Ich bin komplett genervt

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Ich bin komplett genervt

      Helga schrieb:

      In meinem Forum darf man durchaus Jehova sagen, ohne dass Lemuren gleich alle aus ihren Löchern kriechen und geifern.

      Tinkerbell schrieb:

      kritsch gegen die AC zu stehen ist das Eine, hier steht man nicht kritsch gegenüber, hier wird sie als komplett schlecht gemacht, weil man es für sich selbst nicht haben will

      Tinkerbell schrieb:

      hier will man keine positiven Berichte die für eine Op sprechen sondern nur Negative, das habe ich gemeint und nichts anderes.
      Ich spreche hier jetzt nur mal für mich, aber ich glaube, meine Mitstreiter sehen das ähnlich:

      Ich habe mir meine Meinung zum Thema Adipositaschirurgie über einen langen Zeitraum gebildet. Ich wurde erstmals Ende der 80er Jahre damit konfrontiert. Immer wieder habe ich für mich selber klären müssen, ob ich es nicht vielleicht auch besser machen sollte. In den letzten drei Jahren sehr viele Male. Ich wäre wirklich ein Fall für die Ultima Ratio gewesen.

      Meine Meinung zur Adipositaschirurgie ist fundiert und begründet. Diese Abqualifikation (s.o.) dessen, was ich in vielen Recherchen und Überlegungen herausgefunden habe und hier auf meinem Webspace wiedergebe, geht mir auf die Nerven.

      Ich habe jahrelang in den einschlägigen Foren versucht, über dieses Thema zu diskutieren. Das war leider nicht möglich. Jetzt diskutiere ich meine fundierte Meinung hier auf meinem Webspace. Das ist mein gutes Recht.

      Mir geht es weder um Verteufelung noch um irgendetwas aus den obigen Zitaten. Mir geht es darum, eine andere Sichtweise anzubieten. Auch das ist mein gutes Recht.

      Hier wurde noch niemand nieder gemacht, weil er sich hat operieren lassen. Wir achten darauf, dass hier sachlich und in angemessenem Ton diskutiert wird. Wenn die Operierten eine andere Meinung nicht vertragen können und deshalb nicht mehr bei uns mitschreiben wollen, dann ist das deren Problem. Ich muss mich bei keinem User einschleimen, nur damit er hier bleibt.

      Ihr könnt hier schreiben, was Ihr wollt: Die Adipositaschirurgie wird aggressiv vermarktet. Das größte deutsche Selbsthilfeforum zu diesem Thema ist hochgradig kommerziell und dient ebenfalls einzig und allein der Vermarktung der Adipositaschirurgie und wird ironischerweise auch noch von einem vollständig kaputt operierten Menschen zur Verfügung gestellt, im Grunde die Abschreckung in Person. Das ändert sich auch nicht dadurch, dass Pika z.B. dort aktiv ist. Wir haben die Positiv-Foren hier immer wieder verlinkt. Daher sehe ich keine Notwendigkeit hier auch noch in kritikloses himmelhohes Jauchzen über die ach so tollen Ergebnisse zu verfallen. Und ebenso, wie die Adipositaschirurgie vermarktet wird, so sind in meinen Augen 95% oder wahrscheinlich sogar mehr der Fälle keine Ultima Ratio.

      Was ich will, habe ich schon mal in einem Beispiel klar gemacht. Das wiederhole ich gerne: Wenn ich als Betrachter eine Verkehrssituation als für einen Verkehrsteilnehmer potenziell gefährlich erkenne, versuche ich, ihn darauf aufmerksam zu machen. Hätte ich es nicht getan und der Verkehrsteilnehmer käme zu Schaden, würde ich meines Lebens nicht mehr froh. Ersetze nun Verkehrssituation durch Operation und Verkehrsteilnehmer durch Operationswilligen.
    • Die Zitate von oben sollen beleidigen, wie sollte man sich auch sonst als User fühlen, wenn man von Helga als keifender Primat bezeichnet wird nur weil man, bei dem wichtigen Thema Adipositas Chirurgie, stets sachlich seine Meinung äußert.

      Für mich war vor einigen Jahren, als stille Mitleserin, dieses Forum und ihre leidenschaftlichen User mit entscheidend warum ich mich gegen eine Magenbypass Operation entschieden hatte und für die Selbstakzeptanz. Aus diesem Grund gehe ich auch heute davon aus, dass es einige stille Mitleser/innen gibt die sich in diesem Forum über die Risiken einer Magenbypass Operation informieren möchten.

      Heute versuche ich auch eine der leidenschaftlichen User zu sein von denen ich vor Jahren profitierte. Ich bin ein inbrünstiger Gegner der Propaganda für die Adipositas Chirurgie. Das Internet ergo die Foren und Portale sind für die Vermarktungsstrategie der Adipositas Chirurgie besonders wichtig. Bei dieser Werbung/Beeinflussung ist das Objekt der Begierde die sensiblen und dicken Menschen die sich in einer labilen und unsicheren Lebensphase befinden. Ich glaube, jeder von uns befand oder befindet sich, eines Tages, mehr oder weniger lang in solch einer Phase.

      Ich bin froh in einem Forum zu sein dessen Gastgeber sich ein Urteil bilden und zwar anhand ihrer Einschätzung und ihres fundierten Wissens. Was nutzt mir in einem Forum eine Gastgeberin die meine Entscheidung zwar nicht gut findet, mich aber sehenden Auges ins Verderben rennen lässt, nur weil sie sich nicht in meine Lebensplanung einmischen möchte.
    • Mit diesem Thema ist es nicht anders als mit den Diät-Themen.
      Auch hier (bei diesen Themen) wird nie das Problem des Menschen hinterleuchtet, sondern nur ein möglichst schnelles und möglichst "angeblich einfaches" Resultat gezeigt.
      Foren in denen sich Abnehm-Willige tummeln gibt es en masse. ebenso Foren, die die Adipositas-Chirurgie an- und hochpreisen.

      Anscheinend darf man auf dieser Welt nur der gleichen Meinung der Masse sein. Ist man dies nicht, wird man angegriffen. Warum die Masse jedoch eine bestimmte Meinung vertritt, wird von der Masse selbst kaum hinterfragt.

      Okay, auch ich hinterfragte seinerzeit all diese Diäten (ich spreche nicht von für meinen Körper UND meine Seele guter und gesunder Ernährung!) nicht, die ich durchexerziert habe. Lange nicht, bis ich merkte, dass ich mich ganz unbewusst der Meinung der Masse angeschlossen hatte.

      Für mich gehört dies in den Bereich der Gehirnwäsche. Beides. Und ein "umprogrammiertes" Gehirn wieder in die richtigen Bahnen zu lenken ist schwer, wenn nicht für manche anscheinend sogar unmöglich und dies ganz besonders, wenn es am laufenden Band "Erfolgsberichte" hagelt. Dass all die anderen gern verschwiegen werden, wissen viele gar nicht, oder wollen es nicht wissen.

      Solange alles Heil der Seele und des Körpers nur davon abhängig gemacht wird, dass die äußere Erscheinung einem bestimmten Modebild entspricht, wird das alles so bleiben. Beim Thema Adipositas-Chirurgie ebenso wie beim Thema Diät.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Für mich ist es hier wichtig ein Adipositas Chirurgie kritisches Forum zu haben.Es nervt mich extrem wenn ich zwei operierte Bekannte sehe die sich loben wieviel sie abgenommen haben. Wenn ich in diesen Punkten meine Meinung sage wird sie respektiert aber nicht verstanden, es ist mir wichtig verstanden zu werden.
    • Martina schrieb:



      Ich habe jahrelang in den einschlägigen Foren versucht, über dieses Thema zu diskutieren. Das war leider nicht möglich.


      Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Ich bin froh, dass es mit diesem Forum einen Ort gibt wo dies möglich ist.

      Ich respektiere es wenn Menschen sich für diese OP entscheiden weil sie darin vielleicht den letzten Ausweg sehen. Was ich nicht akzeptieren kann ist, dass es Ärzte gibt die aus Profitgier, Unwissenheit und oder Unwille sich wirklich mit den indivifuellen Gründen des Übergewichts auseinanderzusetzen leichtfertig solche extremen Eingriffe durchführen.
    • Wenn das Übergewicht derartig hoch ist, dass es nicht nur ums Wohlbefinden, sondern ums blanke Überleben geht,
      und wenn alle anderen Wege von Ernährungsumstellung (keine Crash-Diäten, sondern ausgewogene biologisch wertvolle Ernährung) über Psychotherapie (bei Essstörungen) bis hin zu medikamentöser Therapie (SD) erfolglos versucht wurden,
      dann würde ich vielleicht eine OP in Erwägung ziehen.

      Leider ist es aber oft so, dass ein dicker Mensch lieber den vermeintlich bequemeren Weg geht, und sich operieren lässt. ich habe öfters die Erfahrung gemacht, dass bei vielen dicken Menschen (vor allem Frauen) eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur zu finden ist: passiv, unreif, unselbstständig, von der eigenen Wirkungslosigkeit überzeugt. Das sind aber genau die Menschen, die auf eine heilsbringende Rettung von außen warten, und da haben die Heilsversprecher der Abnehmindustrie leichtes Spiel. (Das muss nicht auf alle Dicken/Passiven/AC-Operierten zutreffen, aber ich habe einen gewissen Zusammenhang festgestellt. Und solche abhängigen Persönlichkeiten gibt es auch bei Schlanken, da ist das Thema dann ein anderes als AC, dann muss ein Lifting oder eine Brust-OP her.)
      Ich habe den Eindruck, dass diese abhängige Persönlichkeitsstruktur auch einen gewissen Beitrag zur Entwicklung von Essstörungen leistet: Sicherheit, Trost, Entlastung durch Essen zu suchen anstatt lösungsorientiert das Problem anzugehen, unangenehme Emotionen nicht ertragen wollen, warten dass andere einem die Probleme lösen, sich alles gefallen lassen...

      Nee, AC wäre für mich keine Option.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:

      Leider ist es aber oft so, dass ein dicker Mensch lieber den vermeintlich bequemeren Weg geht, und sich operieren lässt.



      Ja. Und das betrifft aber eben auch alle anderen Problemfelder des Lebens, wie du im weiteren dann beschreibst.
      Wenn es denn eine solche Entscheidung ist, die darauf beruht, mit sich selbst nicht im Reinen zu sein.
      Allerdings maße ich mir nicht an zu beurteilen, bei wem dies so ist, und bei wem nicht.
      Ich versuche es zumindest, dies zu unterlassen, auch ich bin da nicht ganz neutral, stelle ich manchmal fest. Steckt halt doch immer viel von einem selbst in solchen Bewertungen.
      Erst heute bin ich da wieder an meine Grenzen gestoßen, obwohl es nur ums Thema Diäten ging.

      Allerdings bin ich außerdem eine große Anhängerin der persönlichen Entscheidungsfreiheit. Machen wir uns nichts vor, hier wird ebenso Meinungsmache betrieben, ob nun Mainstream oder gegen den Mainstream macht da keinen Unterschied.

      Wenn ich hier schon davon rede, es mit mit labil erscheinenden Menschen zu tun habe, dann ist auch mein Gegenreden etwas, was Einfluss nehmen soll. Und auch die hier angebotenen Informationen sind natürlich nicht rein objektiv oder neutral, können sie gar nicht sein.
      Dazwischen steht dann wieder der Mensch, der eine Entscheidung treffen will.
      Kann ich ihm die abnehmen? Nein.
      Hier sind Leute, die haben eine Entscheidung getroffen, die hoffentlich für sie richtig ist und sind dann auch erwachsen genug, dann auch mit den Konsequenzen leben zu können, positiv wie negativ.
      Gilt für mich für beide Seiten.

      Hier wurde sich eindeutig für eine Seite entschieden. Damit ist hier eine neutrale Diskussion niemals möglich, das muss sie auch nicht. Aber gut, dass das so deutlich kommuniziert wird.
      Und das meine ich so, wie ich es schreibe, ich finde es wirklich gut.

      Denn an einer klaren Kante kann man sich wenigstens orientieren, in welche Richtung auch immer.

      Für mich steht eine OP nicht zur Debatte und stand sie auch nie.
      Aber mir hat dennoch die Diskussion zur Reife gerade sehr viel gebracht, danke also.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Angelina schrieb:



      Hier wurde sich eindeutig für eine Seite entschieden. Damit ist hier eine neutrale Diskussion niemals möglich, das muss sie auch nicht. Aber gut, dass das so deutlich kommuniziert wird.
      Und das meine ich so, wie ich es schreibe, ich finde es wirklich gut.



      Ich stimme dem was Du schreibst zu, nur drücke ich das anders (ich will damit nicht sagen, besser, sondern mit meinen Worten) aus.

      "Hier wurde sich für eine Seite entschieden"...
      Ja, das erkennt man bereits am Thema in dem es unter anderem heißt: "Adipositaschirurgie in der Kritik".
      Ich verstehe das so, dass man sie hier kritisch sehen darf und das ist auch bitter nötig.
      Auch sagt das für mich aus, dass man hier nicht einfach mal eben so ohne Nachzudenken alles befürwortet.
      Insofern ist eine neutrale Diskussion - wie Du es ausdrückst - nicht möglich.
      Neutral bedeutet für mich weder dafür noch dagegen zu sein und das ist hier eindeutig nicht der Fall, denn wenn man etwas für sich erforscht und erkannt hat, dann bezieht man eigentlich auch Stellung.

      Was das alles jedoch nicht für mich bedeutet ist, das man nicht trotzdem respektieren kann, wenn ein Mensch sich aus wirklich guten Gründen für eine OP entschieden hat, auch wenn ich persönlich diesen Weg nicht gehen würde. Das dies auch hier im Forum geht, sieh man doch daran, das es (bestimmt nicht nur geduldete!) User gibt, die operiert sind.

      Aber was es für mich sehr wohl bedeutet ist, dass man hier nicht zulassen will, dass dieser Weg verglorifiziert wird. Oder dass man eine solche Entscheidung mal eben so, als den vermeintlich einfacheren Weg, oder ohne zu hinterfragen warum etwas so ist wie es ist, treffen sollte. Weder von ärztlicher Seite noch von Seiten eines Patienten.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • [FONT=Verdana, sans-serif]@Martina[/FONT]


      [FONT=Verdana, sans-serif]Seit dem ich heute morgen Deinen Post gelesen habe frage ich mich[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]die ganze Zeit: Was will sie...??[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Was möchtest Du mit dieser emotionalen Attacke erreichen..?[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Einfach nur mal Luft ablassen..?[/FONT]


      [FONT=Verdana, sans-serif]Deine Position zu diesem Thema ist doch mehr als deutlich[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]in diesem Forum vertreten und JEDEM hier bekannt,[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]der auch nur halbwegs aufmerksam mitliest.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Der überwiegende Teil „Deiner“ User hier teilt und schätzt diese Haltung[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif](inklusive mir)[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Was ich von Tinkerbells Posts halte habe ich ja dort deutlich gemacht[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]und wiederhole deshalb hier nur nochmals, daß man in einem Forum immer mal wieder auf solch verallgemeinernde Plattitüden trifft. So what?[/FONT]


      [FONT=Verdana, sans-serif]Das Helga zurückschießt, wenn Balou sie/bzw ihr Forum unangebrachterweise[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]in eine Diskussion reinzieht, in der es letztendlich um Respekt und Meinungsfreiheit geht, finde ich völlig nachvollziehbar.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Ich verstehe aber nicht in welcher Weise es Dich Martina „abqualifiziert“!?[/FONT]


      [FONT=Verdana, sans-serif]Deine Auffassung, daß in Deinem Forum auf einen sachlichen und angemessenen Ton geachtet wird kann ich LEIDER nicht teilen.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Gerade in der letzten heissen Diskussion (Alptraum Magenbypass) ist der „Ton“, meiner Meinung nach, durchaus zwischendurch unangemessen gewesen.[/FONT]


      [FONT=Verdana, sans-serif]Der Großteil der Diskussionsbeteiligten hat aber versucht regulierend auf solche Ausreißer einzuwirken.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Daß es Dir Martina gelungen ist eine Userklientel hier anzuziehen, die lebens-[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]erfahren, klug und engagiert ist, halte ich für herausragend in all dem Forenschrott des Webs.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Warum ich gerne hier bin hab ich aktuell ja schon beschrieben.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Deshalb von mir hier keine weiteren „Ergebenheitsgesten“[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif](von wegen „einschleimen“...kopfschüttel....was ist da gestern abend bloß in Dich gefahren??)[/FONT]
    • @ Margarete

      Ich glaube nicht, dass das Problem darin besteht, dass ich Helga "unangebrachterweise in eine Diskussion reingezogen" habe. Das Problem sind dann wohl eher die "geifernden Lemuren, die aus ihren Löchern gekrochen kommen". Von denen ich dann wohl auch einer bin. ...

      Eigentlich meint Helga damit, dass in ihrem Forum - im Gegensatz zu diesem - niemand einen User wie ein "geifernder Lemur" angreifen würde, der den Sinn und den Nutzen der A/C in Abrede stellen würde.

      Darauf reagiert Martina zurecht total genervt und das Wutgesicht finde ich in dem Fall absolut angebracht.
    • Also erst mal, Angelina und Itsme. Das, was Ihr geschrieben habt, sehe ich genauso. Nur das mit der Gehirnwäsche würde ich gerne noch präzisieren. Ich beziehe die Sache mit der Gehirnwäsche auf den gesamtgesellschaftlichen Umgang mit Adipositas. Sicher gibt es da eine Schnittmenge zu den AC-Anhängern, aber ich würde nicht alle, die sich operieren lassen, gehirngewaschen nennen. Ich bin sicher, dass es auch unter denen einige gibt, die genau wie ich sehr genau abgewägt haben, was sie da vorhaben und schlicht zu einem anderen Ergebnis als ich gelangt sind. Helga und Pika jedenfalls wirken auf mich so.

      Objektiv kann diese Diskussion hier in der Tat nicht sein. Dazu bin zumindest ich viel zu betroffen (also nicht im emotionalen Sinne, sondern im Sinne der Problematik). Und dass wir ein subjektives Forum sind, steht ja auch im Titel.

      @ Margarete, mir geht es schon länger auf den Zeiger, dass von einigen Leuten, das, was wir hier von der AC denken, als Dummheit, Verbohrtheit, Stammtischmeinungsmache angesehen wird. Die obigen Zitate spiegeln das in meinen Augen wieder. Das hat mich gestern (nicht zum ersten Mal) geärgert. Ich wollte einfach noch mal darauf hinweisen, dass ich nicht leichtfertig zu meiner Sichtweise gekommen bin. Ich habe viel recherchiert, viel gelesen, Schicksale in den einschlägigen Foren zum Teil über 15 Jahre hinweg verfolgt und last but not least habe ich für mich einen Weg ohne AC gefunden (hat lange gedauert, ja, aber es gibt ihn). Ich weiß, was ich hier schreibe und warum ich es schreibe. Und ich habe weder Lust, mich einen geifernden Lemuren nennen zu lassen, noch mir Verteufelung und dergleichen unterstellen zu lassen. Dazu ist mein Ansinnen zu ernst.

      Was das Einschleimen betrifft, so wird hier ja immer wieder geschrieben, dass wir die Operierten ja mit unserer Meinung vertreiben. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass ich mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg halte, nur weil irgendwer nicht mit ihr umgehen kann. Ich muss die Meinung der anderen ja auch aushalten. Und das kann ich prima.

      Und zum Umgang hier: Auch wenn es mal heiß hergeht, ist das hier nicht zu vergleichen mit gewissen anderen Foren zu diesem Thema im Netz. Hier herrscht schon ein vergleichsweise sehr gemäßigter Ton.

    • Eigentlich meint Helga damit, dass in ihrem Forum - im Gegensatz zu diesem - niemand einen User wie ein "geifernder Lemur" angreifen würde, der den Sinn und den Nutzen der A/C in Abrede stellen würde.
      @Balou
      Was Helga damit meint weiß sie nur selbst-und ich bin mir sicher, daß sie Dich nicht als "Übersetzerin" benötigt.
      Du hast Tinkerbell aufgefordert Helgas Forum auf seine Toleranz gegenüber AC-Kritikern zu testen.
      Und indirekt unterstellt die User dort würden über sie herfallen.
      Darauf hat Helga mit besagtem Spruch reagiert.
      Helgas Forum ist- genau wie das von Martina- ein rein privates Projekt, in das sie (wie Martina) viel Arbeit und Herzblut steckt.
      Das beide Frauen gereizt reagieren wenn ihren jeweiligen Usern Intoleranz unterstellt wird finde ich nachvollziehbar.
      Und ich finde es übel und unangebracht 2 hochengagierte Foren (mit unterschiedlichen Zielsetzungen) gegeneinander aufzubringen.

      Off topic:
      Und wenn wir schon dabei sind:
      Wer hat Dich eigentlich zu "Platzanweiserin" im Vorstellungsthread ernannt...?
      ist irgendwie an mir vorbei gegangen...
      Werden Neu-User jetzt von Dir an die Deiner Meinung nach passenden Alt-User verteilt? Und wurden diese gefragt ob es Ihnen gefällt?
      Kriegen wir jetzt alle ein Sortierschildchen Pro-OP versus Contra-OP..?

      Sorry, Martina...ja auch ich bin zur Zeit komplett genervt.
    • Liebe Margarete,

      was ich gesagt habe ist:

      @ Tinkerbell

      Vielleicht erwartest Du zu viel von diesem Forum, wenn Du hier positive Beiträge zu A/C lesen möchtest. Der Sinn dieser Veranstaltung ist doch, dicke Menschen dazu aufzufordern und zu ermutigen, ihr Leben mit all ihrem Übergewicht selbstbewusst in die Hand zu nehmen und es in all ihrer Pracht wieder aufzunehmen und die Übergewichtsbarriere in ihrem Kopf zu entfernen.

      Versuch doch einmal z.B. in Helgas SHG A/C Forum Beiträge zu posten, die von einer OP abraten und schau mal, welche Reaktion Du dann dort bekommst.
      Die Antwort von Helga war

      @Balou
      In meinem Forum darf man durchaus Jehova sagen, ohne dass Lemuren gleich alle aus ihren Löchern kriechen und geifern.:-D

      Du hast aber vermutlich nicht verstanden, worum es in meinem Forum geht
      Ich hätte für Tinkerbell auch ein anderes Beispiel wählen können, z.B. ob sie vielleicht einmal versuchen möchte, ihre Mannschaft vom gegnerischen Fanblock aus anzufeuern, aber das hätte nicht zum Thema gepasst. Es war EIN BEISPIEL.

      Und was Helga gesagt hat, muss wirklich nicht übersetzt werden. Da hast Du Recht. Es ist ganz eindeutig und klar.

      Übrigens stammen diese Zitate aus dem Thread "Ich habe resigniert" von Draculara1.

      Warum Du mich eine Platzanweiserin etc. nennst, ist mir schleierhaft.

      Was ich im Begrüssungsthread geschrieben habe, ist das:

      Ein Vorschlag für Dich, Siri:

      Du sagst, Du hast gründlich über Deine Entscheidung nachgedacht, bist aber doch noch unsicher und schwankst zwischen Euphorie und Angst.
      Das ist verständlich, weil die OP nicht rückgängig gemacht werden kann und den Rest Deines Lebens bestimmen wird. !!!

      Wenn Deine PN-Funktion aktiviert ist, kannst Du Dich ja vielleicht mit Helga, Pika oder viel-frau über das Thema A/C austauschen. Bis dahin könntest Du auch mal in Helgas "Selbsthilfeforum Adipositaschirurgie" (at) mitlesen. Da erfährst Du mehr über die Pro-A/C-Seite, als hier.

      Ich hoffe, dass Dir die Fülle an Fakten eine ausgewogene Entscheidungshilfe sein wird. Und die brauchst Du dringend!

      Ich wünsche Dir einen kühlen Kopf und klare, logische Schlussfolgerungen.
      Keine Ahnung, was Du mir sagen willst, Margarete. :confused:

      Damit ist das Thema für mich gegessen.

      Und jetzt geh ich schlafen. Bis dann und Gut Schwitz!
    • Martina schrieb:



      Nur das mit der Gehirnwäsche würde ich gerne noch präzisieren. Ich beziehe die Sache mit der Gehirnwäsche auf den gesamtgesellschaftlichen Umgang mit Adipositas. Sicher gibt es da eine Schnittmenge zu den AC-Anhängern, aber ich würde nicht alle, die sich operieren lassen, gehirngewaschen nennen. Ich bin sicher, dass es auch unter denen einige gibt, die genau wie ich sehr genau abgewägt haben, was sie da vorhaben und schlicht zu einem anderen Ergebnis als ich gelangt sind. Helga und Pika jedenfalls wirken auf mich so.

      Ich habe viel recherchiert, viel gelesen, Schicksale in den einschlägigen Foren zum Teil über 15 Jahre hinweg verfolgt und last but not least habe ich für mich einen Weg ohne AC gefunden (hat lange gedauert, ja, aber es gibt ihn).

      Und zum Umgang hier: Auch wenn es mal heiß hergeht, ist das hier nicht zu vergleichen mit gewissen anderen Foren zu diesem Thema im Netz. Hier herrscht schon ein vergleichsweise sehr gemäßigter Ton.


      Zum oberen Absatz:
      Selbstverständlich gibt es Menschen die genau hinterfrage, abwägen, reiflich überlegen, andere Wege ausgetestet haben und erst dann entscheiden. Gar keine Frage.

      Aber leider - zum zweiten Absatz oben -
      gibt es, so wie ich das sehe - viel viel mehr Menschen, die sich eben nicht die zeitraubende Mühe machen wollen zu schauen, ob und welchen Weg es anstelle einer Operation für sie gäbe. Und eben diese sind in meinen Augen die, die sich eine Operation als die Lösung all ihrer Probleme vorstellen. Und so wie ich es sehe, wird sie ihnen auch genauso verkauft. Diese sind in meinen Augen die "Gehirngewaschenen", die aufgrund der immerwährenden Einbläuungen vom "glücklichen, weil schlankem Leben" nun nur noch den letzten Stubbs brauchen: Den vermeintlich durch eine OP so einfachen Weg dahin.

      Zum dritten Absatz oben:
      Ich blicke jetzt ganz bewusst mal in den kleinen Familienkosmos bei mir zu Hause:
      Meiner Meinung nach gehen wir liebe - und respektvoll miteinander um...
      und doch kommt es auch hier ab und zu zu Reibereien, die auch heftiger ausfallen können. Ich finde das völlig normal.

      Wie sollte das in einem Forum, in dem man sich "nur" schriftlich, ohne die Mimik, Gestik und Körperhaltung des Gesprächspartners wahrnehmen zu können, austauschen kann, in dem sich die User nur über das geschriebene Wort kennen und es somit sehr leicht zu Missverständnissen kommen kann, anders sein?
      Dafür und im Vergleich zu anderen Plattformen sehe ich es wie Martina, geht es hier wirklich gemäßigt zu.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • @Margarete ... jetzt frage ich mich, welche Laus Dir über die Leber gelaufen ist und kann Dir in Deinen Ausführungen gegenüber Balou nicht folgen.

      Itsme schrieb:

      gibt es, so wie ich das sehe - viel viel mehr Menschen, die sich eben nicht die zeitraubende Mühe machen wollen zu schauen, ob und welchen Weg es anstelle einer Operation für sie gäbe. Und eben diese sind in meinen Augen die, die sich eine Operation als die Lösung all ihrer Probleme vorstellen. Und so wie ich es sehe, wird sie ihnen auch genauso verkauft. Diese sind in meinen Augen die "Gehirngewaschenen", die aufgrund der immerwährenden Einbläuungen vom "glücklichen, weil schlankem Leben" nun nur noch den letzten Stubbs brauchen: Den vermeintlich durch eine OP so einfachen Weg dahin.
      Es ist ja auch die Marketingstrategie der Adipositaschirurgie zu behaupten, dass dies der einzige Weg für stark Übergewichtige ist, von ihrem Gewicht los zu kommen.

      Aber muss man wirklich von seinem Gewicht ganz und gar los kommen? Ich behaupte, nein. Nach wie vor denke ich, dass es bei mäßigem Übergewicht (und damit haben wir alle mal angefangen) besser ist, den Fokus auf das Halten dieses Gewichts zu legen und dafür zu sorgen, dass man sich wohlfühlt.

      Mein Gewicht war durch nicht behandelte Schilddrüsenunterfunktion und ständige Diäten komplett aus dem Ruder gelaufen. Ich hatte wirklich keine andere Wahl, als abzunehmen. Es war bei mir Ultima Ratio. Aber ich bin immer noch dick. Und ich gehe jetzt damit um, wie ich mit meinem mäßigen Übergewicht umgegangen wäre, wenn ich damals mein Wissen von heute gehabt hätte.

      Wenn ich in den Spiegel gucke, insbesondere nackig, und mir die gesellschaftlichen Ansprüche vorstelle, muss ich mich scheiße fühlen. Tue ich manchmal auch. Aber meist fühle ich in meinen Körper hinein. Das ist mein Maßstab, ob ich mich gut fühle. Und mit täglich besser werdendem Trainingszustand verbessert sich auch mein positives Körpergefühl.

      Was da übrigens auch hilft, ist mit offenen Augen durch die Welt gehen. Ich habe hier ja zweieinhalb Jahre mehr oder weniger in meinem Elfenbeintürmchen gesessen, da ich wegen meiner Schmerzen praktisch meine gesamte Freizeit im Bett verbracht habe. Das hat, wie ich letztes Wochenende mit großem Staunen feststellen musste, meinen Realitätssinn schwer vernebelt. Ich war letzten Samstag das erste Mal ... seit Jahren (?), Jahrzehnten (?) ... wieder auf einer Kirmes. Da ich das langsame Laufen zwischen den Menschen deutlich anstrengender fand, als gezielt einen Kilometer in schnellem Tempo abzureißen, habe ich mich zwischendurch gesetzt und die Leute beobachtet. Es war brüllheiß und viele waren eher spärlich bekleidet. Ich kann Euch sagen, das hat mir einen enormen Positivschub in Sachen Selbstwahrnehmung gegeben.
    • Es sind bestimmte User die immer wieder mit Behauptungen über den hier angeblich intoleranten Diskussionsstiel herumstänkern und sich dann, öffentlich oder auch nicht, „kaputtlachen“, wenn die vermeintlich doofen User prompt aufrichtige Antworten darauf geben. Ich weiß auch, dass man bei solchen Usern Gefahr läuft, sich zwecklos die Arbeit einer sachlichen Antwort gemacht zu haben. Dessen ungeachtet bin ich aber sicher, dass die stillen Mitleser den Sinn einer solch eingehenden Antwort sehr wohl feststellen können.
      Wie könnte es sonst sein, dass dieses Forum immer wieder in Kritik gerät und zwar nur weil hier keine vermeintlich positiven Artikel der AC-OP kommentarlos stehen gelassen werden, dieses Forum hat wohl einen sehr großen Einfluss auf die noch unsicheren AC-Kandidaten … und nur das ärgert diese User.

      Zum Thema „einschleimen“ – wenn ich mich auf unaufrichtige Weise beliebt machen will, dann kann man ruhig von „einschleimen“ sprechen, wenn ich aber aufrichtig jemand lobe, dann hat das überhaupt nichts mit anbiedern zu tun!

      Itsme du hast das Thema Diskussion und Lösung von Problemen, in deinem Bericht 8 und 15, wunderbar auf den Punkt gebracht,
    • Mir gings beim Einschleimen aber darum, dass ich mich weigere, meine Meinung hinterm Berg zu halten oder anderen nach dem Mund zu reden, nur damit sie hier bleiben. Es ist mir wichtiger, echt und ich zu sein, als ein monstergroßes Forum zu haben.
    • Martina schrieb:



      Was da übrigens auch hilft, ist mit offenen Augen durch die Welt gehen. Ich habe hier ja zweieinhalb Jahre mehr oder weniger in meinem Elfenbeintürmchen gesessen, da ich wegen meiner Schmerzen praktisch meine gesamte Freizeit im Bett verbracht habe. Das hat, wie ich letztes Wochenende mit großem Staunen feststellen musste, meinen Realitätssinn schwer vernebelt. Ich war letzten Samstag das erste Mal ... seit Jahren (?), Jahrzehnten (?) ... wieder auf einer Kirmes. Da ich das langsame Laufen zwischen den Menschen deutlich anstrengender fand, als gezielt einen Kilometer in schnellem Tempo abzureißen, habe ich mich zwischendurch gesetzt und die Leute beobachtet. Es war brüllheiß und viele waren eher spärlich bekleidet. Ich kann Euch sagen, das hat mir einen enormen Positivschub in Sachen Selbstwahrnehmung gegeben.


      So geht es mir auch immer wieder und ganz besonders zu der Zeit als ich mich wegen der (wie ich es empfand) so starken Gewichtszunahme nicht mehr ins Schwimmbad traute. Ich habe seinerzeit darüber berichtet und hier wunderbare Hilfen bekommen.

      Im Grunde muss man - genau wie Du es beschreibst - nur die Augen auf machen und gucken.
      Was sieht man? - Was sah ich im Schwimmbad?
      Menschen, so unterschiedlich wie sie eben sind. Und genau dazu gehören wir alle. Nicht mehr und nicht weniger.

      Und wenn man den Gedanken ein wenig weiter spinnt, dann kann man dies auf fast alles im Leben anwenden. Egal, welche wirklichen oder vermeintlichen Probleme man gerade hat, andere haben sie auch. Der eine mehr, der andere weniger, der eine jetzt, der andere hatte sie oder sie erwarten ihn noch. In dieser oder anderer Form.

      Früher glaubte ich von bestimmten Menschen sie hätten das absolute Glück für sich gepachtet und fand das, selbst wenn ich es ihnen gönnte, manchmal ganz schön ungerecht.
      Aber dann... sobald man hinter die Kulissen sieht, weiß man es besser und das umso mehr, je älter man wird.

      Ganz vieles hängt davon ab, wie und von welcher Warte aus man etwas betrachtet. Wenn ein Mensch mit (in meinen Augen) mäßigem Übergewicht eine OP an sich vornehmen lässt um schlanker zu werden, weil er glaubt das ist sein Seelenheil, dann hat er meiner Meinung nach niemals darüber nachgedacht was in seinem Leben im Grunde alles wunderbar ist wie es ist. Er hat nur das eine Ziel: "Schlank sein" vor Augen und glaubt damit den Freifahrtschein in die ewige Glückseligkeit zu erlangen.
      Wenn dem so wäre, wieso gibt es dann so viele unglückliche, schlanke Menschen?

      Ein lieber Mensch sagte immer zu mir, es ist beglückender den Blick auf das zu richten was man hat, als auf das, was man nicht hat.

      Damit meinte er nicht, dass man nicht erstreben darf, was man auf gesunde und gute Weise erlangen kann, oder dass man nichts (realistisch erreichenswertes) wünschen darf.
      Damit war schlicht gemeint, dass zu schätzen was man hat und nicht über all dem Streben nach ungesunden oder unrealistischen Wünschen den Blick dafür zu verlieren.

      Wenn ich im Zusammenhang damit bedenke dass so mancher Mensch seinen an sich gesunden Körper mit einer OP malträtiert, die nicht lebensnotwendig ist, dann denke ich oft, dass dieser Mensch wohl vergessen hat zu schätzen, was er hat (einen wunderbaren Körper der täglich unglaubliches für uns leistet) und dies leichtsinnig aufs Spiel setzt.

      Das dies von geldgierigen Subjekten gefördert wird und keiner dafür ein Verbot ausspricht, finde ich unsäglich Menschverachtend!
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Martina schrieb:

      Mir gings beim Einschleimen aber darum, dass ich mich weigere, meine Meinung hinterm Berg zu halten oder anderen nach dem Mund zu reden, nur damit sie hier bleiben. Es ist mir wichtiger, echt und ich zu sein, als ein monstergroßes Forum zu haben.

      Mein Hinweis bezog sich eigentlich nur auf die „Ergebenheitsgesten“ - das hätte ich besser verdeutlichen sollen.

      Dieses, ich nenne es mal, zurückerobern des Lebens, kenne ich nur zu gut. Es ist gleich ob solch eine Phase entstanden ist durch eine Krankheit/Schmerzen oder durch einen tiefen Fall in eine Depression …, denn es sind (leider) auch diese wichtigen Lebensabschnitte die uns zu dem Menschen machen der wir sind ergo werden.

      Ich hatte noch vor einigen Monaten ein Gefühl von Lebenslustverlust, denn meine Einsamkeit der letzten Jahre hatte ihre Spuren hinterlassen. Meine Selbstwahrnehmung, dass musste ich in diese Zeit schmerzlich feststellen, hatte stets auch mit der Reflexion durch andere Menschen zu tun. Dadurch, dass ich fast keine sozialen Kontakte mehr hatte, warum auch immer, führte dazu, dass ich mich mehr und mehr zurück zog und immer teilnahmsloser wurde.

      Seit weit über einem Monat bin ich fast täglich in dem Freibad „Waschmühle“ und ich bemerke wie ich mich verändere und wieder neugierig aufs Leben werde. Die Spieglung meiner Person im Umgang mit anderen Menschen oder auch die Betrachtung von fremdem Menschen lässt mich wichtige Gedankenketten knüpfen, diese Bedeutung war mir vorher nicht so klar gewesen.

      Mich in meinen Körper einzufühlen, dass ist heute immer noch eine wichtige Übung für mich. Wieder zu erfühlen wie der Körper sich anfühlt, wenn es ihm gut geht, dass steht mit ganz oben auf meiner Liste. Glücklichsein hat für mich auch damit zu tun, dass ich aus dem was ich habe das Beste mache. Ich gehe nicht ins Schwimmbad um ein verstärktes Augenmerk auf verdächtige Anzeichen zu haben, dass sich jemand über mich lustig macht, denn das würde nur dazu führen, dass sich diese Prophezeiung erfüllt. In der Waschmühle habe ich schon viele liebe Menschen kennen gelernt und wenn ich dort ankomme, werde ich freudig von den Stammgästen und Angestellten begrüßt – mir tut es gut wieder unter Menschen zu sein und ich bin sehr dankbar, dass ich mich mit Hilfe dieser Leute wieder reflektieren darf. Das Dicksein alleine hat mich nie unglücklich gemacht, es waren die eigenen oder von Fremden eingeredeten selbsterfüllenden Prophezeiungen … das kann ich nicht mehr, das schaffe ich nicht mehr und dann die Frage nach dem „wann kommen die Anzeichen …“, dass lähmte mich und nahm mir manchmal die Courage mich davon zu befreien.

      Wenn man das Gefühl hat, dass alle Probleme nur am Dicksein festzumachen sind, dann bleibt es nicht aus, dass man sich früher oder später über die vermeintlichen Hilfsangebote der Adipositas Chirurgie Gedanken macht. Dieses Forum bildet dabei aber einen guten Kontrast, denn die Angst der hilfesuchenden dicken Menschen besteht häufig auch darin, dass sie nicht noch weiter Dickwerden wollen. Die Selbstakzeptanz und die daraus folgende Körperwahrnehmung sind in meinen Augen der einzige sinnvolle Ansatz diese Abwärtsspirale zu durchbrechen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bircan ()

    • Ich bin ja nun nicht verbohrt. Deshalb wollte ich heute Morgen eigentlich hier einen Thread in jenem großen AC-Forum verlinken und ein großes Lob aussprechen. Titel des Threads "Adipositas Vorurteile bekämpfen (...und bei uns selbst anfangen)". Eine Userin macht sich darin Gedanken um Dickendiskriminierung, verlinkt auf die Studie der Uni Leipzig, in der es um die Stigmatisierung geht, und auch zur Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung (die nicht ganz meine Linie ist ... aber egal). Sie geht auch darauf ein, dass Dicke sich selbst stigmatisieren (wie wir das ja auch in unserer Philosophie festgehalten haben). Die Diskussion begann vielversprechend und ich wollte ein großes Lob aussprechen, dass sich ja wohl im Denken der AC-Anhänger auch das eine oder andere getan hat.

      Leider steht der Thread in einem Bereich, den man nur lesen kann, wenn man dort angemeldet ist. Außerdem beginnt er nun in altbewährter Manier, aus dem Ruder zu laufen. Schade!