Warum reicht mein Sport nicht?

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • @Birne

      auch wenn Du das wahrscheinlich nicht mehr lesen wirst, aber ich hoffe dieser Mann denkt genauso wie Du ( in Bezug auf " ewig lieben und das Wasser reichen " ). Die Realität sieht meist anders aus.

      Deinen Körper kennst Du ja leider nicht besonders gut, hoffentlich klappt's mit dem Partner besser.

      Trotzdem alles Gute für Dich
    • Hallo Birne, ich bewundere dein Durchhaltevermögen, denn dein Sportprogramm ist beachtlich. Leider hast du nicht mehr geschrieben, wie es bei dir weiterging.
      Wenn du nicht zufrieden bist mit dem was du jetzt hast, dann solltest du etwas ändern, womöglich ist dieses Programm nicht das Richtige für dich.
      " Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein."(Voltaire)
    • Issi schrieb:

      Diesem Eindruck kann man sich nur schwer verschliessen ...

      Nur mal ein Beispiel aus meiner Nachbarschaft:
      eine Frau, von der ich immer dachte, sie sei von Natur aus eine "Giraffe": so lang und dünn.
      Dann eines Tages kommt sie damit raus, daß ihr Eheherr ihr am Tag der Hochzeit gebot, keinesfalls "dick zu werden", ansonsten ließe er sich ohne weitere Umstände scheiden ...
      Tja und seitdem hat sie nie mehr Abendbrot gegessen. Seit jetzt bald vierzig Jahren nicht.
      Morgens Frühstück, mittags ein paar Beeren oder Sprossen, abends nichts.

      Und dazu jeden Tag kilometerweit laufen.

      Gestörtes Essen ist weiter verbreitet als man so denken mag ...
      So eine Freundin habe ich auch. Seit der Hochzeit ist sie trotz zwei Schwangerschaften sehr dünn. Und der Mann nebenher wird immer dicker.
    • Ich habe hier und auch in Printmedien schon öfters gelesen, dass man beim Abnehmen auf gar keinen Fall weniger essen sollte da der Körper den Stoffwechsel reduzieren und sogar Stresshormone ausschütten würde. Desweiteren habe ich auch gelesen, dass Sport und Bewegung auch nichts brächten, da der Körper sich nicht die Energie aus der Fettreserve sondern sogar eher aus der Muskelmasse, die ja durch Sport mehr aufgebaut mehr soll, hole. Danach würde das Fazit heißen, dass man es als Übergewichtiger eher bleiben lassen soll abzunehmen, da es eh keinen Zweck hätte, da der Körper eh nicht mitmache.

      Allerdings widerspricht das dem, was in Abnehmkuren so gehandhabt wird. Da wird man ja Kalorienreduziert und macht mehr Bewegung. Ich z. B., so die Ernährungsberaterin in meiner Kur, hätte angebl. einen Grundumsatz von 2000 bis 2500 Kalorien. In der Kur wurde ich 6 Wochen lang auf 1200 Kalorien gesetzt (hinter dem Namenschildchen auf dem Speisetisch war extra ein roter Punkt angebracht). Und auch mehr oder weniger sinnvolle Bewegungstherapien habe ich hinter mich gebracht und hätte auch nach Anwendungsschluss den Fitnessraum benutzen sollen.

      Während dieser Zeit habe ich ganz gut runtergemacht und konnte sogar zu Hause das Gewicht noch einige Monate halten. Allerdings, so meine ich, gehört zum Abnehmen nicht nur Kalorienreduktion und Bewegung bzw. Kalorienzufuhr und Bewegung in ein harmonisches Verhältnis zu bringen sondern auch ein Umdenken im Kopf. Oder sehe ich das falsch?
    • Immer wieder die Frage: Helfen Diäten? Weniger Essen und mehr Sport?

      Es scheint nicht aussagekräftig zu sein, dass Millionen Menschen es mit diesen Methoden nicht geschafft haben.

      Diäten funktionieren nicht! Eigentlich weiß es jeder, und doch hält der Großteil daran fest. Und wenn man als Dicke diesen Satz sagt wird man etwas mitleidig angeschaut... als hätte man aufgegeben!?
      Und 5 Minuten später sagt schon wieder jemand: " Naja, schon klar, aber einfach weniger input und mehr output.... !"

      so what!
      Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.
      (Immanuel Kant)
    • Liebe @viel-frau

      Du triffst den Nagel auf den Kopf!

      Es scheint noch nicht "angekommen" zu sein, daß man "dick" nicht so eindimensional oder isoliert betrachten kann - und daß man eben nicht Alle, die mit diesem Phänomen kämpfen, über einen Kamm scheren kann.

      Aus meiner Perspektive, ist das Dick - wie so viele andere Phänomene - ein multifaktorielles Geschehen - wo einfach ganz viele Dinge zusammenkommen und zusammenspielen.

      Diät und Co. sind ich in den meisten Fällen nur Ansätze, um mit unerwünschten Symptomen zurecht zu kommen, oder um an den Symptomen herumzupfuschen. In dieser Hinsicht ist Diät wie eine Art Schmerztablette. Klar macht sie den "Schmerz" für den Moment weg - aber will man tatsächlich für den Rest des Lebens Schmerztabletten schlucken, oder schaut man sich doch mal die dahinter liegende Ursache an?

      Ich kann natürlich nur für mich selbst und von mir selbst sprechen - jedenfalls ich für mich habe herausgefunden, daß hinter dem STÖRENDEN Dick - hinter dem Dick, das für eine Person nicht "natürlich" ist, denn es gibt ja durchaus auch Personen, für die eine gewisse Leibesfülle genetisch oder natürlich ist und somit eigentlich nicht stört - also hinter dem störenden Dick liegen für mich immer MEHRERE Ursachen, und es kann zeitraubend, aufwendig und schwierig sein, diese Ursachen herauszufinden.

      Ich habe mich auch schon gefragt, warum "die Gesellschaft" - obwohl die Komplexität des Phänomens allmählich bekannt ist - noch immer an der einfachen Formel von Input und Output festhält?
      Vielleicht weil sie so schön griffig ist?
      Vielleicht weil man damit die "Schuld" oder die Verantwortung allein dem Betroffenen zuschieben kann? Weil die einfache Formel sozusagen ein Abwehrmechanismus ist, der es einem ermöglicht, Dinge, die man nicht ansehen will auszublenden?
      Vielleicht weil ... ? - kannst DU Dir einen Grund vorstellen?
      Ich spekuliere noch.

      Aber egal. Hauptsache wir wissen für uns, daß wir nicht "schuld" oder "faul" sind.
      Es gibt ja diesen netten Dialog, wo A zu B sagt: "Mensch, du mußt einfach mal aus deiner Bequemlichkeitszone herauskommen!"
      Darauf B zu A: "Junge, du hast keine Vorstellung, wie weit von meiner Bequemlichkeitszone entfernt ich lebe!"

      Ganz liebe Grüße
      "Alles ist völlig in Ordnung so wie es jetzt gerade ist - und es wird sowieso nicht so bleiben." - Ysolda Dee
    • Da gibt's doch bei 3 Sat diesen Scobel. Der brachte es auch einmal auf eine einfache Formel. Ich weiß zwar nicht mehr, ob Übergewicht explizit das Hauptthema dieser Diskussionsrunde war, wurde aber mal angeschnitten. Da sagte Scobel, dass man die ganzen Anleitungen und Bücher über Diäten und Abnehmen sich sparen könne. Das einzige Richtige wäre Energiereduktion (sprich: weniger essen oder ausgewogener essen) und mehr Bewegung. Punktum. Der Mensch hätte mit Ernährung und Bewegung erst Probleme, seit er sesshaft wurde. Vorher, als man seinem Essen noch nachrennen musste kannte man das noch nicht.

      Und dieser Auffassung und dieser Meinung sind höchstwahrscheinlich viele hierzulande.

      Weiter oben sprach ich ja an, dass Abnehmen und Gewicht - mutmaßlich - auch eine Kopfsache sei (neben natürlich auch anderen Ursachen). Allerdings haben mich die "Psychogespräche" in der Kur derart genervt, dass ich einfach immer etwas erfunden habe um den Aufenthalt bei der Klinikpsychologin abzukürzen.

      Da kamen so Fragen, ob ich als Kind hätte immer meinen Teller leer essen müssen, wie es mit der Partnersuche als Jugendlicher oder junger Erwachsener geklappt hätte, ob meine Eltern auch dick waren, ich ältere oder junge Eltern hatte, ob ich zum Essen gezwungen wurde, ob ich Aussenseiter war. Gut, manches mag in die richtige Richtung gezielt haben, bei manchen Fragen hatte ich aber da meine Zweifel.