Das Adipositas-Paradoxon

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Das Adipositas-Paradoxon

      Auf der deutschen Wikipedia-Startseite ist heute ein interessanter Artikel verlinkt:

      Das Adipositas-Paradoxon
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Interessant! Ich weiß schon seit langem, daß man mit ein paar Kilos zuviel bessere Chancen als ein Untergewichtiger hat, eine schwere OP bzw. eine schwere Krankheit zu überstehen.
    • Hallo Linux,

      da kann ich nur zustimmen. :applaus:
      Ich habe vor nun fast drei Jahren nach einer Sepsis mit Nierenversagen und einer gleichzeitigen Wundrose im gesamten Unterschenkel sieben Tage im Koma gelegen und mit dem Tod gerungen. Dabei waren in dieser Zeit über 10 kg einfach so verschwunden und sind auch nie wieder aufgetaucht. :daumen: Jedenfalls bis jetzt nicht. ;) Bei meinem hohen Gewicht war es auch kein Verlust, aber hätte ich nur knapp 50 kg gewogen, wäre es sicher zum Problem geworden.
      Somit kann ich nur bestätigen, ob es nicht eher der Normalfall ist, dass man mit mehr Körpergewicht eine schwere Krankheit besser übersteht, oder überhaupt übersteht.

      Das ist die unmassgebliche Meinung von

      akinom :)
    • "Dieses Paradoxon wird allerdings häufig mit „es ist besser, übergewichtig als normalgewichtig zu sein“ falsch interpretiert. Das Adipositas-Paradoxon trifft nur auf bereits erkrankte Personen zu, und die haben aufgrund ihrer Erkrankung per se eine statistisch verkürzte Lebenserwartung. Im Fall der Herzinsuffizienz ist es günstiger, als Normalgewichtiger gar nicht erst zu erkranken, als mit Übergewicht selbige überleben zu wollen."

      Versteht einer, wie dieser Satz gemeint ist? Der irritiert mich ein wenig :confused:

      Liebe Grüße
    • akinom schrieb:

      Hallo Linux,

      da kann ich nur zustimmen. :applaus:
      Ich habe vor nun fast drei Jahren nach einer Sepsis mit Nierenversagen und einer gleichzeitigen Wundrose im gesamten Unterschenkel sieben Tage im Koma gelegen und mit dem Tod gerungen. Dabei waren in dieser Zeit über 10 kg einfach so verschwunden und sind auch nie wieder aufgetaucht. :daumen: Jedenfalls bis jetzt nicht. ;) Bei meinem hohen Gewicht war es auch kein Verlust, aber hätte ich nur knapp 50 kg gewogen, wäre es sicher zum Problem geworden.
      Somit kann ich nur bestätigen, ob es nicht eher der Normalfall ist, dass man mit mehr Körpergewicht eine schwere Krankheit besser übersteht, oder überhaupt übersteht.


      akinom :)


      Dem stimme ich auch zu. Ich hab Morbus Addison und am Schluss innerhalb kurzer Zeit 20 kg durch Durchfall und Erbrechen verloren. Ich weiss von normalgewichtigen Patienten, dass sie am Schluss stark untergewichtig waren und es auch zu Fehldiagnosen kam, weil die Ärzte glauben, der Patient erbreche mit Absicht und sei Magersüchtig.

      LG Finchen
    • Hallo Finchen,

      irgendwie sind wir Leidensgenossen, nur dass es bei mir MEN 1 ist. Das heißt eine Multiple (vielfache) Endokrine (hormonelle) Neoplasie (Tumorneubildung), also ein Gendefekt, an dem mehrere hormonbildende Organe Tumore entwickeln, die das Treiben erst noch richtig verrückt machen. Eine Frage an Dich. Bist Du im Netzwerk?

      Liebe Grüße

      akinom :)
    • flowergirl schrieb:

      "Dieses Paradoxon wird allerdings häufig mit „es ist besser, übergewichtig als normalgewichtig zu sein“ falsch interpretiert. Das Adipositas-Paradoxon trifft nur auf bereits erkrankte Personen zu, und die haben aufgrund ihrer Erkrankung per se eine statistisch verkürzte Lebenserwartung. Im Fall der Herzinsuffizienz ist es günstiger, als Normalgewichtiger gar nicht erst zu erkranken, als mit Übergewicht selbige überleben zu wollen."

      Versteht einer, wie dieser Satz gemeint ist? Der irritiert mich ein wenig :confused:

      Liebe Grüße

      Ich versuchs mal so:
      Du hast, wenn du weitgehend normalgewichtig bist, wahrscheinlich eine höhere Lebenserwartung als jemand, der eine schwere Krankheit hat. Aber von denen, die diese schwere Krankheit haben, werden höchstwahrscheinlich die am längsten leben, die am meisten wiegen.

      Das heißt also: am besten ist es du bleibt weitgehend normalgewichtig, bis kurz vor dem Ausbrauch der schweren Krankheit. Da nimmst du dann am besten sehr viel zu, weil du dann die besten Chancen hast zu überleben bzw. am längsten zu leben. :D

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Ich frage mich manchmal, was hinter dieser längeren Lebenserwartung steckt.
      2 Jahre? 3 Jahre?
      Längere Lebenserwartung klingt ja richtig episch lang, finde ich aber ich glaube gleichzeitig nicht, dass es so imens viel ist.

      Meine Großeltern sind alle ungefähr gleich alt geworden und sie waren alle unterschiedlich.
      Der eine Großvater war ein Dickerchen und meine eine Oma war spindeldürr.
      Zwischen ihnen liegen ungefähr 3 bis 4 Jahre, wobei meine dürre Oma früher gestorben ist.

      Also mache ich mir mindestens 10 Jahre meines Lebens Druck und Gedanken über mein Gewicht um dann vielleicht 3 Jahre länger zu leben?
      Irgendwie hält sich das nicht die Waage finde ich.
    • Folivora schrieb:



      Also mache ich mir mindestens 10 Jahre meines Lebens Druck und Gedanken über mein Gewicht um dann vielleicht 3 Jahre länger zu leben?
      .


      Und nicht wenige Menschen tun das praktisch ein Leben lang, sei es in Punkto Sport und/oder in Punkto Ernährung.
      Wenn ich dann so darüber nachdenke, wie es der Seele geht, wenn ich ständig unter Zwang stehe, dann frage ich mich, ob das denn wirklich so gesund ist, dass letztlich ein paar mehr Lebensjahre dabei heraus springen.
      Ich glaube jedoch eher, dass so ein Zwangskorsett das Gegenteil bewirkt und ich möchte nicht wissen, wie viele Krankheiten genau daraus resultieren.
      Aber das untersucht ja keiner.
      Statt dessen bestärkt man Menschen mit mehr Gewicht als man heutzutage als "normal" ansieht, darin, sich unmenschlich zu verbiegen und mit allen Mitteln das Ziel Einheitsmaß zu erreichen.
      Die allgemein übliche Anerkennung nach Erreichen dieses Zieles vermittelt dann sicherlich so etwas wie ein Glücksgefühl, solange derjenige nicht in die Tiefe geht und darüber nachdenkt, warum er denn nun, da er weniger Kilos auf die Waage bringt, plötzlich mehr wert sein soll.

      Nein, darüber darf er nicht nachdenken, denn dann ginge ihm auf, wie oberflächlich - ja sogar zutiefst verletzend das ist, denn nie ging es da um ihn als Mensch, sondern nur um seine sichtbare Hülle.
      Da diese jedoch heutzutage eine so extrem übergeordnete Stellung einnimmt, (die Optik eines Menschen ist wichtiger als alles andere :mad: ) ist das den meisten Menschen wahrscheinlich sogar ganz egal.

      Ein Forum wie dieses wäre vollkommen überflüssig, wenn dem nicht so wäre. Aber leider ist es so und die Verletzungen die daraus resultieren, kennen viele von uns.
      Leider.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ich hatte vor Jahren mal einen Unfall im Haushalt. Ich stand auf der obersten Stufe einer hohen Haushaltsleiter als diese umkippte. Ich knallte mit der rechten Seite auf den Fließenboden, meinen Kopf konnte ich zum Glück noch mit dem Arm schützen.

      Natürlich hatte ich von oben bis unten blaue Flecken aber sonst nichts.
      Der Arzt meinte damals ohne meine "Polsterung" hätte es mir so einiges zertrümmert.

      In dem Artikel steht ja auch das Übergewicht vor Knochenbrüchen schützen kann, darum fiel mir jetzt wieder ein was der Arzt damals gesagt hat.
    • Folivora schrieb:

      Meine Großeltern sind alle ungefähr gleich alt geworden und sie waren alle unterschiedlich.
      Wenn es um angeblich eingeschränkte Lebenserwartung durch Übergewicht geht stelle ich mir ohnehin immer die Frage " kürzer leben als wer oder was und unter welchen Umständen?" Vielleicht kann man die Frage ohnehin nur individuell und jeweils posthum beantworten -das Huhn ist tot, weil es die Straße überquert hat. Beim sogenannten Adipositas-Paradoxon geht es ja auch darum, dass unter bestimmten Umständen Dicksein einen Überlebensvorteil bietet. Letztendlich läuft es wohl auf die alte Weisheit hinaus "Das Leben ist lebensgefährlich und endet immer tödlich." Das soll übrigens sogar für "Idealgewichtige" gelten. :eek:
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    • @ Akinom

      Meinst Du auch Glandula? Ja, dort bin ich auch Mitglied, allerdings besuch ich das Forum ganz selten.

      @ Pika

      Das hab ich auch schon im Zusammenhang mit Osteoporose gehört, dass ein Polster schützt. Ebenso haben dicke Menschen anscheinend weniger Bandscheibenvorfälle, weil wir wegen dem Bauch eine andere Haltung haben.

      LG Finchen
    • Lunix schrieb:

      Vielleicht kann man die Frage ohnehin nur individuell und jeweils posthum beantworten


      Stimmt. Die Gene haben sicher auch noch Einfluss auf das Lebensalter. Mein Hausarzt sagte mal, dass wenn Vater oder Mutter 90 geworden sind, dann kann es sehr gut sein, dass man selber noch älter wird. Meine Oma war dick und wurde 92 Jahre alt. Mein Vater ist dick, wird 87 und ist für sein Alter fit wie ein Turnschuh.

      LG Finchen
    • Ich glaube, dass das alles etwas übertrieben wird.

      Meiner Meinung nach, kommt es darauf an, warum man dick ist, und wie man die letzten Jahre auf sich geachtet hat.
      Ein übergewichtiger Mensch, der sich normal ernährt, etwas bewegt, nicht großartig zunimmt und ein friedliches Leben hat, wird wahrscheinlich länger leben, als ein Schlanker, der raucht, sich ungesund ernährt, trinkt,etc..

      Vielleicht ist die Lebenserwartung einiger Dicker auch geringer, weil das Dicksein ein Resultat des ungesunden Lebens ist, was ja nicht auf alle zutrifft.

      @Nordlicht: Danke, für die Übersetzung! :)
    • Hmtja, mit der Lebenserwartung ist das schon so ne Sache. Laut einiger Ärzte müßte ich mit meinen knapp 30 Jahren an Gallensteinen, Darmträgheit und Verfettung von Herz und Leber leiden, ganz zu schweigen von Insulinresistenz und so. Und ich müßte unbeweglich sein und nach jedem jedem Stockwerk auf dem Treppenabsatz ausruhen, damit ich keinen Herzkasper bekomme. Sowas halt.
      Und was ist? Die Organe sind alle im schönsten Zustand (wurde gerade vor ein paar Tagen herausgefunden) und meine Werte sind normal, ich bin immer noch sehr beweglich und ich schaffe vier oder fünf Stockwerke ohne Ausruhen, obwohl ich derzeit im Erdgeschoß wohne. Ich kann da für mich nur draus ziehen, dass ich nicht in diverse Statistiken passe und es macht mir in dem Fall nichts aus, eine Erwartung nicht zu erfüllen... ;)

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Ein bekannter Wuppertaler Proktologe, der selbst einmal sehr dick war und, wenn ich es recht erinnere, mit Optifast ... oder war es Trennkost :confused: ... massiv abgenommen hat, sagte einmal zu mir: "Mit dem Gewicht werden sie aber keine 100." Ich fragte ihn: "Wer will denn schon 100 werden?"

      Ich weiß manchmal gar nicht, was sich diese Langlebenwoller so vorstellen. Aus der Anschauung in meinem Umfeld kann ich nur sagen: Richtig alt werden, ist so was von Scheiße, selbst - oder gerade :confused: - wenn es einem noch richtig gut geht. Ich glaube, es gibt kaum einsamere Menschen als die, die richtig alt werden. Die Ansprache, die ihnen Gleichaltrige mit ähnlichen Lebenserfahrungen bieten könnten, wenn es davon noch welche gäbe, kann den richtig alten Menschen das allerliebste und bemühteste Umfeld nicht ersetzen. Und ich weiß, wovon ich rede.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Richtig Martina, das hat mein Großvater auch immer gesagt. Er liebe uns als seine Familie, aber er vermisse schon auch seine Freunde und seine Bekannten in seiner Altersgruppe. Und der ist "nur" 82 Jahre geworden.
      Warten wir's ab, wir werden auch das "erleben" und erfahren.
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    • Martina schrieb:

      Richtig alt werden, ist so was von Scheiße,


      Da kam letzthin eine Sendung über Kinder, welche ihre betagten Eltern pflegen. Wenn ich das sehe, möchte ich nicht alt werden. Ich möchte nicht von meinen Kinder gepflegt werden und ich möchte nicht dement werden und auch nicht nur noch im Bett rum liegen müssen.

      @ Pika, der Heesters hatte eben ein grösseres Empfangskommitee in der anderen Welt ;).

      LG Finchen
    • Pika schrieb:

      Zu dem Thema gab es eine nette Schlagzeile in der Tageszeitung mit den 4 Buchstaben.

      Anlass war die Trauerfeier von Johannes Heesters.

      Wo waren all seine prominenten Freunde?

      Ja wo waren sie wohl? :holy:


      Na ja, es bleibt in einem langen Leben ja nicht bei den Freunden mit denen man im Sandkasten gespielt hat. Das wäre dann doch arg wenig und auch sehr langweilig.
      Zum Glück begegnet man immer wieder neuen Menschen. Manche begleiten einen ein Stück, anere länger, manche werden Freunde, aber nie ist es so, dass man auf dem Stand der Sandkastenzeit bleibt.
      Insofern ist die Frage wo all die prominenten Freunde waren, eher eine Frage danach, ob es aus diesem Bereich wirklich Freunde gab.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ich hoffe, ich mache nicht unbeliebt, weil ich den Thread ausgrabe – aber mir wurde vor kurzem von meiner Hausärztin eine OP vorgeschlagen, um meine Diabetes Typ II in den Griff zu bekommen. Aber erst, eine kleine Vorgeschichte...

      Ich leide seit gut und gerne zwanzig Jahren unter einem ziemlich unangenehmen Hautausschlag. Etliche Ärzte haben mir alles mögliche unterstellt – angefangen von Allergien, über genetische Dispositionen bis hin zu nervlich bedingtem Ausschlag. Seitdem ich jetzt seit acht Wochen Insulin spritze, ist dieser verdammte Ausschlag nahezu verschwunden! In einem Gespräch mit einem Arzt, sagte dieser mir dass der Ausschlag durchaus eine Folge von Diabetes sein konnte, und es – anhand der geschilderten Symptome – sogar sehr wahrscheinlich ist dass schon etliche Jahre Diabetiker bin. War eine tolle Mitteilung, und ich schätze mir hätten einige andere Sachen erspart bleiben können, wäre diese Diabetes früher diagnostiziert worden..

      Dick, also meine guten 132 Kg die ich derzeit wiege, war ich nicht immer, in den letzten sechs Jahren bin ich von ehedem 92 Kg, bei einem Körperfettanteil von ca. 21%, auf eben diese Polsterung gekommen. Ich trieb viel Sport, und hatte eine entsprechend entwickelte Muskelmasse und Knochendichte. Die angesprochenen Symptome, waren jedoch immer da! Ausdauernd bin ich immer noch, auch wenn mittlerweile eben Speck über meinen Muskeln liegt, was mich jedoch nicht weiter stört.

      Aber jetzt zum Vorschlag meiner Ärztin – die Grundlage auf welcher sie mir den Magenbypass empfahl, war nicht der Körperfettanteil, Muskelmasse, oder die Knochendichte, sondern alleine der BMI! Und ich weis noch aus der Zeit, da ich öfters mal mit anderen schwitzenden, und durchtrainierten Kerlen im Studio hing, dass diese in den meisten Fällen einen höheren BMI aufwiesen, allerdings waren diese weder Krank (abgesehen von jenen die mit Anabolika spielten), noch dick! So, aber diese Berechnung, reichte aus um zu sagen ich sei reif für eine OP. Da wurde nicht der tatsächliche Körperfettanteil gemessen, sondern nur der absolut unsinnige BMI Wert!

      Aber ok, ich bin ja nicht blöde, also habe ich mir den Vorschlag angehört, und mir einen Termin in der Klinik Merheim geben lassen. In der Hoffnung dass mir dort eine vernünftigere Analyse angeboten werden würde. Aber was war? Kriterium für den Chirurgen war wiederum alleine der BMI.

      Liebe Leute, ganz ehrlich? Wenn mir Ärzte eine Operation auf Grundlage dieser Schwachsinnsrechnung unterjubeln möchten, dann kann ich zwei und zwei zusammenzählen, und weis dass es nur darum geht dem Patienten dass Geld aus der Tasche zu ziehen. Denn mit Medizin hat das rein gar nichts mehr zu tun, schon gar nicht wenn die Verdauung vom Magen in den Darm verlegt werden soll...
    • Auch mir ist dieser Vorschlag vor einigen Jahren unterbreitet worden, noch bevor die Untersuchungen an der Hypophyse abgeschlossen waren. Man war der Meinung wenn man einen Wert gefunden hat der nicht in Ordnung ist, dann steht die komplette Diagnose und die könne ja dann nicht für das viele Übergewicht verantwortlich sein. Es könne ja nur am vielen essen liegen, egal was ich auch sagte, mir wurde nicht geglaubt.
      Ich habe diese OP aber rundheraus abgelehnt, weil ich wußte das ich weniger aß als viele schlanke Mitmenschen und ich außerdem schon genügend OP's aus gesundheitlichen Gründen hinter mir hatte. Ich lasse nicht an mir herumschneiden, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Später kam dann bei genaueren Untersuchungen die ware Diagnose heraus und ich bin froh, dass ich dem Wahnsinn nicht zugestimmt habe.
    • Shit, ich will nicht wissen wie viele Menschen sich auf Grund der Aussage dieser, ich will sie schon gar nicht so nennen, "Ärzte" einer schwerwiegenden und gefährlichen Operation unterzogen haben! :(
    • Lunix schrieb:

      "Das Leben ist lebensgefährlich und endet immer tödlich." Das soll übrigens sogar für "Idealgewichtige" gelten. :eek:


      Oder auch - die individuelle Mortalitätsrate liegt bei 100%

      Ich hab Idealgewicht (odersoähnlich) und geteerte Lungen. Wir reden dann mal in 20 Jahren wieder.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******