Brigitte und die Models

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Brigitte und die Models

      Mit großem Brimbamborium hatte Brigitte die Ära eingeläutet, keine mageren Profimodels mehr für die Zeitschrift zu nehmen, sondern fortan mit Frauen und Männern zu arbeiten, die keine Profis sind und keine Modelmaße haben müssen, sondern stärker dem Durchschnitt angepasst sind.
      Tja, der durch diesen Tropfen an Natürlichkeit erhoffte Auflagenaufschwung ist anscheinend ausgeblieben. Man kehrt wieder zurück zur alten Arbeitsweise.
      Angeblich seien die Fotosessions mit nicht-professionellen Modellen zeitaufwändiger und teurer gewesen.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Das die Arbeit mit nicht-professionellen Models aufwendiger ist, glaube ich gern. Das ist bei Schreinern auch so.

      ABER: Sie hätten auch einfach mal normaler gebaute Models nehmen können. Die, die im Moment für den Übergrößenbereich nehmen, weil sie ja diese "Monstergrößen" wie 38, 40 oder gar 42 tragen. Die wissen auch, wie man sich vor der Kamera in Pose wirft und was so ein Fotograf braucht. Außerdem kann man ja auch mal die dickeren Frauen für diesen Job (nein, ich halte es nicht für einen Beruf) qualifizieren.

      Zu gerne würde ich ja jetzt der Brr igitt äh schaden, indem ich mein Abo kündige - aber ich habe keines und lese die Zeitschrift nicht mal in der Arztpraxis.
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • HIER noch ein Link dazu.

      War der Grund auch der, dass die Leserinnen keine normalen Frauen auf dem Cover beziehungsweise als Models, in der Zeitschrift, sehen wollten?
      Fast 22 Prozent weniger Abos verkauft die „Brigitte“ heute, 35 Prozent weniger Exemplare am Kiosk…..

      Aber wie passt das dann mit folgender Aussage zusammen:

      Die Laien-Models wurden so perfekt geschminkt, gestylt und ausgeleuchtet wie echte Models. Orangenhaut gab es nie zu sehen, übergewichtige Frauen waren die Ausnahme.
      Die „Ohne Models“-Idee war wie Bauch-weg-Unterwäsche: eine Mogelpackung.

    • Mich gruselt es ein wenig bei dem Gedanken, dass es ja ursprünglich der Kund(inn)enwille gewesen sein soll, der Brigitte zum Wechsel von Profimodels zu normaleren Frauen brachte.
      Nun kristallisiert sich aber heraus, dass die Leserschaft doch lieber die Profimodels sehen will, weil das Heft dann wieder so aussieht wie zig andere auf dem Markt. Die Umgewöhnung von der Massenware Model auf eine etwas anderes Darstellung ist damit gescheitert. Damit wurde der gute Grundgedanke der Zeitschrift letztlich zum Verhängnis.
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    • Könnte es nicht auch so sein, dass wenn die Zeitschrift weniger mit "Mogelpackungen" gearbeitet hätte, dass dann die ursprünglichen Leserinnen, die diesen Wunsch hatten, verstärkt diese Zeitung gekauft hätten, beziehungsweise dran geblieben wären!?

      Vielleicht waren die Körper immer noch zu makellos "aufbereitet"!?
    • Ich denke, beides spielt da mit rein. Die sonstigen Sehgewohnheiten der Leserschaft und das, was Brigitte damit zu machen versucht hat.
      Jedenfalls sind die Einbrüche der Verkaufszahlen wirklich heftig, was sich nicht einfach durch gewachstene Konkurrenz bei der Menge der Frauenzeitschriften erklären lässt, sondern deutlich daran liegen muss, die Zielgruppe nicht gut getroffen zu haben.
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