HEUREKA- ich hab die Lösung

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    • HEUREKA- ich hab die Lösung

      Momentan nervt mich die Tatsache, daß man ja stetig dafür sorgen muß , das was zu essen da ist.
      Ich bin zum ersten Mal , nach langer Zeit täglich mehrere Stunden unterwegs.
      Da ich alleine lebe, geht es mir wie alle Alleinelebenden...keiner macht die Hausarbeit, keiner kocht mir was.

      Frühstück kann man mit nehmen und da wo ich bin, gibt es dreimal die Woche Mittagstisch.
      Sehr gut und praktisch.

      Ich bin ein MittagEsser. Wenn ich mittags nichts gescheites esse, dann esse ich lauter nicht so dolles, fühl mich nicht satt und hab am Ende sicher das Doppelte gefuttert, wie wenn ich einfach ein warmes Essen bekomme.

      Da ich es mir nicht leisten kann jeden Tag essen zu gehen, wenn der Mittagstisch nicht ist, muß ich also selber für mich sorgen.
      Das streßt mich, das nervt mich.
      Und ich hab immer so eine Hunger...ich kipp schier aus den Latschen,wenn ich nicht zu "meiner" Zeit was zu essen kreige.

      Nun lese ich gerade ein Buch.
      Da geht es u.A. um einen Professor der mit zwei Töchtern alleine lebt.Der Mann geht völlig in seiner Arbeit auf.Essen ist ihm unwichtig. Gäbe es die besorgte Tochter nicht, die ihm Lunchpakete richtet, dann würde er wohl nur sehr selten essen.
      Ist einfach auf seiner Prioritätenliste ganz hinten angesiedelt.

      Diese Familie ißt abends immer zusammen.Die große Tochter kümmert sich darum.
      Der Vater,der es gewohnt ist, alles mit dem Kopf zu lösen, hat einige Regeln aufgestellt, damit der Haushalt möglichst reibungslos und ohne viel Aufwand funktioniert.

      Deshalb essen sie die ganze Woche Fleischpapp. Und einen Apfel, wegen dem Vitamin C.

      Fleischpapp kocht die Tochter immer am WE für die ganze Woche, der wird dann abends immer aufgewärmt.

      Rezept: ganz wenig Fleisch, viele getrocknete Bohnen, etwas Gemüse zusammen kochen und dann pürieren.
      Dienstags gibt es Tortillas, fertige, dazu und Salsa.Das ist die einzige Abwechslung.

      Das ist doch super praktisch.Wieso meinen wir ,daß wir jeden Tag was anderes essen müßen. Der Professor hat isch überlegt, was so ein Körper braucht und in dem Fleischpapp ist alles wichtig drin.

      Nun bekommt sogar mein Hund nie jeden Tag das gleiche- ich kann das nicht, ihr jeden Tag das geleiche Trockenfutter hinstellen, wie das viele mit ihren Hunden machen....
      Ich habe nämlich auch darüber nachgedacht, daß es praktisch wäre, ich hätte jemand der mich so um mich kümmert , wie ich mich um meine Tiere..
      Die Wilma hab ich, als sie zu schwer wurde, einfach auf kalorienarmes Futter umgestellt.
      So jemand bräuchte ich auch.Der Mein Essen kauft, hinstellt und den Umständen anpaßt.

      ich finde ganz viele Weltprobleme wären gelöst, wenn die Menschheit einfach einen Einhaitsbrei mümmeln würde.

      Und all die Gehirnkapazität, die frei würde, dächten wir nicht soviel ums Essen herum!!!

      Das einzige Problem ist ,daß mir bei fast allem was nach Pampe ausschaut :schlecht: wird.
    • hahaha - der Speisebrei ...

      Ich hab mal ein Buch gelesen, da hat die Autorin aus Geldmangel von 50 Cent die Woche gelebt - gut das war vor Jahren. Heute würde man vielleicht 10 Euro pro Woche sagen.

      Sie hat sich auf dem Markt Gemüse besorgt - die äußeren Blätter von Kohlköpfen, die eh weggeworfen wurden, einen ganzen Kohlkopf, ein Bund Möhren, zwei Zwiebeln und etwas Stangensellerie.
      Wenn es ihr Budget erlaubte, kaufte sie beim Metzger "für etwa 15 Cent Rinderhackfleisch". Dazu jede Menge gemahlenes Vollkorngetreide.
      Daraus hat sie dann ihre Version von "Papp" gekocht - einen steifen Eintopf, von dem sie zu jeder Mahlzeit eine Scheibe abschnitt. Wenn sie es sich leisten konnte, hat sie die Scheibe in Fett aufgebraten.

      Nährstoffmäßig war alles drin. Ihre größte Herausforderung war jedoch, die Monotonie. Dreimal täglich das gleiche - das kriegt man schnell "satt".

      Ich würde lieber so Kleinigkeiten kochen, die sich wie "von selbst machen" - Pellkartoffeln kochen sich quasi von selbst, und dann braucht man nur noch ein Päckchen Salatkräuter in ein Päckchen Quark rühren - fertig ist die Mahlzeit.
      Oder lecker Gemüse. Geht auch ganz schnell.

      Ich mach auch immer nur so "schnelle" kleine Sachen. Wenn ich jeden Tag drei Komponenten kochen müßte, das wäre mir auch zu viel.

      Liebe Grüße
      Wenn du dir vornimmst, alles ganz richtig zu machen - genau das ist der Fehler. Ysolda Dee
    • Der Professor und seine Familie sind sicherlich keine Gourmets.
      Oder um es noch drastischer zu sagen : Essen ist ihnen egal und hat
      den Stellenwert einer lästigen aber leider notwendigen Pflicht.
      Ich würde solche Breis maximal drei Tage essen können, danach würde ich keine
      Kosten und Mühen scheuen, um mir kulinarische Abwechslung zu verschaffen.
      Deshalb plädiere ich ebenfalls für "schnelle, kleine Sachen",
      Kann allerdings schwierig werden, wenn man Kinder/ Jugendliche mitversorgen muß.
      So gesehen wäre das Singledasein auch ein Vorteil.
    • Wer hat Lust auf einen Wettbewerb.
      Wie lange kann man sich von 10 Euro die Woche ausreichend ernähren.

      Maximaler täglicher Aufwand für die Ernährung mit essen und abwaschen/ecetera 30 Min.

      Genau die Monotonie, Issi, an der scheitern wir.
      Aber vielleicht ist das einfach Gewohnheit.

      Wenn man von klein auf immer nur das Gleiche ißt....will man dann noch was anderes?

      Solange ich mein faules Rentnerdasein lebte, war mir das auch egal , täglich kochen.Aber jetzt..es frißt soviel Zeit...und ich hab gleich Hunger..sofort....Kartoffeln z.B. ....das dauert viel zu lange....ich habe leider noch keinen Arzt gefunden, der das mal mit mir checkt, ob da was organisch nicht stimmt.
      Ich vermute mir fällt der Blutzuckerspiegel total in Keller.Normal ist das doch nicht.Man kann doch Hunger mal aushalten. Es hilft , wenn man dann was süßes trinkt...aber das vergesse ich immer ....daß das hilft.
      Neulich hab ich mal eine Eimer Reis gekocht.Dann gab es jeden Tag Reis mit irgendwas.
      Deshalb ist der Plan ich koch am Anfang der Woche eine Eimer Eintopf.Punkt.

      Grundsätzlich will ich nichts mit meiner Ernährung zu tun haben.
      Das klingt und ist gaga ..ich weiß....
    • ha ja, es ist schon schön, wenn man sich an einen gedeckten Tisch setzen kann und sich mit der ganzen Vor- und Nachbereitung der Mahlzeit nicht abgeben muß.

      Ich verstehe auch, daß nach dem Berufsalltag nicht mehr viel Zeit noch Lust bleibt zum Kochen.

      Trotzdem - erstens, was wir essen wird zu unserem Körper. Essen ist die Energie, die uns durch den nächsten Tag bringt. Es ist wirklich ganz essenziell wichtig für gutes Essen zu sorgen. So gut und liebevoll zubereitet wie irgend möglich.

      Zweitens ist der menschliche Appetit nie "einstöckig".
      Sicher, man kann irgendeine Hackfleischsoße kochen, oder einen Eintopf, und dann gibt's einen Tag Reis dazu, den nächsten Tag Kartoffeln, und am dritten Tag Nudeln.
      Theoretisch mag das gehen, und geht vielleicht auch zwei Wochen. Aber dann werden die Geschmacksnerven rebellieren und werden nach Abwechslung rufen.
      Es mag auch in Zeiten gehen, in denen es nichts gibt. Habe die Berichte gehört von den schmalen Zeiten, in denen es dreimal täglich Kartoffeln gab - und ohne Fett, weil man kein Fett kaufen konnte. Aber wir wissen auch, wie die Leute, sobald es wieder "alles" gab, reingehauen und nachgeholt haben.

      Drittens sollte man Essen auch genießen können. Genuss ist ganz wichtig.
      Selbst der Vollwert-Ernährungspapst Bruker sagte: "Schlecht schmeckendes Essen macht krank, Essen muß vor allem schmecken!"
      Ich würde so weit gehen zu sagen, es muß auch gut aussehen. Ein graubrauner Einheitsbrei würde mich auf die Dauer krank machen. Buaaahhh - ich darf gar nicht dran denken ...
      Wenn du dir vornimmst, alles ganz richtig zu machen - genau das ist der Fehler. Ysolda Dee
    • Für mich persönlich eine grässliche Vorstellung, jeden Tag Einheitspampe zu essen.

      Wenn aber kochen etc. lästig ist und es nichts ausmacht, wäre vielleicht einmal die Woche vorkochen und einfrieren eine Option, um es dann nur noch warm machen zu müssen?
      So könnte man auch trotzdem Abwechslung einbauen. Oder halt einen Riesentopf Eintopf oder so kochen und portionsweise einfrieren.
      Für den Zuckerabfall kann man sich ja Traubenzucker zum Überbrücken hinlesen.
      Nur so ne Idee.
      Viele Grüße

      Andrea


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Bei uns läuft das so, dass wir dann nach Möglichkeit am Wochenende für die Woche vorkochen. Wenn man das Ganze einfriert, kann man theoretisch auch mehrere Gerichte einmal im Monat vorkochen, dann hat man vier oder fünf verschiedene pro Woche, nur halt jede Woche das gleiche Essen. Beispiel: Nudeln mit Bolognesesauce, Kartoffelgratin mit Broccoli, Hühnerfrikassee, Linseneintopf, Pfannkuchensuppe...

      Mein Mann hat bei sich derzeit eine Kantine, aber wenn er jetzt den Standort wechselt, gibt es keine mehr. Und ich hatte zuletzt eine Kantine gehabt, aber das Essen da war grauslich. Ich hab für mich wöchentlich ein Gericht vorgekocht, weil wir im Tiefkühler nicht so viel Platz hatten.

      Ach ja, und dann gibt es natürlich noch die Sachen, die man nicht mehr aufwärmen muss, wie zum Beispiel Kartoffelsalat.

      Grüße
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • was ihr erzählt, ist in anderen Ländern gang und gäbe. Die ärmeren Leute in Kolumbien essen fast täglich das gleiche: Reis, Kidneybohnen und ein Stückchen Fleisch oder Fisch dazu, oder ein Ei. Manchmal eine Avocado . Und das gibt es morgens, mittags und abends. Diese unglaubliche Auswahl , das ist erstens relativ neu in der Menschheitsgeschichte und zweitens ein first-world-problem.
      Wilmastante, dafür ist es aber einfach, "Hausmannskost" auf der Straße zu kaufen, weil so viele Frauen einen Mittagstisch anbieten.
      So wie "Essen auf Rädern" , nur eben für alle .
      Es gibt einige Sachen, die ich vorkoche und einfriere: Falafel (Kichererbsenklößchen) beispielsweise.
      Und dann habe ich immer Sachen zuhause, die schnell gehen.
      Ich koche alle 3-4 Tage eine Art Gemüsesuppe aus nur frischen Zutaten, die auch ungefähr so lange im Kühlschrank hält. Und wenn es schnell gehen soll, wandle ich die ab : ich habe rote vorgekochte Linsen, Nüsse, Kokosmilch, Erdnussbutter , Sojasprossen und Bambus im Glas, Koriander und andere Kräuter im Blumentopf .
      Mir geht es nämlich ähnlich wie Wilmastante, ich muss den Blutzuckerspiegel konstant halten. Bei mir noch schlimmer , ich bekomme Migräne, wenn er zu sehr absackt.

      Dazu möchte ich sagen, ich koche gerne - ich koche vielleicht nicht gut, aber ich habe sehr großen Spaß am Experimentieren.
      Im Moment habe ich Kichererbsen und Grünalgen (Wakame) entdeckt ( nicht gleichzeitig!) ,
      aus Wakame , Pinienkernen und Zitronensaft mache ich in 5 Minuten einen Salat. Japanisch mag ich sehr, das sieht immer hübsch aus, nie pampig - von so einer Pampe würde mir auch schlecht werden.
      Deshalb mochte ich als Kind auch keinen Spinat - wie man ihn früher gemacht hat, eine grüne Pampe wie ein Kuhfladen und äääääääh <X

      eigentlich brauche ich nicht viel Geld dazu.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Nicht nur in anderen - ärmeren - Ländern ist täglich das Gleiche gang und gäbe....
      das war es hier in Europa auch, als die meisten Menschen noch arm waren.
      Ich stehe immer mal wieder staunend vor der Vielfalt der Lebensmittel, die
      bei uns inzwischen aus aller Welt angeboten werden. Diese Vielfalt hat sich in meiner eigenen Lebenszeit explosionsartig gesteigert. Als ich als Kind für meine Mutter einkaufen gegangen bin - das war in den 70er Jahren - gab es längst nicht so viel Auswahl wie heute.
      Und bei meinen Eltern gab es so ein paar Standardgerichte, die immer wiederkehrten. Ich weiß noch, dass ich meine Mutter dazu überreden mußte, Spaghetti Bolognese zu kochen - selbst dieses Gericht war damals zumindest in unserem Milieu noch nicht üblich. Dann wurde es aber flugs in die Liste der Standardgerichte aufgenommen ( Pizza hatte es dahin übrigens nie geschafft ;) ) Bei den Familien meiner Freunde war es ähnlich.
      Heute haben wir es besser.
    • Issi schrieb:

      @Nordlicht

      ja, liebe Dani - Dein Kartoffelsalat!
      Von dem träume ich immer noch!
      So lecker! :mampf:

      Liebe Grüße!
      Danke für die Blumen... da werd ich ja ganz rot. :rot1:
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)