Mein (übergewichtiger) Alltag

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Mein (übergewichtiger) Alltag

      [FONT=Tahoma, sans-serif]Hallo Ihr Lieben,

      ich bin noch ziemlich neu hier im Forum und etwas unsicher, was das Schreiben von Beiträgen betrifft.

      Bisher habe ich mich auch noch nie so richtig in ein Forum getraut, wo es um das Thema Übergewicht bzw. Adipositas geht.

      Ich muss schon zugeben, dass ich mich doch sehr für mein hohes Gewicht schäme. :([/FONT]
      [FONT=Tahoma, sans-serif]Am meisten momentan für meine Oberschenkel (!!!), da spüre ich genau die Kilos, die ich in letzter Zeit - leider - wieder zugenommen habe.[/FONT]
      [FONT=Tahoma, sans-serif]Ich merke es auch an meinen Jeans, sie sitzen sehr eng im Oberschenkelbereich.[/FONT]

      [FONT=Tahoma, sans-serif]Ich habe ziemlich starke Ängste entwickelt, jedes Mal, wenn ich das Haus bzw. meine Wohnung verlasse.
      Momentan fühle ich mich überhaupt nicht mehr wohl.[/FONT]
      [FONT=Tahoma, sans-serif]
      Jeden Morgen, wenn ich um die Ecke zur Bushaltestelle biege, wird getuschelt.[/FONT][FONT=Tahoma, sans-serif] Ich weiß, es sind nur ein paar „dumme Schuljungs“, aber sie machen das so offensichtlich und drehen sich dann alle zu mir um, dass es mir echt unangenehm ist.[/FONT]
      [FONT=Tahoma, sans-serif]
      Ich versuche immer, mich meinen Ängsten zu stellen und solche Situationen möglichst selbstbewusst zu meistern, aber wenn ich mich dann selbst schon nicht mehr wohl in meiner Haut (oder in meiner Jeans) fühle, dann macht es das Ganze umso schwerer.[/FONT]
      [FONT=Tahoma, sans-serif]
      Die ganze Woche war irgendwie durchzogen mit so doofen Kommentaren.[/FONT][FONT=Tahoma, sans-serif]
      Nicht nur an der Haltestelle, auch im Bus, zwei Jugendliche und eine ältere Dame. [/FONT]
      [FONT=Tahoma, sans-serif]Das übliche Thema, dass dicke Menschen mehr Platz einnehmen...[/FONT]
      [FONT=Tahoma, sans-serif]
      Manchmal bin ich wirklich versucht nur noch zu stehen![/FONT]

      [FONT=Tahoma, sans-serif]Ganz viele liebe Grüße[/FONT]
      [FONT=Tahoma, sans-serif]Gastschreiberin
      [/FONT]

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    • [FONT=Tahoma, sans-serif]
      [/FONT]
      [FONT=Tahoma, sans-serif]Manchmal bin ich wirklich versucht nur noch zu stehen![/FONT]



      Da wäre ich eher versucht mich auf zwei Plätze zu setzen (wahlweise zu legen) und den Leuten zu sagen sie sollen sich doch woanders hinsetzen und mich nicht nerven.

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    • Hallo Gastschreiberin :wink1:,

      Ich kann dich sehr gut verstehen - mir ging es seit der Kindheit ganz ähnlich und ich habe mich leider immer mehr zurückgezogen, weil ich mich so für meinen Körper schämte.

      Irgendwie dachte ich immer, mit der Zeit würde mir ein "dickes Fell" wachsen und ich würde zunehmend unempfindlicher gegen diese Grenzüberschreitungen und Beleidigungen. Aber es war andersrum - ich würde immer dünnhäutiger und verletzbarer...

      Als ich mich hier im Forum angemeldet habe, las ich ganz viel - auch in älteren Threads - darüber, wie andere Forumsteilnehmer hier mit solchen Problemen umgehen und daraus konnte ich viel herausziehen für mich.
      Ich lerne jeden Tag mich mehr zu akzeptieren und ich habe es inzwischen satt mich zurückzuziehen.

      Mehr Selbstbewusstsein kommt nicht von jetzt auf gleich, es braucht Zeit und viele kleine Schritte. Lass dich nicht entmutigen! Du kannst lernen, dich mehr zu akzeptieren und anderen gegenüber selbstbewusster aufzutreten bzw. dich nicht mehr verletzten zu lassen von anderen, die dich im Übrigen gar nicht kennen, die nichts von dir wissen und im Grunde solche dämlichen Sprüche ablassen, weil sie sich dadurch größer, stärker, besser fühlen - und DAS ist armseelig - mach' dir das bewusst!

      Liebe Grüße
      Mondsteinhexe

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    • Hallo Mondsteinhexe,

      vielen Dank für deinen lieben Beitrag.

      Ich bin auch gerade dabei, mich hier im Forum einzulesen und den Mut zu entwickeln, ein wenig aus meinem Schneckenhaus heraus zu kommen.

      Es ist noch ungewohnt für mich, so offen über meine Gewichtsprobleme sprechen zu können, aber ich bin froh, mich hier angemeldet zu haben.

      Liebe Grüße zurück
      Gastschreiberin :wink1:

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    • babelfish schrieb:

      Da wäre ich eher versucht mich auf zwei Plätze zu setzen (wahlweise zu legen) und den Leuten zu sagen sie sollen sich doch woanders hinsetzen und mich nicht nerven.


      :applaus:


      Mondsteinhexe hat Recht. Es ist erbärmlich, wenn man als Gruppe auf einen einzelnen verbal "ein schlagen" muss. Und es braucht Mut, sich so einer Gruppe selbstbewusst zu stellen und gegebenfalls einen passenden Kommentar zu geben.

      Ich werde auch manchmal angestarrt, und ich starr dann einfach zurück. :cool3: Klar muss ich auch alle meine Courage zusammen nehmen, wenn ich durch ein Rudel gaffender und tuschelnder Teenager in den Mc will.
      Für mich hab ich auch schon festgestellt, dass ich fremden Personen herzlicher und unbefangen entgegentrete, wenn ich mir nicht überlege "was denken die wohl über mein Gewicht?".


      Die scheinen aber auch an Deiner Ausstrahlung zu merken, dass Du Dich unsicher fühlst. Darum, gibt es für Dich eine Möglichkeit, Dein Äusseres zu verändern (z.B. neue Frisur, andere Klamotten, Make-up)? Wenn Du Dich hübscher fühlst, strahlst Du das auch aus.

      LG Finchen
    • Meine Vorschreiberinnen haben es schon geschrieben:
      Man kann Selbstbewusstsein lernen, Schritt für Schritt, langsam, aber stetig.

      Was sofort wirkt und Du sofort tun kannst, um Dich zumindest wegen der Deinem Gefühl nach nun zu engen Jeans nicht mehr unwohl zu fühlen, ist, diese nicht mehr anzuziehen und Dir eine Jeans zu kaufen, die besser und ein wenig lockerer sitzt.
      Schon dass allein - dieses nicht mehr so eingeengt zu sein, wird Dir buchstäblich mehr Lockerheit geben.

      Überhaupt finde ich es nicht unwichtig, sich so zu kleiden, dass man sich wirklich wohl fühlt. Schon das allein ist ein SChritt mit hin zu mehr Selbstbewusstsein, denn das Gefühl gut auszusehen, ist nun einmal etwas, was wir Menschen - Frauen - brauchen.
      Es mag da Ausnahmen geben, aber ich denke, den meisten Menschen geht es so.

      Alle anderen Schritte zu mehr Selbstbewusstsein kommen nach und nach, wenn Du es willst und dran bleibst.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Finchen schrieb:

      :applaus:
      Und es braucht Mut, sich so einer Gruppe selbstbewusst zu stellen und gegebenfalls einen passenden Kommentar zu geben.


      Man muss sich dazu meist erst bewußt machen, dass andere Leute eben auch mehr Platz brauchen. 50kg Mädels haben oft Taschen dabei, die doppelt so breit sind wie sie selbst. Omas mit diesen Einkaufswagen oder junge Männer mit riesen Rucksäcken oder Leute mit Musikinstrumenten, Kinderwägen oder vielen Einkäufen, alle brauchen Platz. Da muß man sich nicht schämen, ganz im Gegenteil, das müssen diese Gruppen, da fehlt es an Erziehung, Benehmen und Rücksichtnahme.
    • Hallo Finchen,

      ich habe den einen Tag gefragt, ob sie ein Foto wollen, weil es mich echt genervt hat, dass sie mich so blöd angeglotzt haben.

      Daraufhin kam aber nur zurück, dass ICH das Foto wohl brauchen würde, damit ich mal sehen kann, wie ich aussehe und dass das ja nicht gehen würde, weil ich da nicht drauf passe...

      Ich grinse jetzt immer nur noch, wenn ich an ihnen vorbei gehe. Sie glotzen immer noch, sagen aber nichts mehr.

      Eine optische Veränderung ist schwierig, weil ich sowieso immer schon darauf achte, mich möglichst vorteilhaft zu kleiden. (Außer der Jeans im Moment.)

      Schminke würde wahrscheinlich noch mehr Angriffsfläche bieten und ich fühle mich damit auch selbst nicht wohl.

      An meiner inneren Einstellung hapert es. Und an zu wenig Selbstwertgefühl!

      Viele liebe Grüße
      Gastschreiberin

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    • An meiner inneren Einstellung hapert es. Und an zu wenig Selbstwertgefühl!
      Gastschreiberin, du schreibst im Begrüßungthread, dass du eine Sozialphobie entwickelt hast - das ist schon ein bißchen mehr als "nur" zu wenig Selbstwertgefühl.

      Hast du schon einmal in Erwägung gezogen, die Sozialphobie behandeln zu lassen? Ich habe aufgrund einer ähnlichen Problematik eine Verhaltenstherapie gemacht und fand diese sehr hilfreich. Ich habe dort gelernt wieder Dinge zu tun, die ich mich lange nicht getraut hatte, weil ich bei jedem Schritt in einem Gedankenkarusell gefangen war, dass sich darum drehte, was wohl die anderen denken, wenn sie mich sehen, die Angst dass mir wieder jemand etwas schlimmes hinterherrufen könnte usw.

      Diese Angst konnte ich langsam mit therapeutischer Unterstützung auflösen und überwinden - heute traue ich mich noch nicht alles, aber vieles wieder....

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    • Hallo Mondsteinhexe,

      du bist wirklich sehr aufmerksam. :daumen: :daumen: :daumen:

      Ja, es stimmt, dass es etwas mehr ist, als "nur" ein Selbstwertproblem.
      Ich bin deswegen auch in Therapie, allerdings eher tiefenpsychologisch.

      Verhaltenstherapie habe ich auch eine Zeit lang gemacht, allerdings habe ich da zu sehr den Bezug zu mir selbst und meinen eigenen Bedürfnissen verloren, weil ich, um nicht negativ aufzufallen, einfach immer nur die Dinge getan habe, die der Therapeut von mir verlangt hat, ohne wirklich irgendeinen Nutzen daraus zu ziehen.

      Ich bin mit meiner jetzigen Therapeutin gerade dabei das Thema zu bearbeiten. Sie hat mir auch empfohlen mal im Internet nach Kontakt- und Austauschmöglichkeiten zu schauen.

      Nächste Woche werde ich ihr vom Forum berichten. :)

      Liebe Grüße
      Gastschreiberin

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    • Hallo Gastschreiberin,

      Ich wünsche dir, dass dir die Therapie hilft deine Ängste zu bewältigen und mehr Selbstwertgefühl zu erlangen - du gehst das Problem aktiv an und lässt dich nicht einfach unterkriegen. Klasse!

      Schön, dass du für dich die richtige Therapieform gefunden hast :). Das Forum kann dir zudem viel Unterstützung, Austausch und neue Sichtweisen aufzeigen. Finde ich gut, dass deine Therapeutin dir diesen Weg auch empfohlen hat.

      Viele Grüße
      Mondsteinhexe

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    • Liebe Mondsteinhexe,

      ich habe auch das Gefühl, dass ich hier auf dem richtigen Weg bin, ganz unabhängig von meiner Therapie und meiner Therapeutin.

      Es fiel mir immer schon leichter zu schreiben statt zu reden.
      Hier kann ich meine Ängste und Sorgen schriftlich in Worte fassen.

      Und ich habe Gleichgesinnte.
      Das ist schön! :girlapplaus:

      Liebe Grüße
      Gastschreiberin

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    • Mir hat ein Rhetorikkurs ganz gut geholfen, mich sprachlich besser zur Wehr setzen zu können. Naja, mir haben drei Rhetorikkurse geholfen, sollte ich ehrlicherweise sagen. Nicht als Ersatz für Therapie - die habe ich zusätzlich noch gemacht - aber um besser bei Wort zu sein.

      Außerdem habe ich manchmal eine recht fiese Fantasie. Den Jünglingen würde ich vermutlich auf die Pickel starren (sofern hoffentlich vorhanden), leicht den Kopf hin und her schütteln und fragen, wann sie denn endlich gedächten, gegen diese ekeligen Pusteln zu unternehmen. Älteren Damen kann man zu verstehen geben, dass am Ende alle auf ein mal zwei Meter landen und sie vermutlich wesentlich eher als ich. Hat zwar nie etwas mit dem von ihnen angeschnittenen Thema zu tun, aber sie lassen mich in Folge lieber in Ruhe. Ich bleibe bei solchen Sachen allerdings immer sehr ruhig und freundlich im Ton. :holy:

      Meist reicht es jedoch, wenn ich die Leute amüsiert mit leicht hochgezogenen Augenbrauen mustere. Ich muss wohl ziemlich imposant aussehen, wenn ich kritisch beäuge und mich über Leute amüsiere. Es wird zum großen Teil aber auch daran liegen, dass ich nicht ausweiche, wegblicke oder mich entziehe, sondern dann tatsächlich eher auf die Leute zugehe. Ausgenommen Alkis oder/und andere Junkies. Das wäre mir zu gefährlich.

      Ja, ich habe auch Tage, wo das alles nix nützt und die böse Welt mir übel mitspielen will. Aber je mehr ich trainiere, mich für mich einzusetzen, desto weniger böse ist die Welt zu mir.

      Mein magischer Satz: Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?
      Mir hilft das.
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Also mit einer Aussage wie "Ich brauche mehr Platz als Sie, aber ich bin ihn auch wert" kann ich mich nur teilweise anfreunden.
      Wenn man die Leute überrumpelt, dann reicht es doch, mit Bestimmtheit zu sagen "Ich brauche eben mehr Platz als Sie" und ihn sich zu nehmen. Drn Zusatz "Aber ich bin ihn auch wert" klingt eher anmaßend und andere herabwürdigend. Damit wirkt man nicht selbstsicher, sondern auf viele Leute äußerst arrogant. Das kann nicht Ziel der Sache sein.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
      [/SIZE]
    • kampfzwerg schrieb:

      Also mit einer Aussage wie "Ich brauche mehr Platz als Sie, aber ich bin ihn auch wert" kann ich mich nur teilweise anfreunden.
      Wenn man die Leute überrumpelt, dann reicht es doch, mit Bestimmtheit zu sagen "Ich brauche eben mehr Platz als Sie" und ihn sich zu nehmen. Drn Zusatz "Aber ich bin ihn auch wert" klingt eher anmaßend und andere herabwürdigend. Damit wirkt man nicht selbstsicher, sondern auf viele Leute äußerst arrogant. Das kann nicht Ziel der Sache sein.


      Ok, vielleicht muss man den Satz sprechen und nicht schreiben. Ich hab mir da eher so ein bißchen Humor mit reingedacht. So mit zwinkerndem Auge.
    • Willkommen!

      Tut mir leid, dass es dir damit so schlecht geht.
      Das Forum ist sicher schon ein guter Schritt.

      Vielleicht hilft dir ja auch eine Selbsthilfegruppe bzw. (reale) Treffen mit anderen dicken Menschen.

      Ich habe vor einiger Zeit eine Therapie gemacht, die mir sehr geholfen hat.
      Mit der richtigen Therapeutin/dem richtigen Therapeuten kann ich dazu nur raten. :daumen:

      Mein höchstes Gewicht waren 150kg bei nur 165cm Größe.
      Dennoch kamen ehrlich nur äußerst selten irgendwelche Blicke oder Getuschel.
      Nicht einmal im Schwimmbad habe ich den Eindruck man sieht mich herablassend an.

      Deswegen bin ich mir sehr sicher, dass man sich das einerseits zum Teil einbildet (die Leute tuscheln vielleicht über was ganz anderes) und die Leute mehr machen, wenn jemand unsicher wirkt.
    • babelfish schrieb:

      Ok, vielleicht muss man den Satz sprechen und nicht schreiben. Ich hab mir da eher so ein bißchen Humor mit reingedacht. So mit zwinkerndem Auge.
      Versteh mich nicht falsch: Ich bin immer sehr für augenzwinkernden Humor, vor allem dann, wenn man sich selbst nicht so bierernst nimmt, aber leider versteht das Umfeld den Humor nicht immer. Da kann man noch so sehr ein freundliches Grinsen aufsetzen dabei, wenn die Leute nicht dazu in der Lage sind, den Scherz daran zu erkennen, kommt es nun mal extrem arrogant rüber.
      Habe ich selbst schon mehrfach so erlebt, dass mich umstehende Leute, die mich nicht genug kannten, um das auch so zu verstehen, völlig verkehrt eingeschätzt haben. Alles nur, weil ich etwas mit leicht ironischem Unterton gesagt habe.
      Bevor nun jemand mit "Aber ich bin ihn auch wert" einen Platzanspruch postuliert, der jede schmalere Person zu etwas degradiert, das weniger wert ist (weil weniger Platz benötigt wird), würde ich mich vorsichtshalber zurückhalten. um den Eindruck, den anderen aus der Situation bekommen, nicht unnötig gegen mich zu richten.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • kampfzwerg schrieb:

      V um den Eindruck, den anderen aus der Situation bekommen, nicht unnötig gegen mich zu richten.


      Ich kann die Ansicht verstehen, aber bin anderer Meinung. Wenn jemand so arrogant ist, dass er meint er müsse mich aufgrund meines Gewichtes verunglimpfen, so bekommt er von mir eine deutliche Ansage. Das ist sicher kein Rezept für jedermann, aber ich bin damit gut gefahren.
    • Hallo Lyssi,

      vielen Dank für deinen Beitrag.

      Ich habe vom Gesundheitszentrum hier vor Ort das Angebot bekommen, selbst eine Selbsthilfegruppe für übergewichtige Menschen zu gründen, bin mir aber nicht sicher, ob ich das leisten kann, weil ich u.a. auch unter einer sozialen Phobie leide.

      Eine Idee von mir wäre, vielleicht erstmal eine "virtuelle Gruppe" über das Internet zu beginnen, um zu sehen inwieweit überhaupt Interesse besteht und das Angebot dann später auf "reale Treffen" auszuweiten.

      Ich bin mir da aber üüüüüüüberhaupt nicht sicher.

      Was für eine Therapie hast du denn gemacht (wenn ich fragen darf)!?

      Ich bin vor zwei Jahren mal 6 Wochen stationär gewesen, aber zu Hause konnte ich daran nur die erste Zeit anknüpfen. Irgendwie waren die 6 Wochen auch zu wenig und zu weit weg von meinem realen Alltag.

      Viele liebe Grüße
      Gastschreiberin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Administrator () aus folgendem Grund: Auf Wunsch der TE

    • babelfish schrieb:

      Ich kann die Ansicht verstehen, aber bin anderer Meinung. Wenn jemand so arrogant ist, dass er meint er müsse mich aufgrund meines Gewichtes verunglimpfen, so bekommt er von mir eine deutliche Ansage. Das ist sicher kein Rezept für jedermann, aber ich bin damit gut gefahren.


      Ich verstehe, was du meinst, halte mich selbst aber mit jeglicher Erwähnung von Wert in komparativen Zusammenhängen (Ich, dick = mehr Platz = mehr Wert // du, dünn = weniger Platz = eventuell weniger Wert) zurück. Es ist ja nicht nur, was ich ausspreche, es ist auch was Dritte dem entnehmen. In manchen Fällen halt eben die anderen Passagiere im Bus, die sich eher mit dem Gegenüber solidarisieren, als mit mir, wenn ich eine Wertebemerkung mache. Mit einer witzigen Bemerkung, die weniger angreift - und vor allem auch nicht gegen die anderen dünnen Passagiere gerichtet sein kann, ob jetzt real oder interpretiert - nehme ich diese Dritten nicht gegen mich ein. Statt dessen kommt da eher ein zustimmendes Grinse oder gar eine Bemerkung, dass ich recht habe, was wieder denjenigen, der mir unverschämt gekommen ist, stärker in seine Schranken weist.

      Natürlich kann ich auch ganz anders, wenn mir etwas zu bunt wird. Aber dann gehe ich eher ganz konkret auf eine Schwäche des Gegenübers ein. Und wenn es sowas ist wei: Putzen Sie sich erst mal die Zähne, bevor Sie hier andere blöd anlabern. Völlig neben der Kappe, aber überraschend wirkungsvoll. Die wenigsten rechnen doch damit, dass eine ansonsten recht angepasst wirkende Dicke so reagiert.
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Honigbiene schrieb:

      Ich verstehe, was du meinst, halte mich selbst aber mit jeglicher Erwähnung von Wert in komparativen Zusammenhängen (Ich, dick = mehr Platz = mehr Wert // du, dünn = weniger Platz = eventuell weniger Wert) zurück.


      Also ich kann den komparativen Charakter nicht sehen. Wenn ich sage ich brauche halt mehr Platz, aber ich bin ihn auch wert, dann sage ich nichts über mein gegenüber. Das täte ich erst, wenn ich noch ein " im Gegensatz zu Dir" anhängen würde.