Was waere eine gute Antwort?

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Najaaaa - also einem Mann mit 170kg hat er gesagt, er könne sich gerne mit seinen Problemen in der Klinik vorstellen (darauf zielte die Frage auch hinaus). Dann wieder rät er immer erstmal zur Diätberatung (najot) und preist a weng AC an. Hng.

      Es sollte nur jedem klar sein, dass bei höheren Gewicht es schon rein physikalisch mehr Probleme und auch Grenzen gibt. Das ist dann nicht unbedingt Unwille.
      Was nicht heißt, dass ein Arzt einen dann gleich schlecht behandeln darf. Nene. Vernünftige Kommunikation kann man IMMER erwarten. Dazu gehört auch Erklärung, warum etwas nicht geht bzw. schwieriger ist, wo die Probleme liegen, was Komplikationen sind und was Alternativen.

      Das fängt ja schon alleine da an, dass es oftmals keine Hilfsmittel gibt, die für das Gewicht zugelassen sind. Die würden es zwar in den meisten Fällen aushalten, aber zugelassen sind sie eben nicht und dann zahlt keine Versicherung und und und. Spezialhilfsmittel gibt es ja mittlerweile in den meisten Bereichen, aber immer noch nicht überall. Da wäre dann Spezialanfertigung angesagt und so weiter.
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • Es ist schon schwierig mit sehr starkem Übergewicht eine Extremität zu entlasten. Ich übe gerade das Krückengehen für meine OP am Mittwoch mit 30 KG Teilbelastung, das geht ganz schön in die Arme bzw mein anderes Bein hat einiges mehr zu tragen. Ich glaube auch, dass es physikalisch Grenzen gibt. Umso wichtiger ist es, den Patienten dann zu beraten und auch zu begleiten und nicht einfach mit den Worten nach Hause zu schicken, nehmen sie mal ab.
      Letztendlich läuft es auf eine Gewichtsreduktion hinaus.
      Auch ich bin zur Zeit betroffen und muss dauerhaft aus gesundheitlichen Gründen mein Gewicht senken, wenn ich nicht mit 47 Jahren eine Knieprothese will.
    • Muminfrau, du solltest dir nicht vom Arzt die gleiche Behandlung erwünschen, die ein Schlanker erfährt. Das würde ja deiner Pyhsiologie nicht gerecht werden. Du solltest Untersuchungen und Behandlungen bekommen, die zu dir (und damit zu deinem Gewicht) passen.

      Was die Hüft-OP angeht, ich glaube wir übersehen, dass es sich hier um eine enorm invasive und riskante Operation handelt. Nur weil sie mittlerweile so oft gemacht wird, nehmen wir das als eine Routine OP wahr. Komplikationen nach einer Hüft-OP sind kein Spaß.

      Die Hüfte ist bei uns Zweibeinern die zentrale tragende Struktur in der Vertikalen. Ich kann verstehen, dass der Operateur Angst hat. Aber er sollte seine Benken vernünftig erläutern.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Knallfrosch schrieb:

      Muminfrau, du solltest dir nicht vom Arzt die gleiche Behandlung erwünschen, die ein Schlanker erfährt. Das würde ja deiner Pyhsiologie nicht gerecht werden. Du solltest Untersuchungen und Behandlungen bekommen, die zu dir (und damit zu deinem Gewicht) passen.


      Du hast, formal gesehen, natürlich Recht damit. Nur wie kann man mit einer solchen Aussage vermeiden, dass der Arzt sofort die "Diagnose" stellt, dass die Krankheit vom Dicksein kommt? Der Arzt sollte mit der Frage nach normalgewichtigen Patienten mit ähnlichen Beschwerden dazu gebracht werden, auch andere Ursachen für die Krankheit/Beschwerden in Betracht zu ziehen.

      Außerdem kann der dicke Patient manchmal selbst nicht wissen, ob es auch normalgewichtige Patienten mit seinen Beschwerden gibt. Das kann eigentlich nur der Arzt sagen, insoweit ist diese Frage berechtigt und eigentlich nicht provokativ gemeint (kann aber einen autoritären Arzt natürlich durchaus provozieren).
    • Knallfrosch schrieb:

      Die Hüfte ist bei uns Zweibeinern die zentrale tragende Struktur in der Vertikalen. Ich kann verstehen, dass der Operateur Angst hat. Aber er sollte seine Benken vernünftig erläutern.


      Eben. Und wenn es keine Prothesen für dieses Gewicht gibt, ist es natürlich Sch***, aber diese Information sollte der Arzt doch bitte rausrücken. Andererseits, wenn es diese Prothesen gibt, wird auch die Operation durchführbar sein, gell? ;)
    • Ich glaube nicht dass es so einfach ist. Die Hüft-OP ist eine enormes Gemetzel, da wird echt viel Rumgeschnitten und Gefräst. ein Wahnsinns-Eingriff, der den Kreislauf stark belastet. Ich kann mir schon vorstellen, dass für sehr Dicke dies das Risiko für Komplikationen erhöht. Die durchgeplante Gewichtsbelastung nach der OP ist auch ein großer Faktor für das Gelingen dieses Eingriffs. Erneut kann ich mir sehr gut vorstellen das bei sehr schweren Menschen ohne entsprechenden Muskelhalteaparat dies ein echtes Risiko darstellt.

      Es sind hier halt zweierlei Dinge. Dass man als Dicke gleich schon mal an all seinen Erkrankungen Schuld ist, ist diskriminierend. Das ist nicht akzeptabel.

      Dass aber anatomische/physiologische Unterschiede auch Unterschiede in der Behandlung erfordern ist gut und wichtig.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Ich hatte nach meinem Kaiserschnitt erhebliche Probleme mit meinem Gewicht. Durch die Schmerzen konnte ich mich nicht richtig bewegen und mithelfen und kam mir noch viel schwerer vor. Ich war froh, als die härtesten Tage vorbei waren und ich meinen Körper wieder allein bewegen konnte. Wenn ich an meinen ersten Gang auf die Toilette denke!:-o