Sind Dicke Menschen 2ter Klasse?

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Madame schrieb:

      Wenigstens war ich höflich, obwohl ich mir da auch sehr unsicher bin, ob das der richtige Weg war. Fakt ist ich hätte mir eher die Zunge abgebissen, als ihm den wahren Grund zu sagen.
      Aus meiner Sicht ja. Es war doch gut, dass du einen netten Menschen, der dir nix Böses getan hat,
      nicht verletzt, in dem du ihm sagst, dass er hässlich ist./du ihn hässlich findest. Dass er nicht dein Typ ist, kann er sich denken.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Sehe ich genau wie Lisa.
      Ich wäre da auch freundlich. Würde auch niemandem ohne zwingenden Grund eine - immerhin subjektiv empfundene - "Wahrheit" um die Ohren hauen.

      Bißchen Diplomatie hat noch nie geschadet.
      Hast Du gut gemacht, Madame!
      "Alles ist völlig in Ordnung so wie es jetzt gerade ist - und es wird sowieso nicht so bleiben." - Ysolda Dee
    • Sehe ich auch so.

      --------------

      Andererseits...
      es gibt eine alte gute Bekannte, die hat erst dann ihr Glück gefunden, als sie sich von all den Vorstellungen bezüglich des Äußeren, welches ihr Traummann aufweisen sollte, verabschiedet hat.
      Buchstäblich jede der vorherigen Bekanntschaften und/oder Beziehungen stellte sich als Flop heraus, denn das so tolle Äußere hielt überhaupt nicht was es versprach.
      So weit ich das miterlebt, bezw. erzählt bekommen habe, war einer wirklich richtig dumm, konnte aber gut reden, so dass dies zunächst nicht auffiel, einer war so mit sich beschäftigt, dass man dies wohl schon als Narzissmus bezeichnen kann, einer ging dauernd fremd, einer war stinkfaul und hatte so hohe Ansprüche an einen Arbeitsplatz, dass er nie einen fand...
      und dann kam irgendwann einer, der "nur" ein Kumpel hätte sein sollen, denn er passte so gar nicht ins Wunschbild. Und bei dem hat es dann gefunkt...
      ... und das hält bis heute.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Stimmt, grausliche Zähne sind furchtbar, sehe ich genauso. Aber die kann man doch richten lassen? Ich glaube, auch jemand der schreckliche Angst vorm Zahnarzt hat, würde dies aus Liebe tun.

      Aber dies sollte beileibe keine Kritik sein, sondern nur allgemein ein Beispiel dafür, was sich hinter einem schönen oder auch nicht so schönen Menschen verbergen kann. In diesem Fall hat einfach der Optisch weniger ansprechende gewonnen - und zwar sehr.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Es gibt Frauen, die so was gerne übernehmen, ihr auserwähltes "Schatzi" tageslichttauglich zu machen - ich gehöre da nicht dazu, bei mir ist eher:passt oder passt nicht. Dabei kann durchaus was "passen" , was für andere ein nogo ist, zum Beispiel dass der Mann kleiner ist als ich .
      Bei Ungepflegtheit bin ich allerdings auch an meiner Toleranzgrenze.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Issi schrieb:


      Beachte, daß hier nur von der Kleidergröße die Rede ist - nicht von Leuten, die sich nur einmal im Jahr baden, oder von moosigen Zähnen -
      :)

      Danke Issi! Ungepflegtheit bis hin zur Verwahrlosung hat für mich persönlich nichts mir körperlichen Attributen wie z.B. Größe, Gewicht, Haarfarbe, Abstehen der Ohren, Krümmung der Nase usw. zu tun. Es kann vorkommen, auch im Zuge von diversen Erkrankungen, aber im täglichen Umgang sehe ich ein gewisses Maß an Körperhygiene als Grundvoraussetzung an.
    • Im Studium habe ich gelernt, dass wir Menschen aufgrund des Äußeren ablehnen können, es muss mir nur klar sein wen und warum ich jemanden ablehne. Bei mir sind es Männer mit roten Haaren. ( einige blöde Erfahrungen ). Wenn ich einen rothaarigen Mann sehe und mit ihm kommunizieren muss, nehme ich mich zurück, stelle ihn mit mit dunklen Haaren vor und versuche ihn objektiv zu betrachten. Es ist normal einen Menschen wegen des Äußeren abzulehnen, aber es ist wichtig sich dessen bewusst zu sein und zu versuchen objektivität hineinzubringen.
    • melisah schrieb:

      . Es ist normal einen Menschen wegen des Äußeren abzulehnen, aber es ist wichtig sich dessen bewusst zu sein und zu versuchen objektivität hineinzubringen.
      jZwischen "mich verlieben" und " nicht gemein sein und nicht diskriminieren" gibt es bei mir noch eine große Bandbreite an Gefühlen.
      Gerade beim sich verlieben ist objektivität nicht gerade das, was ich anstrebe.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Neu

      Aha, Frauengespräche, da getraue ich mich gar nicht mehr, mich einzuklinken. ;) Bin hier scheinbar der "Hahn im Korb" ;) Nagut, immer noch besser wie früher, als ich der "Hahn mit den Körben" war oder der "Bock mit dem nichtabgestreiften Geweih". ;(

      Ihr habt es ja selbst alle geschrieben: Auch wir Übergwichtigen oder Dicken gehen bei anderen oder bei der Suche nach Partnern zunächst nach dem Äusseren und haben unsere Ausschlusskritierien. Das kann auch sein, dass man als Dicker sogar andere Dicke nicht mag, WEIL sie dick sind. Das ist eben bei jeden individuell verschieden.

      Ich möchte ja hier nicht ständig wegen meiner vergeblichen Mädchen- und Frauensuche als Jugendlicher und junger Erwachsener herumjammern. Aber meine Abfuhren habe ich DAMALS auf mein tatsächliches oder vermeintliches unattraktives Äusseres und eben auf mein mir nachgesagtes Dicksein geschoben. Allerdings habe ich erst so nach und nach erkannt, dass es da noch andere genauso einschlägige Gründe gab. Das habe ich aber erst später erkannt. Für mich war damals primär das Dicksein der Hauptgrund und ich fühlte mich auch dick, weil es eben die anderen immer mir mitgeteilt haben, sei es mal in normalen Ton, mal aufgrund von Hänseleien und Sticheleien. Ich hatte ja gesagt, dass für mich damals dick ein synonym für hässlich war und auch heute wieder, wo ich im Gegensatz zu meiner Jugendzeit wirklich kräftig übergewichtig bin (adipös hört sich so brutal an), empfinde ich dick als unattraktiv. Diese Empfindung steckt eben tief in mir drin und man bekommt es auch von Außen wieder zu spüren. Das geht manchmal so weit, dass man im Bus oder in der Straßenbahn lieber steht als jemand auf dem Nachbarsitz zu bedrängen, selbst, wenn einem die Füße schmerzen.

      Und natürlich: Auch ich als Dicker hätte gerne die Klassenschönsten gehabt oder später die schönen umschwärmten Kolleginnen. Aber wie sagte mal jemand zu mir: "Träum weiter" bzw., "Für dich nur zum gucken und zum träumen". Gut dass ich mir mal anhören musste, dass ich mir jemand in meiner Liga suchen solle hatte ich schon geschrieben, zuweilen hieß es auch "Schuster bleib bei deinen Leisten". Wie schön, dass es Sprichwörter und "Sinnsprüche" gibt.

      Alledings habe ich damals auch festgestellt, dass auch die dicken Klassenkameradinnen lieber etwas mit den "Klassenadonissen" gehabt hätten als mit mir. Bei "meiner sog. Liga" waren die Chancen eigentlich auch mau. Ob's auch wegen dem Dicken war weiß ich nicht. Wie gesagt: heute - eigentlich schon sehr lange - ist mir klar, dass es da natürlich noch andere Gründe gab. So waren mir Diskotheken oder Tanzveranstaltungen ein Greuel. Erstens, weil ich sowie Eckensteher war und zweitens, weil ich schon damals eher klassische Musik gehört habe als die Musik, die Jugendliche eigentlich hören. Mir lief schon im Vorfeld der Angstschweiß, wenn jemand den Vorschlag gemacht hatte, dass man mal wieder in die Disko könne. Die Rolle eines "Eckenstehers" hatte ich leider auch auf Parties. Auf Parties war eh immer Männerüberschuss, da habe ich es dann sowieso aufgegeben an jemand heranzukommen. Und wenn dann jemand gekommen ist mit den Spruch von den "inneren Werten" bin ich mir dann sowieso noch mehr vergackeiert vorgekommen.

      Aber die Leute, die ihr beschrieben habt egal ob attraktiv oder "no go" haben eines nicht: Sie gehören keiner Gruppe an. Es gibt nicht die Gruppe der Rothaarigen, der Ungewaschenen, der Ungepflegten. Es gibt auch in dem Sinn nicht mal die Gruppe der Schönen und der Hässlichen. Es gibt auch nicht die Gruppe der Kleinen und der Großen. Aber es gibt die Gruppe der Dicken oder Übergewichtigen. Wir sind Menschen, die man eingruppiert und zwar als Negativgruppe oder als "Belastungsgruppe". Uns gruppiert man ein wie Migranten oder Behinderte. Das finde ich z. T. entwürdigend.

      Oder seht ihr das anders?

      Grüße
    • Neu

      @ Norberdi

      Explizit zu Deinen letzten beiden Sätzen:

      Umso wichtiger ist es, dass wir es selber nicht tun. Ich meine uns selber gegenüber. Das ist, so glaube ich, überhaupt der erste und wichtigste Schritt um mit seinem Dicksein gut leben zu können. Ändern können wir nur uns selber - in seltenen Fällen manchmal auch andere. Aber zunächst muss man das bei sich selber tun.
      Es zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Forum, dass so viele dicke Menschen Probleme haben, weil sie sie mit sich selber haben. Sie mögen sich selbst nicht. Geschweige denn dass sie sich lieben.
      Sich selbst zu lieben ist aber die Voraussetzung dafür auch von anderen geliebt zu werden.

      Vor vielen Jahren im Zuge einer Tagung ging es um das Thema sicheres Auftreten und da gehörte es zur Schulung, einmal aufzuschreiben, was man an sich selbst schätzt und gut findet.

      Was findest du denn an Dir selber gut, Norberdi?
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Neu

      Danke @Itsme.

      Zuerst muß man mit sich selbst im Einklang sein und sich selbst schätzen und respektieren.
      Dann ist es außerdem egal, ob man irgendwo "mitspielen darf" oder nicht. Vielleicht MÖCHTE man bei manchen Spielchen gar nicht mitmachen?

      Ich habe es immer als sehr belastend empfunden, daß es so grob gesagt EIN Lebensmuster gibt, dem wir alle nachstreben sollen. Ich habe für mich herausgefunden, daß das mit unserer Kultur zu tun hat. Daß sie im Prinzip nur EIN Muster akzeptiert. Du kannst zwar tätowiert herumlaufen, oder Deine sexuellen Vorlieben oder den Veganismus wie ein Banner vor Dir hertragen - alles egal, Hauptsache Du hast Geld in der Tasche und lebst in einem sozial anerkannten Kontext, also zum Beispiel in irgendeiner Form von Partnerschaft. Irgendein Philosoph nannte das mal den "unterworfenen Pluralismus".

      Deshalb empfinden Viele ihre Realität als Stigma, weil die - mitunter weit verbreitete - Realität als unnormal gilt, und weil man damit von irgendwas ausgeschlossen ist.

      Aber zum Beispiel wenn man mal die alten Mythen betrachtet, da sieht man, daß es viele verschiedene Lebenswege gibt - und daß alle gleich gültig sind. Da gibt es Göttinnen, die sagen "bleib mir vom Leib mit einem Kerl, I wish to be alone!", da gibt es Götter die alles begatten was nicht bei drei weg ist, und da gibt es Götter die sagen "ich kann mit Weibern und übrigens auch mit Männern nichts anfangen - ich habe Wichtigeres zu tun!"

      Es gibt auch die Erzählung von Gott Amor, der nachts ein Mädchen "von recht eigenartiger Schönheit" zu besuchen pflegte - in anderen Worten, sie war offenbar potthäßlich.
      Und es gibt die Erzählung von den drei Brüdern, die den Schatz suchten und dabei auf ein altes, häßliches, zahnloses Weib trafen. Sie verlangte geküßt zu werden. Zwei konnte sich nicht überwinden - der dritte tat es, ja er tat sogar mehr, denn er gewann sie lieb und vereinigte sich mit ihr, und siehe da, sie verwandelte sich in eine schöne Fee und gab ihm den Schlüssel zu dem Schatz.

      Es ist eine zugegebenermaßen reichlich fortgeschrittene Praxis oder Übung, in Allem das Göttliche zu sehen - und damit das Richtige.
      Es kommt auch gar nicht so sehr darauf an, daß man etwas "gut" findet. Auch nicht in sich selbst.
      Es kommt darauf an, DASS man es FINDET - und akzeptiert.
      Als das was es ist.

      Es ist was es ist.
      Wir sind wer wir sind.
      Und das ist gut so.
      Natürlich wäre es schön, wenn auch Andere uns mögen und akzeptieren - aber das ist nichts, worüber wir uns dann Sorgen machen oder worum wir uns extra bemühen müssen.

      Vom Standpunkt der Selbsterkenntnis gesehen, gibt es nichts, was verändert werden muß. Wir "müssen" dann nicht abnehmen oder einen Partner finden. Es ist einfach alles so wie es ist.

      Allerdings - FALLS wir etwas verändern wollen, ist das kaum möglich, wenn wir uns vorher nicht akzeptiert haben - als "völlig in Ordnung so wie ich bin, und völlig in Ordnung so wie alles ist".

      Okay - sorry für meinen langen Erguss. Wollte mal gesagt werden -
      "Alles ist völlig in Ordnung so wie es jetzt gerade ist - und es wird sowieso nicht so bleiben." - Ysolda Dee
    • Neu

      Danke Issi für deine Ausführungen. Ich glaube nicht an die "Liga" der Dicken. Es kommt immer darauf an, wie man sich selbst sieht und wertschätzt. Wenn ich mich selbst nicht leiden kann und mich kein bisschen wertschätze, strahle ich das auch aus. Beispielsweise sind Sumo-Ringer in Japan hochgeschätzte Athleten. Dicker geht's kaum in Japan, wo die "normalen" Menschen eher zierlich sind. Diese Sumoringer kämen nie auf die Idee, sich dick und wertlos zu fühlen. Entsprechend sind ihre Frauen und Freundinnen oft in der gleichen "Liga" wie bei Fußballprofis. Kann man von halten, was man will, ich wollte ja nur ein Beispiel bringen.

      Ich halte auch nix davon, sich seinen Partner in irgendeiner Liga aussuchen. Solange man nur mit den Augen sucht, kann das nix werden. Unser Herz sucht uns schon den passenden Partner aus, wenn wir das nur zulassen. Manchmal brauchen wir dabei die Hilfe anderer- so wie bei mir, weil ich ohne das Eingreifen einer Freundin meinen jetzigen Ehemann nie näher kennengelernt hätte - manchmal braucht es einen Zufall oder auch ein besonders schönes oder besonders schlimmes Erlebnis, das die Beteiligten zueinander führt. Trotzdem hilft nix davon, wenn wir selbst die Liebe nicht zulassen. Manchmal fühlt es sich gar nicht wie die große Liebe an und man merkt erst hinterher, wenn es zu spät ist, was man verloren hat.

      Aber was nie hilft, sind Vorwürfe. Davon sollten wir uns verabschieden. Was passiert ist, ist vorbei. Das können wir nie mehr ändern und alles hätte/wäre/wenn ist vergeblich und schadet nur. Was wir verändern können, ist die Gegenwart und die Zukunft. Deshalb sollten wir aus Fehlern lernen und dafür sorgen, dass sie sich nicht wiederholen. Indem man sich selbst verzeiht, öffnet man den Blick nach vorne und kann endlich neu durchstarten. Man kann auch anderen verzeihen - ohne zu vergessen - und sein Leben ohne Hass und Wut weiterführen. Ob mit oder ohne den Menschen, der verletzt hat, muss und darf jede/r selbst entscheiden.
      Der größte Fehler, den man im Leben machen kann, ist immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen (Dietrich Bonhoeffer)
    • Neu

      Norberdi schrieb:

      Ich hatte ja gesagt, dass für mich damals dick ein synonym für hässlich war und auch heute wieder, wo ich im Gegensatz zu meiner Jugendzeit wirklich kräftig übergewichtig bin (adipös hört sich so brutal an), empfinde ich dick als unattraktiv. Diese Empfindung steckt eben tief in mir drin und man bekommt es auch von Außen wieder zu spüren.

      Kann man daraus ableiten, dass du dich selbst als hässlich empfindest?

      Wenn ja, dann finde ich das sehr traurig. Die einzige Person, mit der du wirklich gesichert dein Leben verbringen wirst, bist du selbst. Klar, man kann Aspekte seines eigenen Äußeren nicht gut finden. Aber bei dir erweckt es den Anschein, dass du dein Äußeres sehr umfassend ablehnst. Ich weiß natürlich nicht ob das bei dir der Fall ist, aber häufig wird eine solche Selbstablehnung auch nach außen ausgestrahlt. Andere merken diese Selbstablehnung und reagieren dann oft ebenso ablehnend der Person gegenüber. Ein Teufelskreis...
    • Neu

      Itsme schrieb:

      Explizit zu Deinen letzten beiden Sätzen:


      Umso wichtiger ist es, dass wir es selber nicht tun. Ich meine uns
      selber gegenüber.
      Man kann versuchen es nicht zu tun aber natürlich schaut man zunächst auf das Äussere. Das fällt ja auch als Erstes auf. Das jemand "doch nicht so übel ist" merkt man erst, wenn man sich mit dem- oder derjenigen unterhält oder Zeit hatte, ihn oder sie näher kennenzulernen. Wie gesagt, sind wir Dicke auch nicht frei davon andere zu kategoriesieren. Ich kann mir z. B. vorstellen, dass es genug Dicke gibt, die Ausländer und Migranten alle über einen Kamm scheren aber sich beschweren, dass sie selbst in einen Sack gesteckt werden. Natürlich fühle ich mich keiner Gruppe zugehörig aber ich merke offen und latent, dass ich in eine Gruppe gedrückt werde. Allerdings ist es durchaus menschlich, dass wir andere mustern und versuchen sie einzuschätzen. Dabei suchen wir nach Vergleichen und das erfordert Einordnung. Man soll Dinge nicht tun, aber man tut sie schlussendlich doch.


      Itsme schrieb:

      Das ist, so glaube ich, überhaupt der erste und

      wichtigste Schritt um mit seinem Dicksein gut leben zu können.
      Im Prinzip kann ich persönlich gut damit leben, natürlich sollte es aber nicht noch schwerer werden. Aber ich komme schon klar, obwohl man bei manchen Dingen die man so tut - z. B. handwerklicher Art - es schon merkt, dass es drückt. Gut. Hin- und wieder gibt es Situationen, die unangenehm scheinen, so z. B. die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder Kleiderkauf, wo man sich vielleicht selbst einredet, dass man nicht so gewünscht ist. Ansonsten bin ich vor allem im Kollegenkreis anerkannt, was ich meinen Kollegen hoch anrechne. Es gibt durchaus Menschen, die sich freuen, wenn sie mich sehen. Störend ist natürlich nur, wenn bestimmte Menschen, denen ich nahe stehe und die mir nahe stehen zu mäkeln anfangen oder wenn die Ärzte laufend auf dem Gewicht rumreiten.



      Itsme schrieb:

      Ändern können wir nur uns selber - in seltenen Fällen manchmal auch andere.
      Selbstverständlich. Aber man ändert mich nicht, indem an mir herummäkelt oder herumstichelt. Mein bester Freund meint immer, nur so würde ich wach.



      Itsme schrieb:

      Aber zunächst muss man das bei sich selber tun.


      Es zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Forum, dass so viele
      dicke Menschen Probleme haben, weil sie sie mit sich selber haben. Sie
      mögen sich selbst nicht. Geschweige denn dass sie sich lieben.
      Sich selbst zu lieben ist aber die Voraussetzung dafür auch von anderen geliebt zu werden.
      Um etwas oder sich zu verändern liegt natürlich an einem selbst und am Klick im Kopf. Natürlich gibt es manchmal Phasen und Zeiten wo ich mit dem Jetztzustand nicht zufrieden bin und das heißt, dass ich mir dann selbst nicht gefalle. Im Prinzip bin ich ein genügsamer Mensch und - mit temporären Abstrichen - auch EIGENTLICH zufrieden. Die Unzufriedenheit kommt ja häufig von Außen wenn auf bestimmte Dinge angespielt werden, wenn eben anderen mein Aussehen und mein Gewicht nicht gefällt oder wenn manchen meine Besoldungsstufe zu gering ist. Dann kann es sein, dass ich down bin. Aber das fängt sich nach einer Weile wieder. Natürlich bin ich auch traurig, wenn ich an das Verpasste in meiner Jugend denke und da habe ich eben auch vieles auf mein Aussehen und mein vermeintliches Übergewicht geschoben. Vermeintlich deswegen, weil das ja immer von Außen an mich herankam. Aber im Prinzip kann man das Vergangene nicht ändern, deswegen sollte man es ruhen lassen. Aber es gibt halt manchmal solche Grübelphasen.

      Früher habe ich auch immer gedacht, ich MÜSSTE UNTER ALLEN UMSTÄNDEN geliebt werden oder ich müßte unbedingt immer beliebt sein. Deswegen habe ich sehr lange immer versucht so zu funktionieren, wie andere es wollten. Ich habe sozusagen eine Zeit lang versucht mich zu verstellen und somit versucht immer ein anderer zu sein. Im Prinzip habe ich mich glaube ich immer mehr verkaspert als das ich dadurch mehr geliebt wurde. Auch zu Hause habe ich immer zu funktionieren gehabt. Meine Mutter hat mich dominiert und mir quasi mein Leben vorzeichnen wollen und für mein Vater war ich der Letzte, weil ich nicht seinen Vorstellungen entsprochen habe, wie ein "richtiger" Junge oder "richter" Mann zu sein hätte. Erst spät habe ich begonnen, mein Leben zu leben, verfalle aber leider öfters mal in die alte Schablone zurück, wenn ich in meinem Heimatort zu Besuch bin. Wenn Klassentreffen sind, finde ich sowieso eigenartig, wie die allermeisten wieder in ihre Rollen von damals schlüpfen.


      Itsme schrieb:

      Was findest du denn an Dir selber gut, Norberdi?
      Wenn die meisten Leute mal über mein Gewicht hinwegsehen schätzen mich viele Leute postiver ein als mich oft selbst einschätze. Als positiv wird mein Einfühlungsvermögen, meine Hilfsbereitschaft und mein Zuhörenkönnen eingeschätzt. Auch mein Humor, der zuweilen manchmal trocken daherkäme, wird mir positiv angekreidet sowie das Kumpelhafte und Kamaradschaftliche. Will es dann mal so für mich als positiv annehmen.
    • Neu

      Lucia schrieb:

      Kann man daraus ableiten, dass du dich selbst als hässlich empfindest?
      Wenn man wegen einer Äusserlichkeit ständig Hänseleien, Mobbing, Anspielungen und Sticheleien ausgesetzt ist und einem deswegen die Schulkollegen nirgends dabei haben wollen bleibt es nicht aus, dass man sich als unattraktiv und hässlich vorkommt. Insofern bin ich mir zumindest als Jugendlicher hässlich vorgekommen.

      Lucia schrieb:

      Wenn ja, dann finde ich das sehr traurig. Die einzige Person, mit der du

      wirklich gesichert dein Leben verbringen wirst, bist du selbst. Klar,
      man kann Aspekte seines eigenen Äußeren nicht gut finden. Aber bei dir
      erweckt es den Anschein, dass du dein Äußeres sehr umfassend ablehnst.
      Ich lehne mein Äusseres nicht komplett ab, finde mich aber in der derzeitigen optischen Erscheinung auch nicht sonderlich attraktiv. Hätte ich vor ca. 15 Jahren nicht meine derzeitige Partnerin gefunden glaube ich, würde ich mich noch unattraktiver finden. Natürlich wäre ich gerne leichter und schmäler und ich weiß, dass ich diesbezüglich mehr tun müsste. Es hält mich nur meine Bequemlichkeit davon ab. Allerdings, so meine ich, führe ich mein Übergewicht nicht unbedingt auf stänidg unmäßiges und unkontrolliertes Essen zurück sondern auf den Umstand, dass ich vor ca. 20 Jahren aufgehört habe Sport zu machen. Ich hatte ja erwähnt, dass es bei mir zwichen den "Dickzeiten" auch mal eine oder mehrere "Schlankzeiten" gab. Das waren auch die Zeiten, wo ich hin- und wieder auch mal positive Komplimente wegen dem Aussehen bekam. Das hebt schon mehr das Selbstbewusstsein, als wie man Attribute wie "Fettsack" oder "Dickmops" hören muss oder wie es einmal beim Kleidergschäft "Adler" war, wo ich wegen deren Umbau nicht gleich die großen Größen fand und eine Verkäuferin von weitem laut rief: "Gell, sie suchen die Big Fashion". Das war mir unangenehm. Hätte man auch dezenter sagen können.


      Lucia schrieb:

      Ich weiß natürlich nicht ob das bei dir der Fall ist, aber häufig wird

      eine solche Selbstablehnung auch nach außen ausgestrahlt. Andere merken
      diese Selbstablehnung und reagieren dann oft ebenso ablehnend der Person
      gegenüber. Ein Teufelskreis...
      Früher hat Selbstablehnung eher zugetroffen. Aber nicht nur wegen dem Gewicht, sondern auch wegen anderer Dinge, die mir an mir nicht gefallen haben. Aber wie ich schon schrieb, gibt es Zeiten, in denen man grübelt. Und meist kommt der Anstoß hierzu meist von Außen. Natürlich mache ich mir auch wieder Gedanken wie ich in 6 Wochen in den Lufthansa-Sitz passe wenn ich mit meinem besten Freund nach Edinburgh fliege :/ (Biergartentour München ist gecancelt ;) ).
    • Neu

      @ Norberdi

      Bin momentan aus gesundheitlichen Gründen nicht so in der Lage so viel zu schrieben wie mir durch den Kopf geht, aber dies möchte ich doch eben los werden:

      Es hat mich riesig gefreut zu lesen, dass Du seit vielen Jahren eine Partnerin hast. Das ist schön und unglaublich viel wert, denn wenn es schon so lange andauert, wird es ein guter Zusammenhalt sein. Das freut mich für Dich.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Neu

      Itsme schrieb:

      Bin momentan aus gesundheitlichen Gründen nicht so in der Lage so viel zu schrieben wie mir durch den Kopf geht, aber dies möchte ich doch eben los werden
      Oje, Gute Besserung! :thumbup:


      Itsme schrieb:

      Es hat mich riesig gefreut zu lesen, dass Du seit vielen Jahren eine Partnerin hast. Das ist schön und unglaublich viel wert, denn wenn es schon so lange andauert, wird es ein guter Zusammenhalt sein. Das freut mich für Dich.
      DANKE! Wir verstehen und ergänzen uns gut und seit 3 Jahren wohnen wir sogar zusammen.
    • Und weiter geht's mit dem Thema "Menschen 2 oder 3. Klasse"

      Neu

      Wie gesagt, werde ich in 6 Wochen mit meinem besten Freund für ein Wochenende nach Edinburgh fliegen. Die Flugdauer von Frankfurt nach dort dauert nur 1 Stunde 50. Da ich wegen der Sitze etwas (oder sogar starke) Bammel habe, google ich schon die ganze Zeit nach Sitzbreiten und Gurtlängen.

      Dabei bin ich auf einen Artikel gestoßen. Ich empfehle Euch mal nicht speziell den Artikel durchzulesen sondern die Kommentare. Durch die Bank weg scheinbar Dickenhasser. Wenn man das liest, dann weiß man, was Hass bedeutet und was es bedeutet, wenn man keine Würde mehr hat.

      Kopiert den Link und fügt ihn in die Adresszeile ein.

      https://www.welt.de/reise/article160033341/Das-schwere-Leben-uebergewichtiger-Fluggaeste.html

      Natürlich gibt es hier auch einen Thread speziell über Dicksein und fliegen aber ich glaube, dieser Artikel passt besser hier rein.

      Tenor vieler Kommentare: Dicke sind selbst schuld und sollten alle mehr zahlen. Dicke sollten sich weg setzen bzw. manche Schlanke fühlen sich angewidert, wenn der Dicke sie berührt. Ausserdem wieder die Behauptung, wir würden stinken und übermäßig schwitzen. Wer fressen kann, der kann auch zwei Sitze zahlen und einer meinte noch, wenn man Alkoholikern das Autofahren verbieten könne, könne man Dicken auch das Fliegen verbieten. Flugzeuge sind eben Verkehrsmittel die nicht für Dicke geeignet seien. Ausserdem seien Dicke ein Sicherheitsrisiko, da sie andere Fluggäste bei einer Evakuierung im Weg seien... Ihr könnt's ja selbst lesen. Solche Kommentare bauen natürlich wieder auf. Da vergeht einem wieder das Fliegen. Leider sind Schiffsverbindungen vom Kontinent in das nördliche Britannien mehr als rar.

      :/ :S :( ;( :evil: :cursing: X(

      Grüße
    • Neu

      Nach einer relativ guten Nacht und wie gewohnt frühem Aufstehen muss ich mich dazu äußern:

      Warum, Norberdi, sollte man sich dauernd und immer wieder States dieser Art antun?
      Es reicht zu wissen, wie viele Menschen denken, wie unwissend und voreingenommen sie sind. Da widerspricht Dir kein Mensch, das ist so und das wissen wir ja.
      Viele von uns haben Erfahrungen damit gemacht, so wie Du auch. Aber WAS an GUTEM kann es für uns tun, wenn wir dann auch noch immer und immer wieder solche Äußerungen lesen???

      Mein Vorschlag ist eher der:
      Wenn möglich immer wieder in Gesprächen klar stellen, was Sache ist. Nämlich das Übergesicht unzählige Ursachen haben kann und es beileibe nicht einfach mal eben damit abgetan ist, das da ein Mensch wahllos um sich herum frisst. Und das selbst wenn er es tut, dies in den meisten Fällen krankhafte Gründe hat, denn kaum ein Mensch tut sich willentlich schlecht.
      Also nicht den Kopf in den Sand stecken, aber auch, sich nicht immer wieder dieses unsägliche Gedankengut einverleiben. Das tut niemandem gut.
      Besser, sich freuen, wenn man hier und da und dort gute aufklärende Gespräche haben durfte, wie ich sie immer mal wider mit allen möglichen Menschen habe. Und sich freuen, wenn man merkt, dass so viele Menschen aus reiner Unkenntnis und Voreingenommenheit sprechen, aber durchaus bereit sind, Einsicht zu zeigen.

      Ich erlebe das immer wieder. Und das freut mich, baut mich auf, macht mich stärker und tut dem Selbstwertgefühlt gut.

      Artikel der Art wie Du ihn erwähnst, will ich nicht lesen, denn sie bewirken für mich absolut nichts Gutes. Da bin ich durchaus egoistisch. Zu meinem eigenen Wohl.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Neu

      Itsme schrieb:

      Warum, Norberdi, sollte man sich dauernd und immer wieder States dieser Art antun?
      Hallo Itsme,

      natürlich muss man es sich nicht IMMER antun. Aber der Thread-Titel heißt nun mal so und hier soll ja erörtert werden ob wir eben Menschen 2. Klasse sind. Natürlich auf dem Papier der Verfassung oder ethisch sind wir es nicht und sind allen Menschen gegenüber gleichwertig. Aber es geht hier nicht um die edelen Zielen einer Verfassung oder einer Ethikabhandlung, sondern so, wie sich über Menschen wie wir geäussert wird, wie man uns behandelt und wie es in der Gesellschaft offen oder latent gehandhabt wird. Und weil wir es immer wieder erfahren (der eine mehr, der andere weniger, kaum einer gar nicht) muss man sich eben auch damit auseinandersetzen. In einem lustigen Thread kann ich auch lustig sein, hier kann ich es nicht, höchstens ironisch.


      Itsme schrieb:

      Wenn möglich immer wieder in Gesprächen klar stellen, was Sache ist.
      Ich glaube, dass Gespräche oft sinnlos sind, da die meisten Leute vorgeingenommen gegen Übergewichtige sind. Wenn jemand voreingenommen gegen Ausländern ist, wird er es auch höchstwahrscheinlich auch nach einem Gespräch bleiben. Ausnahmen mögen die Regel bestätigen.


      Itsme schrieb:

      Nämlich das Übergesicht unzählige Ursachen haben kann und es beileibe nicht einfach mal eben damit abgetan ist, das da ein Mensch wahllos um sich herum frisst. Und das selbst wenn er es tut, dies in den meisten Fällen krankhafte Gründe hat, denn kaum ein Mensch tut sich willentlich schlecht.

      Das wird einem meist nur nicht abgenommen. Für die allermeiten Leute sind Übergewichtige willenlose Fresser und faule Sofa-Faulenzer. Das mit "Krankhaft" gilt dann nur als bloße Ausrede oder hilflose Rechtfertigung. Am besten man verhält sich ruhig schaut, dass man manche Dinge hinter sich bringt um dann schnell zu verschwinden. Bei einem Säufer wird das Krankhafte eher noch akzeptiert, obwohl der Alkoholiker auch Schuld an seiner Misere ist und nicht der Wirt, Winzer, Bierbrauer, Schnapsbrenner oder der Getränkehändler (während beim Junkie der Dealer Schuld sein soll, was aber in sich nicht logisch ist). Das wäre so, als wie wenn Dicke Köche oder McDonalds verantwortlich machen wollten.


      Itsme schrieb:

      Besser, sich freuen, wenn man hier und da und dort gute aufklärende Gespräche haben durfte, wie ich sie immer mal wider mit allen möglichen Menschen habe. Und sich freuen, wenn man merkt, dass so viele Menschen aus reiner Unkenntnis und Voreingenommenheit sprechen, aber durchaus bereit sind, Einsicht zu zeigen.
      Gut, wenn es zu Gesprächen kommt - und in Zügen oder Flugzeugen bleiben vielleicht Gespräche nicht aus - dann kann man ja zeigen, dass man nicht der dumme Fette ist. Es gibt ja viele Themen, nicht nur das Thema Gewicht, auch, wenn der Nebenmann zunächst einmal wegen dem die Nase rümpft.

      Grüße
    • Neu

      Hallo Norberdi,
      ich leide während Flügen , besonders Landstreckenflügen, unter dem "Zu viele Ratten in einem zu kleinen Käfig" - Syndrom. Ich fange wirklich an, ALLE zu hassen: Dicke, die sich mit mir um die Armlehne streiten,
      Leute, die vor mir plötzlich den Sitz kippen, weil sie schlafen wollen - und ich mir den Kaffee über die Knie schütte, Leute mit starkem Eigengeruch (Körper aber auch Parfüms), Leute mit kleinen kreischenden Kindern....und ich habe lange Beine und habe meine Knie IMMER in der Lehne des vor mir sitzenden - der hasst mich bestimmt auch. ....
      Was ich sagen möchte, Fliegen ist mittlerweile so stressig, unbequem und wenig erbaulich geworden - in der Holzklasse gerade das Gegenteil vom "Luxus des Reisens" , das da viele durchdrehen - nimm das nicht persönlich, beim Auschecken und wenn sie ihr Gepäck wieder gefunden haben, reagieren die meisten Leute wieder normal....
      Gruß Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Neu

      Ein bisschen habe ich das Gefühl, wir reden aneinander vorbei Norberdi.

      Alles was Du schreibst ist Fakt, vor allem natürlich auch die Dinge, die Du erlebt hast. Niemand bestreitet die Tatsache, dass dicke Menschen immer wieder diskriminiert werden. Niemand bestreitet, dass in den Hirnen vieler Menschen Vorurteile herrschen.

      Aber was ändert sich daran, wenn man die Fakten immer und immer wieder aufzählt, wenn man Artikel dieser Richtung liest, wenn man sich dumme Kommentare reinzieht?

      Das alles ist nur destruktiv und hilft niemandem und ändern wird sich dadurch auch nichts.

      Ändern kann man nur etwas, wenn man zunächst die eigene und dann versucht die Denkweise anderer Menschen positiv zu beeinflussen.

      Ja, dieser Thread heißt:

      "Sind Dicke Menschen zweiter Klasse?"

      Und ich antworte darauf. Nein, sind sie nicht und sehe es als eine meiner Aufgaben an, Menschen dieses klar zu machen.
      Eine ständige Wiederholung all der Vorurteile räumt jedoch mit gar nichts auf und hilft weder Betroffenen, noch bringt es die Menschen, die diese Vorurteile haben, zur Einsicht.

      Wäre es insofern nicht besser, diesen Thread dafür zu nutzen, Menschen mit Vorurteilen dahingehend die Augen zu öffnen, dass sie falsch liegen?
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]