Verzerrtes Spiegelbild ?

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    • BUFFY schrieb:

      Wissenschaftlerinnen, Ärztinnen etc.
      pflegen sehr auf ihr Äußeres zu achten,
      kann sehr karriereschädlich sein, wenn
      man es nicht tut.


      Ja, sie sind gepflegt, wie halt ein normaler, zivilisierter Mensch sich pflegt, duscht und so weiter. Aber high Heels und enge Kleider und perfekt sitzende Haare und , was hier als Beispiel für "perfekte Weiblichkeit" angesprochen wurde, wären doch eher hinderlich im Beruf.
      Gerade wenn sie in einem männlich dominierten Beruf zugange ist, wie in der Chirurgie ( habe gerade das bild der Chirurgin vor Augen, die mich operiert hat,
      fand sie taff- )

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Frauen in akademischen Berufen achten sehr wohl auf ihr Äußeres. Es mag die eine oder ander Professorin geben, die aussieht, als sei sie gerade aus einem Berg zerknitterter Kleidung gezogen worden, aber meist sind sie ganz gut gekleidet und frisiert. Dezentes Makeup gehört bei den meisten dazu.

      Vor allem können diese Frauen eines: unterscheiden zwischen Job und Disco. Ist der Rock zu kurz, das Haar zu wallend und das ganze Outfit zu sexy, finden das die männlichen Kollegen ganz toll und auch der meist männliche Personalchef findet es klasse, aber aus irgendeinem Grunde flirtet Mann lieber mit ihnen, als ihnen beruflich so richtig etwas zuzutrauen.
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • So isses. Von daher lieber ein gepflegtes Understatement als demonstrierte Weiblichkeit.

      Gerade eben habe ich eine Konferenz hinter mir, an der auch eine französische Gewerkschafterin teilgenommen hat. Tres chic. Alter wie Kleidergröße Anfang bis Mitte 50, aber dezent elegant und offensichtlich bequem. Hosen, Shirt und täglich einen anderen Blazer, fast wie Frau Merkel, aber einen Tick femininer: weich fallende, dezent Ton in Ton gemusterte Stoffe und überraschend moderne Schnitte. Nicht das übliche Revers-Etwas, sondern auch mal Stehkragen oder kragenlos. Dezent geschminkt, dh. nur Nagellack und leichtes Augen-Makeup, schlichter Schmuck, eine Brosche (seit Jahrzehnten hab ich keine Brosche mehr am lebenden Objekt gesehen!) Ich hab mir gleich geistige Notizen gemacht...
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Hach, so ein understater Chique wollte ich immer. Es gibt Frauen, die scheinen ein Damenhaftes Gen zu haben, Perlenohringe bei der Geburt. Wenn ich das selbe anziehe wie diese, sehe ich immer noch aus wie aus dem Wald, nur verkleidet. Ich werde das nie verstehen. Wann wird endlich die Latzhose business-tauglich?
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Zur Ausgangsfrage: Mein Selbstbild ist definitiv verzerrt, die Frau, die ich im Spiegel sehe ist glatt doppelt so breit, wie ich wirklich bin.
      Wenn ich dann Fotos von mir sehe, wo ich ganz drauf bin, die dann meist auch ein bissrl weiter weg sind, denke ich: Waaas dat bin ja ich!
      Das führt auch dazu, das ich dann im Laden oft zu den falschen Grössen greife.
      Ich arbeite daran und es gibt Tage da ist es auch besser, aber manchmal :rolleyes:

      Was elegante Kleidung angeht: Das würde null komma null zu mir passen.
      Ich habe nix elegantes Ladylikes an mir ausser vlt. lange gewellte Haare.
      Ansonsten, ich fluche wie ein Rohrspatz, ich sitze draussen einfach in den Dreck, trinke daheim aus der Flasche und bin auch sonst eher unzimperlich.
      Aber ich habe eh nur jeans und Tshirts im Schrank :D
    • Auch nochmal zur Ausgangsfrage.

      Als ich ganz dünn war, habe ich mich im Spiegel immer als dick gesehen.
      Es hat ganz lange gedauert, bis ich mich auch vorm Spiegel gesehen habe, wie ich war - das erstemal komischerweise in einem Schaufenster.
      Da dachte ich: "Meine fresse, bin ich mager."
      Als ich dann dick war, war es genau umgekehrt.
      Ich habe ganz lange nicht kapiert, dass ich jetzt dick bin.
      Da habe ich mich auch vergriffen, besonders in Oberteilen
      ( Unterteile pflege ich anzuprobieren)
      habe mich im Spiegel nicht als dick gesehen, obwohl ich es war, sondern als dünn.
      War dann geschockt über die Fotos. War das ich?
      Die Chinesen sagen, dass es beim Reisen einige Tage dauert, bis die Seele nachkommt.
      Kann das sein, dass das beim Gewicht ähnlich war,
      dass sich meine Seele einfach nicht so schnell umgestellt hat?

      liebe Grüße Lisa
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