Dicke gelten beruflich als „unintellektuell „

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    • Dicke gelten beruflich als „unintellektuell „

      In diesem Bericht geht es darum, dass die Führungsriege unseres Landes groß, schlank und fit sein soll. Am Ende des Berichts werden Zitate von Dr. Gunter Frank genannt.
      …„Wenn Sie hier im Verlagskonzern mehr werden wollen, dann müssen Sie ordentlich abnehmen.“ Das musste sich der deutlich übergewichtige, aber nicht minder ambitionierte Bereichsleiter Robert D. unlängst anhören. Seine Frage nach dem Warum erntete eine verblüffend ehrliche Antwort: „Weil Sie mit Ihrem Körperumfang nicht die Intellektualität ausstrahlen, die unsere Kunden von unseren führenden Mitarbeitern zu Recht erwarten dürfen.“

      …Als auch sein Anwalt ihm erklärte, es gebe keine Gesetze gegen Dicken-Diskriminierung, kaufte er sich Jogging-Schuhe.
    • Wenn man sieht, wie manche Führungskräfte null Ahnung von ihrem Job haben, will ich gar nicht wissen, was passiert, wenn der BMI noch wichtiger wird als (mehr oder weniger vorhandene) Qualifikationen. Da hängt dann das Firmenwohl und x hundert oder tausend Arbeitsplätze vom Gewicht der Chefs ab? Die menschliche Dummheit ist wirklich grenzenlos.

      LG Finchen
    • Wir werden immer oberflächlicher;
      Kohl, Strauß, Ludwig Erhard , Genscher alles keine Gazellen,
      politisch auch umstritten, aber Leute mit Charakter.
      Heute muss ein politiker "medienwirksam" rüberkommen,
      windschnittig und ohne Ecken und Kanten.
      Genauso ist es in der Berufswelt. Schade.

      liebe Grüße Lisa
    • Mir ist es mal bei eine Klinikaufenthalt passiert, dass die Ärztin ganz erstaunt war, dass ich auf der Uni war. "Sie haben ihr Abitur? Das ist aber ungewöhnlich" :confused: So ist das oft, leider.
    • rolligirl schrieb:

      Na, da hatte ich ja wahnsinnig viel Glück im Leben.....

      Hatte jahrelang trotz meinem krassen Übergewicht und meiner Behinderung (Rollstuhl) eine Führungsposition in einer Bank.

      Man sollte so was echt nicht immer verallgemeinern.


      verstehe mich nicht falsch, ich verbeuge mich vor deiner Leistung, aber es ist auch möglich, dass du die behinderten-Quoten- frau in der Bank warst. Also dass du als Rollifahrerin anders behandelt wurdest als eine wald-wiesen und Feld- Dicke....

      liebe Grüße Lisa
    • Lisa Cortez schrieb:

      verstehe mich nicht falsch, ich verbeuge mich vor deiner Leistung, aber es ist auch möglich, dass du die behinderten-Quoten- frau in der Bank warst. Also dass du als Rollifahrerin anders behandelt wurdest als eine wald-wiesen und Feld- Dicke....

      liebe Grüße Lisa


      Du brauchst dich nicht verneigen.... - find ich nicht gut.
      Sorry, da kann ich dir ganz beruhigt widersprechen. Bei uns ging es nach Leistung - egal ob Männlein, Weiblein, Dick, Dünn oder Handicap - es war alles vertreten. Ich habe immer OHNE Behinderteneinstellungsschein gearbeitet, da ich sehr viel Wert darauf legte, dass meine Arbeitgeber mir gegenüber die gleichen Rechte haben (Kündigung usw.) wie bei allen anderen.
      Ich glaube einfach, dass es wichtig ist, dass man als Dicke(r) selber weiss, was man Wert ist und was man kann. Und das muss man dann auch nach Aussen weitergeben. Dann klappt es auch.
      Ausserdem war ich Personalerin, und bei den Einstellungsgesprächen haben wir (auch Kolleginnen mit Wahnsinnsfiguren) auf was anderes geachtet - sicher nicht auf die Figur.
      Ehrlich gesagt glaube ich, dass die Firmen, die auf so Äusserlichkeiten achten, eher in der Minderheit sind (dafür gibt es keine Statistik - nur meine persönliche Meinung).
      LG rolligirl
    • MopsWombat schrieb:

      Mir ist es mal bei eine Klinikaufenthalt passiert, dass die Ärztin ganz erstaunt war, dass ich auf der Uni war. "Sie haben ihr Abitur? Das ist aber ungewöhnlich" :confused: So ist das oft, leider.


      Wenn sie darüber erstaunt war, war sie keine "Intelektuelle",
      denn ein Intellektueller denkt und hintergragt.

      Schlussfolgerung:
      Alle die einen Menschen nur aufgrund von Äußerlichkeiten meinen einen Menschen beurteilen zu können, also auch glauben, ein dicker Mensch ist per se "unintellektuell", ist genau dies selbst. :baeh:
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Itsme ()

    • rolligirl schrieb:


      Ausserdem war ich Personalerin, und bei den Einstellungsgesprächen haben wir (auch Kolleginnen mit Wahnsinnsfiguren) auf was anderes geachtet - sicher nicht auf die Figur.
      Ehrlich gesagt glaube ich, dass die Firmen, die auf so Äusserlichkeiten achten, eher in der Minderheit sind (dafür gibt es keine Statistik - nur meine persönliche Meinung).


      So sollte es sein! Super!

      liebe Grüße Lisa

      In vielen ländern ist es übrigens nicht üblich sich mit Fotos zu bewerben, um Vorurteile ( Rasse, gewicht, Nationalität etc) zu vermeiden. Eine rumänische bekannte war dann auch entsetzt: "Ein Foto? Ich bewerbe mich doch nicht als Model", sagte sie mir.
    • Ja das würde ich auch als passend empfinden. Dann würden einfach die Qualtitäten zählen und nicht die Vorurteile. Man sieht es ja auch bei the Voice of Germany, bei den Blind Auditions, wie vorteilhaft so etwas ist und welches Niveau dann dabei rauskommen kann.
    • Lisa Cortez schrieb:

      verstehe mich nicht falsch, ich verbeuge mich vor deiner Leistung, aber es ist auch möglich, dass du die behinderten-Quoten- frau in der Bank warst. Also dass du als Rollifahrerin anders behandelt wurdest als eine wald-wiesen und Feld- Dicke....



      Solche Unterstellungen finde ich fast noch diskriminierender als die Überschrift - ich frag mich dann immer gleich: "Bei wem gelten sie eigentlich...?"

      Ich hatte in meinem Leben schon mit einer Menge Vorurteile und Diskriminierungen zu kämpfen, und eines habe ich im Lauf der Jahre auch gelernt: in unseren eigenen Köpfen sind solche Vorurteile nicht weniger verankert als in denen aller anderen auch, schließlich ist jede/r einzelne von uns auch Teil der Gesellschaft.

      Nur weil irgend eine Untersuchung, irgend ein Wichtigtuer, irgend jemand "vom Fach" eine Meinung äußert, heißt das noch nicht, daß das Allgemeingültigkeit besitzt.

      Wenn ich mich mit Foto beworben habe, wurde ich nie genommen (dachte, es läge an meinem Gewicht, aber ich denke heute ganz schlicht und ergreifend: wenn du nicht sonderlich attraktiv bist, hast du selten eine Chance, auf "Blick" genommen zu werden). Ich habe mir angewöhnt, immer zwei Tage später in der betreffenden Firma aufzukreuzen, nach dem Stand meiner Bewerbung zu fragen und nebenbei zu vermitteln, daß ich für den Job richtig bin. Und ich habe auch schon Stellen bekommen, die "eigentlich" schon anderweitig besetzt gewesen wären, einfach weil ich vermittelt habe, daß ich arbeiten kann und will, das hat überzeugt.

      So etwas kann man trainieren.

      Es gibt den dummen Spruch: "Intelligenz säuft, Dummheit frißt". So gesehen habe ich noch nicht allzuviel "Intelligenz" kennengelernt, die Karriere gemacht hätte. Überzeugend sind im Berufsleben vor allem auch die Menschen, die sich nicht wegen irgendwelcher Vorurteile beiseite schieben lassen. Mühsam - wissen viele Frauen, Homosexuelle, körperlich Beeinträchtigte, Legastheniker, Leute mit starkem Dialekt oder Sprachfehler und eben auch Dicke (alles Menschen, die mir im Lauf meines Berufslebens als Kollegen und Vorgesetzte begegnet sind). Vorurteile reduzieren Menschen auf bestimmte Merkmale - sich von solchen Vorurteilen reduzieren zu lassen muß aber niemand.
    • Hallo,

      also ich bin einfach der Meinung, dass es mir egal ist, ob der Mensch der bei einem Unternehmen dick oder aber dünn ist!

      Natürlich mag es nicht schön aussehen, aber es gibt viele Menschen die übergewichtig sind, und trotzdem arbeiten gehen, und das nicht, um sich hänseln zu lassen.

      Ich respektiere solche Menschen, und ziehe meinen Hut vor Ihnen.
    • gruun schrieb:

      Hallo,

      also ich bin einfach der Meinung, dass es mir egal ist, ob der Mensch der bei einem Unternehmen dick oder aber dünn ist!

      Natürlich mag es nicht schön aussehen, aber es gibt viele Menschen die übergewichtig sind, und trotzdem arbeiten gehen, und das nicht, um sich hänseln zu lassen.

      Ich respektiere solche Menschen, und ziehe meinen Hut vor Ihnen.



      Hervorhebung von mir.


      Und das soll respektvoll sein?
    • Fritzie schrieb:

      .

      Nur weil irgend eine Untersuchung, irgend ein Wichtigtuer, irgend jemand "vom Fach" eine Meinung äußert, heißt das noch nicht, daß das Allgemeingültigkeit besitzt.

      Überzeugend sind im Berufsleben vor allem auch die Menschen, die sich nicht wegen irgendwelcher Vorurteile beiseite schieben lassen. Mühsam - wissen viele Frauen, Homosexuelle, körperlich Beeinträchtigte, Legastheniker, Leute mit starkem Dialekt oder Sprachfehler und eben auch Dicke (alles Menschen, die mir im Lauf meines Berufslebens als Kollegen und Vorgesetzte begegnet sind). Vorurteile reduzieren Menschen auf bestimmte Merkmale - sich von solchen Vorurteilen reduzieren zu lassen muß aber niemand.


      Danke :daumen:.

      LG Finchen
    • Ich möchte niemandem zu nahe treten, ... Wenn wir von Führungskräften sprechen, sprechen wir von Leistungsbereitschaft und Disziplin. Und das man diese eher in einem schlankem Gewand vermitteln kann, als ein dicker Mensch, sollte jedem bewußt sein.
    • neinamo schrieb:

      Ich möchte niemandem zu nahe treten, ... Wenn wir von Führungskräften sprechen, sprechen wir von Leistungsbereitschaft und Disziplin. Und das man diese eher in einem schlankem Gewand vermitteln kann, als ein dicker Mensch, sollte jedem bewußt sein.


      Wie begründest du denn deine Aussage? Mir ist das z.B. nicht bewusst - ich mache Disziplin nicht an der Köperform eines Menschen fest.
    • neinamo schrieb:

      Ich möchte niemandem zu nahe treten, ... Wenn wir von Führungskräften sprechen, sprechen wir von Leistungsbereitschaft und Disziplin. Und das man diese eher in einem schlankem Gewand vermitteln kann, als ein dicker Mensch, sollte jedem bewußt sein.


      Pst, Jürgen, hätteste das gedacht? Die hat dich voll durchschaut. Deine Karriere war gar keine.

      Und Calli, du bist vermutlich voll der Loser.
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • neinamo schrieb:

      Ich möchte niemandem zu nahe treten, ... Wenn wir von Führungskräften sprechen, sprechen wir von Leistungsbereitschaft und Disziplin. Und das man diese eher in einem schlankem Gewand vermitteln kann, als ein dicker Mensch, sollte jedem bewußt sein.



      Du trittst zu nahe und du schreibst Unsinn. :D

      Ich würde mich jetzt nicht unbedingt als "Führungskraft" bezeichnen (wir haben nur einen Betrieb und die Angestellten sind froh, wenn ich ihnen nicht auf die Nerven gehe :-D) - Leistungsbereitschaft und -willen habe ich durch mein ganzes Berufsleben hindurch bewiesen, in verschiedensten Jobs, 2 Startup-Companys, als freiberufliche Veranstaltunsredakteurin für einen Verlag (nebenbei als freie Journalistin ebenda), durch 80-Stunden-Wochen über Jahre, bis wir unseren Betrieb übernommen, neu strukturiert und auf stabile Füße gestellt hatten usw. - falls das angeberisch klingen sollte: das ist beabsichtigt. :baeh2:

      Ich weiß, daß nicht nur Schlanke dem Vorurteil huldigen, Dicke wären nicht leistungsfähig. Dummes Zeug, kann ich nicht nur von mir bestätigen. Guck dich um - in Politik, Wirtschaft, in den Medien - wo immer du hinsiehst wirst du feststellen, daß die Behauptung, Dicke wären ungeeignet, Leistungsbereitschaft und Disziplin zu "transportieren", tagtäglich in der Praxis widerlegt wird.

      Und weil das so ist, legt das den Schluß nahe, daß solche Bemerkungen wie deine:

      Und das man diese eher in einem schlankem Gewand vermitteln kann, als ein dicker Mensch, sollte jedem bewußt sein.


      günstigstenfalls ungefiltert nachgeplappertes Gewäsch aus ähnlich seriösen Quellen ist wie jene, die behaupten, daß nicht intimrasierte Menschen unhygienisch, Moslems grundsätzlich Attentäter und Frauen in den Wechseljahren übelriechend seien. :rolleyes:
    • neinamo schrieb:

      Ich möchte niemandem zu nahe treten, ... Wenn wir von Führungskräften sprechen, sprechen wir von Leistungsbereitschaft und Disziplin. Und das man diese eher in einem schlankem Gewand vermitteln kann, als ein dicker Mensch, sollte jedem bewußt sein.


      Letztendlich zählt nicht der vermittelte Schein, sondern die tatsächlich erbrachte Leistung unabhängig von der äußeren Form.

      Lucia, dicke weibliche Führungskraft von über 10 direct reports
    • neinamo, wo hast du das denn her? Ich ahne den Hintergrund denn das unsägliche Wort Disziplin fällt doch immer wieder im Zusammenhang mit Gewicht.

      Ich bin schlank. Eine meiner Vorgesetzten ist dick. Sie macht einen super Job. (und, by the way, ist sehr attraktiv, als ob man das auch noch erwähnen müsste, grrr)
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******