Mal was neues ausprobieren

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    • Mal was neues ausprobieren

      Seit ich vor einigen Monaten mit meiner "Lebensumstellung" angefangen habe (so nenne ich für mich bewusster und gesünder essen, aber auch mehr im Alltag darauf achten, dass man mal "gesündere" Sachen macht, usw) probiere ich immer wieder neue Rezepte aus. Das Ergebnis ist sehr oft, dass das was ich dann koche einfach nicht schmeckt oder ich mir denke, es geht, koch ich nie wieder. Ich aber jedesmal extrem viel dafür kaufe oder viel Geld für so ein neues Gericht ausgebe, weil man ständig was dazu braucht.

      Wie ist das bei euch? Versucht ihr bekannte Rezepte einfach "gesünder" zuzubereiten oder esst ihr auch vollständig anders, also neue Gerichte ausprobieren usw?
    • Ich versuche schon bekannte Rezepte immer wieder etwas umzugestallten so das man das Gefühl bekommt man isst was ganz neues.
      Reis koche ich z.Bsp. gerne anstatt nur in Wasser in ner leckeren Gemüsebrühe oder ich besorg mir Nudeln mit Geschmack und verfeiner diese dann mit leckeren Beilagen oder Soßen aber esse sie auch gerne einfach nur pur da es diese in vielen Geschmacksrichtungen gibt und man nicht immer was dazu machen muss. Grade wenn es mal schnell gehen soll ist das eine super alternative und man hat ein geschmackvolles Essen.
    • Hallo, Mirabella,

      mit dem auf "gesünder" umstellen ist das so ne Sache ...
      - ich hab vor über 30 Jahren damals auf "Vollwert" umgestellt. Damals war Vollwert so angesagt wie heute vegan.

      Es hat ne Zeit gedauert, bis ich herausgefunden habe, was mir von den "neuen" Sachen schmeckt - und noch länger hat es gedauert herauszufinden, was ich davon vertrage.

      Heute, einige Jahrzehnte später, bin ich noch immer "auf bio" - aber schon längst nicht mehr auf "Vollwert". Weil z.B. gerade Vollkornprodukte - das "Herzstück des Vollwertgedankens - mag ich sehr gerne, vertrage sie aber nur in homöopathischen Dosen.
      Noch immer probiere ich neue Rezepte aus, weiß aber inzwischen von vornherein, welche Zutaten mir eh nicht schmecken werden. Da nützt es dann auch nichts, wenn es angeblich "ach so gesund" sein soll.

      Du wirst mit der Zeit den Dreh schon rauskriegen. Dann weißt Du schon beim Lesen eines Rezepts "aha, das könnte was werden" - oder "hm - da traue ich nicht ..."

      Grundsätzlich könnte man sagen, daß jede Veränderung vielleicht besser verläuft, wenn man es langsam umstellt.
      Also "vollständig anders essen", wie Du schreibst, so von heute auf morgen von Null auf Hundert - das könnte extrem gewöhnungsbedürftig sein.

      Viel Erfolg und weiterhin viele neue Erkenntnisse wünsche ich Dir!
      Wenn du dir vornimmst, alles ganz richtig zu machen - genau das ist der Fehler. Ysolda Dee
    • Hallo Mirabella,

      ich habe so ungefähr Richtungen von Essen, die mir schmecken. Also das ich mich total "verkoche" passiert eigentlich kaum.
      Ich mag : asiatisch, südamerikanisch, vegetarisch
      ich vertrage schlecht und mag es nicht so: Vollkorn, deftige Bauerngerichte wie Grünkohl,
      ich mag Salat, bekomme aber Magenschmerzen davon,

      was kochst du denn, dass du so viel Neues dafür kaufen musst? Ich bin neugierig. Ich kaufe meistens nur die Sachen frisch, Gewürze oder so, die ich mag, habe ich zuhause.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • SebastianK schrieb:

      Ich hab neulich damit angefangen, mir im internet immer kalorin arme rezepte anzugucken, die gut schmecken sollen. Kann ich dir eigentlich sehr empfehlen :D
      Nur mal kurz zur Erinnerung: Das ist ein diätfreies Forum. Und ich habe das hier nicht so verstanden, dass es primär um kalorienarm geht, sondern um "gesund", wobei "gesund" sehr relativ ist, weil nicht alles, was gemeinhin als gesund gilt, es auch für jeden ist. Ich würde gesund für mich so definieren: Das, was ich gut vertrage und was mir gut tut.

      "Kalorienarm" ist definitiv nicht grundsätzlich gleichzusetzen mit "gesund", denn kalorienarme Produkte sind oft chemisch so verfälscht, dass sie jede Natürlichkeit verloren haben. Beispiel: Klickstu!
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • @Mirabella,
      eine Idee wäre auch, gar nicht so viel "Neues" auszuprobieren, sondern das, was du immer gerne gegessen hast und jetzt tlw. vll. als ungesund ansiehst, auf gesund umzupolen.
      "Make sure you know what I'm saying, before you try to tear me down"
      - Hedwig Robinson -
    • Mir passiert es eigentlich sehr selten, dass ich mich "verkoche", weil ich schon in etwa weiß, was mir schmeckt. Gelegentlich schmeckt mir etwas nicht so, wie ich es mir erhofft hatte (ich denke da an meinen ersten Do-it-Yourself-Hummus), dann überlege ich, wie ich es eventuell nächstes Mal besser machen könnte, zum Beispiel welche Konsistenz oder welche Nuance fehlt. Oder ob ich das Gericht generell nicht mag - aber das ist fast nie der Fall, weil ich wie gesagt schon weiß was ich mag und was garantiert nicht. Manchmal ist es eine Kleinigkeit, die den Wow-Effekt bringt. Bei mir sind es vor allem Kräuter und Gewürze, die es oftmals "rausreißen", nach Möglichkeit frisch, aber es gibt schon TK-Kräuter in guter Qualität. Oder ganz oft fehlt einem Gericht einfach ein Tick Säure.

      Ich teste da ganz hemmungslos. Kleiner Tipp: wenn man sich nicht sicher ist, kann man zum Testen jeweils 1-2 Löffel auf ein Extra-Tellerchen nehmen und verschiedene Würzrichtungen probieren. So versaut man sich im Worst Case nicht das ganze Gericht. Zum Beispiel Linsensuppe. Kann man "orientalisch" mit Ras-Al-Hanout und Tomate machen, "indisch" mit Curry und Mango, oder "westlich" mit Sauerkraut und Petersilie. Wenn ich Curry abscheulich finde, probier ich es gar nicht erst aus.

      Was komplett neue Gerichte angeht: da probiere ich auch gerne was ganz Neues aus, aber ich kann mir schon in etwa vorstellen, anhand der Zutaten oder der Zubereitung, ob das was für mich ist. Manchmal lasse ich mich inspirieren und versuche ein Gericht aus einem Restaurant oder der Kantine nachzukochen. Das ist immer sehr spannend, zu versuchen, die Zutaten rauszuschmecken. Oder ich verwurstele in gewagten Kreationen meine Reste. Generell achte ich eh darauf, dass ich die Reste von beschafften Zutaten auch anderweitig verwenden kann, wenn ich nicht alles für das geplante Gericht brauche. Und dass ich Übriggebliebenes von der Mahlzeit weiterverwenden kann: z.B. aus Soße mit weiteren Zutaten einen Eintopf machen, oder Gemüsereste in einem Nudel- oder Kartoffelsalat einarbeiten. Da kann man schon mal Sachen verarbeiten, die ursprünglich nicht so prickelnd waren, aber mit anderen Zutaten und Gewürzen "genießbar" werden.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • In etwa so ist auch meine Art zu Kochen, wie Sophie das beschreibt.
      Gut, es gibt wenig, was mir nicht schmeckt. Und ich kann es mir leisten, gute und teuere Zutaten zu kaufen. Und da ich auch gern Neues probiere, koste ich mich gern durch die Küchen der Welt.
      Ich sammele Kochbücher - bringe auch aus jedem Urlaub in einer neuen Gegend eins mit. Ich koche dann auch gern nach, was mir im Urlaub geschmeckt hat. Allerdings fühle ich mich nicht an die Rezepte gebunden - denn Manches bekommt man hier dann gar nicht oder nur mit erheblichem Aufwand. Dieser ist mir dann zu viel und ich suche dann nach passendem Ersatz und probiere das dann aus.
      Da ich aber gewohnt bin, dass nichts weggeschmissen wird, weiß ich auch Reste gut zu verwerten. Da wird die übriggebliebene Bratenscheibe zu einer Fleischeinlage in einem Eintopf, die letzte Möhre verfeinert noch den Salat oder wird mit Kartoffeln zusammen gekocht und zum Kartoffelbrei verarbeitet. Usw. usf. Meine Gewürze habe ich entsprechend auch immer im Haus. Viele frische, gefrorene und getrocknete Kräuter, diverse Gewürzmischungen usw.

      Und dann wird gezaubert ;o)))
      Ich bin keine Frau, ich sehe nur so aus.
      (von mir)
    • Im Moment teste ich mich durch verschiedene selbstgemachte vegetarische Brotaufstriche aus Hülsenfrüchten, Tofu und würzenden Zutaten in beliebiger Kombination. Ich esse ja keine Wurst, Marmelade ist auch nicht so mein Ding, und dauernd Käse ist - Käse.
      Die fertig zu kaufenden vegetarischen Pasten sind mir a) zu teuer, b) zu fett, c) zu langweilig überwürzt - d.h. bei allen dasselbe Extrem-Aroma, d) inhaltlich zu intransparent, e) ökölogisch bedenklich - Minimengen in Blechdöschen....
      Also hab ich Hummus-inspirierte eigene Testreihen gestartet. Nicht nur mit Kichererbsen, sondern auch mit Linsen, Kidneybohnen und weißen Bohnen. Da weiß ich genau, was drin ist, und Geld und Kalorien spare ich auch dabei.

      Generell muss ich sagen, dass ich nicht gerne nach Rezept koche. Entweder sind bestimmte Zutaten nicht verfügbar, oder mein Mann mag etwas nicht, oder ich mag etwas nicht. Lieber freie Improvisation nach "allgemeinen Vorlagen".

      Übrigens sind Kochkurse an der Volkshochschule ein guter Tipp, um mal etwas Neues kennenzulernen. Ich hab mal einen Kurs in indischer vegetarischer Küche gemacht. Jede/r hat ein anderes Gericht zubereitet, und hinterher durfte man sich durchkosten. So viele verschiedene Gerichte auszuprobieren ist in der eigenen Küche eher schwierig. Und für Fragen (z.B. Ersetzbarkeit oder Erhältlichkeit von Zutaten) ist die Kursleiterin/der Kursleiter da.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)