Einladung zur Vorsorgeuntersuchung

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Einladung zur Vorsorgeuntersuchung

      Hallihallo,

      ich war über Ostern mal einen Tag zuhause und habe meine Post durchgesehen. Ich bin mit meinen Eltern bei der SVB (Sozialversicherung der Bauern) mitversichert.

      Dass Damen 50+ eine Einladung zur Vorsorgeuntersuchung bekommen, ist mir ja bekannt. Aber ich habe jetzt auch eine bekommen ... ich bin 21!

      Ich habe ehrlich gesagt riesige Angst davor, hinzugehen. Ich habe nicht Angst vor den Untersuchungsergebnissen, weil ich mich soweit ganz gesund ernähre (ja klar, zu Ostern gibts auch mal Schoko und so) und auch fit bin, aber ich habe tierische Angst, dass sich der untersuchende Arzt an meinem Body-Mass-Index oder an meinem Gewicht versteift und mich deswegen verurteilt.

      Gerade eben habe ich dort angerufen und mich erkundigt, was da alles untersucht wird. Ich meine, ich finds super, es ist eine echt umfassende Untersuchung. Aber Angst habe ich trotzdem, denn sobald ein einziger Wert von der Norm abweicht, heißts sicher sofort: Kein Wunder, bei so dicken Leuten ist das immer so. :(
    • Musst Du diesen Vorsorgetermin überhaupt wahrnehmen? Hängt die Versicherungsleistung davon ab?


      Deine Bedenken kann ich verstehen. Wenn ich zu einem neuen Arzt muss, mach ich mir auch immer Gedanken, was kommt. Und manchmal bin ich auch "vorsorglich" auf Krawall gebürstet. Aber eigentlich kann es das ja auch nicht sein.

      Vielleicht kannst Du Dir überlegen, welche Antworten Du auf welche Aussage machen möchtest. Oder ob Du mit einem Satz, das Thema beenden willst.

      LG Finchen
    • Finchen schrieb:

      [...] Vielleicht kannst Du Dir überlegen, welche Antworten Du auf welche Aussage machen möchtest. Oder ob Du mit einem Satz, das Thema beenden willst.

      Da kann ich mich Finchen nur anschließen.

      Wenn ich zu einem neuen Arzt muss und dieser mich fragt warum ich so dick bin, dann sage ich, dass es dafür zwei Möglichkeiten gibt und, dass ich es ihm überlasse welche er glauben möchte.

      Möglichkeit a ist, dass ich am liebsten von Morgens bis Abends auf dem Sofa liege und dabei Chips und Schokolade esse und alles mit zuckerhaltigen Limonaden runterspüle. Des Weiteren lehne ich Bewegung aus Prinzip ab und ich bin davon überzeugt, dass das Dicksein toll ist.

      Möglichkeit b ist, dass ich seit frühster Kindheit Diäten mache und ich nach jeder Diät in den Jo-Jo-Effekt geraten bin. Ich mich sehr gerne bewege und ich davon überzeugt bin, dass ich mit noch weiteren Diäten nur noch dicker werden kann. Des Weiteren bin ich der Meinung, dass ich als dicker Mensch sehr wohl auch "gesund" und "fit" sein kann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bircan ()

    • Dankeschön für die Anregungen, das sind super Ideen. Normalerweise bin ich ja selbst nicht komplett auf den Kopf gefallen, aber bei dem Thema sind so viele Emotionen drinnen... Da ist das logisch denken schon sehr schwierig.

      Was meint ihr, welche Fragen könnten da wohl kommen? Abgesehen von "Sie haben einen BMI von 35, das ist Adipositas zweiten Grades. Wie kann man nur mit 21 Jahren schon so dick sein?"

      Oder auch Anschuldigungen, Beleidigungen...?

      Es gibt nur ganz wenige Ärzte, denen ich traue. Das ist zum einen mein Hausarzt, zum anderen mein Gynäkologe (der leider bald in den Ruhestand eintreten wird :() und meinem Augenarzt so halb.

      [INDENT]Nachdem ich vor etwas mehr als einem Jahr in einem Krankenhaus bei einem Routineeingriff beinahe das Leben lassen durfte, ist halt mein Vertrauen in die Ärzte generell ziemlich gesunken. Und mein ehemaliger Hautarzt war ein besonderer Trottel: ich hatte wegen der Pubertät und dem damit verbundenen Hormonumstellungen auch mit knapp 20 noch immer Akne am Rücken und im Gesicht (aber es gibt viel schlimmere). Und er sagte zu mir, dass er noch nie einen so hässlichen Rücken und ein so hässliches Gesicht gesehen hat in seinen 20 Jahren, wo er seine Praxis schon hat.
      [/INDENT]
    • Vielleicht überlese ich es nur, aber um was für eine "Vorsorgeuntersuchung" soll es denn da gehn? Ganz allgemein oder wie oder was?
      Und gibt es dafür irgendeine Begründung?
      Einfach so, würde ich diese Einladung nämlich gefließentlich ignorieren, warum solltest du daran teilnehmen?
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Ich glaube ich würde mich dem nicht aussetzen. Ich meine, wenn du Vertrauen zu deinem Hausarzt und deinem Gynäkologen hast, dann können die ja alle Untersuchungen machen, die wichtig sind, also so was wie den Krebsabstrich und Standard-Blutwerte.

      So wie ich das auf der Homepage lese, klingt es schon sehr nach „dicke Leute motivieren abzunehmen“, und das würde ich mir echt nicht antun. Für wen soll das gut sein? Mir ist es bis jetzt noch jedes Mal danach schlechter gegangen, wenn mich jemand wegen meines Gewichts beschämt hat. Für mich ist der erste Schritt damit es mir besser geht, mich selbst anzunehmen und zu lieben wie ich bin. Da brauche ich niemanden der mich kritisiert.

      Ganz liebe Grüße

      Claudia (in deinem Alter auch noch bei der landwirtschaftlichen Krankenkasse der Eltern mitversichert gewesen, von daher fühle ich mich dir verbunden)
      "Kurz" kann ich nicht. ;)

      [SIZE=1]Von claudiathomas[/SIZE]
    • Ich habe mir von dem Mann am Apparat vorlesen lassen, was da alles passiert.
      Die Untersuchung teilt sich prinzipiell in 3 Punkte:

      • ausführliches ärztliches Gespräch
      • körperliche ärztliche Untersuchung
      • Laboruntersuchungen

      Das stand auch auf dem Info-Flyer, den ich bekommen habe. Zum zweiten Punkt habe ich am Telefon nachgefragt, und soweit ich es mitschreiben konnte, wird da folgendes gemacht:


      • Gefäßpuls/-durchblutung messen
      • Wirbelsäule (Beweglichkeit, Schiefe, etc.) untersuchen
      • allgemeine Hautuntersuchung/Prüfung auf verdächtige Muttermale
      • Schilddrüse, Lymphknoten abtasten
      • Herz: Frequenz, Blutdruck
      • Lungenfunktionstest
      • Abtasten Bauch (Leber, Darm, Gelenke, ev. Schwellungen)
      • Bestimmung des BMIs

      Es wird auch Blut abgenommen und im Labor ein großes Blutbild gemacht. Da werden eben auch Sachen wie Trigylceride, Cholesterin, Leberwerte, Nierenwerte, etc. geprüft. Davor habe ich eigentlich auch keine Angst.

      Aber sobald BMI = 35 rauskommt ... naja, keine Ahnung. Ich weiß auch nicht, ob ich diese Untersuchung genauso gut bei meinem Hausarzt machen darf. Dann wäre die Hemmschwelle weit niedriger.

      Ich habe ein Glück, dass ich zwei so tolle Hausärzte habe (Vater und Sohn). Der Vater hat schon irre viel Erfahrung und der jüngere ist nur 10-15 Jahre älter als ich, total kompetent und vor allem SEHR einfühlsam. Er hat selbst ein "Wohlstandsbäuchlein" und sieht so Gewichtsthemen viel gelassener. Seine Ansicht ist in etwa

      "Jeder muss selbst entscheiden, wie er/sie rumläuft. Und nicht jeder ist dick, weil er/sie mit Vorliebe Schokolade und Chips in Kombination mit Softdrinks im Wechseltakt zu sich nimmt. Dicke sind auch nur Menschen."

      Ziemlich genau so hat er es zu mir mal gesagt, und diese Einstellung finde ich super.[INDENT]Wenn ich hingegen an meine Mutter denke, die jetzt beginnt, meine Cousine (fast 14 Jahre alt/ca. so groß wie ich = 165/Kleidergröße 38) anzupöbeln "Mal sehen, ob du nach 2 Kindern mit 38 noch in eine 40 reinpasst, so wie ich! Das musst du erst mal schaffen!". Ich meine, gehts noch? Sie hat eine 38. :rolleyes: (Das weiß ich, weil ich vor kurzem mit ihr shoppen war.) Und meinen Bruder (11) hat sie gestern auch angepöbelt. Sowohl meine Mutter als auch mein Vater haben ziemlich rote Wangen und mein Bruder hat sie geerbt (ich nicht). Er gehört selbst auch eher zu den dickeren in seiner Klasse. Als er sich gestern über seine roten Wangen beschwert hat, sagte meine Mutter: "Wenn du weniger FRESSEN würdest, hättest du kleinere Wangen und sie wären auch weniger rot". Sie wird einfach nicht schlauer. :mad:
      [/INDENT] Das war nur eine Einladung, also nichts Verpflichtendes. Andererseits sehe ich es als ein "gratis Angebot", mich auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Ich bin einfach ein bisschen in der Zwickmühle. :confused:
    • Malinki schrieb:

      [...] Ich habe ein Glück, dass ich zwei so tolle Hausärzte habe (Vater und Sohn). Der Vater hat schon irre viel Erfahrung und der jüngere ist nur 10-15 Jahre älter als ich, total kompetent und vor allem SEHR einfühlsam. Er hat selbst ein "Wohlstandsbäuchlein" und sieht so Gewichtsthemen viel gelassener. [...] Andererseits sehe ich es als ein "gratis Angebot", mich auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Ich bin einfach ein bisschen in der Zwickmühle. :confused:

      Warum lässt du dich denn nicht von deinem Hausarzt auf Herz und Nieren untersuchen, denn du sagst ja selbst, dass der Arzt kompetent und einfühlsam ist ... ?
    • Ein Gratischeckup ist doch nichts Schlimmes und wenn der BMI zu Sprache kommt, dann kannst du sagen, dass dir das bewußt ist. Bei meinem Hausarzt ist ein großer Checkup eine IGEL Leistung und kostest einiges. Ich würde das Angebot deiner Kasse annehmen.
    • Bircan, ich weiß ja leider nicht, ob der diese Vorsorgeuntersuchungen durchführt bzw. durchführen darf. Auch wenn er als "allgemeiner/praktischer/praktizierender Arzt" dem Grunde nach dazu befugt ist, heißt das noch lange nicht, dass er das auch tut. Aber ich werde demnächst nachfragen.

      Wenn er das macht/machen darf, dann werde ich es bei ihm machen. Aber ich werde bis in den Sommer warten, dann habe ich keine Prüfungen an der Uni. Auch wenn ich in meinen Hausarzt vollstes Vertrauen habe, will ich keine Prüfung vergeigen, weil kurz davor rauskommt, dass irgendetwas doch nicht passt.

      Dankeschön für die verschiedenen Beiträge von euch, ihr habt mir sehr weiter geholfen. Auf manche Sachen kommt man einfach nicht, wenn man emotional zu viel mit drin hängt. :danke:
    • Malinki schrieb:

      Ich weiß auch nicht, ob ich diese Untersuchung genauso gut bei meinem Hausarzt machen darf.


      Ja, das ist sogar der Arzt der Wahl für die jährliche Vorsorge, da er dich kennt und dich daher im Falle einer Erkrankung gut begleiten kann. Sie ist nicht verpflichtend, aber eine gute Chance, einmal jährlich das testen zu lassen, was sonst womöglich vor sich hin schlummert. Beispiele: Schilddrüse, Entzündungswerte, Blut im Stuhl, ...

      Geh hin, ist gratis aber nicht umsonst. :)
    • Wenn Du es beim Hausarzt machen kannst, ginge ich an Deiner Stelle auch dort hin. Schon alleine deswegen, wenn ein Wert nicht ganz o.K. ist, kennt er Dich schon so lange und so gut, dass er einschätzen kann, ob wirklich Handlungsbedarf besteht, oder nicht.

      dass ich am liebsten von Morgens bis Abends auf dem Sofa liege und dabei Chips und Schokolade esse und alles mit zuckerhaltigen Limonaden runterspüle. Des Weiteren lehne ich Bewegung aus Prinzip ab und ich bin davon überzeugt, dass das Dicksein toll ist.


      Das ist doch mal eine Klasse Antwort. Genau das, was manch einer so wie so glaubt. Also erst den Satz sagen, und dann Gehör auf Durchzug schalten :rolleyes:

      LG Finchen
    • Lucia schrieb:

      Jeder Versicherte hat ab 18 Jahren Anspruch auf die jährliche kostenlose Vorsorgeuntersuchung.


      So isses. Ob dick oder dünn. Ich hab die auch machen lassen und finds gut mit Blutdruck, Blutwerten etc. auf dem aktuellen Stand zu sein. Ich bekomme leider keine Einladung, bäh!
      Du kannst ja einfach sagen dass sie sich die BMI Bestimmung schenken sollen. Kein Arzt kann etwas an dir rumdoktorn ohne dein Einverständnis.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Das Wichtigste ist doch erst mal, dass du dich von dem Gedanken lösen musst, dass dir irgendwas beim Arzt wegen deines Körpers peinlich oder unangenehm ist.

      Je mehr du dich da hineinsteigerst, desto schwieriger wird es ! Was ist, wenn du wirklich mal Beschwerden hast?

      Dein Körper ist nun mal so, wie er ist - und du musst damit leben und gut mit ihm umgehen. Dazu gehören ärztliche Untersuchungen, ob man sie nun gut findet oder nicht.

      Natürlich kann es sein, dass ein Arzt dich auf dein Übergewicht anspricht - aber das muss nicht zwingend sein. Allerdings gibt es sicherlich Ärzte, die das auch ohne Vor-Verurteilungen nicht unerwähnt lassen wollen - ohne negativen Hintergrund. Mir hat mal ein Arzt gesagt "Und dass Ihr Gewicht zu hoch ist, das wissen Sie ja selbst!?" ... und das fand ich völlig ok.

      Mein Tipp also:
      Backen zusammenkneifen und hingehen! Du bist noch jung und wirst noch zu vielen Ärzten gehen müssen ... was nutzt es also, jetzt schon so ein Drama daraus zu machen!? Das macht es in Zukunf nicht einfacher ....
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Das sehe ich genauso. Ich nehm in der Firma auch alle Untersuchungen über die Betriebskrankenkasse mit. Wenn man zum Hausarzt geht, hat der manchmal nicht das spezielle Equipment. Letztens habe ich zum Beispiel ein Augenscreening machen lassen, das ist bei niedergelassenen Augenärzten nicht so aufwendig möglich, nur in Augenkliniken mit elenden Wartezeiten, und bezahlen muss man auch dafür - zur Vorsorge geb ich mir das nicht, aber wenn der Arbeitgeber dafür löhnt...
      Und selbst wenn ein Arzt wegen meines Gewichts gackert: ich hörs mir an und stelle meine Ohren auf Durchzug.

      Die checken hauptsächlich ab, ob sich nicht eine möglicherweise berufsbedingte Erkrankung anbahnt. Das ist auch wichtig, früh darüber Bescheid zu wissen, bevor es ganz schlimm wird.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Danke für euer ganzes Feedback, das hilft mir wirklich sehr. Ich habe beschlossen, die Vorsorgeuntersuchung im Sommer bei meinem Hausarzt machen zu lassen. Die beiden (Vater und Sohn) kennen mich sehr gut und wissen auch, dass ich nicht diese "Dicke, die den ganzen Tag mit Schoko, Chips und Limo vor der Glotze hängt" bin. :)

      Danke für eure ganzen Infos, ich wusste gar nicht, dass ich das bei meinem Hausarzt machen KANN. Das war ja irgendwie der Hauptpunkt, warum ich solche Panik davor hatte.
    • Malinki schrieb:

      Die beiden (Vater und Sohn) kennen mich sehr gut und wissen auch, dass ich nicht diese "Dicke, die den ganzen Tag mit Schoko, Chips und Limo vor der Glotze hängt" bin. :)

      .


      Das ist auch ziemlich diskriminierend - und voller Vorurteile, oder nicht??

      Wenn jemand selbst nicht so "bedacht" werden will, dann sollte er sein eigenes Denken auch mal überprüfen!

      Auch die "Dicken, die mit Schoko, Chips und Limo vor der Glotze" hängen, haben ihre Gründe dafür ... und hätten oft gern ein anderes, aktiveres Leben ... sind krank (depressiv, essgestört, Rheuma oder ähnliche Krankheiten), nehmen Medikamente ... oder was weiß ich .....
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Ich glaube schon, dass aus dem Post ersichtlich war, wie ich es gemeint habe. Und zwar genau so: Ich möchte nicht aufgrund meines Äußeren in eine Kategorie gedrängt werden, die auf mich nicht zutrifft. Ich hätte auch jedes x-beliebige andere Beispiel dafür hernehmen können.

      Und wenn du denkst, dass ich prinzipiell alle Leute mit voller bösartiger Absicht in eine Schublade stecke, dann irrst du dich. Für mich ist nicht jeder schlanker Mensch magersüchtig und jeder übergewichtige Mensch essgestört. Für mich ist auch nicht jeder Mensch, der gerne Sport macht, sport- oder anabolikasüchtig. Genausowenig ist jemand, der abends gern ein Glas Wein trinkt, für mich noch lange kein Alkoholiker.

      Irgendwie wundert mich jetzt überhaupt nicht, dass rein zufällig du das genau so verstehst/interpretierst wie es eben NICHT gemeint war.

      Aber gut, für mich ist bzgl. diesem einen Satz von mir und deiner Reaktion, Andra1963, Schluss. Ich lass mich doch nicht in Teufels Küche bringen.
    • Wieso "rein zufällig ich"???

      Ich schrieb, was mir zu deinem Posting auffiel - das ist ja nicht verboten.

      Ich finde es nach wie vor zumindest gedankenlos, hier von den "Sofadicken" zu schreiben, zu denen du Um-Himmels-Willen ja nicht dazugehören willst!
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Ich hatte das nicht so verstanden, dass Malinki die Aussage mit dem Gedanken eines Vorurteils gemacht hatte. Ein guter Arzt möchte doch wissen, welches Essen und welche Bewegung man bevorzugt.

      Es ist doch unbestritten und sollte auch ohne Vorurteil gesagt werden können, dass es Menschen gibt die den „ganzen“ Tag nur Schoko, Chips … essen und auf dem Sofa liegen, egal ob dünn oder dick und das diese Menschen irgendeinen Grund dafür haben, dass hatte Malinki mit ihrer Aussage doch nicht bestritten.
    • Also, es ist ja nun bei weitem nicht das erste Mal, dass ich hier lese, dass dicke Menschen nicht als ein medial befeuertes wandelndes Klischee betrachtet werden wollen.
      Vorurteile gegenüber Dicken gibt es ja auch so einige, wie auch gegenüber anderen Gruppen, die ebenfalls nur dem Anschein nach eine gewisse Homogenität aufweisen, positive wie negative.

      Ich sehe das durchaus kritisch, je mehr man sich versucht abzugrenzen, desto mehr nährt man auch die Vorstellung, dass es diese "typischen Dicken" doch irgendwie gibt.
      Es ist ein Mechanismus von gelungener Stigmatisierung, wenn die Gruppe selbst die ihnen angedichteten Eigenschaften so weit verinnerlicht, dass sie meint, sich davon im Vornherein schon ganz weit distanzieren zu müssen.

      Davon bin ich selbst nicht frei, ich ertappe mich manchmal dabei, doch immer mal auf meine gesunde Ernährung zu sprechen zu kommen und von meinem Bewegungspensum zu sprechen, bzw. mich auch mal selbst bei Gruppenveranstaltungen zu überforden um zu beweisen, dass ich mindestens mithalten kann, wenn nicht mehr.

      Malinkis Satz fand ich ok, weil er nicht verglichen hat.
      Hab ich hier leider auch schon anders gelesen.:rolleyes:
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Angelina schrieb:

      Es ist ein Mechanismus von gelungener Stigmatisierung, wenn die Gruppe selbst die ihnen angedichteten Eigenschaften so weit verinnerlicht, dass sie meint, sich davon im Vornherein schon ganz weit distanzieren zu müssen.

      Sehr treffend gesagt!
      Ich ertappe mich leider selbst immer mal wieder bei solchen Handlungsweisen, wenn ich den Eindruck habe, nach dem ersten Anblick gleich in die "fett und faul".Kategorie gestopft worden zu sein.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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