hause verbringen müssen und sich dabei auch einsam fühlen! Es wäre ja schön, wenn sich unsere Politiker wirklich Gedanken um unsere Gesundheit machen würden, aber die steht in diesem Fall wohl nicht an erster Stelle. Dann ist es ja so, dass sich nicht alle dicken Menschen ungesund ernähren und bewegungsfaul sind, genauswenig ernähren sich alle schlanke Menschen gesund und sind sportlich. Und auch die ungesunde Ernährung der Schlanken kann irgendwann Krankheiten hervorrufen, nur denen sieht man ja erstmal nix an! Mein Wunsch ist, dass Kampagne gestartet und finanziert weden, die einen [COLOR=black]positiven[/COLOR] Weg in die Gedanken der Menschen finden und dass gesunde Lebensmittel auch bezahlbar sind, und das Bio oder Öko-Ware Standart werden Und vor allem dass Eltern mehr Zeit für ihre Kinder bekommen und lernen, diese zu einer guten Zeit werden zu lassen! LG an alle v. Morla P.S. Danke für diesen Brief. Könnte man nicht eine Demo starten? So langsam aber sicher fangen ja sogar die Deutschen an auf die Straße zu gehen.... [COLOR=darkgreen]SO WIE DU BIST BIST DU GUT !!![/COLOR] ************ [COLOR='Red']Fremde Smilies entfernt. So etwas nennt man Traffic-Klau. Wir haben genügend eigene Smilies im Angebot, benutze bitte diese. Du findest sie rechts neben dem Antwortfenster, unter "weitere" findest Du noch viel mehr.[/COLOR]
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[quote=stübbken]Nach der regierungseigenen Definition gehört ja auch die dicke (weil absolute = mehr als 50%) Mehrheit des Stimmviehs zur angegriffenen Gruppe. In meinen Augen handelt es sich um den nicht ungeschickten Versuch, von den eigentlichen Problemen in unserer Gesellschaft abzulenken und Unfähigkeit mit dem Deckmäntelchen der Gesundheitsfürsorge zu kaschieren. [/quote] Da gebe ich dir völlig Recht, denn ich denke auch, dass das der sehr geschickte Versuch ist, das Stimmvolk von den Problemen in der Gesundheitspolitik und dem maroden Sozialsystem abzulenken. Wenn sich alle über die Dicken aufregen bleibt nix mehr über für Hartz IV und Rente. Michaela
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Die gelöschten Beiträge gingen u.E. zu weit. Daher haben wir sie aus diesem wichtigen Thread entfernt.
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************ [COLOR=red]Fremde Smilies entfernt. So etwas nennt man Traffic-Klau. Wir haben genügend eigene Smilies im Angebot, benutze bitte diese. Du findest sie rechts neben dem Antwortfenster, unter "weitere" findest Du noch viel mehr.[/COLOR][/quote] Sorry, das war keine Absicht mir dem smilie, da ich meinen "eigenen"Beitrag kopiert habe ist das smilie mit hier rein gerutscht. Lg Morla
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Als ich von dieser Kampagne "Fit statt fett" hörte, wollte ich es zunächst gar nicht glauben, dass Politiker deren IQ ich doch zumindest um die 100 angesiedelt glaubte, für soetwas hergeben. Ja, sie stehen sogar quer durch alle Parteien nebeneinander und verkünden gemeinsam die Legalisierung der Diskriminierung aller Personen, die nicht einer "normierten Form" und nicht einem "normierten Gewicht" entsprechen. Das jedenfalls muß doch Politikern klar sein, dass das bei dieser Art "Polit-Event" rauskommt. Ich bin auf das schärfste empört und würde am liebsten juristisch prüfen lassen, ob man eine Anti-Diskriminierungsklage gegen derartige Politikverkündigungen, die in ihrer sozialen Folge m. E. nahezu eine Art Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen, anstrengt. Das sollten wir übergewichtige Menschen uns nämlich überhaupt gar nicht gefallen lassen, dass wir neben all den alltäglich erlebbaren Verunglimpfungen und Schmähungen auch noch dazu herhalten sollen Polit-Clowns den Prügelknaben der Nation zu spielen. Ich bin bisher ebenso sprachlos gewesen über so viel Unsensibilitäten in Bereichen der medialen Öffentlichkeit in Deutschland. Gerade in jüngster Zeit sind auch relativ "seriöse" Sender z.B. dazu übergegangen, die Hetze gegen übergewichtige Menschen nicht nur zuzulassen, sondern durch entsprechende Vertreter in Talkshows noch anzuheizen. Dünnlichste Moderatorinnen und Moderatoren verstecken ihre persönliche wie fachliche Inkompetenz nur allzu oft hinter vorgeschobenen vermeintlichen gesundheitlichen Aspekten oder gar gesundheitswirtschaftlichen Überlegungen, die irgendwer zum Nachplappern in die Welt gesetzt hat. Wobei suggeriert wird, dass Übergewichtige ohnehin immer mit "Krank" gleichzusetzen sind und die Gesellschaft dadurch teuer zu stehen kommen. Was ja so nicht stimmt. Genauso könnte man die sporttreibende dünne Bevölkerung für ihr gesundheitsgefährdendes Verhalten an den Pranger stellen. Was aber nicht im gleichen Maße geschieht. DieDicken werden nun immer häufiger für nicht oder nur schwer lösbare Problemlagen des Gesundheitswesens der Bundesrepublik verantwortlich gemacht. Dabei wird nur von der Unfähigkeit und Ideenlosigkeit bundesrepublikanischer (Gesundheits-)Politiker abgelenkt, bendrein einige Wirtschaftszweige gepuscht.Glattrasierten modellähnlichen Scharlatanen die Scheinlösungen des Problems "Übergewicht" anbieten, noch das Abkassierfeld bereitet und aufs Massivste unterstützt. Vielleicht gibt es einige Menschen, die meine Empörung und darüber hinaus auch meine soziale Sensibilität verstehen und man tut sich evtl. für weitere Schritte zusammen? Würde mich jedenfalls freuen.
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nun ist klar, dass es einige geben dürfte, die so ähnlich denken wie ich. Ich würde gerne an diesem Thema unter wissenschaftlichen und politischen Gesichtspunkten weiterarbeiten. Gibt es Leute, die sich auch interessieren?
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Auf wen kann man besser einprügeln als auf den, der sich duckt und nicht muckt? Hoffentlich erreicht man etwas, wenn die "Verletzer" merken, dass wir uns nicht mehr ducken wollen und dass wir in der Lage sind "aufzumucken"? Nur, wie schwer ist das für viele von uns, wenn man bedenkt, wie sehr sie (manche seit ihrer Kindheit) geknebelt, verletzt und mundtot gemacht wurden. Man schaue sich diese hinterhältige Taktik nur einmal genau an: Erst seelisch angreifen und misshandeln, zerstören und klein machen und wenn der Malträtierte am Boden liegt, kann man ohne Angst vor Gegenwehr zutreten. Leider und [B]hoffentlich[/B] haben sich die "Verletzer" verrechnet, denn nicht [B]alle[/B] liegen am Boden und die, die noch (oder wieder) stehen, helfen denen, die noch liegen, wieder auf die Beine. Schon immer hat Gemeinschaft stark gemacht. Ich könnte mir schon vorstellen, dass es eine enorme Wirkung hätte, wenn jeder in seiner Stadt einen Leserbrief an seine regionale Zeitung schickte. Man stelle sich vor, dass bundesweit Leserbriefe eingingen, von Menschen, die sich wehren und signalisieren, dass sie [B]nicht[/B] (mehr) am Boden liegen und sich [B]nicht[/B] (mehr) treten lassen. Vielleicht könnte man gemeinschaftlich einen Leserbrief entwerfen?
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[QUOTE=emmamarion]Ich bin auf das schärfste empört und würde am liebsten juristisch prüfen lassen, ob man eine Anti-Diskriminierungsklage gegen derartige Politikverkündigungen, die in ihrer sozialen Folge m. E. nahezu eine Art Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen, anstrengt.[/QUOTE]Hallo emmamarion, zunächst einmal herzlich Willkommen bei uns im Forum. Wir haben das bereits prüfen lassen und das sieht eher schlecht aus. Eine ganze Gruppe von Menschen zu beleidigen, ist in Deutschland nicht möglich. Eine Beleidigung muss sich auf ein konkretes "Individuum" beziehen. [URL='http://www.123recht.net/Schmidt-darf-Aumlrzte-weiter-der-Patienten-Geiselnahme-bezichtigten__a22312.html']Jüngstes Beispiel dazu.[/URL] Auch eine Diskriminierungsklage dürfte schwierig werden, da das Antidiskriminierungsgesetz unseren Fall nicht abdeckt (ein Schelm, wer Böses dabei denkt). Es gibt aber eventuell eine andere Möglichkeit, sich zu wehren. Wir machen uns diesbezüglich gerade schlau und werden in den nächsten Wochen etwas dazu veröffentlichen. Liebe Grüße Martina
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Gibt vielleicht die EU was dazu her? Wenn es eine Ausschreibung für die [FONT=Arial][size=8][align=left][URL='http://ec.europa.eu/employment_social/calls/2007/vt_2007_026/tenderspecs_de.pdf']"Einrichtung eines europäischen Netzes sozioökonomischer Experten für[/URL] [URL='http://ec.europa.eu/employment_social/calls/2007/vt_2007_026/tenderspecs_de.pdf']Nichtdiskriminierung und Vielfalt"[/URL][/align] [/SIZE][/FONT] gibt, gibt es ja vielleicht auch die Möglichkeit unserer werten Regierung mal auf die Birne - ach neeee, der ist ja wech - auf den Kopf zu hauen?