Stern 35/2011 - Echt fett!

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    • Stern 35/2011 - Echt fett!

      Vor einigen Wochen erhielt ich eine telefonische Anfrage des stern zu einem Artikel, der nunmehr in der aktuellen Ausgabe erschienen ist. Der Artikel steht leider (noch?) nicht online. Es geht zum einen darum, dass Übergewicht ein Unterschichtenproblem ist. Zum anderen wird gefordert, dass die Lebensmittelindustrie mehr in die Pflicht genommen wird und keine irreführende Werbung mehr machen soll, insbesondere im Hinblick auf Kinder. Es wird sehr stark auf die Lobbyarbeit eingegangen, die die Lebensmittelindustrie zur Durchsetzung ihrer Interessen (erfolgreich) betreibt.

      Die anfragende Dame hatte auf bei uns gelesen und schien im ersten Moment sehr beeindruckt. O-Ton: "Sie verfassen ja richtige Kampfschriften!"

      Sie erklärte mir, es gäbe unter Experten Tendenzen, wonach man das Dickenproblem nicht mehr in der Verantwortung des Einzelnen lassen dürfe, sondern es zu einer gesellschaftlichen Aufgabe machen müsse. Wie ich dazu stehe?

      Ich sagte ihr, dass ich der Meinung sei, gesellschaftlicher Druck, das habe sich doch in den letzten 30 Jahren gezeigt, verschärfe das Problem eigentlich nur. Ich sei dagegen. Ich muss dazu sagen, dass sie mir nicht erzählt hat, was nun in dem Artikel steht. Sie hat den Inhalt so allgemein dargestellt, wie ich es im vorigen Absatz wiedergegeben habe. Jetzt, wo mir der Artikel vorliegt, hätte ich sicher dem einen oder anderen Argument zugestimmt, aber nicht wegen des Übergewichts-Problems, sondern wegen der Lebensmittel-Verarsche ganz allgemein. Ich hatte mir unter der Übergabe der Verantwortung für die Übergewichtigen an die Gesellschaft etwas anderes vorgestellt.

      Das Gespräch fand zwischen Tür und Angel statt und sollte eigentlich ein Vorgespräch zu einem Interview sein. So vergaloppierte ich mich formulierungstechnisch etwas, als ich die Meinung äußerte, eine gewisse familiäre Tischkultur sei sicher nicht von Nachteil. Ich klang dabei wie Eva Herman und merkte das auch gleich selbstkritisch an.

      Im weiteren Verlauf des Gesprächs ging es um einen eventuellen Interviewtermin. Ich erklärte ihr, dass ich dann und dann da und da bin. Außerdem schränkte ich gewisse Tage ein, weil ich eine Reihe von Terminen hätte, und ließ bei der Gelegenheit auch fallen, dass ich mich derzeit "proaktiv" auf der Suche nach einer Lösung meines Problems befände, indem ich diverse deutsche Universitäten abklappere, weil ich doch gern mal von den Wissenschaftlern wissen würde, wie es sein kann, dass man unter seinem Grundumsatz isst und trotzdem nicht abnimmt.

      Irgendwie entwickelte sich das Gespräch so, dass ich auch erwähnte, dass mein Job mir einen Riesenspaß macht. Sie fragte mich daraufhin - bereits leicht pikiert -, was ich denn mache. Ich erklärte ihr, dass ich einer recht anspruchsvollen Tätigkeit nachgehe. Noch pikierter fragte sie daraufhin, was das denn für ein Betrieb sei. Nachdem ich ihr die Branche genannt hatte, musste sie plötzlich ganz schnell das Gespräch beenden und meinte, sie riefe mich noch mal an, um mit mir einen telefonischen Interviewtermin auszumachen. Oder vielleicht lese sie auch einfach nur noch mal gründlich bei uns.

      Mir war klar: Von der höre ich nie wieder etwas. Allerdings glaubte ich, das habe mit meinen Eva-Herman-Äußerungen zu tun. So ärgerte ich mich gehörig über mich selber.

      Allerdings gehe ich jetzt, wo ich den Artikel gelesen habe, davon aus, dass ich wohl nicht unterschichtig genug bin, um in so einem Interview angemessen meinen/unseren Standpunkt zu vertreten. Und, wie unsere Dralle Deern bemerkte, als ich ihr davon erzählte, wohl auch nicht verfressen genug. Denn wenn man dem Artikel glaubt, dann tappt ein Übergewichtiger in jede Fressfalle, die ihm auf seinem Weg durchs Leben begegnet ... von der Tanke über die Dönerbude und die Bäckerei an der Ecke bis hin zu McD und dergleichen.

      Ich glaube, ich brauche nicht zu betonen, dass ich jetzt richtig angefressen bin.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Administrator () aus folgendem Grund: Verrutschtes Komma korrigiert

    • Angelika_D schrieb:

      Ich hab nur das Cover gelesen im Vorbeigehen. Falls jemand das aktuelle Heft zuhause hat oder beim Friseur gelesen hat, (stern.de/magazin/heft/stern-nr…11-echt-fett-1719611.html) - kann man sich das Geld sparen oder ist der Leitartikel den Kauf wert?
      Liebe Angelika,

      ich habe Deinen Beitrag hier rein verschoben, denn ich hatte schon einen Thread dazu eröffnet. :)

      Liebe Grüße
      Martina
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    • @ Angelika:

      M.E. kannst Du Dir das Geld sparen. Für mich war es nichts neues, was es da zu lesen gab, sondern einfach das, was man mehr oder weniger in veränderlichen "Anteilen" in den meisten Artikeln über Übergewicht sowieso schon liest/gelesen hat (nachfolgend mal stichpunktartig von mir zusammengefaßt):

      - Die Portionen, die der Handel verkauft sind zu groß (also werden sie gegessen) und enthalten zuviel Zucker & Fett.

      - Die Industrie bewirbt massiv diese Lebensmittel. (Je mehr TV geschaut wird, desto mehr wird dann konsumiert.)

      - Lebensmittelkennzeichnungen (wie z.B. die Ampel) werden von der Industrie abgelehnt. (Der Verbraucher soll nicht so deutlich informiert werden, damit er weiterhin ungesunde Lebensmittel kauft.)

      - Je höher der Bildungststandard und/oder je besser die Wohngegend, desto weniger Fastfood wird im Umfeld angeboten und konsumiert. (Je ärmer und dümmer, desto dicker.)

      - Dicke Menschen kompensieren u.a. schlechte Gefühle über das Essen.

      - Die Menschen bewegen sich zu wenig.

      - Dicke Menschen lernen ungesunde Verhaltensweisen bereits im Elternhaus.

      Was ich halbwegs interessant fand (aber nicht wirklich neu), war, daß im Artikel gesagt wurde, daß festgestellt wurde, daß Aufklärungsarbeit an Schulen bzgl. gesunder Ernährung in einem Zeitraum von 15 Jahren keine nennenswerte Änderung brachte hinsichtlich der Verhaltensmuster.




      (So ganz paßt meine Antwort nicht wohl nicht mehr in den Kontext, da ich zu schreiben anfing, als die Threads noch nicht zusammengelegt waren. Ich lasse es aber jetzt einfach mal stehen, vielleicht interessiert evt. doch jemand meine "Inhaltsangabe".)
      Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat,
      der wäre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben möchte. (Berthold Auerbach)
    • Viola schrieb:

      (So ganz paßt meine Antwort nicht wohl nicht mehr in den Kontext, da ich zu schreiben anfing, als die Threads noch nicht zusammengelegt waren. Ich lasse es aber jetzt einfach mal stehen, vielleicht interessiert evt. doch jemand meine "Inhaltsangabe".)
      Ich war unentschlossen, ob ich den Thread in dieses Unterforum setze oder in das normale Medienforum, habe mich dann aber für dieses Forum entschieden.

      Über die Anfragenerfahrung hinaus ist eine Diskussion über den Artikel als solchen ausdrücklich erwünscht. :)
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Ein Job gehört sich nunmal nich, wenn man dick ist, vor allem kein anspruchsvoller Job... als dicke Person hat man gefälligst erfolglos und möglichst arbeitslos oder zumindest schlecht bezahlt zu sein. Wo kämen wir da sonst hin? ;):holy::cool:
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Nordlicht schrieb:

      Ein Job gehört sich nunmal nich, wenn man dick ist, vor allem kein anspruchsvoller Job... als dicke Person hat man gefälligst erfolglos und möglichst arbeitslos oder zumindest schlecht bezahlt zu sein. Wo kämen wir da sonst hin? ;):holy::cool:

      Eben, das bringt ja das ganze Weltbild durcheinander :rolleyes:
    • Ich hab die Zeitschrift im Fitnesscenter gefunden und reingelesen und mich mächtig geärgert. (Fertig bin ich noch nicht, ich habe mich zeitweise so sehr geärgert, dass ich lieber gegrübelt als weitergelesen habe)

      Vieles was in der Politik und in der Lebensmittelindustrie passiert finde ich ebenfalls nicht in Ordnung, aber wer "Dick, Doof und Arm" von Friedrich Schorb gelesen hat, weiß das längst alles.
      Ich habe auch ein Problem mit den großen Packungen. Die kleinen Packungen sind oft zu teuer. Und manche Zutaten fürs Kochen aus Großpackungen brauch ich vielleicht einmal in einem Monat und dann wird der Rest schlecht. Also kauf ich als Single logischerweise kleine Packungen und komm mir dabei oft ausgenommen vor.
      Das mit dem Kübel Cola im Kino - wer trinkt den schon allein? Der müsste doch ständig während des Films aufs Klo, oder?

      Schlimm finde ich die junge Frau als erstes Beispiel (die weiteren hab ich noch nicht gelesen), die brav jedes Dickenklichee bestätigt. *Seufz*

      Über den Rest beschwere ich mich, wenn ich weiter gelesen habe. Morgen oder übermorgen.
    • Nordlicht schrieb:

      Ein Job gehört sich nunmal nich, wenn man dick ist, vor allem kein anspruchsvoller Job... als dicke Person hat man gefälligst erfolglos und möglichst arbeitslos oder zumindest schlecht bezahlt zu sein. Wo kämen wir da sonst hin? ;):holy::cool:
      Genau darauf wollte ich hinaus. In dem Artikel kommen drei Dicke zu Wort: Einer hat abgenommen, eine hat einen Bypass beantragt und über die Dritte steht dort, dass sie Bewerbung um Bewerbung geschrieben hätte, aber immer als nicht belastbar eingestuft wurde. Doch dann wollte sie eine Tankstelle einstellen, aber als sie dort anfangen wollte, gab es keine passende Firmenkleidung für sie. Deshalb hat sie den Job gleich wieder verloren. (Wie glaubwürdig ist das denn???) Deshalb hat sie ihre Enttäuschung mit zwei Cheeseburgern, einem Milchshake, einer Käsestange und einem Döner runter geschluckt. Am Ende dieses Absatzes steht: "Kummer kann dick machen."

      Hilfreich zum weiteren Verständnis ist dieses Interview, dessen Inhalt auch in dem Artikel verwurstet wurde.

      Ich weiß, dass es Menschen gibt, auf die dieses Szenario zu 100% zutrifft, und bei Weitem nicht nur unter Dicken. Und ich stimme dem Fazit im letzten Absatz absolut zu. Nur mit Wertschätzung kommen wir weiter. Ich bin eine, die solche Wertschätzung erhalten hat und deshalb das tut, was sie hier tut. Aber das ist eine von vielen möglichen Erklärungen für Übergewicht. Aber mal wieder hat man den Eindruck, als beträfe genau diese Erklärung alle Übergewichtigen. :mad:
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail. Daher habe ich die Funktion "Konversationen" für mich abgeschaltet. Wenn Ihr mich erreichen wollt, haltet bitte die Maus in der linken Spalte auf meinen Namen und klickt dann auf den Briefumschlag im sich öffnenden Fenster.
    • Martina schrieb:


      Ich weiß, dass es Menschen gibt, auf die dieses Szenario zu 100% zutrifft, und bei Weitem nicht nur unter Dicken.


      Ja, genau! Dieses Herumreiten an "bildungsfernen Schichten" ist zum Kotzen. Und warum nennt der gute Mensch die Schokoriegeln "Schrott"?! Alle Kinder werden ab und zu mit Schokolade getroestet oder belohnt, und es ist ganz natuerlich und nichts Verwerfliches.

      Auch das mit "Impulsen nachgeben" finde ich dumm und gefaehrlich. Ich weiss nicht, wie Herr Professor es gemeint hat, aber es klingt fuer mich sehr nach Willensschwaeche, die wieder nur den Dicken unterstellt wird. Wie ist es eigentlich mit den Duennen, die sich mit Schokolade troesten? Duerfen sie das, vielmehr weil sie duenn sind? :mad:

      Wir sehen hier uebrigens wieder einen Windhund, der meint zu wissen, wie es einem Mops geht und was der Mops braucht, um Windhund zu werden. *seufz* Es klingt so, als ob man nur vom Essen dick wird.

      Der Satz am Ende sagt uns uebrigens: Wir sollten Paradies auf Erden bauen! Wenn wir das geschafft haben, dann gibt nur Schlanke unter uns! :baeh:
    • Das Interview trifft eindeutig nur auf eine Untergruppe der Dicken zu, nämlich auf die bildungsfernen. Davon tummeln sich hier im Forum nicht wirklich viele. Mir gefällt aber die Argumentation an sich sehr gut. Könnte gut auch auf den Alkoholkomsum eines Freundes passen oder meinen eigenen Nikotinmissbrauch, von wegen Impulskontrolle.
      Ich verfolge mit großen Interesse die Erziehung der Kinder meiner (bildungsnahen) Freundinen. Ich hatte es schon mal erwähnt, das sind die mit den schlabberigen Reiswaffeln und Süssigkeitenrationierung in der Krabbelstube. Ich sehe dagegen wie die Kinder meines Schwagers (ziemlich bildungsfern) fast nur industrielle "Nahrung" zu sich nehmen, der Vierjährige isst zum Frühstück ganze Schokohasen und daddelt Kriegspiele am Nintendo (!). Das die Wahrheit trotzdem dazwischen liegt, ist ja ganz klar.


      Edit: Apropos Schokolade. Heute erst in der Zeitung: "Neue Untersuchungen geben nun offenbar grünes Licht für Schokolade.... Schokolade kann vor Herzinfarkt schützen. " Quelle. Man muss nur genug Studien machen, dann gibt es für jede Hypthese auch Evidenz

      PS- noch ein Edit. Bitte verzeiht mir die Formulierung "Untergruppe der Dicken". Mir ist klar, dass es die Gruppe der Dicken nicht gibt. Da hinkt irgendwie die Sprache der Sache hinterher.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Knallfrosch ()

    • Es gibt für jedes Klischee jemanden, der 100%ig darauf passt, sonst wäre es ja kein Klischee.
      Wenn man lange genug sucht, findet man so jemanden und der wird dann interviewt.

      Viele Leute haben gerne Menschen auf die sie konstant herab blicken können um sich besser und erhabener fühlen zu können und die Medien bedienen dieses Bedürfnis.
      Neben "den Dicken" sind es ja auch "die Hartz-IV-Empfänger" natürlich am besten in Kombination oder die dummen sich mit 12-14 schwängern lassenden Teenis in Teeni-Gangs, die eh keinen Bock auf gar nichts haben außer Krawall und natürlich durchweg aus diesen erwähnten "bildungsfernen Schichten" kommen.

      So war das auch mit den Gamern oder eben Nerds, die auch jahrelang ein immer passendes Ziel für Sticheleien und Herabwürdigung waren. So wollte ja RTL die Leute, wie schon so oft, auf der GamesCom dieses Jahr darstellen und hat dafür ordentlich einen reingewürgt bekommen von den angeblichen Losern. (Für jene, die es nicht verfolgten: RTL stellte die Besucher der Messe als ungewaschene und schlampige Verlierer da, die nie eine Freundin/Freund abkriegen. Daraufhin wurde bei der Seite Programmbeschwerde von vielen Leuten eine Beschwerde verfasst und die Hacker-Gemeinschaft Anonymous hat wohl RTL-Internetpräsenz gehackt und Besucher der Seite sahen dann die Verunglimpfungen der GamesCom-Dokumentation umgeschrieben auf die RTL-Mitarbeiter (Die Leute von RTL waschen sich nicht. Sowas in der Art soweit ich informiert bin) Darauf hin entschuldigte sich RTL und ich denke so schnell werden die dieses Klischee nicht mehr bedienen).

      So sollte das auch mit den anderen 'Opfern' passieren. Ich hoffe, dass irgendwann auch ein großer Impuls Selbstbewusstsein und Wut durch die Reihen dieser geht und sie auch mal den Klischee-Fischern die Meinung geigen.
      Dabei sollte natürlich niemand zu Schaden kommen aber es sollte ein für alle Mal klar gestellt werden, dass es so nicht geht.
    • So war das auch mit den Gamern oder eben Nerds, die auch jahrelang ein immer passendes Ziel für Sticheleien und Herabwürdigung waren. So wollte ja RTL die Leute, wie schon so oft, auf der GamesCom dieses Jahr darstellen und hat dafür ordentlich einen reingewürgt bekommen von den angeblichen Losern. (Für jene, die es nicht verfolgten: RTL stellte die Besucher der Messe als ungewaschene und schlampige Verlierer da, die nie eine Freundin/Freund abkriegen. Daraufhin wurde bei der Seite Programmbeschwerde von vielen Leuten eine Beschwerde verfasst und die Hacker-Gemeinschaft Anonymous hat wohl RTL-Internetpräsenz gehackt und Besucher der Seite sahen dann die Verunglimpfungen der GamesCom-Dokumentation umgeschrieben auf die RTL-Mitarbeiter (Die Leute von RTL waschen sich nicht. Sowas in der Art soweit ich informiert bin) Darauf hin entschuldigte sich RTL und ich denke so schnell werden die dieses Klischee nicht mehr bedienen).


      Ich weiß: es passt nicht unbedingt zu dem Tread, aber sollte es jemanden interessieren wovon genau der Bericht handelte und wie der "Gegenfilm" aussah hier die Links:

      youtube.com/watch?v=0XABjDX7Ma0&feature=related
      youtube.com/watch?v=gR0ovnVO1Uo&feature=related
    • Nordlicht schrieb:

      Ein Job gehört sich nunmal nich, wenn man dick ist, vor allem kein anspruchsvoller Job... als dicke Person hat man gefälligst erfolglos und möglichst arbeitslos oder zumindest schlecht bezahlt zu sein. Wo kämen wir da sonst hin? ;):holy::cool:


      he he das geht ja so nun mal gar nicht. Ich arbeite doch so gerne, egal ob dick oder dünn. ;)
    • Hallo Martina,

      vielen Dank für die Eröffnung dieses Threads. Vor allem Du hast mich davon abgehalten, mir diesen neuen Stern zu kaufen. Solche Themen zu dick und dünn lese ich immer mit einem gewissen Interesse, allerdings immer auf der Suche nach etwas Neuem - wirklich neuen Erkenntnissen. Auch solche auf psychologischer oder allgemeiner Natur.

      Und - DIESER Stern hätte mich enttäucht. Da scheinen nur diese alten Phrasen zu stehen.. ich empfehle das Dickenforum hier, wenn man zu diesen Themen was Vernünftiges lesen will.
    • Nordlicht schrieb:

      Ein Job gehört sich nunmal nich, wenn man dick ist, vor allem kein anspruchsvoller Job... als dicke Person hat man gefälligst erfolglos und möglichst arbeitslos oder zumindest schlecht bezahlt zu sein. Wo kämen wir da sonst hin? ;):holy::cool:


      Eben eben...wir Dicken können schließlich nichts, als uns gemütlich auf die Couch zu legen und uns Schoklade und Chips gleichzeitig reinzuschieben. Selbst Verkoster wäre nichts für uns, da die Größe des Essens bei weitem nicht unserer Magengröße entspreche. :rolleyes:

      Entschuldigt den "leichten" Hauch von Sarkasmus...

      Klischees gibt es überall. Deutsche sind die mit den Lederhosen und dem lustigen Dialekt. Wenn man danach sucht, findet man diese, vor allem auf dem Oktoberfest. Verrückt! ;)
    • Zum Interview mit Prof. Hüther:

      Martina, ich stimme dir zu. Für die, auf die es zutrifft, ist das eine vernünftige Einstellung. Aber die Generalisierung ist mal wieder enttäuschend. Beinahe hätte ich nach den ersten beiden Sätzen nicht weiter gelesen. Der STERN "stellt fest" dass die Menschen immer dicker werden und der Professor widerspricht nicht.

      Liebe Sternredakteure, sprechen Sie für sich selber. Ich halte mein Gewicht. Zwar auf relativ hohem Niveau, aber ich halte es. Wenn Sie immer dicker werden - mein aufrichtiges und herzliches Beileid.

      piamee, der erste Link funktioniert leider nicht (Video entfernt). Der zweite ist klasse. Danke.
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    • Klischeeinkompatibel

      Martina schrieb:

      ... indem ich diverse deutsche Universitäten abklappere, weil ich doch gern mal von den Wissenschaftlern wissen würde, wie es sein kann, dass man unter seinem Grundumsatz isst und trotzdem nicht abnimmt.


      Das würde mich auch mal brennend interessieren :applaus:
    • Prügelknaben gesucht

      Martina schrieb:

      ...wenn man dem Artikel glaubt, dann tappt ein Übergewichtiger in jede Fressfalle, die ihm auf seinem Weg durchs Leben begegnet ... von der Tanke über die Dönerbude und die Bäckerei an der Ecke bis hin zu McD und dergleichen.


      Logo, als Vegetarierin kann ich an keiner Dönerbude vorbei gehen und bin Dauergast bei McD. Vegetarierin und dick ? Das geht doch gar nicht, weil Vegetarier "Nichts" essen und deswegen auch gar nicht dick sein können. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, behaupte ich natürlich nur, dass ich Vegetarierin bin, knabbere in der Öffentlichkeit genügsam an meinem Möhrchen rum, aber zu Hause gibts den vor Fett triefenden Schweinebraten (kriege schon Gallenprobleme, wenn ich mir das vorstelle).

      Wie oft ich in den letzten knapp 30 Jahren für meine Ernährung angefeindet wurde, wie oft von mir verlangt wurde, mich dafür zu rechtfertigen...hätte ich jedes Mal Geld dafür bekommen, wäre ich heute reich. Dicke sollen sich gefälligst kasteien und nicht einer Ernährungsphilosophie folgen, bei der sich gesund ernähren und trotzdem satt essen können.

      Dicke erfüllen eine wichtige soziale Funktion. Sie sind die einzige "Randgruppe" (?), die nicht durch das Antidiskriminierungsgesetz geschützt ist. Gegenüber Dicken darf man das ganze politisch korrekt weichgespülte Gutmenschengetue ablegen und mal wieder ordentlich auf die Kacke hauen. Wer einen Dicken anpöbelt, diskriminiert, terrorisiert, ausgrenzt und erniedrigt, darf sich immer noch sicher sein, dass das Umfeld :daumen: und :applaus:wird, statt :sonicht:wie es der vom aussterben bedrohte Anstand gebietet. Die Erhöhung des eigenen Selbstwertgefühls durch die Abwertung eines anderen, begegnet mir täglich in den unterschiedlichsten Situationen und es trifft jeden Menschen, der irgendwie angreifbar erscheint. Nur bei Dicken gilt es nicht als Diskriminierung oder Mobbing sondern als eine wie auch immer gerechtfertigte Notwendigkeit.

      Und nicht zu vergessen: Dicke sind immer ein dickes Geschäft. Ich habe keine Zahlen parat, wie hoch die Umsätze der Diät-Industrie allein in diesem Jahr gewesen sind, aber ich gehe davon aus, dass die sich wieder schwindelig verdient haben.
    • Anmerkung am Rande....

      Angelika_D schrieb:


      Das mit dem Kübel Cola im Kino - wer trinkt den schon allein? Der müsste doch ständig während des Films aufs Klo, oder?


      Bei diesem Satz musste ich herzhaft lachen, ich weiß jetzt nicht genau, wieviel in so einem Kübel Cola im Kino drinnen ist, aber ich glaub, der hat so ungefähr einen oder 1,5 Liter? Auf jeden Fall ist der für mich kein Problem und da ein Film auch nicht länger als ungefähr zwei Stunden dauert und man ja auch schon kurz vor dem Film aufs WC geht, um seine Blase zu entleeren, geht es sich locker aus, erst nach Ende des Films aufs WC zu gehen. ;) (Ich glaub ja, ein normaler Mensch kann es sich durchaus so einrichten, dass er auch nur alle zwei Stunden mal aufs WC geht)

      Apropos Kino: Ich liebe übrigens auch total die ganz, ganz großen (....)-packungen, also die größten, die es da gibt. Das einzige Problem, das ich da immer habe: Die Person, die da zB grad mit mir im Kino ist, denkt dann immer, ich hätte so eine große Packung gekauft, weil ich sicher teilen möchte, ich will aber gar nicht soviel teilen, ich tu dann halt so, als würd ich bissi teilen wollen, aber dann esse ich oft eh so schnell, dass das mit dem Teilen eh nichts wird. ;) Das ist echt arg, da komm ich mit der Riesenpackung daher, die anderen sehen die Riesenpackung, wittern sofort Teilungsbereitschaft, mich schreckts total voll, dann grinse ich und heuchle ein bissl Teilungsbereitschaft - man muss ja auch irgendwie die nett und freundlich sein - und denke mir "Ha! Ich ess eh schneller."

      Das war ein thematischer Einschub: Schlanke mit Kübel-Cola und Riesenpackungen von Kinoessen im Kino....

      Hinweis für die Administratoren-Moderatoren:
      ähm...ich bin nicht ganz sicher, ob mein Essensdokumentationsverbotdings jetzt auch für dies hier gilt, siehe oben? Ich hab da halt nun (...) hingeschrieben, aber gleichzeitig hab ich ja das Cola erwähnt, also hab ich ja doch ein bissl was von Essen erwähnt, ...aber das andere Essen ist mit (....) selbstzensuriert... Aber das Cola musste ich ja erwähnen, weil ich auf den Beitrag von vornehin geantwortet hatte, wo eben dieses Essensding schon vorgekommen war. Man möge mir hier bitte verzeihen.
    • Specktakulär schrieb:


      Dicke erfüllen eine wichtige soziale Funktion. Sie sind die einzige "Randgruppe" (?), die nicht durch das Antidiskriminierungsgesetz geschützt ist. Gegenüber Dicken darf man das ganze politisch korrekt weichgespülte Gutmenschengetue ablegen und mal wieder ordentlich auf die Kacke hauen. Wer einen Dicken anpöbelt, diskriminiert, terrorisiert, ausgrenzt und erniedrigt, darf sich immer noch sicher sein, dass das Umfeld :daumen: und :applaus:wird, statt :sonicht:wie es der vom aussterben bedrohte Anstand gebietet.


      Dies deckt sich überhaupt nicht mit meinen Erfahrungen und stimmen tut es auch nicht. Es gibt noch eine ganze Palette von "Randgruppen" die deutlich massiver oder genauso angefeindet wird.