Wieder in Bewegung kommen - mit und ohne Reha

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    • Wieder in Bewegung kommen - mit und ohne Reha

      Dieser Thread wurde aus dem Thema STARK-Programm - Sport für stark Übergewichtige bis 180 kg ausgelagert. - Die Administration


      Hallo,

      ich habe die letzten Jahre dreimal versucht eine Reha bewilligt zu bekommen.
      Ich habe einige Probleme, die mit Gewicht und so zu tun haben. Lymphe, Gelenke,Blutdruck aber auch Asthma
      Irgendwie bekomme ich es alleine zuhause nicht in Griff.
      Alleine das Lymphprogramm ist ambulant so aufwendig, daß bekomme ich schlecht in Alltag integriert, vor allem auch weil es schier unmöglich ist Termine bei guten Therapeuten zu bekommen in unserer Stadt
      Meine Kasse lehnt jegliche medizinische-.körperliche Reha ab.
      Es wurde gesagt, mit meinen chronischen Erkrankungen hätte ich sowieso regelmäßig Anspruch auf Reha, aber mein Kasse interessiert das nicht.
      Ich lege immer Widerspruch ein, dann bekomme ich hahnebüchende Begründungen , warum abgelehnt wird-
      Das Lieblingsargument ist, ich sei ja berentet, es wäre also nicht nötig meine Arbeitskraft zu erhalten= keine Reha.
      Ich bin 53 und würde gerne noch ein paar Jahre aufrecht gehen können.
      Momentan ist das eine Herausforderung.

      Hat mir jemand Tips...wie seit ihr zur Reha gekommen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Martina ()

    • Hallo wilmastante,
      mit der gleichen Argumentation bekomme ich von der KK auch "nur" eine ambulante Reha bewilligt, keine stationäre.....ich hätte ja Zeit.....
      keine Ahnung , wie man als Erwerbsunfähigkeitsrentnerin an eine stationäre Reha kommt.....ist irgendwie nicht vorgesehen....

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      wie man als Erwerbsunfähigkeitsrentnerin an eine stationäre Reha kommt.....ist irgendwie nicht vorgesehen....
      Ja, aber von Anderen bekomme ich mit, daß sie die bewilligt bekommen.Eine Bekannte geht jedes Jahr in Reha.
      Mal davon abgesehen, daß man da nicht pauschal urteilen sollte......wem so eine Reha noch was bringt.
      Und Senioren werden ja auch noch in Reha geschickt.

      Ich gehe von einer normalen Lebenserwartung bei mir aus...okay vielleicht fällt mir morgen der Himmel aufn Kopp oder ich krieg nen Schlaganfall....aber sonst bin ich laut Expertenmeinung nicht sonderlich krank- wenn es um Körper geht- außer Gewicht habe ich keine Risikofaktoren..also ich leb noch paar Jahre.
      Da sollte dann einer Krankenkasse klar sein, daß ich teurer für sie werde, wenn sie präventive Maßnahmen verweigert.

      Und wenn ich daran denke was fürn Scheiß die alles gezahlt haben, ohne zu Murren, gings um "Psyche" und nun verweigern sie eine sinnvolle Maßnahme, die mal wirklich helfen würde.

      Da reg ich mich auf :stirn:

      Außerdem habe ich keine Zeit. Die letzten Monate habe ich eine Qualifizierung gemacht- also DIE Rentnerin hat so einen 6 Stunden Tag-den Rest vom Tag brauch ich für meien Pflege..Da kommt sie zu nichts..bzw es fehlt mir die Energie für Grabenkämpfe mit der Krankenkasse.

      Sonst hätte ich schon längst geklagt.
    • Dabei kann ich Euch leider nicht wirklich weiterhelfen, da ich Vollzeit arbeite und bei mir die Rentenversicherung zuständig ist.

      Vielleicht würde ein Krankenkassenwechsel helfen ... ?
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Martina schrieb:

      Vielleicht würde ein Krankenkassenwechsel helfen ... ?
      Das hatte ich auch spontan gedacht. DIe einzelnen Kassen haben nicht nur unterschiedliche Zusatzleistungen, sondern natürlich auch andere Entscheider. Frag doch mal die, die jedes Jahr Reha macht, bei welcher Kasse sie ist. Die Beiträge unterscheiden sich ja nicht so sehr viel.
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Ich bin bei einer kleinen BKK, die nur Mitglieder aus BaWü aufnimmt, aber das träfe ja, wenn ich es richtig gelesen habe, auf Dich zu. Die sind recht wohlhabend. Wir haben mehrere Jahre Beitragserstattungen erhalten, wo andere Zusatzbeiträge zahlen mussten.

      Aber ich weiß nicht, wie die es mit solchen Rehas halten. Wenn Du interessiert bist, schicke ich Dir gerne den Kontakt.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • hallo und danke,

      aber ich bin Rentnerin.Ich glaub nicht daß mich noch ne andere Kasse nimmt.

      Sonst hätte ich das schon längst versucht


      Ich bin auch bei einer BKK.
      Früher war die nur "hier" zuständig.
      Dann wurde fusioniert.
      Seither gibt es keine Anlaufstelle mehr vor Ort und es wird gemauert.
      Man ließt auch davon ,daß sie schwarze Zahlen schreiben, aber weitergegeben an die Kunden wird da nix.

      Muh ja.....

      Mittlerweile wiege ich immer mehr....das liegt an dem mistigen Lymphödem und krauch auf Krücken herum.

      Mal sehen ob ich dann wenigstens einen Rollator bekomme, wenn schon kein Interesse besteht, meine Gesundheit möglichst zu erhalten.

      Ich glaub ja das ist Absicht.So hat sich das Problem dann bald erledigt. :humpel:
    • Nun ja, wenn du es nicht versuchst, wird dich mit Sicherheit keine andere Kasse nehmen. Glauben heißt nicht wissen. Telefonier doch ansonsten einfach mal rum.

      Warum solltest du keinen Rollator bekommen? Den muss dir nur dein behandelnder Arzt auf Rezept verschreiben, evtl. noch mit dem Zusatz, dass dieser entsprechend hohe Tragfähigkeit haben soll.
      Dann hast du da lediglich den Eigenbeitrag von 10 Euro, sofern du nicht befreit sein solltest. Und ein gutes Sanitätshaus bringt dir den sogar noch nach Hause.
      Viele Grüße

      Andrea


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • ich habe auch keinen Rollator bekommen - und ihn mir selbst gekauft.
      Ist gar nicht so einfach, einen Arzt zu finden, der einem Gehunfähigkeit bescheinigt - dazu braucht es die entsprechende Diagnose.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • wilmastante schrieb:

      hallo und danke,

      aber ich bin Rentnerin.Ich glaub nicht daß mich noch ne andere Kasse nimmt.

      Sonst hätte ich das schon längst versucht
      Also, sofern du nicht privat versichert bist, sondern gesetzlich pflichtversichert , darf dich die Krankenkasse nicht ablehnen. Du hast dann ein Wahlrecht wie Arbeitnehmer. Und seit August 2017 kann man unter bestimmten Voraussetzungen, die seitdem niedriger sind, auch als privat versicherter Rentner in die gesetzliche wechseln.

      deutsche-rentenversicherung.de…_selbst_waehlen_node.html
      sueddeutsche.de/wirtschaft/kra…enkasse-zurueck-1.3610360

      LG
      Dani

      PS: Zum Thema Reha - da muss man meist hartnäckig bleiben. Und man braucht ein Attest vom Arzt, der die Notwendigkeit bescheinigt. Rund 40 % der Anträge werden abgelehnt. Von den eingelegten Widersprüchen wird durchschnittlich die Hälfte bewilligt. Es ist also statistisch 50:50, kommt aber natürlich auf die Argumente an. UNd das mit dem "Jedes Jahr zur Kur", nun ja, die medizinisch notwendige Reha gibt's alle vier Jahre.

      plus-magazin.com/geld-und-rech…-haben-anspruch-auf-reha/
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    • wilmastante schrieb:

      aber ich bin 53 und wollte eigentlich bis 80 auf meinen eigenen Beinen laufen.
      Hm, also ich bin 45, habe seit ein paar Jahren einen Rollator, weil ich nicht lange stehen und laufen kann, brauche den nur, um mich gelegentlich abzusetzen, damit es danach weiter geht. Es hat meinen Aktionsradius unglaublich erweitert (ohne könnte ich nicht mal vernünftig einkaufen gehen).
      Insofern heißt ein Rollator ja nicht, dass man nicht auf seinen eigenen Beinen läuft. Ich finde sogar, das Gegenteil ist der Fall. Man hat die Sicherheit dabei und kann sich beruhigt auf den Weg machen... jedenfalls ist das bei mir so. Ich gehe wieder (auch mal ausgedehnt) einkaufen, spazieren, auf Events, sogar in Urlaub fliegen konnte ich vor ein paar Jahren, was ich mich ohne nicht getraut hätte (Flughafenstrecken, langes Stehen/Warten etc.)... konnte ich vorher alles nicht mehr. DAS hat mich wirklich eingeschränkt.
      Will damit sagen, mir hat Rollo neue Möglichkeiten eröffnet, die ich vorher nicht mehr hatte.
      Viele Grüße

      Andrea


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      Naguib Mahfouz

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sunny73 () aus folgendem Grund: Vertipper

    • Na ja , wenn ich ein körperliches Gebrechen hätte, daß nicht letztlich auf zuviel Gewicht zurück zu führen wäre, würde ich natürlich jedes Hilfsmittel nehmen.
      Aber nicht mehr laufen können, weil ich zuviel wiege ist für mich ein absolutes "no go " .
      Körperliche Einschränkungen nur weil ich dick bin ,da hört dann meine Akzeptanz dem Gewicht gegenüber auf.
      Das will ich ändern.

      Es kommt ja immer auf den Ausgangspunkt an, was man gewohnt ist.
      Ich bin es gewohnt täglich mindestens 6 Std auf den Füßen zu sein , weite Spaziergänge zu machen, mehrmals täglich den 4 Stock zu bewältigen.

      Das nicht mehr zu können, mit Anfang 50 ist für mich keine Option und nichts , was ich akzeptieren werde .

      Da bewundere ich Vielfrau oder Maritna, die um ihre Beweglichkeit gekämpft haben.

      Außerdem haben die Medikamente, die man sich dann wegen schmerzen ecetera einwirft auch Nebenwirkungen, die ich nicht haben will.

      Für mich ist das halt etwas vermeidbares, etwas , was ich in der Hand habe.
      Es ist keine blöde Krankheit, die ohne Ursache und mein Zutun über mich kam.
    • wilmastante schrieb:

      Na ja , wenn ich ein körperliches Gebrechen hätte, daß nicht letztlich auf zuviel Gewicht zurück zu führen wäre, würde ich natürlich jedes Hilfsmittel nehmen.
      ......Für mich ist das halt etwas vermeidbares, etwas , was ich in der Hand habe.
      Es ist keine blöde Krankheit, die ohne Ursache und mein Zutun über mich kam.
      Ach so, sag doch gleich, dass du dich selber bestrafen willst, dann können wir uns doch die Ratschläge sparen, wie du zu mehr Bewegung kommen könntest.
      Ich geb's jedenfalls auf.
      Viele Grüße

      Andrea


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      Naguib Mahfouz
    • sunny73 schrieb:

      wilmastante schrieb:

      aber ich bin 53 und wollte eigentlich bis 80 auf meinen eigenen Beinen laufen.
      Hm, also ich bin 45, habe seit ein paar Jahren einen Rollator, weil ich nicht lange stehen und laufen kann, brauche den nur, um mich gelegentlich abzusetzen, damit es danach weiter geht. Es hat meinen Aktionsradius unglaublich erweitert (ohne könnte ich nicht mal vernünftig einkaufen gehen).Insofern heißt ein Rollator ja nicht, dass man nicht auf seinen eigenen Beinen läuft. Ich finde sogar, das Gegenteil ist der Fall. Man hat die Sicherheit dabei und kann sich beruhigt auf den Weg machen... jedenfalls ist das bei mir so. Ich gehe wieder (auch mal ausgedehnt) einkaufen, spazieren, auf Events, sogar in Urlaub fliegen konnte ich vor ein paar Jahren, was ich mich ohne nicht getraut hätte (Flughafenstrecken, langes Stehen/Warten etc.)... konnte ich vorher alles nicht mehr. DAS hat mich wirklich eingeschränkt.
      Will damit sagen, mir hat Rollo neue Möglichkeiten eröffnet, die ich vorher nicht mehr hatte.abzutrenn
      Hallo Sunny73,

      nicht nur beweglicher, sndern bei Flugreisen wurde ich auch als "priority" eingestuft, durfte mir das Schlangestehen sparen und zueerst einsteigen, während eine Flugbegleiterin das Teil verstaut hat.
      Und alle waren voll freundlich und rücksichtsvoll.
      Mittlerweile nehme ich den Stock, aber BESSER für den Rücken wäre der Rollator ( Aussage meines Physiotherapeuten). Der Stock ist halt handlicher und ich kann ihn auch zusammenfalten, dann hänge ich ihn in einer Katana-Hülle über die Schulter.
      Ich hatte anfangs auch Hemmungen, mittlerweile hat sich das gelegt. Meine Schwester ist Arzthelferin, die kennt so viele junge, fitte Patienten mit Rollator. Hauptsache ,man kann sein Ding durchziehen und lässt sich den Bewegungsradius nicht einschränken.

      Mein Rollenvorbild ist Dr. House. Die bissige Dame mit dem Stock - das bin ich. :D

      Das war gerade offtopic, ich weiss. Um Martinas thread nicht zu entfremden, wollte ich die Mods bitten, die Diskussion über Rollstuhl, rollator, Stöcke etc. abzutrennen. - Danke.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • @ Sunny

      Ach so, sag doch gleich, dass du dich selber bestrafen willst, dann können wir uns doch die Ratschläge sparen, wie du zu mehr Bewegung kommen könntest.


      xxxx

      Ich will mich bestrafen?Wo kann man denn das heraus lesen?
      Nun ja es ist immer wieder interessant, wie mißverständlich geschriebenes ankommt.
      Der eine schreibt GRÜN der andere versteht ROT
      xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
      Ich geb's jedenfalls auf.
      :thumbup:
    • @wilmastante

      Ein Hilfsmittel für ein körperliches Gebrechen nicht in Anspruch nehmen, nur weil die Ursache das Gewicht ist, könnte man durchaus als Selbstbestrafung ansehen. Weißt du, das kann man auch auf andere Bereiche übertragen, und es hat mit der Einstellung zu einem selbst zu tun. Mal so weitergedacht: Nur weil man ein Hilfsmittel jetzt in Anspruch nimmt, heißt das ja nicht, dass man es auf Dauer beansprucht. Nimm es jetzt, wenn du es brauchst, und stell es wieder in die Ecke, sobald du es nicht mehr brauchst.

      Ich mein, wenn du durch eigenes Verschulden einen Unfall hast und dir eine Verletzung einfängst, mit der du auf einmal - vorübergehend - ein neues Hilfsmittel brauchst, würdest du dann ohne rumlaufen/rumkrabbeln/rumrobben, weil es ja deine eigene Schuld ist und du mit genug Training in einigen Monaten oder Jahren keins mehr brauchst?

      LG
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Neu

      Ich habe die obigen Postings, wie von Lisa vorgeschlagen, aus dem Ursprungsthread ausgelagert.

      Zu der Sache mit dem Rollator möchte ich Folgendes zu bedenken geben:

      Ich bin am ersten Morgen im Schlüsselbad im Aufzug über eine winzige Unebenheit übelst gefallen, weil ich so kraftlos war, dass ich meine Füße keinen Zentimeter mehr heben konnte. Von da an durfte ich aus Sicherheitsgründen nur noch mit Rollator laufen.

      Das war mir dermaßen peinlich und ich habe im ersten Moment gedacht, dass jetzt alles für immer vorbei ist. Aber innerhalb von 24 Stunden bin ich dahinter gekommen, dass so ein Rollator ein wunderbares Trainingsgerät ist. Schon nach wenigen Tagen bin ich mit solch einem Affenzahn in den Klinikgängen unterwegs gewesen, dass ich ständig Mecker von den älteren Patienten bekam.

      Aus heutiger Sicht kann ich sagen: Der Rollator war DER Anfang meiner Genesung. Ich war zu diesem Zeitpunkt 54 Jahre alt.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Neu

      Hallo Martina,

      Martina schrieb:




      Aus heutiger Sicht kann ich sagen: Der Rollator war DER Anfang meiner Genesung. Ich war zu diesem Zeitpunkt 54 Jahre alt.
      es ist einfach nur ein Hilfsmittel. ich habe auch einen recht stylischen, aus Aluminium, zusammenklappbar ,
      die KK geben meistens sehr schwere Teile raus. Hast du den Rollator behalten dürfen oder dann gar nicht mehr benötigt, als du aus der Klinik kamst?

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Neu

      Lisa Cortez schrieb:

      ,nicht nur beweglicher, sndern bei Flugreisen wurde ich auch als "priority" eingestuft, durfte mir das Schlangestehen sparen und zueerst einsteigen, während eine Flugbegleiterin das Teil verstaut hat.
      Und alle waren voll freundlich und rücksichtsvoll.
      Mittlerweile nehme ich den Stock, aber BESSER für den Rücken wäre der Rollator ( Aussage meines Physiotherapeuten). Der Stock ist halt handlicher und ich kann ihn auch zusammenfalten, dann hänge ich ihn in einer Katana-Hülle über die Schulter.



      ...und später....


      es ist einfach nur ein Hilfsmittel. ich habe auch einen recht stylischen, aus Aluminium, zusammenklappbar ,die KK geben meistens sehr schwere Teile raus. Hast du den Rollator behalten dürfen oder dann gar nicht mehr benötigt, als du aus der Klinik kamst?
      Lisa, ich seh das ganz genauso. Ich habe bei den Flügen jeweils sogar den Behindertenservice gebucht, mit dem ich sogar bis zum Flieger gefahren wurde (stand auf dem Rollfeld, kein Gate, man wird bis auf Einstieghöhe gebracht und braucht nur rüber ins Flugzeug) und auch ich hab alle als sehr zuvorkommend und hilfsbereit erlebt.

      Meiner ist auch ein ziemlich schweres Ding mit fast 13kg, aber die brauchts auch, weil ich den hauptsächlich zum Sitzen brauch, bedingt durch meine schiefe Hüfte und ein paar andere Dingelchen kann ich nicht lange stehen/laufen und muss immer wieder zwischendrin kurz absetzen, dann kann es weitergehen. Aber es muss halt mein Gewicht tragen...
      Ansonsten ist es für mich auch nur ein Hilfsmittel, dass mir mehr Bewegungsradius und Lebensqualität verschafft.
      Viele Grüße

      Andrea


      ###############
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      Naguib Mahfouz
    • Neu

      Nordlicht schrieb:

      Ich mein, wenn du durch eigenes Verschulden einen Unfall hast und dir eine Verletzung einfängst, mit der du auf einmal - vorübergehend - ein neues Hilfsmittel brauchst, würdest du dann ohne rumlaufen/rumkrabbeln/rumrobben, weil es ja deine eigene Schuld ist und du mit genug Training in einigen Monaten oder Jahren keins mehr brauchst?
      Da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.
      Klar gibt es x Situationen im Leben wofür man eine Krücke braucht.Ein Hilfsmittel.
      Und ich habe auch grade welche gebraucht Bandscheibenvorfall.

      Aber wenn ich eine Rollator brauchen würde, nur weil ich mich auf so ein Gewicht hoch gefuttert habe, daß ich selber nicht mehr laufen kann...dann hieße das für mich, ich habe den Punkt die Reißleine zu ziehen,übergangen.

      Vielleicht würde ich ihn dann benutzen...aber ich glaube nicht, daß ich es akzeptieren könnte überhaupt an so einen Punkt zu kommen.

      Gerade hatte ich ein Gewicht erreicht, das kann und will ich nicht akzeptieren.
      Auch nicht , wenn die neusten 4 kg eindeutig vom Lymphödem her kommen.

      Also habe ich alles ,was ich kann, dagegen unternommen damit ich diese Kilos wieder verliere.

      Das mag man mir nun als Dickenrassismus auslegen- aber für mich gibts da einfach einen Punkt "no go".

      Ich hab meine Freundin ein paar Jahre begleitet.Während sie immer mehr ihre Selbstständigkeit verlor.Ich sehe sie noch bei unserem letzten Spaziergang vor mir her "laufen" .
      Es waren vielellicht 20 m bis zur Bank am Fluß.
      Ohne Rollator ging es schon lange nicht mehr.Längere Strecekn schob ich sie im Rollstuhl, alleine bekam sie den nicht bewegt.
      Sie ist überall mit dem Auto hin gefahren und hat vermieden wo es ging noch selbst zu gehen.
      Sie war einfach zu schwer.Ihre Knochen zu müde dieses Gewicht noch zu tragen.
      Das war traurig zu sehen, wie jemand , der vom Grundcharakter ein aktiver , geselliger Mensch ist, immer inmobiler wird und deshalb vereinsamt.
      Es hatte keine andere medizinische Ursache, warum sie kaum noch laufen konnte.
      Letztlich ist sie daran gestorben.Also an den Folgen der Behandlung des Lymphödems.
      Das sie , so wie ich , sicher nicht gehabt hätte- wenn sie nicht so schwer gewesen wäre.

      Das kann nun jeder für sich entscheiden mit was für einem Gewicht er sein Leben für lebenswert hält.
      Für mich gibt es einen Punkt, da kann ich "dick" nicht mehr akzeptieren.
      An mir.

      ach schon wieder zu missverständlich :wech: ich geh mal besser bevor sich wieder angegriffen fühlt. Dats nicht meine Absicht.