Wegen Übergewicht bald tot?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Wegen Übergewicht bald tot?

      Guten Morgen,

      vor ein paar Tagen habe ich einen Doku-Bericht im Fernsehen gesehen, in dem der Darstellerin durch einen Arzt gesagt wurde, dass sie vielleicht noch max. 1 Jahr zu leben hätte, wenn sie nicht abnehmen würde. Daraufhin hat sie sich einer Magenverkleinerung unterzogen und hat dadurch auch abgenommen, muss aber nun ein leben lang Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Sie hat damals zu Beginn ca. 155 Kg. gewogen.

      Jedenfalls kam mir mal wieder der Gedanke auf, woher der Arzt denn eigentlich wissen will, wie lange man noch mit Übergewicht zu leben hat? Müssen da die Blutwerte so schlecht sein? Oder das Allgemeinbefinden? Man liest das so häufig, dass Ärzte solche "Prognosen" stellen. Wie kommen die denn darauf?

      Wie hier aus dem Forum bekannt, können diese oder jene Operation wegen dem Übergewicht nicht stattfinden, aber gleich sterben? Auch wurde mal geschrieben, dass es ja auch keine älteren, dicken Menschen gibt, die starkes Übergewicht haben.

      Ist es Euch auch schon passiert das ihr solche Prognosen erhalten habt und wie die Ärzte darauf kommen?

      Liebe Grüße
    • Ich bin vermutlich schon tot - ich habe es nur noch nicht gemerkt :-O

      Also eine OP ist eine OP ist eine OP. Dabei kann was schief gehen und man ist behindert oder gar tot. Bevor ich mich also aufschneiden lasse, muss man mir sehr glaubhaft darlegen können, dass nur diese OP mein Leben retten kann.
      Bei den Operationen dieser Art bin ich dann ganz vorischtig. Ich kenne Leute, die sich mehr als halbiert haben und sich mit iren neuen Figur total glücklich fühlen. Aber sogar sie sagen, dass man sehr viel auspassen muss und ohne Ergänzungsmittel nicht genug nötige Stoffe aufnehmen kann.

      Ich wüsste nicht, woher ein Arzt solche Prognosen immer her nimmt. Muss gerade daran denken, dass Stephen Hawking, der Physiker, in diesen Tagen sein 75-sten Geburtstag feiert. Dabei wurde ihm 1963 gesagt, dass er nur noch 2 Jahre zu leben hatte...
      Ich bin keine Frau, ich sehe nur so aus.
      (von mir)
    • Guten Morgen...
      hmmm....den Bericht kenne ich leider nicht, ich habe ja kein Fernseh...Kannst Du sagen welcher Sender es war? Vielleicht kann ich ja in einer Mediathek das noch nachträglich schauen, würde mich interessieren.

      Grundsätzlich ist allein das Körpergewicht doch kein Todesurteil...
      Und ich finde es schon anmaßend einen konkreten Zeitraum zu benennen...
      das kann man auch anders sagen wenn wirklich *Gefahr-in-Verzug* ist.
      Da sind Ärzte doch selbst bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen vorsichtig was
      die Lebenserwartung angeht...
      Aber wir Dicken sollen wohl mit solchen Progrnosen verschreckt werden und damit
      *endlich-mal-zur-Vernunft-kommen*.... :frust:

      Viele Erkrankungen können, unbehandelt (egal ob Operationen oder medikamentöse Therapien) zum Tode führen....
      Können z.B. notwendige Herzoperationen o. Ä. aufgrund des Gewichtes nicht stattfinden, könnte es schwierig werden...Aber das ist doch eher selten..
      Die Operationsrisiken bei hohem Übergewicht sind natürlich erhöht...das verstehe ich schon...aber eine Magenoperation ist auch ein Operation!
      Oftmals sind Ärzte dicken Menschen gegenüber voreingenommen und *übertreiben* dann schon mal gerne mit etwas *Angstmache*..
      Natürlich ist es sehr wichtig dass ein Arzt den aktuellen Gesundheitsstatus erörtert alle Risiken und der Folgen anspricht und ggf. mit dem Patient eine Therapie einleitet.
      Natürlich darf/muss der Arzt mir mitteilen, dass mein Übergewicht risikobehaftet ist, sofern es zutrifft.

      Es ist schon so dass mit jahrelanger ungesunder Ernährung und Übergewicht einige Krankheiten aufauchen können....aber nicht zwangsläufig müssen!!!

      Ein dicker Mensch hat doch nicht immer hohen Blutdruck und extrem hohe Fett und Zuckerwerte...
      Ebenso ernährt sich doch nicht jeder dicke Mensch per se grotten schlecht...das ist mir zu viel Klischee..
      Es gibt ebenso schlanke Menschen die extrem hohe Fettwerte, hohen Blutdruck, Arthrosen etc. haben..

      Ich bin echt auf den Bericht gespannt und darauf auf welchem Niveau gemacht ist...
    • Üppig70 schrieb:

      Da sind Ärzte doch selbst bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen vorsichtig was
      die Lebenserwartung angeht...
      Aber wir Dicken sollen wohl mit solchen Progrnosen verschreckt werden und damit
      *endlich-mal-zur-Vernunft-kommen*

      Ich finde, du hast das gut auf den Punkt gebracht.
    • Diesen Bericht habe ich teilweise gesehen und er war sehr darauf ausgerichtet die Menschen zur OP zu bringen. Mir wurde von den Aussagen teilweise echt schlecht. "Diabetis geht nur weg wenn ein Halbes Jahr nach der Verkleinerung des Magens auch noch ein Stück vom Darm wegkommt" Aussage vom Fernsehdoc.
      Das andere war die Frau konnte wieder normale Kleidung kaufen und ging nach Samon, das ist auch Kleidung bis Größe 54 und die bekomme ich auch nicht überall.

      Es war meiner Ansicht nach eine schlecht gemachte Reportage mit der einseitigen Aussage nur die Adipositas Chirurgie hilft.
    • Ich hatte vor ca. 15 Jahren mal eine Analfissur und musste mich in Wuppertal von einem Proktologen operieren lassen, der auch da noch ziemlich dick war, aber schon massiv abgenommen hatte (wenn ich mich recht erinnere, mit der Glyx-Diät).

      Der sagte zu mir, mit meinem Gewicht (was damals in etwa meinem derzeitigen Gewicht entsprach) würde ich keine Hundert. Ich antwortete ihm: "Wer um Himmels Willen will denn Hundert werden?" und die mit anwesende Schwester stimmte mir zu. Inzwischen - ich habe eine 93-jährige Mutter - bin ich umso mehr überzeugt davon, keine Hundert werden zu wollen. Meine Mutter ist zwar gut drauf, aber es ist nicht schön, wenn alle Menschen, die die eigenen Lebenserlebnisse in irgendeiner Weise geteilt haben, nicht mehr da sind. Das macht, selbst wenn viele sich um einen kümmern, auf eine eigentümliche Weise einsam.

      Ein konkretes Sterbedatum in der näheren Zukunft hat mir noch kein Arzt genannt. Aber einer der allerersten Threads in diesem Forum ging um das Thema: Klickstu!

      Ich kann mich vollumfänglich dem Posting von Üppig70 anschließen. Solche Prognosen zu stellen, ist unseriös.

      Hier ist übrigens der direkte Link zu dem Video.

      Das habe ich mir jetzt mal angeschaut. Es enthält einige Aussagen, die so nicht haltbar sind, denn die Erfolge bei der Diabetesbekämpfung gibt es zwar, aber nicht in dieser Absolutheit: Klickstu!

      In diesen Tagen war ich zum ersten Mal seit langem im größten deutschen Forum für Adipositaschirurgie und habe gelesen, dass es auch durchaus Leute gibt, die erst nach der OP mit Normalgewicht Diabetes entwickeln. Überhaupt finde ich es nicht gut, wenn in solchen Berichten nicht von den Folgeerkrankungen gesprochen wird, die die Operationen nach sich ziehen. Und da zeigen sich jetzt nach all den Jahren ganz schön viele.

      Es ist sicher so, dass das Übergewicht nicht die beste Option für den Körper ist, aber ich habe für mich entschieden, lieber alles zu tun, um dick fit zu sein, als mich einer so unsicheren Operation zu unterwerfen. Dazu gehört übrigens auch, dass ich niemals nimmer nicht fertigen Fruchtjoghurt essen würde, wie er in dem Video mehrfach - auch in der Klinik - gezeigt wurde. Manchmal ist es nämlich sehr einfach, leckere Dinge ohne großen Aufwand und Chemiegedöns selbst anzurühren. Und das erwähne ich nur deshalb, weil ich es äußerst schräg finde, eine solche Operation durchführen zu lassen, dann aber trotzdem auf solch vermeidbare Produkte zu setzen.

      Ich esse auch hin und wieder Fertigprodukte, aber nur, wenn es sich aus irgendwelchen Gründen nicht vermeiden lässt.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Mich ärgert es, dass in der Öffentlichkeit immer noch solche Aussagen getätigt werden.
      Es ist in meinen Augen einfach Panikmache, weil Menschen aus Angst alles tun. Sprich, sich jeder noch so absurden Diät unterziehen oder sich sogar operieren zu lassen.

      @Üppig70, du hast es wirklich gut auf den Punkt gebracht. Viele Ärzte tun so, als müsse man eben nur wollen und der Rest sei ganz einfach. Und dann muss halt an den Kopf appelliert werden, auch wenn da noch andere Faktoren mitspielen.

      Ich sehe das so wie Martina, ich will auch auf keinen Fall so alt wie möglich werden, sondern nur so alt, dass ich noch eine gewisse Lebensqualität habe. Zumal in meiner Familie Demenz ein großes Thema ist.

      Als ich eine Lungenembolie hatte, war natürlich mein Übergewicht schuld. Nicht die Pille, die ich damals genommen habe. Der Arzt hat mir auch eindringlich zur OP geraten. Er sagte so Sachen wie "Ihr Körper bricht unter der Last langsam zusammen !" Ich solle natürlich erst mal "die Essstörung in den Griff kriegen". Auf meinen Einwand hin, dann bräuchte ich doch keine OP mehr, sagte er, ohne OP würde die Abnahme viel zu lange dauern und die Gefahr sei zu groß, wieder in alte Muster zurück zu fallen. Also Abnehmen als oberstes Lebensziel ? Ich habe es in Erwägung gezogen, weil ich auch von meiner Familie aus Sorge massiv unter Druck gesetzt wurde. Aber ich habe mich dagegen entschieden und bereue es nicht. Zumal ich psychisch überhaupt nicht mit so einer Abnahme umgehen könnte. Ich habe mit meinen "Schutzpanzer" ja nicht umsonst angegessen. Zudem habe ich schon mal massiv abgenommen (nach meinem ersten, ungeeigneten Klinikaufenthalt) und mir ging es danach psychisch so schlecht, dass ich ganz ganz schnell wieder zugenommen habe.

      Mein körperlicher Zustand gibt mir Recht. Ich bin massiv übergewichtig, aber noch mobil. Und das Blutgerinnsel in der Lunge ist komplett wieder verschwunden. Interessant ist auch, dass in der Reha nach Vergleich der Werte von Anfang und Ende sich genau die Blutwerte verbessert haben, die man dem Übergewicht zuschreibt. Allein durch Bewegung ! Körperlich bin ich also größtenteils gesund und bin mir sicher, durch eine OP hätte sich meine Lebensqualität eher verschlechtert. Ich denke aber, zur Erhaltung der Mobilität kann man noch ganz andere Dinge tun als sich operieren zu lassen. Meistens jedenfalls. Auch darauf zu achten was man isst gehört dazu, also auf die Qualität und Verträglichkeit der Nahrung zu achten (das Beispiel mit dem Fruchtjoghurt gefällt mir in dem Zusammenhang gut).

      Die einzige Situation, in der ich auch eine OP machen lassen würde, wäre, wenn es medizinisch wirklich notwendig ist, also die Haut unter der Fettschürze sich dauernd entzündet oder so.
    • Wie hat Nicole Jäger letztens gesagt:
      -Kommste als Dicke zum Arzt, ist immer das Übergewicht schuld...selbst wenn du mit ner
      Schussverletzung an der Schulter ankommst !-


      Ironie-Modus ON:
      Als Dicke machen wir es manchen Ärzten mit den Diagnosen ja auch echt leicht, immerhin bringen wir unsere Diagnose ja schon mit zur Sprechzimmertür rein :boah: ....da muss man sich halt mit der Diagnostik nicht so viel Arbeit machen....immerhin genügt *dick-sein* als Diagnose...
      Ironie-Modus OFF
      Nur wer trägt dann die Verantwortung bei einer Fehldiagnose??????

      @Mytery..
      Ohje, ich hoffe Du hattest während Deiner Erkrankung noch ein paar andere Ärzte die etwas professioneller und nicht so voreingenommen waren...ausserdem hoffe ich, dass Dein Arzt nicht versäumt eine komplette Gerinnungsdiagnostik inklusive der Suche nach genetischer Ursache, zu machen...(kommt gar nicht mal so selten vor)
      Durch eine Thrombose oder Lungenembolie werden solche Dinge oft erst aufgedeckt...
      Aber wenn ihm ja Dein Übergewicht schon als Auslöser gereicht hat, finde ich das unprofessionell und fahrlässig :sonicht:
      Seit 30 Jahren arbeite ich in der Medizin...und schon ne ganze Menge Lungenembolien mitbekommen....Die hatten aber immer andere Ursachen...

      Und den Beitrag habe ich mir jetzt auch angesehen.... NAJA....Verherrlichung und Beweihräucherung der Magenbypass-OP....
      Kam mir zeitweise fast wie ein Werbefilm vor...
      Durch die Gewichtsabnahme sinkt der Blutzucker...nicht durch den Magenbypass...

      Es wurden weder OP-Komplikationen erwähnt, noch irgendwelche Suchtverschiebungen...
      Vielleicht habe ich auch zu wenig Ahnung davon....aber was ist mit den Menschen die ein Suchtverhalten beim Essen haben...das findet doch im Kopf statt und nicht Magen..
      Verschiebt sich dann meine Sucht? Fange ich dann vielleicht an zu Rauchen oder Alkohol zu trinken???
    • @Üppig70 :

      Ja, meine Hausärztin und der Kardiologe, bei dem ich zur Nachkontrolle war, waren super. Der hat auch angeregt, zur Gerinnungsambulanz zu gehen, um die Genetik klären zu lassen. Auch da im Bezug auf die Lungenembolie ohne Ergebnis. Es KANN nur die Pille gewesen sein, da ich heute bis auf die Pilleneinnahme nichts anders mache als früher und nie mehr so ein Problem hatte.

      Suchtverschiebung ist, denke ich, ein großes Problem nach solchen OPs. Wenn man die Ursachen seines Suchtverhaltens nicht bekämpft und einem dann auch noch der Druckausgleich genommen wird, na dann gute Nacht. Dann kommt es wahrscheinlich entweder zu solchen Maßnahmen wie Essen verflüssigen (wie Nutella oder so) oder der Betroffene entwickelt eine andere Sucht, im schlimmsten Fall sogar stoffgebunden wie Alkohol.
    • Mystery schrieb:




      Suchtverschiebung ist, denke ich, ein großes Problem nach solchen OPs. Wenn man die Ursachen seines Suchtverhaltens nicht bekämpft und einem dann auch noch der Druckausgleich genommen wird, na dann gute Nacht. Dann kommt es wahrscheinlich entweder zu solchen Maßnahmen wie Essen verflüssigen (wie Nutella oder so) oder der Betroffene entwickelt eine andere Sucht, im schlimmsten Fall sogar stoffgebunden wie Alkohol.
      Weswegen ich auch der Meinung bin dass bei Adipositas IMMER ein Psychologe dazu gehört wenns um die Gewichtsreduktion geht - egal ob mittel OP oder Ernährungsumstellung (Durchhaltung, etc.). Denn auch wenns vll. nicht immer psychisch angefangen an, irgendwann läuft es auf jeden Fall über die Psyche.
      "Make sure you know what I'm saying, before you try to tear me down"
      - Hedwig Robinson -
    • Wobei, korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber ist jegliches Suchtverhalten, insbesondere Essstörungen, nicht ein Ausschlusskriterium für so eine OP?
      Viele Grüße

      Andrea


      ###############
      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • sunny73 schrieb:

      Wobei, korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber ist jegliches Suchtverhalten, insbesondere Essstörungen, nicht ein Ausschlusskriterium für so eine OP?
      Ja, aber wenn das wirklich sauber ausgeschlossen wird, bleibt kaum einer mehr übrig zum Operieren.
      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • @Schildkröte

      Niemand - auch kein Arzt - kann wissen, wie lange ein anderer Mensch - oder ein Tier - "noch zu leben hat".
      Wenn man es ganz genau nimmt, kann man das zu keinem Stadium irgendeiner Krankheit oder irgendeines Symptoms sagen.

      Schon klar: nach unseren heutigen Erkenntnissen werden manche Dinge - und sicherlich oft zu Recht - als Risiko eingestuft.
      Und wenn der Arzt seriös ist, kann er auch genau das kommunizieren: "okay, Sie haben da ein Wert / einen Befund / ein Symptom, das mir Anlass zu Sorge gibt. Denn nach unseren heutigen Erkenntnissen könnte diese Sache fortschreiten oder gar zu Schlimmerem führen ..."

      Das ist aber schon alles, was er sagen kann.

      Ich finde es sehr bedenklich, wenn Ärzte im weißen Kittel der Autorität Monats- oder Jahreszahlen vorgeben. Das könnte eine selbsterfüllende Prophezeiung werden.
      Bei manchen Naturvölkern reicht es, wenn der Medizinmann einen verflucht und sagt "du wirst jetzt sterben!"
      Dann weiß der Verurteilte, daß er jetzt sterben muß - und tut es auch.

      Liebe Schildkröte, wenn ich Deine Zeilen richtig verstanden habe, machst Du Dir jetzt Sorgen, daß Du in hohem Risiko lebst?
      Ich würde mir den Schuh nicht anziehen.
      Der Doktor ist nicht "Gott" oder Dein Schutzengel oder Deine Seele ... nenn es wie Du willst.
      Das ist er NICHT, und deshalb kann er auch nicht wissen, wie lang eine andere Person noch zu leben hat.

      Und übrigens: auch manche dünnen Leute sterben ...

      Take care.
      Issi
      "Alles ist völlig in Ordnung so wie es jetzt gerade ist - und es wird sowieso nicht so bleiben." - Ysolda Dee
    • @Issi, die Wahrheit ist noch vieel härter...
      Nicht nur manche dünnen Leute, nein. ALLE dünnen Leute sterben. Genau wie alle dicken. Und alle nicht so dicken. Und alle nicht so dünnen. Das Leben ist eine unheilbare Krankheit - man kennt niemanden, der diese Krankheit überlebt hat.
      Naja, ausser Jesus und noch paar, die lebendig in den Himmel aufgestiegen sind. Aber bekanntlich bestätigen Ausnahmen die Regel. ;o)
      Ich bin keine Frau, ich sehe nur so aus.
      (von mir)
    • @stierfrau

      ... da hast Du natürlich völlig Recht!

      Ich hätte zu diesem Satz mit den "manchen dünnen Leuten" ein Smiley hinmachen sollen - oder ein "Vorsicht, Ironie".

      Manchmal geht meine ziemlich schwarze Version von Humor "einfach so" mit mir durch - ohne Warnzeichen ...

      Einen schönen Tag Dir!
      Liebe Grüße
      "Alles ist völlig in Ordnung so wie es jetzt gerade ist - und es wird sowieso nicht so bleiben." - Ysolda Dee
    • War mal ein guter Lacher ihr zwei :thumbsup:


      Grundsätzlich ist es leider so, das Übergewicht – besonders in hohem Maße – einige Krankheiten begünstigt (Bluthochdruck, Gelenkbeschwerden, etc.). Unbehandelt kann sicher auch die ein oder andere Krankheit davon zum Tod führen.

      Genauso gibt es aber auch Krankheiten, die man nun mal eben bekommen kann – egal ob dünn oder dick – die tödlich enden können.

      Der Spargeltarzan neben mir im Büro bekommt regelmäßig die Wirbel neu eingerenkt – aber wenn ich dahin gehe mit Schmerzen in den Knochen, dann muss ich halt abnehmen.

      Und wenn meine Freundin beim Arzt über Sodbrennen klagt, gibt’s ne Magenspiegelung die nix ergibt und dann PPI’s. Wenn ich dahingehe, gibt’s ne Magenspiegelung, PPI’s und die Aussage, dass das alles ja nicht so wäre, wenn ich dünner wäre.

      Viele Krankheiten sind doch heutzutage schon sogenannte Volkskrankheiten völlig unabhängig vom Gewicht. Ich halte es für gefährlich, wenn Ärzte das pauschalisieren und ja, auch ich bin sehr versucht zu fragen „Haben Sie lange studieren müssen?“ wenn die erste Diagnose – am besten noch vor einer Untersuchung – sowas aussagt wie „Nun ja, Sie sind stark übergewichtig.“

      Zu sagen "Sie sind in 2 Jahren tot" ohne dass eine Krankheit im eigentlichen Sinne vorliegt, lediglich aufgrund des Gewichts - also des äußeren Erscheinungsbildes - halte ich ja doch schon für grausam und fahrlässig. Und falls das irgendwen dazu ermutigen soll, abzunehmen, kann ich sagen, solche Aussagen verunsichern nur noch mehr und das schlägt in den meisten Fällen eher in Trostessen um als in gesundes Abnehmen. Also nichts für ungut, der werte Herr Doktor sollte mal einen Psychologieauffrischungskurs machen.
      "Make sure you know what I'm saying, before you try to tear me down"
      - Hedwig Robinson -