Was würdet ihr tun wenn Eure Freundin

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Also ich danke Euch, daß Ihr Euch Gedanken gemacht habt und die Mühe, sie aufzuschreiben.

      So als Fazit mal- meine Freundin will nicht sterben und auch nicht "so" leben wie sie es macht, daß weiß ich aus diversen Situationen einfach.
      Sie hat Angst vor dem Weg, davor was von ihr bleibt, wenn sie ihre Süchte und Zwänge aufgibt.

      Sie sehnt sich sehr nach Normalität. Aber sie hofft immer noch,daß sie es selbst gedreht bekommt ohne stationäre Hilfe.
      Ich denke an dem Punkt hat das auch nichts mehr mit Entscheidung zu tun sondern mit Angst und Sucht.
      Bevor sie nicht zusammenbricht oder sie jemand dann doch zwangseinweist- freiwillig und aus einem rationalen Entschluß heraus, sehe ich sie nicht in eine Klinik gehen.

      Ich mag einfach niemanden aufgeben, der noch signalisiert, daß er um sein Kranksein weiß und sich etwas anderes wünscht.
      ------------------------------------------------
      Seit ein paar Tagen erreiche ich sie nicht.
      Das kann ich gut "weg stellen" , weil ich weiß, daß es Menschen gibt, denen noch vor mir auffallen würde, wenn "was mit ihr ist" .
      Und da vertrau ich dann mal darauf, daß die aktiv werden.

      Aber ich ärgere mich etwas darüber.Sie weiß daß sie Leute dazu bringt, daß sie sich Sorgen machen und daß bei denen die Alarmglocken leuten, wenn sie sich unerreichbar macht.
      Ich würde zurückrufen- bzw als ich sehr schlechte Zeiten hatte, habe ich Freunden wenigstens Bescheid gegeben, daß ich ok bin, wenn sie versucht hatten mich zu erreichen.

      Ich werde ihr mitteilen, wenn sie sich morgen nicht meldet und wenigstens ne kurze Mail schreibt "alles ok", dann werde ich aktiv.

      Dieses Spielchen spielen und Leute manipulieren, kenne ich von sovielen Magersüchtigen .

      So .Punkt .
    • fraubrezle schrieb:


      ...
      Aber ich ärgere mich etwas darüber.Sie weiß daß sie Leute dazu bringt, daß sie sich Sorgen machen und daß bei denen die Alarmglocken leuten, wenn sie sich unerreichbar macht.
      Ich würde zurückrufen- bzw als ich sehr schlechte Zeiten hatte, habe ich Freunden wenigstens Bescheid gegeben, daß ich ok bin, wenn sie versucht hatten mich zu erreichen.
      ...
      Dieses Spielchen spielen und Leute manipulieren, kenne ich von sovielen Magersüchtigen .

      .


      Nicht nur von Magersüchtigen. Das können auch andere Menschen mit diversen Störungen gut.
      Wie Du schon weiter oben schriebst, was bleibt ihr, wenn sie ihre Störungen besiegt hat. Sie will existieren. Sie will wahrgenommen werden. Wenn Menschen sich um sie Sorgen machen, dann ist sie da. Dann wird sie wahrgenommen....
      Viele Grüße

      Andrea


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Jeder Mensch ist nicht nur eine Insel, sondern ein eigener Planet. Man kann in für sich als problematisch empfundene Situationen (die auf anderen "Planeten" überhauot kein Thema sind!) nur die Lösungen erarbeiten, die mit den gegebenen "Rohstoffen" und "Werkzeugen" herstellbar sind. Wenn sie in belastenden Gefühlszuständen zu ihren Suchthandlungen greift, dann nur, weil sie es nicht anders gelernt hat. An dieser Stelle greifen Therapien an: sie zeigen neue "Werkzeuge" und "Rohstoffquellen" auf. Anwenden muss sie der Patient allerdings selber. Das kann ein anstrengendes Training werden.

      Wie beim Binge Eating, das auch eine Art Zwangshandlung ist, muss mit Hilfe eines Therapeuten herausgefunden, wozu das Zwangsverhalten gut sein soll. Was ist der Suchtgewinn? Wovor schützt mich das Zwangsverhalten? Was tritt ein, wenn ich es nicht tue (zumindest in meinen Ängsten)? Alleine ist das wahrscheinlich sehr schwierig.

      Im Grunde passiert das weniger intensiv jedem irgendwann mal. Wenn ich 10mal im Hotelzimmer die Schränke durchsehe, ob ich nichts vergessen habe, dann ist es die Angst vor Verlust, vor der Abtrennung von etwas, das zu mir gehört, und vor allem der Zweifel gegenüber meiner eigenen Wahrnehmung oder Erinnerung: Ich habe hier doch nachgesehen - oder? Da war doch nchts mehr - ganz sicher?
      Ich habe dieses beginnende Zwangsverhalten eindämmen können, indem ich immer an der Rezeption eine Karte mit meiner Telefonnummer und Mailadresse zurücklasse "Für den Fall, dass ich was vergessen habe." Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich noch nie etwas vergessen habe.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Finde es sowieso "eines der schwersten" zu entscheiden, wann sich zurückhalten, wann sich engagieren, wie weit sich engagieren, wann etwas sagen, wann lieber die Klappe halten ... ???

      Habe im Lauf der Zeit gelernt dies zum größten Teil von meinen jeweilig momentan verfügbaren Kapazitäten und Ressourcen abhängig zu machen.
      Habe ich die Kraft und Zeit mich da einzubringen? Habe ich überhaupt die Fähigkeiten und Möglichkeiten? Habe ich überschüssige Kapazitäten frei, so daß ich diese hier "investieren" kann? ... etc.

      Habe auch gemerkt, daß Spielchen wie die genannten energetisch, kräftemäßig und bei den "freien Kapazitäten" so schwer zu Buche schlagen, daß mir ein "Engagement plus Spielchen" dann oftmals zu viel wird.

      Übergewicht kann ein Zeichen dafür sein, daß die Energieverwaltung im Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist, oder daß die Energieverwaltung im Körper von außen gestört wurde/wird - z.B. durch Stress ... - folgen wir Prof. Peters, so bedeutet Übergewicht durch Stress, daß Gehirn und Körper schwer kämpfen, um genug Kraft zu haben damit eine gefährliche / unsichere Situation überlebt werden kann ...

      Je älter ich werde, desto mehr fühle ich, daß jede/r sich vielleicht zuallererst um den eigenen Energie-Status kümmert. Denn was willst du aus einem leeren Topf heraus "verschenken"?
      Es ist etwas anderes, wenn jemand zu mir kommt und um Hilfe bittet. Dann bin ich immer bereit, das was da ist zu teilen ... egal wie wenig das vielleicht manchmal wäre ...
      Aber ungebeten, ungerufen ...? Und dann vielleicht noch Spielchen mitspielen sollen? ... während mein eigener Topf leer ist? ...

      :confused:
    • Ich differenze da mittlerweile auch sehr deutlich (zumindest gebe ich mir Mühe), wo ich meine Energie reinstecke. Ich ziehe Menschen an mit Problemen, irgendwie. Und habe ein paar Freunde mit schwierigen Lebenswegen, wo ich gern meine Energie und Zeit investiere. Aber es geht einfach nicht bei allen, manchmal ist selbst das mir zuviel. Das macht mich traurig, aber selbst da muss ich ab und an sagen "sorry, geht grad nicht, mir fehlt der Saft". Ein Therapeut hat mal zu mir gesagt "Sie können nicht alle retten, versuchen sie es nicht, sie gehen dran kaputt".
      Wahr gesprochen. Man muss auch auf sich selber achten.

      Ungebetene Ratschläge versuche ich zu vermeiden, denn ich will sie selber auch nicht haben.
      Viele Grüße

      Andrea


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Bei meiner Tätigkeit habe ich auch oft mit Mitarbeitern zu tun, die massivste psychische Probleme haben. In der Lage bleibt mir oft auch nur noch, zu sagen: "Pass auf, deine Probleme übersteigen meine Möglichkeiten. Ich bin nicht dafür ausgebildet, und ich bin mit meinem Latein am Ende. Ich würde dir gerne helfen, aber ich kann das nicht. Wenn du Hilfe annehmen willst, kann ich dir helfen, einen Profi zu finden, aber mehr geht nicht. Ich kann dir die Hand reichen, wenn du am Ersaufen bist, aber du musst sie auch ergreifen. Wenn du die gereichten Hände abwehrst, kann dich niemand retten."

      Dann muss man auch im Anschluss sein Herz verschließen, wenn derjenige mit seinen ständigen Problemen immer wieder anwackelt (weil er zum Beispiel am Arbeitsplatz immer wieder Probleme bekommt) und dabei bleiben. Wenn man immer den Unterstützer macht, wird der Leidensdruck ja nie so groß, dass ernsthaft externe Hilfe gesucht wird. Leider läuft diese Co-Erkrankung (auch mit wechselnder Besetzung) über Jahre und Jahrzehnte, was leider im Ende dazu führt, dass die Erkrankung sich immer weiter verfestigt.

      Wenn ich mich in jeden Fall so reinsteigern würde, hätte ich jede Woche nen Burnout.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Hummelchen schrieb:

      Das ist ein Grund warum ich mich von solchen Menschen - wenn möglich - fernhalte.


      Nur damit das nicht falsch verstanden wird - ich halte mich von denen die Spielchen spielen bzw. die nicht wirklich geholfen haben wollen fern. Nicht von hilfsbedürftigen Menschen allgemein.
    • Sophie schrieb:


      Dann muss man auch im Anschluss sein Herz verschließen, wenn derjenige mit seinen ständigen Problemen immer wieder anwackelt (weil er zum Beispiel am Arbeitsplatz immer wieder Probleme bekommt) und dabei bleiben.


      Das mit dem Herz verschließen ist so schwer ... aber manchmal wirklich unumgänglich.

      Ich denke dann immer an die griechische Sage von Amor und Psyche.
      Psyche wurde von der Mutter ihres Geliebten dazu verdonnert, drei Aufgaben zu erfüllen. Unter anderem mußte sie in die Unterwelt gehen und dort ein Töpfchen Schönheitssalbe holen. Sie wanderte, bis sie zu den Toren der Unterwelt kam, und rastete dort erst einmal ganz erschöpft. Da kam ihr eine übernatürliche Macht zu Hilfe und sagte:
      "Hey, Psyche, hör mal ... wenn du jetzt da rein gehst, dann mußt du wissen, das das sehr sehr gefährlich ist. Der Weg, den du gehen mußt ... da werden links und rechts lauter bemitleidenswerte Leute sitzen, und du wirst sehr versucht sein, denen zu helfen. Und hör auf mich, gerade das darfst du nicht tun. Du darfst dich da nicht einbringen. Geh einfach nur deinen Weg und hol deine Creme. Und dann, nichts wie raus hier. Wenn du aber anfängst, einem zu helfen, dann musst du für immer in der Unterwelt bleiben. Also, ich rate dir gut: verschließe dein Herz. Kein unerlaubtes Mitleid! Sonst wirst du nie wieder das Tageslicht sehen."

      Sunny sagt es - man kann einfach nicht alle retten.
      Man muß sehr gut unterscheiden, wo Mitgefühl - und ein daraus resultierendes Eingreifen - "erlaubt" sind oder nicht ... vor allem: "erlaubt" im Hinblick auf das eigene Kräftekonto: kann ich es mir überhaupt erlauben, mich da jetzt reinzusteigern? ...
    • Hummelchen schrieb:

      Nur damit das nicht falsch verstanden wird - ich halte mich von denen die Spielchen spielen bzw. die nicht wirklich geholfen haben wollen fern. Nicht von hilfsbedürftigen Menschen allgemein.


      Vorweg: ich denke, ich verstehe, was du meinst.
      Aber es lässt sich nicht immer differenzieren. Solche Manipulationen finden ja oft unterbewußt statt. Die Erkrankung (oder Vorgeschichte, bei manchen auch die Erziehung) bringt sie dazu, zu manipulieren. Also aus dem Erhaltungstrieb der Störung heraus. Sie selber merken das nicht mal.
      Ganz schlimm aber finde ich Menschen, die sich bewußt dieses Werkzeuges bedienen (leider auch schon gehabt). Aber das ist eine andere Geschichte...

      Ja, ich muss mich eingrenzen, um Kraft für mich selber und die Menschen, die ich liebe zu haben.
      Viele Grüße

      Andrea


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Und manchmal ist es auch schier unmöglich zu helfen, selbst wenn man sich noch so sehr abmüht.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • ..die letzten Beiträge "spannend"..weil ihr so schön ins Diskutieren gekommen seit , wie man mit so Verhaltensweisen umgeht, daß man letztlich seine Kräfte bündlen muß usw.

      Issi sagt was Wahres Streß und Ü-Geicht- das ist sicher bei mir aneinander gekoppelt....

      Was meine Freundin betrifft, hab ich ihr heut morgen gesagt- auf den AB, daß sie ja weiß, daß sie Leute dazu bringt, besorgt zu sein.
      Und daß ichs deshalb einfach fair fände , wenn sie kurz Bescheid gibt, daß sie ok ist- wenn man sie zu kontakten versucht.
      "Und hör ich nun immer noch nichts von Dir,dann werd ich aktiv".

      Sie "funktioniert prima".Daß ich eventuell bei ihr vorbeikomme oder gar die grüne Mina schicke, ist ja bedrohlich für sie.
      Prompt lag also ein Zettel in meinem Briefkasten, aus dem hervorging - alles beim Altem- ihr Leben geht weiter ecetera.
      Daß ich mir keine Gedanken machen soll, das hat sie nicht verdient....
      UND- das wußt ich nicht- und es hat mir die Sorge genommen, daß ja ihre Mutter schon jeden Morgen anruft um zu hören ob sie noch lebt.

      Gut.Punkt.Bin ich beruhigt.
    • Da soviele hier rege Anteilnahme an meinem Thema nahmen, will ich Euch berichten, wie es weiter ging.

      Ich hatte es dann geschafft, mich zu distanzieren und wir hörten fast einen Monat nur mal über AB voneinander.

      Heute traf ich sie im Bus.Sie hat abgenommen. Ihre Ärztin hat es aber geschafft, daß sie sich krank schreiben ließ.
      Allerdings mit der Hoffnung, daß sie dann zunimmt, wenn sie daheim ist.

      Aber sie meinte ehrlich, sie schaffts nicht.Sie spullt ihr straightes Programm durch.
      ABER sie ist nun soweit , daß sie in eine Klinik gehen will.

      Wir haben dann nacher noch lange telefoniert und es ging um so Themen, wie, daß ich versteh, daß sie nicht auf einmal ihre Sucht und ihre sonstigen seltsamen Verhaltensweisen, die Ihr Struktur geben, aufgeben kann, weil da ja dann erst mal nichts als Alternative ist.

      Jetzt wünsch ich ihr, daß sie den Sprung schafft und sich wirklich stationär behandeln läßt.

      Ich hab ihr auch erzählt, daß ich phasenweise auch ein wenig verzewiifelt war, wie alle in ihrem Umfeld, die ihr die tollsten Sachen anbieten um ihr zu helfen und nicht wußte wie damit umgehen.

      Sie versteht das.Sie ist immer so einsichtig.....

      Nun ja. Ich hab was gelernt und ich bin von meiner Sucht helfen zu müßen, geheilt.
      Das ist dann in meinem Leben ein wichtiger Schritt.
    • fraubrezle schrieb:

      Sie hat abgenommen.

      :eek:
      Noch mehr?!

      fraubrezle schrieb:

      ABER sie ist nun soweit , daß sie in eine Klinik gehen will.

      :rolleyes:
      Und das glaubst Du?!

      fraubrezle schrieb:

      Sie ist immer so einsichtig.....

      :cool:
      Klar, damit sie nicht weiter zugetextet wird.

      fraubrezle schrieb:

      Nun ja. Ich hab was gelernt und ich bin von meiner Sucht helfen zu müßen, geheilt.
      Das ist dann in meinem Leben ein wichtiger Schritt.

      :(
      Na herzlichen Glückwunsch!
    • Es gibt da einen Witz übers Sich-Nicht-Helfen-Lassen:

      Da ist ein sehr gottesfürchtiger Mann. Eines Tages kommt es zu einem Hochwasser. Jemand fährt mit dem Auto zu ihm und fordert ihn auf mitzukommen. "Nein, nicht nötig, Gott wird mich schon retten."
      Das Wasser steigt bis zum Obergeschoss. Da kommt jemand mit einem Boot und will ihn mitnehmen. "Nein danke, nicht nötig, Gott wird mich schon retten".
      Das Wasser steigt und steigt, der fromme Mann sitzt schon auf dem Dach. Da kommt ein Hubschrauber geflogen, er soll mit dem Seil raufgezogen werden. "Nein danke, Gott wird mich schon retten."
      Der fromme Mann ertrinkt, und weil er fromm war, kommt er in den Himmel. Dort macht er Gott Vorwürfe: "Ich war immer fromm, warum hast du mich nicht gerettet?!"
      Antwortet Gott: "Du Dämlack, ich hab dir ein Auto, ein Boot und einen Hubschrauber geschickt! Du wolltest dich doch nicht retten lassen!"

      Wenn jemand nicht will, dann muss man das irgendwann akzeptieren. Vielleicht sitzt die Freundin gerade "auf dem Dachfirst". Aber wenn sie nicht bereit ist, Hilfe von wem auch immer anzunehmen, muss sie die Konsequenzen tragen. Niemand anderes ist verantwortlich.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • @ balou und sophie

      Ach so,:ironie:das meinte ich ironisch, daß sie immer so einsichtig ist.

      Bzw. ist sie es wirklich , aber ihre Sucht/Krankheit steht ihr im Weg.
      Ich war ja selbst lange in Therapie und konnte mit therapeutischen Schlagworten "loslassen und sacken lassen( die Einsicht in diesem Fall)" erst mal nichts anfangen.
      Aber darum geht es doch .

      Ne , daß sie in ne Klinik geht glaub ich erst, wenn sie selbige abbricht , nach zwei Tagen wieder abreist und mir berichtet- daß hätte ihr nun bestättigt, daß ihr nicht zu helfen ist.

      Aber- die Hofffnung stirbt zu letzt.
      Neben ihrer Krankheit haben wir durchaus Themen und sie würd mir fehlen.
      Also aus purem Egoismus hoff ich mal, daß sie im letzten Moment doch noch das Seil ergreift, daß man ihr vom Huschrauber runterläßt, sich um den Bauch bindet und helfen läßt.

      Sophie- ich weiß gar nicht ist das ein Witz?
      Auf jeden Fall drückt es ihre Lage und die vieler , denen man nicht helfen kann und vielleicht auch nicht sollte, gut aus.

      Was ich an ihr "gut " finde, ist, daß ich ihr diesen Witz schicken kann- sie ihn versteht- betroffen ist- aber mir nicht krumm nimmt, wenn man mit ihr Klartext spricht.
    • Hallo liebe Fraubrezle,

      ich hab mich gerade gefragt, was aus deiner Freundin geworden ist. Magst du vielleicht erzählen, wie es ihr geht?

      Ich hatte einen Gedanken zum Thema Hilfe aufzwingen/ zusehen.

      Diese ganzen Abwägungen, wo es darum geht, ob man sich überhaupt einmischen darf und auch ob das was bringt.
      Wenn das Gehirn über einen so langen Zeitraum unterversorgt ist, ist es schwierig, rationale Entscheidungen zu treffen. Auch begünstigt die Unterversorgung depressive Verstimmungen, ein Teufelskreis.

      Ich kenne das auch von mir.
      In schlimmen Phasen kann ich mich noch nicht mal entscheiden, welche Socken ich anziehen mag.
      In so einer Situation ist es schwer, rationale Entscheidungen zu treffen.

      Es kann gut sein, dass deine Freundin mit 2,3 Kilo mehr auf den Rippen die Welt ganz anders wahrnehmen würde.
      Aber das schafft sie wahrscheinlich nicht alleine.
      Gib sie nicht auf.

      o.t.
      Ich wünschte, ich hätte die Unterstützung, die deine Freundin erfährt. Ich bin seit Monaten beschäftigt, Unterlagen zu sammeln und Anträge einzureichen erst für die Krankenversicherung, dann für die Rentenversicherung.
      Ich bin oft sehr alleine damit. Das ist gerade sehr anstrengend.
    • @ frau lehmann

      Ich wollte das Thema nicht mehr so "breittreten" hier.

      Ich hab sie nicht aufgegeben.
      Aber ich hab Abstand für mich gefunden.

      Ich konnt mir sagen "sie lebt schon so lange so und letztlich hat sie sich ja dann doch immer wieder gerettet" -darauf vertrau ich .

      Es ist einiges gewesen seit dem letzten Posting.

      Zusammengefaßt hat sie mal wieder die Kurve gekriegt.:applaus:
      Sie hat sich irgendwann krankschreiben lassen, und hat dafür gesorgt, daß ihr Gewicht wieder soweit rauf ging, daß man nicht ständig mit rechnen mußte, daß ihr Herz bald aufgibt.
      Und sie hat nun tatsächlich einen Klinikplatz .Ob sie dann da auch hingeht, weiß keiner- aber zumindest bleibt sie dran, bereitet sich drauf vor.
      Sie versucht Dinge anders zu machen bzw Dinge zu machen, die ihr Angst machen.
      Sie versucht Sachen zu essen, die immer verboten waren...
      Sie hat weiterhin Vertrauen zu mir und erzählt mir von ihren Fortschritten, Versuchen und Rückschlägen.
      Also sie ist "mir" mal wieder ein Beweis dafür, man darf nie aufhören daran zu glauben, daß jemand doch noch mal eine Veränderung hin bekommt.

      Und neben all dem "krank" ist sie mir hat auch eine Freundin, die auch mir zuhört und Anteil nimmt an meinen Baustellen.
      xxxxxxxxxxxxxxxxx

      Zu Dir - meine Erfahrung ist, daß man über solche Foren guten Austausch und Hilfe findet.
      Schreib doch einfach mal einen Beitrag zu Dir- Deinen "Baustellen".
      Mich erleichtert das immer.
      Im Reallife habe ich auch wenige, die "da" sind und schon gar nicht wenn es grad brennt.
      Über Foren hab ich schon sehr nette Leute kennen gelernt , mit denen ich mich auch auserhalb viel austausche.
      Oder die mir sonst weiter helfen.

      UND:cool3:Du kannst mir gerne eine PN schreiben.Wir können uns gerne "privat" austauschen.
      Rente ecetera dieser ganze bürokratische Mist...und was so dran hängt...da kenn ich mich mit aus...
      Diese alleine fühlen und auch sein- "es kommt leider selten jemand vorbei." Wir müßen Schritte tun .Übers Internet ist das einfacher, als im Reallife- find ich" und wenns dann hie klappt , dann auch im wahren Leben..:knuddel1:laß dich mal drücken. Du mußt nicht alles alleine wuppen.