Magenops seit 2006 um 400% gestiegen lt. Barmer

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    • Magenops seit 2006 um 400% gestiegen lt. Barmer

      Operationen gegen Fettleibigkeit, bei denen zum Beispiel der Magen verkleinert und Teile des Dünndarms stillgelegt werden, boomen, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Nach Angaben der Krankenkasse DAK ist die Zahl der Eingriffe in den vergangenen zwei Jahren um 50 Prozent gestiegen. Die Barmer GEK verzeichnet sogar einen Anstieg um mehr als 400 Prozent seit 2006. Acht von zehn Operierten sind laut DAK Frauen.
      Von jährlich 2000 Operationen werden 1000 von Professor Weiner in Frankfurt durchgeführt. Weitere Informationen findet man unter diabetes-ratgeber.net/Diabetes…eration-heilen-73767.html

      Kommentar: Über die Zahl der Toten pro Jahr bei 2000 Operationen gibt es leider nicht.
    • Ich wünschte mir dass diesem Weiner dass Handwerk gelegt wird - der spielt mit der Gesundheit und dem Leben der Leute! Und dann diese Märchenversprechungen; 80% der Diabetes-Erkrankungen seien danach geheilt!

      Was soll dass?? Verpasst der den Leuten auch gleich eine neue Bauchspeicheldrüse???

      Und von wegen, lässt sich nicht erklären - klar, wo kaum noch was verdaut werden kann, kann auch nix mehr aufgenommen werden. Aber wehe der Stoffwechsel normalisiert sich irgendwann, dann dürfte ein Großteil erfahren was chronische Unterernährung bedeutet... :(
    • Ich denke mir das so: Wenn mann nach vielen Jahren nach dieser OP abgenommen hat, erreicht man erst mal sein Normalgewicht. Danach kann man aber weiterhin nicht mehr essen, oder die Verdauung ist ja vom Magen in den Darm verlegt worden. Also wird mann auch weiter an Gewicht Verlieren, was dann irgendwann zum Untergewicht führen wird. So lange gibt es diese OP-methode noch nicht, um auf Langzeitstudien zurückgreifen zu können welche Folgen sich daraus ergeben.

      Ich glaube nicht, dass diese Art an Gewicht zu verlieren, auf lange Sicht gesund ist. Wenn dann eine schwere Erkrankung auftritt, hat der Körper keine "Reserven" mehr.

      Wie schon an anderer Stelle geschrieben. Ich lehne diese Art von Operationen für mich ab!

      In diesem Sinne noch einen schönen Tag.
    • Selbstmord auf Raten beschreibt es für mich ganz gut, gabriele...

      flowergirl:
      Dadurch das der Magen verkleinert wird, kann auch weniger verdaut werden, das ist aber unabdingbar dafür, dass die Nahrung im Darm weiter verarbeitet werden kann. Folglich können weniger Nährstoffe aufgenommen werden, die Darmflora kann sich sogar verändern oder umkippen. In so einem Fall ist die Nährstoffaufnahme dann noch zusätzlich erschwert und es kann zu Nahrungsmittelunverträgichkeiten kommen.
      Davon ab: wer nicht mehr genug Essen zu sich nehmen kann und es so wenig ist, dass dies eine längerfristige (zT sehr rasante) Abnahme zur Folge hat, der kann seinen Körper aus Nahrungsmitteln nicht mehr mit genug Nährstoffen versorgen, da die Nährstoffdichte in den Lebensmitteln ja die gleiche bleibt, und der Nährstoffbedarf ebenfalls. Das kann also schon von Anfang an in die Hose gehen...

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Danke für die Antworten :-o
      Das ist ja wirklich schade. Gibt es denn keinen anderen Weg bei einem krankheitsbedingtem Übergewicht abzunehmen?

      Ich kann mir nicht vorstellen, warum diese 400 Prozent sich denn so "schaden" wollen. :confused: Oder wird man nicht aufgeklärt?
    • flowergirl schrieb:

      Ich kann mir nicht vorstellen, warum diese 400 Prozent sich denn so "schaden" wollen. :confused: Oder wird man nicht aufgeklärt?
      Aufgeklärt werden muss vor jeder OP, aber wie umfassend das gemacht wird, sei dahin gestellt. Außerdem hören viele doch vor allem den Teil, den sie hören wollen, nämlich das von der verheißenen Gewichtsabnahme. Die kalkulieren wahrscheinlich auch nicht bewusst mit ein, dass Folgeoperationen anstehen und was die verschiedenen Operationen dem Körper antun.
      Es ist auch erschreckend, dass die Zahl der AC-Eingriffe einerseits in Deutschland in den letzten Jahren bereits um 400% gestiegen ist und andererseits immer wieder Leute meckern, dass es in Deutschland ja nur sooo wenige Operationskostenübernahmen gibt, wo doch in Österreich und der Schweiz so viel mehr getan wird (u.a. erst gestern wieder Teilargument eines Beitrags)
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Wenn diese OP's vorgestellt werden, wird nicht darüber gesprochen wie die Verdauung dann genau aussieht. Die Aufklärung erfolgt über die OP-riesiken dieses einen Eingriffes mit dem Hinweis, dass das Übergewicht an sich aber größere Risiken birgt, wenn es bestehen bleibt.
      Mein Übergewicht ist die Folge einer Stoffwechselerkrankung, die Jahrzehnte nicht erkannt wurde. Ich aber in dieser Zeit von einer Diät in die andere getrieben wurde, weil mir keiner glauben wollte, dass ich nicht so viel esse wie ich es nach meinem Aussehen müßte. Ich habe in dieser Zeit meinen Grundumsatz immer weiter nach unten geschraubt und um so schwerer wurde es an Gewicht zu verlieren. Gut als ich dann etwa 50 Lebensjahre hinter mir hatte fand man die Ursache meiner Erkrankung und ich ließ mich nicht mehr unter Druck setzen. Mit der Behandlung gelang es mir in den letzten Jahren 40 kg los zu werden, aber eben ohne Diät oder Druck, aber auch teilweise mit guten Medikamenten.
      Wenn mir eher ein Arzt geglaubt hätte, dann hätte es nicht so schlimm werden müssen. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es noch viele Menschen gibt, die ihr Übergewicht einer Krankheit verdanken, die nicht erkannt wurde, weil garnicht erst danach gesucht wird. Nach dem Motto: "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf."
      Das ist jetzt vieleicht nicht alles als Antwort zu sehen, aber bei diesem Thema rege ich mich immer wieder auf, weil es mich eben so stark betrifft.
      Schade, dass die Forschung in Richtung solcher Operationen geht, aber für die Erforschung endokrinologischer Erkrankungen die Mittel immer weiter reduziert werden, weil die Erkrankungen ja angeblich so "selten" sind.

      Langsam wieder ruhiger werdend wünsche ich Euch eine gute Nacht!
    • Mein Übergewicht ist die Folge einer Stoffwechselerkrankung, die Jahrzehnte nicht erkannt wurde.
      Dafür wird aber immer wieder vor Stoffwechselstörungen als Folge von Übergewicht gewarnt.

      Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
      Eben.
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    • Man sucht ja auch garnicht erst nach den Ursachen. :(:mad:

      Sonst hätte ich nicht erst 50 werden müssen, bis die Krankheit, die im 4. Lebensjahr schon offensichtlich wurde, erkannt wurde.
    • akinom schrieb:

      Ich denke mir das so: Wenn mann nach vielen Jahren nach dieser OP abgenommen hat, erreicht man erst mal sein Normalgewicht. Danach kann man aber weiterhin nicht mehr essen, oder die Verdauung ist ja vom Magen in den Darm verlegt worden. Also wird mann auch weiter an Gewicht Verlieren, was dann irgendwann zum Untergewicht führen wird. So lange gibt es diese OP-methode noch nicht, um auf Langzeitstudien zurückgreifen zu können welche Folgen sich daraus ergeben.

      Ich glaube nicht, dass diese Art an Gewicht zu verlieren, auf lange Sicht gesund ist. Wenn dann eine schwere Erkrankung auftritt, hat der Körper keine "Reserven" mehr.

      Wie schon an anderer Stelle geschrieben. Ich lehne diese Art von Operationen für mich ab!



      Mein vollstes Verständnis dafür, dass man für sich einen chirurgischen Eingriff zur Gewichtsreduktion ablehnt.

      Es ist aber sehr unseriös, wenn man Behauptungen aufstellt, die zwar schon öfters in einem Posting zu lesen waren, dadurch aber nicht wahrer werden.

      Es ist richtig, dass durch einen adipositaschirurgischen Eingriff die Zufuhr der Nahrungsmenge reduziert ist und durch die dadurch verbundene Malabsorption weniger an Nährstoffen aufgenommen werden kann. Es ist falsch zu behaupten, dass die Verdauung vom Magen in den Darm verlagert wird. Es wird immer im kompletten Verdauungstrakt verdaut, nur ist die zugeführte Menge durch den restriktiven Eingriff am Magen deutlich verkleinert und durch die Ausschaltung eines kurzen Teil des Dünndarms reduziert sich auch die verwertbare Energiemenge.
      Es ist falsch anzunehmen, dass jeder Operierte bis zum Normalgewicht abnimmt. Es ist falsch zu behaupten, dass man ewig weiter abnimmt und es ist völlig falsch zu sagen, dass alle untergewichtig werden. Es ist ebenso falsch zu sagen, dass man nie mehr als kurz nach der Operation essen kann.

      Weiters ist es falsch, dass es keine Langzeitstudien gibt, denn diese OP-Methode wird zwar in Europa noch nicht so lange durchgeführt (rund 20-25 Jahre), in den USA jedoch deutlich länger.
      Richtig ist, dass sich bei den Langzeitstudien zeigt, dass es essentiell wichtig ist, dass operierte PatienInnen lebenslang Vitamine und Mineralstoffe zusätzlich einnehmen müssen. Richtig ist aber auch, dass sich durch die Reduktion des Gewichts das Risiko an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben halbiert. Das Risiko an Diabetes zu erkranken reduziert sich um 90%.

      Zu der weiter oben urgierten Zahl an Folgetoten, die sich operieren ließen, würde faierweise auch die Zahl an Toten gehören, die an den Folgen und den Erkrankungen ihres Übergewichts verstorben sind.

      Wie schon geschrieben, ich verstehe, wenn jemand diese Möglichkeit für sich, aus welchen Gründen auch immer, ablehnt. Ich halte den chirurgischen Eingriff auch nicht für die Methode der Wahl, um die Dicken "auszumerzen". Es ist ein Eingriff auch keine Option, wenn man, wie ebenfalls schon beschrieben, an einer endokrinen Erkrankung leidet. Weiters halte ich einen Eingriff auch nur bedingt sinnvoll, wenn man ihn bei einer bekannten Essstörung ohne psychologische Hilfe anbietet.

      Zu sagen, dass an den Kliniken zu wenig genau informiert wird, ist eine vage Behauptung. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es in Deutschland so viel schlechter abläuft als in Österreich. Zudem bin ich der Meinung, dass man als mündiger Patient auch eine Holschuld hat. Schließt man so einen Eingriff für sich nicht aus, dann hat man sich darüber gefälligst auch über die Information hinaus, die man im Krankenhaus bekommt, selber zu informieren.

      Vor meiner OP habe ich mich ein halbes Jahr ausführlichst informiert, Studien gelesen und mit Betroffenen gesprochen. Für mich habe ich die Entscheidung pro OP getroffen. Meine Vorerkrankungen, einschließlich aller adipositasassoziierten Erkrankungen, wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und zur Krönung einen Hinterwandinfarkt, haben zu dieser Entscheidung beigetragen. Heute habe ich einen ruhenden Diabetes, nehme keine Betablocker und Blutdrucksenker, habe die Dosis der Cholesterinmedikamente halbiert und habe so viel Lebensqualität gewonnen, dass mich auch die langfristigsten negativsten Langzeitfolgen relativ kalt lassen würden. Liegt aber sicher auch an meinem nicht mehr blutjungen Alter.

      In diesem Sinne - jeder nach seiner Fasson.:holy:
    • Helga schrieb:


      Richtig ist, dass sich bei den Langzeitstudien zeigt, dass es essentiell wichtig ist, dass operierte PatienInnen lebenslang Vitamine und Mineralstoffe zusätzlich einnehmen müssen.


      Die Notwendigkeit zusätzlich Vitamine und Mineralstoffe einnehmen zu müssen zeigt doch, dass es zu einer Mangelsituation kommt, denn sonst wäre diese Einnahme nicht notwendig. Die benötigten Vitamine und Mineralstoffe kämen aus der aufgenommenen Nahrung.

      Helga schrieb:

      Zu der weiter oben urgierten Zahl an Folgetoten, die sich operieren ließen, würde faierweise auch die Zahl an Toten gehören, die an den Folgen und den Erkrankungen ihres Übergewichts verstorben sind.


      oder auch diejenigen, die als Folge von Fehlbehandlungen sterben, weil die wirkliche Ursache des Übergewichtes nicht erkannt wird, ja weil garnicht danach gesucht wird. Es werden nur die Symptome behandelt. Ursachensuche fällt sehr oft flach. Hier spreche ich auch aus eigener Erfahrung.

      Helga schrieb:

      Ich halte den chirurgischen Eingriff auch nicht für die Methode der Wahl, um die Dicken "auszumerzen".


      Hier sträuben sich mir die Haare. Das ist ja eine furchtbare Vorstellung Menschen "auszumerzen" weil sie dick sind. Mit diesem Begriff verbinde ich Vernichtung und das geht ja wohl garnicht.

      Helga schrieb:

      Es ist ein Eingriff auch keine Option, wenn man, wie ebenfalls schon beschrieben, an einer endokrinen Erkrankung leidet.


      Gerade in dieser Situation wurde mir diese OP angeboten. Es stand bereits fest, dass eine endokrine Störung vorliegt, aber es waren bisher noch lange nicht alle Untersuchungen durchgeführt worden, die dann das ganze Krankheitsbild erklären konnten. Es sollte garnicht erst nach der Ursache gesucht werden.


      Helga schrieb:

      Zu sagen, dass an den Kliniken zu wenig genau informiert wird, ist eine vage Behauptung. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es in Deutschland so viel schlechter abläuft als in Österreich. Zudem bin ich der Meinung, dass man als mündiger Patient auch eine Holschuld hat. Schließt man so einen Eingriff für sich nicht aus, dann hat man sich darüber gefälligst auch über die Information hinaus, die man im Krankenhaus bekommt, selber zu informieren.


      Das sehe ich anders, wenn ich vom Arzt einen solchen Eingriff vorgeschlagen bekomme, dann erwarte ich auch, dass ich über alle, ich betone ALLE Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt werde.

      Helga schrieb:

      Heute habe ich einen ruhenden Diabetes, nehme keine Betablocker und Blutdrucksenker, habe die Dosis der Cholesterinmedikamente halbiert und habe so viel Lebensqualität gewonnen,


      Das wäre aber sicher auch so, wenn die Gewichtsreduzierung ohne OP gelungen wäre, wie bei mir.


      Helga schrieb:

      dass mich auch die langfristigsten negativsten Langzeitfolgen relativ kalt lassen würden. Liegt aber sicher auch an meinem nicht mehr blutjungen Alter.


      Auch ich bin nicht mehr blutjung, will mir aber nicht noch mehr Probleme aufhalsen als sie das Leben so schon für mich bereit hält.

      Helga schrieb:

      In diesem Sinne - jeder nach seiner Fasson.:holy:


      So sehe ich die Sache aus der Sicht einer ebenfalls Betroffenen.
    • Monika,
      der Mangel an Vitaminen hat aber nichts mit Untergewicht zu tun. Vitamin- und Eisenmangel ist aber nicht nur für Operierte ein Thema. Gerade der Eisenmangel ist die häufigste Ursache einer Anämie bei Frauen.

      Zur Symptombehandlung:
      Die gesamte Medizin beschränkt sich darauf. Na ja, der Unfallchirurg vielleicht nicht, aber sonst werden immer und überall nur Symptome ausgeschaltet.

      Selbstverständlich möchte ich niemand ausmerzen. Ich halte es für völlig falsch, wenn man allen Dicken einreden möchte, dass die OP der richtige Weg in die Gesundheit ist. Wer gesund ist, muss nicht durch eine OP "gesünder" gemacht werden. Dick zu sein ist keine Krankheit, sondern eine Erscheinungsform. Meine Dickheit hat mich aber sehr krank gemacht. Das heißt aber nicht, dass Dünne automatisch gesund sind.

      Natürlich bin ich von meinem Arzt umfassend aufgeklärt worden und ich bin nicht zu ihm gegangen, nur mit der rosa Vorstellung schlank zu werden. Trotzdem habe ich mir noch zusätzliche Information geholt. Betroffene wissen immer besser Bescheid als Theoretiker. Und Studien zu lesen habe ich auch schon in meinem Job getan.

      Natürlich wäre der Diabetes auch zur Ruhe gekommen, wenn ich anders abgenommen hätte. Wäre es so einfach abzunehmen, dann wäre aber das Forum obsolet. ;) Ich habe es jedenfalls nicht dauerhaft geschafft, ganz im Gegenteil.

      Wir beide reden von vollkommen unterschiedlichen Positionen und werden vermutlich auf keinen Nenner kommen. Aber so wie ich verstehe, dass jemand so einen Eingriff für sich ablehnt, muss oder sollte man auch akzeptieren, dass diese Meinung nicht für alle Menschen Gültigkeit hat.

      Tja, Probleme habe ich mir bis dato keine zusätzlichen aufgehalst. Ich würde eher meinen, dass ich sie reduziert habe. Das ist aber Ansichtssache, die von deiner Position vermutlich so nicht passt. Für mich aber schon.
    • Guten Abend!

      @Helga Bist du nun operiert? :-o Nur aus Neugierde. Ich finde es interssant, auch mal eine andere Meinung zu lesen.

      Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass ganze 400 Prozent nicht ohne OP abnehmen können. :confused: Es können doch nicht so viele mit einer Krankheit dick geworden sein? Oder habe ich da ein falsches Weltbild? :D

      Liebe Grüße

      @akinom: dann finde ich wirklich, dass man heute bei Übergewichtigen früher eingreifen sollte und konsequenter sein sollte. Ich hoffe, dass sich das geändert hat. Mir tut das leid, dass deine Krankheit so lange unentdeckt war.
    • flowergirl schrieb:

      Guten Abend!

      @Helga Bist du nun operiert? :-o Nur aus Neugierde. Ich finde es interssant, auch mal eine andere Meinung zu lesen.



      Hallo Flowergirl,
      ja, ich bin operiert.

      flowergirl schrieb:



      Es können doch nicht so viele mit einer Krankheit dick geworden sein? Oder habe ich da ein falsches Weltbild?



      Fettsucht, bzw Adipositas zählt laut WHO zu einer Krankheit. Ob die Betroffenen auch krank sind, steht auf einem anderen Blatt, aber sie zählen in der Meinung der Ärzte als krank. Die Gesellschaft sieht das etwas anders und betrachtet dicke Menschen nicht als krank, sondern als faul, dumm und willensschwach. Sie vergessen auch gerne, dass keiner der dicken Menschen freiwillig dick ist.
      Ab einem gewissen BMI ist die Wahrscheinlichkeit dauerhaft abzunehmen, äußerst unwahrscheinlich und da man durch unzählige Diäten immer nur noch dicker wird, ist es besser sich diesem Diätwahn nicht (mehr) hinzugeben, sondern sich zu akzeptieren. Wäre ich nicht physisch krank geworden, wäre ich heute noch dick und zufrieden, da ich mich nur wegen des Übergewichts nicht unters Messer gelegt hätte.
    • Ich bin gerade zu frostgeschädigt und zu müde, um auf alles einzugehen, aber in Deutschland ist Adipositas nicht als Krankheit anerkannt und das ist auch gut so und bleibt hoffentlich noch lange so. Wäre es nämlich anders, hätten wir überhaupt kein Recht mehr darauf, die wahren Grunderkrankungen des Symptoms Adipositas zu erfahren.

      Was die Mortalität betrifft, bitte auch noch die vielen Selbstmorde nach AC mit einberechnen.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Ich finde es furchtbar, wie so eine im wahrsten Sinne "einschneidende OP" als Heilsbringer aller Dicken aller Krankheiten und Störungen promoted wird.
      Ich lass mir doch wegen eines eitrigen Zehs nicht das Bein amputieren, das momentane Problem wäre zwar weg, aber die Folgen sind nun mal beim Großteil der Operieten sehr lebensbestimmend, was ich meinem Dicksein eigentlich nicht zugestehe.
      Ein an sich gesundes Organ, das noch dazu so was aufeinander abgestimmtes und kompliziertes ist, wie unser Verdauungsapparat zu verstümmeln durch abschnüren, rausschnipseln oder umgehen desselben, ohne eine tatsächliche "kranke" Indikation, wiederstrebt mir so dermaßen.

      Am Schlimmsten finde ich, dass es immer wie ein Sonntagsspaziergang vermarktet wird und man sich als "dummes Dickerle" schier rechtfertigen muss, warum man das denn nicht mit sich machen lässt, wo das doch alles soooooo einfach und simpel ist.
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    • Martina schrieb:

      aber in Deutschland ist Adipositas nicht als Krankheit anerkannt


      Also, ich weiss nicht... Auf meinem amtlichen Gesundheitszeugnis steht, dass meine Adipositas Grad II eine chronische Krankheit ist.

      Es kommt wohl darauf an, von wem Adipositas und zu welchen Zwecken "anerkannt" wird. Wenn kan Kosten sparen kann, wird man wohl die Anerkennnung als Krankheit dementsprechend drehen?
    • Martina schrieb:

      Was die Mortalität betrifft, bitte auch noch die vielen Selbstmorde nach AC mit einberechnen.
      Was ich sage! Allerdings scheinen mir die Gründe etwas kurz gegriffen zu sein.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • 10 fach höheres Suizidrisiko

      Da bestätigt er in einem Satz meine Theorie von den vielen Operierten, um es im nächsten Satz schon wieder zu relativieren.
      Immerhin ein 10 fach höheres Suizidrisiko bei gleichem Grundgewicht zwischen Operierten und Nichtoperierten spricht für sich.
      Das nicht jeder Dicke der OP willig ist, psychosomatische Probleme hat widerspricht meiner Erfahrung
    • Ich finde überhaupt die Vorstellung dass eine bestimmte Operationsmethode signifikant die Selbsttötungswahrscheinlichkeit erhöht, nunja, erschreckend.
      Gerne wüsste ich, ob es ähnliche Phänomene nach anderen medizinischen Behandlungen gibt um eine Vergleichsmöglichkeit zu haben.

      Ich kann mich von dem Gefühl nicht frei machen, dass diese Operationen in ihrer Gesamtheit betrachtet eher schaden als nützen und dies einfach nicht wahrgenommen werden kann, weil die phänomenalen Abnahmen einiger einfach zu sehr glänzen und blenden.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Meiner Meinung nach haben Menschen, die eingeschränkter sind, sich fühlen, etc., eine höhere Wahrscheinlichkeit, sich selbst umzubringen.
      Ich denke, die meisten von denen, die sich nach einer Magenbypass-Op umgebracht haben, hatte große psychische Probleme und die wurden nach der Umstellung größer. Wie im Bericht geschrieben, haben diese Dicken, das Essen auch als Lösung ihrer Probleme gesehen und wahrscheinlich wussten sie dann nicht, wie sie ohne dieses Ventil leben sollen.

      Wie schon oft im Forum geschrieben, sollte die angehenden Patienten wissen, weshalb sie dick sind, und dann entscheiden, ob sie eine Operation wollen und natürlich sollten die Ärzte auch etwas vorsichtiger sein.