Whitney Houston tot / Das Glück in sich finden.

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  • Whitney Houston tot / Das Glück in sich finden.

    Sie war schön, sie hatte ein begnadetes Talent, sie war erfolgreich und wohlhabend und doch...

    Die Diagnose steht noch nicht fest, aber es wird wohl auch bei ihr, wie bei Michael Jackson und Amy Winehouse so sein, dass Drogen und/oder Alkohol den Körper zerstört haben.

    Und dabei glauben doch so viele Menschen, dass Erfolg und viel Geld glücklich machen.
    Wenn jemand dann noch schön ist, dann muss es doch erst recht klappen mit dem glücklich sein...
    Und wenn jemand nach Sicht der heutigen Mode nicht "perfekt" schön ist, so hat er die finanziellen Möglichkeiten, sich diese Art von Schönheit zu kaufen.
    Dann sind doch alle Voraussetzungen zum großen Glück gegeben - sollte man meinen...

    Oder?

    Ich denke, wirkliches Glück muss man zunächst einmal in sich selber finden. Wer in sich kein Glück findet, findet es auch nirgendwo anders.
    Doch wie kann man Glück "in sich selbst" finden???
    Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

    [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
  • Gute Frage - wie das Glück in sich selbst finden? Sich mit äußeren Dingen ablenken, bringt nicht wirklich viel - wie man all zu oft sieht. Ich denke es gibt da keinen goldenen Königsweg, der auf alle Menschen passt, sondern jeder muss für sich herausfinden wo und wie er glücklich werden kann.

    Mir hat es geholfen dass ich vor ca. fünf Jahren aufgehört habe mich großartig vom TV berieseln zu lassen. Seitdem ich nicht mehr mit den geschickt lancierten Ideal-Vorstellungen einer scheinbar heilen Welt konfrontiert werde, und diese Wünsche nicht mehr für mich adaptiere, bin ich sehr viel zufriedener.

    Nicht reicher, aber zufriedener...

    Und ich habe gemerkt dass eine Partnerschaft auch kein Garant für Glück bedeutet, solange man nicht mit sich selbst im Reinen ist. Sechs Jahre lang habe ich mir, und einer heute sehr, sehr lieben Freundin, etwas vorgemacht. Das war für uns beide nicht schön, und wir mussten am Ende feststellen dass wir beide etwas im anderen suchten, was dieser nicht bieten konnte.

    Glück hat viel mit Liebe zu tun, dass habe ich kapiert - aber auch dass man selbst lieben muss, um andere aufrichtig lieben zu können...
  • Das war halt ihre Art ihr Glück zu finden. Wie willst du beurteilen, ob das der richtige oder falsche Weg war, -für sie?
    Ein jeder ist seines Glückes Schmied.

    Also, urteilt nicht über ein Leben und eine Lebensphilosophie eines anderen Menschen, das geht euch nix an und das könnt ihr auch gar nicht. Und lasst sie vor allen Dingen in Frieden ruhen und versucht nicht, euch an ihrem Elend groß zu tun und zu machen, so al a: "Na so wird man aber nicht glücklich. Siehste, jetzt isse tod, das hatse nun davon!". Das hat sie trotz allem nicht verdient.

    Mein Weg wäre es nicht. Ich kann und will mich aber auch nie nicht mit ihr oder mit den Lebenswegen irgendwelcher Menschen vergleichen, sondern mein Leben und mein Glück leben, nach meiner Fasson.
    [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
  • Sonnenkuss schrieb:

    und versucht nicht, euch an ihrem Elend groß zu tun und zu machen, so al a: "Na so wird man aber nicht glücklich. Siehste, jetzt isse tod, das hatse nun davon!". Das hat sie trotz allem nicht verdient.


    Nein, natuerlich nicht, und ich verstehe sehr gut, wie du das meinst. Es kotz mich an, wenn Menschen sich an Unglueck von Stars ergoetzen. (In dieser Wiese hat hier aber niemand etwas geschrieben, soviel ich lesen kann.)

    Andererseits ist es aber menschlich und natuerlich, sich Gedanken zu machen, was und wie es passiert ist, und wie es diesem Menschen gegangen ist, und warum. Insbesondere jemand von so einer strahlenden Schoenheit und unglaublichen Talent wie Whitney Houston.

    Und obwohl man eigentlich gar nicht von diesen Menschen weiss, haben sie es mit ihrem Talent geschafft, dass wir uns ihnen verbunden fuehlen, viel naeher, als wir eigentlich sind.

    Es gibt wohl sehr viele Menschen, dei mit dem Leben nicht zurecht kommen. Wir sehen das nur bei Stars oder bei engen Bekannten. Und in beiden Faellen finde ich fuer mich den Anlass, darueber nachzudenken, wie schwierig es manchmal ist, durch das Leben so zu segeln, dass man mit seinem Schiff nicht untergeht. Es gibt so viele Stellen, an denen es schief gehen koennte...
  • Dorian schrieb:



    Glück hat viel mit Liebe zu tun, dass habe ich kapiert - aber auch dass man selbst lieben muss, um andere aufrichtig lieben zu können...


    Ich finde es extrem interessant, dass Du dies gerade im Zusammenhang mit "Glück in sich selbst finden" schreibst. Ich dachte spontan:
    Vielleicht ist das sogar der Ausgangspunkt dafür, Glück in sich selbst zu finden?
    Und wenn man Glück in sich selbst gefunden hat, auch Glück in der Zweisamkeit empfinden zu können?
    Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

    [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
  • Ich habe schon midnestens zwei schlaue Buecher gelesen, die anmahnen, dass dieses Streben nach Glueck eigentlich nichts als Unglueck bringt, denn das Glueck, so wie wir es unserer Kutur heute verstehen, nicht erreichbar ist. Und gibt es etwas Schlimmeres, als nach Dingen zu streben, die nie erreicht werden koennen?

    Wie waere es z.B. mit Zufriedenheit statt Glueck? ;)

    Und Glueck kann man in Lotterie haben. :baeh:
  • Ich würde auch sagen, dass Glück in sich selbst finden viel mit Selbstliebe zu tun hat.

    Doch schaut mal wie wir daran gehindert werden. Jeden Tag diese verdammten Schönheitsideale und Lebensideale mit denen man konfrontiert wird.

    Wie soll man da gerade als junger Mensch, eine gesunde Selbstliebe entwickeln. Demnach sind so viele (einschließlich mir) nicht in der lage ihr glück in sich selbst zu entdecken. Weil sie tagtäglich daran gehindert werden. Natürlich setzt das vorraus, dass man kein gefestigtes Selbstbewusstsein hat. Nicht jeder lässt sich manipulieren.

    Aber ich merke doch an mir selbst, wie schwierig es ist, sich von diesen falschen, wirklich falschen Idealen zu verabschieden. Die man so lange im Kopf hatte. Und ich weiß heute ganz genau, vorallem auch durch dieses Forum, wie schwachsinnig diese ganzen IDEALE sind
  • Dorian schrieb:





    Und ich habe gemerkt dass eine Partnerschaft auch kein Garant für Glück bedeutet, solange man nicht mit sich selbst im Reinen ist.
    Glück hat viel mit Liebe zu tun, dass habe ich kapiert - aber auch dass man selbst lieben muss, um andere aufrichtig lieben zu können...



    Dieser Überzeugung bin ich auch. Deshalb ist es gut, dass ich NOCH alleine bin. Interessanterweise hat mir meine Therapeutin gesagt, dass gerade eine Partnerschaft auch helfen kann sich selbst zu finden.
  • Muminfrau schrieb:

    Ich habe schon midnestens zwei schlaue Buecher gelesen, die anmahnen, dass dieses Streben nach Glueck eigentlich nichts als Unglueck bringt, denn das Glueck, so wie wir es unserer Kutur heute verstehen, nicht erreichbar ist. Und gibt es etwas Schlimmeres, als nach Dingen zu streben, die nie erreicht werden koennen?

    Wie waere es z.B. mit Zufriedenheit statt Glueck? ;)

    Und Glueck kann man in Lotterie haben. :baeh:


    Hmmmm...

    das käme darauf an wie man "Glück / glücklich sein" definiert.
    Vielleicht ist Zufriedenheit ja Glück? Weil Zufiedenheit beglückend ist?
    Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

    [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
  • Es gibt zwei Bedeutungen von Glueck.

    1. Glueck haben -- also z.B. in Lotterie gewinnen, oder den Zug verpassen, in dem eine Bombe hochgeht.

    2. Gluecklich sein -- was das bedeutet, weiss eigentlich keiner. Es ist ein undefinierbarer Zustand, den es evtl. sogar nicht gibt, oder nur fuer ganz kurze Zeit. Es ist eine romantische Vorstellung, die wenig mit Wirklichkeit zu tun hat.

    Zufriedenheit ist dagegen erreichbar und greifbar. Ich wuerde Zufriedenehit deswegen nicht mit Glueck gleichsetzen.
  • Ich sehe es auch so, Mondschein - man wird an nahezu jeder Ecke daran gehindert glücklich, oder zufrieden, mit sich selbst zu sein. Klar, wenn einem überall durch Werbung suggeriert wird, wie eine heile, perfekte Welt und die Menschen in ihr auszusehen haben, und dass ihr Glück, oder ihre Zufriedenheit, eben nur durch den Erwerb bestimmter Güter ermöglicht wird...

    Was den Meisten dann bleibt, ist eben Frustration - und die wiederum wird dadurch kompensiert dass man über andere, Leute wie uns, die aus dem Rahmen fallen, herzieht: "Der da, der ist anders - der ist Schuld!", an was auch immer.

    Gut, macht zum Glück nicht jeder, aber es ist schon signifikant wie stark die psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft proportional zum medialen Erleben einer stets presenten Scheinwelt ansteigen. Ok, ich bin kein Arzt, oder Psychologe, aber ich denke da gibt es schon einen Zusammenhang...
  • Glück ist für mich, mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Zum Teil kann man das aktiv anstreben in dem man sich einen Wunsch erfüllt, auf etwas spart und sich darauf freut. Oder man freut sich auf die "kleinen Dinge" wie die ersten Blumen im Frühling. Zum Teil ist es aber auch ein akzeptieren der Gegenheiten und dann das Beste daraus zu machen. Das kann richtig schmerzhaft sein evtl. auch einen Trauerprozess beinhalten.

    @ Sonnenkuss, Du hast Recht, wir sehen ins Gegenüber nicht rein und können uns darum auch nicht anmassen, darüber zu urteilen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Leben mit Drogen auf Dauer gewollt ist. Schliesslich ist es eine Sucht und man wird von dieser gesteuert.

    LG Finchen
  • Die arme Frau hatte es auch als Star nicht leicht im Leben. Sicher, sie war berühmt, aber ihre Ehe war anscheinend voll Sch***, sie wurde geprügelt (vielleicht hat er es nicht ertragen, dass sie so erfolgreich war?). Als Star hat man auch nicht in der Hand, was und wie man singt, wer weiß, wie sie von den Plattenbossen geknebelt wurde? Ihr Comeback war mehr auf sexy getrimmt, ich glaube nicht, dass ihr das Spaß gemacht hat. Und jeden Tag die Falten zählen und diäten, nur um ewig schön zu sein....:eek:
    Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
  • Hinzu dürfte kommen dass sie niemandem wirklich trauen konnte - Stars haben viele "Freunde", aber die Frage ist dann auch immer, was wollen diese angeblichen Freunde?

    Geld? Ruhm? Glamour? Oder tatsächlich den Menschen hinter der Rolle, die er in der Öffentlichkeit spielt??
  • Es gab zu diesem Thema heute eine interessante Sendung in der Reihe "Leute" bei SWR1. Leider habe ich nur die erste halbe Stunde gehört, aber das war schon spannend. Karl Rabeder erklärte, dass er nach alledem gestrebt habe, was ihm Freunde als das große Glück geschildert haben. Allein, ihn hat es nicht glücklich gemacht. Aber lest selbst. Man kann die Sendung auch als Podcast herunterladen.
    Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
  • Ich konnte sie nie leiden. Ihre Lieder seit Bodyguard haben mir Brechreiz verursacht. Und ich habe wenig Verständnis für Drogenkonsum in Verbindung mit Elternschaft. Sorry, Whitney....

    Admins, im Titel ist ein Schreibfehler :rolleyes:
    Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
    ******Rosa Luxemburg******
  • Ich glaube dass es ein Talent zum Glücklichsein gibt. Manche können es besser als andere. Ich glaube das hat viel damit zu tun, wieviel Wertschätzung man als Kind erfahren hat. Und ob man glücklich sein möchte, ernsthaft. Dazu muss man nämlich auch was tun. Man muss in der Lage sein dass Glück zu erkennen, wenn es vorbei kommt. Und es dann feste am Arm packen.
    Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
    ******Rosa Luxemburg******
  • Hallo, also ich fand sie war ne sehr gute Sängerin, auch wenn ich die Musik oft nicht mochte, hat man schon immer gemerkt, was für eine besondere Stimme sie hatte, schlimm, dass es so mit ihr zu Ende gegangen ist:(
  • Wir lassen jetzt mal die Toten ruhen.
    Einerseits beschweren sich einige, dass gewisse Neulinge veraltete Threads hochbuddeln und krampfhaft überflüssige Beiträge schreiben, aber anstatt das Ganze einfach zu ignorieren, damit das in der Versenkung verschwindet, wird noch kommentiert. Das gibt den Leuten doch genau die Beachtung, die sie wollen.
    Ich schließe den Thread jetzt. Ruhe im Karton bzw. in Sarg und Urne.
    [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
    an attempt to become better.
    — Mary Flannery O'Connor

    You must learn from the mistakes of others.
    You can't possibly live long enough to make them all yourself.
    — Sam Levenson
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