Essverhalten ändern

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Essverhalten ändern

      Hallo,

      ich bin ja noch recht neu hier, darum hoffe ich, dass ich hier jetzt kein Fettnäpfchen-Weithüpfen mache.

      Ich bin momentan sozusagen "krankgeschrieben", da ich mich in einer Art ambulanten Therapie wegen chronischer Migräne befinde. Außerdem wechsle ich wegen persönlicher Gründe zwischen meinem Elternhaus und der Stadt, in der alle meine Ärzte sind, alle 1-2 Wochen hin und her. Aus diesen Gründen habe ich zur Zeit auch keinen allzu festen Tagesrhythmus. Kein, um 8 Uhr muss ich unter der Woche da und da sein, und dann esse ich mittags was in der Kantine oder so - weshalb ich jetzt auch noch online bin. Manchmal muss ich schon früh raus wegen Arztterminen, manchmal aber auch nicht, dann schlafe ich aus. Aber das ist grundsätzlich ein anderes Thema, nur so um meine Situation mal grob darzustellen.
      Ich eröffne dieses Thema nicht um sog. "Diättipps" zu erhalten, aber aus o.g. Gründen ist mein Essverhalten einfach salopp gesagt unter aller Sau. Das möchte ich gerne ändern, aber weiß nicht genau wie ich anfangen soll. Eine Ernährungsberatung oder Therapie möchte ich erst anfangen, wenn sich mein Leben etwas beruhigt hat und ich nicht mehr ständig hin- und herfahren muss, das ist mit den ganzen Arztterminen, die ich wegen der Migräne und anderem habe, schon anstrengend und kompliziert genug.

      Mein Problem ist, dass ich dazu tendiere, den ganzen Tag nichts, oder wenig zu essen, um mir dann am Abend eine riesige Portion reinzuschaufeln. Meine Eltern sind leider selbst kompliziert mit dem Essen, was ich hier jetzt nicht weiter erläutern will, genau so wie mein Freund (mit dem ich eigentlich zusammen wohne) - auf jeden Fall ist eine gemeinsame Mahlzeit zwar möglich, aber da isst dann jeder etwas anderes. Das kann ich zumindest bei meinen Eltern leider auch nicht ändern. Mein Freund ist da aufgeschlossener, aber eben auch faul. :rolleyes:
      Das mit dem Nichts oder wenig Essen den Tag über passiert manchmal absichtlich, manchmal nicht. Ich muss zum einen wegen meiner Medikamente morgens 30-60 Minuten warten, bis ich offiziell etwas essen "darf", zum anderen ist mir die ersten paar Stunden nach dem Aufstehen - egal was oder wie viel ich am Tag davor gegessen habe - meist schlecht oder zumindest schwummrig. Durch meinen chaotischen "Rhythmus" ist es dann manchmal schon Nachmittag, bis ich Hunger habe oder überhaupt etwas essen möchte, und dann denke ich mir, jetzt kannst du auch noch warten, bis es Abend ist. Und da esse ich dann natürlich u.a. darum sehr viel, weil ich so einen Hunger habe. Manchmal plane ich aber auch schon im Voraus, z.B. wenn ich weiß, dass ich an dem Abend sicher alleine esse/bin, und esse dann absichtlich nichts oder nur wenig. Das fällt mir nicht schwer, so lange ich weiß, dass ich mir dann später den Bauch vollhauen kann.
      Grundsätzlich ist das bei mir mit jedem Essen so, das ich gerne mag. Dieses Prinzip habe ich, mit Variationen, auch schon seit ich klein bin. Damals hatte es mir die weiße Schokolade angetan, später dann bestimmte Käse-Chips, dann waren es Muffins und Cupcakes und derzeit sind es leider Chicken Wings.
      Das finde ich aus mehreren Gründen schlimm. Ich weiß, wie die Hühner dafür gehalten werden, und wenn ich nicht so einen unsäglichen Appetit darauf hätte, würde ich mir so etwas nie kaufen. (Ansonsten esse ich relativ wenig Fleisch.) Und naja, davon eine Packung zu essen ist meiner Meinung nach schon relativ krass im Vergleich zu früher eine Packung Muffins/Chips etc. Sowohl von der Menge, als auch von den Kalorien, als auch vom Geld! Am Anfang war es auch nur eine Packung. Mittlerweile mache ich fast immer zwei, manchmal sogar drei. Während der Zubereitung werde ich richtig euphorisch, das ist sozusagen das Höhepunkt (naja, vielleicht eher der Tiefpunkt ><) meines Tages. Ich finde das, wenn ich nicht gerade am Essen bin oder auch schon danach, wenn ich die Knochen wegräume, auch total eklig, aber ich weiß nicht wie ich mich bremsen soll. :(
      Mit meinem Freund zusammen habe ich es vor kurzer Zeit auch mal geschafft eine Woche gar keine zu essen, aber die Portionen waren abends immer noch sehr groß.
      Durch dieses abendliche Fressen habe ich im letzten Jahr ca. 25kg (wenn sowas nicht erlaubt ist, dann halt: "vergleichsweise langsam, aber viel") zugenommen. Damit habe ich an sich nicht so das Problem, aber ich habe durch Verwandschaft ein hohes Diabetes-Risiko und laut Arzt auch eine langsam bedenklich verfettete Leber, und würde mich u.a. darum gern anders ernähren. Außerdem bekomm ich von den Wings auch noch Durchfall. Mann, muss ich blöd sein, wa... :confused:
      Ansonsten trinke ich gerne Smoothies, sowohl gekauft als auch selbst gemacht. Brot und Wurst verabscheue ich, sämtliche Versuche mir das Nahe zu bringen sind gescheitert. Auf Süßes stehe ich auch allgemein nicht so.
      Jetzt meine Hauptanliegen: Ich denke, dass es sinnvoll wäre statt einer riesigen Abendmahlzeit mehrere (vielleicht so fünf?) kleinere Mahlzeiten einzunehmen, vorzugsweise in Snackform. Ich koche nicht gerne, und wenn ich koche, dann will ich gleich viel machen damit es sich auch lohnt, und das esse ich dann leider meist (mit Pausen) an dem Tag noch auf. :-o
      Stimmt ihr dem zu oder seht ihr das ganz anders? Was könnte ich da als gesunde, sättigende Snacks machen, die kein Brot beinhalten und nicht das Risiko einer evtl. zu großen Portion beinhalten?
      Brot wäre an sich ja toll: ein, zwei belegte Brote oder so; aber ich kanns einfach nicht ab. Kochen kann ich logischerweise ganz gut, aber bei so etwas hab ich überhaupt keine Ideen ...

      Sorry für den Sermon, ich hoffe ihr könnt mir da vielleicht helfen. :)

      Liebe Grüße,
      unschoen
    • Guten morgen, Unschön

      in deinem Post hast du ganz schön viel Dinge auf einmal erwähnt, das müsste man erstmal irgendwie ordnen. Also für mich, meine ich, um es zu verstehen. Nicht dass du "unordentlich" geschrieben hättest. Ich verstehe ein paar Dinge nicht.
      Da du noch neu bist, zur Erklärung, ich bin nicht dick, habe kein Problem mit der Ernährung im Allgemeinen. Vor diesem Hintergrund sind meine Fragen zu verstehen.

      1) Warum denkst du, du müsstest einen festgelegten/vorgeplanten Essensrythmus haben? Ich persönlich esse, wenn ich Hunger oder Lust habe und würde mich weigern nach Stundenplan zu essen. Ich halte das für nicht zielführend. Diese Mär von den 5 Mahlzeiten am Tag ist doch auch nichts anderes als eine Vorgabe - wie eine Diät. Was ist falsch daran dann zu essen, wenn man möchte, soviel man möchte?

      2) Wie kommt es, dass du dich selbst auf bestimmte Nahrungsmittel einschränkst, manche kategorisch ablehnst? Erneut, wie es scheint, im Voraus. Appetit und Gelüste habe ich auch aber diese wechseln und sind nicht vorhersehbar. Hast du keinen Spaß daran, Essen auszuprobieren, neues kennenzulernen?

      3) Warum kochst du nicht gerne? Hast du keinen Spaß daran, Essen auszuprobieren, neues kennenzulernen?

      Wahrscheinlich sind meine Fragen bescheuert. Du hast wahrscheinlich ein getrübtes Verhältnis zum Essen, dass dir eine selbstbestimmte und genussvolle Annäherung zum Essen verhindert. Aber bitte antworte trotzdem. Ich denke es ist ein Fehler, nach Plan zu essen. Das ist vielleicht ähnlich wie Sex nach Plan.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Ich werde aus dem Anfangspost auch nicht ganz schlau, ehrlich gesagt.

      Du hast z.B. geschrieben, dass du mittags in der Kantine isst. Andererseits schreibst du, dass du wenig bis gar nichts am Tag isst. Das passt nicht zusammen.

      Und du schreibst, dass du manchmal um 8 Uhr "da sein" musst (also zur Arbeit, nehme ich an?), und manchmal kannst du ausschlafen, und manchmal geht es morgens zum Arzt. Es sieht so aus, dass du unterschiedliche Tagesablaeufe hast. Vielelicht solltest du diese systematisch betrachten? Z.B. wie wuerdest du dein Essverhalten aendern wollen an den Tagen, an denen du in der Kantine zu Mittag isst. Und was wuerdest du aendern wollen an den Tagen, die (wie auch immer) anders aussehen.

      Ich kann belegte Brote uebrigens auch nicht ausstehen. :)
    • Muminfrau schrieb:

      Du hast z.B. geschrieben, dass du mittags in der Kantine isst.
      Und du schreibst, dass du manchmal um 8 Uhr "da sein" musst (also zur Arbeit, nehme ich an?), :)


      Ich glaube sie schrieb dass genau das bei ihr nicht der Fall ist. Kein um 8 Uhr aufstehen, kein in der Kantine essen.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Ach so, habe ich missverstanden. Trotzdem gibt es mindestens zwei Tagesablaeufe (frueh aufstehen bzw spaet aufstehen). Wenn unschoen mehr zu Tagesablaeufen schreiben koennte, waere das hilfreich, denke ich.
    • Nachtrag @unschoen: Ich finde es an sich nicht schlimm, dass du so viel Appetit auf Chicken Wings hast. So ist das Leben, dass man manchmal sich nur auf Chicken Wings freuen kann, weil alles andere gerade sehr chaotisch und anstrengend ist.
    • @unschoen:
      Erst einmal finde ich deinen Nickname ziemlich traurig. Findest du dich wirklich so unschön? Oder ist das beißende Ironie, die leider so nicht rüberkommt?

      Du schreibst "wegen Migräne und anderem". Was ist denn das andere? Vielleicht hängen deine seltsamen Essgelüste und die Ursachen deiner Fettleber zusammen, und vielleicht ist auch die Migräne in dem Zusammenhang zu sehen.
      Fettleber wird gerne mit Überernährung in Zusammenhang gebracht, gleichzeitig ist sie aber auch ein Symptom von Unter- oder Fehlernährung. Wenn der Körper nicht genug Kohlehydrate verstoffwechseln kann - das ist der Fall bei der berüchtigten Atkins-Diät oder Low-Carb-Diäten. Oder wenn zu lange Hungerphasen zwischen den Mahlzeiten liegen: da die Kohlehydratspeicher nicht sehr groß sind, werden Eiweiß und Fett zu Glucose umgebaut, und die Restfette werden an der Leber eingelagert, vor allem bei gleichzeitigem Eiweißmangel im Vergleich zu einer hohen Fettzufuhr.
      Der Leberstoffwechsel kann aber auch durch Medikamente, Gifte (vor allem Lacke, Farben, Benzindämpfe, Lösemittel) oder Alkoholmissbrauch gestört werden mit dem gleichen Endergebnis.

      Eigentlich ist es egal, wann man isst, und in wie vielen Mahlzeiten. Entscheidend ist die Gesamtbilanz, und wenn du deine Tageskalorien auf einmal reindrückst, ist das im Prinzip wurscht. Von der Anzahl oder Uhrzeit der Mahlzeiten nimmt man nicht zu oder ab. Meiner Meinug nach kannst du nicht so schnell in so kurzer Zeit vom Essen allein zugenommen haben, da ist noch mehr dahinter.

      Du schreibst, dass dir morgens "schwummrig" ist. Hast du dir bei der Gelegenheit schon mal den Blutdruck gemessen? Vielleicht hat dein Kreislauf Probleme, in die Gänge zu kommen. Oder es könnte eine Schilddrüsenstörung vorliegen (Hashimoto!) oder die Übelkeit auch von der Leber kommen.
      Du solltest alle diese Punkte mit dem Arzt/den Ärzten abklären, bevor eine versteckte Krankheit schwerwiegend wird. Gerade bei einer Schilddrüsenerkrankung muss frühzeitig behandelt werden!!! Lies mal hier die Beiträge anderer User/innen, welche Leidenswege da manchmal zurückgelegt werden mussten, nur weil eine Schilddrüsenerkrankung nicht behandelt wurde.

      Du schreibst außerdem, dass das Essen von Unmengen Chicken Wings sozusagen der einzige Höhepunkt deines Tages ist. Ich stelle mir dabei dein Leben ziemlich trist vor, wenn das tatsächlich so ist. Gibt es wirklich nichts anderes, was dir Freude bereiten würde? Wenn ja, dann TU ES.

      Was ist es eigentlich genau, was du so geil an Chicken Wings findest? Die Kruste, das Fettige, die Würze, das Bissgefühl? Würde mich mal interessieren. Du magst kein Brot? Iss doch stattdessen Reis oder Mais oder Bohnen. Es gibt Milliarden Menschen, die kein Brot essen.

      (Du zockst? Was denn? Ich hab mir gestern Nehrim runtergeladen, bin schon sehr gespannt darauf...)
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Danke für die gedanklichen Anregungen.
      Ich werde versuchen eure Fragen so gut wie möglich zu beantworten. Leider merke ich gerade beim Schreiben wie schwer ich mir dabei tue, vor allem es richtig zu formulieren. Ich rede über dergleichen nicht sehr oft. Ich hoffe, es kommt trotzdem halbwegs verständlich rüber.:)

      @Knallfrosch
      Das mit dem Essensrhythmus war mehr eine Idee; und ist eben entstanden, weil ich das Gefühl habe, dass es mir nicht so gut tut, keinen zu haben. Ich plane, sofern ich einen halbwegs regelmäßigen Tagesrhythmus habe, meinen Tag gerne um Termine oder eben Essen.
      "Nach Stundenplan" zu essen hätte ich auch nicht vor; aber ich verstehe, was du meinst.
      Das Problem mit essen, wann ich will, so viel ich will, sehe ich darin, dass ich nicht aufhöre würde. Also, klar, irgendwann ist man so voll, dass nichts mehr reingeht. Aber wenn ich wieder Appetit (und nicht: Hunger) bekäme, würde ich wohl weiteressen. Wie eine Mastgans.

      Wie genau meinst du das mit dem Einschränken auf Nahrungsmittel? Ich habe nur geschrieben, dass ich Brot und Wurst nicht mag. Jeder mag doch bestimmte Nahrungsmittel eher weniger?
      Einige lehne ich ab, weil sie mir einfach nicht schmecken. Es gibt welche, eben z.B. Brot, aber auch Lakritz oder warme Karotten/Tomaten, Kaffee in Kuchen etc, von denen weiß ich einfach aus Erfahrung, dass ich sie wirklich richtig eklig finde (und das bekomm ich dann auch nicht runter), andere mag ich nicht so sehr, esse sie aber z.B. im Restaurant oder als Besucher auch mit, z.B. Erbsen, Hühnchen, Spargel.
      Appetit und Gelüste .. hmm, klar, die hab ich auch. Momentan eben auf Chicken Wings. :rolleyes: Nein, im Ernst, bei mir ist das ziemlich festgelegt, weil ich viel schon ausprobiert habe. Denke ich zumindest. Also z.B. bei Süßigkeiten weiß ich einfach ganz genau, was mir schmeckt, und was nicht. Wenn mal etwas neues auf den Markt kommt, probiere ich es gern. Da hat sich eben beispielsweise mein Gelüst auf Schokolade, auf die ich ja früher ganz wild war, komplett gelegt. Mittlerweile esse ich pur gar keine mehr.
      Wenn du so von Tag zu Tag Gelüste meinst hmm. Klar, vielleicht mal am einen Tag Lust auf Spaghetti mit Nuss-Pesto, und am anderen Lust auf Fischsuppe, oder auf Obstkuchen oder so, aber das ist meist mehr so ein "fänd ich nicht schlecht, muss ich aber nicht unbedingt haben".
      Bei mir ist das eher so wochen- oder monatsmäßig. Jan/Feb hatte ich totalen Appetit auf Nüsse, jetzt sind's eben Smoothies, und an Weihnachten waren's natürlich die Plätzchen.:holy:
      Mit neuem hab ich kein Problem, aber - und das beantwortet auch die Frage warum ich nicht gerne koche - ich bin einfach faul. Ich mache gern die Rezepte, die ich kenne und gut kann, oft auch mit starken Variationen, und neues auszuprobieren ist meist komplizierter und mit Planung verbunden etc.

      Was genau, denkst du ist falsch daran nach Plan zu essen?

      @Muminfrau
      Knallfrosch hat das schon richtig erkannt, es ist bei mir nicht so, da ich ja "krankgeschrieben" bin. Ansonsten gibt es eben leider derzeit nicht wirklich einen Tagesablauf, aber ich versuche es trotzdem mal aufzuschreiben.
      Bei meinen Eltern schlafe ich meistens bis um 12, damit meine Mutter vormittags ihre Ruhe hat. Dann gibt es manchmal was zu essen, manchmal nicht. Bis zum Abend verbringe ich meine Zeit entweder am PC (zocken)/Notebook (surfen) oder ich spiele Gitarre (nicht nur 5 Minuten) oder ich lese oder ich mache Fotos. Manchmal male ich auch oder gehe einkaufen, was halt grad so los ist. Abends gehe ich an 2-3 Tagen die Woche mit dem Hund raus (sonst gehen meine Eltern zusammen), dann gucke ich vielleicht noch einen Film oder verbringe die Zeit wie am Nachmittag. Wenn meine Mutter ins Bett gegange ist (ihr gehört das Notebook) bin ich meist da dran bis ich schlafen gehe. Manchmal koche ich auch was, unter der Woche abends und am Wochenende mittags. Damit meine ich nicht Nudeln mit Fertigpesto, sondern frisch geschnippelten Fischeintopf oder Blätterteig-Aufläufe etc, was so 2h dauert.
      Bei meinem Freund schlafe ich ohne Termine meist aus und verbringe den Tag meist vorm PC, da ich hier weder Hund, noch Bibliotheksschein, noch Gitarre habe. Manchmal spiele ich noch Zauberharfe, aber das ist nicht so mein Ding; oder lese auf meinem Kindle, aber das ist teuer und von daher eher seltener der Fall. Um 17 Uhr in etwa überlegen wir, was wir essen und gehen einkaufen, davor nasche ich vllt etwas, aber nicht zwingend. Dann wird zubereitet; manchmal essen wir zusammen, manchmal gucken wir beim Essen einen Film, manchmal essen wir jeder vorm PC.
      Wenn ich einen oder mehrere Termine hab, steh ich dementsprechend früh auf und frühstücke, weil ich länger unterwegs sein werde. Als Frühstück geht, sofern mir nicht sehr schlecht ist, alles. Meist sind es Reste vom Vortag oder Cornflakes/Müsli. Nach einem Termin gehe ich gern noch ein wenig Bummeln, manchmal gönne ich mir ein Eis oder einen Kaffee von Starbucks.
      Puh. ^^

      Danke übrigens auch für den Nachtrag. :)

      @ Sophie
      Dieses Forum habe ich durch Zufall gefunden, aber mit dem Thema "body positivity" habe ich mich schon davor beschäftigt. Ich bin durch englischsprachige Blogs darauf gekommen. Dort bezeichnet man sich ganz offen als dick oder fett und hat dem Wort die negative Bedeutung genommen. Daran arbeite ich ehrlich gesagt noch. Ich habe den Eindruck, dass dick sein und hässlich sein von der negativen Bedeutung oftmals gleichgesetzt werden bzw. wie die Gesellschaft einen sieht oder anders behandelt, wenn man eben dick oder hässlich oder gar beides ist. Es gibt viele, die der Meinung sind, dass "alle schön" sind. Ich tue mir mit diesem Konzept schwer. Ich bin in meiner Schulzeit nicht nur wegen meiner Figur, sondern auch wegen meinem Aussehen schlimm fertig gemacht worden. Vor Jahren habe ich darum etwas ähnliches gemacht wie die o.g. Blogger - ich bezeichne mich nicht als hässlich, aber als (wie die Gesellschaft/Medien es sehen-) schön empfinde ich mich auch nicht. Ich sehe das Wort unschön schon lange nicht mehr so wie die meisten es benutzen würden. Ich, unschoen, bin unschön, andersartig-schön, un(sagbar)-schön. :-p Hoffe das hat es halbwegs erklären können.

      Die Migräne wird derzeit mit Akupunktur und Betablockern behandelt.
      Ich habe seit einigen Jahren wandernde Gliederschmerzen. Sie treten im Arm/Bein in allen Kombinationsmöglichkeiten auf. Wandernd insofern, dass es z.B. im Handgelenk anfängt, über Stunden in den Ellebogen übergeht und irgendwann in der Schulter landet. Manchmal tut auch der ganze Arm oder das ganze Bein weh. Manchmal kommt es nach Sport/Sit-Ups (in Maßen!), manchmal durch langes Sitzen, manchmal durch Laufen, manchmal durch Draufliegen beim Schlafen usw. Mein Schmerztherapeut hat es als psychosomatisch diagnostiziert, aber bis auf die Entzündungswerte im Blut zu kontrollieren, haben wir dafür noch nichts gemacht. Kann natürlich sein, dass dem wirklich so ist, aber ich würde da eigentlich gerne mehr abklären.

      Welche Medikamente stören denn den Leberstoffwechsel? Ich nehme ab und an Schmerzmittel, die aber von meinem Arzt in Maßen abgesegnet sind.

      Naja, das wären dann aber ohne sonstige Zwischenmahlzeiten oder Naschereien schon 1500-3000 Kalorien pro Tag. So wenig ist das ja nun auch nicht, vor allem da das andere auch noch dazu käme. Und ich trinke dazu gern Limo, die ist ja auch kalorienreich.:-o
      Von was sollte ich denn deiner Meinung nach sonst bzw. noch zugenommen haben?

      Blutdruck ist in Ordnung, habe eine (laut Arzt) gut eingestellte Schilddrüsenunterfunktion und kleine Knötchen. Hashimoto hatte ich auch vermutet, aber als ich die mir in einem Forum empfohlenen Werte testen wollte, hat mein Arzt gar nicht dergleichen getan. Fand ich nicht so toll, aber ansonsten macht er zumindest was, wenn ich hingehe und sage, da tut's weh.
      Habe Anfang April einen Kontrolltermin, bei dem ich das mit der Leber auch ansprechen werde.
      Die morgendliche Übelkeit (ohje, das klingt nach schwanger, aber ich bin auf ner Gestagenpille) hab ich schon seit ich eingeschult bin ungefähr.

      Naja. Ich bin jetzt seit Anfang des Jahres zum ersten Mal seit über fünf Jahren mehr als einen Tag lang schmerzfrei. Das hinterlässt Spuren. Ich bin noch bis zum Herbst von meinem Schmerztherapeuten krankgeschrieben, das heißt bis auf die Arzttermine passiert momentan auch nicht sonderlich viel in meinem Leben. Ich habe (noch) nicht die Energie und auch nicht das Geld um oft großartig etwas zu unternehmen. Wegen der Schmerzen habe ich mich sozial sehr zurückgezogen, manche Kontakte sind aus anderweitigen Gründen weggefallen. Darum hab ich auch nur einen sehr kleinen Freundeskreis. Mit meiner besten Freundin mache ich so einmal im Monat was, ansonsten ist die sehr von ihre Freund belagert, und andere wohnen (mittlerweile) zu weit weg.
      Es gibt schon Dinge, die mir Spaß machen. Ich zocke wie gesagt gerne, in letzter Zeit SC2, Anno, GW2, Arcane Legends und ich hab "Die Gilde" wieder rausgekramt. :D Aber das macht (mir) auch nur für begrenzte Zeit Spaß. Ich liebe es auch mit Hunden etwas zu machen oder spazierenzugehen, allerdings ist unser Hund fast 16 und wir rechnen nicht damit, dass er den Sommer überlebt. Von daher ist da nicht so viel drin wie ich gern hätte.:(
      Was mich wirklich superglücklich macht ist Musik. Ich habe mir vor ein paar Jahren die Grundgriffe auf der Gitarre selbst beigebracht und seit Januar spiele ich jeden Tag mindestens 30 Minuten. Ich bin noch nicht wirklich gut, aber ich mag es. Noch besser gefällt mir aber das Singen. Ich würde auch gern Unterricht nehmen, aber dadurch, dass ich momentan offiziell nicht arbeiten darf, habe ich nur sehr wenig Geld und meine Eltern wollen mir leider nichts dazu bezahlen. Versteh ich aber auch ein bisschen. Wenn meine Eltern beide nicht da sind, singe ich stundenlang und lauthals. Mein Freund und ich wohnen leider in einem großen Mietshaus, da ist das nicht so angebracht. ;)

      Das tolle an Wings ist die (vorzugsweise) fettige Kruste. Den Rest mag ich auch sehr gern, und die Würze muss natürlich stimmen (hot oder honey+garlic). Das mit dem Fettigen hatte ich schon immer. Es gab auch Zeiten, da hätte ich diese Speckpackerl, die kein Fleisch, sondern nur Fett haben, pur und in einem Stück essen können. Angebraten natürlich. Das ist jetzt anders, ich glaube nicht, dass ich das Zeug noch runterbekäme. ^^ Und bei Steaks mag ich immer noch keine trockenen, sondern nur gut durchwachsen.


      Durch meine ausführlichen Antworten ist es wieder sehr lang geworden, sorry.:flirt:
    • Hei Unschön,
      vielen Dank für die ausführliche Antwort.

      Mein erster Gedanke ist, dass du nicht auf Fettiges stehst, sondern auf Salziges in Vebindung mit Glutamat. Dazu kommt sofort der zweite Gedanke, dass du nicht viel Erfahrung mit "echtem" Essen, dh unprozessiertem Essen hast. Beides führt dazu, dass du kein besonders ausgeprägtes Geschmacksempfinden hast. Das ist eine Annahme, keine Kritik. Glutamat wirkt neurologisch und verdrängt eher zarte Geschmacksnoten, daher brauchst du stark gewürzte Nahrung um etwas zu schmecken. Mein Rat wäre eine Entwöhnung von Glutamathaltiger Nahrung.
      Das selbe gilt für zuckerhaltige Getränke. Auch diese zerschiessen dir die Geschmacksnerven. Das gleiche gilt für stark salziges Essen. Ich rede nicht von Diät, verstehe mich nicht falsch. Ich rede von Re-Sensibilisierung deiner Geschmacksnerven.

      Dass du glaubst du würdest nicht mehr mit Essen aufhören, wenn du so oft und soviel essen würdest wie du willst, das ist verständlich, vor allem im Zusammenhang mit Glutamatzeugs. Ich würde es trotzdem mal versuchen, allerdings erst nach Glutamatentzug weil siehe oben. Nur so gibts du dir die Chance ein Körpergefühl (in Bezug auf Essen) zu entwickeln. Nur so gibts du dir die Chance ein Verhältnis zu deinen Körper aufzubauen, das von Vertrauen und nicht Misstrauen bestimmt ist. Wenn du dir nicht selbst vertraust, so glaube ich, bleibst du von dir selbst abgespalten und es wird sich nie ein ausgewogener Zustand einstellen. Ich hoffe das hört sich nicht zu esoterisch an. Fakt ist, dass die allerwenigsten Menschen nicht mehr aufhören zu essen, wenn man sie lässt.

      Ansonsten bin ich mit Sophie, was deinen Nick angeht. Du denkst du vermeidest Verletzungen, wenn du dich selbst als unschön bezeichnest, sozusagen im vorauseilendem Gehorsam, bevor es die anderen tun. Halte ich für keine gute Idee. Was Kinder und/oder der Mob über dich sagen, hat wenig mit Wirklichkeit zu tun sondern mehr mit deren geitstige Reifung. Ich bin mir sicher, dass dich viele Menschen nicht so sehen, wie du befürchtest.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • unschoen schrieb:

      Was genau, denkst du ist falsch daran nach Plan zu essen?

      Per se ist nichts daran "falsch" oder "richtig". Es gibt allerdings ein "für mich passend" oder "für mich nicht passend". Für einige Menschen mag es falsch sein, dann essen zu "müssen", wenn man keinen Hunger hat, nur weil soundsoviel Uhr ist. Oder wenn jemand sich mit Schuldgefühlen quält, wenn man zwischen den festgelegten Essenszeiten etwas isst. Geplantes, sprich kontrolliertes Essen kann auch bei manchen eine Esstörung triggern.
      Bei anderen Menschen kann es dagegen die einzige Möglichkeit sein, eine Essstörung in den Griff zu bekommen. Oder gezielt die Ernährung in eine Richtung umzustellen, die einem besser bekommt. Hier hilft nur Trial and Error und ausprobieren, womit man sich wohler fühlt.

      unschoen schrieb:

      Ich sehe das Wort unschön schon lange nicht mehr so wie die meisten es benutzen würden. Ich, unschoen, bin unschön, andersartig-schön, un(sagbar)-schön. :-p Hoffe das hat es halbwegs erklären können.

      Ja, hat es.

      unschoen schrieb:

      Die Migräne wird derzeit mit Akupunktur und Betablockern behandelt.

      Seit wann behandelt man Migräne mit Betablockern? Betablocker machen dick. Im letzten Frühjahr hatte ich einen burnoutbedingten Zusammenbruch und bekam Betablocker zwecks Dämpfung meines Erregungsniveaus verschrieben. Innerhalb von 4 Wochen nahm ich 10 Kilo zu, ohne Veränderung meiner Ernährungs- oder Bewegungsgewohnheiten. Allein durch den gedämpften Stoffwechsel habe ich weniger Kalorien verbraucht.

      unschoen schrieb:

      Ich habe seit einigen Jahren wandernde Gliederschmerzen. ... Mein Schmerztherapeut hat es als psychosomatisch diagnostiziert, aber bis auf die Entzündungswerte im Blut zu kontrollieren, haben wir dafür noch nichts gemacht.

      Mit der Diagnose "psychosomatisch" sollte ein Arzt hinterm Berg halten, bis alle anderen Möglichkeiten per Ausschlussdiagnose abgeklärt wurden. Gelenkschmerzen müssen nicht ausschließlich von Entzündungen kommen, sondern es gibt: Borreliose (Zeckenbiss), Harnsäureeinlagerungen, Verschleiß/Überlastung (Mausarm, Tennisarm), Schmerzmittel ("Schmerzlernen"), Toxine (Schwermetalle), Vitaminmangel usw. Such dir zur Not einen anderen Arzt, vielleicht einen Osteopathen. Und lass ein großes Blutbild machen.

      unschoen schrieb:

      Welche Medikamente stören denn den Leberstoffwechsel?

      Tabletten gegen Nagelpilz, Schmerzmittel (Paracetamol), Diclofenac, bestimmte Antibaby-Pillen (Spirale als Alternative?) und viele mehr. Bei einer Google-Suche zu "leberschäden durch medikamente" kriegst du ellenlange Listen.


      unschoen schrieb:

      Hashimoto hatte ich auch vermutet, aber als ich die mir in einem Forum empfohlenen Werte testen wollte, hat mein Arzt gar nicht dergleichen getan.

      Das würde ich auch nicht einfach hinnehmen.

      unschoen schrieb:

      Die morgendliche Übelkeit (ohje, das klingt nach schwanger, aber ich bin auf ner Gestagenpille) hab ich schon seit ich eingeschult bin ungefähr.

      :cool2: ich sag immer: Morgendliche Übelkeit heißt entweder "schwanger" oder "Alkoholmissbrauch" oder "Vorfreude auf die Arbeit". Schwanger bin ich nicht, gesoffen habe ich auch nicht, also...

      unschoen schrieb:

      Was mich wirklich superglücklich macht ist Musik. .... Noch besser gefällt mir aber das Singen. Ich würde auch gern Unterricht nehmen, aber dadurch, dass ich momentan offiziell nicht arbeiten darf, habe ich nur sehr wenig Geld und meine Eltern wollen mir leider nichts dazu bezahlen.

      Wie wäre es, wenn du in einen Gesangverein oder Kirchenchor gehst Zugegeben, die Stücke sind nicht immer die fetzigsten, und die Mitglieder sind oft etwas älter, aber der Beitrag (wenn es überhaupt einen gibt) ist meistens sehr niedrig. Und wenn du mit der Gitarre begleiten kannst, wird das oft sehr gern gesehen. Je nach Wohnort gibt es da verschiedene Möglichkeiten. In meinen Studentenzeiten gab es an der FH einen Studentenchor, da habe ich kostenlos mitgeträllert.
      Oder wenn du die Arbeit mit Hunden so liebst, könntest du dich um Tierheimhunde kümmern: Gassigehen, Grunderziehung.

      Du bist noch so jung. Kämpfe darum, dass du deine Gesundheit wieder herstellen kannst. Lass dich nicht von bequemen Ärzten abspeisen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Knallfrosch schrieb:

      Mein erster Gedanke ist, dass du nicht auf Fettiges stehst, sondern auf Salziges in Vebindung mit Glutamat.

      Jepp! Glutamat wird übrigens auch mit Migräne in Zusammenhang gebracht...

      Nenn dich doch "andersschön", das hört sich nicht so selbstquälerisch an.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Maky schrieb:

      Echt, es gibt einen Arzt, der ein halbes Jahr am Stück krank schreibt???
      Bitte sofort Adresse haben will :eek:


      Diese Aussage finde ich nicht gerade einfuehlsam, Maky. unschoen wird schon einen Grund haben, warum sie krank geschrieben wurde, und ich bin mir ganz sicher, dass du dir keinen solchen Grund wuenschst.

      Ansonsten kann ich mir Sophie nur anschliessen: unschoen, Vorrang hat nicht dein Essverhalten, sondern deine Gesundheit.

      Hole dir Meinungen anderer Aerzte! Borreliose sollte man auf jeden Fall abklaeren, gerade bei wandernden Gelenkschmerzen.

      Und ich habe gelesen (bin keine Fachfrau, bitte korrigieren falls es Unsinn ist), dass man eine Fettleber nur in einem MRT sehen kann. Wie kommt dein Arzt denn darauf, dass sich deine Leber verfettet?
    • Sophie schrieb:


      Nenn dich doch "andersschön", das hört sich nicht so selbstquälerisch an.


      Ach kommt, lasst unschoen sich doch so nennen, wie sie es will. (Wobei natuerlich auch nichts gegen eine Aenderung spricht, das haben hier schon manche getan.)

      Gutarre spiele ich auch sehr gerne, und singen darf ich eigentlich nicht zu Hause, wenn mein Sohn in der Naehe ist, der meckert sofort. :eek: Aber ich lass mich nicht runterkriegen und sperre die Tuer ab!
    • Muminfrau schrieb:

      Diese Aussage finde ich nicht gerade einfuehlsam, Maky. unschoen wird schon einen Grund haben, warum sie krank geschrieben wurde, und ich bin mir ganz sicher, dass du dir keinen solchen Grund wuenschst.


      Liebe Muminfrau, dann hast du mich falsch verstanden.... ich habe nicht bezweifelt, dass "Unschoen" krank ist. Ich habe mich nur gewundert, dass sie wohl einen Arzt hat, der - so habe ich es verstanden - von vornherein über einen Zeitraum von sechs Monaten krank schreibt.
      Ich kenne es nur so, dass man während einer längeren Erkrankung zumindest alle zwei, drei Wochen beim Arzt vorstellig wird, der dann über die weitere Krankschreibung entscheidet. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es einem Arzt erlaubt ist, eine mehrmonatige Krankschreibung in einem Aufwasch auszustellen.

      Ich habe also nur die bürokratische Seite angesprochen, liebe Muminfrau.
      Sonst nichts :five:
    • Vielleicht hat sie das alles schon hinter sich?
      Lassen wir doch die Spekulationen bleiben.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Also ich kenne das auch mit den Betablockern, die sich auf Migräne positiv auswirken sollen, mag aber sein, dass das eine überkommene Methode ist.

      Selbst wenn die Schmerzen psychosomatischer Natur sein sollten, dann sollte eben in diese Richtung etwas für dich getan werden, hat man dir dahingehend keine weitergehenden Empfehlungen gemacht (was mich nicht wundern würde, da ich auch keine guten Erfahrungen mit ganzheitlicher bzw. nachhaltiger Betreuung durch Mediziner habe)?

      Es klingt schon ein wenig nach Suchtverhalten, deine Essgewohnheiten.
      Ich kenne das auch aus früheren Zeiten, den ganzen Tag hungern (bzw. das Hungergefühl verdrängen) um mich dann abends nachdem ich den Tag überstanden hatte mit Daueressen abzufüllen, für mich war das Sucht, es hatte etwas wahnhaftes. Das Hungern habe ich dann auch irgendwie rational vor mir begründet, a la, lohnt sich nicht, zu aufwändig, man muss planen, man braucht Vorräte, einmal essen ist kostengünstiger, man muss weniger spülen....


      Sophie schrieb ja bereits etwas zu den Vor- und Nachteilen von planvollem Essen.
      Ich habe damit eher positive Erfahrungen gemacht, ich brauche Struktur beim Essen, bzw. feste Mahlzeiten, ich plane auch sehr genau, was zuhause gegessen wird. Zeitlich und was die Menge betrifft bin ich aber flexibel, Zwanghaftigkeit, die andere Seite der Medaille möchte ich nämlich gern vermeiden.
      Mir haben vor allem ganz simple Vorgaben geholfen, die aber nicht zu stark die Freiheit beschränken.
      Ich habe mir einfach gesagt, dass ich grundsätzlich immer frühstücke, und wenn es um drei Uhr nachmittags ist, und dass es eine warme, selbstgekochte Mahlzeit am Tag gibt. Das war mein Startpunkt, sehr simpel, hat aber effektiv gegen mein Ernährungschaos geholfen.

      Vielleicht probierst du einfach mal etwas aus, du schreibst ja, dass du sehr wohl frisch kochst und auch mal Zeit dafür aufwendest, also sehe ich nicht, wo du faul sein solltest.
      Eher habe ich das Gefühl, dass du unsicher bist, was neues angeht.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]

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    • Irgendwie dachte ich mir schon, dass ich mit dem Erklären noch nicht so fertig bin. ;)

      @ Maky
      Ich bin nicht von vornherein krankgeschrieben. Ich habe letzten Sommer eine (schulische) Ausbildung abgebrochen, da ich ca. fünf von sieben Tagen die Woche schlimme Migräne hatte, was zu Fehltagen und einem Berg an nicht nachzuholendem Stoff geführt hat.
      Nach ein paar Monaten hatte ich endlich einen Termin beim Schmerztherapeuten und er fing an mich zu behandeln. Es stand aus den o.g. Gründen für mich auch gar nicht zur Debatte jetzt irgendetwas neues anzufangen. Allerdings bin ich unter 25 und bekomme daher, sofern in (schulischer?) Ausbildung etc. noch Kindergeld. Dann meinte das Amt, das dafür zuständig ist, ich bräuchte, wenn ich aus gesundheitlichen Gründen derzeit nicht in der Lage sei zu arbeiten etc, ein Attest für Arbeitsunfähigkeit. Das darf ich mir jetzt alle paar Monate für so 30€ von meinem Schmerztherapeuten wieder ausstellen lassen und bekomme dafür weiterhin Kindergeld und keinen Stress mit dem Arbeitsamt.
      Da ich im Herbst gern eine (andere) Ausbildung beginnen möchte, und mitten im Jahr sonst nix geht, werde ich trotz guter Verbesserung meiner Migräne wohl bis zum Herbst weiterhin so einen Attestwisch bekommen.
      Am Mittwoch hab ich einen Termin bei ihm, und da werde ich auch das Thema Betablocker ansprechen, und vielleicht brauchen wir dann wieder erst Mal ne Weile bis wir etwas anderes gefunden haben, das wirkt.
      (Bei deinem Namen muss ich an Sushi denken. :D )

      @ Knallfrosch
      Das mit dem Glutamat weiß ich schon ne ganze Weile. Da achte ich auch drauf, dass ich nichts oder nicht viel von esse; allerdings hab ich mal gehört, dass das z.B. auch von Natur aus in Tomaten (und Käse?) drin ist.
      Mit echtem, unprozessiertem Essen meinst du sowas wie selbst angebautes Gemüse, Bio-Nudeln, Vollmilch direkt von der Kuh etc oder was anderes?
      Mit esoterisch habe ich kein Problem. :)
      Zu deiner Meinung zu meinem Nick: Nein. Ich weiß nicht, ob du das mit dem "fat" bei den englischsprachigen Bloggern kennst oder wirklich verstanden hast, aber die bezeichnen sich nicht von vornherein als dick, und sehen das noch als etwas schlimmes an, damit sie Verletzungen vermeiden. Sie nehmen dem Wort die negative Bedeutung weg und benutzen es als Beschreibung, denn man ist ja auch dick. Nur heißt das nicht, dass man weniger wertvoll/fleißig/attraktiv/whatever ist. Hrm, ich glaube ich kann das nicht so gut erklären. Auf jeden Fall hat das für mich nix damit zu tun, ob ich mich "schrecklich" finde, oder ob andere Leute mich hässlich finden oder so.
      Könnten wir die allgemeine Diskussion jetzt lassen wie scheiße ihr alle meinen Nick findet? :rolleyes: Ich hab mir den ausgesucht und blubb. Das ist nicht selbstquälerisch oder ein Ausweichverhalten.

      @ Sophie
      Ich hätte nicht vor zu Essen, wenn ich keinen Hunger habe. Und Schuldgefühle wegen Zwischendrin-Snacks hab ich auch nicht, das negative Feedback dazu kommt wenn dann von außen.
      Ich hab mal gegoogelt zu Betablockern und Gewichtszunahme und halleluja, das ist ja schön, dass mein Arzt mir sowas verschreibt. Im Beipackzettel steht das unter "sehr selten"/1-10 von 10.000. Bei einigen Google-Treffern stand auch dabei, dass sie einen super-aufgeblähten Oberbauch hatten und das Forum hier hab ich beim Googeln gefunden, als ich nach etwas zu genau diesem Problem gesucht habe.
      Davor hab ich Flupirtin genommen, aber nur ca. eine Woche, weil ich davon nur noch Migräne hatte. Ansonsten ist bei den Infusionstests nicht viel rausgekommen, ich hab auf die meisten Mittel irgendwie seltsam reagiert.
      Meinst du einen anderen Schmerztherapeuten? Ich habe schon seit ein paar Wochen vor, mir eine Überweisung zum Osteopathen ausstellen zu lassen.
      Naja, er ist einer der wenigern Ärzte, die nicht gleich im zweiten Atemzug gesagt haben: "Ja, aber Frau xxx, Sie müssen unbedingt sofort ihr Gewicht halbieren!" Er hat dazu eigentlich allgemein glaube ich noch nichts gesagt, und das fand ich immer ganz gut. Und was soll ich denn tun, wenn er sagt, ne das machen wir nicht?
      Ja, Chor hatte ich auch schon überlegt - leider kosten sowohl bei meinen Eltern, als auch bei meinem Freund alle (!), die ich gefunden habe, für meine momentanen finanziellen Mittel viel zu viel. :/
      Auch das mit dem Tierheim hab ich versucht. Von meinem Freund aus brauche ich zum einen Tierheim 1,5h einfach, das Personal ist extrem unfreundlich und sie haben scheinbar schon genug Gassigeher. Zum anderen ist es "nur" 1h, da sind sie auch netter, aber haben auch schon genug Freiwillige. Das Tierheim bei meinen Eltern ist superwinzig, ich glaube die haben so 10-20 Hunde, es ist auch so gelegen, dass ich zu Fuß wohl eine Stunde mindestens bräuchte, Fahrrad hab ich hier nicht, Auto auch nicht und ÖV machen da aus irgendeinem Grund eine großen Bogen rum. :rolleyes:
      Das sind keine "oh ich bin zu faul"-Ausreden, ich hab das wirklich mehrfach versucht, aber es ist irgendwie immer gescheitert.

      @ Angelina
      Am Anfang war ich auch erst mal für zwei Wochen komplett kopfschmerz- und migränefrei :) allerdings hat sich die Wirkung immer mehr verschlechtert, finde ich.
      Joa, ich soll doch ne Verhaltenstherapie machen oder zu nem Psychosomatiker gehen. Mit Verhaltenstherapie kann ich nichts anfangen, hab ich in der Vergangenheit schon ein paar Mal versucht. (Ständige Schmerzen ziehen einen halt auch runter.) Der Psychosomatiker meinte, ich soll ne tiefenpsychologisch-fundierte Therapie (oder so) machen, allerdings ist da aktuell wieder das Problem, dass ich keinen "festen" Wohnort habe, weil ich eben immer hin und herhüpfen muss. Wenn sich das mal ändert, würde ich das auch ins Auge fassen.
      Das Hungern habe ich dann auch irgendwie rational vor mir begründet, a la, lohnt sich nicht, zu aufwändig, man muss planen, man braucht Vorräte, einmal essen ist kostengünstiger, man muss weniger spülen....
      Jap, genau. Wobei das mit den Vorräten bei meinem Freund tatsächlich schwierig ist, da wir keinen Gefrierschrank haben. ^^"
      Naja, immer frühstücken klingt ja ganz gut, nur weiß ich nie was ich essen soll?
      Auch wenn euch die Idee, dass ich unsicher bin neues auszuprobieren, anscheinend gut gefällt, stimme ich dem nicht zu. Ich koche desöfteren frisch und mag das Essen auch, aber ich hab einfach keine Lust dazu. Da muss ich dann einkaufen und vorbereiten und schnippeln und braten und backen und rühren und gießen und danach dann fünfzig Töpfe saubermachen. Das meinte ich mit "faul". ;)

      @ Muminfrau
      Ich hatte mal wegen irgendwas (vergessen) einen Ultraschall im rechten Bauchbereich und da meinte er das mit der verfetteten Leber.


      Ich hab auch mal gelesen, dass medizinisches Marihuana bzw. wirkstoffgleiche Medikamente jetzt so langsam in Deutschland erlaubt ist, allerdings hab ich nochmal gegoogelt und nur ältere Berichte gefunden, wo steht, dass die KK nur bei MS auch dafür zahlen. Wisst ihr da vielleicht was zu? (Bitte keine Diskussion darüber wie böse Drogen sind, es geht in meiner Frage um ein Medikament, nicht an welcher Straßenecke ich mir was besorgen kann.)

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    • Ich moechte mich nun nochmals ganz dreist aufdraengen. ;) Und zwar, waere es ganz gut, doch zumindest die Borreliose abklaeren zu lassen, und ein paar andere Sachen, die Sophie genannt hat. Oder ist es schon passiert?
    • unschoen, irgendwie habe ich das Gefuehl, dass du etwas ungeduldig wirst. Es versuchen mehrere Leute dein Anliegen zu verstehen und es ist nicht ganz einfach, ehrlich gesagt. Vielleicht nehme ich das falsch wahr, aber irgendwie wirkt dein Ton im letzten Post etwas flapsig (nur ein bisschen, aber trotzdem).

      unschoen schrieb:


      Jap, genau. Wobei das mit den Vorräten bei meinem Freund tatsächlich schwierig ist, da wir keinen Gefrierschrank haben. ^^"


      Kein Kuehlschrank, verstehe ich richtig? Warum? Koennt ihr nicht eins kaufen?

      unschoen schrieb:


      Naja, immer frühstücken klingt ja ganz gut, nur weiß ich nie was ich essen soll?


      Ich esse immer Kaese zum Fruehstueck und kann mir etwas anderes zum Fruehstueck nicht vorstellen. Schon blosser Gedanke an etwas anderes zum Fruehstueck laesst morgens meinen Magen umdrehen.

      Andere Leute essen Tomaten, Gurken, Bananen, was auch immer zum Fruehstueck. Mein Sohn isst immer Muesli an Arbeitstagen und Nutella- oder Marmeladebrot an Wochenenden. Mein Mann fruehstueckt an Arbeitstagen nie, ausser dass er ein paar Tassen Kaffee trinkt. Das ist sehr individuell.

      Was koenntest du dir vorstellen?

      unschoen schrieb:


      einkaufen und vorbereiten und schnippeln und braten und backen und rühren und gießen und danach dann fünfzig Töpfe saubermachen.


      Deswegen koche ich nur Eintoepfe, Currys, Chili con carne und Cremesuppen. Da kommt alles in einen Topf und fertisch. ;)

      Wir machen am Wochenende normalerweise einen grossen Topf Suppe und einen grossen Schmortopf mit einem Fleischgericht und essen abwechselnd vom einem und vom anderen waehrend der Arbeitswoche abends. Beides kann man wunderbar eine Woche lang in einem (gut kuehlenden) Kuehlschrank stehen lassen. Mitte der Woche gibt es zur Abwechslung manchmal selbstbelegte Pizza (mit fertigem Teig) oder Flammkuchen (auch mit fertigem Teig).

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Muminfrau ()

    • Hmmh..

      Liebe Frau Unschön,
      will dir in keiner Form zu nahen treten.
      ...da du wohl noch ziemlich jung bist und bereits jetzt schon einen so gewaltigen Berg an Problemen jedweder Genese zu stemmen hast...

      Wie, glaubst du denn, dass du in wenigen Monaten eine neue Ausbildung einigermassen schaffen kannst?? Was soll bis dahin denn real passieren, damit du wieder auf den Damm kommst?? Und 8 h on duty plus anspruchsvolle Berufsschule durchhalten kannst?

      Denke, sich v. Schmerztherapeuten dauerkrankschreiben zu lassen um, `Ruhe vorm Amt`zu haben, bringt dich überall hin..bloss nicht mehr in eine Ausbildung und erst recht nicht in einen job, der dich ernähren kann. ( Kindergeld und elterl. support gibts nur eine rel. begrenzte Zeit.) Und das ist auch völlig ok. so.

      Und, wenn man wirklich will, logo, geht auch unterm Jahr was.

      Sonst ist der Zug leider sowas von verdammt schnell abgefahren..ich weiss wovon ich rede. Viele Profipatienten (sorry für diese flapsige Formulierung), landen in der Grundsicherung. Und einmal drin, heisst leider allzuoft, ever drin.

      Wünsch dir auf jeden Fall das Beste.

      Alex
      [CENTER][highlight] "..be yourself, no matter what they say" [/highlight]
      [SIZE=-2]Sting[/SIZE]

      [/CENTER]
    • unschön schrieb:

      Der Psychosomatiker meinte, ich soll ne tiefenpsychologisch-fundierte Therapie (oder so) machen, allerdings ist da aktuell wieder das Problem, dass ich keinen "festen" Wohnort habe, weil ich eben immer hin und herhüpfen muss. Wenn sich das mal ändert, würde ich das auch ins Auge fassen.


      Hm, sobald du deine Ausbildung anfängst, wirst du ja ohnehin nicht mehr Wohnort-Hopping machen können, nehme ich zumindest an.
      Wäre vielleicht schon einige Zeit vorher sinnvoll, eine Therapie anzufangen um dich in dieser stressigen Phase zu stabilisieren, ansonsten läufst du ja Gefahr, wieder abbrechen zu müssen, da bin ich in etwa bei Alstas Gedanken.

      unschön schrieb:

      Jap, genau. Wobei das mit den Vorräten bei meinem Freund tatsächlich schwierig ist, da wir keinen Gefrierschrank haben. ^^"
      Naja, immer frühstücken klingt ja ganz gut, nur weiß ich nie was ich essen soll?


      Ich habe auch nur zwei Gefrierfächer, vieles kann man durch Organisation kompensieren, Fleisch z.B. frisch und nur nach Bedarf kaufen, Vorkochen nach Art von muminfrau, Saison-Gemüse statt TK, so habe ich es in der Zeit gehalten als ich mit vier Leuten mir ein Gefrierfach habe teilen müssen, da hatte ich kaum mal eine Chance etwas einzufrieren.
      Alles was ich schreibe sind übrigens nur Beispiele, die illustrieren sollen, wie man etwas hinbekommen kann, oder womit man anfangen könnte, dem Chaos im Leben etwas entgegenzusetzen, sofern man das wirklich möchte.
      So auch das mit dem Frühstück, mir ist das inzwischen ein heißgeliebtes Ritual geworden, für dich können das aber auch deine fünf Mahlzeiten sein, die du hier in den Raum geworfen hast.
      Es muss zu dir passen und dir gerecht werden.
      Ich esse im übrigen jeden Tag in etwas das Gleiche, bei mir ist es halt das klassische belegte Brot/Brötchen und Obst. Ich liebe das und möchte auch nichts anderes.
      In manchen Ländern wird schon zum Frühstück gerne eine Suppe genommen, oder Eier mit Speck und Würstchen, Pfannkuchen, Croissant und Milchkaffee....vielleicht magst du lieber jeden Tag etwas anderes essen. Es steht dir ja alles frei.
      Wovon du gar nicht sprichst, ist übrigens Hunger, kommt der bei dir nicht vor, bzw. verdrängst du den?


      unschön schrieb:

      Auch wenn euch die Idee, dass ich unsicher bin neues auszuprobieren, anscheinend gut gefällt, stimme ich dem nicht zu. Ich koche desöfteren frisch und mag das Essen auch, aber ich hab einfach keine Lust dazu. Da muss ich dann einkaufen und vorbereiten und schnippeln und braten und backen und rühren und gießen und danach dann fünfzig Töpfe saubermachen. Das meinte ich mit "faul". ;)


      Mir gefällt die Idee eigentlich weniger gut.
      Ich meinte damit im übrigen auch nicht unbedingt Kochrezepte, sondern eher Gewohnheiten ändern, oder eben in deinem Fall, sich eine Gewohnheit zulegen, das scheint mir für dich mit Unsicherheit im allumfassensten Sinne verbunden zu sein.
      Aber wenn das für dich überhaupt nicht stimmig ist, dann kannst du den Gedanken gern vergessen, es liegt nicht in meinem Interesse, dir etwas einzureden.

      Ja, aber trotz Unlust kochst du ja offenbar. Und wenn du an ein paar Tagen der Wochen frisch kochst und an den anderen Tagen dann als Hauptmahlzeit deine derzeitigen Lieblingslebensmittel isst, wie die Chickenwings und dazu dann vielleicht einen fertigen Salat?
      Es muss ja nicht gleich die ganz große Umstrukturierung sein.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Im übrigen fällt mir in diesem Thread massiv auf, dass offenbar kaum Essen als Gemeinschaftserlebnis vorkommt, jeder frühstückt was anderes, man isst sogar getrennt voneinander vorm PC....da scheint mir auch mit das Problem zu liegen, Verlust von Gemeinschaft und Ritualen.
      Das ist auch zum Teil mein Problem und ich finde das sehr schade.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Reality Check

      Ich werde hier gleich den Shitstorm den Jahrhunderts entfachen und gebannt werden, aber ich muß hier einfach mal die Fakten zusammenfassen.
      Jemand isst zwei bis drei Beutel Chicken Wings pro Tag, wobei einer davon 1575 Kcal hat. Bei einem komplett inaktiven Tag (Rumsitzen, Surfen, Gitarre klimpern) führt dies zu einer Zunahme von angabegemäß 25 Kilogramm in einem Jahr. Wo ist hier bitte das Rätsel? Wieso muß man die Sterne befragen, 40 Ärzte konsultieren und alle Medikamente hinterfragen? Hier gibt es keine Ernährungmythen zu busten, keine neue Theorie zu entwickeln. Der Zusammenhang ist doch wirklich nicht kompliziert: Overeating = Overweight. Und da hilft auch kein falsches Einfühlungsvermögen, kein Verständnis, Mutter Natur hat es nun mal so eingerichtet: positive Energiebilanz= Energie speichern.

      Das es natürlich einen Menschen gibt hinter diesen Zahlen, der sich das ja nicht ohne Grund antut, das möchte ich nicht verschweigen. Unschoen ist da wirklich treffend, sowas ist wirklich unschoen. Aber um den heißen Brei herumzureden hilft doch auch Keinem, oder? Finde heraus, warum Du Dich mit Essen zu Grunde richten willst. Suche Dir Hilfe dafür oder mach Dich alleine auf den Weg (so probiere ich es gerade), aber nimm verdammt nochmal auch VERANTWORTUNG an für das, was Du machst. Kick/Ban/Ignore, passt scho.
      Habe die Ehre.
    • Man muss schon Hirntot sein um nicht zu erkennen, dass sie offenbar an einer Essstörung leidet. Und man muss auch kein Genie sein um zu wissen, dass gestörtes Essverhalten Über- oder Untergewicht mit sich bringen kann. Niemand hat das Gegenteil behauptet.

      Die wesentliche Frage, die hier zu erörtern versucht wird, ist doch:

      Warum isst sie zu viel/unregelmäßig/wenig abwechslungsreich.

      Essstörungen können sowohl physische als auch psychische Ursachen haben. Um die zu erkennen und entsprechend zu behandeln, wäre ein Besuch beim Arzt durchaus sinnvoll.

      'Einfach' weniger essen behebt die Ursache nicht, im Gegenteil, es kann sogar zu weiteren Problemen führen. Ich weiß wo es enden kann, wenn man ohne Fachwissen an Esstörungen herumdoktert.

      Und Frostbrand mal eine Frage: würdest du einer Magersüchtigen auch solche Ratschläge geben? Ihr sagen, dass sie halt zu wenig isst und sich nicht wudern braucht, warum sie so dünn ist? Oder ihr doch eher raten zum Arzt zu gehen? Ich möchte nicht provozieren, dein Post spiegelt nur wunderbar das Bild von Essstörungen in dieser Gesellschaft wieder. Magersüchtig = krank, hilfsbedürftig - Übergewicht = faul, gefräßig, selbst schuld.
      [CENTER][SIZE=2]Time has come for the crow to fly away.
      [SIZE=1](Avantasia - The Scarecrow)[/SIZE]
      [/SIZE][/CENTER]