Von der Ess- zur Drogensucht? Magenverkleinerungen bergen ungeahnte Risiken

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Na ja, muss ja nicht gleich Alkohol oder Kokain sein.
      Aber in der Tat sind extrem viele, die ich kenne, nach einer OP mit dem Rauchen (wieder) angefangen.
      Ich persönlich glaube auch, dass man ohne ein gestörtes Verhältnis zum Essen (wie auch immer das gelagert ist) niemals zu einem extrem hohen Übergewicht kommt. Ergo dürfte eigentlich niemand für eine Op überhaupt so in Frage kommen.

      Wer aber seine Essstörung besiegt hat, kann auch ohne OP abnehmen, denke ich.
      Ich bin eine Signatur
    • Suchtverlagerung - keine neue Erkenntnis

      Das ist aber nicht das größte Problem der Adipositaschirurgie. Das vermittelt wird Adipositas könnte mit der OP "geheilt" werden, finde ich viel schlimmer!


      milka schrieb:

      Wer aber seine Essstörung besiegt hat, kann auch ohne OP abnehmen, denke ich.
      Das denke ich nicht.

      lg
      Bärbel
      Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.
      (Immanuel Kant)
    • Am Samstag gabs auf VOX "Planet der Dicken" (Titel ey?!?!) und abgesehen von dem absurden Titel war das nicht uninteressant.

      Unter anderem redete auch der Arzt aus Sachsenhausen, offenbar ein bekannter Arzt für besagte OP's und der hat an sich durchaus sinnvolles von sich gegeben ohne dass wie eine Dauerwerbung für die OP klang.

      Ganz klar sagte er "Bist du pummelig, ist es eben so. Beweg dich so wie es dir Spaß macht, es wird sich nichts verändern, du wirst weder ab- noch zunehmen, alles ist gut. Fängst du eine Diät an, ist das dein erster Schritt zur Adipositas. Bist du einmal adipös bist du es dein Leben lang, auch nach einer OP."

      Und seien wir mal ehrlich, sind wir nicht alle mit Diäten aufgewachsen und hängen deswegen in dieser Falle fest?

      Leider wurde gar nicht auf Nebenwirkungen eingegangen wie z.B. der Eiweismangel - es muss Eiweiß zugeführt werden, da es mir der Nahrung nicht mehr in ausreichendem Maße aufgenommen werden kann. Sicher ist das kein Drama, so mancher Eiweißshake schmeckt ja gar nicht schlecht, aber dennoch, es sind Veränderungen die notwendig sind - dein Leben lang.

      Auch die Beispiele waren nicht uninteressant.

      Selbst als OP-Gegner (oder sagen wir als jemand, der das für sich nicht unbedingt möchte, einfach weil Genussmensch) gestehe ich ein, dass für so manch einen eine OP der letzte Ausweg ist.

      Hat das noch wer gesehen.
      "Make sure you know what I'm saying, before you try to tear me down"
      - Hedwig Robinson -
    • viel-frau schrieb:

      Suchtverlagerung - keine neue Erkenntnis

      Das ist aber nicht das größte Problem der Adipositaschirurgie. Das vermittelt wird Adipositas könnte mit der OP "geheilt" werden, finde ich viel schlimmer!


      milka schrieb:

      Wer aber seine Essstörung besiegt hat, kann auch ohne OP abnehmen, denke ich.
      Das denke ich nicht.
      lg
      Bärbel
      Man muss ja sogar vor der OP erst mal was abnehmen, bevor man dann operiert wird.
      Es ist das Halten des Gewichtes, was schwierig wird. Aber da kann es dir eben auch mit OP passieren, dass du wieder zunimmst, wenn die Gewohnheiten nicht geändert werden und der Kopf nicht mitspielt.

      Deswegen ist die OP bestenfalls eine Krücke für 1 oder 2 Jahre.
      Und dafür würde ich mich nicht lebenslang verstümmeln lassen.
      Ich bin eine Signatur
    • eine Frage: Ich dachte, eine Essstörung ist ein Ausschluss für eine Adipositaschirurgie. Wenn es aber zu einer "Suchtverlagerung" kommt, hat doch offensichtlich eine Essstörung bestanden, oder?

      gruß Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      eine Frage: Ich dachte, eine Essstörung ist ein Ausschluss für eine Adipositaschirurgie. Wenn es aber zu einer "Suchtverlagerung" kommt, hat doch offensichtlich eine Essstörung bestanden, oder?

      gruß Lisa
      Na eben. Deswegen glaube ich persönlich auch, dass niemand, der so derart übergewichtig wird, ohne Essstörung ist. Ein normales Essverhalten ist das nicht.

      Aber für Ärzte und Krankenkassen zählen wohl schnelle Erfolge. Man spult brav sein Programm ab, belegt Abnehmversuche, besucht ne Selbsthilfegruppe, wird von einem Psychologen angeschaut und schwupps, OP.
      Und jemand, der diese OP um jeden Preis will, der wird sich schon durchmogeln und den Teufel tun, zuzugeben, dass er ne Essstörung haben könnte.
      Ich bin eine Signatur
    • milka schrieb:

      Lisa Cortez schrieb:

      eine Frage: Ich dachte, eine Essstörung ist ein Ausschluss für eine Adipositaschirurgie. Wenn es aber zu einer "Suchtverlagerung" kommt, hat doch offensichtlich eine Essstörung bestanden, oder?

      gruß Lisa
      Na eben. Deswegen glaube ich persönlich auch, dass niemand, der so derart übergewichtig wird, ohne Essstörung ist. Ein normales Essverhalten ist das nicht.
      @milka: Dazu müßte erstmal jeder, der "so dick" ist, ein nicht normales Essverhalten an den Tag legen. Und das ist nicht bei jedem der Fall. Es gibt diverse Krankheiten, die einen zunehmen lassen, durchaus auch in großem Umfang (zB Schilddrüsenunterfunktion). Und diese Krankheiten haben nichts mit außergewöhnlichem Essverhalten zu tun. Deine Annahme stimmt so also nicht.

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Nordlicht schrieb:

      milka schrieb:

      Lisa Cortez schrieb:

      eine Frage: Ich dachte, eine Essstörung ist ein Ausschluss für eine Adipositaschirurgie. Wenn es aber zu einer "Suchtverlagerung" kommt, hat doch offensichtlich eine Essstörung bestanden, oder?

      gruß Lisa
      Na eben. Deswegen glaube ich persönlich auch, dass niemand, der so derart übergewichtig wird, ohne Essstörung ist. Ein normales Essverhalten ist das nicht.
      @milka: Dazu müßte erstmal jeder, der "so dick" ist, ein nicht normales Essverhalten an den Tag legen. Und das ist nicht bei jedem der Fall. Es gibt diverse Krankheiten, die einen zunehmen lassen, durchaus auch in großem Umfang (zB Schilddrüsenunterfunktion). Und diese Krankheiten haben nichts mit außergewöhnlichem Essverhalten zu tun. Deine Annahme stimmt so also nicht.
      Gruß
      Dani
      So jemandem hilft aber auch eine Magen Op nicht, sondern eine vernünftige Einstellung der Medikamente.
      Dann nimmt man auch nicht ununterbrochen und endlos zu, ich spreche aus eigener Erfahrung (Hashimoto)

      Generell ist es doch so, dass bei krankheitsbedingter starker Adipositas ja wohl erst mal an der Krankheit gearbeitet werden muss, bevor man mal eben am Magen herumschneidet.

      Und wenn die Krankheit soweit im Lot ist und man trotzdem noch weiter zunimmt oder so dick bleibt, dann bringt eine anoperierte Minimal-Mangelernährung (welche ja übrigens auch kein normales Essverhalten darstellt, quasi eine künstlich anoperierte Essstörung) ja wohl keine Vorteile.
      Außer, man isst eben doch falsch und zu viel und das in der Form, dass man stark adipös bleibt.
      Ich bin eine Signatur
    • Das Problem ist aber auch, dass Adipositas ein Teufelskreis ist und du ganz schlecht an der Krankheit arbeiten kannst wenn du bereits Adipositas bedingte Erkrankungen hast und ggf. auch sehr eingeschränkt in deiner Bewegung bist - so dass eine schnelle Abhilfe tatsächlich nur in Form einer OP möglich ist.

      Das ist leider kein s/w Thema.

      Natürlich sollte man schon klarstellen woher das Übergewicht kommt. Aber es wird nicht immer möglich sein, ausführlich an der Psyche zu arbeiten BEVOR man operiert, einfach weil es akut ist und Lebensgefahr besteht. Es geht auch andersrum. Für viele Patienten ist eine Magen OP die letzte Rettung.

      Da sollte man vielleicht etwas differenzieren.
      "Make sure you know what I'm saying, before you try to tear me down"
      - Hedwig Robinson -
    • Steffi schrieb:

      Das Problem ist aber auch, dass Adipositas ein Teufelskreis ist und du ganz schlecht an der Krankheit arbeiten kannst wenn du bereits Adipositas bedingte Erkrankungen hast und ggf. auch sehr eingeschränkt in deiner Bewegung bist - so dass eine schnelle Abhilfe tatsächlich nur in Form einer OP möglich ist.

      Das ist leider kein s/w Thema.

      Natürlich sollte man schon klarstellen woher das Übergewicht kommt. Aber es wird nicht immer möglich sein, ausführlich an der Psyche zu arbeiten BEVOR man operiert, einfach weil es akut ist und Lebensgefahr besteht. Es geht auch andersrum. Für viele Patienten ist eine Magen OP die letzte Rettung.

      Da sollte man vielleicht etwas differenzieren.
      Dicksein allein ist üblicherweise kein lebensgefährlicher Zustand, daher sehe ich dafür dann auch keinen akuten Bedarf, was eine Magen-OP angeht. Vllt gibt es akut lebensgefährdendes Verhalten bzgl. eines hohen Gewichts, allerdings lässt sich das nicht mit einer OP beheben, die ja auch eine gewisse Vorlaufzeit hat. Da ist es aus meiner Sicht sinnvoller, sein Verhalten kurzfristig unter Anleitung zu ändern und sich in der Richtung akut helfen zu lassen.
      Die Aussage, dass es für "viele" die letzte Rettung ist, ziehe ich ganz stark in Zweifel. Was genau sind denn "viele"? Wie viel Prozent? Welche Studie liegt zugrunde? All solche Fragen kommen mir da unweigerlich in den Kopf. Gerade so eine Aussage passt nicht zu dem Punkt "das ist kein schwarz-weiß-Thema".
      Was das Arbeiten an Krankheiten angeht: Die meisten Krankheiten lassen sich heutzutage sehr gut behandeln, sei es nun Schilddrüsenunterfunktion oder die Klassiker, die in Zusammenhang mit einem hohen Gewicht stehen (Blutdruckkrankheiten, Zuckerkrankheit, you name it). Wohlgemerkt, Zusammenhang, nicht als kausale Kette. Dies lässt sich auch sehr kurzfristig organisieren, bedeutet also schnelle Abhilfe. Es wäre meiner Meinung nach fahrlässig, die Behandlung der Krankheit zugunsten einer Magen-OP zu überspringen, damit hilft man sich ja nicht weiter. Bewegung hat mit diesen Krankheiten vordergründig erstmal nichts zu tun.
      Wenn man nun für sich feststellt, dass man Schwierigkeiten mit dem Bewegungsapparat hat, kann man auch hier sich kurzfristig mit einem Arzt abstimmen, ggf. Krankengymnastik bekommen, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu Bewegung anleiten lassen, sogar eine Reha beantragen (Stichwort "Erhaltung und WIederherstellung der Arbeitskraft"). Diese Strategie ist meines Erachtens eher zielführend, da hier konkret am Muskelaufbau gearbeitet werden kann, bzw. auch orthopädische Hindernisse angegangen werden können. Ich finde, es spricht nichts dagegen, sich unter ärztlicher Überwachung direkt an eine Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit zu machen. Dass das unabhängig vom Gewicht möglich ist, steht für mich außer Frage, da es dazu zum einen entsprechende Erfahrungsberichte gibt, zum anderen dies auch meinen eigenen Erfahrungen entspricht.
      Du sagst, dass man etwas differenzieren sollte - ja, ok, allerdings in alle Richtungen. Die simple Gleichung "Dicksein = Abnehmen müssen" funktioniert eben genau nicht, genauso wenig wie "Abnehmen = weniger essen und mehr bewegen" oder "zunehmen = zu viel essen und zu wenig bewegen". Das Gewicht ist weitaus mehr als die Summe aus Kalorienzufuhr und Kalorienverbrennung. Ein schlanker Körper ist kein allgemeingültiges Ideal. Und ein operativer Eingriff in ein gesundes Organ ist aus meiner Sicht nur in äußerst seltenen Fällen eine "Rettung" oder "besser" als andere Dinge.
      Leider gibt es viel zu viele Menschen, die sich von unhaltbaren Aussagen bzgl. des Gewichts Angst machen lassen... Wer kennt nicht den Klassiker der unqualifizierten Angstmache "bei Ihrem Gewicht leben Sie noch maximal 10 Jahre"? Wobei man selbst da noch mehr als genug Zeit hätte, vorliegende Krankheiten sinnvoll zu behandeln etc. (wie oben dargestellt). Also wohl doch eher wie bei einer Krebsdiagnose "das ist ein aggressiver Tumor, wenn Sie den nicht sofort rausschneiden lassen, sind Sie in einem Jahr tot" > "das ist aggressives Fett, wenn Sie sich nicht sofort den Magen verkleinern lassen, sind Sie in einem Jahr tot"...? Hm ja. Das nur zur Verdeutlichung. Wäre der dargestellte Fall für viele realistisch, gäbe es in Deutschland wohl viel mehr Fett-Ambulanzen und Fachärzte für Adipositas etc.

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Okay, das ist ne lange Antwort :D

      Nordlicht schrieb:

      Dicksein allein ist üblicherweise kein lebensgefährlicher Zustand, daher sehe ich dafür dann auch keinen akuten Bedarf, was eine Magen-OP angeht.
      Nun ja, das sehe schon etwas anders. Denn dick ist nicht gleich dick, das ist ein dehnbarer Begriff. 100kg bist du dick - gefährdet? Nicht unbedingt. Wirklich eingeschränkt? Auch nicht zwangsläufig. 200kg bis du dick - gefährdet? Schon eher. Wirklich eingeschränkt? In so mancher Hinsicht ganz sicher! 300kg bis du dick - gafährdet? Ganz sicher. Wirklich eingeschränkt? Im schlimmsten Fall bettlägerig.

      Die Aussage, dass es für "viele" die letzte Rettung ist, ziehe ich ganz stark in Zweifel.

      Klar sollte man bei 100kg ganz anders an die Sache rangehen als bei 300kg. Und ja da sehe ich dann sehrwohl die lebensrettende Maßnahme in Form der OP. Das Gewicht muss runter, es drückt auf die Organe, Bewegung ist nicht gegeben und auch nicht möglich, dein Herz kann nicht mehr richtig arbeiten, dein Leben ist in Gefahr - die OP kann dir helfen. Risiken bestehen selbstverständlich auch für die OP.

      Was genau sind denn "viele"? Wie viel Prozent? Welche Studie liegt zugrunde? All solche Fragen kommen mir da unweigerlich in den Kopf. Gerade so eine Aussage passt nicht zu dem Punkt "das ist kein schwarz-weiß-Thema".

      Viele ist ebenso ein dehnbarer Begriff wie dick. Nicht jeder Dicke träumt von der OP oder sieht diese als Lösung an. Ich kenne die %-Zahlen nicht für die echten Extremfälle, für die, die diese OP brauchen, um überhaupt eine gewisse Lebenserwartung erhalten zu können. Das ist sicher nicht die Masse.

      Was das Arbeiten an Krankheiten angeht: Die meisten Krankheiten lassen sich heutzutage sehr gut behandeln, sei es nun Schilddrüsenunterfunktion oder die Klassiker, die in Zusammenhang mit einem hohen Gewicht stehen (Blutdruckkrankheiten, Zuckerkrankheit, you name it). Wohlgemerkt, Zusammenhang, nicht als kausale Kette. Dies lässt sich auch sehr kurzfristig organisieren, bedeutet also schnelle Abhilfe. Es wäre meiner Meinung nach fahrlässig, die Behandlung der Krankheit zugunsten einer Magen-OP zu überspringen, damit hilft man sich ja nicht weiter. Bewegung hat mit diesen Krankheiten vordergründig erstmal nichts zu tun.

      Die "üblichen" Krankheiten die man sich anfrisstmit Pillen zu behandeln weil mankeine OP will ist genauso fahrlässig meiner Meinung nach. Sehr wahrscheinlich hätte man viele dieser Krankheiten nicht, wäre man nicht übergewichtig. Die Pillen bekämpfen nur die Krankheiten, die man sich heranfrisst, nicht aber den Grund warum man es tut. Genau wie die OP. Also warum sind die Pillen und Medikamente die bessere Alternative?

      Es ist völlig in Ordnung, wenn man keine OP will, ich halte es auch nicht für die immer beste Lösung, aber ich verstehe auch nicht, warum alle es immer nur schlecht reden. Die Herangehensweise ist bei vielen nicht ausgereift und zu sehr aufs Gewicht fixiert und das muss natürlich mit bedacht werden. Wird es meiner Meinung nach nicht ausreichend, daher fand ich auch die Aussage des Arztes in der Reportage sehr treffend: „Einmal adipös, immer adipös, die OP ändert das nicht.“

      Das sehen viele nicht so, auch Betroffene nicht. Es ist eine Lösung für das Problem, es soll das Leben erleichtern – was es sicher in mancher Hinsicht auch tut – und man nimmt einiges dafür in Kauf. Aber ohne dass sich jemand um die Psyche kümmert und das Warum hinterfragt, wird sich im Kopf immer das Dicke-Syndrom verbergen.

      Wenn man nun für sich feststellt, dass man Schwierigkeiten mit dem Bewegungsapparat hat, kann man auch hier sich kurzfristig mit einem Arzt abstimmen, ggf. Krankengymnastik bekommen, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu Bewegung anleiten lassen, sogar eine Reha beantragen (Stichwort "Erhaltung und WIederherstellung der Arbeitskraft"). Diese Strategie ist meines Erachtens eher zielführend, da hier konkret am Muskelaufbau gearbeitet werden kann, bzw. auch orthopädische Hindernisse angegangen werden können. Ich finde, es spricht nichts dagegen, sich unter ärztlicher Überwachung direkt an eine Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit zu machen.

      Sehe ich genauso.
      Sehen sicher viele so.
      Aber Schauen wir doch mal in Fitnessstudios wie viele Dicke sich da bemühen. So gut wie keine. Warum? Weils doch ziemlich auf die Psyche geht! Bei vielen setzt (leider) das Schamgefühl ein.

      Teilweise sind auch die Geräte nicht geeignet, je nach Gewicht.

      KG kriegt man nicht endlos lang verschrieben, die Reha dauert 8 Wochen (wenn überhaupt). Was dann?

      Kurzzeitig hilft es, stimme ich dir total zu. Bei Akutschmerzen ist es auch genau das was du tun solltest. Langzeitig bringt es nichts weil die wenigsten ewig KG kriegen.

      Dass das unabhängig vom Gewicht möglich ist, steht für mich außer Frage, da es dazu zum einen entsprechende Erfahrungsberichte gibt, zum anderen dies auch meinen eigenen Erfahrungen entspricht.

      Okay, ich weiß nicht welche Gewichtsschwankungen du schon mitgemacht hast und es ist großartig, wenn dir KG langfristig hilft. Nun kenne ich auch deine Bewegungseinschränkungen nicht, aber ich denke nicht, dass man das pauschalisieren sollte.

      Bei dem einen hilft es.

      Aber was ist mit denen, die wirklich bettlägerig sind? Die aufgrund des Gewichts nicht aufstehen können, nicht mehr laufen können. Die Extremfälle. Es gibt sie. Es ist nicht die Masse, aber es gibt sie.

      Also nein, ich denke nicht, dass jede Gewichtsklasse mit Krankengymnastik weiter kommt.

      Du sagst, dass man etwas differenzieren sollte - ja, ok, allerdings in alle Richtungen. Die simple Gleichung "Dicksein = Abnehmen müssen" funktioniert eben genau nicht, genauso wenig wie "Abnehmen = weniger essen und mehr bewegen" oder "zunehmen = zu viel essen und zu wenig bewegen". Das Gewicht ist weitaus mehr als die Summe aus Kalorienzufuhr und Kalorienverbrennung. Ein schlanker Körper ist kein allgemeingültiges Ideal. Und ein operativer Eingriff in ein gesundes Organ ist aus meiner Sicht nur in äußerst seltenen Fällen eine "Rettung" oder "besser" als andere Dinge.

      Die saloppe Antwort wäre Magen gesund – Herz steht.

      Ich glaube nicht, dass ich gesagt habe, dass jeder Dicke unbedingt abnehmen muss. Sollte es so geklungen haben, war es unglücklich formuliert, denn nein, das denke ich keineswegs. Jeder Körper ist anders, jeder Mensch ist anders, jede Psyche arbeitet anders, es gibt keine Patentlösung für jedermann. Wäre ja schön wenn‘s so einfach wäre.

      Nun ist es aber auch nicht so, dass man den Magen kaputt macht mit einer solchen OP, er wird verkleinert, nicht zerstört.

      Leider gibt es viel zu viele Menschen, die sich von unhaltbaren Aussagen bzgl. des Gewichts Angst machen lassen... Wer kennt nicht den Klassiker der unqualifizierten Angstmache "bei Ihrem Gewicht leben Sie noch maximal 10 Jahre"? Wobei man selbst da noch mehr als genug Zeit hätte, vorliegende Krankheiten sinnvoll zu behandeln etc. (wie oben dargestellt). Also wohl doch eher wie bei einer Krebsdiagnose "das ist ein aggressiver Tumor, wenn Sie den nicht sofort rausschneiden lassen, sind Sie in einem Jahr tot" > "das ist aggressives Fett, wenn Sie sich nicht sofort den Magen verkleinern lassen, sind Sie in einem Jahr tot"...? Hm ja. Das nur zur Verdeutlichung. Wäre der dargestellte Fall für viele realistisch, gäbe es in Deutschland wohl viel mehr Fett-Ambulanzen und Fachärzte für Adipositas etc.

      Werden solche Aussage denn getroffen, wenn keine Erkrankungen vorliegen?

      Ich kann mich nicht erinnern, dass mein Arzt sowas je gesagt hat, ich kann mich aber gut erinnern, dass mir schon vor 20 Jahren gesagt wurde, dass ich eines Tages sehr wahrscheinlich Probleme mit den Knochen/Gelenken bekommen werde, sollte das Gewicht nicht reduziert werden. Knie, Hüfte, etc. Daran stirbt man nicht. Aber wir kommen wieder zur Bewegungseinschränkung.

      Kein Arzt hat mir je die Magen OP empfohlen und Hinweise wie „Wenn sie nicht Magen verkleinern lassen sind sie tot“ halte auch nicht für Praxistauglich. Eher sowas wie „Wenn Sie Ihr Gewicht nicht reduzieren, haben Sie vermutlich nicht mehr lange zu leben, weil…“

      Hat man aber nun aufgrund des Übergewichts Herzprobleme, gar Atemprobleme und/oder Atemaussetzer, dann ist diese Aussage völlig korrekt getroffen meiner Meinung nach. Denn wenn’s Herz nicht mehr mitmacht ist es vorbei.

      Vielen greifen dann zur Schnelllösung. Nur weiß ich nicht, ob das so falsch ist wie du es darstellst. Ich würde die Magen OP nicht grundsätzlich so verfluchen.

      Die OP ist – mMn – weder eine Patentlösung für jeden der gerne abnehmen will, noch ist es ein Teufelswerkzeug der Medizin, um das schnelle Geld zu machen.

      Und Gott sei Dank ist die Entscheidung letztlich jedem selbst überlassen.

      Alles was ich sagen wollte war, dass es Extrem-/Akutfälle gibt, in denen eine solche OP das Leben retten kann.
      "Make sure you know what I'm saying, before you try to tear me down"
      - Hedwig Robinson -
    • Also ich habe vor 20 Jahren gesagt bekommen, wenn Sie nicht abnehmen, leben Sie nur noch wenige Jahre. Da wog ich ca 65 Kilo. Soviel dazu.
      Und man kann sehr wohl die sogenannten Übergewichts-Krankheiten bekommen, ohne sie sich "anzufressen", wie du netterweise formuliertest, nämlich vor allem durch Stress und Schichtarbeit. Ein normalgewichtiger Schichtarbeiter bekommt eher Diabetes als ein Dicker im Bürojob. Entsprechende Veröffentlichungen gibt es dazu viele. Ein Beispiel mit weiterführenden Quellen findet man unter:
      dguv-Forum
      Aber da die Wirtschaft Vorteile hat, wird nichts unternommen.
      Ich weiß jetzt, dass mich der jahrelange Hypercortisolismus + Stress (musstu gugeln) dick gemacht haben oder besser verhindert haben, dass ich abnehme trotz allergesündester Ernährung mit 1000-1500 kcal am Tag plus 3-4 mal die Woche Sport. Ich hatte Glück, dass ich an einen fortgebildeten Endokrinologen geraten bin. Dia anderen Ärzte haben mir einen Magenbypass empfohlen. Ich wiege unter 100 Kilo.
      Und meiner Mutter wurde jahrelang gepredigt, dass sie weniger essen soll. Zum Schluss hat sie nur noch Wasser und Knäckebrot gegessen und bekam trotzdem einen immer dickeren Bauch. Bis sie in einem lebensbedrohlichen Zustand in die Klinik kam. Dort wurde ihr ein 20 Kilo schwerer Tumor aus dem Bauch entfernt. War aber sicher nur alles angefressen....
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • @Steffi
      Wenn du von "vielen" redest, muss ich davon ausgehen, dass du das auch so meinst. Genauso, wie ich bei "akut" und "schnell" und "Lebensgefahr" davon ausgehen muss, dass es dir um einen echten Notfall geht. Nur geht das halt normalerweise nicht zusammen, weil es wirklich selten Akutfälle gibt. Akutfälle, die man mit einer Magen-OP rettet, üblicherweise gar nicht, einfach weil es eine ganze Weile dauert, bis so eine OP organisiert ist, und andere Maßnahmen schneller realisierbar sind. Das ist es, worum es bei deinen Aussagen ging, diese Verknüpfung von Sachen, die einfach nicht zusammenpassen. Genauso wie in deiner Antwort jertzt deine Aussagen "ich verstehe auch nicht, warum alle es immer nur schlecht reden" bzw. "Nur weiß ich nicht, ob das so falsch ist wie du es darstellst." in die gleiche Richtung gehen. Die erste hat nichts mit meinem Beitrag zu tun, und die zweite passt ebensowenig, einfach weil es nicht um die generelle Nichtanwandbarkeit der OP geht, sondern um deine Darstellung, wann sie anwendbar oder angezeigt ist.


      Andersherum kann ich nicht nachvollziehen, wo du herausgelesen hast, dass ich die Magen-OP per se verfluche oder als Teufelswerkzeug der Medizin bezeichne. Ich habe einfach differenziert, dass in den meisten Fällen andere Maßnahmen akut geeigneter sind. Natürlich gibt es zB Krankengymnastik und Reha nicht "ewig". Sie sind eine Starthilfe. Und nicht die einzigen Methoden. Ich hatte auch "sich anleiten lassen" ganz bewusst allgemein formuliert, weil man viele Möglichkeiten hat, sich helfen zu lassen. Mit Krankengymnastik, Reha und Fitnessstudio endet es bei weitem nicht. Dein Argument, dass im Fitnessstudio kaum dicke Menschen sind, weil "es auf die Psyche geht", greift mE somit zu kurz.
      Auch das Argument der Bettlägerigkeit: Diese gibt es ebenso nur sehr selten. Und gerade dort ist medizinische Bewegungshilfe (im Bett) angezeigt. Muskeln bekommt man nicht vom Abnehmen. im Gegenteil, es baut diese im schlimmsten Fall weiter ab.

      Meine persönlichen Bewegungseinschränkungen gehen nicht über das Maß eines Durchschnittsbürgers hinaus, auch wenn viele wahrscheinlich nicht davon ausgehen würden, wenn ich mein Gewicht als nackte Zahl angäbe. Genauso, wie erstmal spontan diverse Menschen davon ausgehen, dass ich garantiert Diabetes, Bluthochdruck und all die anderen schlimmen Dickenkrankheiten habe. Und dass ich mir meine Kilos alle "angefressen" habe, weil ich mich schlecht ernähre, disziplinlos bin oder psychisch krank bin. Und dass ich mich nicht bewege, weil ich wahlweise keine Lust darauf habe, nicht in der Lage dazu bin oder mich für meinen Körper schäme (oder mehreres davon). Ja, und das Dumme daran ist, dass mir das nicht allein so geht, sondern vielen dicken Menschen. Teilweise glauben Dicke sogar selbst daran, selbst wenn es alles nicht auf sie zutrifft. Das ist wohl das gruseligste für mich daran.

      So, jetzt hierzu:

      Steffi schrieb:

      Die "üblichen" Krankheiten die man sich anfrisstmit Pillen zu behandeln weil mankeine OP will ist genauso fahrlässig meiner Meinung nach. Sehr wahrscheinlich hätte man viele dieser Krankheiten nicht, wäre man nicht übergewichtig. Die Pillen bekämpfen nur die Krankheiten, die man sich heranfrisst, nicht aber den Grund warum man es tut.
      [...]
      Hat man aber nun aufgrund des Übergewichts Herzprobleme, gar Atemprobleme und/oder Atemaussetzer, dann ist diese Aussage völlig korrekt getroffen meiner Meinung nach. Denn wenn’s Herz nicht mehr mitmacht ist es vorbei.

      Bist du ernsthaft der Meinung, dass es besser ist, zum Beispiel Diabetes, Bluthochdruck, Schliddrüsenunterfunktion oder Schlafapnoe nicht mit den geeigneten Mitteln zu behandeln? Soll man die Krankheiten durch Abnehmen "heilen"? Womöglich durch einen den Stoffwechsel und Kreislauf belastenden operativen Eingriff mit einer Vorlaufzeit von einem halben Jahr und ähnlich? Man soll seinen Zustand nicht mit Medikamenten oder anderen Hilfsmitteln stabilisieren lassen und somit erstmal Schlimmeres verhindern, nur weil man sich "Kilos angefressen" hat?
      Lassen wir mal außen vor, dass das mit dem "sich Anfressen" für mich persönlich herabwürdigend klingt.
      Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann man nicht durch eine Zunahme hervorrufen. Das läuft andersherum. Eine Veranlagung zu Diabetes, Bluthochdruck und Schlafapnoe hat man bereits vorher, nicht erst nach der Zunahme. Eine vorliegende Schlafapnoe greift zum Beispiel tief in den Stoffwechsel ein und verursacht eine Zunahme. Der Teufelskreis existiert dann natürlich, man unterbricht ihn aber nicht durch die Abnahme, sondern durch eine Behandlung mit dem CPAP-Gerät. Und eine Senkung des Blutdrucks kann einem auch durch eine Abnahme kein Arzt garantieren. Die Behandlung der Krankheiten senkt das akute Risiko von weiteren Komplikationen allerdings deutlich. Und das gibt einem die Zeit, Ruhe und Konzentration, darüber nachzudenken, wie man sein Leben weiter gestalten will.
      Das mit den Krankheiten ist allgemein auch so ein Thema... Eine Kausalität wurde bislang nicht nachgewiesen, nur eine Korrelation. Das heißt im Klartext: Es gibt keinen Beweis, dass eine Zunahme von x Kilos oder bis zu einem BMI von x oder etwas in der Art diese Krankheiten hervorruft. Es gibt einen statistischen Zusammenhang. Ob man sich also durch zu viel Essen zu viele Kilos herangezüchtet hat und dies der Grund für das Entstehen einer bestimmten Krankheit ist, weiß keiner. Man weiß nur, dass bei bestimmten Bevölkerungsgruppen bestimmte Krankheiten häufiger auftreten als bei anderen Bevölkerungsgruppen. Die weitere Studienlage dazu ist bislang unklar. Insofern kann ich deinen Ausführungen nicht zustimmen.

      Anmerkung am Rande zu "man macht den Magen ja nicht kaputt, man verkleinert ihn nur": In diesem Fall sehe ich keinen Unterschied. Der Magen hat aus gutem Grund eine gewisse Größe, genauso wie Leber, Nieren, Herz etc. aus gutem Grund eine gewissen Größe haben. Mit demselben Argument könnte man ja sonst auch die Niere verkleinern. (Ironie on) Hej, das macht die ja nicht kaputt... sie wird nur kleiner. Darf man halt nicht mehr so viel pieseln. (Ironie off)

      Zum Schluss noch einmal in aller Deutlichkeit: Ich kann nicht ausschließen, dass es seltene individuelle Fälle gibt, bei der so eine OP hilfreich sein kann. Aus meiner Sicht ist dies allerdings wirklich selten der Fall. Und dann wird es sicher korrekt sein, die OP auch anzuwenden. Ich gehe vielmehr davon aus, dass die OP üblicherweise nicht erforderlich ist und somit heutzutage viel zu häufig ausgeführt wird, nicht mehr und nicht weniger. Mir ist nur wichtig, dass das zum einen klar ist, und dass zum anderen nicht irgendwelche Argumente pro OP herangezogen werden, die so nicht haltbar sind. Oder Probleme mit dem Dicksein größer/allgemeiner gemacht werden, als sie wirklich sind.

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • @Nordlicht
      Ich denke nicht, dass wir hier auf einen Nenner kommen. Ich habe aufgrund deiner Ausführungen den Eindruck, dass du ein OP-Gegner bist. Das ist in Ordnung, niemand zwingt dich zur OP.

      Und um das mal klarzustellen, auch ich ziehe eine OP (bisher und derzeit) absolut nicht in Betracht, bin aber zweifellos ein Paradebeispiel für die Zielgruppe und perfekt geeignet.

      Und ja, Krankheiten kann man sich anfressen. Das ist nun mal so. Und natürlich muss man das dann behandeln. Und nein, ich denke nicht, dass man jeden Übergewichtigen mit den typischen „angefressenen“ Krankheiten operieren sollte. Ich frage dich aber, warum Chemiekeulen – und nichts anderes sind Pillen – auf Dauer besser sind als eine (sehr wahrscheinlich) dauerhafte Lösung in Form der OP. Denn auch Pillen haben Nebenwirkungen.

      Ich weiß, auch die OP ist nicht ohne Nebenwirkung (Eiweiß) also wäre die Abwägung dann eher Chemie vs. Eiweiß.

      Diese Entscheidung ist dann wiederum jedem selbst überlassen. Wenn Tabletten helfen ist alles gut, man fühlt sich gut und auch gesund. Und hinzu kommt ja auch noch – so ist es bei mir – ich weiß, dass mir das Essen/der Genuss fehlen würde. Ich habe gesehen, was eine Magenbypass-Patientin noch essen konnte.

      Und auch Normalgewicht ist keine Garantie dafür, dass die Krankheiten die man bei uns Dicken als „angefressen“ betitelt nicht auftreten. Manch ein Arzt ist sogar ehrlich genug, das zuzugeben.

      Akutfälle oder auch sogenannte Notfälle werden denke ich ein wenig anders behandelt als der „Normaldicke“, der in die Praxis kommt für die OP. Wurde leider nicht weiter detailliert in der Reportage, hätte aber vll. auch den Rahmen gesprengt. Wäre aber interessant gewesen. (vielleicht hab ichs beim zappen auch verpasst)

      @Sophie
      65 Kilo und man hat dir gesagt, du musst abnehmen? Um das zu rechtfertigen müsstest du ja eine Körpergröße von weit unter 1 m haben.Ich versuche gerade krampfhaft, mich daran zu erinnern, wann ich das letzte Mal 65kg gewogen habe.

      Das mit deiner Mutter ist ein Hammer und traurig zugleich, denn offensichtlich wurde hier ja gar nicht untersucht. Der Arzt ist meiner Meinung nach grob fahrlässig. Ich hoffe, dieser wurde von Euch aussortiert und deiner Mutter geht es wieder gut.

      Ein Arzt, der ohne Untersuchung auf die Magen-OP puscht wäre bei mir sofort unten durch.
      "Make sure you know what I'm saying, before you try to tear me down"
      - Hedwig Robinson -
    • @Steffi
      Die Dinge, die du in deinem letzten Beitrag ansprichst, auch die Gründe, weshalb bzw. wann ich Medikamente für angezeigt halte, habe ich bereits erklärt. Ich werde mich jetzt nicht noch einmal wiederholen. Auch meine Einstellung zur Magen-OP habe ich dargestellt, vor allem im letzten Absatz meines letzten Beitrages. Lies meine Texte am besten erneut - wenn dir konkret etwas fehlt, dann stell mir dazu gerne präzise Fragen.

      Du bist offenbar davon überzeugt, dass "man" sich Krankheiten "anfressen" kann. Weshalb genau? Und weshalb drückst du dich so negativ aus? Menschen essen üblicherweise, sie "fressen" nicht.
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • @Nordlicht
      Von mir aus kann ich es auch anessen nennen.
      Und ja, davon bin ich überzeugt. Und das ist auch bewiesen.

      Und der Magen ist ein Muskel. Er dehnt sich.
      Je mehr du über einen langen Zeitraum isst, desto größer wird er.
      Deswegen wird er verkleinert.
      Man kann auch einen verkleinerten Magen wieder groß essen.
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      - Hedwig Robinson -
    • Noch einmal die Frage: Weshalb genau bist du davon überzeugt? Und ergänzend: Was für Beweise hast du? Da muss ja etwas sein, was ich bei meinen Recherchen bisher nicht gefunden habe, wenn das für dich klar ist.

      Die Sache mit dem Magenmuskel: Ich sehe das eher so, dass man Muskeln trainieren kann, und demzufolge die Dehnung des Magens trainieren kann, dieser also nicht als schlaffer Sack im Körper hängt, sondern sich nach der Leerung wieder zusammenzieht. Er ist nämlich in der Lage, sich durch Veränderung der Wandspannung an die jeweilige Inhaltsmenge anzupassen. Und die grundsätzliche Größe variiert je nach Mensch.
      Ergänzend dazu ist natürlich auch wichtig, dass der Magen nicht einfach nur untätig im Körper liegt, sondern zur Nahrungsdurchmischung unwillkürliche Bewegungen durchführt. Würden diese Bewegungen fehlen, könnte der Magen sich nicht entleeren. Also ist die Muskulatur üblicherweise ständig im Training, zieht sich zusammen, lässt locker etc. Da ist es doppelt schwer vorstellbar, dass die Längsmuskeln oder die Ringmuskeln oder beide so erschlaffen bzw. sich so verlängern, dass sich das Magenvolumen dauerhaft unnatürlich vergrößert und demzufolge verkleinert werden muss.
      Es ist doch auch bei einer OP vielmehr so, dass ein Magen von normaler Größe reduziert wird auf eine unnatürlich kleine Größe, so dass eben keine Standard-Portionsgrößen mehr hineinpassen.
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    • Wenn es ein Muskel ist, da sind wir uns einig, ist er dehnbar. ALLE Muskeln sind dehnbar. Wird der Magen kontinuierlich überfüllt, dehnt er sich auch immer weiter aus. Natürlich zieht er sich auch wieder zusammen, aber genau wie jeder Muskel reagiert er auf ständige Belastung und verändert sich.

      Und mal ehrlich, die wenigsten Essgestörten machen sich darüber Gedanken wenn sie über das Maß hinaus essen - aus welchen Gründen auch immer. Der Magen reagiert und wird gedehnt. Mit der Zeit passt immer mehr hinein und er wird immer weiter gedehnt.

      Es ist genau wie bei Dehnübungen. Je mehr ich dehne, desto beweglicher wird der Muskel.

      Das hat nichts mit schlaff rumhängen zu tun, es geht lediglich ums Volumen.

      Ja, bei einer Magen OP wird der Magen unnatürlich klein gehalten und ja, auch zu klein für normale Portionsgrößen. Warum das so ist und warum man ihn nicht auf "normal" verkleinert, weiß ich nicht. Vielleicht weil es ein Muskel ist und er sich wieder dehnen wird mit der Zeit.

      Du willst Beweise, dass Adipositas gesundheitsschädlich ist/werden kann? 8|
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      - Hedwig Robinson -
    • Steffi schrieb:

      @Nordlicht
      Und der Magen ist ein Muskel. Er dehnt sich.Je mehr du über einen langen Zeitraum isst, desto größer wird er.
      Deswegen wird er verkleinert.
      Man kann auch einen verkleinerten Magen wieder groß essen.
      "Es wird immer noch oft behauptet, dass der Gewichtsverlust nach einem Magenbypass primär durch weniger Nahrung (kleinerer Magen) und schlechtere Verdauung (verkürzter Dünndarm) zustande kommt. Jüngste klinische und tierische Studien haben jedoch gezeigt, dass diese langjährigen Schlussfolgerungen über die Mechanismen eines Magenbypass (RYGB) möglicherweise nicht korrekt sind. Immer mehr Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Veränderungen des Körpergewichts und des Stoffwechsels durch einen RYGB nicht einfach nur dadurch erklärt werden können, dass weniger Nahrung in den Magen passt und die Verdauung schlechter ist. Eine Studie bei Ratten stellte fest, dass RYGB zu einer 19 % Erhöhung der Kalorienverbrauchs und zu einer 31 % Zunahme des Grundumsatzes führte. Ratten die nur soviel Nahrung erhielten, wie RYGB operierte Ratten zu sich nahmen, verloren nur 47 % des Gewichts der operierten Ratten. Die verminderte Nahrungsaufnahme nach einer RYGB erklärt den Gewichtsverlust nur teilweise. Es gibt keine klinisch signifikanten Hinweise, dass eine geringe Absorption von Kalorien zum Gewichtsverlust beitragen. Die Ursachen für den Gewichtsverlust nach einem Magenbypass scheinen eine Änderung der Gewichtsregulation, des Essverhaltens und des Kalorienverbrauchs zu sein."
      de.wikipedia.org/wiki/Roux-en-Y-Magenbypass

      Erklärt auch warum Magenbänder nicht funktioniert haben.
    • Verstehe nicht ganz was das mit dem Muskel zu tun hat, aber Danke für den Bericht :)

      Ist es nicht gewünscht, dass sich das Essverhalten mit dem Bypass ändert? Sprich weniger Nahrung zu sich genommen wird und auch auf gewisse Lebensmittel verzichtet wird, weil sie nicht mehr vertragen werden? Wobei ich auch das anhand des Bekanntenkreises nicht mal bestätigen kann. In Maßen geht nach wie vor alles.
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    • Steffi schrieb:

      Wird der Magen kontinuierlich überfüllt, dehnt er sich auch immer weiter aus. Natürlich zieht er sich auch wieder zusammen, aber genau wie jeder Muskel reagiert er auf ständige Belastung und verändert sich.

      [...]Es ist genau wie bei Dehnübungen. Je mehr ich dehne, desto beweglicher wird der Muskel.
      Das hat nichts mit schlaff rumhängen zu tun, es geht lediglich ums Volumen.

      Ja, bei einer Magen OP wird der Magen unnatürlich klein gehalten und ja, auch zu klein für normale Portionsgrößen. Warum das so ist und warum man ihn nicht auf "normal" verkleinert, weiß ich nicht. Vielleicht weil es ein Muskel ist und er sich wieder dehnen wird mit der Zeit.

      Du willst Beweise, dass Adipositas gesundheitsschädlich ist/werden kann? 8|
      Das Ding ist halt, dass der Magen eben nicht kontinuierlich überfüllt wird. Er wird befüllt und entleert sich. Und entleeren tut er sich durch Bewegung. Also, der Magenmuskel selbst bewegt sich andauernd. Und durch Dehnübungen werden Muskeln beweglicher, ja, aber sie werden dadurch nicht länger. Sonst könntest du irgendwann deine Beine nicht mehr bewegen, weil die Muskeln zu lang sind. Durch die Kontraktionen der Muskeln ziehen sich diese wieder zusammen.
      Ein Extrembeispiel: Die Gebärmutter dehnt sich in einer Schwangerschaft um das 200fache, so dass sie am Ende der Schwangerschaft der größte Muskel des weiblichen Körpers ist. Das ist eine echte kontinuierliche Befüllung und "immer mehr Dehnung", über Monate hinweg. Allerdings ist das erste, was nach der Geburt passiert, dass sich die Gebärmutter innerhalb kürzester Zeit wieder fast komplett zusammenzieht. Sie bleibt nicht so. Der Körper sorgt durch die Kontraktionen der Gebärmutter dafür, dass sie nicht übergroß bleibt, sondern auf Normalmaß zurückschrumpft. Da der Magen eben nicht kontinuierlich überdehnt wird (sonst dürfte man gar nicht aufhören zu essen), sondern befüllt wird und sich wieder entleert, wäre es unnatürlich, wenn er durch zu große Portionen größer wird und hinterher nicht wieder in die Ausgangsposition schrumpft, eben weil er sich ständig bewegt.
      Ganz ehrlich, meine Auffassung: Wenn ein Magen wirklich dauerhaft überdehnt werden könnte, dann könnten die Mediziner diesen auch auf Normalmaß schneiden. Und es wäre medizinisch sinnvoll, dies zu tun, einfach damit ein normales Leben nach der OP möglich ist. Dass Mägen auf Minimalmaße gestutzt werden, spricht für mich zusätzlich dafür, dass das Ausgangsmaß der Mägen üblicherweise normal ist und eben nicht "übergroß".
      GIbt es dazu denn eine Untersuchung, also, wurde die Magengröße von dicken Menschen bzw. operierten Menschen mal serienmäßig gemessen? Müsste ja eigentlich der Fall sein, wenn du dir da sicher bist. Da würde mich dann schon auch interessieren, um wie viel Prozent die Mägen dann im leeren Zustand größer sind als die üblichen Größe, die ja bei durchschnittlich 1,5 Liter liegt. Hast du da Zahlen?

      Beweise, dass Adipositas gesundheitsschädlich ist/werden kann, sagst du? Ich habe mich mit dem Thema lange auseinandergesetzt und sehr viel dazu recherchiert und gelesen, mich ausgiebig informiert, aber so allgemein hatte ich gar nicht gefragt.
      Meine Frage an dich war, weshalb du konkret davon überzeugt bist, dass "man sich Krankheiten anfressen kann", Wenn du davon überzeugt bist, muss es doch einen eindeutigen Grund geben, was Objektives, was dich überzeugt hat. Sonst würdest du doch einfach nur irgendwelche haltlosen Behauptungen in den Raum stellen - das denke ich eigentlich nicht von dir. Also, zumindest gehe ich (positiv denkend) davon aus, dass du dich eingehend damit beschäftigt hast, es ist schließlich kein einfaches Thema, wo man damit argumentiert, dass "das ja alle behaupten, also muss es stimmen". Ich halte mich nicht für unfehlbar, wenn es also da wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die ich noch nicht kenne, ist das hochinteressant für mich zu erfahren. Ich habe dafür bislang nämlich keine Nachweise gefunden.

      Grüße
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Nordlicht schrieb:

      Das Ding ist halt, dass der Magen eben nicht kontinuierlich überfüllt wird.
      Doch, eben das ist die Fresssucht.
      Menschen, die kein Maß kennen bzw. bei denen Sättigungsprozess nicht einsetzt.
      Menschen, die mehr essen als sie brauchen. Immer wieder und wieder und immer mehr und mehr. Sie dehnen den Magen, sie dehnen den Muskel. Ansonsten wäre ja jeder Magen in jedem Körper gleich groß, das ist nicht der Fall.

      Und durch Dehnübungen werden Muskeln beweglicher, ja, aber sie werden dadurch nicht länger. Sonst könntest du irgendwann deine Beine nicht mehr bewegen, weil die Muskeln zu lang sind.
      Man spricht von verkürzten Muskeln, das tun insbesondere Mediziner sogar sehr gerne. Wenig trainierte Muskeln "verkümmern" und sind "verkürzt". Durch gezielte Bewegung kann man sie dehnen und das sehr weit.

      Zum Beispiel: Als nicht trainierter Mensch kann ich mein Bein mit viel Mühe im Liegen gerade in die Luft strecken, alles was weiter nach hinten geht ist ernorme Anstrengung, unter Umständen sogar Schmerzhaft. Trainiere ich das aber nun sehr ausgiebig und sehr regelmäßig wird die Bewegung immer besser, einfacher, die Schmerzen werden weniger, der Muskel beweglicher. Ich komme immer weiter nach hinten mit dem Bein (ich nicht, weil ich da einen Bauch im Weg habe, aber denken wir uns den mal weg :D ) - theoretisch kann ich den Muskel soweit dehnen, dass ich bis hinter den Kopf komme.

      Also ja, man kann einen Muskel beeinflussen. Warum sollte sich davon der Magen unterscheiden?


      Das ist eine echte kontinuierliche Befüllung und "immer mehr Dehnung", über Monate hinweg. Allerdings ist das erste, was nach der Geburt passiert, dass sich die Gebärmutter innerhalb kürzester Zeit wieder fast komplett zusammenzieht. Sie bleibt nicht so. Der Körper sorgt durch die Kontraktionen der Gebärmutter dafür, dass sie nicht übergroß bleibt, sondern auf Normalmaß zurückschrumpft. Da der Magen eben nicht kontinuierlich überdehnt wird (sonst dürfte man gar nicht aufhören zu essen), sondern befüllt wird und sich wieder entleert, wäre es unnatürlich, wenn er durch zu große Portionen größer wird und hinterher nicht wieder in die Ausgangsposition schrumpft, eben weil er sich ständig bewegt.

      Die Gebärmutter wird über 9 Monate gedehnt - langsam, Stück für Stück. Ist das Kind auf der Welt hat sie auch (in der Regel) sehr viel Zeit, sich wieder zurückzubilden, denn sie wird so schnell nicht wieder gedehnt und wenn, dann auch wieder Stück für Stück.

      Der Magen wird alle paar Stunden befüllt und im Falle einer Essstörung unter Umständen auch sehr sehr schnell und sehr sehr voll und ggf. zu voll. Er hat keine Zeit sich langsam auszudehnen und ebenso wenig hat er Zeit sich genügsam wieder zurückzubilden.

      GIbt es dazu denn eine Untersuchung, also, wurde die Magengröße von dicken Menschen bzw. operierten Menschen mal serienmäßig gemessen? Müsste ja eigentlich der Fall sein, wenn du dir da sicher bist. Da würde mich dann schon auch interessieren, um wie viel Prozent die Mägen dann im leeren Zustand größer sind als die üblichen Größe, die ja bei durchschnittlich 1,5 Liter liegt. Hast du da Zahlen?

      "Die Koryphäe auf dem Gebiet der Mageninhaltsforschung ist Allan Geliebter von der Columbia University in New York. In den achtziger Jahren vermaß er den Mageninhalt von Menschen mit einer Methode, die sich nicht sehr angenehm liest: Ein Ballon wird in den Magen eingeführt und in 100-Milliliter-Schritten mit Wasser gefüllt. Nach jedem Schritt wird der Proband zu seinem Völlegefühl befragt und der Wasserdruck gemessen – bis das arme Opfer es nicht mehr aushält. Schon 1988 fand Geliebter heraus, dass schlanke Menschen einen Mageninhalt von durchschnittlich 1100 Millilitern haben. Bei Fettleibigen ist das Volumen fast doppelt so groß.

      Aber was ist hier Ursache und was Wirkung? In einer Studie, die 1996 im American Journal of Clinical Nutrition erschien, wiesen Geliebter und sein Team nach, dass die Essgewohnheiten tatsächlich das Magenvolumen beeinflussen. Die Mägen von fettleibigen Menschen, die der Forscher vier Wochen auf eine radikale Diät setzte, verloren etwa ein Drittel ihrer Kapazität. Das zeigt: Wir können den Magen nicht nur durch übermäßiges Essen dehnen – er schrumpft auch wieder, wenn wir die Nahrungszufuhr einschränken."

      zeit.de/2014/06/stimmts-magen-groesse

      Und damit sind wir wieder bei der guten alten Diät mit ihrem Freund Jojo :)

      Aber es würde deine Theorie durchaus untermauern was die Verkleinerung angeht. Vor einer OP wird ja in der Regel eine Diät angeordnet, die den Magen demzufolge ja auch erstmal wieder verkleinern würde. Vielleicht wird er so klein gehalten, damit er sich im Laufe der Jahre auf normal ausdehnt.

      Meine Frage an dich war, weshalb du konkret davon überzeugt bist, dass "man sich Krankheiten anfressen kann", Wenn du davon überzeugt bist, muss es doch einen eindeutigen Grund geben, was Objektives, was dich überzeugt hat. Sonst würdest du doch einfach nur irgendwelche haltlosen Behauptungen in den Raum stellen - das denke ich eigentlich nicht von dir. Also, zumindest gehe ich (positiv denkend) davon aus, dass du dich eingehend damit beschäftigt hast, es ist schließlich kein einfaches Thema, wo man damit argumentiert, dass "das ja alle behaupten, also muss es stimmen". Ich halte mich nicht für unfehlbar, wenn es also da wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die ich noch nicht kenne, ist das hochinteressant für mich zu erfahren. Ich habe dafür bislang nämlich keine Nachweise gefunden.
      Ich habe keine ausführlichen Studien betrieben.
      Aber Übergewicht, dass durch falsche Ernährung, ungesunde Ernährung, etc. entsteht geht nachweislich auf die Gelenke, z.B.

      "Laut Professor Arnold Astrup aus Kopenhagen (9th European Congress on Obesity, ECO, Juni 1999, Mailand) gilt für Adipöse ein mehr als dreifach höheres Risiko als für Normalgewichtige, an folgenden Krankheiten zu erkranken:

      1. Diabetes mellitus Typ 2
      2. Gallenblasenerkrankungen
      3. Bluthochdruck
      4. Fettstoffwechselstörungen
      5. Atembeschwerden
      6. Schlafapnoe


      Zwei bis dreimal häufiger als bei Normalgewicht treten auf:

      1. koronare Herzkrankheiten
      2. Arthrose
      3. Gicht


      Adipöse haben auch ein erhöhtes Risiko (bis zweimal häufiger) für:

      1. bestimmte Krebserkrankungen (Gebärmutter-, Brust-, Gebärmutterhals-, Prostata- und Gallenblasenkarzinom)
      2. Sexualhormonstörungen
      3. Rückenschmerzen"


      gesundheit.de/ernaehrung/essst…d/folgen-von-uebergewicht

      Es ist klar, dass nicht jeder adipöse Mensch diese Krankheiten auch bekommt.
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      - Hedwig Robinson -
    • Sophie, nur mal ein Beispiel. Meine Schwester galt als dick, weil sie
      einen großen Bauch hatte, dabei war der Rest von ihr und die Handgelenke etc.
      schmal. Sie fand sich selbst dick. Man hat untersucht und untersucht und
      die Ursache gefunden, ein Tumor von zwischen 10 und 15 Pfund Gewicht.
      Gutartig. Aber man kann sie nicht operieren, weil sie einen Aneurismus im Gehirn
      hat, der bei einer Vollnarkose platzen würde, da wäre sie gleich tot.
      Es ist eine Frage der Zeit, bis der Tumor die Organe abdrückt. Aber sie hat
      kürzlich ihren 90. Geburtstag gefeiert und lebt für meine Begriffe so vergnügt,
      wie es eben geht. Da sich alle Kinder und Enkel kümmern, kommt sie sehr viel
      heraus und hat viel vom Leben, sie hat gearbeitet, bis sie 87 war und macht jetzt
      zu Hause noch Übersetzungen. Die Lebensqualität ist nicht optimal aber auch nicht schlecht.