Medikamentöse Behandlung von Ess-Sucht

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • zu 3): Es existieren schon gewisse Lösungen, aber ob die akzeptabel wären, ist ein anderes Ding. In der dritten Welt werden Koka-Blätter oder Betelnüsse gekaut, damit das Hungergefühl verschwindet. Und es gab Appetitzügler, die wegen der Nebenwirkungen vom Markt genommen wurden. Also in der Theorie ist eine medikamentöse Behandlung von Esssucht möglich. In der Praxis wäre das aber nur eine Suchtverlagerung.

      Ich halte nichts von der Idee, für alles eine simple medikative Lösung zu suchen. Klar, in allerletzter Konsequenz ist sämtliches Leben irgendein chemisch-physikalischer Vorgang. Aber um diese komplexen und vernetzten Vorgänge zu steuern, mit einzelnen Stoffen oder meinetwegen Stoffgruppen anzusetzen, wäre genauso ineffektiv bis fehlerträchtig. Das wäre so, als wollte ich eine 3D-CAD-Anwendung auf Basis von Maschinensprache-Bitfolgen bedienen. Rein theoretisch wäre das möglich, aber nicht handhabbar. Und dabei ist ein PC-Programm eine relativ simple Sache im Vergleich zum Leben (inclusive psychischer Vorgänge). Da halt ich mich doch lieber an die Benutzeroberfläche. Die Buttons und Linien sind ja auch nicht "real", sondern beruhen auf elektrischen Ladungen. Ich behandle sie aber so, als wären sie "real".

      Genauso halte ich es für irrelevant, ob "Seele" etwas Chemisches ist oder nicht. Wenn ich ein gewünschtes Ergebnis erreiche, ist es egal, ob ich Verhaltenstherapie mache oder nackt im Wald trommele....
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Ich werde aber sehr viel weniger schreiben. Mittlerweile habe ich nicht nur ein Grave-or-Glory-Projekt am Backen, sondern insgesamt drei. :eek:
      Ich komme mir langsam vor wie der Held in einem Fantasy-Epos, der sich mit einem Schwert in der Hand einer ganzen Armee Monster entgegenstellt. (Und die eigenen Truppen verpissen sich ins Gebüsch...)
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Ich hätte den Thread anders überschreiben sollen, vielleicht mit "Sind physische Ursachen für Esssucht bekannt und wenn ja sind sie behandelbar?"

      Im Verlauf der Diskussion ist immer wieder von schnell und einfach die Rede. Wie ganz oben erwähnt, arbeite ich schon ca. 10 Jahre auf der psychischen Ebene, letztlich ohne Erfolg. Ich denke es ist legitim, darüber nachzudenken, ob ich vielleicht einen ganz anderen Weg einschlagen muss. Mit der Suche nach einer schnellen und einfachen Lösung hat das nichts zu tun.

      In erster Linie geht es mir mal darum herauszufinden, was eigentlich los ist. Wo kommt der Drang sich zu überessen überhaupt her? Nach physischen Ursachen zu fragen halte ich nicht für den einfachen und schnellen Weg, denn dabei könnte sich genausogut auch rausstellen, dass es für mein Esssverhalten eine physiologisch erklärbare Ursache gibt, diese aber nicht oder nur unter hohen Risiken behandelt werden kann. Damit müßte man sich erst mal abfinden können, aber andererseits macht es ja auch keinen Sinn, am Misserfolg zu verzweifeln.

      Wer nach Ursachen sucht muss leider damit rechnen festzustellen, dass er mit seinen Annahmen falsch lag und er eventuell auch herausfindet, dass es keine Lösung gibt. Auch wenn das gerade die weiter oben schon angesprochenen "Ich-nehm-keine-Chemie-Typen" nicht wahrhaben wollen - wir müssen uns damit abfinden, dass wir eben nicht alles selbst in der Hand haben. Leider.

      Zur Frage, wie es bei mir weitergeht: ich hab schon vor einiger Zeit mal an das Therapienetz Essstörung gedacht. Vielleicht gibt es da ein paar hilfreiche Impulse.

      @Sophie
      „Wenn ich ein gewünschtes Ergebnis erreiche, ist es egal, ob ich Verhaltenstherapie mache oder nackt im Wald trommele….“
      Ja, hinterher, wenn das Ergebnis erreicht wurde ist es natürlich egal. Aber man sollte sich vorher genau informieren, ob man mit einer Methode überhaupt das gewünschte Ergebnis erreichen KANN.
    • eine einfache antwort

      gibt es nicht.

      Obwohl, eine Weile trieb mich der Gedanke rum , das Ganze vielleicht operativ zu lösen.
      Vielleicht gibt es ja DAS was einem Dicken fehlt oder er zuviel hat- ein Hormon-ein Gen- irgendwas und irgendwann hat man es gefunden und zack
      kann jeder schlank sein.

      Aber das glaub ich nicht- ich bin komplexer , daß die Gründe wie ich zu meinem Gewicht komme, vielschichtig sind, ist mir klar.

      Wenn es gefunden würde, der EINE Faktor, dann wird es uns sicher nicht verraten- das wäre ja ein wirtschaftlicher Supergau- da müßten ganze Berufsfelder plötzlich eine neue Aufgabe finden..

      Daß es das 'Wundermittel nicht gibt, weiß doch jeder Dicke, der dick nicht "gewählt" oder zum Fetisch hat.:rolleyes:
    • Warum ein Medikament mein Problem nicht lösen würde

      Ich habe meinen allerersten Versuch mit Psychotherapie schon vor über 20 Jahren gemacht, im zarten Alter von 17. Es war die erste von drei Therapien, welche mir alle nicht helfen konnten, sie blieben langfristig ebenso erfolglos wie meine zwischenzeitlichen Diäten.

      Seit ungefähr 5 Jahren habe ich mich endgültig von allen Diätversuchen verabschiedet und bin nur noch auf der psychologischen Schiene unterwegs, allerdings nicht mehr konventionelle Verhaltenstherapien, sondern verschiedene Dinge, die ich mir zusammengesucht habe. Selbsthilfeseminare, körperorientierte Einzeltherapie mit traumatherapeutischen Methoden u.ä., also schon auch Unterstützung von außen um zu lernen , aber eben dann auch sehr sehr viel eigene „innere“ Arbeit.

      Um eins klar zu stellen: Ich wiege heute 15 Kilo MEHR als vor 5 Jahren (ich bin heute in etwa mit Kleidergröße 50/52 unterwegs, nur damit man sich in etwas ein Bild von mir machen kann, es handelt sich nicht um ein Untergewicht, das sich normalisiert hat). Das liegt daran, dass ich immer noch ziemlich viele Essanfälle habe, sprich, ich kann beim besten Willen nicht behaupten, dass mein psychologischer Weg eine schnelle Lösung wäre. Ein einfacher schon gar nicht, denn ich habe in diesen 5 Jahren wirklich sehr viele schmerzhafte Gefühle aufgedeckt

      Was sich dabei ganz klar für mich gezeigt hat: Meine Essanfälle sind nichts weiteres als ein Begleitsymptom von viel umfassenderen Problemen. Heute weiß ich, dass ich früher alle möglichen Gefühle wegdrücken musste, weil sie viel zu überwältigend waren. Ich habe mehr ausgehalten und funktioniert als gelebt. Ich bin ein extrem verletzlicher Mensch und fühle mich außerdem in Gegenwart anderer Menschen angespannt. Ich kämpfe sehr viel mit Beschämung. Ich erlebe mich als instabil, mit einer Tendenz zu Depression. Ich weiß heute, dass Essen mich da auffängt, wo die Welt oder meine Gefühle mir zu viel sind. Es dämpft mich dann ab und beruhigt mich. Wenn eine Pille das auch könnte, wäre sie wohl das gesuchte Medikament. Aber auch sie würde nur ein Symptom abdämpfen, denn das eigentliche Problem ist eben meine Instabilität, und die lässt sich nicht mit Medikamenten beseitigen. Hier handelt es sich um eine Fähigkeit/Ressource, die ich als Kind nicht ausbilden konnte.

      Ich lerne jetzt sehr langsam, mich selbst zu stabilisieren.

      An Tagen, an denen ich es schaffe, mich innerlich stabil zu fühlen, kann ich mein Leben gut meistern und da habe ich einfach gar kein Bedürfnis über die Sättigung hinaus zu essen. Ohne jeden Kampf. Übrigens kann ich da auch gut aufräumen. Ich kann nachvollziehen, dass es einen Zusammenhang von Esssucht und Messietum gibt. Wenn ich so instabil bin, dann fühle ich mich förmlich gelähmt bei dem Gedanken, irgendetwas aufräumen zu sollen. Das liegt wiederum daran, dass sich in diesem instabilen Zustand jede noch so kleine Entscheidung die ich treffe, falsch anfühlt. Es fühlt sich an, als ob jede Bewegung und jeder Gedanke weh tut. Die Folge ist ein Zustand der Lähmung, in dem ich nur noch esse und mich ablenke, bis der Tag endlich vorbei ist. Da hilft dann nicht mal mehr Essen, um mich besser zu fühlen, sondern nur, wenn überhaupt, ein ganz liebevoller und verständnisvoller Umgang mit mir selbst.

      Heute, nach fast 5 Jahren intensiver Arbeit an mir, bin ich viel mehr mit meinen Ängsten und Verletzungen konfrontiert als früher, einfach weil ich damals alles nur verdrängt habe. Die 5 Jahre habe ich gebraucht, um mich soweit zu entwickeln/stabilisieren/in Kontakt mit meinen Gefühlen zu kommen, dass ich das nach und nach alles freilegen kann. Ich fange jetzt gerade erst an, damit zurecht zu kommen und eine tiefe innere Sicherheit aufzubauen. Bis sich das in merklich weniger Essanfällen spiegelt, wird es noch eine Weile dauern.

      Aber es gibt eben schon viele andere ermutigende Veränderungen. Früher habe ich alle Gefühle verdrängt, eine selektive Verdrängung der negativen Gefühle ist nicht möglich. Heute fühle ich sehr viele negative Gefühle, aber dafür kann ich heute auch schöne Gefühle spüren. Ohne Scheiß: Ich kann erst seit kurzer Zeit fühlen, dass ich meinen Mann, mit dem ich jetzt 21 Jahre zusammen bin, liebe. Ich kann heute zutiefst genießen. Einen Kinofilm, eine Begegnung, Zärtlichkeit, Lesen, Musik hören. Ich fühle mich jetzt. Ich bringe mein Leben nicht mehr länger nur hinter mich. Noch viel zu oft, aber nicht mehr immer. Ich bin nicht mehr so getrieben, es gibt mein Leben jetzt nicht mehr nur in Schwarz oder weiß, mit Gas oder Bremse. Ich kann jetzt viel besser auf meine Bedürfnisse achten und Arbeitsleistung ist nicht mehr mein höchster Wert.

      Mein Eßdruck ist ein Symptom, das mir zeigt, wo es mir noch nicht gut geht. Ich kann das nur quälend langsam ändern, aber ich kann etwas ändern, und ich habe auch schon einiges geändert. Es geht also um viel mehr als nur um die Beseitigung des Essdrucks.


      Persönliches Fazit: Es braucht eine Herangehensweise, die viel tiefer geht als klassische verhaltens-/Gesprächstherapie, mit Fokus auf die Körperwahrnehmung und die Gefühle, und auch damit ist es noch ein langsames, zähes, oft entmutigendes Ringen.


      Viele Grüße

      Claudia

      [FONT=&quot][/FONT]
      "Kurz" kann ich nicht. ;)

      [SIZE=1]Von claudiathomas[/SIZE]
    • Was Du beschreibst, kann ich gut nachvollziehen.

      Nach langen Jahren des "emotional aus dem Lot sein" fühle ich mich seit einiger Zeit "geheilt".
      Noch immer kompensiere ich über Essenm, was mich bewegt, aber ich weiß um die Vorgänge in mir.
      Heute habe ich das Gefühl, daß jetzt die Zeit gekommen ist, daß sich doch auch mal was am Gewicht dreht.
      Ich versuche in meinem Leben Klarheit zu haben und gleich das anzugehen, was mich untreibt.
      Aber einfach ist der Weg nicht.

      Aber es ist so ein Punkt- es gibt anderes was mich satt macht- wirklich satt.
      Essen- süchtiges Verhalten deckt ja nur etwas zu.

      Haderst Du mit dem zähen Weg? Oder kannst Du annehmen, daß es nur da lang geht?
    • @fraubrezle
      Gute Frage, hadere ich mit dem zähen Weg? Manchmal schon. Ich kämpfe sehr mit Erschöpfung, und das ist oft ziemlich frustrierend. Das ist eine Folge der langen Zeit, in der ich mich viel zu sehr verausgabt habe, weil Leistung das war, das mein Selbstbewusstsein aufrecht erhalten hat. Selbst das Arbeiten an mir habe ich noch mit ungeheurem Druck betrieben, neben Beruf, Kindern, Weiterbildung, kranker Mutter.

      Obwohl ich da jetzt schon sehr viel herunter gefahren habe, oder gerade deswegen, und jetzt meine Bedürfnisse ernst nehme, brauche ich extrem viel Zeit für mich, allein, ohne Druck und Aktivität, die ich aber so im Alltag nicht habe. An Tagen, an denen ich gearbeitet habe (3 Tage die Woche), bin ich den restlichen Tag einfach nur unglaublich erschöpft und lande meist auch im Essen, wobei es jetzt ganz allmählich besser wird, ich bekomme jetzt die wichtigen Dinge wieder besser auf die Reihe. Ich brauche hier einfach noch mehr Geduld, denn ich glaube, dass ich gerade nochmal die Kurve gekriegt habe bevor es in den vollen Burnout gegangen wäre.

      Insgesamt aber habe ich gelernt, nicht mehr so sehr den Fokus auf ein Ziel zu richten, sondern auf das Leben, und zwar jetzt. Vor kurzem war ich an dem Punkt mein Ziel „Heilung von der Esssucht und damit auch langfristig Abnehmen“ wirklich aufzugeben, weil ich gemerkt habe, dass es mich kaputt macht, meine Essanfälle immer wieder als Scheitern zu erleben. Seither konzentriere ich mich darauf, mich wirklich liebevoll um mein Wohlbefinden zu bemühen. Das Gefühl der Instabilität (dieses „Zerfallen“ und haltlos sein) ist einfach nur schlimm, und ich will mir da helfen. Dass ich dazu auch Essen benutze, weil es momentan nicht anders geht, weil es sonst nur ein zermürbender Kampf wäre, ist o.k. Und es ist nebensächlich. Der Fokus liegt auf anderen Dingen, einfach weil das die entscheidenden Punkte sind. Es geht darum, dass ich mir den Alltag so gestalten kann, dass ich nicht überwältigt werde (von Gefühlen, Druck oder Chaos) und langsam wieder Kraft schöpfen kann. Dann wird sich alles andere finden. (Sofern ich dieses Mal so schlau bin, mich nicht gleich wieder zu übernehmen.) Das Gewicht halten geht immerhin schon eine ganze Zeit ohne Kampf.

      [FONT=&quot]Weiter brauche ich momentan nicht zu schauen in Sachen Heilung der Eßsucht, weil es dann sowieso wieder eine Neubewertung braucht, wenn ich wieder mehr Kraft habe.

      [FONT=&quot]
      Kann ich annehmen, dass es nur da lang geht[FONT=&quot]? Oh ja, dem kann ich au[FONT=&quot]s[/FONT] vollem Herzen zustimmen. Wie könnte es auch sonst gehen? [/FONT][/FONT]


      Die Erfahrung, dass mich andere Dinge als Essen "satt" machen, kenne ich übrigens auch. Diese Erfahrungen sind so erfüllend, dass ich dann nicht mal mehr nach dem Sinn des Lebens suche, sondern es ist dann einfach alles in einem wunderbaren Frieden in mir.
      Aber ich mußte lernen, dass es nicht funktioniert, dass ich mich mit diesen anderen Dingen statt mit Essen sättige, wenn es mich zum Essen treibt. Ich kann es nicht erzwingen, dass andere Dinge mich erfüllen. Es ist etwas, das erst dann möglich ist, wenn ich vorher die Chance hatte, mich zu regulieren, also eben zu stabilisieren. Und dieses [FONT=&quot]R[/FONT]egulieren hat viel mehr etwas mit [FONT=&quot]Lassen als mit Machen zu tun.[/FONT]
      [/FONT]
      "Kurz" kann ich nicht. ;)

      [SIZE=1]Von claudiathomas[/SIZE]
    • Hallo,

      wenn ich dich lese claudiathomas und günther,

      dann denke ich, es müsste doch möglich sein, so ein gutes, so ein erfülltes, so ein schönes Leben zu führen, dass man "Essen" einfach vergisst
      bzw. dass es total unwichtig wird....
      Beim Überessen aber auch bei Diäten stellt man das Thema doch sehr in den Mittelpunkt,
      aber ist euch noch nie passiert, dass ihr von einer Sache so gefesselt wart, dass ihr Essen vergessen habt und erst der knurrende Magen euch dran erinnert?
      zu diesem Zustand möchte ich hin,
      aber ich glaube nicht, dass es Tabletten sind,
      die die Leere füllen.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Hallo Lisa,
      ich weiß nicht, ob ich richtig verstanden habe, was du meinst.
      Ich kenne durchaus die Erfahrung, total begeistert von etwas zu sein und total darin aufzugehen, und da ist Essen dann wirklich nicht wichtig. Aber der Eßanfall kam dann für gewöhnlich NACH so einer Aktion, insbesondere dann wenn ich ausgehungert war. Heute, da ich mich viel besser spüren kann, fühle ich das Getriebene in solchen Situationen, und ich fühle sehr deutlich, dass das auch eine Art von Instabilität und Maßlosigkeit ist und ich dabei über meine Bedürfnisse weg fege.

      Genau das möchte ich nicht mehr, schon gar nicht jetzt wo ich so heftige Probleme mit Erschöpfung habe. Ich bin sehr darauf angewiesen, zu spüren, wann es genug ist und wann ich eine Pause brauche. Ich bin heute kein Fan mehr von euphorischen Zuständen.

      Und dann gibt es da noch das Erlebnis, im Flow zu sein, was etwas anderes ist. Da bin ich ganz bei mir und im Frieden, kann mich und meine Bedürfnisse sehr gut spüren. Das wäre, was ich gerne öfter in meinem Leben hätte, aber ich musste feststellen, dass dieser Zustand nur ein vorübergehender ist und vielleicht auch sein kann. Zu schön um dauerhaft wahr zu sein.

      Jetzt versuche ich einfach, mich in meinem Leben zu stabilisieren. Ob ich esse und wie viel, ist ein Ergebnis davon, wie erfolgreich ich mich stabilisieren kann.
      Ich würde auch gerne so ein erfülltes Leben führen, dass das Essen keine Rolle mehr spielt. Aber meine Gefühle sind wie sie sind und schneller geht es bei mir nicht, etwas daran zu verändern.

      Viele Grüße
      [FONT=&quot]Claudia[/FONT]
      "Kurz" kann ich nicht. ;)

      [SIZE=1]Von claudiathomas[/SIZE]
    • Lisa Cortez schrieb:

      Hallo,

      wenn ich dich lese claudiathomas und günther,

      dann denke ich, es müsste doch möglich sein, so ein gutes, so ein erfülltes, so ein schönes Leben zu führen, dass man "Essen" einfach vergisst
      bzw. dass es total unwichtig wird....
      Beim Überessen aber auch bei Diäten stellt man das Thema doch sehr in den Mittelpunkt,
      aber ist euch noch nie passiert, dass ihr von einer Sache so gefesselt wart, dass ihr Essen vergessen habt und erst der knurrende Magen euch dran erinnert?
      zu diesem Zustand möchte ich hin,
      aber ich glaube nicht, dass es Tabletten sind,
      die die Leere füllen.

      liebe Grüße Lisa



      Hallo Lisa,

      natürlich kenne ich das, aber ich weiß noch nicht recht, auf was Du hinaus willst, denn es wird kein Leben in ständiger Begeisterung geben.

      Zum anderen sehe ich die Sache etwas anders. Das Essen vergessen ist nicht die Lösung, es führt ja kein Weg dran vorbei, dass man mit dem Essen umgehen muss. Und auch wenn der Magen anfängt zu knurren und mir damit das Essen legitimiert bleibt immer noch das Problem, dass ich es schaffen muss, rechtzeitig aufzuhören.

      Gestern Abend kam mir ein Gedanke, der mir wahrscheinlich viele ungläubige Blicke einbrächte, wenn ich ihn laut äußerte. Denn im allgemeinen sind sich doch viele Menschen einig, dass Essen mehr ist als eine bloße Notwendigkeit, mehr als Ernährung sondern auch Genuss und Freude.

      Ich muß dagegen lernen, dass Essen nicht nur Genuss und Freude ist, sondern auch eine bloße Notwendigkeit. Etwas, das man halt erledigen muss. Vielleicht meinst Du ja was ganz ähnliches?

      Der Gedanke kam mir gestern abend, weil ich mit sehr knurrendem Magen aus der Arbeit kam und vor der Heimfahrt noch etwas erledigen mußte. Es hätte gedauert, bis ich zu Hause bin und so lange wollte ich den Hunger nicht nagen lassen. Die Idee, vorher noch irgendwo was zu Essen behagt mir in einer solchen Situation aber auch nicht, denn eigentlich möchte ich zu Hause gemütlich mein Abendessen genießen. Es ist wie ein Ritual. Ich will alles, was am Tag zu erledigen war erledigt haben, gemütlich in Ruhe zu Hause sein und nach dem Essen nur noch Ruhe haben. Wenn ich vorher unterwegs was esse, hört zwar mein Magen auf zu knurren, aber die Vorstellung, dann einfach nach Hause zu fahren und nichts zu essen (wenn ich mich daran halte dass ich nur bei physischem Hunger esse) ist mir unangenehm. Dann fehlt mir ja mein Genussritual.

      Kurz gesagt: ich denke, ich muss lernen, dass ich nicht jedesmal so ein Trara ums Essen machen muss. Der nächste Hunger kommt bestimmt und es wird noch viele Gelegenheiten geben, die Mahlzeit daheim in Ruhe zu genießen. Und ansonsten leistet die Leberkäsesemmel oder ein Stück Kuchen unterwegs den Stättigungsdienst.

      Leicht gesagt. Und momentan funktioniert es auch ganz gut. Schaun wir mal, wie lange es diesmal gut geht.
    • Günther schrieb:

      Denn im allgemeinen sind sich doch viele Menschen einig, dass Essen mehr ist als eine bloße Notwendigkeit, mehr als Ernährung sondern auch Genuss und Freude.

      Ich muß dagegen lernen, dass Essen nicht nur Genuss und Freude ist, sondern auch eine bloße Notwendigkeit. Etwas, das man halt erledigen muss.


      Hallo Günther,

      Du wandelst auf den Spuren Hegels ...
      der hat schon vor vielen Jahren entdeckt, daß die Natur die größten Notwendigkeiten so "verpackt" hat, daß wir sie GERNE erledigen, daß nämlich Genuß und Freude dabei ist. Ich sage mal nur: Essen ... Fortpflanzung ... (künstlerischer) Selbstausdruck ... Arbeit ... -
      alles was dem Überleben und der Weiterentwicklung des Lebens dient, ist von Natur aus unerläßlich UND macht Freude.
      Hegel nannte das in einer Sprache, die wir heute nicht mehr unbedingt verstehen, die "List der Vernunft". Wir würden heute vielleicht sagen "die List der Lebenskräfte".

      Und nun ist unsere Gesellschaft hergegangen und hat die Freude von der Notwendigkeit getrennt. Wir machen Sex ohne Fortpflanzung, Fortpflanzung im Röhrchen ohne Sex, wir verschaffen uns Genuß ohne Sättigung: Zucker, Zigaretten ... und Sättigung ohne Genuß. Hastig eingeworfene Fertigmahlzeiten, Präparate aller Art ... oder das Zeug, das sie jetzt für die Computerleute entwickelt haben: Nährlösungen namens "Shmilk", die schnell neben der Arbeit verschluckt werden können ...

      Ich denke, wir haben da eine Art von kollektiver Aufgabe vor uns: daß wir Notwendigkeit und Genuß wieder zusammenführen ... das nenne ich: "zurück zur Natur gehen".

      Darf ich Dir noch einen Tipp geben, wenn Du unterwegs Hunger kriegst aber nicht essen willst, um Dir Dein Abendessen-Ritual nicht zu verderben?
      Wenn Du magst, könntest Du versuchen, bei Unterwegs-Hunger nur ein ganz klein bißchen was zu essen, um das Knurren aus dem Magen zu nehmen.
      Quasi eine kleine Vorspeise.
      Dann hast Du später sicher noch Luft für ein genussvolles Abendessen ...

      Ganz liebe Grüße sendet Dir
      Issi

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Issi () aus folgendem Grund: schlechte Interpunktion verändert

    • Hallo,

      ich meinte, ich hatte schon Zeiten, da war mir das Essen unwichtig.
      Nicht unwichtig im Sinne von "nicht essen", denn auch da ist Essen sehr wichtig, wenn auch konträr.
      Sondern es war ungefähr wie Körperpflege.
      - natürlich muss ich mich duschen
      - ich dusche gerne
      - ich probiere auch gerne neue, tolle Duschgels aus
      - ich dusche täglich....

      nur, ich kann mir nicht vorstellen, dass es mir passiert, ein Problem damit zu haben, das richtige Maß beim Duschen zu finden ( außer bei einer massiven Zwangsstörung). Das ist nicht mein Leben. Sobald ich geduscht habe und mich sauber fühle, vergess ich es.

      So möchte ich Essen haben. Sobald ich mich satt und zufrieden fühle, vergesse ich es.

      damit kritisiere ich nicht euch, sondern mich. Ich habe nämlich buchstäblich JAHRE mit Essen, Nicht- Essen etc. verloren.
      Hätte ich diese Zeit in Geldverdienen gesteckt, wäre ich Millionärin.

      Es gab aber schon Zeiten, indenen Essen diesen vorrangigen Platz verloren hat: Als ich verliebt war. Als ich Projekte hatte, die ich liebte. Als ich Bücher geschrieben habe ( da war ich dann in anderen Welten und habe erst was gegessen, wenn ich wirklich hungrigf war - NICHT um mich zu kasteien),

      dass was ClaudiaThomas als "flow" bezeichnet. Den kann man nicht 24 Stunden am Tag haben, schon klar.

      Aber vielleicht würde eine Stunde, eine halbe Stunde genügen?

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Ich muß dagegen lernen, dass Essen nicht nur Genuss und Freude ist, sondern auch eine bloße Notwendigkeit. Etwas, das man halt erledigen muss. Vielleicht meinst Du ja was ganz ähnliches?
      ja, genau, Günther,

      wobei ich aber dazu sagen möchte, dass das nicht umbedingt was mit dem Gewicht zu tun hat. MANCHE Menschen nehmen vielleicht ab, andere bleiben wie sie sind und andere sogar zu.

      Nicht mehr essgestört zu sein, bedeutet NICHT automatisch, das gewünschte Gewicht zu bekommen.

      liebe GrüßeLisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      Hallo,

      ich meinte, ich hatte schon Zeiten, da war mir das Essen unwichtig.
      ...

      So möchte ich Essen haben. Sobald ich mich satt und zufrieden fühle, vergesse ich es.

      ...

      Es gab aber schon Zeiten, indenen Essen diesen vorrangigen Platz verloren hat: Als ich verliebt war. Als ich Projekte hatte, die ich liebte. Als ich Bücher geschrieben habe ( da war ich dann in anderen Welten und habe erst was gegessen, wenn ich wirklich hungrigf war - NICHT um mich zu kasteien),

      dass was ClaudiaThomas als "flow" bezeichnet. Den kann man nicht 24 Stunden am Tag haben, schon klar.

      Aber vielleicht würde eine Stunde, eine halbe Stunde genügen?

      liebe Grüße Lisa



      Ich hatte noch nie solche Zeiten. Ich bin übergewichtig seit ich ca. 9 bin und weiß, dass ich spätestens ab dem Gymnasium regelmäßig Eßanfälle nach der Schule hatte oder auch später am Tag hatte. Ich hatte noch nie eine Phase, in der Essen etwas ganz normales für mich gewesen wäre, auch nicht in Phasen, in denen ich von meiner Tätigkeit begeistert war und darin aufgegangen bin. Auch da war ich getrieben, wenn auch mit anderen Vorzeichen, und habe den abendlichen Eßanfall benutzt um Spannung abzubauen.

      Den Flow erlebe ich gar nicht so sehr im Zusammenhang mit einer bestimmten Tätigkeit. Sondern es sind für mich Zeiten, in denen ich ganz bei mir bin, und in denen mein Leben wirklich ein Genuß für mich ist. Wenn in der Zeit Essen stattfindet, kann ich es genauso genießen wie ich auch Musik hören genießen und habe keinen Drang, damit weiter zu machen, wenn eine Sättigung eintritt. Es sind aber nur kurze Phasen, und außerhalb dieser Phasen bin ich damit konfrontiert, eßsüchtig zu sein.

      Eine Stunde Flow am Tag würde mir definitiv nicht reichen um kein Eßproblem mehr zu haben. Ich muß einen Weg finden, mir anders als mit Essen zu helfen, denn das ist ja überhaupt der Grund, warum ich eßsüchtig bin: weil es da Gefühle gibt, die für mich zu überwältigend sind, und vor denen ich mich flüchte, in dem ich mich mit Essen abdämpfe.
      "Kurz" kann ich nicht. ;)

      [SIZE=1]Von claudiathomas[/SIZE]
    • Günther schrieb:

      Ich hätte den Thread anders überschreiben sollen, vielleicht mit "Sind physische Ursachen für Esssucht bekannt und wenn ja sind sie behandelbar?"


      Blutzuckerschwankungen und Insulinschwankungen und Cortisolausschüttung sind körperliche URsachen, die wie psychische aussehen können.

      Du könntest in ein BlutzuckerMessgerät samt Streifen investieren und quasi eine Testreihe starten. Was den Blutzucker hochtreibt und dann abstürzen lässt ist nämlich äußerst individuell. Therapie wäre eine Ernährung, die den Zuckerspiegel konstant hält. Und wie die ausschaut..., da scheiden sich die Geister...

      Cortisol ist eines der Stresshormone, leider sagen hier die meßbaren Laborwerte kaum was aus. Und die Therapie... Stress abbauen.
      Lieben Gruß

      Rita
    • Hallo claudiathomas,

      dann weißt du gar nicht, dass es solch eine Zeit auch geben kann. Esstörung mit 9 Jahren, das ist heftig. Bei mir fing das erst mit 24 an und zwar mit einer langjährigen Anorexie.
      Seitdem habe ich nicht mehr das richtige Maß und zwar auf beiden Seiten. Die
      Anorexie kann in Esssucht rutschen oder umgekehrt, was dazu führt, dass ich nicht einfach nur übergewichtig bin, sondern auch tierische Gewichtsschwankungen habe. Das kann monatlich um 10 kg schwanken.

      Nur - ich weiß, dass es auch anders sein kann, weil ich es schon erfahren habe.

      Und um auf den Thread zurück zu kommen: Medikamente, um das Essverhalten zu normalisieren, haben mir da nie geholfen - im Gegenteil. Sie haben immer alles noch viel schlimmer gemacht - entweder habe ich gefrr..... oder alles spucken müssen, was ich gegessen habe.

      Daher bin ich solch einer Lösung gegenüber sehr misstrauisch.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Hallo Lisa
      Hallo claudiathomas

      ich glaube das geht Einigen so, daß es irgendwann im Leben mal irgendetwas gab, das uns aus dem Gleich-Gewicht geworfen hat ...

      und dann kann es Jahren oder Jahren dauern, bis wir die Balance wieder finden ... und unser eigenes, eigen-tliches Maß ...

      ich habe größten Respekt vor Jedem und Jeder, der/die sich auf diesen Weg macht und sich "zurück in sein/ihr eigenes Leben kämpft" ...

      Well done, Lisa!
      Well done, claudiathomas!
    • Hallo Zusammen,

      um noch mal auf die Ursprungsfrage zurückzukommen: Es gibt tatsächlich ein Antidepressivum, dass gegen Essanfälle hilft.
      (Ich weiß, dass es bei Bulimie eingesetzt wird, bei Binge-Eating bin ich mir nicht sicher, aber das ist sich wahrscheinlich recht ähnlich)
      Ich nehme Fluoxetin seit einer ganzen Weile, und es hilft tatsächlich.

      Nicht, dass wir uns da falsch verstehen: Es ist kein Wundermittel und kein Appetitzügler. Es sorgt einerseits dafür, dass die schlimmsten Tiefphasen während einer Depression sich weniger bedrohlich anfühlen.
      Und es unterstützt mich dabei, den Sättigungspunkt beim Essen nicht zu überschreiten.

      Das heißt, bevor ich Fluoxetin genommen habe, hatte ich gerne Mal zwei oder drei Bulimische Anfälle am Tag. Das hat mich irre viel Kraft gekostet.
      Selbst wenn ich gut auf mich geachtet, nicht zu viel gearbeitet, und mich mit lieben Menschen umgeben habe, hatte ich immer noch einen Anfall am Tag.

      Wenn ich das Zeug nehme und regelmäßig über meine Grenzen gehe, habe ich wie gehabt tägliche Anfälle. Schaffe ich es aber, gut zu mir zu sein, kann ich manchmal zwei Wochen ohne Anfall sein.

      Ich bin Bulimisch/Anorektisch seit der Unterstufe. Ich kannte solche Phasen (bis auf eine Ausnahme) vor dem Antidepressivum gar nicht.

      Manchmal ist Essen dann, wie von Lisa Cortez beschrieben, wie duschen.
      Ok, man muss sich im ersten Moment schon etwas überreden, aufzuhören.
      Aber dann denkt man nicht mehr daran.
    • habe mich gerade über Fluoxetin belesen, das ist das berühmte Prozac, also dass was man früher in Amiland verteilt hat wie Smarties. ( Ich meine das wörtlich, es gab Zweier-Probepackungen für Haushalte).

      wikipedia sagt dazu:

      Zu den häufigsten Nebenwirkungen, die mit Fluoxetin in Verbindung gebracht werden, zählen laut Herstellerangaben: Übelkeit (22 % der mit Fluoxetin behandelten Patienten klagten über Übelkeit, jedoch nur 9 % der Placebokontrollgruppe...


      Ist das denn auch die hunger-kontrollierende Wirkung oder gibt es da noch eine andere Wirkweise?

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • @ MissSilver:
      Richtig. Zuerst wollte ich die "Unterstellung" von mir weisen.
      Aber dann hab ich meinen Post noch Mal gelesen und Du hast Recht. Ich schrieb : Es hilft wirklich. Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass das Medikament das Potenzial (und sei es auch nur durch Placebo) hat, zu wirken.

      Medikamente wirken bei jedem Menschen anders und gerade bei Psychopharmaka lässt sich die Wirkung schwer vorhersagen.
      Deswegen ist es auch oft so, dass Patienten ein paar Medis "ausprobieren", bis das passende gefunden wird.

      @ Lisa Cortez:
      Ich hatte ein paar Tage ein trockenes Mundgefühl und das wars an Nebenwirkungen, die ich feststellen konnte. Keine Übelkeit.
      Aber ich hab auch nen starken Magen :grins:

      Ich verstehe selbst nicht so genau, wie es funktioniert. Ich habe das Gefühl, dass ich endlich zumindest entscheiden darf, ob ich eine Attacke habe oder nicht. Es kostet immer noch Kraft, aber ich kann mit dem Essen aufhören, wenn ich satt bin. Auch nicht immer. Aber es ist besser geworden insgesamt.

      Grüße