ich habe mich mal wieder geärgert- artikel im stern

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    • ich habe mich mal wieder geärgert- artikel im stern

      "Guten Tag,

      ich beziehe mich auf Ihren Artikel im STERN/ Nr.2/18-die richtige Diät für sie.

      Da ich lebenslang mit extremem Übergewicht lebe , kenne ich mich aus mit dem Thema..Diät..Körperbild..ecetera-.

      Ihren Artikel finde ich nichts sagend und dumm.
      Auserdem heizt so ein Artikel die gestörte Selbstwahrnehmung von Menschen mit Esstörungen an und hält ein krankes Schönheitideal hoch.

      Was will mir die halbnackte Dame auf dem Titebildl sagen?
      Daß sie mein erstrebenswertes Idealbild eines schlanken Körpers ist?
      Was macht so ein Bild...es treibt viele jung eFrauen dazu sich ihres Essen zu entledigen...Bullemie und Magersucht grasieren, weil so ein krankes Ideal hoch gehalten wird.

      Natürlich weiß ich als mündiger Leser, daß dieser Artikel in Ihrer ,wie in vielen anderen Zeitschriften gerade nach der Völlerei der Festtage erscheint, weil damit die Auflage in die Höhe schnellt.
      Genauso wie das Bildnis halbnackter Damen die Auflage fördert.

      Sie wollen doch eine seriöse Zeitschrift sein.Haben sie es nötig mit so "billigen" Methoden Ihre Auflage zu steigern.Also ich habe mein ABO gekündigt.

      In dem Artikel zu dem Bild steht nichts neues oder sonderlich erkenntnisreiches.
      Aber es wird mir zum B. ein Mann 1.81 cm groß , 98 kilo schwer als übergewichtig "verkauft" Der Arme ist also übergewichtig und muß abnehmen.

      Das ist lächerlich. Übergewicht ist was anderes als moderat pummlig oder sich mit 45 kg auf 175 cm dick fühlen.

      Ich fühle mich durch Ihren Artikel lächerlich gemacht und bekomme wie so oft , daß Gefühl , daß ich , als "wirklich" Dicke gar kein Existenzrecht habe...wenn der Mann schon angeblich zu dick ist..was bin dann ich...mit 130 kg auf und 170 cm. Ein absolutes no go...über das man schon gar nicht mehr spricht

      Widersprüchlich sind dann so Artikel wie der über Nicole Jäger die Fettlöserin.Der auch in Ihrer Zeitschrift erschien.Sie sollten sich entscheiden, welche Haltung Ihrer Zeitschrift zu diesem Thema vertritt.

      Die einzige wahre Aussage, mit der ich etwas "anfangen " kann ist die im Artikel von Herrn Hirshchausen / Fau Mata.
      "die Adipositas Forschung der vergangenen 20 jahre lässt sich brutal zusammen fassen : Wer einmal richtig dick ist , bleibt es" usw.

      Ich würde mir wünschen, daß über solche Themen Betroffene schreiben und keine Leute, die zu mopplig geworden sind, weil sie zuviel Zeit inaktiv vor dem PC verbringen und nun denken..ich bin dick..ich muß 6 kilo abnehmen...

      Es ist ein enstes Thema und ich fühle mich durch die Art Ihrer Berichterstattung nicht ernstgenommen.

      Machen sie einen Artikel über die Dicken-Akzeptanz-Bewegung und darüber wieviele Menschen dieses krude Schönheitideal unglücklich macht und sogar tötet.
      ( Magersucht hat eine hohe Letalitätsrate).

      Schöne Grüße
    • Hallo wilmastante,

      ja, Dicksein ist halt ein Spektrum , da gibt es die " eine-Woche- Kohlsuppe-bis-ich wieder-in den Bikini -passe "- Fraktion , und Menschen, die bettlägerig und schwer behindert sind.
      Eine Frage habe ich allerdings: Ab wann ist man dick? Ist man dick, weil es ein BMI angibt, weil man sich dick fühlt, weil man sich zu der Minderheit/Mehrheit der Dicken gehörig fühlt....etc.?
      Und was bedeutet Übergewicht? oder , was mir lieber ist, ein hohes Gewicht? ( über impliziert ein bißchen etwas Freakiges außerhalb der Normalität, wie "Übergröße" , aber auch "Überflieger" ).

      Also wie definierst du das? und in wieweit ist deine Definition dann allgemeingültig?, denn es KANN ja sein, dass sich der 1.81 cm -Mann mit , 98 kilo den Dicken zugehörig fühlt.....

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Heute Morgen um 6 war ich voll im Thema, denn da hab ich aus Langeweile die Glotze angemacht und auf ARTE lief eine sinnige Sendung zu dem Thema.

      Eine Expertin erklärte die Regeln der WHO ab wann man dick ist.

      Bis BMI 25 biste normal
      Ab 25 mopplig
      und ab 30 fettleibig

      Die Expertin, meinte auch, daß man ja am BMI rummäkeln kann, aber das ein Maß her mußte und wenn man den BMI herbeizieht, ist das erstmal ok-der Wert ist noch am objektivsten zu ermitteln.
      Klar gibt es völlig unterschiedliche Körper und so ist einer mit BMI über 30 vielleicht noch fit und beweglich, der andere schleicht schon am Rollator.

      Aber eine Definition gibt es.

      Und , mal ehrlich, ja wir haben alle so unsere Vorstellungen rund um Gewicht...was dick ist..was schlank..was geht noch...was gar nicht..vielleicht gibt es auch Leute die völlig frei sind von so Urteilen und einfach jeden sein lassen wie er ist....ABER


      Ich glaube, wir haben alle ein sehr gesundes Empfinden, vor allem für uns selbst, ab wann jemand "dick" ist.Ab wann man sich weniger Gewicht wünschen würde, weil es einen einschränkt.

      Das ist mein persönliches Kriterium dafür , ab wann dick beginnt, -wenn mich was am Körper behindert...was es vorher nicht tat...dann ist das nicht "normal"..dann will ich das wieder weg.

      Kein Kriterium ist für mich, das Aussehen..das sollte schnuppe sein..es gibt sehr schöne runde Menschen...und sehr hässliche Schlanke...

      Nun können wir uns überlegen "was ist schön....was nicht".....

      Na ja auf jeden Fall ist das egal..."nicht schön" behindert nicht.Meine Beine , meine Bauchschürze, mein Gewicht mich schon
    • Wer ist dick? Ab wann ist der Mensch dick?

      Ehrlich gesagt, habe ich mich selbst (bei 110 kg /170 cm) nicht als die Dicke gefühlt. Durch meine Proportionen (keine Doppelkinn, flacher Bauch und kein dicker Rumpf, nur dicke Beine, Po) hat die Umwelt mein dreistelliges Körpergewicht nicht erkannt. Somit hat die Umwelt mich zwar als kräftig und ausdauernd aber nicht als dick gesehen.

      Und ich war immer sportlich. Reiten, Hallensport (Handball, Badminton)

      Gut 15 Jahre später, also jetzt, sind es 20 Kg mehr und ich erlebe mich immer mehr als Randfigur in einem Normland. Die Sitze werden zu eng. Die Klamotten kaufe ich in Männergröße und bei UllaP. Und man sieht mir das zu viel an Gewicht an. Doppelkinn und kleines Bäuchlein sind nun auch zu sehen.

      Nein, kein Sport mehr, nur noch spazieren gehen (hatte was mit anderen Erkrankungen zu tun, führt jetzt zu weit). Mhhhh.... JA und ich fühle mich dick und zur Zeit nicht besonders wohl damit.
    • wilmastante schrieb:

      Ich glaube, wir haben alle ein sehr gesundes Empfinden, vor allem für uns selbst, ab wann jemand "dick" ist.Ab wann man sich weniger Gewicht wünschen würde, weil es einen einschränkt.

      Das ist mein persönliches Kriterium dafür , ab wann dick beginnt, -wenn mich was am Körper behindert...was es vorher nicht tat...dann ist das nicht "normal"..dann will ich das wieder weg.

      Kein Kriterium ist für mich, das Aussehen..das sollte schnuppe sein..es gibt sehr schöne runde Menschen...und sehr hässliche Schlanke...

      Nun können wir uns überlegen "was ist schön....was nicht".....

      Na ja auf jeden Fall ist das egal..."nicht schön" behindert nicht.Meine Beine , meine Bauchschürze, mein Gewicht mich schon
      das hast du sehr schön formuliert. und ich kann es so nur unterschreiben!!