Die neueste Abnehm-Perversion

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Entschuldige mal, jeder darf doch wohl seine eigene Meinung haben.
      Wenn Lisa es nicht so empfindet, ist das ihr gutes Recht.
      Viele Grüße

      Andrea


      ###############
      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Mein Mitgefühl denjenigen, die so verzweifelt sind und ansonsten nirgendwo Hilfe bekommen.

      Meine Verachtung denen, die mit diesen Menschen Geschäfte machen anstatt ihnen zu helfen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • nö @sunny

      sunny73 schrieb:

      Entschuldige mal, jeder darf doch wohl seine eigene Meinung haben.
      Wenn Lisa es nicht so empfindet, ist das ihr gutes Recht.


      Ja stimmt.Jedem seine Meinung sicher.
      Aber ich find es gibt Dinge, zu denen kann man eigentlich nur einer Meinung sein.Sicher ist das sehr verallgemeinernd oder sonst :confused: von mir.

      Aber das gehört für mich zu den Dingen - zu denen jeder eigentlich nur einer Meinung sein kann.
      Dats krank, sich ein Ablaßventil einzubauen. Sowas auch nur an zu denken, macht jede Eßstörung salonfähig.
      Ich muß mich nun oft rechtfertigen, weshalb ich mir doch nicht einfach den Magen verstümmeln hab lassen.
      Morgen werd ich gefragt, wieso ich nicht diese tolle neue Methode- ist doch super....
      Es gibt einfach Dinge, da will ich nicht tolerant sein. Dazu gehören für mich Maßnahmen der Körperoptimierung und Selbstvertümmlung dazu.
      Das packt das Problem nicht an der Wurzel.
      Ich hab mich zuviel unter Leuten mit krassen Essstörungen rumgetrieben, als daß mir einer glauben machen könnte, daß irgendwer, der unter sowas leidet, glücklicher würde, wenn man ihm einfach eine "sichere" Methode an die Hand gibt, seine Störung zu zelebrieren.
    • Es geht nicht darum, es Dir "schmackhaft" oder plausibel zu machen.
      Es geht darum, dass Du andern Leuten ihre Meinung nicht vorschreiben kannst.
      Viele Grüße

      Andrea


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      Naguib Mahfouz
    • sunny73 schrieb:

      Es geht nicht darum, es Dir "schmackhaft" oder plausibel zu machen.
      Es geht darum, dass Du andern Leuten ihre Meinung nicht vorschreiben kannst.


      ich muß also auch akzeptieren ,wenn mir einer sagt, seiner meinung nach haben auch kinder ein recht auf auslebung ihrer sexualität und desahlb ist er dafür , daß es kein verbot gibt, mit ihnen auch intim-körperlich zu verkehren.
      weil ist ja auch nur ne meinung?heißt ja nicht , daß er das macht- er meint ja nur...

      :rolleyes:hm ...zu krasser vergleich?

      na ja ich bin eben der meinung , daß man zu manchen meinungen einfach den standpunkt haben darf, daß man sie für unangebracht findet - selbstverstümmelung zwecks auslebung von freßattacken gehört für mich dann dazu....

      ich will einfach nicht alles verstehen und tolerieren.

      es gibt andere wege
    • Definitiv zu krasser Vergleich. Der hinkt nicht nur, der sitzt schon im Rollstuhl.
      Mehr sage ich dazu garnicht mehr, denn das ist bei Dir sowieso zwecklos.
      Viele Grüße

      Andrea


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      Naguib Mahfouz
    • Lisa, danke für deine Ehrlichkeit und dass du mir damit eine neue Sicht auf die Dinge ermöglicht hast. Unangenehm, mich betroffend machend ob der in deinem Post zum Ausdruck gebrachten Verzweiflung, aber ein für mich dadurch umso wichtigerer Blick über den Tellerrand.

      Ich hoffe, du findest eine für dich lebbare Lösung deines Problems.
    • Auch wenn ich mich vermutlich mit meinem ersten Post jetzt unbeliebt mache:

      wie auch Lisa oute ich mich damit, diese Form der Adipositaschirurgie interessant zu finden. Erst letzte Woche habe ich mir gedacht, ob sowas nicht eigentlich schon erfunden wurde - quasi ein künstlicher Magenausgang.

      Klar kann man unterschiedlicher Ansicht darüber sein, genauso wie bei allen anderen chirurgischen Eingriffen wie Fettabsaugen, Magenband, Magenverkleinerung. Da sehe ich jetzt nicht so einen grossen Unterschied, sondern empfinde das alles mindestens als gleich "krank".
      Und natürlich beseitigt es die eigentliche Ursache nicht: die Essstörung.

      Dennoch auch für mich als Binge Eaterin ein aparter Gedanke, das Problem so "umgehen" zu können ;)

      .. und bevor jemand fragt: nein, ich bin nicht auf der Suche nach diesem Thema in diesem Forum gelandet, sondern hatte allgemein nach Möglichkeiten gesucht, Gefühle zu verkörpern ;)

      Grüsse
      mosaique
    • Zu einer OP, die, egal, wie abartig man das findet, immer noch FREIWLLIG erfolgt, darf jeder seine eigene Meinung haben. Es wird niemand zu dieser OP gezwungen. Daher ist es m.E. übergriffig die - empfundene Abartigkeit - als ALLGEMEINGÜLTIG zu postulieren.

      Das mit einem Straftatbestand, bei dem es Täter und HILFLOSE/UNFREIWILLIGE Opfer gibt, zu vergleichen, halte ich für unangebracht (auch den Opfern gegenüber!).

      (Und bevor mir etwas unterstellt wird - ich finde die OP ekelhaft.)
      Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat,
      der wäre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben möchte. (Berthold Auerbach)
    • fraubrezle schrieb:

      Ja stimmt.Jedem seine Meinung sicher.
      Aber ich find es gibt Dinge, zu denen kann man eigentlich nur einer Meinung sein.Sicher ist das sehr verallgemeinernd oder sonst :confused: von mir.

      Aber das gehört für mich zu den Dingen - zu denen jeder eigentlich nur einer Meinung sein kann.


      Wirklich? Und natürlich darf es dann nur Deine Meinung sein!

      Finchen
    • Finchen schrieb:

      Wirklich? Und natürlich darf es dann nur Deine Meinung sein!

      Finchen


      Du bist also der Meinung , daß es ok ist, daß Dicke so diskrimminiert werden, daß sie sich, aus Verzweiflung , so Verstümmelungs-OP`s unterwerfen?
      Oder daß man Mitleid mit allen Eßgestörten hat und ihnen Methoden an die Hand gibt diese so auszuleben, daß man es nicht sieht?( vorallem da gehts nicht um Mitleid und "helfen wollen", da will jemand Reibach mit der Not von jemand machen...)
      anstatt ihnen zu helfen, Ihre Störung zu überwinden.

      Für mich gibts Dinge , da find ich Meinungsfreiheit vernachlässigbar, weil ich nicht für alles Verständnis haben will.
    • Es geht ( so glaube ich ), gar nicht so sehr um den Inhalt einer Meinung, sondern darum, überhaupt einen Meinung haben zu dürfen.

      Dafür mussten wir ganz schön lange kämpfen.


      Liebe Grüße

      Madame
    • Hm, also ich werde nicht diskriminiert und mir geht es auch nicht darum, dass man meinen Umfang nicht sieht.
      Mir geht es darum schnell wieder einen guten körperlichen Allgemeinzustand herzustellen, den ich mit einem maroden Knie, dass das Gewicht nicht tragen kann, einfach nicht habe. Und darum, wieder Dinge tun zu können, die ich mit diesem Gewicht nicht tun kann, zB Joggen gehen oder ohne Schmerzen in einem Kettenkarussell sitzen.

      Für mich ist das daher eine durchaus annehmbare, simple, einfache und schnelle Methode. Natürlich umgehe ich damit einen langen ausuführlichen, aufwendigen und auch schmerzhaften Weg der Ernährungsumstellung, der "Gehirnwäsche", der Umprogrammierung meines Kopfs.

      Für mich ist eher diskriminierend (und vor allem traurig), dass ich mit dieser Meinung dann als "abartig" und "krank" dargestellt werde. Und krank und abartig ist für mich, dass ich mit Essen nicht umgehen kann. Dass ich offensichtlich nicht in der Lage bin, hier für mich ein gesundes und ausreichendes Mass zu finden. Dass ich meine Esssucht nicht in den Griff bekomme.
      Ob und inwiefern das für andere gilt, weiss ich nicht und kann ich daher nicht beurteilen.

      Grüsse
      mosaique
    • mosaique schrieb:

      Und krank und abartig ist für mich, dass ich mit Essen nicht umgehen kann. Dass ich offensichtlich nicht in der Lage bin, hier für mich ein gesundes und ausreichendes Mass zu finden. Dass ich meine Esssucht nicht in den Griff bekomme.

      Ich sehe das Problem, dass auch mit der neuesten "Erfindung" kein gesundes und ausreichendes Maß zu finden ist.

      Es wird möglicherweise eine kurzfristige Erleichterung darstellen, den vollen Magen zu entleeren. Und dann?
      Dann immer wieder von vorne, so lange Essen da ist?

      Die alten Römer haben Brechmittel genommen, um mengenmäßig ungebremst schlemmen zu können. Julius Cäsar muss ein sehr gefürchteter Gast gewesen sein... (In den Tributen von Panem wird übrigens ein ähnliches Verhalten geschildert)
      Natürlich geht es bei der Esssucht nicht ums Schlemmen, nicht dass ich falsch verstanden werde, das Prinzip ist aber trotzdem vergleichbar.

      Mit dem kleinen Ventil spart man sich den schlechten Geschmack im Mund. Sonst ist das Prinzip das selbe. Was auch immer der Sinn dieser Erfindung sein kann, es dient keinesfalls dazu, ein gesundes und ausreichendes Maß beim Essen zu finden...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Boewi () aus folgendem Grund: Ergänzt

    • Boewi schrieb:

      Was auch immer der Sinn dieser Erfindung sein kann, es dient keinesfalls dazu, ein gesundes und ausreichendes Maß beim Essen zu finden...


      Jep, da gebe ich Dir recht. Deshalb habe ich in meinem Post auch geschrieben:

      Für mich ist das daher eine durchaus annehmbare, simple, einfache und schnelle Methode. Natürlich umgehe ich damit einen langen ausführlichen, aufwendigen und auch schmerzhaften Weg der Ernährungsumstellung, der "Gehirnwäsche", der Umprogrammierung meines Kopfs.

      Es kümmert sich keineswegs um die Ursachen, es führt keineswegs zu einem anderen, gesunden Essverhalten. Es dient lediglich dazu, die Auswirkungen der aktuellen "Krankheit" (Sucht) zu verhindern. Wie ein Medikament gegen Kopfschmerzen ;)

      Grüsse
      mosaique
    • Ich habe deinen Post schon richtig verstanden. Ich glaube nur nicht, dass die Methode

      mosaique schrieb:

      die Auswirkungen der aktuellen "Krankheit" (Sucht)
      verhindert. Im Gegenteil fürchte ich, dass die Auswirkungen schlimmer werden, einfach weil überhaupt keine Bremse mehr da sein wird. Bis jetzt wirkt wenigstens das Fassungsvermögen des Magens als kleine Bremse, denn selbst in einen geübten Magen geht eben nur eine begrenzte Menge hinein. Wenn man mal schnell eben den Magen kurz und schmerzlos leeren kann, geht wieder und wieder und noch und noch hinein...

      Meiner Meinung nach würde das dein Problem eher verschärfen denn lindern.
    • mosaique schrieb:



      Für mich ist das daher eine durchaus annehmbare, simple, einfache und schnelle Methode. Natürlich umgehe ich damit einen langen ausuführlichen, aufwendigen und auch schmerzhaften Weg der Ernährungsumstellung, der "Gehirnwäsche", der Umprogrammierung meines Kopfs.



      Vielleicht sollte man da genau anders herum denken:

      Die Gehirnwäsche fand bereits statt, als man auf den ungesunden Weg der Erkrankung gebracht wurde - wodurch auch immer.
      Eine Gesundung kann also nur stattfinden, wenn man diesen Grund findet und nicht, wenn man den ungesunden Weg leichter macht.

      Das ist für mich wie wenn jemand sich überaus schmerzhafte Blasen an den Füßen gelaufen hat, diese dann schmerzunempfindlich spritzen lässt und weiter läuft, anstatt nach Möglichkeiten der Heilung zu suchen. Das kann für die Füße nicht gut sein...
      Leider wird einem die Suche schwer gemacht, nur deshalb können Menschen sich überhaupt so etwas ausdenken und damit auch noch Geld verdienen. Wenn sie doch diese Energie sinnvoll verwenden würden - das wäre schön.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ich sehe das Ganze, wie ich es ja seinerzeit auch schon im Startposting geschrieben habe, aus der Sicht einer Nicht-Essgestörten. Mir ist es wichtig, mich einigermaßen gut zu ernähren, also abwechslungsreich, möglichst naturbelassen usw.. Das gelingt mal mehr, mal weniger gut, je nachdem, wie viel Zeit und Lust ich habe. Und auch ich kenne gelegentlich keine Bremse bei bestimmtem Essen (*indieRundewink* ... jemand wird sich angesprochen fühlen ...), z.B. bei Sushi oder libanesischem Essen. Die Bremse sitzt da eher in meinem Portemonnaie ... und selbst das nicht immer ... :D

      Aber die Vorstellung, diese göttlichen Sushi von vorletztem Wochenende, für die ich 30 Euro gelatzt habe und von denen ich heute noch träume (denn bei uns hier in der Pampa gibt es so was nicht), über ein Ventilhähnchen postwendend in die Toilette zu entsorgen ... nee ... das ginge gar nicht. Wenn ich mich entscheide, von etwas so Leckerem zu viel zu essen, dann soll mein Körper auch seine Freude daran haben.

      Mir gefällt die Idee, die hinter diesem Ventil steckt, nicht, nämlich dass es dem Dicken nur ums orale Lusterlebnis geht und alles andere egal ist. Das mag auf manchen Dicken zutreffen, aber nach dem, was ich hier im Forum so lese, sind viele Dicke, auch essgestörte Dicke, was die Lebensmittelauswahl betrifft, eher so gestrickt wie ich.

      Gleichwohl verstehe ich, wenn ich versuche, mir vorzustellen, wie es sein muss, zwanghaft essen zu müssen, dass die Idee von dem Ventilhähnchen verlockend ist.
    • da will jemand Reibach mit der Not von jemand machen...)


      Die ganze Pharmaindustrie will mit einer Krankheit, Sucht usw. Reibach machen. Den Wunsch, jemandem zu helfen haben höchstens die Angehörigen von Betroffenen. Jeder Aussenstehende will Kohl machen.

      Natürlich geht es bei der Esssucht nicht ums Schlemmen, nicht dass ich falsch verstanden werde, das Prinzip ist aber trotzdem vergleichbar.

      Mit dem kleinen Ventil spart man sich den schlechten Geschmack im Mund. Sonst ist das Prinzip das selbe.


      Nein, das Prinzip ist nicht das gleiche, denn Esssüchtige sind getrieben und fühlen einen Zwang. Die Römer wollten essen, mussten aber nicht.

      Und nein, es geht nicht nur um einen schlechten Geschmack im Mund. Die jahrelange Kotzerei zerstört die Speiseröhre.

      LG Finchen
    • Martina schrieb:



      Wenn ich mich entscheide, von etwas so Leckerem zu viel zu essen, dann soll mein Körper auch seine Freude daran haben.



      Ich glaube das ist bei Vielen noch ein großer Knackpunkt - zu lernen, Essen als Freude zu empfinden. Auch wenn es von einem besonders geliebten Geschmack mal zu viel ist.

      Ich lese gerade das von Lisa vorgestellte Buch (in "Dick und lesen") über die Glücksmedizin, bezw. ich habe angefangen es zu lesen. Und auch wenn es mir bisher nicht grundlegend Neues sagte, so kann ich es doch auch wärmstens empfehlen. Es ist locker und leicht geschrieben und räumt mit so mancher verkehrten Denkweise auf.

      Einer der vielen Sätze die mir bisher sehr gut gefallen haben ist:

      "Wer ständig vorbeugt, kann sich nie zurück lehnen."

      Das spricht für mich unter anderem auch das schlechte Gewissen in Bezug auf Essen an. ich glaube das Schlimmste was man in Bezug auf Essen falsch machen kann, ist, es mit schlechtem Gewissen zu essen anstatt es zu genießen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]