Werbung für AC in der "Apotheken Umschau"

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    • Werbung für AC in der "Apotheken Umschau"

      Ich habe das Heft vom 1. Dezember gestern erst in die Hände bekommen und mich sehr geärgert. Dort wird so extrem verharmlosend über AC berichtet, dass ich mir die Haare raufe.

      Eine kleine Magenoperation, und schon ist ein für alle Mal Schluss mit den lästigen Fettpolster. Warum das nicht eine Lösung für jeden Übergewichtigen sein kann, erklärlt Professor Rudolf Weiner [...] aus Frankfurt: "Eine Grundvoraussetzung für einen solchen chirurgischen Eingriff ist ein BMI von 35 und mehr"
      Ja, die armen schlank-dicken Menschen, die zu dünn sind für eine OP...
      Dann beklagt sich selbiger Herr noch über die Probleme der Genehmigung von Kostenübernahmen. Ergänzend dazu heißt es:
      In Deutschland kommen jährlich zwischen 6.000 und 7.000 Adipöse für den endoskopischen Eingriff auf den Operationstisch; in Österreich und der Schweiz sind es bei nur rund 8,4 beziehungsweise 7,8 Millionen Einwohnern ähnlich viele Patienten.
      Deutschland sei europaweit trauriges Schlusslicht (wieder Herr Weiner). Ich selbst finde, manchmal kann man auf einen letzten Platz stolz sein. Sicherlich gibt es einige wenige Fälle, in denen eine Operation wirklich positiv sein kann, aber das sehe ich als Ausnahme.
      Eine Professorin für Ernährungswissenschaften aus Münster, bringt es auf einen einfachen Nenner (steht so im Text):
      Langfristig war die Kalorienzufuhr größer als der Kalorienverbrauch.
      Knapp werden in wenigen Bildern die Operationsmethoden abgehandelt und Herr Weiner darf auch noch fix über wirkungslose Fettabsaugungen meckern, das lediglich einen optischen Effekt habe. Ende.
      Irgendwo unter "ferner liefen" wird nebenbei erwähnt, die Operation solle nur der letzte Ausweg sein, dafür wird aber mehrfach deutlich klagend darauf hingewiesen, wie schwer Interessenten doch die Kostenübernahme gemacht wird. Einer weist dann noch darauf hin, dass eine psychologische Betreuung und Ernährungsberatung erfolgen sollte. Ach nee, da wäre jetzt niemand drauf gekommen.

      Es klingt alles völlig harmlos, man könnte den Eindruck gewinnen, der Eingriff sei eine simple Sache - wird ja schließlich endoskopisch gemacht und das ist für viele schon gleichbedeutend mit einer Blinddarm-OP. die Sache KEIN Wort der Kritik am System, KEIN Wort zu den Risiken, KEIN Wort über das, was viele danach durchleiden müssen und zwar nicht nur kurzzeitig, sondern für dne Rest ihres Lebens.

      Ich bin es gewohnt, dass das Heft selten kritisch sind und eindeutig wird den Pharmakonzernen da massivst nach dem Mund geredet, aber einen solchen Werbebeitrag für die Gewichtsreduktion durch OP sollten die sich nicht erlauben, auch nicht im Hinblick darauf, dass sie ja nicht wenig an den Vitaminsubstitutionen und anderen Mittelchen mitverdienen, die Operierte benötigen.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Klar wünscht sich der Herr Weiner mehr Zuschüsse von den Krankenkassen. Das ist ja sein Einkommen. Aber zahlen darf das dann der kümmerliche Rest der werktätigen Klasse ;). Ist immer leicht, nach dem Geld anderer Leute zu rufen.
      Da aber einige Leute gut Geld mit solchen Operationen verdienen, ist es zwangsläufig so, dass diese Leute es immer so hinstellen werden, wie segensreich so eine OP ist. Am liebsten wäre denen doch, wenn bei genetischer Disposition zu Adipositas die Magen-OP schon vorbeugend gemacht würde.
      Die würden sich ins eigene Fleisch schneiden (ups, treffender Wortwitz), wenn sie über Nachteile berichten würden. An den Nach-OP den Folgekrankheiten verdient dann die gleiche Klientel wieder ein Schweinegeld. Das Leid der Menschen ist da zweitrangig.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:

      Die würden sich ins eigene Fleisch schneiden (ups, treffender Wortwitz)
      :daumen: Sehr schön. Musste gerade lachen.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
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      — Sam Levenson
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