Kinder werden eher übergewichtig, wenn Eltern sie für zu dick halten

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    • Kinder werden eher übergewichtig, wenn Eltern sie für zu dick halten

      Vor kurzem fand ich diesen, wie ich finde, sehr interessanten Artikel, der etwas bestätigt, was ich hier auch schon oft gelesen habe, nämlich welchen Einfluss die Wahrnehmung der Eltern eines Kindes auf die Gewichtsentwicklung hat:

      Artikel

      Ich glaube, dass sich viele User darin wiederfinden können.
    • ich kenne eine Vierzehnjährige, die jetzt 90 kg
      wiegt. Sie hat beispielsweise bei den Leuten, wo sie
      zwei Stunden babysitten war, zwölf Kochwürste gegessen,
      die im Kühlschrank waren, ohne zu fragen.
      Wie kann man ihr sagen, dass man so etwas nicht macht?
    • Martina schrieb:

      Vor kurzem fand ich diesen, wie ich finde, sehr interessanten Artikel, der etwas bestätigt, was ich hier auch schon oft gelesen habe, nämlich welchen Einfluss die Wahrnehmung der Eltern eines Kindes auf die Gewichtsentwicklung hat:

      Artikel

      Ich glaube, dass sich viele User darin wiederfinden können.

      Es baut jedenfalls nicht dein Selbstwertgefühl auf, wenn du aus dem Familienkreis immerzu hörst, du musst Diät machen, du bist zu dick oder - wie meine Oma es liebt mir mitzuteilen: Wie schlank alle anderen doch sind. Gerade in der Pubertätszeit führt das eher zum genauen Gegenteil.

      "Wozu bemühen, ich bin doch eh nicht gut genug, ich bin nicht schlank genug, ich bin zu fett" - und das obwohl viele Kids (zumindest ich damals) alles andere als wirklich FETT sind. Bestenfalls übergewichtig.

      Aber so wird man ja praktisch dazu erzogen, dass sich alles immer nur ums Essen dreht.


      BUFFY schrieb:

      ich kenne eine Vierzehnjährige, die jetzt 90 kg
      wiegt. Sie hat beispielsweise bei den Leuten, wo sie
      zwei Stunden babysitten war, zwölf Kochwürste gegessen,
      die im Kühlschrank waren, ohne zu fragen.
      Wie kann man ihr sagen, dass man so etwas nicht macht?

      „Was denkst du dir dabei, bei fremden Leuten an den Kühlschrank zu gehen? Sowas macht man nicht! Wenn du Hunger hast, iss zu Hause oder nimm dir was mit.“

      Viel mehr würde ich da nicht sagen. Das Mädel ist 14, also eigentlich sollte da schon ein gewisses Maß an Anstand anerzogen sein und wenn‘s bis heute nicht anerzogen ist, dann uhm… joa… wird’s aber höchste Eisenbahn.

      Das Gewicht würde ich da gar nicht mit reinbringen, darum geht’s nicht. Es geht darum, dass sie fremde Kühlschränke leer futtert. Und da würd ich mir erstmal ihre Antwort anhören, aber nicht mit der „Du bist eh zu dick“-Keule ausholen.
    • das hat die Mutter ihr auch gesagt.

      Aber die Mutter hat auch ihre Probleme, weil
      das Kind beim Essen drei vier Teller voll isst
      und die anderen Kinder sich beschweren.
      Wie soll sie damit umgehen?
      Sie bekam Geld um sich eine Jeans zu kaufen,
      hat alles für Pommes ausgegeben und wollte dann
      wieder Geld, das die Mutter ganz einfach nicht hatte.
    • Was fehlt dem Teenager, so daß sie es mit zwölf Würstchen "ersetzen" oder "auffüllen" muß?

      Wurde schon einmal abgeklärt, ob evtl. Prader-Willi-Syndrom oder etwas ähnliches vorliegt?

      Ich wünsche ihr, daß sie die Ursache findet ... -
    • BUFFY schrieb:

      das hat die Mutter ihr auch gesagt.

      Aber die Mutter hat auch ihre Probleme, weil
      das Kind beim Essen drei vier Teller voll isst
      und die anderen Kinder sich beschweren.
      Wie soll sie damit umgehen?
      Sie bekam Geld um sich eine Jeans zu kaufen,
      hat alles für Pommes ausgegeben und wollte dann
      wieder Geld, das die Mutter ganz einfach nicht hatte.


      3-4 Teller sind für Heranwachsende gar nicht mal so viel. Meine Mutter erzählt manchmal, dass ihre Brüder immer um die Wette aßen und locker weit über 20 Knödel jeder verdrücken konnte. Mit 14 können Mädchen da noch locker mithalten. Wenn die anderen Kinder sich beschweren, dann entweder weil sie sich davon einen Vorteil erhoffen oder weil generell für alle zu wenig da ist.
    • Sich selbst erfüllende Prophezeiungen kannte ich bisher nur auf die eigene Person bezogen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass sich das auch auf die Kinder übertragen kann, denn Kinder haben sensible Antennen. Selbst wenn es die Eltern nicht explizit aussprechen, spüren Kinder was die Eltern von ihnen halten. Und wenn die Eltern glauben, dass ihr Kind zu dick ist, kann sich das an Vielem fest machen - auch ohne Worte.

      In letzter Zeit sind mir häufiger Berichte begegnet, die sich in positiver Hinsicht mit Gewichts"problemen" beschäftigen.
      Bilde ich mir das ein, oder habt Ihr auch den Eindruck?
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • die anderen Kinder sind kleiner. Das ist gar nicht das Problem.
      Das Mädchen isst auch sonst alles in Reichweite und versucht
      ständig an Süßgetränke zu kommen. Medizinisch wurde alles
      abgeklärt. Die Ärzte konnten keine Krankheit feststellen.
    • Ich könnte mir vorstellen, dass da Trotz reinspielt. Wenn wir beim Kaffee sitzen und meine Mutter mir nach dem zweiten Stück Kuchen sagt: "Du isst zu viel ! Das war jetzt schon das zweite." , dann bekomme ich unbändige Lust, auch noch ein drittes und ein viertes zu verdrücken. ;)
      Wenn das immer so läuft, könnte man in der Tat Gewichtsprobleme bekommen.

      Das Fazit: Lieber mit den Kindern über Gesundheit sprechen als über Gewicht" finde ich bei dem Artikel gut. Gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind ja immer gut, egal ob dünn oder dick.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • ich finde die Studie sehr interessant. Bei mir war es auch so. Wahrscheinlich können Famiientherapeuten und Psychotherapeuten noch etwas über den weiteren Zusammenhang dieser Probleme sagen.

      Wenn sich Eltern eigentlich selbst sehr unter Druck fühlen, bloß nicht dick zu werden, kann daraus ein Druck entstehen, dieses auch für das Kind zu befürchten und zwanghaft abzuwehren. Und außerdem kann Nörgelei über kindliche Moppeligkeit auch für gestresste Eltern eine Entlastung darstellen, und wenn sie sonst wegen dem Stress essen würden, ist das dann ja nicht mehr nötig. So kann sich das Problem der Eltern auf die Kinder vererben.

      Es ist eigentlich dasselbe, wenn Eltern ihre Kinder/Jugendlichen ständig vor Alkohol, Drogen Sex etc. warnen. das kann ebenfalls provozieren, dass die Kinder von diesen Dingen magisch angezogen werden. Nur ist man in unserer heutigen Gesellschaft häufig mehr auf die Sünde des Dickseins fixiert als auf diese Dinge.
      Unter der Oberfläche kann es noch um weitere und tiefgreifende Probleme der Familie gehen.