Erfahrungen mit Petoximol oder Sedumoxal?

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Lisa Cortez schrieb:

      Du kannst nur über dich schreiben, NICHT über andere Dicke ( oder zumindest nur über die, die du auch persönlich kennst).


      DANKE!

      Es ist für mich als Dicke einfach ein Schlag in die Magengrube, immer wieder mehr oder weniger subtil von anderen Menschen vermittelt zu bekommen, dass ich ja selbst schuld bin ...

      Den ganzen Kram, der landläufig als "ausgewogene gesunde Ernährung mit Bewegung" gepredigt wird, mache ich schon immer! Schon einfach aus dem Grund, weil ich das am besten vertrage! Aber irgendwie muss ich ja dämlich sein, dass ich dann dennoch dick bin ... /Ironie

      JEDER ist ein Individuum und hat sein eigenes Päckchen zu tragen ... und jeder, der meint, er müsste von sich auf andere schließen, sollte erstmal ein paar Meilen in den Schuhen der anderen laufen, bevor er sich ein Urteil anmaßt.

      (Sorry, aber mir platzt langsam der Hals ... mir gehen Verallgemeinerungen generell auf den Senkel.)
      Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat,
      der wäre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben möchte. (Berthold Auerbach)
    • Kürbis80 schrieb:

      Wer ehrlich zu sich selbst ist, weiß auch, dass es eigentlich nur zwei Dinge gibt, die wirklich helfen: Eine ausgewogenere, gesündere Ernährung und viel Bewegung.


      Hier wird wie in einer klassischen Debatte stark auf Worte geachtet. Mit deiner Aussage unterstellst du, dass alle Dicke nur deshalb dick seien, weil sie nicht auf Ernährung und Bewegung achten würden. Außerdem unterstellst du allen, die andere Gründe als die beiden von dir genannten für ihr Übergewicht anführen, dass sie sich selbst belügen.

      Nur ist diese Aussage, auch wenn du sie nicht so verallgemeinernd gemeint haben solltest, mit ihrem Anspruch auf absoluter Gültigkeit nicht korrekt.

      Ich kann dich z.B. mit meinen eigenen Erfahrungen ganz leicht widerlegen. Ich z.B. habe Hashimoto-Thyreoiditis und Typ I Diabetes, also als weitere Faktoren für mein Übergewicht eine latente SD-Unterfunktion mit Schüben und eine permanente externe Insulinzufuhr. Wenn ich ehrlich zu mir bin, dann weiß ich, dass ich mich um diese beiden Faktoren ebenso kümmern muss wie um die von dir genannten.

      Du siehst also, dass deine Argumentationsstrategie in keinster Weise belastbar ist. Wären wir im Debattierclub, hätte ich damit sofort die Debatte für mich entschieden.
    • Habe gerade gestern Abend einen Bericht in "arte" gesehen: "Die große Zuckerlüge". (ist glaube ich noch eine Zeitlang als Video abrufbar)

      Darin wird unter anderem sehr klar, von wem manche Ernährungs-Meinungen lanciert werden, und wie lange diese (Lehr-)Meinungen in den Köpfen der Menschen weiterleben. Bzw. gegen welche Gewinninteressen oder Windmühlen neuere Erkenntnisse sich durchzusetzen haben.

      Ich weiß noch, daß es jahrelang immer die Fette waren, auf denen herumgeritten wurde. "Low Fat" und "light" war der Slogan. Wobei die herausgezogenen Fette nicht selten durch Kohlenhydrate ersetzt wurden - des Geschmacks wegen ...
      Heute glauben wir an "low carb".
      Und irgendwie gelingt es der Gesellschaft durch diese Glaubens-Dogmen immer wieder, den "Schuldigen" zu finden: das Individuum, das sich einfach nicht "beherrschen" kann ...
      Ich fand einen Satz in dem Zucker-Film bemerkenswert: daß es nämlich noch nie gelungen ist, ein Problem zu lösen, indem man einen Schuldigen gefunden / eine Schuldzuweisung vorgenommen hat ...

      Irgendwie kommt mir mancher Ansatz zu "richtiger Ernährung" / "richtigem Verhalten" ein bißchen wie manche Psychoanalysen vor: wo sie dir einfach eine Theorie übergestülpt und versucht haben, dich mit Hilfe dieses Instrumentariums zu "heilen". Gut - so lange man halt nur diese eine Erklärung zur Hand hat ... - wenn man nur einen Hammer hat, so das Sprichwort, dann sieht eben jedes Problem wie ein Nagel aus ...
      Dann kam in den Achtziger Jahren Alice Miller auf, die sagte okay, ich will erst mal von Theorien gar nichts wissen. Ich will mich ganz neutral mit dem Klienten "auf den Weg machen" und den individuellen Grund finden, der "sein" Problem ist. Nur seins ... das des nächsten Patienten ist höchst wahrscheinlich wieder anders gelagert ... ich als Therapeutin kann nur begleiten ... auf der Suche ... nach dem ganz individuellen "Punkt".

      Ich wünsche mir, daß dieser Ansatz irgendwann auch in die Ernährung Einzug hält. Herausfinden, wo der individuelle Knackpunkt liegt - und vielleicht liegt dieser manchmal ja gar nicht im Abnehmen, sondern eher darin zu lernen, wie man mit den "Erwartungen" / Schuldzuweisungen / Stigmatisierungstendenzen der Außenwelt besser umgehen kann.
      Und dann ist auch jeder individuell darin, was er/sie verträgt. Deshalb ist es schier unmöglich, eine für alle verbindliche Ernährungsrichtlinie aufzustellen ...
    • Sophie schrieb:


      Was "gesunde Ernährung" bedeutet, wird jährlich neu definiert,


      Das gilt auch für "gesundes" Bewegungsverhalten. Mal ein Beispiel für den Studienwirrwarr:

      Das war letztes Jahr. Dieses Jahr kommen uns die Herrschaften damit.

      Der schlanke Moderator ist übrigens ein bekennender "Ungesundleber", also Bewegungsmuffel und Fleisch-ist-mein-Gemüse-Typ.

      Und hier noch ein interessanter Artikel zum Sitzen aus der SZ.

      Sorry, das war jetzt etwas OT, passte m. E. aber gut hier hin.
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    • Lunix, schön, Dich mal wieder zu lesen. :daumen:

      Ich denke, das ist wie mit allem. Die Dosis macht das Gift. Ich musste in den letzten drei, vier Wochen teilweise bis zu 12 Stunden am Schreibtisch sitzen. Es war eine Katastrophe, weil ich das einfach nicht mehr gewohnt bin. Zum Teil habe ich vor Muskelschmerzen geweint. Letzte Woche musste mein Physio mich eine Stunde lang dehnen. Dann hatte ich endlich wieder die Zeit, zum Sport zu gehen und nach drei Trainingseinheiten ging es mir wieder gut.

      Wichtig ist, dass man immer mal wieder wechselt zwischen Sitzen, Liegen, Rumlaufen, Stehen ...
    • Martina, ich kenne das auch. Wenn ich mal zu langem Sitzen gezwungen war fühle ich mich verhauen. ;) Aber das bestreitet der Artikel ja auch nicht. Nur, das Sitzen per se mit dem Rauchen gleich zu setzen, zumal man ersteres ergonomisch verbessern kann, ist völlig absurd. In den 1980ern wurde den Teilnehmern an Rückenkursen erzählt, man solle sich nur ja nicht bücken, da die Wirbelsäule dafür nicht gemacht wäre. Das war genau so bekloppt. Richtig ist lediglich, dass man nichts Schweres mit Bücken aufheben soll. Bleibt die Frage, wem solche hergeholten Übertreibungen nützen. Den Addressaten bestimmt nicht.
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    • Also ich würde von Sedumoxal und Petoximol auch eher abraten. Habe dazu ein bisschen recherchiert und die Mittel kommen mir nicht sehr glaubwürdig vor. Sehr aufschlussreich fand ich diesen Artikel zum Thema: [Hier stand ein Link zu einem pseudowissenschaftlichen Artikel mit eingebauter Werbung für ein anderes Diätmittelchen] Ich hoffe das hilft dir weiter. :) Liebe Grüße! Hannes

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