"Du bist nicht zu fett" - Artikel zu Harriet Brown

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    • "Du bist nicht zu fett" - Artikel zu Harriet Brown

      Ein Artikel mit Buchempfehlung, der viele Argumente und Studienergebnisse zusammenfasst, die wir in diesem Forum wiederholt auf dem Tisch hatten.
      Der Schreibstil gefiel mir.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
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      — Sam Levenson
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    • Das liest sich nett - und für uns Dicke beruhigend.

      Ich frage mich allerdings, warum wir diesen Berichten eher Glauben schenken sollen als denen, die sagen, dass Dicksein ungesund ist?

      Für jede These gibt es eine Antithese und für jede Statistik eine andere Statistik, die das Gegenteil besagt ...

      Alles schwierig!

      Ich bin jedenfalls an einem Punkt, an dem ich sage: Dicksein ist für mich (!) nicht gut - ich fühle mich mit zunehmendem Gewicht (und Alter!) immer unwohler und habe schon div. Beschwerden, die eindeutig aufs Dicksein zurückzuführen sind (und das sind keine schweren Krankheiten wie Diabetes), sondern allenfalls "Zipperlein", die aber in der Summe doch sehr gegen ein hohes Gewicht sprechen.
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Andra1963 schrieb:

      Das liest sich nett - und für uns Dicke beruhigend.

      Warum sollte der Bericht mich als dicke Frau beruhigen, dann müsste ich ja vorher beunruhigt gewesen sein.

      Ich bin in der Mitte meines Lebens und habe auch so mache „Zipperlein“, aber schlanke Bekannte von mir haben diese auch.

      Frühzeitige Selbstakzeptanz ist der Grundtenor den ich aus dem Bericht lese – klasse!

      Der folgende Teil über die einseitige Wahrnehmung ist toll:

      Trotzdem werden sie einseitig wahrgenommen. Wenn man einen Hausarzt fragt, welche gesundheitlichen Risiken mit Übergewicht einhergehen, wird er wahrscheinlich Herzinfarkte, Schlaganfälle, Typ-II-Diabetes und eine Reihe anderer schwerer Krankheiten nennen. Was er wohl nicht erwähnen wird, vielleicht auch selbst nicht so differenziert, ist die Tatsache, dass die Studien, die das beweisen sollen, meistens über Korrelationen, nicht über kausale Zusammenhänge reden. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn kausale Verbindungen zwischen Krankheiten und Speckgürteln sind immer noch schwer nachzuweisen.
      Bei manchen Risikofaktoren geht das einfacher: Rauchen etwa verursacht Lungenkrebs, das ist hinreichend erwiesen (trotzdem kriegt nicht jeder Raucher Krebs). Rauchen verursacht aber auch gelbe Zähne. Man kann also eine Korrelation zwischen gelben Zähnen und Lungenkrebs nachweisen, aber das heißt nicht, dass es zwischen Zahnfarbe und Krebs eine kausale Verbindung gibt. Ebenso kann man feststellen, dass Dicke öfter Diabetes II und Herzinfarkte bekommen. Aber das bedeutet nicht zwingend, dass Fett dafür die Ursache ist.
    • Bircan schrieb:

      Warum sollte der Bericht mich als dicke Frau beruhigen, dann müsste ich ja vorher beunruhigt gewesen sein.

      Ich bin in der Mitte meines Lebens und habe auch so mache „Zipperlein“, aber schlanke Bekannte von mir haben diese auch.




      Ich finde es bemerkenswert, wie man "nicht beunruhigt" sein kann in Bezug auf sein Gewicht.

      Ich kann es nicht - und das hat nichts mit Selbstakzeptanz zu tun - sondern damit, dass gerade im Alter mit Übergewicht alles nur noch schwerer wird (im wahrsten Sinne des Wortes). Wenn man das so ausblenden kann, dann lebt es sich vermutlich tatsächlich leichter ... !? Ich kann es nicht.

      Natürlich haben schlanke Menschen auch "Zipperlein" - aber sie tragen dennoch im Leben weniger Last mit sich rum!
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Andra1963 schrieb:



      Natürlich haben schlanke Menschen auch "Zipperlein" - aber sie tragen dennoch im Leben weniger Last mit sich rum!


      Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die "Last" nur dann eine große Last wird, wenn man nicht die entsprechenden Muskeln hat.

      In "meiner" damaligen Sportgruppe waren es nicht selten die schlanken (und jungen) Frauen, die neu hinzu kamen und sich unendlich schwer taten, unsere Übungen in der Häufigkeit der Wiederholungen wie wir zu absolvieren und das lag einzig daran, dass wir schon längere Zeit trainiert hatten. Ich war mit eine der dicksten Frauen und habe die schlanken (und jungen!) Neuen leicht übertrumpft.:baeh2:

      Es gibt zum Beispiel eine Übung, die die Oberschenkelmuskulatur extrem stärkt, so dass das Bücken, aufstehen, Treppen steigen etc. mit der Zeit ganz leicht wird - egal wie viel man wiegt.
      Wenn jemand daran Interesse hat, will ich sie gerne kurz beschreiben. ;)
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ja, mag sein - ich kann nur für mich sprechen - und bei mir ist es so, dass ich mit zunehmendem Gewicht auch unsportlicher werde (auch müder, antriebsschwächer, depressiver- das ist ein Teufelskreis) und dass ich deshalb nun bestimmt nicht der Champ im Muskelaufbau werde. Außerdem sind mein Gelenke vermutlich nicht gerade für so viel zuviel Übergewicht ausgestattet - und mein Bindegewebe auch nicht.

      Aber das kann bei anderen natürlich ganz anders sein! Ich kann nur für mich reden - und mir tut Dicksein nicht gut! Das ist alles.
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Wenn du für dich zu dem Schluss gekommen bist, dass dir dein Dicksein nicht gut tut (zumindest in dem jetzigen Ausmaß), finde ich es ganz legitim, wenn du nach Wegen suchst, Gewicht zu verlieren.
      Trotzdem fände ich es falsch, wenn du nicht gleichzeitig an der Akzeptanz dessen arbeitest. Es ist nicht gesagt, dass du tatsächlich abnimmst, und dann ist es lebenswichtig, mit dieser Tatsache klarzukommen. Es kann für jeden Menschen passieren, dass durch Unfall oder Krankheit oder ein Verbrechen die Gesundheit dauerhaft beeinträchtigt wird, unabhängig vom Gewicht. Man muss nicht darüber jubeln, aber ein ständiges Hadern mit Unabänderlichkeiten macht nur noch kränker.
      Finde für dich die wahren Ursachen deines eigenen Dickseins heraus. Kann man diese ändern? Wenn ja, kämpfe dafür.

      Nebenbei: Antriebsschwäche, depressive Stimmungen, Mutlosigkeit können zusammen mit dem Dickwerden auftreten, aber das eine muss nicht die Ursache des anderen sein oder umgekehrt. Vielleicht gibt es einen dritten Faktor, der beides begünstigt. Man muss immer ganz genau überlegen, ob man an der richtigen Stelle den Teufelskreis zu knacken versucht.

      Du vermutest, dass du überhaupt keinen und nie und nimmer nicht irgendwie gearteten Sport betreiben kannst, also versuchst du es erst gar nicht. Es sagt doch keiner, dass du in eine Muckibude gehen sollst, oder für einen Marathon trainieren. Mit ganz kleinen Übungen, wie sie auch beispielsweise in Pflegeheimen mit Patienten der Pflegestufe 2 oder 3 durchgeführt werden, kann man sich zumindest sein bisheriges Muskelniveau erhalten und die Abwärtsspirale von Muskelabbau und Untätigkeit stoppen. Auch hier kommt der Appetit beim Essen, und nach und nach fallen die Übungen immer leichter und man kann den Schweregrad steigern. Ein Physiotherapeut kann da Tipps geben und auch darauf achten, dass man sich nicht überfordert.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Andra1963 schrieb:

      Ich finde es bemerkenswert, wie man "nicht beunruhigt" sein kann in Bezug auf sein Gewicht.

      Ich möchte mich nicht beunruhigen lassen, denn im Bezug aufs Aufklären von Folgeerkrankungen beim „Übergewicht“ sehe ich eher eine, im großen gesellschaftlichen Rahmen, selbsterfühlende Prophezeiung als einen sachlichen Umgang zu diesem Thema.

      Es steht wohl außer Frage, dass es bei weitem mehr besorgniserregende Berichte übers Dicksein gibt als andersherum. Ich sehe in dieser häufig einseitigen Darstellung eher einen Vorsatz, denn diese Voraussagen werden bei vielen Menschen zur Erwartung somit zur Besorgnis und dann zur Überzeugung, dass die Dinge so und nicht anderes verlaufen werden. Jeder Mensch besitzt einen unbeschreiblich großen Einfluss auf seinen Körper und ich möchte nicht durch meine innere Überzeugung dazu beitragen, dass die einseitigen Voraussagen wahr werden. Würde ich den Erwartungen Glauben schenken, müsste ich auch der bevorstehenden Tatsache krank zu werden, durch baldige Gegenmaßname Paroli bieten.

      Paul Watzlawick sagte einmal: Die Prophezeiung des Ergebnisses führt zum Ergebnis der Prophezeiung – daher werde ich alles tun um mich nicht beunruhigen zu lassen, denn das führt nur zum Stress und dieser führt langanhaltend definitiv zu nichts gutem.
    • Zunächst einmal möchte ich dem obigen State von Bircan in vollem Maß zustimmen, denn auch ich glaube erstens nicht, dass in Bezug auf Dicksein und Krankheit ausgewogen berichtet wird und zudem glaube ich ebenfalls, dass man mit seiner Einstellung sehr vieles positiv beeinflussen kann.

      Nun auf mehrfachen Wunsch zu der von mir angedeuteten
      Übung zur Stärkung der Oberschenkel-(Po/Bein)-Muskulatur:

      Die Grundhaltung:
      Beine etwa Schulterbreit auseinander, das Becken leicht vorgewölbt - um einem Hohlkreuz entgegen zu wirken.
      Dann einfach langsam (zunächst nur wenig) den Körper absenken, wobei er gerade bleibt - und wieder hoch kommen.
      Nicht mit Schwung, sondern langsam und bedacht.

      Tiefe und Wiederholungen nach eigenem Gefühl.
      Wenn es also am Anfang nur einige mal geht - kein Problem. Die Kraft steigert sich, wenn man diese Übung täglich macht, sehr sehr schnell...
      und ehe man sich versieht, kann man diese Übung, die am Anfang zum Zittern der Beine führen kann - wenn man meint gleich rein hauen zu müssen, was man NICHT muss, unzählige male machen... :daumen:

      Sieht ein bisschen doof aus, ist aber extrem effektiv und vor allem nach dem eigenen Fitnessstand modifizierbar. ;)
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Andra1963 schrieb:

      Ja, mag sein - ich kann nur für mich sprechen - und bei mir ist es so, dass ich mit zunehmendem Gewicht auch unsportlicher werde (auch müder, antriebsschwächer, depressiver- das ist ein Teufelskreis) und dass ich deshalb nun bestimmt nicht der Champ im Muskelaufbau werde. Außerdem sind mein Gelenke vermutlich nicht gerade für so viel zuviel Übergewicht ausgestattet - und mein Bindegewebe auch nicht.

      Aber das kann bei anderen natürlich ganz anders sein! Ich kann nur für mich reden - und mir tut Dicksein nicht gut! Das ist alles.


      Ich kann mir ganz gut vorstellen wie es Dir geht, denn als ich aufgrund einer nicht erkannten Schilddrüsenerkrankung immer mehr zunahm, immer schlapper wurde und schließlich sogar depressive Phasen hatte, ging es mir ähnlich.
      Aber Andra, niemand - ich schon gar nicht - hat davon gesprochen, dass Du zum "Champ im Muskelaufbau" mutieren sollst. Ganz im Gegenteil, denn die Übungen die ich kenne, sind extra so aufgebaut, dass man sie mit jedem Gewicht machen kann, weil jeder selber bestimmt, wie intensiv und wie häufig man sie macht. Eben je nachdem, was der momentane Stand erlaubt.

      Vielleicht ist es sogar so, dass Du mit ein paar gezielten Übungen - vielleicht zunächst nur mit einer einzigen - den Teufelskreis, wie Du ihn nennst, durchbrechen kannst. Denn eines steht fest, solange Du Dich aufgrund Deines Gewichtes immer weniger bewegst, umso unbeweglicher wirst Du werden. Das würde allerdings bei einem schlanken Menschen nicht anders sein. Ein Muskel schrumpft nun einmal wenn er nicht gefordert wird. Bei allen Menschen, egal wie viel sie wiegen.

      Und vergiss bitte auch nicht diesen Gedanken:
      Muskeln verbrennen Fett. Das ist einfach so. Je mehr Muskeln Du hast, desto größer ist die Verbrennung. Jemand nannte Muskeln einmal die beste Fettverbrennungsmaschine die der Körper besitzt.

      Es gibt also mindesten zwei große Pluspunkte die für Bewegung sprechen:

      Es fühlt sich sehr gut an etwas getan zu haben, auch deshalb, weil der Körper Wohlfühlhormone ausschüttet, die man gerade als depressiver Mensch gut gebrauchen kann
      und
      man hilft dem Körper Fett zu verbrennen.

      Ich habe mir damals gesagt, da es mich außer ein bisschen Disziplin nichts kostet, werde ich das mal 4 Wochen durchziehen, jeweils täglich mit so viel Wiederholungen wie ich kann und schauen was passiert. Wenn ich das Gefühl habe, es bringt mir nichts, dann höre ich eben wieder auf...

      Wäre das nicht eine Option für Dich?
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Dieser Bericht soll, nach dem Hinweis am Ende des Textes, eine Ergänzung zum Text „Du bist nicht zu fett“ sein. In dem Interview erklärt Dr. Gunter Frank warum er nichts von Diäten hält und warum er die gesellschaftliche Debatte vom „Übergewicht“ als verlogen ansieht.

      Unter anderem geht Dr. Gunter Frank auch auf den Magenbypass und im Besonderen auf Magenbypass Operationen bei Kindern ein.
      Das gesellschaftliche Klima und die Medizin schaffen in dieser Hinsicht einen unheimlichen Druck auf Eltern. Das geht bis an den Punkt, dass man bei Kindern schon über Magen-Bypass-Operationen nachdenkt. Und ich rede nicht über tonnenschwere Kinder. Für mich ist wäre das eine irreversible, also lebenslange Folter. Sozusagen die ultimative Bestrafung für den falschen Körper. Allein, dass man darüber diskutiert, zeigt, in welche üble Richtung man bereit sein könnte zu gehen.
      Dr. Gunter Frank bringt mal wieder die Diskussion wegen „Übergewicht“, aber auch wegen der "Rettung" durch eine Magenbypass Operation, auf den Punkt :daumen:
    • Zitat itsme:
      "Denn eines steht fest, solange Du Dich aufgrund Deines Gewichtes immer weniger bewegst, umso unbeweglicher wirst Du werden.
      Das würde allerdings bei einem schlanken Menschen nicht anders sein. Ein Muskel schrumpft nun einmal wenn er nicht gefordert wird.
      Bei allen Menschen, egal wie viel sie wiegen."

      Leider sehr wahr, liebe Itsme!
      Ich bin blöderweise auch an einem ähnlich festgefahrenen Punkt wie Andra1963 (zumindest fühlt es sich so an..)
      und muß/will unbedingt aus dieser zerstörrerischen "Mühle" raus.
      Vielleicht mach ich nen eigenen Thread dazu...mal sehen.
      Zunächst mal Danke für die Übung und die Denkansätze (auch die von Sophie!)

      Nur mal so gesponnen:
      Wie wärs mit ner Motivations/Unterstützungs-Gruppe und Itsme als Coach???:grins:

      Ist alles ziemlich weit weg vom Threadthema.
      SORRY Kampfzwerg!
    • Margarete schrieb:

      Ist alles ziemlich weit weg vom Threadthema.
      SORRY Kampfzwerg!
      Ich erwarte inzwischen auch schon nicht mehr, dass das Ursprungsthema wieder in Gang kommt, wollte aber auch nichts krampfhaft auslagern.
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    • Als ich mich hier gerade so durchlas, musste ich an ein Video denken das mal irgendwann zufällig bei youtube gefunden hatte. Das Video heißt: Übungen für stark Übergewichtige! Du kannst das! Der Kanal heißt "Natalean".
      Ich muss allerdings dazu sagen, ich habe die Übungen nicht ausprobiert, aber es sah ganz gut aus.

      Ich kann übrigens nur zustimmen, dass Bewegung in vielerlei Hinsicht ein Gewinn ist. Ich war eigentlich immer ein Bewegungstyp, mit zunehmendem Gewicht wurde mein Bewegungspensum allerdings immer geringer. Und da beginnt wahrlich der Teufelskreis! Seit ein paar Monaten mache ich jetzt Zumba und Yoga und es ist faszinierend, was die Bewgung für positive Auswirkungen hat. Ich bin natürlich fitter, hab mehr Ausdauer, bin im Alltag Antriebsstärker und motivierter, bin weniger müde, meine Haut ist reiner....und und und. Und was auch irre ist, je mehr ich mich Bewege umso stärker wird mein Bewegungsdrang.
    • elna schrieb:

      Als ich mich hier gerade so durchlas, musste ich an ein Video denken das mal irgendwann zufällig bei youtube gefunden hatte. Das Video heißt: Übungen für stark Übergewichtige! Du kannst das! Der Kanal heißt "Natalean".
      Ich muss allerdings dazu sagen, ich habe die Übungen nicht ausprobiert, aber es sah ganz gut aus.

      Ich kann übrigens nur zustimmen, dass Bewegung in vielerlei Hinsicht ein Gewinn ist. Ich war eigentlich immer ein Bewegungstyp, mit zunehmendem Gewicht wurde mein Bewegungspensum allerdings immer geringer. Und da beginnt wahrlich der Teufelskreis! Seit ein paar Monaten mache ich jetzt Zumba und Yoga und es ist faszinierend, was die Bewgung für positive Auswirkungen hat. Ich bin natürlich fitter, hab mehr Ausdauer, bin im Alltag Antriebsstärker und motivierter, bin weniger müde, meine Haut ist reiner....und und und. Und was auch irre ist, je mehr ich mich Bewege umso stärker wird mein Bewegungsdrang.


      Das ist wirklich genauso wie Du es beschreibst, und trotzdem muss man (ich) oft seinen inneren Schweinehund überwinden. Eigentlich verstehe ich mich da selber nicht: Es tut so gut und doch fällt es oft schwer sich aufzuraffen. Ist man aber erst mal richtig drin, kann man das gar nicht mehr verstehen...

      @ Margarete
      Ich musste doch über Deinen "Tipp" grinsen, denn genau das habe ich etliche Jahre mit viel Freude gemacht. ;)

      @ Mods
      Auch ich muss mich entschuldigen, dass es hier vom Ursprungsthema abgekommen ist. Aber eigentlich ist es wie in einem ganz normalen Gespräch, dass man vom einen zum anderen Thema kommt, weil es ja doch irgendwie zusammen hängt...
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      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Hier heißt es man kommt von " Hölteken auf Stöcksken". Natürlich ist es normal abzuschweifen. Bei mir ist das Problem, dass ich zu viel Sport mache und viele Dinge leichter für mich machen muss, denn mein Körper macht es nicht mehr mit. Es nervt ungemein aber ich kann nichts ändern und verzichten möchte ich auch nicht. Es liegt aber nicht am dicksein sondern an einer netten Stoffwechselerkrankung :-o
    • Wenn dein Körper Probleme mit deinem Sportpensum hat, was hindert dich daran, wenigstens zeitweise kürzer zu treten?

      Vielleicht könntest du auch deinen Trainingsplan anders gestalten? In der Trainingslehre gilt die Regel: Nach Phasen der Anstrengung muss eine Phase mit Reduktion der Belastung eingeschoben werden. Für den Wochenplan gilt also: Nach einem anstrengenden Tag soll ein Ruhetag folgen mit weniger oder gar keiner Belastung, und alle 4 Wochen etwa sollte der gesamte Wochenplan reduziert werden.
      In den Entlastungsphasen nimmt der Körper die erforderlichen Anpassungen vor, und wird dadurch stärker. Wenn man aber ständig auf dem gleichen anstrengenden Level sportelt, kann das zu einem Übertraining und Erschöpfung führen.
      Wie Trainingspläne aufgebaut sein sollten, kann man auf diversen Runner- oder Marathonseiten im Netz finden. Du sollst jetzt nicht Marathon laufen, aber das Prinzip lässt sich auch auf weniger ambitionierte Sportfreunde und andere Sportarten übertragen.

      Sinnvoll wäre es auch, die Sportarten abzuwechseln, mal Kraft (und da mal Oberkörper, mal Beine), mal Ausdauer, mal Koordination/Gleichgewicht. Dann haben die einzelnen körperlichen "Teilsysteme" jeweils Zeit zur Regeneration, während andere Teilsysteme dran sind.

      Nom nom, ich krieg wieder Lust aufs Laufen....
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Genau das mache ich ja, 3x wöchentlich Wassergymnastik. ( Montag, Mittwoch ,Freitag) dazwischen meinte ich noch Radtouren von 10 bis 15 Km ohne Motor fahren zu wollen und die normalen Dinge des Alltags. Leider geht das nicht mehr, also Motor am Rad an und dann losdüsen und das Leben genießen.
    • Martina schrieb:

      Aber jetzt möchte ich Euch auf eine Sendung im SWR-Fernsehen aufmerksam machen, die um 22 Uhr beginnt und in gewisser Weise zum Thema des Artikels passt:

      Ernährungsextremisten
      Ich hatte die Sendung gesehen und bekam nach der Sendung das Gefühl, dass man an der wesentlichen Sache vorbeiredete, von jeder Seite wird betont: „um sich „gesund“ zu ernähren benötigt man entweder keine der Ideologien oder man benötigt Fleisch, aber kein Getreide, oder keine tierischen Produkte …“. Mir kam bei diesem Bericht mal wieder das Wohlempfinden zu kurz. Ich meine damit, dass man in solchen Berichten die Menschen mehr ermutigen könnte, zu lernen (spüren) was sie bzw. ihr Körper benötigt und womit der Körper und die Seele sich wohlfühlt, gleichgültig ob: Fleisch, Kohlenhydrate, saures, Bitterstoffe, Obst, Gemüse …

      Eigentlich ist es doch egal, ob man eine (meine) Histamin Intoleranz, Laktose Intoleranz oder Fruktose Intoleranz als diese bezeichnet oder auch nicht. Wichtig ist doch nur, ob ein Mensch sich wohlfühlt, oder nicht. Mir ist es schnurzpiepegal, ob ich dadurch, dass ich keine Wurst mehr esse, oder keinen Alkohol trinke „gesünder“ lebe – mir kommt es nicht auf irgendwelche wissenschaftlichen Werte an - mir kommt es darauf an, dass ich lerne eine Verbindung zu meinem Körper zu haben und zu lernen wie ich mich "fühle" (das hört sich esoterischer an wie gemeint ;)) Das ist natürlich alles einfacher geschrieben wie getan, denn durch meine zig Diäten bin ich Gut/Böse-Lebensmittel-Gestört - so bin ich etwa seit fast anderthalb Jahren am lernen, dass ich, sobald mir etwas nicht angenehm schmeckt, dieses auch nicht esse.

      Ich finde es gut, wenn man beim Thema Lebensmittel nicht die ökologischen und sozialethischen Probleme aus dem Auge verlieren möchte. So hat in meiner Ernährung Fleisch ungefähr alle zehn Tage seine Berechtigung, dieses Verhalten macht mich aber weder zu einem "guten" noch zu einem "schlechten" Menschen - übrigens Kartoffeln von freilaufenden Bauern esse ich fast jeden Tag :smile3: