Schlauchmagen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Hallo,

      ich möchte nicht nerven. Aber ich möchte alles über den Schlauchmagen wissen.
      Wo kann ich alles darüber finden. Bin ganz neu hier. Habe in 14 Tagen Termin in Fritzlar.

      LG
    • Hallo Gabi, ich habe Dir gerade schon im Vorstellungsthread den Hinweis gegeben, dass unser Forum sich der Selbstakzeptanz widmet und AC-Eingriffe sehr kritisch beäugt. Während in diversen anderen Foren AC-Eingriffe sehr positiv bewertet werden und Nennung von Negativerfahrungen nicht erwünscht sind, wirst Du hier also eher auf die kritischen Stimmen stoßen und Nutzer, die derartige Eingriffe größtenteils ablehnen. Hier sind nur sehr wenige Operierte.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Mir persönlich würde jede Form eines operativen Eingriffs Angst machen. Ist so etwas in Deinem Fall wirklich notwendig oder eher eine Frage der Selbstakzeptanz ? Gesundheitliche Aspekte o.k., auf dieser Rille bin ich persönlich ja auch. Sollte es aber hauptsächlich damit zu tun haben, anderen besser gefallen zu wollen, halte ich das für keine besonders gute Idee. Dann müsste man sich ja immer alle vermeidlichen Unzulänglichkeiten am Körper wegoperieren lassen.... Klar gibt es Schönheitsideale. Ob ich diesen aber unbedingt immer nacheifern muß, sei mal dahingestellt.
    • ich mag meinen magen aber was dann?

      Ich schließ mich mal dem Baum an- letztlich gehts mir auch mir um das Thema.

      Also bei dem Thema Adipo-Chirugie bin in dann auch ich gelandet.
      Obwohl ich das mal grundsätzlich für irre halten, sich ein gesundes Organ verstümmeln zu lassen.

      Aber Frau ist halt verzeweifelt über das zunehmende Gezwacke und Geächze vom Körper unter dem zuvielen Gewicht.

      Von der mentalen - psychologischen Seite bin ich durch mit dem Thema.
      Aus irgendwelechen Schönheitsgedünkelgründen will ich schon lange nichts mehr an mir verändern.

      Aber ich würd hallt gerne nicht in paar Jahren am Rollator gehen und ich würde gerne wieder daß , was ich immer gerne gemacht habe, wieder ohne Schmerzen machen könnnen- lange weit laufen zum B.
      Mittlerweile tun mir nach einer Stunde so die Beine weh..ne...
      Und ich brauch dringenst einen Job, alles was ich so an Arbeit kenne ist aberkörperlich anstrengend.

      Also ging eine Weile in diese SHG zur Vorbereitung so einer OP bzw. ich dahcte sie sollte auch zur Entscheidungshilfe dienen- aber darum gings da nicht.

      Was ich da so hörte und sah, diese tollen Gewichtsverluste, versetzte mich nicht in Verzückungung- hurra es gibt einen Weg- es machte mich nur noch skeptischer.

      Fragen wie " was macht ihr denn nun alternativ, wenn ihr nicht mehr süchtig essen könnt" waren unerwünshct.
      Allgemein war unerwünscht, daß man nach dem psychologischen Aspekt des Gewichts und allem drumm herum Fragen stellte.

      Es ging nur ums mechanische- wie wird das gemacht- was eß ich dann- kann ich noch essen- .

      Also bin ich wieder noch weiter abgekommen von der Idee, weil da "stimmt" irgendwas nicht dran.
      Sagt mir einfach so mein Gefühl.
      Und seit ich meinem Gefühl traue , gehts mir gut. Früher war ich andauerend depressiv, weil ich mich zurecht biegen wollte.

      Also ich ahb eine gefistigte Meinung zu diesem Thema, ich ahbs von der psychologischen Seite durchleuchtet...ich weiß...allles zu Essen, Eßstörungen.

      Ich wieg aber stabil zuviel und hätte das gerne anders.

      Gibts dann keinen Weg?

      Was habt ihr als Antwort gefunden?
    • fraubrezle schrieb:

      ...ich weiß...allles zu Essen, Eßstörungen.
      Ich wieg aber stabil zuviel und hätte das gerne anders.
      Gibts dann keinen Weg?
      Was habt ihr als Antwort gefunden?


      @fraubrezle

      die Antwort die ich gefunden habe, liegt im Gefühl.
      Nicht im Wissen. Ich kann nur von mir sagen, ich "wußte" auch mal alles über Essen ... und über psychologische Hintergründe.
      Hat mir aber nichts genützt, dieses ganze Wissen.
      Erst als ich angefangen habe ganz bei mir zu sein und immer genauer auf meine Gefühle zu hören und das, was mir die Gefühle "sagten", dann auch zu tun ... da hat sich bei mir was zu bewegen begonnen ... erst da.

      Und ich übe noch immer mit den Gefühlen. Und der Umsetzung ihrer Botschaften.
      Der Bonus: ich bin froh, daß ich nichts mehr "wissen" muß ...
      Mit dem Wissen ist es mir immer so ergangen, daß je richtiger und besser ich es machen wollte, desto schlimmer ist es geworden ...

      Nur noch was ich Lust hab ... nur noch soviel ich Lust hab ... nur noch wann ich Lust hab ... beim Essen, beim Arbeiten, bei allem ...
      Habe festgestellt: das hilft (mir). Das ist meine Antwort ...

      Liebste Grüße,
      Issi
    • @ fraubrezle

      Kann sein, dass meine Antwort in die selbe Richtung geht wie das, was Issi sagt.

      Vor einiger Zeit habe ich für mich entschieden, dass ich mich nie wieder einschränke, was das Essen betrifft. Ich hatte genug davon, immer verzichten zu müssen. So wollte ich nicht den Rest meines Lebens verbringen. Das war eine richtig gehende Befreiung für mich. Ich habe gelernt, dass Essen nicht gleichzusetzen ist mit "sündigen". All die Zwänge, die ich mir selbst auferlegt hatte, fielen von mir ab.

      In der ersten Zeit habe ich natürlich so richtig zugeschlagen. Alles gegessen, worauf ich so oft verzichtet hatte. Und in der Menge, die ich wollte.

      Und, siehe da, nach einigen Monaten stellte ich fest, dass sich meine Bedürfnisse veränderten. Ich hatte gar nicht mehr so richtig Lust auf Schweinebraten mit Knödeln, Torten oder Schokolade. Vielleicht weil ich sie ja hätte haben können, wann immer ich wollte. Der Reiz des Verbotenen war verschwunden. Und plötzlich war das alles gar nicht mehr so interessant.

      Ich koche zwar auch heute noch ab und an recht deftig. Aber auf meinem Menüplan finden sich viel öfter Gemüse, Fisch, Geflügel und Salat. Weil mir das heute einfach besser schmeckt.

      Noch ein Nebeneffekt an der Sache: Früher habe ich mich immer mit Essen getröstet, wenn es mir einmal schlecht ging. Da wollte ich mir dann etwas ganz besonders Gutes tun, mir etwas gönnen. Weil aber Essen für mich nichts Besonderes mehr ist und weil mir alle Arten von Lebensmitteln immer zur Verfügung stehen, wenn ich darauf Lust habe, bietet Essen für mich nicht mehr den "Trost", den ich früher darin gesehen habe.

      Ich weiss nicht, ob mein Essverhalten so bleiben wird. Aber im Moment geht es mir gut damit.

      Das ist meine persönliche Erfahrung.
    • danke der Antworten @ Martina und co

      Danke Martina, für den Kliniktip.
      Ich war am Suchen nach einer Klinik, die mir "genau so etwas bietet"- nun hoff ich nur , daß ich meine Krankenkasse dazu bekomme , es zu zahlen.

      Denn seit ich mich wieder mit Gewicht auseinanderstetzte und sogar an diesem Adipositas-Chirugie- Vorbereitungsgedöhns teilnahm , wurde mir klar- "ich brauch einfach mal einen Anfang, ein Konzept, jemanden der mir nicht sagt "geht eh nicht-die Chirurgen" sodern der an mich glaubt.

      Klar weiß ich , daß es ohne meinen Wunsch und Willen nach Veränderung nicht geht.
      Also ich behaupte mal ich wäre gerade ein hochmotivierter Patient.

      @ Issi und Balou.

      Was ihr so schreibt-
      Seinem Gefühl trauen und sich nicht gängeln.
      Essen wonach einem ist.

      Das kann ich bestens nachvollziehen.
      Ich eß schon immer nach dem "Wink-Summ" Prinzip.

      Daß war ein Buch- Konzept, daß mir als Teenie in die Hände fiel.
      Darin ging es einfach darum, daß man isst, wonach einem summt und nicht das, was einem zuwinkt.

      Also im Stillen überlegen, wonach mir ist und nicht mit leerem Magen einkaufen gehen oder sonst zu dem greifen, was einem grade zuwinkt.

      Schlichte Methode.Mich hat sie wohl davor bewahrt in so eine Diätenkarriere einzusteigen.
      Damit bin ich lange gut gefahren- und tu es heute eigentlich auch noch.

      Es gab ja auch die Versuche mit kleinen Kindern.Wenn man denen die Möglichkeit gab, zu essen was sie wollen, dann futterten sie vielleicht eine Weile nur Süßes , aber letztlich ernährten sie sich dann ganz gesund.

      Das is auch meien Erfahrung, mein Körper weiß, was er braucht.
      Letztlich kam eine ausgewogene Ernährung dabei heraus, wenn ich mich einfach darauf verlasse, das zu essen wonach mir "summt"
      Und ich eße so drei Mal am tag- und nicht premanent.

      Also :daumen: eigentlich ist mein Eßverhalten noch ganz "gesund".
      Das weiß ich.

      Gegen Diäten hatte ich immer etwas und vorallem hab ich was dagegen, mir den Tag zu verunstalten indem ich mich an irgendwelche Zwänge- Regeln halte.Ich leb schon immer mehr nach dem Lustprinzip- wo es sich verwirklichen läßt.

      Ich denke heute- ich war von der Veranlagung her schlicht nicht auf ganz schlank geeicht und irgendwann war ich auch im Reinen mit mir.
      Als ich mein Äußeres nicht mehr an dem maß , was mir die "Gesellschaft" als Norm vorgaukelte.
      Da wog ich so zwischen 85 und 90 kg.
      Das war ok.Ich fühlte mich körperlich pudelwohl damit.

      Dann wurde ich schwer krank, über viele Jahre.Die Tabletten die ich da nehmen mußte, der Streß den die Krankheit mit sich brachte,monatelang schlechtes Klinikessen,, ....das Alles führte dazu , daß ich irgendwann 40 kg mehr wog.
      Dann kamen noch Schildrüse und Wechseljahre- nochmal 10 kg plus.

      Ich dachte immer, wenn ich mal meine Krankheit im Griff habe, dann reguliert sich das Gewicht von alleine wieder nach unten.

      :eek:

      So einfach ist es nicht. Ich eße wohl relativ "normal" , das ist aber halt soviel, daß ich mein Gewicht stabil halte.
      Und da es nun zu hoch ist......muß was geschehen.
      Ich muß was tun.

      Am meistne nervt mich , daß Gewicht wieder soviel Raum in meinem Leben und in meinen Gedanken einnimmt....

      Aber in der Auseinandersetzung , auch hier, ist mir jetzt schon mal klar geworden, daß ich wieder auf mein Gefühl trauen werde und das sagt mir

      "es ist reichlich irre, sich ein gesundes Organ kaputt operieren zu lassen "...bevor ich es nicht konsequent anders versucht hab....NEVER.

      Also danke für den Kliniktip....:umleitung:da gehts lang.
    • Genau - Summen und Winken.

      Habe für mich herausgefunden daß es vielleicht noch etwas "diffiziler" ist: etwas mehr breitgefächert.
      Hoffe daß ich jetzt das Thema nicht zu sehr off topic bringe ... möchte zu Summen und Winken eine Erfahrung aus dem Nähkästchen erzählen.

      Ich bin zu einem Geburtstag eingeladen - bei der Nachbarin. Stehe noch auf dem Hof, da sagt sie: "du sitzt dann am runden Tisch".
      Okay - runder Tisch? - okay ...
      Komme rein, da ist ein riesiger ovaler Tisch, um den sechzehn Leute sitzen. Das runde Katzentischchen steht in der Ecke. Für mich allein ... "weil du keinen Mann hast (bin verwitwet) ... du darfst die Ehepaare nicht stören ... die müssen zusammen sitzen ..."
      Schon klar. Alles Ehepaare in ihren Achtzigern. Alle "ganz jung verheiratet" ...
      Natürlich hätte ich sofort gehen sollen. Konnte ich aber nicht, weil es eine ähnliche Situation in mir getriggert hat.

      Ich sitze also da, vollkommen erstarrt, und sehe, wie die anderen mit Lachsbrötchen bedient werden. Der Katzentisch bekommt Käseecken.
      Ich geh rüber um mir ein Brötchen zu holen, da werde ich - bevor ich zugreifen kann - von einem der vornehmen Herren auf sehr barsche Weise ermahnt, ich möge mich ja vorsehen, damit nicht etwa etwas auf seinen teuren Ärmel fällt ...

      Ich, nach Hause. Wie ferngesteuert in die Küche und mir ein Lachsbrötchen geschmiert.
      Will sagen: es hat mir nach einem Lachsbrötchen GESUMMT.
      Aber da bin ich zu mir gekommen und habe gemerkt, daß das Summen nicht aus der Hunger-Ebene kam, sondern aus der Gerechtigkeits-Ebene. Aus der Trotz-Ebene. Aus der "und grad ...!"-Ebene. Um mir selbst zu beweisen, daß ich nicht auf das Wohlwollen der Nachbarin angewiesen bin ...

      Natürlich hab ich's dann NICHT gegessen, sondern stattdessen beschlossen, eine Marion-Diät zu machen: in Zukunft auf Einladungen im Haus dieser Dame zu verzichten ...

      Will nur sagen, manchmal summt es aus unterschiedlichen Ebenen ...
      Wenigstens bei mir ist das so ...
    • Unglaublich, was diese Marion da veranstaltet hat. Ganz schlechtes Benehmen. Man setzt keinen Menschen allein an einen Katzentisch und man versorgt einen zweiten Tisch auch nicht schlechter als den ersten Tisch.
      (Uuups, ich merke gerade, dass mich das tatsächlich triggert. Ich bin unheimlich wütend und sehr traurig zugleich.)
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Hi,

      ja klar.Es gibt viele Eßgelüste- Gründe zu essen, außer Hunger.Da bedarfs ein wenig Übung genau hinzuhören, was da summt.

      Oft kommt es aus der emotionalen Ecke.
      Ich denke jeder , der zuviel wiegt, tut dies nicht weil er nur aus Hunger ißt , sondern weil Essen unser Suchtmittel ist, mit dem wir die Gefühlslage im Lot halten oder vieles kompensieren, was nicht so leicht erreich- umsetzbar ist , wie "schnell was essen".

      Aber wenn man ehrlich zu sich ist und genau auf seinen Körper hört, ihm auch zutraut, daß er letztlich weiß , was für ihn gut ist, dann kann das Summessen der Weg sein.

      Manchmal setze ich essen mehr oder weniger ganz bewußt ein um mich zu trösten, zu entstreßen...ecetera..

      Ich weiß also , daß ich aus falschem Grund eße und eigentlich grad was anderes angesagt wäre eine:knuddel1: zum Beispiel.

      Aber man hat nicht immer parat, was man wirklich braucht oder kann es umsetzen....ich bin eßsüchtig.
      Das weiß ich.

      Aber da kann man dann Dinge anders machen, Entscheidungen treffen und wenn es die ist , Leute die einem nicht gut tun , zu meiden.
    • @Honigbiene

      Danke für Deine liebe Anteilnahme.
      Habe einfach viel aus der Situation gelernt - ganz wie der Dalai Lama sagt: "jeder ist dein Lehrer ..."

      @fraubrezle

      das was wir wirklich brauchen ist oft nicht da ...
      und die Gefühle, die aus der Leere oder dem "Mangel" resultieren, kann man zwar "wegmachen" - mit Essen, Shoppen, der Spielkonsole, ...
      Manchmal besteht die Herausforderung darin, diese Gefühle nicht weg zu machen, sondern sie "einfach auszuhalten und weiter zu atmen ... aus und ein ... aus und ein ..." - (Tipp von Susie Orbach)

      Liebe Grüße
      Issi
    • fraubrezle schrieb:


      Ich denke jeder , der zuviel wiegt, tut dies nicht weil er nur aus Hunger ißt , sondern weil Essen unser Suchtmittel ist, mit dem wir die Gefühlslage im Lot halten oder vieles kompensieren, was nicht so leicht erreich- umsetzbar ist , wie "schnell was essen".
      .


      Nicht: "jeder, der zuviel wiegt", aber "einige, die zu viel wiegen" ;)
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Siri,

      die Threaderstellerin war zuletzt am 19.09.2015 hier im Forum eingeloggt. Eventuell wird sie also Deine PN nicht lesen.
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      — Mary Flannery O'Connor

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      — Sam Levenson
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