Diabetes und Ernährungsregeln

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    • Diabetes und Ernährungsregeln

      Hallo, bin auch Diabetikerin und noch in der Erprobungsphase.......
      kann mir mal jemand den Unterschied zwischen Zucker, Fruchtzucker, Stevia und Süßstoff verklausulieren ??? Steh da irgendwie auf den Schlauch und mein Doc läßt mich auch im Regen stehen.....leider.
      Bin eigentlich nicht so eine "Süße" liebe eher mehr das Deftige, aber manchmal überkommt mich so ein Heißhunger auf z.B. Schokolade........
      Habe jetzt ein ganzes Sortiment an echtem und unechtem Zucker gekauft, weiß aber nicht, wie ich es sinnvoll einsetzen kann.:(
      Hat da jemand eine Idee für mich ?
      Liebe Grüße
      Ingepaula


      Anmerkung: Original aus diesem Thread

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sombra_blanca () aus folgendem Grund: Quelle hinzugefügt

    • Hallo ingepaula, da gibt es eine Erklärung der verschiedenen Zuckerarten.
      Und hier noch zu Süssstoffen.

      Ich hab auch Diabetes. Mit Süssstoff (Pulver) süss ich z.B. Blechkuchen oder Früchte. Man kann damit auch Kuchen backen, aber das fand ich jetzt nicht so lecker.

      Da ist noch ein Artikel zu Fruchtzucker. Den würd ich Dir jetzt nicht empfehlen. Eben so wenig wie z.B. Birkenzucker. Von dem bekommen viele Verdauungsprobleme.

      Milchschokolade hat ca. gleich viel Kohlenhydrate wie Weissbrot. Und dunkle Schokolade hat weniger und ist sogar noch gesund. Also wenn Du Lust darauf hast, dann gönn es Dir auch. Schokolade ist echte Nervennahrung.

      LG Finchen
    • Finchen schrieb:


      Milchschokolade hat ca. gleich viel Kohlenhydrate wie Weissbrot. Und dunkle Schokolade hat weniger und ist sogar noch gesund. Also wenn Du Lust darauf hast, dann gönn es Dir auch. Schokolade ist echte Nervennahrung.


      Also einer Diabetikerin zu raten, sie solle Schokolade essen, kann echt nach hinten losgehen, in Form einer Hyperglykämie, bis hin zum diabetischen Koma.

      Es gibt allerdings zwei Sorten Schoki, die ich kenne, die enthalten natürlich auch Kohlenhydrate, aber da ist weder normaler Haushaltszucker noch Fruchtzucker drin. Die wird eben mit Süßstoff gesüßt. Das ist jetzt nicht der burner, aber manchmal, eigentlich recht selten, greife ich darauf zurück. Ansonsten verkneife ich mir seit 1998 tatsächlich alle Süßigkeiten.

      Es geht leider nicht anders - ich könnte spritzen, aber das Insulin macht ja nochmal so dick. Nein, dann bin ich lieber abstinent.
    • Du kannst das natürlich machen wie du möchtest, allerdings ist die aktuelle Forschung und Behandlung eher der Meinung, dass Tabus ein Tabu sein sollten in der Ernährung bei Diabetikern.

      Vielleicht kannst du ja nochmal dich ausführlich beraten lassen? Gar keine Schokolade zu essen ist jedenfalls durchaus nicht notwendig.

      Ich habe mal eben nur kurz gegooglet und folgendes gefunden:

      Die Zeit der Tabus ist vorbei. Diabetiker dürfen, ja sollen die gleichen Sachen essen, wie sie für die gesunde Ernährung des "Normalbürgers" empfohlen werden.
      Auch Kuchen, Schokolade oder ein Glas Wein sind nicht mehr ausgeschlossen.
      Quelle

      oder das hier
      Wenn schon gelegentlich ein Stück Schokolade, dann besser dunkle als Vollmilchschokolade. Denn dunkle Schokolade liefert nicht nur mehr gefäßschützende Flavonoide, sondern enthält oft auch weniger Zucker.
      Quelle

      Trotzdem hast du natürlich mit deinem Hinweis bezüglich des diabetischen Komas nicht Unrecht.:rolleyes:
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    • 2010 ist eine Printausgabe des Eulenspiegels speziell zum Thema Diabetes heraus gekommen. Man kann das Heft einzeln nachbestellen. U. a. kommt auch eine Diabetesberaterin zu Wort, die sich anscheinend wesentlich differenzierter zum Thema äußert als allgemein üblich. Ich konnte mir ein Exemplar ausleihen und fand es sehr informativ.
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    • sombra_blanca,

      ich muss es so streng handhaben, weil ich so schon einen Langzeitzuckerwert von 7,0 habe - und das ist nicht gut. Ich hatte mal einen von 8,4 - habe dann ein paar Kilos abgenommen und dann sank auch der Langzeitwert.

      Ich kann nur einfach nicht so viel abnehmen, dass der Diabetes für ne zeitlang sicherlich "ruhen" würde. Das packe ich einfach nicht, somit muss ich mich sehr kasteien, was Süßigkeiten angeht - und echt - ich vermisse sie jeden einzelnen Tag.

      Ich muss jeden Tag die Kohlenhydrate beachten. Nicht nur kein Zucker, sondern auch alles was Kartoffeln, Reis, Nudeln oder Brot enthält. Ich habe Urinzuckerteststreifen und wenn ich mir zwei Teller Spaghetti genehmige und diesen Streifen, zwei Stunden nach der Mahlzeit anwende, dann verfärbt sich der schon recht dunkel.

      Das heißt dann erst mal: viel Wasser trinken, um alles auszuschwemmen. Das klappt recht gut, der Zuckerwert normalisiert sich dann wieder. Ich würde so gerne mal wieder Weihnachtsplätzchen essen, die richtigen, mit viel echtem Zucker oder einen Kuchen . . . :flenn:
    • Elisabeth, ich bin hier echt kein Profi, aber da ich selbst Diabetikerin war und ich einige Diabetiker kenne (mit Insulinspritzen und ohne) schreib ich dir das hier dennoch unter Vorbehalt.

      Es scheint, als seist du nicht gut eingestellt und auch nicht gut informiert.
      Insulin zu spritzen bedeutet nicht unbedingt, dass du an Gewicht zunehmen musst. Es ist natürlich im Bereich des Möglichen, schließlich bedeutet das, dass der Körper wieder Zucker verarbeiten kann. Was verarbeitet wird, kann eben auch im Organismus verwertet werden und Verwertung kann auch Speicherung bedeuten.

      Ein Hba1c von 7 ist doch nur knapp überm Normwert, das ist schonmal ziemlich großartig.
      Vielleicht solltest du tatsächlich nochmal eine Diabetikerschulung besuchen und deine Medikamente überprüfen lassen und dich wirklich in Länge und Gänze mit dem Thema Insulin Spritzen auseinandersetzen, denn diese von dir beschriebene Kasteiung ist eigentlich nichts, was heute noch von Ärzten empfohlen und als Behandlung angeboten wird.

      Wenn es dir gut damit ginge - ok. Aber es geht dir nicht gut damit und meines Wissens nach ist es nicht (mehr) notwendig, so sehr zu leiden, nur weil man eine Erkrankung hat, die mittlerweile ziemlich großartig zu behandeln ist.

      Mein Opa ist seit fast 20 Jahren Diabetiker und spritzt auch schon seit 15 (knapp). Mittlerweile kann er seine Pens (Langzeit- und Kurzzeitinsulin) so einstellen, dass sich sein Blutzuckerwert in fast "normal" langer/kurzer Zeit wieder einpendelt.
      Er fährt alle paar Jahre in eine Klinik für 3 Wochen zum Komplett-Check und zur Neueinstellung mit Schulungen usw.

      Das was du berichtest kenne ich von ihm auch - aber von früher= von vor 10 Jahren.

      Zu spritzen bedeutet auch, sich ständig zu kontrollieren, aber durchaus nicht, sich dauerhaft zu mäßigen oder zu kasteien.

      Obwohl ich es komisch fänd, wenn du bei einem Wert von 7 schon spritzen müsstest.

      Wie gesagt, alles unter Vorbehalt. Aber sprich wirklich nochmal mit Profis. Es kann nur besser werden.
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    • Elisabeth schrieb:

      Also einer Diabetikerin zu raten, sie solle Schokolade essen, kann echt nach hinten losgehen, in Form einer Hyperglykämie, bis hin zum diabetischen Koma.



      @ Elisabeth

      Naja, ich geh mal nicht davon aus, dass ingepaula gleich so viel Schokolade isst, dass sie ins Koma fällt. Ausserdem hat mir die Ernährungsberatung, die Diabetsberatung und auch mein Hausarzt Schokolade erlaubt.

      Und von Insulin kann man dicker werden, muss man aber nicht. Ich spritze seit 2010 und hab nicht zugenommen. Wenn die Tabletten eines Tages nicht mehr genügend wirken, musst Du spritzen. Das Insulin gibt mir aber auch Freiheiten, die ich mit den Tabletten nicht hatte.

      LG Finchen
    • Elisabeth schrieb:


      Ich kann nur einfach nicht so viel abnehmen, dass der Diabetes für ne zeitlang sicherlich "ruhen" würde. Das packe ich einfach nicht, somit muss ich mich sehr kasteien, was Süßigkeiten angeht - und echt - ich vermisse sie jeden einzelnen Tag.

      Ich muss jeden Tag die Kohlenhydrate beachten. Nicht nur kein Zucker, sondern auch alles was Kartoffeln, Reis, Nudeln oder Brot enthält. Ich habe Urinzuckerteststreifen und wenn ich mir zwei Teller Spaghetti genehmige und diesen Streifen, zwei Stunden nach der Mahlzeit anwende, dann verfärbt sich der schon recht dunkel.


      Hallo Elisabeth,

      Ich bin auch Diabetikerin und spritze kein Insulin, weil es die Gewichtsabnahme so bremst.

      Dieser Verzicht auf Kohlenhydrate aller Art nervt mich auch manchmal total :(... ich habe gute Erfahrungen mit Sport gemacht, um den Blutzucker zu senken und stabil zu halten.

      Wäre bzw. ist das eine Option für dich?

      Seit ich regelmäßig schwimmen gehe oder auf meinem Minitrampolin herum"jogge", kann ich mir mehr Kohlenhydrate erlauben und muss nicht mehr jedes Gramm anrechnen - eigentlich rechne ich kaum noch...

      In einer Diabetesschulung habe ich auch einmal gelernt, dass ich alles essen darf - nur von manchem eben weniger bzw. nicht so viel auf einmal. So esse ich z.B. nicht eine ganze Tafel Schoki auf einmal (obwohl ich das manchmal zu gerne tun würde ;)), sondern verteile mehrere kleinere Mengen über den Tag - so steigt der Blutzucker nicht mit einem mal so hoch an. Auf Schoki verzichten - das will ich nicht...

      Liebe Grüße
      Mondsteinhexe
    • @ Elisabeth

      Ich kann mich Sombra blanca in jedem Punkt anschliessen.

      Mein Diabetologe ist der Meinung, dass man mit den Medikamenten ein so normales Leben wie möglich haben sollte und das meinte er vor allem in Bezug auf das Essen.

      Nebst anderen oder höher dosierten Medikamenten, gibt es noch die Möglichkeit, dass Du z.B. abens ein Langzeitinsulin spritzt. Das würde zum Beispiel helfen, dass die Spaghetti nicht so ins Gewicht fallen. Oder dann gibt es neue Medikamente wie Victoza und Byetta, was man zusätzlich zu den Tabletten spritzen kann und auch blutzuckersenkend wirken. Die bekommt man aber nur, falls die Tabletten nicht mehr genügend wirken.

      Dass Du mit so Teststreifen den Zuckergehalt misst, finde ich komisch. Bekommst Du von Arzt kein Zuckermessgerät? Dort hättest genaue Werte.

      Mit der jetztigen Situation büsst Du Lebensqualität ein. Erkundige Dich doch beim Hausarzt oder Diabetlogen, was es für Dich an Möglichkeiten gibt.

      LG Finchen
    • Ups......jetzt habe ich meinen Beitrag ganz wo anders wiedergefunden.....lustig.
      Danke für die vielen interessanten Meinungen von Euch ! Nein, ich esse die Schokoklade nicht bis ich ins Koma zu fallen drohe - versprochen !
      Ich ernähre mich ( heute ) weitgehend normal mit viel Obst, frischem Gemüse, Joghurt und Quark OHNE Kalorienzähler ! Aber dieser ganze hype um falsche/gesunde Erährung, richtige und falsche Zuckersorte bei Diabetes und etc. macht mir Angst, geht mir auf die Nerven und macht mich immer wieder unsicher.
      Euch geht es nicht viel anders, wenn ich mir die postings so anschaue.....
      Wie sind bloß unsere Vorfahren mit ihrer Ernährung klargekommen ? Da wurde mit der Keule gejagt und über dem offenen Feuer gebrutzelt und niemand hat sich um zu viel Fett und Kalorien gekümmert......den Süßkram gab es vom Himbeerstrauch samt Fuchsbandwurm und gut war's......
      Liebe Grüße von Ingepaula, die jetzt mal frischen ( gesunden ???) Spargel einkaufen geht........:mampf:
    • Hallo sombra blanca,

      du hast recht, es geht mir nicht gut mit der Entsagung aller Süßigkeiten, aber vor Insulin habe ich deswegen Angst, weil ich noch sehr viel andere Medikamente nehme und die gefürchtete Unterzuckerung, die bei Insulin ja nun mal vorkommen kann, ich unter Umständen gar nicht merken würden - bzw. wohl zu spät.

      Ich habe nämlich oft Nebenwirkungen, von anderen Medis, die eine Unterzuckerung verschleiern könnte.

      Die Spritze kommt irgendwann sowieso - das weiß ich ja, aber ich versuche, so lange es geht, das hinauszuzögern. Das Problem ist nur, wenn ich hier und jetzt 3 oder vier "Rippchen" Schoki essen würde, dann würde mein Zuckerwert einen Veitstanz aufführen. Momentan habe ich für mich beschlossen, dahingehend zu leiden.

      Ich hätte schon lange Insulin haben können, denn dann hätte ich eine Kuchenschlacht einfach "wegspritzen" können. Wenn die anderen, chronischen Krankheiten nicht wären, hätte ich das auch schon lange in Anspruch genommen, aber so . . .

      was meinst du wie beschxxxen es mir geht, wenn mein Mann neben mir sitzt und sich die herrlichsten Süßigkeiten in die Figur kloppt. Ich backe Weihnachtsplätzchen und das ganze Jahr über leckere Kuchen, ohne dass ich auch nur mal den Teig probieren kann.

      Nein, ich bin nicht masochistisch veranlagt. :)

      Meine Angst vor Insulin, aus oben genannten Gründen, ist tatsächlich noch größer, als die Lust auf Süßes - obwohl mich dieser Verzicht manchmal weinen lässt, wenn es niemand sieht. Ich aß nämlich früher unheimlich gerne Süßigkeiten. Ich träume manchmal von Buttercremtorten und ähnlichen süßen Nahrungsmitteln. :)
    • Mondsteinhexe schrieb:


      Dieser Verzicht auf Kohlenhydrate aller Art nervt mich auch manchmal total :(... ich habe gute Erfahrungen mit Sport gemacht, um den Blutzucker zu senken und stabil zu halten.

      Wäre bzw. ist das eine Option für dich?

      Seit ich regelmäßig schwimmen gehe oder auf meinem Minitrampolin herum"jogge", kann ich mir mehr Kohlenhydrate erlauben und muss nicht mehr jedes Gramm anrechnen - eigentlich rechne ich kaum noch...


      Ich nehme stark sedierende Psychopharmaka und habe eine Kondition, wie eine 90 jährige Frau. Auch mein Knie, macht mir da ein Strich durch die Rechnung. Ich fahre zu hause auf meinem Heimtrainer, nicht länger als 10 Minuten, das ist dann schon alles.


      Finchen schrieb:

      @ Elisabeth
      Dass Du mit so Teststreifen den Zuckergehalt misst, finde ich komisch. Bekommst Du von Arzt kein Zuckermessgerät? Dort hättest genaue Werte.


      Blutzuckerteststreifen bekomme ich nur verschrieben wenn ich Insulin spritzen würde. Selbst die Urinzuckerteststreifen muss ich mittlerweile selbst zahlen, wie so vieles. Ich habe ein Zuckermessgerät, aber die Blutzuckerteststreifen sind enorm teuer, deswegen kaufe ich die nur, wenn ich mal einen hohen Zuckerwert habe und den genau wissen muss.